Deutsches Reich
t
Ausland.
meine
Groß- Frei- Glück
wünsche des Großherzogspaares zur silbernen Hochzeit am badischen Hofe zu übermitteln.
herzlichste Teilnahme aus.
"Vom Grobh. Hofe. In Vertretung des Herzogs begibt sich der Oberkammerherr Niedesel Herr zu Eisenbach heute nach Karlsruhe, um die
zeit des Staatsministers Frhrn. v. Starck war sehr reich an organisatorischen Neugestaltungen, insbesondere auf dem Gebiete der inneren Verwaltung und der Justiz. — Der Großherzog richtete an den ältesten Sohn des Ver-
Die Wiener „Politische Korrespondenz" bestätigt die Nachricht der „Tribuna", daß der Minister des Aeußern, Graf.Aehren- „ । , ö thal, seine Reise nach Italien zur Abstattung eines Gegen-
keit jenseits der türkischen Grenze für absolut sicher hielten, besuch es bei dem Marquis San Giuliano Ende September
Grenze■ hätten die meisten Landwirte überhaupt aus-, gehört, ihre Felder zu bebauen, weil sie einen türkischen Einfall wegen der großen militärischen Tätig-
darauf hingewiesen, daß alle strategisch wichtigen Punkte im Jahre 1897 der Türkei abgetreten wurden. An der
-u einem Kriege kommen werde, auf die finanziellen Kreise ^bereits einen sehr, deutlich erkennbaren Eindruck gemacht Habe. Die Türken brächten starke Militär abtei-
storbenen, den Kammerherrn Frhrn. v. Starck, folgendes Beileidstelegramm: Schmerzlich bewegt durch die Nachricht von dem Tode Ihres um mein Land hochverdienten Vaters spreche ich Ihnen und Ihren Geschwistern
»cm nun icneociijULi nriliei nes- ' i ? ~ ' v 7/ M
...Unglaubliche aus Baden" und Sektor von Oberhessem brachten sogar diese Begünstigung neutraler Bildungsbestre- ™
bungen seitens des Karlsruher Volksfreunds mit der Bud-, getbewilligung der 17 sozialistischen Landtagsabgeordneten in ursächlichen Zusammenhang. Der Volksfreund legte daraus ,in einem drei Spalten langen Leitartikel das Lächer-, liche solcher Kombinationen dar. Indessen, man merkt diesem Artikel und seinen Nachfolgern an, daß die bcw bischen Sozialdemokraten zu erwarten haben, die Affäre .Arbeiterdistussionsklub werde in Magdeburg zur Abrechnung gelangen.
In der Tat ist die Teilnahme und die Begünstigung, die die Karlsruher Sozialdemokraten dem neutralen Bildungs- !fhib angedeihen ließen, auch in politischer Hinsicht pon prinzipieller Bedeutung und in gewissem Sinne ähnlich geartet wie die Budgetbewilligung. Denn in beiden Fällen handelt cs sich darum, ob die Sozialdemokraten Maßnahmen der bürgerlichen Parteien, soweit sie sie gutheißen können, fördern wollen oder ob sie sie von vornherein ablehnen müssen, mir weit jene Maßnahmen der Bourgeoisie ent-t stammen. Ginge es nach dem Willen der Unentwegten in -Berlin und Leipzig, so müßten, wie man jetzt wieder sieht, die Arbeiter, wenn fie echte Sozialdemokraten sein wollen, sich von allen nichtsozialistischen Bildungsbestrebirngen sern- haltcn. Bei den badischen „Genossen" ist aber das Um glaubliche geschehen, daß sie solche Volksbildungsarbeit, noch dazu Veranstaltungen, in denen Pfarrer sprachen, unterstützt haben. Man darf nun auf den Richterspruch in Magdeburg gespannt sein." ,
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aosperren, wird der „Wilhelmshavener Zeitung" von maß- geberwster Seite mit geteilt, daß dies aus der Luft gegriffen ist. _ Die „Karlsruher Zeitung" meldet: An dem in der Zeit vom 29. September^is 1. Oktober in München stattfindenden zweiten deutschen I u g e n d g e r i ch t s t a g wird im Auftrage des Justizministeriums auch der Vorsitzende eines badischen Jugendgerichtes teilnehmen.
