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Zum Konflikt im Elsaß.
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Tatsache wird Herr Dernburg dura; Aeußerungen wie die m der Kommission gefallenen nicht nur nicht aus der Welt sckwften, sondern jjödtftewJ noch schärfer fühlbar machen. Und wenn von &'om> -mi, s iondinitciliedern bedauerlich erweise ein ähnlicher Ton gegen, die Ansiedler angeschlagen wardst ist, so beweist ba-3 nur, daß, die betreffenderr Abgeordrreten nicht objektiv geinig informiert sind. 'Tie Schuld daran aber trägt wiederum die Art und Weise, wie das Kolonialamt diese tragen behandelt hat. Tas Amt l)at cs nicht Nnt der Sachlichkeit und Objektivität getan, die wir sonst bei unseren Behörden gewohnt sind und die den amtlichen Aeußerungen ihre Autorität verleihen, sondern es erscheint nur zu sehr wie ein Anwalt, der imtcr Beiseiteschiebung auch berechtigter entgegenstehender Anschauungen und Interessen eine Partei vertritt
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Tätigkeit des örtlichen Versicherungsamtes erst dann ein, wenn der Unfallverletzte den Bescheid der Berufsgenossen- fd}aft anficht. In der Arzt frage ist eine endgültige Entschließung des Bundesrats noch nicht erfolgt.
Das Arbeitskammergesetz wird, wie wir hören.
Herrn v. Seckendorftz.
Der Kaiser hörte am «Samstag nachmittag in der Wohnung des Staatssekretärs Dernburg den Vortrag des Südpolarsorschers Shackleton an.
Der Reichstag hat das Gesetz bctr. "bic Haftung des Reiches für seine Beamten an einen 21gliedrigen Ausschuß verwiesen.
Die Blätter melden aus Berlin: Wie die „Neue Gesellschaftliche Korrespondenz" meldet, hat die türkische Regierung nunmehr eine gerichtliche Klage gegen dieReichsbank auf Herausgabe des Millionendevots des Sultans Abdul Hamid eingele'itet. Tie Klageschrift ist der Deutschen Rejchsbank.gestern zugestellt worden.
Die R e i ch s v e r's i ch e r u n g s o r d n u n g ist, wie die
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stloch etwas! Hätte ich bei der Mederschrift meines Artikels am 15. Dezember auch nur ahnen können, daß derselbe auch in weiteren Kreisen Deutschlands, welchen die hiesigen Verhältnisse fern liegen, gelesen werden würde,
rungsverordnung des preußischen Handels Ministers geregelt ist; das heißt, in allen wichtigeren Fällen findet eine mündliche Verhandlung vor dem Versicherungsamtmann und zwei Beisitzern unter Anhören des Rentenbewerbers sowie geeigneter Zeugen und Sachverständigen statt. Auf Grund dieser Verhandlung erteilt das so besetzte Versicherungsamt ein Gutachten an die Versicherungsanstalt, die dadurch zu einer sachgemäßen Entschließung über den Rentenanspruch in den Stand gesetzt wird. Die Vorbereitung der U n f a l l s a ch c n dagegen bleibt der Dcrufsgenossenschaft überlassen, die selbst örtliche Organe besitzt oder sich schaffen kann, um neben der Unfallüntersuchung der -Ortspolizeibehörde die geeigneten weiteren Ermittelungen anzustellen. Hier greift die
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Aus Staöt und (und.
Gießen, 17. Januar 1910.
•• In Audienz empfangen wurden vom Groß- Herzog am Samstag u. a. Sanitätsrat Dr. Gitterntansn von Bad Nauheim, Forstmeister Kirchner von Bad Salz. Hausen und Postdircktor Dörge von Alsfeld.
** Bahnpersonalien. Der Groß Herzog hat den Eisenbahn-Bau- und Betriebsillspektor Clemens Behle zu Wittlich zunl Vorstand einer Betriebsinspektion in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngemeinschast ernannt.
