Meteorologische Beobachtungen der Station Ziehen.
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Wetter
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des
3°/,
3V,°/o Konsols
Hessen
fltöree, 15. Januar. Aut'aii jsk.irsj.
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3'7» 37,»/.
1
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1
Tuberkulose Krebs
1
1
93.00
100-70
99.00
95.95
Elektriz. Lahmeyer .
Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch - Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . .
I an.
1910
a s
Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk.-.. . Laurahütte . A<J.. . . . Nordd. Lloyd .?.... Oberscbles. Eisen-Industrie
*■
94-30 *55.20 94.20
85.05
4"' 4°,
. 180.20 . 138.20 . 253.10 . 93.50 . 164.20
Höchste Temperatur am
Oliebviflfte , ,
. 23.83 . 161.50
63.30
64.80
99-55
97.40
94.70
183.00
47.90
91.75
69.25
99.80
251.00
116.00
n Ungar. Goldrente Italien. Rente .
Berliner
Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . .
Dortmunder-Union C. •
Dresdner Bank
Tendenz; matt.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für - Hande] und Indnsfrio'ZGipssen.
Frankfurter Börse, 15. Januar, 1.15 Uhr.
Summe 2 2 —
Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie drei der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
37,"In Oberhessen ?
4°/0 Oesterr. Goldrente . - 4767n Oesterr. Silberrente
Tendenz abgeschwächt.
kirchliche Nachrichten.
Loangeiljche oieiueinoe.
Montag den 17. Januar, abends 8 Uhr, im JobanneSsaal B i b e l st u n d e. Pfarrer Ausseld.
Lombard. Eisenbahn .«■.$.
Gesten. Staatsbahu .''.-p.____
Prince 7 Henri - Eisenbahn fr. 136.50
Harpener Bergwerk Laurahütte.....
Lombarden E. B. . ;
Nordd. Lloyd Türkeuluäc
107L5
137.90
218.25
220 50
134.70
218.80
201.50 103.00
112.00
183.25
138.00
253.40 152.00
196.90 164 30
211.40
116.80
Handel.
" Konkurse in Hessen. Hebet das Vermögen des Schuhmacherincisters Martin S t e g m a n n I. zu Heppenheim wurde am 5. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemem- fchuldner die Eröffnung des Verfahrens beantragt und seine Zahlung cinaeitedt hat. Rechtsanwalt Dr. Metz zu Heppenheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen stnd bis zum 7. Jedr. bei dem Amtsgericht Lorsch anzumelden. —
3‘/,°/o Reichsanleihe do. -rf-»
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Ä,eute Aufgab ’S **« ita er'wL?Qmen ^bend wohl qtj muik drkmnt, bei !,- ^lvlg äoIoDortun Mer de S uten eaefje )■ sie wirb Lieber "Aus und $). Bois ^n«r in lieb-ng- int aus lEalnische» $cr= siMten zahlreichen ifi» Verbandes vor-
Rezitationen Treuen, ,'ic wieder Mio mehr an recht |Cr Hedcifchuß, wie? zugute kommen soll usw.).
icheS. Die Vor« 'rten lialtfinbenben ©albe, Chor von Gesangverein; Ger« g, gesprochen von? ethoven'Leitz, vor. rbarosfa, Chor mit laner'schen Gesang, der die Gründung
Romanze D-dnr
Vricg, vorgetragen ehr von F. Hegar,
Heber den Nachlaß der am 19. Febr. 1905 zu Ockenheim verstorbenen Anna Maria, geb. Eckert, Ehefrau des Anton Kaiser!, von da wurde am 8. Jan. das Konkursverfahren erofmet. Notarlato- aehilse Hang in Gau-Algeshe.m wurde zum Konkursverwalter er- nannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Febr. der dem Amtsgericht Bingen anzumelden. - Heber das Vermögen des Gast- wirtes Johann F a u b e l III. m E 1 d) wurde am 12 Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da der Geme»mchuld>ier seine Zah- langen eingestellt hat. Rechtsanwalt schott tn Osthoien wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Febr. bet dem Amtsgericht Oslhosen anmmelden. - Heber das Vermögen des Gastwirtes und Lpezereihandlers Martin Schuster, in Hüttenield-Lampert heim wurde am 12. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da der Gememschuldner Zahlungsunfähigkeit eingeräumt, seine Zahlungen eingestellt und ^-^ffnung des Koiikursveriahrens beantragt hat. Rechtsanwalt S ch m r Hm Lampertheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs» forderungeit sind bis zum 9. Febr. bei dem Amtsgericht -ampert» Henn anzumelden. ______________
Märkte.