Aus Mohacs meldet man: Der deutsche Kaiser in »gen von Albanien nach Süden, unterwegs die ThristmIbeae^ m^« Samstag schon in küh-st-r Morgenstunde jut Jagd -Atwassnend. Die Iunsttürken und di- Armee seien für den begab fi*&nnins®r
bereit. Die einzige Frage , sei ob es Jagdschloß. In Mohnes erkrankten drei Personen unter C?°- oen Machten gelingen werde, die leitenden Persönlichkeiten leraoerdacht. Zwei sind gestorben
in Konstantinopel zurückzuhalten. Die Festlichkeiten zur silbernen Hochzeit des badi-
in Ä der „Times" ^b"-s°nP Md Lt ÄÄTB
türkisch-griechischen Beziehungen be- "rschiedene MsAllunamV" Am^nnwg Men d^Ruär- schaftigt, bezeichnet die Lage als nrcht allzu vertrauensvoll, und Schwimmvereine festliche Veranstaltungen ab Der Reaatta Immerhin hofft der Korrespondent, daß der Entschluß der im städtischen Rheinhafen wohnten der Grotzherzog und die Großgriechischen Regierung, die Reserven von 1907 und 1908 Herzogin bei. Es macht sich bereits ein gewaltiger Fremdenzustrom cinzuberufen, in Konstantinopel kein Aergernis erregen wird, bemerkbar.
Die griechische Regierung weise darauf hin, daß diese Maß- ^er f u nd de r Fuhrleute in Bremen wurde regel notwendig geworden sei, weil die Mannschaften be§ ™d)bem bie Zeitgeber eine weitere Lohn
Jahres l90ü in einigen Tagen entlassen würden, und du die ZLÄ 3 Pf°nmgen iugcbidigt hatten, für bccnbe Ernten naturl^ noch unbrauchbar seien, die griechische Zu der durch die Presse gegangenen Meldung, di- Marine Armee mgentlrch ganz, unbrauchLar sinn wurde, wenn werde infolge der Bo r k u m e r Sp i o n a g ea s f ä r e die Jnie?n rncht diese Maßregel getroffen würde, die schon Helgoland, Borkum und Wangeroog teilweise völlia
mit Rücksicht auf eventuelle Unruhen notwendig sei. Die1 ß fh ,,r r<1 ” " ■
-Verhältnisse im Innern seien nicht normal und wenn man auch nicht direkt mit Unruhen rechnen müsse, so sei es doch durchaus nicht ausgeschlossen, daß in Thessalien zum Beispiel die agrarische Agitation von neuem beginne. Dann werde man in dieser Provinz die Furcht vor einem1 Plötze lichen türkischen Einfall nicht los. Es werde immer wieder
** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dag . Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groh. , wütigen dem Oberleutnant Wichert (Wilhelm) im In. fanterie-Lcib-Regiment Großherzogin (3. Großh.) Nr. in 1 verliehen.
•• Neuer Konsul. Ter Generalkonsul der Republik Kuba, Manuel Eeay de NojaS in Hamburg, dem das Exequatur des Reiches erteilt wurde, ist zur Ausübung kon- sularischer Verrichtungen in Hessen zugelassen worden.
•’ Lehrerpersonalien. Entlassen wurde der Lehrer Leonhard Hoffmann zu Lindenfels auf sein Nach, suchen. — Erledigt sind: Eine mit einer evang. Lehrerin zu besetzende Schulstelle zu O b e r - N a m st a d t. Eine evana. Schulstelle zu Bergheim, mit Organistendienst.
.. ** Eine Sitzung des P r o v i n z i a l a u s s ch u s sc s findet am Samstag, 24. September, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände in Gemarkung Bad-Nauheim zur Erweiterung des Bahnhofs Bad- Nauheim^ hier Ausspruch der Enteignung. 2. Antrag der Gemeinde t ein furth auf Ablösung der her Gesamtfamilie Löw von und zu Steinfurth obliegenden Verpflichtung zur Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs dieser Gemeinde. 3. Bürget- meifterwohl zu Wohnbach.
