Nr. 230
Drittes Blatt
Samstag 1. Oktober 1910
160. Jahrgang
Gießener Anzeiger
Erscheint KgNch mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gberheffen
Die „Siefien« ZamiliendlStter" werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „ICrelsblott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die Landwirtschaftlichen Sett- fragev" erscheinen monatlich zweimal.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L
Red aktiom 112. Tel.-M r.: AnzeigerBießen.
politische Lagesscha«.
Von Gegensätzen zwischen zwei Kirchenfürsten, zwischen bent Erzbllchof Fischer in Köln und dem Fürstbischof Kopp in Li-.eslau wird jetzt viel gesprochen. Nach bent „Vorw." erzählte man sich in den letzten Wochen in Kölner klerikalen Kreisen von einem „kanonischen Verfahren", das gegen Kardinal Fischer schwebe; man tuschelte von einem Briefe, den ein oberhirtlicher Kollege im Osten an eine leitende Persönlichkeit des katholischen Frauenbundes geschrieben hatte; man nannte eine sehr hohe Summe, die von den Leuten der „Kölnischen Volkszeitung" für die Auslieferung dieses Briefes geboten worden war, und schließlich erzählte man noch, daß ein Gegner der Kölner Richtung es verstanden hatte, eine Abschrift pes Brieses, der aus dem Osten wider den Westen gerichtet war, in die Hände zu bekommen.
Die klerikale „Köln. Volksztg." sah sich Anfang voriger Woche veranlaßt, den „Herren von der Richtung Berlin" vorzuhatten:
„Sie rufen für sich nach der Hilfe des Episkopats und, wie bestimmt versichett wird, in allerjüngster Zeit sogar nach! der des Papstes gegen die von der verhaßten fogenannten Kölner Richtung. Sie verdächtigen alle, die nicht mit ihnen gehm, des Modernismus."
Die „Köln. Ztg." bemerkt dazu: „Man wird nicht fehl gehen, wenn man die geheimnisvollen Andeutungen des Blattes in Verbindung bringt mit einem Ereignis, das die Stimmung in den Kreisen der Kölner Richtung vermutlich! nicht gehoben hat. Kardinal Kopp hat nämlich seiner Mißbilligung des Jnterkonfessionalismus und der Verwaschung der Grundsätze des strengen Katholizismus, wie sie pn Westen von der Köln-Gladbacher Richtung betrieben werde, in einem Privatbriefe Ausdruck gegeben und erklärt, er werde diese Verseuchung des Westens im Osten zu verhindern wissen." Die „Köln. Volksztg." weiß darauf nur zu erwidern: „Daß der Herr Fürstbischof den katholischen Westen überhaupt für „verseucht" erklärt haben könnte, ist doch wohl nicht anzunehmen. Wie sollte der Herr Fürstbischof zu einem solchen Urteil kommen? Er steht den religiös kirchlichen Verhältnissen des Westens jedenfalls ferner als die im Westen cnntterenden Bischöfe, insbesondere der Herr Kar- dinal-Erzbiscbof von Köln."
Aber ore „Köln. Ztg." weiß offenbar nod? mehr, denn sie schreibt:
Monsignore Pardini, der, nebenbei bemerkt nicht nur Titularbischof von Zama, sondern auch Kanonikus an Santa Maria Maggiore in Rom ist, hat sich in Köln aufgehalten, um sich über die Verhältnisse im katholischen Westen Deutschlands! za unterrichten. Daß Monsignore Pardini außerdem in Köln, das er von früherm Aufenthalte her kennt, auch feinen Privatangelegenheiten nachgegangen ist, soll nicht bestritten werden; aber vielleicht hat man ihn, der auch sonst mit subtilen Missionen betraut zu werden pflegt, gerade weil er die Kölner Verhältnisse naher kennt, zu diesem Auftrag ausgesucht. Jedenfalls ist an der Tatsache, daß in Köln eine Untersuchungüber die kirchlich-katholischen Verhältnisse imWesten stattgefunde hat, nickt zu rütteln; ob sie im direkten Auftrag des Papstes, ob sie durch Pardini allein oder auch noch durch einen andern Prälaten vorgenommen wurde, ist belanglos. Es mag auch sein, daß die „zuständige Seite", bei der die Kölnische Volkszeitung sich Auskunft geholt hat, um diese Uniert» suchung nicht gewußt hat; jedenfalls hat man in Rom an den zuständigen Stellen von ihrem Verlaufe und ihrem Ergebnis Kenntnis genommen. Aus dieser Tatsache darf man, obwohl die Untersuchung nach der persönlichen Seite hin, wie wir schon mitteilten, nichts Belastendes zutage gefördett hat, schließen, daß Rom der „Verseuchung des Westens" auch weiterhin seine Aus- merksamkeft widmen wird.