Gießen, 15. Jan. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.00-1.10 Alk., puhnerewr 1 St. 9-10 Big., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse ^vr. St. 6-8 Pf., Erbseii p. Pid. 00—00 Pfg., Linsen v. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., zahlte pr. Stück 0,80-1,80Alk., Gänse pr. Pfd. 60-70 Pf., Eilten vr. Stuck 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsensleisch pr. Pfd. 76—84 Psg., Kuhflelsch pr. Pfd. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Psu.ld 70-74 Pfg, Schwemeflei ch vr. Pfund 80—96 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 72-76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60-80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50-6.00 Ml., Zwiebeln per dtr 5,00-6,00 Alk., Alilch per Liter 20 Pfg., Weitzkraut ver Stück 10-15 Pfg., per Zentner Alk. 0.00-0.00., Aepfel per Ztr. jO—J8 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stuck 40—50 ■ 3fq„ per Ztr. 0—00 Mk Alarktzeit von 8—2 Uhr.
fc. Wiesbaden, 15. Jan. Heu- unb Strohmarkt. Angefahren waren 17 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: ö e n 10.00 bis 12.00 Mk., Stroh lNichtstroh) 6.40—7.60 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 16.00-17.00 Alk. Alles für 100 Kilo.
nten vorgeftrhrt. Bei dieser Ge^gNchvit fragte -er Kaiser die anwesenden Offiziere, wie ihnell die. neuen Unrfvrmen gefielen. Tie allgemeine Antwort war beifällig, nur ein Mrassieiobcrst erlaubte sich uutertänigfti zu bitten, der Kaiser möge doch die altpreußische Tradition wahren und den Stahlhelm der Kürassiere bestehen lassen. Ter oberste Kriegsherr, wvllle gerade sclwn zustimmend antworten, da trat der Kriegsminister vor, und iwch ehe der Kaiser etwas erwidern konnte, sagte er: „Reiten ene in der nächsten Schlacht mit Ihren Kürassieren eure erfolgreiche Attacke, Herr Graf, dann werden Sie die altp reustifchel Tradition am besten wahren." Der Kaiser lächelte, denn er wollte feinen Kriegsmiinisler nicht desavouieren. Im weiteren! Verlauf her Besichtigung legte sich jener Oberst sehr energisch für die Beibehältung der langen Kürassierstlefel ein und hatte and) Erfolg. Beim Verlassen des Platzes äußerte er sich dann gegen den Kriegsntmistcr: „Ra, Eure Exzellenz, ist noch glimpflich abgegangen, wir habeir wenigstens die Stiefel behalten." Darauf der Kriegsminister: „Die Stiesel gönne ich Ihnen, Herr Graf, Ihre Kürassiere werden wohl so vernünftig fein, im crftcn Biwak die Stulpen abzuschneiden.
n. Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins. Diese fröhliche Veranstaltung scharte die Garde deu lieblichen Närrinnen um die Fahne des Prinzen Karneval, der diesmal ganz besonders für seine treue Moguntia eingenommen zu fein scheint; zu Ehren der goldenen feier des amerikanischen Karncvalvereins hing von der Mttte des Saales das mit dem Mainzer Rade geschmückte Sternenbanner herab. Die „lustigen Weiber" hatten sich schon stundenlang vorher in der Halle eingefunden, um sich recht gute Plätze zu sichern. Eine neckische Weise eröffnete die Sitzung, die wenn möglich noch fröhlicher als die erste Herrensitzung verlief. Darauf folgte die Eröffnungsszene „Im Banne des Kometen". Nach dem ersten Lied gedachte Dr. Reen des amerikanischen Jubelfestes, zu Ehren dessen er sich mit der amerik. Jubiläumskappe bedeckte. Sodann ging an einem Maste das Sternenbanner hoch und auch das Komitee steckte kleine Sternenfähnchen an die Kappen. Dio Vorträge, Lieder und son,eigen Darbietungen erfreuten die lustige Schar, die sich erst spät (früh am Morgen) trennte, denn nach Schluß der Sitzung wurde auch noch
Dcnmicbtcs.
* Eine gefälschte Depesche. Der kaiserlicki eAu10- mobilklnb feierte am Samstag fern 10. Stiftungsfest. Prinz Heinrich teilte während des Festmahles mit, daß der Vorsitzende des französischen Automobilklubs Baron von der Zu hl en nicht anwesend jei, weil er ein Telegramm mit der falschen dbachricht erhalten habe, daß das Festmahl mit Rücksicht aas die Hoftrauer abgesagt fei. Man beschloß, bei der Staatsanwaltschaft Llnzeige zu erstatten.
"'Der Kaiser und der Kürassieroberst. Berliner, Blätter berichten: Bor einigen Tagen wurden detiv Kaiser in' Gegemoart des Kric^sminischriums, des Generalstabs und einiger Regimentskommandeure die neuen graugrünen Foldunif 0 r -
Gerichtssaal.
Erfurt, 14. Jan. Das Schwurgericht verurteilte im Oktober beit Glasbläser August Lutz zum Tode, weil er den Forst- aufseher Walter erschossen hatte. Das Reichsgericht hak infolge der Revision des Angeklagten das Urteil aufgehoben. Heute wurde Lutz vom Schwurgericht abermals zum Tode verurteilt.
-4- Mbuchen, J6. Jan. Eine Gerichtsverhandlung, die an den Eulcnburg-Prozeß erinnert, fand vor dem hiesigen Schöffengericht statt. Angeklagt war einer der Hauptzengen in jenem Prozeß, der Milchhändler Georg Riedel, auf dessen Aussage in dem Prozeß gegen einen Redakteur der „Münchener Post" der Stein gegen den Fürsten ins Rollen kam. Riedel hatte sich mögen groben Unfugs und Beamtenbeleidigung zu vercmtworten. Im September v. I. befand er sich in einer Kneipe in der Altstadt und erzählte von seinen Beziehungen zu dem vornehmen Herrn. Als er sich aber zu sehr auf Einzelheiten eyttieß und sich sogar der Beziehungen zu dem Fürsten Eulenburg richmte, verloren die Zuhörer die Geduld und man »erbat sich feine Reden. Riedel ließ sich aber nicht einschüchtern, so daß der Win' und die Gäste ihn mit Gewalt an die Luft beförderten. Riedel begab sich sofort auf die nächste Polizeiwache und ersuchte run polizeilichen Schutz. Als man seinem Ansuchen nicht in der von ihm gewünschten Form nachkam, wurde er grob und sties; Beleidigungen gegen einen Polizeibeamten aus. — Zu der Verhandlung war er nicht erschienen. Der Gerichtshof besckstoß, ihn zu einem späteren Termin zwangsweise Dorf übten z u lassen.
E B E- SN-S^ CO s.5t
Form eines Balles abzuhallen.
-d. Büdingen, 16. Jan. Gestern abend veranstaltete der hiesige W 0 h l f a h r ts p f l e g e v e r e i n bei vollbesetztem Hause unter Zuhilfenahme des Mittelrheinischen Verbandstheaters eine Theatervorstellung im Saale des Hotel Fürstenhof. Gespielt wurde „Minna von Barn Helm": die Rollen waren durchweg gut besetzt. Am 14. Februar folgt eine weitere Vorstellung, bei der „Anne-Liesel" über die Bretter gehen wird. Fürst Wolfgang zu Isenburg-Büdingen nebst seiner Mutter und vier Prinzessinnen beehrten das Theater mit ihrem Besuch.