*' Akad. Bismarckbund. Der als gewandter Redner bekannte Graf Paul Hoensbroech sprach am Freitag abend in Steins Garten über das Thema: Was ist Ultram ontaniSmus und wie ist er zu bekämpfen? Die Ausführungen des Redners gipfelten darin, daß der Ultra- montanismus im Interesse der Selbstcrhaltung des Staates und in Hinsicht auf seine kulturfeindliche Tendenz bekämpft iverden müsse. Die zahlreich erschienene Zuhörerschaft, zum weitaus größten Teil Studenten, war mit den Ausführungen einverstanden. Das bewies einesteils der Beifall, dann aber auch die Tatsache, daß niemand zur Diskussion das Wort verlangte. Anschließend an den Vortrag bildete sich eine Ortsgruppe des Akademischen BismarckbundeS, dem ungefähr 50 bis 60 Studierende beitraten.
** VonderStraßcnbahn. Einen bedeutsamen Beschluß faßte am Freüag abend der Gemeinderat von Wieseck. Der Bürgermeister wurde beauftragt, Schritte zu tun, die den baldigen Anschluß an die elektrische Straßenbahn herbeiführen und bei der Bürgermeisterei in Gießen air^ fragen, wie sich die Stadwerwaltung zur Ausdehnung des Straßenbahnnetzes stelle. Die Gemeinde Wieseck ist zu entsprechenden Garantien bereit. Wieseck, das größte Dorf Oberhessens, mit über 3000 Einwohnern, ist von dec Endstation der elektrischen Straßenbahn noch etwa 20 Minuten entfernt und man sehnt allgemein eine Verbindung mit der Stadt herbei. Auch in Klein-Linden sind ähnliche Bestrebungen im Gange.
•* Bahnjubilare. Anläßlich ihres 25jährigen- Dienstjubiläums erhielten mehrere Bahnbeamte Ehrendiplome und Dienstauszeichnungen. Die Lokomotivbeam- t e n feierten am Samstag in der Turnhalle ihr Stiftungsfest mit Abendmüerhaltung. Die Auszeichnung für 25 jährige Berufstätigkeit erhielten die Lokomotivführer Schüttler und Gräf von hier. Die Wagenwärter hielten eine Weihnachtsfeier im Lenz'scheit Felsenkeller. Lebende Bilder, Theater und Tanz wechselten ab. Ein lebendes Bild stellte die Ehrung der Jubilare Wagenwärter George imb Nachtigall dar, die die Auszeichnung für 25 jährige Dienstführung erhielten.
•* Freiwillige in unserem Regiment. Junge Leute, die beabsichtigen, bei dem Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 in diesem Herbst als Freiwillige einzutreten, wirb dringend geraten, sich den Meldeschein vor der Musterung zu besorgen, weil ihnen nachher Schwierigkeiten entstehen. Die Meldung auf dem Negiments-Geschäftszimmer kann an jedem Dienstag vormittag erfolgen.
•’ Verhaftet wurde gestern dec 17 Jahre alte Paul Euler von hier, der sich s. Zt. an einer Reihe von Einbruchsdiebstählen beteiligt hatte, aus dem Polizeigefängms entwich und sich dann einige Monate verborgen zu halten
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Der Prälai Nigetiet, der Verfasser des bekannten Briefes „N. pol. Korr." hört, bei der Beratung tn den Bundesrats- tm „Schulfreund", der die Worte „Waschlappengesichter" ausschüssen hinsichtlich des Verfahrens bet der Feststellung und „Charakterköpfe des Himmels" gebraucht hat, sucht der Renten erheblich umgestaltet worden. Dtese Fcftstel- in einer Zuschrift an die „Germania" seine Ausdrücke zu lung wurde den Trägern der Verstcherung, das ist für die rechtfertigen, indem er u. a. schreibt: Unfallversicherung den Berufsgenossettschaften, sur die In-
Tas Wort „Waschlappengesicht" hat seine Geschichte, Validenversicherung den Landesveisichcrungs. nstalten uber- ivelche es nicht als Angriff, sondern als Abwehr erscheinen tragen. Die Vorbereitung der Entscheidung i|t für bte Verläßt. Ich würde zu viel Raum beanspruchen müssen, wenn sicherungszweige verschieden geregelt. Für bte Inva - ich die Reihe der Kosenamen aufführen wollte, mit welchen l i d e n v e r s i ch e r u n g bleibt es bet dem bewahrten bis- in der Schulzeitung und in der Freien die Lehrer belegt herigen Verfahren, wie es insbesondere durch die Ansfuh-
worden sind. „Tiere, die nur zum Wolletragen bestimmt sind", „Langeschläser", „Dilettanten hinter dem Biertisch", „Käuze ä la Schopenhauer", „Memmen", „Hasenfüße", „schlotternde Küster", „tolerant-biedermeierhafte Schullehrer, denen noch sichtbar die Eierschalen des Küsters an den Schößen des altmodischen Schulfracks kleben"; das ist nur eine kleine Auswahl. Dazu kommt aber unser „Waschlappen": ja, dieser Ausdruck war in gewissen Kreisen zum „geflügelten Wort" geworden. Ich durfte also ohne Furcht, mißverstanden zu werden, dieses Wort an die Stelle zurückverweisen, wo es in des Wortes ver- iwegeüster Bedeutung in Erscheinung getreten war; es solUe eine bittere, aber auch unter anständigen Leuten erlaubte „Abwehr" sein.
