Ausgabe 
16.6.1910 Erstes Blatt
 
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national

Gebrüder Berdux

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Griglnal-Drahtmel-nngen.

(Jiitc neue Ertränkung des Kaisers.

Neues Palais, 16. Juni. Beim Kaiser hat sich ein Erg uh im rechten Kniegelenk gebilbet, anscheinend infolge der ersten Nitte, die der Kaiser nach der Genesung machte. Der Kaiser verzichtete deshalb auf die Teilnahme an der heutigen Truppenübung in Toberih, sowie auf die Neisen nach Hannover und Hamburg. Tas Allgemeinbefinden des Kaiters ist in keiner Weise gestört. Tie Körpertemperatur hat sich nicht erhöht, Schmerzen sind so gut wie nicht vorhanden. Tie Aerzte betonen ausdrücklich, daß kein Zusammenhang zwischen der Knieafiektion und dem Furunkel besteht.

Die Etichwachl in Friedberg-Büdingen.

Jl§itc(hing, bjf 'rch'tein und Um. Sonntag hier ver. O'cht i'i werden. A * Preise geflifki, 'M in Ulrichstein nggtngen wird dii J") konzertieren.

geborsten. Der Brücken, Wegen,

R. B. Friedberg, 16. Juni.

Obstbaum-Karbolineum

und andere Bedarfsartikel für Landwirtfchast und Gartenbau. 3116]Adler-Drogerie, Neltvrsweg 39.

lichsten hrrt das Hochwasser aus der Strecke der Ahr vom Müsch ins zur >trersgrcnze hei Pützfeld gewütet. Bei Müsch mündet der Trierbach in die Älftr, die das Hauptwasser gebracht hat. Die neuen Sa^-n arbeiten iinb an allen Stellen erheblich beschädigt. Sämtliche .Holzbrücken nstv. sind fortgerissen, ebenso eine große Anzahl Kantinen fortgeschiveinmt. Auch eine große Anzahl von Steinbrücken wurden zerstört. Das Unwetter brach mit elementarer Gc walt herein, und zwar ganz plötzlich. Eine .Kantine bei Antweiler ist vollständig weggeschivemmt. Die Leute wurden gerettet. Weggeschwemmt ist eine Kantine bei Müsch, .Kantinenwirt und etwa 25 Mann ertrunken. Fort- geschwemmt ist die Kantine von Krecklau bei Fuchshosen, 20 Mann sollen ertrunken sein. Die Kantine bei Dümpel­feld ist auch zer^tän, die Leute werden vermißt. Tie Zahlen sind aber unsicher, etwa 12 Leichen waren bei meiner An­wesenheit bereits geborgen, vermutlich sind aber noch mehr Leute ertrunken, und zwar alles Arbeiter und Vorarbeiter der Neubaustrecke bzw. .Kantinenpersonal In den über­fluteten Ortschaften konnten die Leute gerettet werden, teil- weise mit großer Mühe. Eingesessene der Ortschaften sind, wie bis jetzt festgeisteIlt, nicht verunglückt, dagegen die Woh nungen sehr erheblich beschädigt, so in Liers, Insul, Schuld, Dümpelfeld. Bei Kirmutscheid am Trierbach ist die Pro- vinzialstraße auf 200 Mtr. weggerissen. Bei Müsch ist die internationale Telegraphenleitung zerstört. Ebenso ist die Telegraphenleitung bei Hönningen zerstört. Zerstört ist ferner das Eisenbahngeleise bei Brück und bei Hönningen.

Auch in Süddeutschland, in der Schweiz und dem it o i b l i di r n Alpengebiet nimmt das Hochwasser einen be­drohlich, n Charakter an. Wir erhalten darüber folgende Draht­nachrichten :

M ü n che n, 15. Juni. Infolge des seit 36 «atunben an? boltcnden Regens ist der Bodensee teilweise über die Ufer getreten Ter Bahn verkehr zwischen Lindau und Kempten ist unterbrochen. Der Verkehr nach München und Lindau wird über Memmingen geleitet. Die Ammer hat die Bphu geleise bei Weilheim überschwemmt, wo ein Durchbruch des Bahndammes droht. Der Verkehr D i e s s c n - W e i l h e i m ist eingestellt. Die Loisach ibn t fa st alle Brücken f o r t g e r i i" 1 e n. Allenthalben droht Einsturzgefahr. Ter Bahu- bot Gar misch ist von dem £rtc aus nicht mehr zu crrcidhm. Das König Ludwig-Denkmal ist zerstört. Garmisch ist fast von jeder Verbindung abgeschnittcn.

