Nr. 60
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des
94.70
4% Conv.Tiirken von 1903
Tilrkenlose .
Berliner utörse, 11. März, lifii rsci n.
183.30 1!
•euer Bergwerk . .
den Namen Dr. Hommel.
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69.45
100.00
244.50
112.00
. 136.20 . 258.90 . 94.30 . 165.70
Kanada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. ".
Dresdner Bank . . .
Ten-ienz: schwächer.
93-60 84.45 t3.65
84.60
92.25
93 00
99.80
98.75
95.70
105.10
65.30
Laurahütte . .
Lombarden E. B.
Nordd. Lloyd . Türkeulusc , ■?,
107.50
137.90
208.50'
216 90
148.00
202.10
174.75
109.10
104.50
181.10
186.00
258.60
154.00
1^7.00 165 50
-13.90
112.90
23.0(U
18Ö.Ü0
und darin, daß er an Stelle der bisher notwendigen zwei Paar hohen Stiefel im Manöver nur noch zwei Paar Schnür- schuhe u. ein Paar Gamaschen nötig hat, also in dem beschränkten Manövertoffer Platz für andere wichtige Gegenstände gewinnt Aus diesem Grunde wird auch die Einführung eines von einigen Seiten vorgeschlagenen Jagdstiefels, bei dem Schuh und Gamasche aus einem Stück bestehen, nicht erfolgen. Die Versuche mit den braunen Schnürschuhen und Gamaschen werden weiter fortgesetzt Erst nach Jahresrist, nachdem neue Manöverersahrungen vorliegen, wird entschieden werden, ob die neue Fußbekleidung endgültig eingeführt werden )oIL
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Älrhener Zamlllenblätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das ".Lreiedlatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Selt- fragen" erscheinen monatlich zweunaL
Nehmen Sie
täglich ein Likörgläschen Dr. HommeVs Haematogen nnurttelbfir vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wohlbefinden stellt sich raschest ein. Warnung: Man verlange ausdrücklich
Ans Stadt nnd Land.
Gießen, 12. März 1910.
tag 1910.
** Wegen des F elldieb stayls im Schlachthof ' fand gestern ein Augen sch einstermin statt Einer der Diebe (es sollen mehrere gewesen sein) zeigte, wie er mittels einer Hürde vom Viehmarkt her durch ein Fenster, das inzwischen vergittert worden ist, in das Lager der Hänte- und Fell-Geno.senschast eingestiegen ist.
? Hungen, 10. März. Ein sehr empfindlicher Mißgriff passierte einem hiesigen Herrn, der in Begleitung eines andern einen Gang nach einem benachbarten Ort unternommen hatte. Unterwegs begegnete den beiden ein älterer Handwerrsbursche und sragte nach dem nächsten Ort, um sie schließlich anzubetteln. Da dies in bescheidener Weise geschah, gaben die beiden Herren ihr ganzes Kupfer- und auch etwas Nickelgeld. Nach einigen Stunden erst merkte der eine Herr, daß er dem Straßenbummler mit jen Pfennigen auch ein Zehnmarkstück gegeben hatte, das zufälligerweise zu diesen geraten war.
-r. Flensungen, 10. März. Heute fand hier Bürgermei st erwähl statt. Von 10j /t.mmberechtigten Wählern machten 89 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Einstimmig wählte man unseren in der Gemeinde und im Umtreis geachteten Bürgermeister Bränning zum zweiten Male. Nach Verwundung des Ergebnisses fanven lebhafte Ovationen zu Ehren des Gewählten statt. Abends bewegte sich ein Fackelzug unter Borantritt einer Musikkapelle durch die Ortsstraßen der Wohnung des Bürgermeisters zu. Hier wurden einige Ansprachen gehalten, worauf sich die Menge in die einzelnen Lokale zerstreute.