politische Lagesicha«.--Au-Seff-nI
Die Einigung der Linksliberalen. Aus Hungen wird berichtet: Die Gründung eines
Zu der in unserer Nummer vom 15. Januar unter nationalliberalen Landtagswahtlreisvereins für dieser lleberschrift gebrachten Notiz, die aus der freiiinntgen on-Li ch fand am Sonntag auf Veranlassung des /,Voss. Ztg." entnommen war, schreibt man uns von fr et- Rechtsanwalts Kaufmann-Gießen hier statt. Der Verein sinniger Seite aus Gießen: . hat den Zweck, den Wahlkreis in durchgreifender Weise zu
1. Es muß verwundern, daß die „Vosi. Ztg/ gerade dem organisieren, damit die nationalliberale Partei bei Wahlen Abg. Dr. Naumann geringschätzige Beurteilung des Eint- roie sicher unorganisiert dasteht. In einer darauf gungsprogrammes nachsagt, da er seit Zähren der ent- folgenden öffentlichen Versammlung sprach Rechtsanwalt fchlossenste Vorkämpfer der Einigung gewesen tst. Kaufmann über die Finanzresorm In Hessen sei der Ueber-
2. Der Ausschnitt aus dem Artikel Namnairns, den g^ng zum reinen Deamtenslaat, namentlich durch Schaffung Sie nach genannt. Zeitung wiede.rgeben, ispdurch einen lener Vermehrung von Beamteustellen, von dem Erfolg be- finnstörenden Druckfehler entstellt. Sie lauen ihn.sagen: gleitet, daß der Staat den finanziellen Aufgaben die er sich „Wenn einmal die Einigung vollzogen und gmcksich fest ge- gestellt, nun nicht mehr gewachsen sei. Dagegen worden ist, werden wir an eine ganze Reihe von Programm- der Staat eine Grundlage zu einer
punkten neu Herangehen müssen, nicht nur das umzu- P^tvatbeamten-Versicherung schaffen und eine Aufwerfen, was jetzt beschlossen wird, sondern^ um es be)]er l ^ejj'er-ung per niederen Beamt en klassen durchführen, auszubauen." Es heißt aber in der „Hilfe": „nicht unt ^er Landespolitik rechtfertigt Kaufmann das Verhalten das nmzuwerfen", was einen ganz anderen Stnn ergtot. der Nationalliberalen bet der Abstimmung über das Plural-
3. Wer den ,.,Hilfe"artitel vorurteilsfrei gelesenhat, jnahsrecht; wenn die Wahlrechtsvorläge nicht zu Fall ge- erkennt, daß in ihm der jetzige Entwurf als Mindest- werden sollte, so mußte seine Partei, um wenigstens Programm hingestellt wird, das zu seinem Ausoau noch ^^>as zu erreichen, in dieser Weise zustimmen. Die Voreiner Reihe von Sonderpro gram men (etwa über die grauen- ^agC ^er Regierung einer 30prozentigen St en erfrage, Agrarfrage, Kommunalpolilif usw.) bedarf. e r b ö b u n g wird nicht Gesetz werden. Vor allem