Weilheim, 15. Juni. Ter Pollinger Bach ilt aus getreten und überflutet die ganze untere tiefer gelegene Stadt. Schon wahrend des Vormittags wurden die Einwohner ans den Hauieru zum Teil durch die Fenster herausgeschafft. Feuerwehr? und Pionicre sind ans München zur HiljeleilNing eiugetrosteu. Eisenbahiisignalmasten und Delegravhenstangen wurden fortgespült. Der Bahndantm ist völlig w e g g e s ch w e m m t. Tas Wasser steigt noch immer. Ti? .Oäufcr der unteren Stadt stehen jetzt ganz unter Wasser. ..

Ola r mild), 15. 3 uni. Mittags 1 Uhr beginnt das Waner zu fallen. Ta die Soifachbriicken zerstört find, wird die Ver­bindung durch Seile aufrechterhalten, woran Lebensmittel htn- überbcfördert iDcrben. Tas Elektrizitätswerk ist bescßä- digt, so daß Garmisch unbeleuchtet ist. Ter Verkehr nach München ist nur über Kochel möglich.

Innsbruck, 15. Juni. I m st iit grotztenteils über schwemn. J,n Nassereilh, das völlig überschwemmt Ut, ertrnnf ein Kanzleibeamter bei den Rettnngsarbeitcn; mehrere Personen werden vermißt.

Bern, 15. Juni Aus der ganzen Zentral und DUMvetz kommen bedrohliche H o ch w a s sc r d e r i ch t e. In Alt­dors wurde um Mitternacht ein Hans durch einen Erdrutsch verschüttet Die ganze Familie des Briefträgers Ziegler ist unter ben Trümmern begraben. Drei Kiilder konnten lebend bn-vorg.zogcn werden Tie M u 11? r u it b z e hn Kinder im Alter von eins bis 16 Jahren sind tot. Ziegler hatte Nadstdienft im Postgebäude. In Bern mußte zur Räummtg uon Wohnungen in den tieferen Stadtteilen, die durch die Aare unter Wasser gesetzt wurden, die Feuerwehr ausgcboten werden. In Luzern sind der >^?c und die Neuß über die liier getreten, so daß die Feuerwehr ebenfalls Hilfe leisten mußte. Der Zugverkehr zwudren Zürich und Chur ist unter brockten, da dre Bphndrucke in Landguart durch den hochangesdrwollenen Landguartiluß weg gerissen wurde. Zwisckien Luchjingeu und dem Linttal, sowie auf der Sihltaibahnlime ift der Verkehr gleichsalls unterbrochen. Auck' die Gotthardbolm meldet Verkehrsunterbrechungen. Nach Weggis und Vitznau mußten Militär und Feuerwehr zur Hckie leismng gesandt werden. In Adliswil bei Zürich, wo die Lidl über die User getreten ist, sollen zwei Männer ertrunken sein. Bei Weinfelden wurde rmc Notbrücke der Miltelthurgaudahn durch die hochgebende Thur weggerissen.

Bern, 15. Juni Ter durch das Hochwasser in der inneren Schweiz und der Dst'chweiz angerichtete S ch a d e n ist u n a b I c h - bar In Zürich hat .die städtische Gassabrik den B e '

Wiesen, Meliorationsanlagen, Aeckcrn und Gärten ist einst­weilen noch nicht annähernd zu schätzen, jedenfalls aber ganz gewaltig. T-as Hochwasser ist jetzt im Fallen be­griffen.