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Eine Umfrage über das Wohnungswesen veranstaltet der Deutsche Juristentag:
In Programme, lfterarischen Arbeiten und sonstigen Aeu- ßerungen über die Wohnungsfrage wird bei Untersuchung der Ursachen der 6efarmten Mißstande im Wohnungswesen der mürber* bemittelten Klassen vielfach auch der heute geltenden Rechtsordnung und verschiedenen Rechtseinrichtungen der Gegenwart Schuld daran zugemessen, daß sich die Wohnungsverhältnisse in diesen Schichten der Bevölkerung so unbefriedigend geftaltet haben. Wenn man auch in der Regel zugibt, daß anderen Fattoren eine viel unmittelbarere Bedeutung zukommt, so wird dock immer wieder ausgesprochen, daß die gegenwärtigen Rechtsgrundlagen in den beiden, ihrem Rechtsspsteme nach nahe verwandten Staatswesen, im Deutschen Reiche! und in Oesterreich, manches zu den Uebelständen der Wohnweise beitragen ober deren Beseitigung verhindern. Derlei Behauptungen werben dem objektiven Beobachter bald mehr, bald weniger begründet erscheinen, aber es ist bis jetzt unterblieben, auf die dadurch angeregte Frage näher einzugehen unb unter Heranziehung der Erfahrungen zu prüfen, inwiefern wirklich die Rechtseinrichtungen mit ben heutigen Zu ständen ber städtischen Wohnverhältnisse im Zusammenhänge stehen und was in dieser Richtung geschehen könnte, um eine Besserung der Wohnweise herbeizuführen. Die Ständige Deputation des Deutschen Juriften- tages hat deshalb beschlossen, in Anbettacht der überaus großen Bedeutung, welche die Wohnungsfrage siir Staat, Gesellschaft und Kultur hat, auch den Deutschen Juristentag damit zu befassen. Nach dessen Programm unb nach der Berufswirksamkeit seiner Mitglieder kann babei hauptsächlich nur die rechtliche Seite des Wohnungsproblems in Bettacht kommen, wenngleich hier wie in ähnlichen FÄlen, wo Wirtschaft und Recht miteinander in Ver
bindung stehen, die Erörterung unb Kritik des Juristen selbstverständlich auch die wirtschaftlichen Momente nicht vernachlässigen darf. Um es dem Juristentage zu ermöglichen, zur Lösung der großen und für die Zukunft der Gemeinwesen bedeutsamen Frage einen vollwertigen Beittag zu liefern, hat es die Stänbige Deputation für richtig gehalten, die Diskussion des Wohnungsproblems oder einzelner seiner Partien durch eine Umfrage bei benjenigen Stellen einzuleiten, die durch ihre Tätigkeit einen Einblick in diesen Bereich des Lebens besitzen. Auf diese Weise wird vielleicht ein genügendes Material gesammelt werden können, um festzustellen, inwiefern Rechtsänderungen die Wohnverhältnisse int günstigen Sinne zu beeinflussen vermöchten.