** Der Friedberger Bombe Hatten tätet verhaftet! Der zweite der bei dem Friedberger Bombenattentat und Bankraub beteiligten Verbrecher, der 20 Jahre alte Karl Friedr. Werner wurde gestern abend 8 Uhr in das hiesige Untersuchungsgericht eingeliefert. Werner war nach der am 22. Juni erfolgten Friedberger Tat, der eine ähnliche Bombenaffäre in Frankfurt a. M. voran- gegangen war, naefi Lüttich geflüchtet und wollte nach England gehen, wurde aber durch die Maßnahmen des hiesigen Oberstaatsanwalts, der die in Betracht kommenden Häsen überwachen ließ, daran gehindert. Er trieb sich zunächst in Belgien umher, und verstand es lange Zeit, seinen Verfolgern zu entgehen (anscheinend, weil er von irgend einer Seite Nachrichten über die gegen ihn vorgenommenen Schritte erhielt). Anscheinend veranlaßte ihn Geldmangel, wieder nach Deutschland zurückzukehren, und am Samstag abend wurde er in Barmen verhaftet. Er hat dort die Tat bereits eingestanden. Am Sonntag morgen traf hier die telegraphische Nachricht von seiner Verhaftung ein, worauf die Staatsanwaltschaft seine Verbringung in das hiesige Untersuchungsgefängnis veranlaßte, die sofort durch zwei Polizeibeamte erfolgte. Hierzu wird uns noch geschrieben: Nach seinen Aeußerungen, die der junge Mensch heute vormittag machte, hatte er wohl davon Wind bekommen, daß man in den Häfen auf ihn fahndete. Er war in Antwerpen, wagte jedoch nicht über das Wasser wegzugehen. Werner hat, da es ihn an Mitteln fehlte und er sich in Frankreich sicherer glaubte, seinen Weg nach Paris genommen und dort vorübergehend gearbeitet. Aber es zog ihn wieder nach Deutschland und er wanderte über Metz an den Rhein, unterwegs arbeitete er wiederholt. In den letzten Wochen hat Werner von Mainz bis Köln an verschiedenen Orten Arbeit gefunden, bis ihn in Barmen das Geschick ereilte.
** Die Budapester O r p h e u m - G e s e l l s ch a s t, die am Samstag im großen Saale des Eafö Leib mit ihren Abendvorstellungen begonnen hat, ist sehens- und hörenswert und füllt einen Unterhaltungsabend sehr vorzüglich aus. Fast ausschließlich handelt es sich um humoristische Darbietungen, wobei man freilich mitunter etwas zu tief ins Saftige gegriffen haben mag, denn die derben Possen, die zur Ausführung kamen, gingen, besonders was die Ausdrucksmittel betraf, mehreremale ins ganz grobe. In der „Brautschau" im Hause des Schneidermeisters Schimpl benahmen sich der redegewandte Vermittler und sein Ersatzkandidat für den vorsichtig zurückgebliebenen Doktor mit grotesker Ungezwungenheit, und die Wirkung war bei dem guten und ehrlichen Heiratswillen derer im Hause Schimpl nicht nur auf der Bühne, sondern auch bei den Zuschauern durchschlagend. Die Gesellschaft beschäftigte sich besonders „liebevoll" mit immer denselben Gesellschaftslreisen, so gab' der Star dieser Künstler, ein zwergfellerschütternder Tanz- Komiker, eine überwältigende Darstellung einer Soiree bei Silberstein. Auch eine Liedersangerin und zwei andere Humoristen wurden durch großen Beifall ausgezeichnet. Wenn wir offen sein sollen, so lvürde sich vielleicht für die gar zu drastische Mllitärposse „Nach dem Zapfenstreich" ein Ersatz finden, die einige berechtigte ästhetische Emp- indungen etwas mehr berücksichtigt und minder abstößt. Dabei ist freilich gegen das Talent und das famose Zu- ammenspiel der Darsteller nicht das geringste einzuwenden.