+ Bad Nauheim, 16. Jan. Heute abend sprach im Vortragsverein Professor D. Rade- ?ILarburg über „Gegenwartsreligion und Geschichte". Die sachlichen, mit viel Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners gipfelten in der Forderung, daß neben der Gegenwartsreligion vor allem die Geschichte, die allerdings britisch erforscht werben müsse, eine Fundgrube religiöser Betrachtung und Unterweisung sein solle.
R. B. D a r m st a d t, 15. Jan. Der preußische Gesandte Frhr. v. Rucker-Jenisch gab gestern abend in dem Ausstellungsgebäude auf der Künstlerkolonie eine größere B all fe st li ch kei t, an der auch das Groß- herzogspaar teilnahm. Die stattlichen Ausstetlungs- räume, die damit zum erstenmal gesellschaftlichen Zwecken dienstbar gemacht wurden, waren prächtig hergerichtet worden. Der sog. Ehrensaal der früheren Kunstausstellung diente als Em'pfangsraum, während in denr reich mtt Stoff- dekleidung und vergoldeten Lorbcergirlandcu und Kränzen dekorierten großen Saale das Abendessen eingenommen wurde. Zur Tafel führte der Großherzog die Gattin des Gesandten und dieser die Großherzogin, Generalleutnant v. Strantz Freifrau v. Riedesel zu Eisenach, Staatsminister Ewald die Gräfin v. Görtz-Schlitz, Finanzminister Gnauth Frau v. Grunelius, Minister Brawn Freifrau v. Rabenau, Prinz Friedrich zu Solms Prinzessin Leopold zu Isenburg, Prinz Leopold zu Isenburg Prinzessin Friedrich Solms, Graf Elias zu Erbach-Fürstenau Prinzessin Hermann Solms, Prinz Schönberg-Waldenburg Prinzessin Solms-Braunfels u. s. f. Rach dem Essen begann der Ball, der bis gegen 1 Uhr dauerte. Es waren im ganzen etwa 250 Gäste geladen.
= Wetzlar, 15. Jan. In ihrer gestrigen Vollversammlung wählte die Handelskammer für den Kreis Wetzlar für das Jahr 1910 Generaldirektor Kaiser zum Vorsitzenden, Fabrikant Ad. Neumann zuin 'stellv. Vorsitzenden und Bankherrn O. Kellner zum Schatzmeister.
Ein gelNÜtlicheS Beisammensein schloß den schön verlaufenen Abend. Am 29. Januar ist in demselben Lokale zu Ehren von Kaiser? Geburtstag eine Feier in Aussicht genommen, für die ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist.
.= Au n er 0 d, 15. Jan. Der Turnverein „Gut Heil" hielt am Samstag abend seine General-Versammlung ab. Der Vorstand begrüßte die Turner mit inner kurzen Ansprache, in der er die Hoffnung aussprach, daß unser Turnverein noch lange Jahre blühen und gedeihen möge; zum Schluß brachte er ein dreifaches „®ut Heil" auf die Mitglieder aus. Die Versammlung sang so- hann einige Turnerlieder. Ter Verein beabsichtigt, Trommeln und Pfeifen anzuschaffen, um eine Turnermusik zu bilden. Die Neuwahl ergab folgende Vorstandsmitglieder: Wilh. Schneider, Karl Mohr, Wilh. Schäfer, Karl Schäfer, Heinr. Schäfer, Heinrich Wehrum, Wilh. Haas und Heinrich Bindeburg.