aber der Cmtwurf von der weitaus überwiegenden Mehrheit niuß gespart werden am Verwaltungsapparat, und Geber Linksliberalen aufgefaßt, und auch^der Vorstand „des ^genheit dazu werde sich finden. Was die Regierung ihren hiesigen Vereins hat in seiner letzten ^Sitzung be|chlch|en, Barnten zur Durchführung aufgibt, ist nicht immer in der ihm in diesem Sinne zuzustimmen. . Form, wie es das Ministerium diktiert, oder wie es der
4. Demgemäß bemerkt auch Naumann am Schlutz seines Buchstabe des Gesetzes vorschreibt, zum Vorteile der Staats- Artikels: „In diesem Sinne nehmen wir das letzt vor- nusführbar. Kbasse Beispiele, wie durch Kleinlich- liegende Programm der Linksliberalen als gute und x^Zkrämerei eine Menge Geld ausgegeben werden müsse, geeignete Grundlage und Anregung^zu.derk ^er Redner auf seinen Touren in letzter Zeit erlebt, Ärb eit d er nächsten zehn od er zw anzig ahr t uni> er |j-t A^,Tcht, daß. wenn den Beamten zur Aus- Diese Worte schließen eine geringschätzige Beurteilung bey ^£)TUng ihrer Pflicht mehr freie Hand gelassen und sie Entwurfs aus. . zum Sparen angewiesen würden, daö Ministerium munches
5. Demnach ist die in der „Voss. Ztg.", gezogene Schluß- ^hren müsse, was ihm unangenehm wäre.
fölgerung: „Die SÄorte Naumanns rucken die drohende ant Sonntag in O f f enbach a. M. abgehaltener
Gefahr vor Augen, daß alsbald nach der Gturgung; der i e n । e v g a n n feren^ ber £0% aU
neuen Partei schwere innere Kämpfe über gru.nd|atzlupe sxaten im Großherzogtum Hessen wurde nach einem Pwgrammfrageu nicht erspart bleiben werden , hmsall-ig. Bericht voti Bnsold-Friedberg ein neues -Lrganisations- * statut angenommen, das sich dem alten angliedert. Land-
Dernburg und feine Angreifer. tagsabg. Dr. Fulda erstattete bann einen eilig eh enben
Tie „Deutsche Tagesztg.", bie am schärfsten gegen den Bericht über bie hessische Lanbtagswahlreform, in ber er Staatssekretär Dernburg Frout gemacht hatte, schreibt nach sich besonders gegen das Pluralwahlrecht aussprach. In den Verhanblungen bes Bubget-Ausschusses: ber anschließenben Aussprache sprach unter zahlreichen Red-
„Wir billigen auch längst nicht alle scharfen Acußerungen, „bru auch Chefrebakteur Dr. 2u e sse l-Darmstabt, der sich bie üt Südwest gefallen sind; und wir haben unumwunbener- ^^ichfalls gegen das Pluralwahlrecht wendete, wemr er klärt, daß die Regelung der 2iainantenaudbentc in oielcn vptuaen m|t <Lussichrungen des Vorredners einver-
wid zuin großen Teile imst«/ Bittiguirg W- ^Staats! standen war. Zum Schluß wurde einstimmig eine Sympathie- stundgebung Kr bie Ugiftei Genossen deren Besire- wenigstens überhaupt nicht eingegangen. Dsmi diese Beschwerden \ Lungen zum preust. Wahlrecht augeuommen.
