Ausgabe 
4.1.1910 Erstes Blatt
 
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der Stcmdesbcrcschccft, die Bürgerschaft von Gettenbach, Meerholz und datier beschlossen den Kondukt. Auf Friedhöfe angelangt wurde die Leiche nach einem Gesang des Araldfeld schen Wünnergesangvereins in die Gruft ge­senkt, der Geistliche verrichtete ein Gebet, ein ^Rndecchor sang:Auferstehen, ja auferstehen wirst du", worauf der Segen des Pfarrers die Feier beschloß.

L. Friedberg, 3. Jan. Ter Vorstand des Vereins für Unterstützung armer Kinder Friedbergs mar dieses Fahr in der Lage, zu Weihnachten 66 bedürftige Kinder mit Gaben zu erfreuen. Weiter wurden 122 Männer in der .Herberge zur Heimat am heiligen Abend beschenkt. Die Leiche des Tirektors Der Augustinerschule Tr. Herrn. Balser wird Dienstag mittag in Darmstadt, seinem Geburtsordte, beigesetzt werden. Das Lehrer­kollegium des Gymnasiums und der Realschule, sowie die Ober­prima und die älteren Schüler der Realschule werden der Bestattung beiwohnen.

Mühlheim a. M., 3. Jan. Der Offenbacher ftreiß» ausschuß hat die Wahl des zum Beigeordneten ge­wählten Sozialdemokraten Peter Eckrath III. nicht bestätigt.

X. Krofdorf, 3. Jan. Nach der diesjährigen Per­sonenstandsaufnahme beträgt die Einwohnerzahl der Bürgermeisterei Atzbach-Launsbach 10 24o Seelen. Atzbach (903), Dorlar (720), Dutenhofen (1218), Garben- heim (92o), Kinzenbach (719), Krofdorf (1730;, Gleiberg (417h Vetzberg (383), Launsbach (.728), Odcnhausen (454), Salz­böden (513) und Wißmar (1536).

s. Salzböden, 3. Jan. Auch für unser Dörfchen ist die Zusammenlegung der Feldmarr jetzt beschlossen. Die Generaltommijsion zu Düsseldorf hat den Antrag für begründet erklärt und Die Leitung des Verfahrens dem Speziallommissar, Regierungsrat v. Morenderg-Wetzlar, übertragen. Die Gemarrung Salzböden, an der Grenze des Regierungsbezirks Kassel gelegen, ist 589,2 Hektar groß, wovon 153 Hektar Wald für die Zusammenlegung in Abzug kommen.

s. Marburg, 3. Jan. Im Laufe dieser Woche werden in dm 10 größeren Ortschaften im südlichen Teile unseres Kreises Vorträge über die Projektierte clektriscye Heber land.- Zentrale bei der Nehmühie gehauen und zugleich Beteiligungs­listen in Umlauf gesetzt. Zwei Straßenräuber überfielen heute früh gegen 7 Uhr im Struthwäld bei N e u st a d t den Schuhmacher Wittich aus Wahlen, (chmgen ihn zu Boden und nahmen ihm 212 Mark, die er einem Marburger Lederhänoter bringen wallte. Die Strolche sind unerkannt entnommen.

b. Biedenkopf, 3. Jan. Der Oberyessische Touristenverein yak in seiner vorjährigen Generalver­sammlung beschlossen, auf derS a ck p f e i s e", dem höchsten Punkte des Hinterlandes, wieder einen Ausiichtsturm zu errichten, welcher Plan int Laufe dieses Sommers vcrwiri- iiü)t werden soll. Der Turm wird durch die Trigonometrische Abteilung zu Berlin ansgeführt, die Kosten sind auf ca. 2500 Mk. veranschlagt. Dem Verein steyen bis jetzt nur wenige Mittel zur Verfügung, er hofft au ec durch Samm­lungen in Stadt und Land, bei Vereinen und sonstigen Gön­nern der Sacye die Mittel zum größten Teil au^ zu bringen. Gui aus 5 Herren bestehendes Komiiee ist in dieser.Sache tätig.

(BcrictytsjaaL

w, Kassel, 3. Jan. Zn neun Monaten Gefängnis, wurde ein G e i st e r b e j ch w ö r c r, Homöopath ünd Spiritist uerurteilt, der Krankheiten aller St r t kuriert haben wollte. Besonders vom Laude hatte er vielen Zuspruch. Richt weniger als 104 Zeugen waren zur Verhandlung geladen.

wandern und Reisen.