** D ie Gießener f r e i w. Feuerwehr hielt gestern ihre S ch l u ß ü b u n g ab. Nach einer kurzen Detailülmng bei einzelnen Geräte auf Oswalbsgarten fand ein Brandangriff statt, wobei die Stadtknabenschule als Brandobjekt diente. Der Hebung, die unter dem Kommando des Brandinspettors Wigandt stand, lag folgende Aufgabe zu gründe: In der Stadtknabenschule /isi im Dachgeschoß des Mittelbaues Feuer ausgebrochen, das Feuei bedrohte die beiden Flügel, so daß die Feuerwehr alarmiert werben mußte. Der als erster eintreffende 2. Löschzug der Feuerwehr unter Führung des Adjutanten Bourgeois kann das Feuer nicht allein bewältigen, so daß der 1. Lchchzug unter Führung bce Brandmeisters Faber zur Hilfe gerufen wird. Die Feuerwehr hatte die Aufgabe, zuerst das Feuer auf seinen Herd zu bc^ chränkcn und gegebenenfalls Menschen zu retten. Ist das Feuei als gelöscht zu betrachten, so müssen die Steiger, da der Treppen bau ungangbar geworden, das Haus durch Leine und Sprung tud) verlassen. Die gesamte Hebung verlief sehr gut. Beüx Löschzüge lösten ihre Aufgabe mit großer Sicherheit, Ruhe unt Gewandheit. Der Hebung wohnten Branddirektor Traber, Bev georbneter Keller, zahlreiche Stadtverordnete, Stabtbaumeiftn Braubach und der Direktor des städt. Gas- und Wasserwerk- Steding bei. Beig. Keller sprach seinen Dank und volle An erkennung über die sehr gut verlaufene Hebung aus und gak dem Wunsche Ausdruck, daß auch bei einem Ernstfälle der Wehr ihre schwere Aufgabe gelingen möge.
*• 2) ic Maul- und Klauenseuche ist aus- gebrochen in Tryppehne, Kreis Jerichow 1, Regierungsbezirk Magdeburg, bei Händlervieh; Neu-Grunau, Kreis Flatow, Regierungsbezirk Marienwerder, bei Händlerviel): Lewzen und Hatzlow, Kreis Belgard, RegierungSbezirl Koeslin, am 15. September.
* Lollar, 18. Sept. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl wurden die Kandidaten der Arbeiterpartei Hüttenarbeiter Forback mit 118 Stimmen und Weißbindermeister Römer mit 98 Stin' men^gewählt, der Kirchendiener Schmidt wurde durch Hitterstützuns der Sozialdemokraten mit 118 Stimmen wiedergewählt. Die seit beugen Gemeinderatsmitglieder Landwirt H. Schadeck VII. erhielt 96, Landwirt H. Schön 84 Stimmen. Der Wahlkampf, an bein ich von 407 Wahlberechtigten nur 293 beteiligten, war sehr heftig, da 29 Kandidaten in Vorschlag gebracht wurden. Die Wahl ging für die bürgerlichen Parteien durch Uneinigfcit verloren.