-d. Lich, 16. Jan. Die Leitung der Großh. Präpa- 7 anden - Anstalt hat sich durch! die Veranstaltung des gestrigen linker Haltungsabends wieder ein Verdienst erworben. Ter große Stoinsche SaaÜau war bis auf den letzten Platz gefülll, ein Zeichen dafür, wie sehr die vorjährigen ähnlichen Veranstal- tungen Anllang gefunden haben. Ein abweckMungsvolles Programm, dessen einziger Fehler vielleicht der war, daß es z u reichhaltig war, wurde aeboten. Musikalische Sotv träge instrumentaler Art, die 'tion Zöglingen, Lehrern und Trreunbcn der Anstalt bar geboten wurden, und ein treffliches Zeugnis von der Mnsilerischen Auffassung unb Wiedergabe der Mmpositionen gaben, fanden mit den gesanglichen Darbietungen des Münchscheii Sologuartetts .aus Wetzlar ungeteilten Beifall. Wetter gab es zwei Theater stücke, deren Wiedergabe dem Kvimen und den Leistungen der Schule eine 'vorteilhafte An- «rlenuung geben mußte. Besonders mit der Aufführung des Hans Sachsschen Schwankes „Untreue schlägt den eigenen Herrn". hatte man eine gute Wahl getroffen. Die handfeste Eharakterzeichnung und die Menschentenntnis des Autors weiß auch heute noch das Publikum unmittelbar zu packen, r— Für einen Volksbildung sver ein, wie er demnächst ins Leben gerufen werden soll, ist von der Präparandenschule der Weg zur Weiterarbeit bereits gebahnt.
bz. Alsfeld, 16. Jan. Der Stadtvorstand bewilligte dem Herrn Dr. Pecker in Anerkennung seiner Mühewaltung für die Einrichtung des städtischen Archivs einen Betrag von 300 Mt. und sprach ihm zugleich den Dank der Stadt für die von ihm geleistete Arbeit au5.
bz. Storndorf, 16. Jan. Der Kriegerverein beabsichtigt, fein Wintervcrgnügen am 6. Februar in
$fn°i1 nTer*eH$anter Versuch mit dem Sprechen über große Entfernungen wurde nach dem neu erfundenen System mit Hilfe der Startstrom-Mikrophone von den fchwedtzchen Ingenieuren Egner und Holmström in Stockholm angestellt. Verbunden waren das königliche Schloß in Stockholm und das grotz- herzoglickie Schloß in Karlsruhe. Man hörte deut ich jedes einzelne Wort. Schon diesen Monat wird der V. Z. zufolge nach dem neuen System der regelmäßige Fernspre ch v erkehr zwischen Stockholm und Hamburg hergestellt und bis Berlin und Paris ausgedehnt werden.
"* Zug Verspätung. Verspätete Abfahrtod. Ankunft oder Aus- allen eines Zuges begründen feinen Gutschadigungsanspruch. ~Jtn> infolge einer Zugverspätung der Anschluß an einen anderen Zug versäumt oder fällt ein Zug ganz oder teilweise aus, jo kann der Reisende Fahrgeld und Gepäckftacht für die nicht durchs ah rcnc Strecke zurücksordem. Gibt er die Weiterfahrt auf und kehrt mit dem- nächsten, günstigsten Zuge ohne Fahrtunterbrechung z-ur Abgangsstation zurück, so ist ihm Fahrgeld und Gepackfracht zu erstatten, auch fteie Rückbeförderung in der gleichen, iwtigeinalls höheren Wagenklasse zu gewähren. Seine, Ansprüche hat er so Port auf den Stationen der Aufgabe der Reiw und der Rückkehr zu melden. Verzichtet er hierauf, so kann er ohne Preiszuschlag Beförderung nach dem! Reiseziel mit dem nächsten, günst 1 g st en Zu ge auf der gleichen oder einer anderen Strecke verlangen. Die Eueu- bahn kann die Benutzung einzelner Züge oder Zutzgattungen zur Aushilfe im Taris ausschließen. Wenn Naturereignis,e oder andere zwingende Uniftänbe die Fahrt auf einer Strecke verhindern, IM die Eisenbahn für Weiterbeförderung bis zur fahrbaren Strecke tunlichst auf anders'Weise zu sorgen. (§ 26 Eisenbahnverlehrsord- mmg vorn 23. Dezember 1908.) .