2. Schotten, 3. Jan. Der Zweigverein Offenbach des B. H. C. unternahm am Sonntag gemeinsam mit dem Frankfurter. Bruderverein feine erste Wanderung im neuen Jahre, deren Ziel der Hohe r o d s k o p f droben im Vogels­berg war. In Schotten von dem ersten Vorsitzenden des Gesamt-V. H. C., Oberamtsrichter Rispel, am Zuge empfangen, ging es in flottem Marsche über Michelbach und Breungeshain auf leichier Schneedecke hin nach dem Klub­hause, dessen Räume von der großen Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen bald dicht gefüllt waren. Rach einem gemeinsamen Mittagsmahl, bei dem 2c. Scheib c l-Schot­ten, der 2. Vorsitzende vom V. H. C., die Wanderer im Namen des Gesamtvorstandes begrüßte, erfolgte um 3 Uhr der Abstieg auf den beeisten Abhängen. In der dichtge- füllten Turnhalle zu Schotten, wo die Zweigvereine Frank­furt, Offenbach, Schotten, Gießen, Darmstadt, Groß- Gerau und Lauterbaa) sich zusammenfanden, entwickelte sich bald eine urgemütliche Stimmung, die durch Reden (Apo­theker S e r i b a - Schotten, Ritter- Franifurt und Der n- Ossenbach), durck) humoristische Dialetivorträge, sowie durch die Darbietungen des SHottener f>Rusikvereins noch erhöht wurde. Viel zu früh mußte geschieden werden. Um 81/2 Uhr in Schotten ab, nach Mitternacht in Frantfurt und Offenbach an eine bittere Beigabe, diese unendliche Eisenbaynfahrt mit ihren winkeligen Umwegen nach dem jo nahe gelegenen Vogelsberg. ___________________________________________

Vereintstes.

* Land- u nd Stabil, e. Völkern ng in Deutschland während des letzten Menschenalters. Deutschland hat in den letzten 30 Jahren in zunehmendem Maße das Gepräge eines Industriestaates angenommen und das eines Agrarstaates verloren. Diese, Tatsache kommt in der Erscheinung zum Ausdruck, daß der Prozentsatz der städtischen Bevölkerung stetig steigt, während der der ländlichen abnimmt. Im Jahre 1870 hätte Deutschland rund 41 Millionen Einwohner; von diesen wohnten auf dem Lande

26ist Millionen, öder 63,9 Prvz., dagegeü in den Städten ein­schließlich der Landstädte bis zu 2000 Einwohnern herunter nur 14% Millionen ober 36,1 Pro-. Die Landbevölkerung ist nun auf diesem Stande bis 1890 etwa stehen geblieben und hat seitdem ein langsames Sinken gezeigt, so daß die letzte Volkszählung von 1905 nur noch einen Bestand von 25822481 Einwohnern ergab; von nahezu 2/3 war die Landbevölkerung auf weniger als die Hälfte, genau 42,58 Prvz. berabgcgaitgeit. In dem gleichen Zeitraum batte sich die Stadtbevölkerung mehr als verdoppelt; sie betrug 1905 34 818 797, d. h. während sie vor 35 Jahren hinter der Bevölkerung des flachen Landes um IIV2 Millionen zurückgeblieben war, übertraf sie diese jetzt um 9 Millionen, und das Wachstum der städtischen Bevölierung schreitet noch vorwärts. An diesem Fortjchcitt haben die Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern den größten Anteil. Während sie im Jahre 1871 von der Gcsamt- bevölleruug Deutschlands erst 4,8 Pmz. beherbergten, hatte sich diese Zahl bis zum Jahre 1890 schon auf 12,1 gehoben, und nach der Zählung von 1905 waren von 100 Einwohnern des Deutschen Reiches fast 19 Bewohner einer Großstadt, d. h. der Anteil hat sich beinahe vervierfacht, während er in den Mittelstädten mit 20100 000 Einwohnern mir von 7,2 auf 12,8 gestiegen ist, d. h. sich noch nicht einmal verdoppelt, in den kleinen Städten» (520 000 Einwohnerj nur die mäßige Steigerung von 11,2 aus 13,74 erfahren hat und in der Landstädten sogar von 12,4 auf 11,81 her abgegangen ist. Von den 42,58 Pvoz. der Bevölkerung, die 1905 auj dem flachen Lande wohnte, gehörten 1,4 Proz. Gemeinden mit weniger als 100 Einwohnern, 1 i solchen mit 100 bis 500, 13,31 Gemeinden mit 5001000 Einwohnern an, der Rest von 10,87 Proz.' Gemeinden mit 10002000 Einwohnern.