X Nidda, 1L März. Gestern wurde die Gewerbliche Fortbildungsschule (Abend- und Sonntagschule) in Anwesenheit des Verwaltungsrats mit einer Prüfung geschlossen, die sehr gute Ergebnisse zeitigte. Die Zahl der Schüler betrug 21. Auch die Prüfung der obligatorischen Fortbildungsschule, die heute durch eine Prüfung in Gegenwart des Schulvorstandes geschlossen wurde, hatte gute Ergebnisse. Sie bestand aus 2 Klassen. Am Schliche wurden 10 Stück von Schillers Teil und aus- gewählte Gedichte Schillers an die würdigsten Schüler ver- teiItM. Darmstadt, 11. März. Seit Jahren ist es von den Mitkämpfern von Frohnhofen schmerzlich empfunden worden, daß der am 13. Juli 1866 Gefallenen des Leibgarde- Jnfanterie-Regiments auf den Grabdenkmälern bei Frohnhofen keinerlei Erwähnung getan ist. Deswegen wird das Offizierkorps des Leibgarde-Jufanterie-Regiments den dort gefallenen 5 Unteroffizieren und 20 Mann einen einfachen, würdigen Gedenkstein setzen. Der Großherzog hat dazu seine Genehmigung erteilt; auch sind die Vorarbeiten soweit gediehen, bat? die Einweihung des Gedenksteins, der der Firma Ludwig Best in Auftrag gegeben worden ist, voraussichtlich am 13. Juli d. I. erfolgen kann.
— Kleine C d r o n 11 aus St u n |t und Wrnenlchaltt Ter Bund der technisch-industriellen Beamten halt am 12. und 13. März in Berlin (einen 4. ordentlichen Bundestag ab. Auf der reichhaltigen Tagesordnung stehen u. a.: „Tie Bewertung der geistigen technischen Arbeit", sowie „Mindestgehälter iur die lechiiijchen Privatangestellten". — Paul Heyie, der am 15. Marz seinen 80. Geburtstag feiert, ist vom Prmzregenten geadelt ivorden.
- Tageskalender. Abschiedsfeier für den Pro- vinzialöirettor Geheimerat Dr. Breidert, Sonntag nachmittag 4 Uhr in der Tnrnhatie an Osivalds Garten.
Sladithealer: Samstag abend 8 Uhr: Gastspiel von Frau Irene Triesch: „Tie rote Robe". Sonntag nachmillag Uhr: „Ter fidele Bauer", abends 7*/8 Uhr: .Slrcmdklnder". Kunstoerein: Neu-AnssleUnng.
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie^Giessen.
Frankfurter kiöcae, 11. März, 1.15 Uhr.
Kolosseum: Täglich Vorstellung.
K i n e m a l o g r a p h: Täglich n orstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
Anlage m usik am Sonntag vormittag 117, Uhr tn der Süd-Anlage. Spielplan: 1. »Frühlings Erwachen", berühmte Romanze von E. Bach: 2. Grove Fantasie aus Verdi's Oper.Ter Troubadour", bearbeitet von W. XZöber; 3. Ouvertüre zur Operette .Tas Viodell", von Fr. Suvpö; 4. Radetstunarsch, Armeemarjch Rr. 145 von I. Strauß. * -
*♦ Das Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins im alten Schloß tmrd am 15. d. M. wieder für den regelmäßigen Besuch Sonntags von 11 bis 1 Uhr geöffnet sein. Jroerzeit können auch Schulen, be- onders von außerhalb, Vereine und Korporationen^ unter achgcmäßer Führung uiientgelhicf) die s.hens.verten Samm- ungen des Museums besichtigen, wenn jie sich vorher mit dem Konservator Hauptmann Dr. Kramer ins Benehmen ,e*$e1** Der Verband der Detaillisten-Vereine im Großherzogtum Hessen hält am Donnerstag, 17. d. M. in Frankfur t a. M. (Die hessischen Te- taillisten, die für die Förderung des hessischen Kaufmannstandes eintreten, tagen in einer außerhessischen Stadt! Red.) eine Ausschußsitzung mit folgender Tagesordnung ab: Bericht des Vorsitzenden, Beitritt des Verbandes zum Hansa-Bund, Der neue Gemeindesteuer- gesetz-Entwurf, Anschluß an die Interessengemeinschaft, Regelung des Ausverkaufswesens im Grotzherzogtum Hessen, Vergebung staatlicher Lieferungen unter Umgehung des Zwischenhandels, Kaufmännische Fortbildungsschulen, Offen- Halten der Postschalter und Zollabfertigungsstellen an Großherzogs und Kaisers Geburtstag, Verbandsorgan, Verbands-
3°;n Portugiesen Serie I .
3°;„ Portugiesen „ III .