Ich lmbc gleich anf die ersten Berichte hin ein Gut­achten des Oberpräsidentcn cingefordert, ob ein Notstand e.ingctreten ist. Sollte der Oberpräsident diese Frage be­sahen, so wird die Staat sregicrung selbstver­ständlich in demselben Maße ei unreifen, wie daS in ähnlichen Fällen bisher geschehen ist. (Beifall.) Sollte sich weiter Herausstellen, daß für die Notlage eine schnelle erste Hilfe erforderlich ist, so soll auch diese nach bestem Vermögen durch die Regierung erfolgen. ^Leb^after Beifall.)

Der Antrag des Abg. Engelsmann wurde dann ein­stimmig angenommen.

M oln , 15. Juni. DieKölnische Zeitung" veröffentlicht einen Aufruf um Hilfe für die durch das Hochwasser Gesd>ädigten int Ahrtalr Der Verlag decKölnischen Zeitung" iDcnt>et" 2000 Mark, Kommerzienrat von Guill >aume Köln 10 000 Mark Insgesamt sind bisher 16 000 Mark eingegangen. Neuwied hat 1000 Mark gestiftet.

ßPcSllt "Scitle v. Mk. 1.35 ab

Tie Eisenbahnstrecke bet Hönningen ist Schaden sowohl an den Bahnarbeiten, wie

Gerichessaal.

(]. Mainz, 15. Juni. Ter Sergeant Will;. Kugler aus Witten von der 1. Komp, des Pionicr-Bats. Nr. 25 hat l'id) vor dem Gouvernementsgericht zu verantworten, weil er am 21. Mai auf dem Doyheimer Exerzierplatz als Gruppenführer seine Mann- sdmften während der Gesedftsübung aujgewiegelt haben soll. Ter Angeklagte ist iinbestrast und hat eine sehr gute Führung. Er war vier Jahre in Südwestafrika, hat dort den Feldzug mit gemacht und besitzt das allgemeine Ehrenzeichen. Aus dem Exer­zierplatz batte der Zug in dem sich der Angeklagte als Gruppen führet" befand, in einer Mulde Aufstellung genommen, hier gab der Zugführer, ein Leutnant, die Instruktion, es sollten beim Vorgehen kurze, lebhaste Schritte gemacht werden Beim Vor gehen soll nun der Angeklagte gesagt haben:Gelaufen wird nicht, und wenn er fidv aws den Koipf Helfe Wenn er will,

laßt ihn nur lausen!" Ter Sergeant soll beim Vorgehen zu­rückgeblieben sein und nicht den vor'christsmäßigen Abltand, zehn Schritte vor der Front, ciugehalten haben. Die Anzeige von der Aeußeruug des Angeklagten wurde zwei Tage später von dem Gesreiten Folk aus Hamburg gemacht. Der Angeklagte

behauptet, daß er beim Dienstantritt schon sehr ausgeregt ge wesen sei, es habe eine große Hitze geherrscht, er sei nicht mehr genügend widerstandsfähig gewesen und habe während dem Vor­gehen Hustenanfälle gehabt. Es täte ihm sehr leid, rocnn^cr die Aeußerung getan habe, er wisse es jedoch nicht mehr. a.er Leutnant selbst hat die Aeußerung nicht gehört, er betrachte sie auch nicht als eine Auflehnung gegen seinen Befehl, sondern er hält sie für eine unüberlegte Redensart infolge körperlicher Müdigkeit. Der Gefreite Falk erklärte unter Eid, daß der Ser geont obige Aeußerung getan und auch den vorschriftsmäßigen Abstand vor der Front nicht eingehalten habe. Sie wären aber, um nicht aufzuiallen, mit den anderen Zügen aus gleicher Höhe geblieben. Auf die Frage des Verhandlungsleiters, warum er die Sache erst zwei Tage später gemeldet habe, bemerkte Falk,

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Hilfeleistung abgegangen. .

Oraviczabany (Ungarn*, la. xsuni. xer <yhm lut c r rf ist über seine User getreten und hat mehrere Dörfer überfd)roemmt. Mehr als 8 0 Personen sind ertrunken und viele Hauier sind eingestürzt. _ .