Die Verzichtleistung auf die Nationalversammlung antritt. Graf .Aehrenthal wird am 1. Oktober vom König von der osmanischen Griechen. I Italien in Raconigi in Audienz empfangen werden und ein
Konstantinopel, 18. Sept. Infolge der Einwirkung eigenhändiges Schreiben des Kaisers Franz von einflußreichen griechischen Abgeordneteir beim Kriegsminister Josef überreichen. Am 30. September wird Graf Aehrenthal bl25 beim ftuttusimnifter für die Schlichtung des Konflives in Turin eine Begegnung mit Marquis San Giuliano haben mit dem Patriarchat eingetreten. Heute abend übergab das Al,. Ali «' N . , Y. Z. j ocn‘ r
.Patriarchat dem Kultusminister eine Note, die der vom Kriegs- k;r'pftin\‘ ben Aer ^^ner al- sinister vorgeschriebenen Formel entsprach, n ach w el che r da s d-r R e r fnnn Jr Fr enen f'üerkic^ten "rckell Nch
Patriarchat auf die Nationalversammlung b et d h - r ?lTn öutcr* zichtett Der Konflikt wird somit als erledigt betrachtet on? allerdings Berfpatnngen bis zu mehreren
^nd di- Freilassung der berhasteten Abgeordneten wrrd erwarte,^ Aus Bo r d e d u r wird gemeldet: Präsident Falliäres war am Sonntag nachmittag beim Schluß der Bordeauxer Flug- Rom, 17. Sept. Die „Ag. Stefani" meldet: Die bonHon^urren8 antoefenb. Er dankte den Veranstaltern des Wett- eürigen Blätterir verbreckete Nachricht vom Verkaufe des italie- ^regens, erinnerte an die in kurzer Zeit erzielten Fortschritte tnischen Panzerkreuzers „Pisa" an Griechenland entbehrt und fügte hinzu, daß die Luftfahrten in naher Z u- jeder Begründung. kunft Erfolge erreichen werden, die man gegen-
Saloniki. 17. Sept. Ein ® c nb ar merie D f f it i ä V” * J“ U n m ö 3J ‘ a 11 e.
und zwei Gendarmen wurden auf dem Wege von Kassandra -iFl» „•l^ensra 92u-bernf1:lre^cr ^udschurei und bon Huhuang nach Jsvor von einer Griechenbande aus dem Hinterhalt ^"^bn^er ch in e) r sch en Regierung ein Memoran- erschossen I?um, m dem sie auf die Notwendigkeit einer auswärtigen
— n ■ ■■■ Anleihe in Höhe von einer Million Dollar zu Eisenbahn-
ar?=u£en öur Entwicklung de r Industrie Hinweisen.
CaßCSfCPOItt I Als Garantie werden die bestehenden Eisenbahnen vorgeschlagen
Fortsetzung der Reichsftuanzreform? Znfolge des Widerstandes der Partei der Kaiserinwitwe ist die
J , ..... I Verhandlung wegen des Wiedereintritts Yuanshikais in die Re- Reichskanzler von Bethmann Hollweg beabsrchtigt I gierung endgültig fehlgeschlagen.
"Nach dem „Tag" am Montag von Hohenfinow in Berlin Der russische Botschafter in Paris Nelidow 'ein^utreffen, unt eine Sitzung des preußischen .Staatsmini- ist gestorben.
steriums Au leiten und mit den Staatssekretären zu kon- . Das neue bulgarische Kabinett ist gebildet und 'ferieren. I fetzt sich folgendermaßen zusammen: Präsidium und Auswärtige
Den wichtigsten Beratungsstoff dürste die Art der Bilan- Angelegenheiten Ri a l i n o w , Inneres M o s ch a n o w , Hnterricht Gierung bC9. neuen Reichsetats bilden. Der Reichsschatzsekretär ist, I q .0 \, Justiz Kammerpräsident Slawegkow, Finanzen solange er darauf angewiesen bleibt, mit den jetzigen Einkünften ° V eP'und Acker-
des Reiches zu wirtschaften, genötigt, die Bilanzierung des Etats °au stew , Lefsentliche Arbeiten T a k e w.
.durch große Abstriche an den einzelnen Ressortsorderungen zu ^us Urmia wird gemeldet: Persische Truppen plünderten ^ermöglichen. Da die Erträge der Finanzreform hinter den Er- die sunnitischen Ortschaften Kotolau, Salindar und Jadshin, wo warttnrgen chrer Väter zurückblmbnr, riickt die Gefahr nahe, daß unter türkischen Einfluß geratene Kurten Zuflucht gefunden hatten, nut den Streichungen auch aus das Gebiet der nottvendigen Be- 1ltth y
»ürfniffc des Staates hmübeugegriffen ioetben mu6. Daher bürste | unb ftecttcn bte Q^lch-ftm itt Braub._______________________
Mich im Hinblick auf die zu erwartenden größeren Mehrausgaben ----r---------------
cketzt schon die Frage Leprüft meäen, ob allein mit llltV LlHttS.