* D i e Z a hl 3 im Leben König Alberts. Es scheint, als ob die Zahl 3 dazu berufen sei, in dein Leben des jungen Königs von Belgien eine bcüeiiiianie Rolle zu spielen. Allerdings hatte sich die bayerische Wahrsagerin geirrt, als sie nach Geburt ihres zweiten tinaoen dem Prinzen und der Prinzessin Albert pro­phezeit hatte, dem Pnnzeupaar wurden hintereinander drei Knaben geboren werden; aus dein dritten ist nämlich em Mädchen ge­worden. Soun aber wird die Geschichte nut der für König Albert so vielsagenden 3 so ziemlich stimmen. Prinz Albert iuar zum Beispiel der dritte präsumtive Erbe des belgischen Königsthrones; der junge Hei wg von Brabant, einziger Sohn Leopolds II., ferner jein eigener älterer Bruder Balduin standen ehedem vor ihm aus der Lijie der berechtigten Throuanwärter. Er ist der dritte belgische König, und die dritte Morgenunnde des 17. Dezember, also des 12. Monats int Jahre, begrüßte m ihm den neuen Souverän. Allerdings hat er nicht den Eitet eine» dritten Leopold angenommen. Dafür setzt sich fein Name Albert aus zweimal 3 Buchstaben zu- anunen. Er wurde geboren in Bruxelles 3mal 3 Buchstaben am 8. April (8. und 4. Monat gleich 12, teilbar durch 3) des Jahres 1875, dessen Taujendslel ebenfalls durch 3 teilbar ist. Prinz Albert trat 18d0 in die Militärschule und damit in das öffentliche Leben em, welche Zahl ebemalls durch 3 zerlegbar ist. Er nahm 181)6 als Hauptmann zum ersten Uiale au den großen Manöver» teil; desgleichen. Am Samstag den 3. Ottober 1900 heiratete er in München Prinzessin Elisabeth und zog am 6. mit ihr in Brüssel ein. Sein ältester Sohn ivurde an einem 3. November geboren. Als Prinz haue er einen Hofhalt von 3 Würdenträgern, hatte > Wohnungen, von denen seine ständige Residenz m der Rue de la Science die Hausnummer 33 hatte. Am 3. April 1909 chissle er sich in Soiithamptoii nach dem Kongo ein und die Kara­wane, an deren Spitze er von Süden zum Kongo vordrang, bestand aus 800 Trägern. Am 18. Juli traf er ui der Hauptstadt Boma ein. . . Hoffentlich leistet er nun auch als Monarch das Dretfache dessen, was man von ihm erwartet.

* Rinaldini in der Mongolei. Aus Petersbttrg ivird geschrieben: In der östlichen Mongolei treibt nun schon seit Jahren em sagenumwobener Rauberhaupunann mit einer vorzüglich orga­nisierten Bande Räubereien m einem solchen Umfange, daß sie neuerdings sogar zu diptomatischen Verhandlungen geführt haben. Ter Vizeköuig der Aiandschurei hat nach Peking berichtet, daß er mit den ihm zur Verfügung stehenden Truppen machtlos gegen die Bande sei, weil diese offenbar von der russischen Regierung unter­stützt würde. Die russischen Blätter verwahren sich eiitschieden gegen diese Unterstellung, doch ivohl nur mit formalem Rechte. Ter mongolische Schmderhanues heißt Tochtocho. Er hatte einen kleinen Beamienposten bekleidet und bei einem Konflikt nut Chinesen und Japanern einige erschlagen und andere schiver verwundet. Er mußte flüchten mid gründete, kurz entschlossen, eine Räuberbande, die so starken Zulauf fand, daß sie gegenwärtig Den Umfang einer kleinen Armee Hai. Bei den Ueberfällcn wurden immer nur Chinesen auSgevaubt, während Tochtocho die 'Mongolen sorgfältig schonte. Ta diese einen gewisse» Haß gegen die Chinesen hegen, weil sie in ihr Gebiet einwanöern und sie zu uerörängen suchen, findet Tochtocho von mongolischer Seite alle mögliche Unterstütz- ung. Er entging durch feine Kühnheit bisher allen Nachstellnngen der Chinesen und hat sich bei ihnen einen weithin gefürchteten Namen gemacht, während die Mongolen ihn als cme Art Ncuionnl- helden betrachten. Er haust zur Zeit in den unzugänglichen Klüften des Changan, wo die Chinefen ihn nicht taffen können, und wenn die ruffijche Regierung ihm auch nicht gerade hilft, fo fcheilit es doch, als wolle sie ihm aiis Rücksicht auf die Mongolen nicht an den Kragen gehen. Und fo unternimmt denn Tochlocho förmliche Feldzüge, plündert ganze Ortjchaften und füll schon legendenhafte Schätze aufgehäust haben.