4,/,°/o rass. Staatsaul. 1905 100.25
4'/,0;0 Japan. Staatsanleihe 98.50
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schva Universuats - Buch- und Sleindruckeret. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Drrrckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: HL. TeL-AdruAnzeigerGleße«.
3'/,% Kcichsanleihe- 3 °/n do. ------
3'V/o Konsols 3°/n do.
3',,0/n Hessen .
37,°|rt Oberhessen
4°'„ Oesterr. Goldrente .- 4'/t°/0 Oesterr. Silberrente 4"0 Ungar. Goldrente . - 4°. Italien. Rente . . .
Heer itnO Flotte.
X Die braunen S ch n u r s ch u h e und Gamaschen sind in den Manövern von 1909 von Offizieren aller Waffengattungen getragen worden. Am meisten bedienten sich die unberittenen Leutnants der Fußtruppen ber neuen Fußbekleidung, die ja auch ihnen die meisten Vorteile bringt. 64 Prozent dieser Offiziere haben sich von dem früheren hohen Stiefel abgewendet. Von den berittenen Offizieren der Fußtruppen trugen yur 32 Prozent Gamaschen,^ und von den Offizieren der berittenen Waffen gar nur lo dis 20 Prozent. Dies erklärt sich dadurch, daß für den Reiter der hohe Reitstiefel ein ideales Bekleidungsstück ist und
dadurch, daß die gelbe Farbe der Gamaschen nicht recht zu dem blauen Stoff der Reithosen der berittenen Waffen paßt, und daß daher vielleicht auch aus Schönheitsgrunden die Gamaschen von diesen Offizieren weniger getragen wurden. Bei allen Waffengattungen ist die Beurteilung der Schnürschuhe und Gama,cheu überwiegend günstig ausgefallen. Der Hauptoorzng der neuen Fußdetteidung liegt darin, daß ber" Träges durch Ablegen der Gamaschen sch.neU und vorübergehend Erleichterung swy. verschaffen tunni[eien
peary im verrus!
Wir haben bereits borgejtcrii mitgeteUt, daß der Marineausschuß einstimmig beschtosien hat, Peary nicht auszuzeichnen, bevor er wettere Beweise jur die Erreichung des diordpols beigebracht habe. In den Verhandlungen wurde Peary, wie fetzt gemeldet wiro, von dem Mtt- aiieoe des Repräsentantenhau,es Maeon aufs schärfste angegriffen. Maoen behauptete, die Angaben Pearys Leien ni&t mehr wert als die Dr. Eoots. Die
Die Unterschlagung vor der französischen Kammer.
Paris, 11. März. In der französischen Kammer standen am Freitag Anfragen über die Geschäftstätigkeit der Liquib atoren ber Güter ber Kongregationen. Janrös richtete eine Anfrage an die Regierung, welche Schritte sie zu ergreifen gedenke, um den Machenschaften gewisser Liquidatoren ein Ende zu setzen. Ministerpräsident Briand erwiderte hieraus,- Sie sollen den ganzen Briefwechsel haben. Jaurös brachte bann die Angelegenheit des Liquidators Leeontumer zur Sprache, der die Faorikmarke ber Grand Chartreuse, die einen Wert von 8 Millionen hat, für 500 000 Franks einem Hause zugesprochen hatte, das ihm 60 000 Franks gegeben hätte, um die Konkurrenz zu beseitigen. Jaurös forderte, daß die Regierung erklären solle, warum Leconttirter straflos geblieben sei. t z 8