Belgrad, 15. Juni. Der injicn Städten und Dörfern des M o r a w a t a l e s angeriditete Schaden ist weit großer als gemeldet wurde. Die Stadt Svilajarv ist zwei Meter hoch überschwemmt. Bis jetzt sind,38 Leichen ment von Kurden aufgefunben. Eine große Menge Vieh ist in den Fluten um gekommen. Tie Weingärten, die Obstgärten und die ganze Ernte sind vernichtet.

Belgrad, 15. Juni. Gestern abend entlud sich ein st a r k e S 01 e w i t t e r über die Städte Iagodina , E u p r i j a , Bagrdan und' 2 w i l a j r n a z. Tie Flüsse M o r a w a und Resawa überfluteten die Straßen dieser Städte. In wenigen Viertelstunden stand alles unter Wasser. Tie Ernte im Morawa- tal, der frudttbarfren Gegend Serbiens, ist ü c r n i d) t e t. In Swilajnaz sind 26 und in Bgrdan sechs Personen umgetommen. Viele .Häuser sind eingestürzt. Ter Schaden ift sehr grotz. Gleichzeitig Dcrnidjtete ein starker Hagelschlag üt mehreren .Meisen Serbiens die Ernte säst vollständig. Ter König, th-r Minister bet O-esfentlichen Arbeiten und der Kriegsmimltcr be­gaben sich nach Swilajnaz.

Konstantinopel, 15. Juni. Nach einer Meldung der Mali von Erzerum ist die Stadt Hasan K a l e h burd) Ueberschwemmung zum größten Teil zerstört. Es sollen m e b re re h u n b c r t Mens che n dabei umgekommen und viele verletzt sein.

Der evang. Piatm im ärankenhause ir e, der ein Mer De­in schlitz als G«: fuiibt mur .Hotz bl- her,MW" & ilunq von Flur- uub in M.

daß Siubenttn Landwirten Vc- m 3omnict_l)tcr zum ijiqc Freie stuknier- Frage mit einer An-

hsesteru übend M Sanfter. Alcxanöü

>n Zierte! des djei n en b mittels ton, die in der gany:

>ß mehrere Säten » in weitem Ilmkr^ wurde jemand, a Polizei m'd stE ng des BorMes bt

liberale Partei hat beschlossen, in der bevorstehenden: Stichwahl mit allen Mitteln für die Wahl v. H c l m o l t s cinzntreten. Sie wird in diesem Sinne eine rührige "Agi­tation entfalten, an der auch Tr. Becker-Sprendlingen leit- nehmen wird. *

H ü it i u g e n , 16. Juni. Tas Hochwasser des R Hein s hat die hiesige Schissbrücke wcggerisseu. Tie rai'di abwärts treibenden Trümmer rissen die Neuenburger Schiffbrücke weg, auf der sich etwa 30 Personen befanden. ...

Konstanz, 16. Juni. Bodeu | ce und Rhein und über die Ufer getreten.

Amtlicher Wetterbericht.

Verlaus der Witterung seit gestern friihj Lustwirbel nm West- raude bc-3 und) Rußland abziehenden Tieidruckgebieles haben gestern bei fühlen nördlichen Winden geringe Regemälle gebracht. Tie -Jlbtül)hing ift jetzt auch bis zur Weichsel vorgerückt, dabei sind gestern in Ostdeutschland strichiveise statte Wcivitterrcgcn geiallen (Dresden 31 mm). Das westliche Hochdruckgebiet scheint fehv be- sländia zu fein; es ist nur ivuiiig ostwärts vorgerückt, io daß das kühle Wetter anhält; dock) macht sich morgen der Einfluß de§ ootjcn Druckes bemerfbar, so daß die Bewölliuig abnünrnt.

Wetleraussichleu ui Hessen am Fieitag dem 17. Juni 1910: Zeitiveise heiler, etwas wärmer, trocken.

Märkte.

(In einem Teil der Auslage wiederholt.)

ic. Fraulsurr a. 3)1., 15. Juni. (Crifl.-Tclegr. deSGiey.