Die Deputation verschickt deshalb einen Fragebogen, dessen Beantwortung bis Ende Dezember 1910 beni Schriftführer, Justizrat Dr. Hugo Neumann, Berlin W. 35, Potsdamer Straße 118, zuaehen soll. Es wird eine große Reihe Fragen gestellt über kommunale Bodenpolittk, Erbbaurecht, Hypothekenrecht, Hypothekenverkehr der Banken, Belehnung^zweiter Hypotheken, Miettecht, Erbrecht, Zwangs- vollstteckung und dann die Schlußftage:
Welche Äerrderungen des geltenden Privatrechtes sind' sonst noch! notwendig oder wünschenswert, um die Ziele der Wohnungsreform zu fördern oder der Durchführung einer richtigen Wohnungspolitik entgegenstehender Hinbernisse zu beseitigen oder zu mindern?
Börsen-Wochcnberichl.
--- Frankfurt a. M., 30. Sept.
Die Entwicklung der Dinge auf dem Geldmarkt, die schon vor Monaten Besorgnisse erregte, nimmt neuerdings die Aufmerksamkeit wieder mehr in Anspruch. Die Reichsbank, die von der Industrie und der Bankwelt stark in Anspruch genommen wird, hat die Diskontoschraube ttäftig angezogen und die Bank von England ist ihr gefolgt, erstere ging mit ihrem Satze auf 5 Prozent, letztere auf 4 Prozent. Ter Präsident der Reichsbank hat es für angebracht gehalten, eine eindringliche Warnung an die Hanbeiswelt unb namentlich an bie Spekulation zu richten, die Kräfte nicht zu überspannen, weil sie sonst toieber Verhältnissen wie 1907 zusteuern könnten, die eine Krisis heraufbeschworen hatten. Zur Tunhführung ber Restriktion hat er bie Mithilfe der Banken angerufen, bie auch durch langsichtige Kreditgewährungen schon stark in Anspruch genommen sind unb infolgedessen die Mittel der Reichsbank mehr in Anspruch nehmen als dies für eine gesunde Entwicklung erwünscht ist. Ter Eindruck, den diese Warnung auf die Börse gemacht hat, war nicht besonders tiefgehend, immerhin hat sie die Unternehmungslust, die schon gesunken war, noch weiter herabgedrückt. Die deutschen und ausländischen Märtte haben keine Aktionskraft mehr, sie werden bedacht sein müssen, die Engagements zu reduzieren. Tas ist ein uickehaalicher Zustand, mit dem in der Regel ein Abbröckelungsprozeß Hand in Hand geht. Wenn dieser Prozeß bei uns bisher nicht in Fluß gekommen ist, so ist das dem Vertrauen zu danken, das man zu einer befriedigenden Entwicklung unserer wittschaftlichen Verhältnisse hatte. Ob sie durch die Verteuerung des Geldes nicht gehemmt wttd, muß abgekartet werden. Jedenfalls bedarf ber Gelbmarkt der größtmöglichsten Schonung und bei dem Abschluß neuer Anleihen muß hierauf Rücksicht genommen werden. Die Ungarische Staatsanleihe, die jetzt mit einer österreichisch-deutschen Finanzgruppe kontrahiert wurde, soll erst im Januar zur Zeichnung aufgelegt werden, weil man hoftt, daß sich bis dahin wieder mehr Anlagebedürfnis einstellen wttd. Zum Oktobertermin war bas Geschäft in Anlagewerten sehr unbedeutend. Deutsche und fremde Staatsfonds haben meist kleine Kurseinbußen aufzuweisen, nur Portugiesen lagen fest. Aus dem Banken markt waren Deutsche Bank und Dresdener auf das große Terraingeschäft begünstigt, auch österreichische Banken zogen meist an, Berliner Handelsgesellschaft liegen schwach, weil man der Ansicht zuneigt, daß das Jnstttut dadurch, daß es an dem Zen- ttalisierungssystem festhielt, allmählich ins Hintertreffen kommt. Bahnen find ohne größere Veränderungen, Schiffahrtsaktien leicht abgeschwächt. Auf dem Montanmarkt waren Gelsenkirchener gefragt und 3 Prozent höher, Harpener auf ben ungünstigen Abschluß 6 Prozent niedriger, auch Laura neigen zur Schwäche. Von Jndustriepapieren waren Maschinenfabriken auf die drohende Aussperrung der Metallarbeiter meist billiger angeboten, Karlsruher Maschinen auf den ungünstigen Abschluß 15 Prozent matter. Von Aktien chemischer Fabriken gingen Höchster auf die abwiegelnden Erklärungen ber Verwaltung etwa 20 Prozent schwacher, An.il in 7 Prozent besser. Zuckerfabrikatton fest, Frankenthaler 5 Prozent, WaghäustrV 3 Prozent höher, Gummipeter, für die ein sehr günstiger Abschluß ertoartet wird, 8 Prozent besser. Elekttizitätsaktten teilweise matter. In der Ulttmoliquidatton stellte sich Geld auf 5%—3/a Prozent, Privatdiskonto 41/4 Prozent.