Ministerpräsident Briand verlas jobnnn Dokumente, aus denen hervorgeht, daß er stets ans die bei den Liqui« bationen vorgekommenen Unregelmäßigkeiten hingewiesen uns insbesondere sich gegen Dnez gewandt habe. Dann wies er darauf hin, wie berechtigt es von fetten ber Justizverwaltung gewesen sei, daß sie zögerte, gegen Dnez mit Strenge vorzugehen, da dieser lange Zeit mit dem Gericht ’-uiammen gearbeitet und dessen ^Jertrauen verdient habe. Später haben seine, Briands, Nachforschungen gezeigt, daß Duez mehr ein übermüdeter und von seiner Aufgabe verbrauchter, als ein schuldiger Mensch sei. Als aber bie Unredlichkeiten Duez an den Tag gekommen seien, habe er, der Minister, nicht gezögert, strenge vorzugehen, ohne Rücksicht auf die bevorstehenoen Wahlen oder andere Umstände, lediglich im Interesse der Gerechtigkeit und ohne Rücksicht daraus, welch ein Skandal daraus entstehen könnte. Nunmehr werde bie Justiz ihren Weg gehen bis ans Ende und nach forschen, ob auch andere Liquidatoren sich durch Fälschung von Liquidationen Vorteile verschafft haben. Minister Briand schloß mit ber Erklärung, daß er eine Abstimmung verlangen werde über den Gesetzentwurf bett. Die Liquidation der Güter der Kongregationen, den er im ^ahre 1908, als er bas Justizministerium übernahm, eingebracht habe. Die Sitzung wurde daraus bis Montag vertagt
Berichte über bie Schneiiigieit seiner M ä r s ch e seien mit ber größten Vorsicht aufzunehmen. Es sei. h och st auffällig, daß Peary, so lange er mit Kapitan Barttett zusammen war, durchschnittlich am Tage nur 9,06 Meilen zurücklegte; als er fick) aber von Bärtlett getrennt hatte, sei merkwürdigerweise die Schnelligkeit seines Vordringens auf 26,4 Meilen, sowohl in der Richtung nach dem Pol als zurück gestiegen. In dem Augenblick, als er mit seinen Leuten wieder zusammentraf, habe auch Die Schnelligkeit ab genommen. Die meisten Mitglieder des Ausschusses zeigten sich Pearh gegenüber sehr zurück haltend, und der Beschluß lautete dahin, daß keine tsd)ritte zur Ehrung Pearhs getan werden sollen, jo lange dieser nicht endgültige Beweise erbracht hat.
Da dieser Beschluß einstimmig gefaßt wurde, so hat Peary von der Vertraueussettgttit feiner Landsleitte nicht mehr viel zu erwarten. Uebrigcnd darf wohl gleich- zeiiig darauf hingewie,en werden, daß namhafte forscher wie Shackleton wiederholt erklärten, daß unter den an ben Polen herrschenden Verhältnissen nicht mehr als zehn bis zwölf Meilen am Tage zurückgelegt werden konnten, also nicht einmal die Hülste der Leistung, die Peary erreicht haben will. , .
Ueber die Zuverlässigkeit ber Peary,chen Angaben äußert sich auch der bekannte Astronom Geelmuyden in Chn- Itiania sehr zurückhaltend. Eine Drahtnachricht besagt darüber: r .. . ~.L
Christiania, 11. März. Der Professor ber Astronomie an der hiesigen Universität Geelmuyden erklärte einem Mitarbeiter der „A,tenposten", daß er mit dem Unterausschuß des amerikanischen Marinekornttees darin vollständig übereinsttmme, daß feine Anerkennung Pearys stattsinden dürfe, ehe seine Beobachtungen und sein anderes Material untersucht seien. Bei seiner Rückkehr aus der Polargegend habe Nansen seine Beobachtungen sofort oor gelegt Solange dies von Peary nicht geschehe, ,et ein mof)(begründetes Urteil über seine Lei,tungen unmöglich. . e
Die Vorwürfe, bie Peary jeinergett Dr. Cook gemacht hat, werden nun auch ihm selbst gemacht, nachdem sich in Europa schon manche Stimme gegen ihn erhoben hat Nun auch bie Amerikaner stutzig geworden sind, steht bie amtliche Anerkennung Pearys in weiter Feme.
4°;0 äussere Argentinier .
3°/0 Mexikaner . . . .
•P/,% Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss ".
Buderus E. W. . . . .
Tendenz: schwächer.
i Krisenlose 182.80
4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 49.60
91.60
vermischtes.