Jlmtlidie SHoticvmigcn der heutigen Frurh tmarf tpre is e: Weizen Pik. 18.8000.00, Kurhesnschev Mk. 19.80-00.00, La >Vlata KansaS Bit. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) 'Ulf. 15.00 bt4 Mk. 15.10, Gerste (Wetterauers -Alt. 16.5017.00, Gerste Franken Pfälzer Ried Mk. 16.50-17.00, Kleie 3)1 f. 00.00-00.00, Haier 14.8015.50, Mais '.Wf. 15.6016.00, Weizenmehl 0 Mk. 27.50 bis 00 00, 2. Dualität Mk. 23.75-00.00, 3. Dualität Mk. 22.2o bi4 Mk. 00.' 0. 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Mk 22.0022.50, 1. QualilätMf. 19.0019.50, 2. Qual. Mk. 00 00 Ins 30.00, Weizeutteie Mt. 9.00 bis Alk. 9.50, Weizeuschale 9)11. 00.0000.00, Roggeickleie Alf. 9.50 bis Alf. 10.00. Malzfenne Mk. 00.0000. 'Ü. Biertreber 12.6013.35 --Ilies vcr 100Kg. ab liier.

trieb einstellen müssen, so daß die Stadt teilweise in Dunkel gehüllt ist. Vielfach sind Menschen ertrunken Vvn der in Altdors in ihrem Hause verschütteten Familie Ziegler ist das zwölfte Opser, ein 14 whnges Mädchen, im Spital geworben.

München, 15. Juni. Tas wassertechnische Amt teilte heute mittag mit: lieber mäßig starker Regen betraf von gestern auf heute noch das obere Ammental lLmderhoi Eine n>cfentliche Aendeiung der Lage in Cbcrammergau, da fortroäh renb Regen gemeldet nnrd, ist für beule kaum zu erwarten. -Aus Garmisch und Mittenwald lauten die Nachrichten babui, daß der H öch st p u n k t der Flutwelle b e r e i t s ü b e r s d> r i 11 e n ist. Audi der Mangfall, ist schon wieder am Fallen _ Tie Isar in Münclxm crrddite gestern nacht 11 Uhr ihren Höchststand uns ist bis beute früh 10 Uhr um 50 Zentimeter gefallen. Die Iller und die Ledi sind weniger betroffen, fchwellen icdoch infolg des anhaltenden Regens ebenfalls an. Die Inn in Rosenheim steigt langsam. Tie Donau wirb rasch^ auf der ganzen Länge steigen und kamt insbesondere aus der Strecke Pilsbosen bts zur LandeKgrenze eine beträchtliche Höbe erreichen. Am s ch w e r ft c n betroffen erscheint das obere Ammergebiet und das obere Loisackgcdiet Tas Hochwasser war hier hoher als 1899. Voraussage: Tas Hochwasser ist für alle süd- baDerifdien Flüsse noch anhaltend, für die Tonau im Mittel fränkisch-cn ist es in Sicht. |

Lindau, 15. Juni. Ter Bodensee ist bis mittags um weitere, acht Zentimeter g e st i e g e n. Tie Rathausstraße und der Kornhausolatz .sind überschwemmt. Tte Straße nach Bregenz sicht in der Näl>e der Bregenzer Klause glcid)falls unter Wasser. ,. ,