Kleine Tageschronik.

Der älteste deutsche Schauspieler, der braun- fchweigischc Hofschauspieler i. 9t. Heinrich Köhler, ist im Alter von 96 Jahren in Braunschweig gestorben.

Allgemeine Wetterlage seit Montag früh: Unter der Wechsel­wirkung hohen Druckes im Süden und liefen tm Norden dauert das dunstige Wetter mit nur ganz geringem Regen a». Die Temperaturen sind überall in den Ebenen MitleldculschlaudS ge­stiegen, im Gebirge dagegen bis 1 Grad Wärme gesunken. Eine intensive Zyklone ist über ganz Nordosleuropa ciusgebreitel, bis zur deutschen Ostseeküsle stürmischen Nordwest verursachend, während m 'Mitteldeutschland nahe dem Vocbbrucfgcbtct das Wetter ruhig ist. Ter Einfluß der nordöstlichen Zyklone wird sich auch bei uns bemerkbar machen.

Wetleraussichten in Hessen am Mittwoch dem 5. Januar 1910: Niederschläge, int Gebirge Schnee, etwas kälter und windig aus West.

OrrginaL-Drahtmeldungen.

Verkauf der Tägl. Rundschau?

München, 3. Jan. Zu bet Meldung, die bisher bem Bibliographischen Institut (Meyer) in Leidig gehörende Tägliche Rundschau zu Berlin, gebe am 2. Januar lüt 1250 000 Mark in den Besitz der Rat 10»allivoralen Partei über, berichtet das Berliner Bureau derM. R. R/I Wir haben uns über die Richtigkeit dieser Meldung beim hiesigen Zemralbureau der nativ' naUiberalcii Partei erkundigt und die Antwort erhalten, daß allerdings Verhandlungen ivegen Anlaufs der Täglichen Rnndscl-au schweben, aber n o ch nicht zum Abschluß ge­bracht seien.

*

Köln, 4. Fan. Der Korrespondent derKöln. Zig." telegraphiert aus Tanger: Wie ich bestimmt erfahre, ist die Ausführung der Laracher Hafenbauten durch eine deutsche Gesellschaft allein infolge des Zustandekommens dec Anleihe, ficheegestellt. Die Münchener Firma Sager u. Wöcner, die für Marokko mit der bekannten Baufirma Holzmann u. Co. in Frankfurt a. M. sydiziert ist, wird den Hafenbau in Larache ausführen, sobald die Einzelheiten wegen der Zahlungsraken mit dem Wachsen geregelt sind. Es handelt sich um die Larache vorgelagerte Barre, die das Löschen von Waren bisher mitunter monate­lang unmöglich gemacht hat. Die deutsche Einfuhr nach Marokko hob sich infolge der Einführung deutschen Zuckers im Verhältnis von 4 zu 9 Pcoz.

Paris, 4. Jan. Der Präsident der Republik wird im Sommer dieses Jahres an der Feier der 50jährigen Zu­ge hörigteit Savoyens zu Frankreich teilnehmen und int Anschluß daran der Schweiz einen offiziellen Besuch abstatten.

Den besten Schutz

gegen Entkräftung bildet ein guter Appetit. Stellt sich aber Appetitmangel ein, was oft gerade dann dec Fall ist, wenn der Körper ganz besonders einer zweckmäßigen Ernährung bedarf, so eignet sich Scotts Emulsion in hervorragender Weise zur Anregung dec Eßlust.