* In her Angelegenheit der Frau von Schönebeck-Weber hat der bekannte Schriftsteller A. O. Weber eine längere Eingabe an den Justizminister gerichtet, die einen Angriff gegen ben Ersten Staatsanwall Rietzki erhebt Er beruft sich darauf, daß dieser ein Schriftstück zu seinen Privatpapieren genommen hätte, bas einen seiner Ehefrau günstigen, allerdings wieder zurück- genommenen Gerichtsbeschluß enthalte, schließlich führt Herr Weber dem Justizminister die Tatsache vor, daß der neuere Haftbefehl erlaßen sei, obwohl seine Frau durch ihre Wiederverheiratung und feste Domizilierung in Charlotten- burg zu erkennen gegeben habe, daß sie nicht an Flucht denke, und obwohl Gerichtsarzt Dr. Strauch in einem ausführlichen Gutachten erklärt habe, daß schon jetzt in der Haft eine Geisteskrankheit beginne und die Fortsetzung der Haft ärztlich nickst zu verantworten und lebensgefährlich wäre.
Zweites Blatt 160. Jahrgang Samstag 12. März 1910
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhesien
Elektriz. Lahmcyer . . . Elcktriz. Schachert . . . Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk • • . Laurahütte . .. . . . . Nordd. Lloyd
Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank .
Diskonto-KommaiWit • • Dresdner Bank . .
Kreditaktien
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn .. > • . Gotthardbahn . ■ -V • • Lombard. Eiseubahyi^*^ . Oesterr. Staatslxlhn .
Prince - Henri -'Eisenbahn .
202.10
175.00
23.00
109.20
182.40
Zlus He^en.
R.B. Darmstadt, 11. Marz. Auf der Tagesordnung der am 16. März stattfindenden Plenarsitzung der Ersten Kammer stehen verschiedene Gesetzentwürfe, wie über bie Erhebung einer Gebühr für die Revision nicht staatlicher Rechnungen durch die Oberrechnungskammer, bie Abänderung gesetzlicher Bestimmungen über das Notariatsund Kostenwesen, sowie über die Abänderung des Urkunden- stempelgesetzes. Wetter kommt btt dlovelle zum Fischereigesetz und der Gesetzentwurf über die Erhebung einer Billett- fteuer zur Beratung. Als letzter und wohl wichtigster Punkt steht aus ber Tagesordnung ein Antrag von sechs Mitgliedern der Ersten Kammer auf Abänderung des Gesetzes über bie Vermögenssteuer. In diesem Antrag ist vorgesehen, an die Negierung das Ersuchen zu richten, toorin um die Vorlage eines Gesetzentwurfs ersucht wird, ber für bie Einschätzung des Wertes land- und f o r st w r r t s ch a f t l i ch e r G r u n d st ü ck e den E r t r a g s- wert festsetzt.' Ferner soll die Regierung ersucht werden, daß nach den hier vorgeschlagenen Grund,ätzen bereits für bas Jahr 1911 bie Veranlagung der Vermögenssteuer erfolgen kann. , , . ,
Bei der Ergänzungswahl wurde an Stelle des bisherigen Landtagsabgeordneten Dr. P a g e n st e ch e r ber Nauptlehrer Jakob B a ch einstimmig zum Lanbtagsabgeord- neten für bie S t ab t Mainz gewählt.
Deutsches Ueieh.
In ber Nachmittagsschung ber bayerischen Kammer ber Abgeordneten am Freitag wandte sich bei der Beratung des Nachtrags zum Militärhaushalt der Abgeordnete Gunther (Liberal' gegen die seiner Zeit im Reichstage von dem Ab- geordneten von Oldenburg über die Kontingente der deutschen Bundesstaaten gemachten Ausführungen, die den ge- Ichichtlichen Tatsachen nicht entsprächen, und gegen die der bayerische Militärbevollmächtigte hätte Einspruch erheben müssen. Kriegsminister Frhr. v. Horn erwiderte, wenn ein Parlamentarier im Reichstage auf einen unglücklichen Zeittaum in der Geschichte eines deutschen Stammes Hinweise, so sei dies eine G e s ch m a ck s v e r w i r r u n g und eine Entgleisung, die nicht wert sei, daß man sich darüber aufrege. Was ben Spott des Abgeordneten von Oldenburg über die Reichsarmee betreffe, so sei es Tatsache, daß in der Schlacht bei Roßbach die Bay ern n ich t d ab ei gewesen seien. Der bayerische Militärbevollmächtigte habe sich daher sagen können, die Sache gehe Bayern nichts an. Vielleicht würde er aber doch gegen diese Aeußerung Einspruch erhoben haben, wenn ihm gegenwärtig gewesen ivare, daß einige fränkische Kontingente bei Roßbach zugegen gewesen seien.