Wien, 15. Juni. (W. B.) Aus dem nördlichen A l v en­ge b i e t trefien andauernd Meldungen über sdiwere Hoch­wasserschäden ein. Infolge starker Regengüsse überfluteten die Salzach und ihre Nebenbädic im D b e r p i n z g a u die Ufer in mehreren Gemeinden, setzten große Strecken Landes unter Wasser und zerstörten vielfach Wege und Brücken. In Bregenz und Umgegend sind alle Wasserläuse ausgetreten, mehrer? Brücken sind zerstört. Tie Eisenbahnverbindungen mit Innsbruck, dem Bregenzer Wald und Liirdau sind unterbrodien. Tic Reidis- straßen im ganzen Bezirk von R e n 11 sind zerstört. Tie Wild- dache gehen hoch. Mehrere Ortschaften sind unter Waifer, zwei Häuser sind einqestürzt. Ter Verkehr ist nur über München offen Tie Gefahr w ä ch st immer mehr, da es weiter in Strömen gießt. Ter Schaden, den das Hochwal'scr an den .Kulturen angerichtet hat, ist groß und vor der Hand nicht zu ermessen, da mit beit Seitentälern der Verkehr abgeschnitten ist Zur .Hintanhaltung weiterer Gesahr sind zur Wiederherstellung des Verkehrs von Innsbruck 100 Mann der Kaiserjäger nad) Lermoos abgegangen. Ter Lech ist aus 5 Meter gestiegen. Di? Scdiregulierung ist in Gesahr. Ter größte Teil von Feldkirch ist unter Wasser. Tie Brücke beim Jesuitenpenswitat ist weg- gerisl'en Tas Elektrizitätswerk der Stadt ist außer Betrieb. 50 Mann der F-eldjägcr von Innsbruck sind zur

)>> einer heute abend Reinigung der Bau- jinunenueiiler ist bt. lange werbe aus« t) im vollen Umfang "ch geht dahin, bat iort 1 Pfennig, vom j im 1. Slpril 1912 at ' «lohn gezahlt werben j iner heute abend ab- I loch nicht jiigeflimml. Huh-und Schäslt« 1 rbeitern, 1000 an einer Schuhsabrik ein . . herbeigesührt werben

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er habe sich die Sache reiflidi überlegt und sei zu der Ansicht gekommen, daß es seine Pslictu sei, ben Voriall zu melden Zwei andere Pioniere machen dieselben Aussagen wie der Gesreire. Drei im zweiten Miede stelurndc Pioniere hatten nichts gehört. Der Kompagniefeldwebel H o l st e kennt den Angeklagten seit seiner Rekrut en zeit und schilderte ihn als einen vorzügiicbeu. tüchtigen Unteroffizier, im selben Sinne äußerte sich auch Sanitätsfeldwcbel Schwarze. Audi der .Kompagniechcs gab dem Angeklagten cm sehr gutes Zeugnis. Das Gericht sah in der Aeußernitg des Angeklagten Auiw,egelung und Achtungsverletzung vor ver­sammelter Mannsdiaft unter Gewehr und verurteilte >hn zu 5 I a b r c n 1 Tag Gefängnis uud Degradation. Ter Verurteilte ist erst seit Marz d. I. verheiratet..

Parts, 15. Jmu. Tas Zilchlvotlzeigerlcht m R e i m S ver­urteilte die ivepCH Betrugs angellagten M i l i l ä r l i efe­rn u t e n zu (^ciängnisstraieii^ von 4 bis 18° Monaien. Dem Kriegsministerium ivuvbe ein Schadenersatz von 30 000 Franks zu- cif.ninl

lüinft und Wiiicnfcbaft.

Eine Erklärung des BaronS v Berger. In dem Streit des Barons von Berger gegiit ben Direktor Kochne des Deulsdien Schauspielhauses in .Hamburg vcröfscntlicht jetzt Tr. Suse, der Anwalt des Barons von Berger, im Namen icuteö AustraggcbcrS eine Erllärung, in der er lagt: Durch Beendigung bc* Vertrages des Barons mit dem Schauspielhaus lei derDebet­posten" erlösche n. Diesen unter allen Umständen erloschenen Posten mochte Herr Kochne wieder ausleben lassen Die Behauv hmg .Koelmes, Baron Berger wolle sidi von ihm seine persönlichen Schulden bezahlen lassen, ist ir'rig.

D e r C b c r r c o t i l c u r der Wiener Ho | ovcr, v. Whmetal, ist vom Jahre 1912 ab als D^rndtrektor nadv Franksurt a. M. verpflichtet worden. er hat die Zu|ttm> mung zu seiner Entlassung aus dem Verbände der Hofoper von der Wicnei Jiil^ib>?n^ brieiis erwiikt. __

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