München, Rosenheimerstr. 129, 12. April 1908.

Unser Töchterchen Maria war im Alter von 8V, Jahre» verhältnismäßig sehr groß, aber immer mager. Die Eßlust lag vollständig darnieder, und der Zustand des Kindes verlangte dringend nach einem Kräftigungsmittel. Der gewöhnliche Leber­tran hat vollständig versagt, da die Kleine trotz Zwang ihn nicht zu nehmen vermochte. Bekannte empfahlen uns, doch einmal die wohlschmeckende, leicht zu nehmende Scotts Lebertran-Emulsion zu versuchen, was wir dann auch taten. Scotts Emulsion Hal imsere Tochter andauernd ohne Widerstreben, ja so gern genommen, daß sie, wenn wir fort waren, allein an den Schrank ging, wo die Flasche stand. Ter fortgesetzte Gebrauch des Präparates ist t ihr ansgezeichnct bekommen, der gesunkene Appetit kehrte bald wieder, und heute hat das Kind ein anderes Aussehen und die meiste Zeit rosige Backen. Es ist gerade das Gegenteil von früher, lebhaft und frisch, worüber wir ganz glücklich und froh sind/

(gez.) Michael und Fanny Kugler.

Als Kräftigungsmittel hat sich Scotts Emul­sion auch in diesem Falle wieder bewährt. Die Vorzüge von Scotts Emulsion: Leichtverdau­lichkeit, appetitanregende Wirkung werden nur m?" f*61 durch die im Scottschen Verfahren so vorzüg- - dem Garantie, llch Devaubciteten aucr[cin|icn Nohlnaterrauen %ea\krfai)ittUU erreicht.

Scan« Emulsion wird von 11118 auSschliehttch tm groben vertan», und »war nie lose nach «Lewichi oder Mah, lonbevn nur tu versiegelten Orlginalflaschcn tn Renton mit unserer Schutzmarke «Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, (iS. m h. H., Franksurt a. M-

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Der Einsturz der Bismarcksäule in Landau, worüber wir bereits berichteten, erfolgte, wie man jetzt ermittelt hat, dadurch, daß unter dem Denkmal ein aus der Festungszcit stammender verborgener Minengang entlangführtc^

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fc. Friedberg, 3. Jan.Lotei Trapp" hier fand am 31. Dezember die 9. Außerordentliche Gen eralver- fammlung ber Landwirtschaftlichen Haiiptge nvs- scnschaft für Obcrhesfcn, G. m. b. H., in Friedberg statt, unter dem Vorsitz des stellv. Vorsitzenden Kühler-Langsdorf. Vertrete» waren 47 Gnwssenfchasten. "Rach Beratung verfchiedencr interner Angelegenheiten wurde der Um,atz des a)g:iau|cnc;t Jahres bciannl gegeben, derselbe beziffert sich aus eiwas über 900 O00 Mark, der l)öa?itc, der seit der Gründung der Haupt genoss enschajt erzielt wurde.

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Eine erfolgreiche Behandlung der Lungentuberkulose.

Die Lungentuberkulose wird bekanntlich durch die Tuberkel­bazillen verursacht. Zur Entfaltung bic;cr Bazillen gehört vor allem eine gewisse Dispofitton der BLfallencn. Die Bazillen müffen einen günstigen Nährboden finden, sonst können sic sich nicht entwickeln unb es kann auch keine Ansteckung erfolgen. So- balb man also den Gcsamtorganismus eines tuberkulösen Patienten so zu verändern vermag, daß die vorhandenen Tuberkelbazillen nicht mehr gedeihen können, keinen Lcbensbvdcn mehr vorfinden, so muß damit die Heilung des Erkrankten Hand in Hand gehen. Diesem längst erftrebten Ziel sind wir jetzt nahegckommeii. Die medizinische Klinik der Universität Genua, wo an Tuberkulösen ausgedehnte Versuche mit dem in letzter Zeit so viel besprochciien, von Herrn Tr. Fchrlin in Schaffhausen ent- bedten Histosan gemacht wurden, veröffcntlickst einen Bericht über die mit diesem Mittel gemachten Erfahrungeri und schreibt u. a.: Die prompte und außerordentliche Wirksamkeit des Histosans beruht auf einer gründlichen Sa­nierung des Blutes und der G e w e b'e s ä f t c, ivo- burd) b er erkrankte Organismus schnell in einen Z u ft a » b versetzt wirb, in welche in bann die Natur ei »greifen unb b i c völlige Genesung herbei- führen kann." Unb aus einem andern Ort des Südens, wo sich so viele Sungcntranlc hinflüchten, aus bcm berühmten