sparsamer Wirtschaft das Gleichgewicht im Reichshaushalt auf- (Sieben 19 19m
! rechterhalten werden kann. . . D * * -LU*
Diese Meldung macht den Eindruck, als ob die Reichs-nV
.sinanzresorrn, Ivie ja vorauszusehen war, demnächst eine L-lnl
,■**■"* *■*'• **-**• NSSWL'LiL *Ä £‘SÄ . „Munch. Reuest. Nachr. wird aus Karlsruhe lichen Geheimerats und Präsidenten des Ober-Konsistoriums "geschrreven: • August Rinck Freiherrn von Starck, bestand der jetzt Dahin-
„Die badischen Sozialdemokraten bezw. ihr Karls- geschiedene am 1. Oktober 1842 am Gymnasium zu Darm- Iruher Parteiorgan, der Volksfreund, haben sich eine neue stadt seine Maturitätsprüfung. Darauf studierte er bis „Todsünde" zu schulden kommen lassen, für welche die Un- Ostern 1844 an der Landesuniversität Gießen und von -entwegten auf dem bevorstehenden Konzil in Magdeburg da bis Herbst 1845 an der Universität Heidelberg. Seine Sühne fordemi werden. Im Karlsruher Arbeiter-, Fakultätsprüfung an der Landesuniversität Gießen legte er ^iskussionsklub, «einem neutralen Bildungs- rm Februar 1846, die Staatsprüfung im Mai 1848 ab. «vereinen dem auch Sozialdemokraten teilnehmen, fand Durch Allerhöchstes Dekret vom 16. April 1850 wurde 'kürzlich.ein Vortrag über Stunden mit Goethe statt, Freiherr von Starck zum zweiten Substituten bei -den ,eiit protestantischer Geistlicher hielt. Hierüber berich-, der Staatsanwaltschaft in Gießen ernannt und ver- ,4ete der Lolksfreund tund er empfahl den Besuch eines tzweiten mahlte sich im Mai 1851 mit Marie Faber aus Gießen. Abends in diesem Klub, an dem wieder ein ob seiner libe-, Durch Dekret vom 7. Januar 1852 wurde er nach Avalen Anschauungen und seiner sozialen Denkunasweise all- Darmstadt versetzt und am 3. Februar 1853 zum Kreis- gemein geschätzter Pfarrer über die Religion Goethes, .sprechen Assessor bei dem Kreisamt Main^ ernannt. Am 1. Oktober toürbe. t ' 1857 wurde er Kreisrat des Kreises Schotten, am 28. Juli
Der Berliner ^Vorwärts" und vor allem die Leip- 1859 Kreisrat des Kreises Offenbach, am 28. Dezember öiger.Volkszeitung" schleudern nun wiederholt Artikel iiefJ?870 Krersrat des Kreises Gießen und Provinzial- tigfter Art gegen das „Unglaubliche aus Baden" und direktor von Oberhessen. Am 20. Oktober 1871 erfolgte feine Ernennung zum Ministerialrat im Ministerium des Innern, am 12. September 1872 zum Direktor und am 28. Mai 1875 zum Präsidenten desselben. Präsident des Gesamtministeriums unb Minister des Großh. Hauses und des Aeußern sowie Minister des Innern und Wirklicher Geheimerat mit dem Prädikat „Exzellenz" wurde Freiherr v. Starck am 18. Mai 1876, und am 1. April 1879 erfolgte dann seine Ernennung zum Staatsminister und Minister des Innern und der Justiz. Am 28. Mai 1884 wurde er mit Wirkung vom 1. Juni 1884 auf fein Nachsuchen und mit dankbarer Anerkennung seiner treuen und ausgezeichneten Dienstführung in den Ruhestand versetzt. Die Ursache seines Rücktritts war, daß er ohne Wissen der Landstände die morganatische Eheschließung des Großherzogs Ludwig IV. mit der Gräfin Kolemine vorgenommen hatte. — Die Amts-