lejiften sich vor allem auf die deutliche Bevorzugung der groß c n — ------- . J
Kavitals-Gesellschasten bei der Verteilung der Gewmnmoglichkeiten Deutsches ZiCtCb,
r Lbe?lÄS Fbmi ber Der „Reichsanzeiger"'melbet: Aus Anlaß bes Krönungs- Dia mautaus beute als die kleineren Schürfer an den Fiskus z u und O r b e n sse ft e s wurden verliehen: Der ^te Adlerorden zahlen hat; und daß. die Vergebung der fiskalischen GchüN- 1. Klasie nut Eichenlaub: Getandtcr tn Bukarest v. K l d er l e n- felter wieder nicht den Ansiedlern y.tgutc kommt, sondern einer Wächter, ber Rote Ablcrorbcn 1. Klasse: Staatssekretär großen Gesellschaft, die so günstige Bedingungen erhielt, baß sie dem Unterstaatssekretär im Rcichskolonialamt v. Linbequist, Arbeit und Risiko an ein: UiitcrgejcWait abtretett und einen Rote Adlerorben 2. Klasse dem Oberpräfibenten von Schleswig tzübschen Zwischengewinn ohne jebc Leistung eimtreichen tonnte, der Rote Ablerorben 2. Klass bem OberpräsibeMcn von Schleswig Daß dabet eine An imos itä t der Ansiedler gegen das hetmpche Bülow, dem Gesandten in Tanger Dr. v. Rosen, ber GroßkÄüwl. entstehen mußtist doch klar; die A^gltche Kronenorben 1. Klasse: dem Botschafter in Tokio
Schutzgebiet" mid bainit' zuc/eich^die außerordentlich hart belasteten Mrn. Mumm „ S ch war tz e n stet n dem Staatssekrckar Ansiedler zugunstcii des Großkavitals benachteiligt süid. Tie,e des Relchsschatzamtes Wermuth, den Stern gum Königlichen Tatsache wird .*nerr Ternbnrg buroi Aeußerungen wie die in ber Kronenorben 2. Klaste: bemGe,anbtentn EarracaS Srer-
voranssichtlich Anfang Februar dem Reichstage zugehen. Der neue Entwurf hat eine Umarbeitung erfahren, die sich zum großen Teile an die Wünsche des Reichsdagsausschusses anlehnt. . r.. ,
Ueber bas Schicksal bes b euts ch-P 0rtu g i e, i 1 ch e n Ha nbelsvertrag es haben, so schreibt man uns au3 Berlin, innerhalb der Fraktionen des Reichstags Be-, sprechungen jtattgefunben. Auch seitens ber Regiermng ist mit Parteiführern über diesen Gegenstand verhandelt worden. 'Es läßt sich noch nicht übersehen, wie bie 2lb-stimmung am Donnerstag im Ausschuß aus fallen wird, auck) dürfte biefe Abstimmung unter Umftänben im Plenum einer Revision unterzogen werben.
Aus Frankfurt a. M. wirb uns berichtet: Die sur heute Sonntag im Tivoli unter freiem Himmel angesetzte große sozialdemokratischeBolksversammlung welche sich gegen bas neue preuß. Wahlrecht richten sollte, ist durch das Polizeipräsidium wegen Gefährdung ber öffentlichen Sicherheit verboten worben. Infolge biefes Verbotes befürchtete bte Polizei nun Straßenbemonsdrationen und hatte zur Zerstreuung der Menge unb Verhütung von Ausschreitungen sich burch Vdobilmachung aller verfügbaren Mannschaften unb Hilfskräfte entsprechend oorbereitet. Die Vorsorge erwies sich jedoch als unnötig, da keinerlei Unruhen vorkamen unb ber Tag wie jeber anbere Sonntag verlief. Auch bie inzwischen rasch einberufeuen acht Versammlungen in verschiebenen Lokalen verliefen ohne Zwischenfall. w
Der Zentralausschuß ber Freisinnigen Bolks- partei hat sich einstimmig für ben Zusammenschluß ber brei linksliberalen Parteien ausgesprochen. Ter Parteitag der neuen Partei wirb am 6. März hier zusammentreten.
Zlnsland.
Aus London meldet man: Bis 1 Uhr 10 Min. waren ant Sonntag gewählt: 43 Unionisten, 37 Liberale, 6 Vertreter! ber Arbeiterpartei, 5 Nationalisten. Gewonnen habeii bie Unionisten 18, bie Liberalen nach den letzten Feststellungen 3 Sitze.
Aus Petersburg, wo die chinesische Marine- Studiengesellschaft cingetrofsen ist, wird gemeldet: In der Begrüßungsansprache, die Prinz Tsai-Hsuen bet der Aud ienz beim Kaiser hielt, gab er zunächst ber Dankbarkeit für beit wohlwollenben Empfang Ausbruck unb übermittelte bie freundschaftlichen Grüße bes Prinzregenten. Er führte bann aus, bte trabitionelle Freunbschast beider Staaten würde dazu beitragen, die Wohlfahrt der ganzen Welt zu fördern, hierauf begrüßte der Kaiser ben Prinzen als Mitglied bes täßerlichen Hau,es bes besreuubeten chinesischen Reiches unb «prach bie Ueberzeiigung aus, baß ber Besuch des Prinzen zur weiteren Befesttgung der viclhundertjährigen Freundschaft Rußlands und Chinas beitragen, werde.