Winterkurort Catania, kommt eine Nachricht, welche die in Genua erhaltenen Resultate nicht nur bestätigt, sondern noch weit glänzender charatteriiiert. Das Institut für patho­logische Anatomie der Königlichen Universität Catania hat nämlich eine» Bericht über die mir dem Histoscui gemachten Erfahrungen mit den Worten geschlossen:R a ch alle - dem gereicht es uns zum Vergnügen, Ihne» auf­richtig zu gratulieren, daß es Ihnen gelungen ist, ein solches Heilmittel h c r z u st e l l e n , welches mit leichter Anwendbarkeit eine sichere und dauernde Wirkung vereinigt, Histofan bar) mit ruhigem Gewissen, nach Ursache wie Wirkung, als bas beste, wirksamste unb geeignetste Mittel gegen die Ln n g e n t n ber kulo se üe zciä) n e t w erd en."

Zahlreiche andere Unteiliidjinigcii in Krankenhäuiern und Sanatorien des In-- unb Auslandes haben ebenfalls ergeben, baß das Histofan geradezu uberrafd)e»de Resultate in bezug auf Ent­fieberung, Aufhebung der katarrhalischen Erscheinungen, Krästtgung und Belebung deS Organismus und Erhöhung des Körpergewichtes bewirkt. In den Sanatorien von TavoS, Arosa , L e y - s i n, auf dem St. Gotthard-Sanatorium, ferner in B o z c n , Meran, Abbazia und in vielen Heil­stätten des deutschen Reiches ist das Histofan m täg­licher Verwendung, ebenso in Kinderfpitälern unb Krankenhäusern. Tie wohltuende Wirkung des Histosans macht sich sehr bald geltend Besonders merkwürdig ist, wie gut es gegen die Husten- anfälle wirtt. Die Verabreichung von Eobem unb ähnlichim

Rarcottcis wird vollständig überflüssig. Deswegen wird es von vielen Aerzten auch bei gewöhnliche», nicht tuberkulösen Erkrani ungen der Attnungsorgane jetzt allen ander» Mitteln vorgezvgei!. Es liegen hierüber ausführliche medizinische Berichte vor. So berichtet z. B. die E i s e n b a h n h e i l st ä 11 e M c l f u n g e n b e i Cassel, daß das Hiftosan bei nicht tuberkulösen, bi onchi tischen (Sr.fr anl'ungen sehr günstig wirke und zwar sowohl auf die subjektiven Beschwerden als auf den KrciNsheitsprOKU selbst, unb bei Keuchhusten, Katarrh, Heiserkeit gibi es entfdjieben fein Mittel, das auch nur annähernd fo zuverlüpig wirkt wie das Histofan.

Ratürlick) sind jetzt schon sogenannte Ersatzprodukte ausgetandn unb cs sei bcshalb hier jedermann gewarnt, sich solche Mitte» unter irgendwelchem 'Rainen empfehlen zn lassen. Es gibt keinen Ersatz für H i st v san.

Das Histoscui ist kein Geheimmittcl, sondern eine Eiweißverbindung des Guajacvls, ivclche bei uns durch das Deutsche R'k i ch s P a t e it t Rr. 162656 gesetzlich gc.chiitzt ist, während die fogenannten Eisatzprodukte feinen Patenuchutz ge­nieße», weil sie nur wertlose Raämhmungen des Histoians sind. Es wird hergcstellt in der H i sto s a n - F ab r i t i n Sing e n am Hohentwiel. Ein direkter Verkauf des Histosans an das Privatpubliknin findet seitens der Fabrik nidst statt; es wird von derselben nur an Großhändler und Apotheken verkauft. Wo do Histofan nicht in Apotheken erhältlich ist, bcftcHc man cbei bei Stabtapotheke in Singen a. H Eine Flasche koste' upiio- fret Mk. 3.20, Vv ".-7-