* Eine „n e 11 e" Sch> w' iegertnu11er. Alv Hüterin einer in Hamburg bälegenen Wohmuig eines junges Ehepaares, das für kurze Zeit abwesend war, „wollte" die Mutter der fungen Frau. Aks das Ehepaar zurücklehrte, war die Hüterin verichwunden. Die Nachsorsckmngeii hatten ein überraschendes Ergebnis. Die Schwiegennutter hatte in der Wohnung ihres Sckiwiegeriohnes den Besuch ihres Liebhabers erhalten. Beide hatten sich das.Sparkassenbuch des Schwiegersohnes mit 3700 Mark Einlage ange- eignet, 2700 Mark abgehoben und waren mit dem Gelde gemeinsam ins Ausland geflüchtet. _
* Ein unerwarteter Fund. Daß es oft im' Leben lomanhafter zugeht als in Ronianenl, ist schon oft gesagt worden, und man erinnert sich dessen, wenn man die Meldung des „Rew>- Bork Heräld" aus Farmersville bei Easton liest. Hier hatte em Gutsbesitzer eilten allen Geldschraiik, der fortlausend vom Vawr auf den Sohn unb dann auf den Enkel des ursprünglichen Inhabers vererbt worden mar, ohne daß er — feit etwa vierzig Jahren — einmal geöffnet worden wäre. Ter Gutsbesitzer wollte das alte, ganz unb gar mtt Rost bedeckte Möbel endlich Der tau feit, versuchte aber zuvor iwch einmal, ihn aufzuschließen, was indes nicht gelang, da auch das Sck;Ioß durch! Rost ruiniert war, und liefe beit Geldschrank durch einen Schlosser öffnen. Zum grössten staunen des Eigentümers zeigte sich mm, daß das Innere des allen Erbstückes mit Geld gefüllt war — der gesamte Betrag des Vorgefundenen Schatzes belief sich auf 30 000 Dollar in Gold.
* Ein neuentdecktes Tier. Aus Washington wird berichtet: Die unter der Leitung Roosevelts stehende afrikanische Erpäiition der Smithsonian Institution, hat in Britisch-Ostasrika ein neues Säugetier entdeckt, das der Naturwissenichait bisher fremd geblieben war. Rach der Mitteilung der Smithionian! Institution handelt es sich um eine Spezies des otoeyon: das neuentdeckte Tier hat den Ramen otocyon vergatus erhallen. Es ist ein lleiiies, fleischftefsendes Säugetier, das mit dem Fuchse groste Verwandtschaft zeigt. Die Farbe des Pelzes ist ein leberartig es Braungelb. Die Untersuchungen im amerikanischen Rational- mufeum zeigen, daß die neue Gattung sowohl in der Farbe wie im Gebiß und Schädel leichte Abwrichmigeii von dem otocyon nega
aufweist. Es kommt nur in Afrika vor, wenn gleich rn der Schädelform eine nahe Verwandtschaft mit dem amerikanischen grauen ^uchs besteht. Tie Eiitdecknng erregt besonderes Interesse, wett man die Auffindung neuer Arten in Ostafrika nicht erwartete, da diese Gegend des schvarzen Erdteils von englischen Gelehrte der Naturwissensckmft bereits eingehend durchforscht worden ist.
* Der Maharadscha in Gold. Ans Kalkutta wird berichtet: Ein eigenartiges Gelübde hat der Maharadsckw von Nepal vor kurzem an der berühmten Wallfahrtsstätte Paschupat- nratb erfüllt: dem Branche anderer indischer Fürsten fotgmb, gefobte er bei einer schweren Erkrankung im Falle ,einer Genesung den Armen so viel zu sckrenken, als sein KörpergÄvlckst. in Gold ausmachc. Nach feierlichen Zeremonien beftira der iyurst eine Wage und ließ sich genau mit Gold abwägen. Die iioftbaren Gewichte wurden sofort von Juwelieren aufgckauft und das dafür gelöste Silbergeld auf der Stelle an die Bettler und Pilger verteilt, bencii der Maharadscha zugleich ein üppiges Gastmahl bot, bei dem ein jeder der Armen ein neues Gewand zum Geschenk
3° 0 Portugiesen Serie I *.• 3% Portugiesen „ III - 47..% rass. Staatsanl. 1905 47,7» Japan. Staatsanleihe 4°In Conv.Türken von 1903 Tilrkenlose......