.Die spanische Regierung erklärt die Meldungen, ic5 sei bei dem Neujahrsempsange des diplomatischen Korps in Washington durch den ivanifchen Gesandten zu etnent Zwischenfall gekommen, für völlig unbegründet.
Aus Barcelona wird gemeldet: Am Sonntag vormittag bewegte sich ein T e m 0 n str a t i 0 ns zu g von etwa 30000 P er so n e n durch die Stabt nach dem Palast des Gouverneurs. Hier wurde eine Adresse überreicht, in ber um A m n e ft sie fite die wegen der Vorkommnisse int Juli vorigen Jahres in Haft genommenen Personen gebeten wirb. Die Crbnung wurde nirgends
Wie bie „Correi'vonbencia d'Espauia" über Cabix aus Tanger erfährt, sollen sich die Riffftärnrne daraus vorbereiten, den Kampf gegen die Spanier von neuem auf junebme n. Emissäre der Stämme sollen in Tanger ganz öffentlich Munitionskäufe vornehmen.
werden Die Frage, durch internationale Abmachungen dem Handel! 10 hatte ich sicher bie bet uns wohlbekannten Ausbrücke mit unzüchtigen Schriften, Abbilbungen ober Darstellungen soll nicht gewählt. ,
auf einer internationalen Konferenz, berat Zeitpunkt noch nicht Trotzbem bie „Germania" diese.Begrunbung untersrutzt, sestfteht, behandelt werben. _ muß es babei bleiben, baß die stilistische Leistung des Pra-
Dem Wunsche, bas Wiederaufnahmeverfahrcit in das laten Nigetiet, bic wir im vollen Wortlaut jüngst gebracht
plinarverfahren gegen Reick)sbeaante cinzuführen^' W wunberlich genug war.
Bundesrat wohlwollatd gegenüber, mit Rücklicht aut bie in Preuß su . __
schwebenben Erwägungen über eine gleiche ^bjnuitg ber G^eV- KölOtttCU»
gebung ist bie Angelegenheit noch zuruckgettellt; dem Erwchen, Kolonien»
bie Kontrollversammlungen nur einmal im ^ahre ab- Zur Reform ber Eingebore n^en- Rechtspsle ge^ zuhalten, konnte int Interesse einer georbneteu militäiifchai Kon- Unser Berliner Mftarbeiter ichretbt uns: b« JW-
trolle Nicht entsprochen werden: etne R-sorm d-S mrlttor.schen angetiinbistc ökieS Ubn ine
Beschwerderechts ist nicht in Aussicht genommen, eine Um- viiwusgerichtslwses Wirb bem Reichstage Ant<mg Marz zugehen, arbeitunq des Militärstrafrechts ist erst angängig, wenn das Er- Die Arbeiten zur Reform der l^geborenat-Recküspftege ,owie bre gebnis ber Reform des bürgerlidteu Strafgesetzbuchs vvrliegt: Aenderung der auf bie ber
bem Beschlüsse den Militärurlaubern freie Fahrt zu gcltattcu, züglicheu Bestimmungen des Lchutzgebietsgewtzes NN.b m letzter wmbe kane Folge gegeben; die Vorarbeiten zur Revision des Zeit weiter gefördert ivorden, doch wird eine entsprechaibe Vorlage Patentgesetze« sind eingeleitet worden; die Verhandlungen bem Reichstage vorläufig noch nicht zugehen, tenw Verordnung, über den Entwurf betreffend die Beseitigung der Tierkadaver sind die Reckftspflege unter ben Gingeboreren mtt erhoben Garanten notb nicht abgeschlo'sen; bie Erhöhung berS 0 lbatelil 0 hnung zu umgehen, wirb demnach^ erla„en werden. Eme Verordnung, famc aus smanziellen Bedenken vorläuiig nicht stattsindeu. bctresfenb dm Bettiebdung tur Plmitagentendereien m Togo,
- wird nach dem Vorbilde von Dftafrifa geplant.