4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 4°;o änsscre Argentinier .. 3°/n Mexikaner . ... . 47,7o Chinesen . >. r. .
Aktien:
Bochum Guss . .. ......»rr Buderus E. W. . . . .
* Au! „Warum mußte denn der Vorsitzende Eures Vegetarischen Vereins sein Amt niederlegen?" —■ „Weil er in einem historischen Festzuge als Gottfried von Bouillon mitgewirkt hat.
Kreditaktien . . •> «Z• Baltimore- und Ohio-'7*»5*
Eisenbahn ._ .Ü *
Gotthardbahn . .TK.H".
Spielplan der vereinigten .frankfurter Stadttheater.
Gpernhaus.
Montag den 17. Jan/): „Ter Freischütz." Tienstag den 18 Kan.: „Die geschiedene Fran." Mitttnoch den 1J. Jan, nachm. M ut)t: .Jung Hub-Nicht,.- Abend, '/,« Uhr: „dar und Zimmermann." Donnerstag den 20. Jan : „(laoaüeria rustwana. Hieraus: „Der Bajazzo." Freitag den 21. Jan. geschlossen. Samstag den 22. Jan.: „Don Juan." Sonntag den 23. Jan., nacb- initlags 7,4 Hhr: „Jung Habenichts". Abends u^r^. geschiedene Frau." Montag den 24. Jan., abends 6 Hhr: „-in ft an und Isolde." (Isolde: Frau v. Mildenburg a. G.) Dienstag den 25. Jan.: -Jzeyl." Mittwoch den 26. Jan.: „Tie Zauberflote.
Schauspielhaus.
Montag den 17. Jan.'): „Der moralische Teeabend. Dwnstag den 18. Jan.: Zu Lessings Geburtstag: „Nathan der Weife. Mittwoch den 19. Jan.: „Die Rabenstenlerin." Donnerstag den 20. Jan., abends 7,8 Hhr: „Wilhelm Test." Freitag den 21. Jan., abends 7,8 Hhr: „Die iremde Frau." Samstag den 2.'. Jam: Qum ]. Male: „Der dunkle Punkt." Sonntag den 23. Jan., nachmittags 37- Hhr: „Wenn der junge Wein blüht." Abends 7 Hhr: Ter dunkle Punkt," Montag den 24 Jan.: „Die Braut von Messina." Dienstag den 25. Jan.: „Der dunkle Punkt. Mittwoch den 26. Jan., nachm. 27, Hhr: „Wilhelm acU." Abends 7 Hhr- „Der dunkle Punkt."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
wöchenü. Ueverstchl derCovesfäüe L t.StaM Kietzen.
1. Woche. — 1. Januar 1910.
üiuiü ohnerzahl: angenommen zu 31 100 (infl. 1600 Alaun Militär) Starblichkeitsziffer: 3,25 %0,
nach Abzug von — Ortsiremden: 00,0 °/Cr.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachfene: un uom
1. Ledensiahr: 2.—15. Jahv
'be. Einem Schaf- amar18große, 'kohlen unb in der , ohne daß bereit iebe kommen zvä ü Fackenbarl unb fronten. Erstem , und beide waren . doch dstst steine! n worden, die and) Der Ttaatsmnval!' zur Sciterbeforöt- r ermittelt werden chen F. B. auf beni
Zeil-Klein-Linden ■■ einen Lortraz Cbarakterzüge und» [fr DeiieMert-.! ^Äer Linie ist diql tu verdanke». *• <[ «mq°» «gl
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