Gerichtssaal.
R. 8. Darmstadt, 29. Sept. Die 22jährige Dienftmagd Lina Schott aus Groß-Breidenbach i. Oberhessen war am Schwurgericht der Urkundenfälschung nebst Betrug angeklagt. Sie hatte früher hier zwei Jahre als Dienstmädchen gedient unb dann bei ber Putzfrau Hofmann in Eberstadt mehrere Wochen lang Unterkunft gefunden. Bei ihrem hiesigen Dienst hatte sie den Steinhauer Roth II. von Gras-Ellenbach, der bis zum Herbst v. I. Dragoner war, kennen gelernt unb sich mit ihm verlobt. Obwohl nur im Besitz von 500 Mk. Ersparnissen gab sie ihm solche als mit 2000 Mk. an unb es war beschlossen, daß hiermit die Hof- reite der Eltern Röths übernommen werden sollte. Die Schott stahl nun am 28. Mai bei ber Frau Hofmann heimlich bereit Sparkassenbuch über 2800 Mk., erhob unter der Angabe, die Tochter der Hoimann zu sein, 1800 Mk. und radierte hiernach die bett. Abschreibung des Sparkassenbeamten aus. Darauf legte sie das Buch wieder an feinen früheren Aufbewahrungsort und siedelte zu den Röths über, die von alledem keine Kenntnis hatten. Am 23. Juli wurde bei einer neuen Einzahlung der Frau H. die Sache entdeckt und ein nach Gras-Ellenbach gesandter Untersuchungs
beamter erlangte von ber alsbald gestänbigen Schott bie 1800 Mk. zurück, die sie in einem Strumpf ausbewahrt hatte. Das Urteil lautet unter Zubilligung mildernder Umstände auf vier Monate Gefängnis.
Die nach- A p sind am Sonntag dem 2. Okt. stehenden Hül von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nacht* nur für dringende Fülle sicher anzutreffen: sv
Dr. Kipper, Wilhelmstr. 2. — Dr. Wasle, Alicestrasse 11.<
Auszug a. d. Ztandesamtsregiftern der Stadt Sietzeu.
Aufgebote.
September. 24. Heinrich Görz, Lehrer in Gießen, mit Elisabeth« Palzer in Gabsheim. — 24. August Weimer, Großh. Finanzassessor in Friedberg, mit Marie Winn in Gießen. — 27. Karl Fischer, Klavierbauer in Düsseldorf, init Martha Preiß in Gießen. — 27. August Zerbe, Rottenführer in Großen-Buseck, mit Elise Herrschaft in Gießen. — 27. Joseph Rendel, Vorschlosser, mit Christina Riemer, beide in Gießen. — 29. Wilhelm Balser, Hilfsweichensteller in Eberstadt, mit Lina Löchel in Gießen.
Eheschließungen.
September. 24. Anton Schoenecker, Kaufmann in Reichen^ schwand, mit Elisabeth Glimser in Gießen. — 24. Albert Knorr, Kaufmann in Darmstadt, mit Lina Emilie Güter in Gießen. — 24. Adam Wehrheim, Kaufmann, mit Else Hanbrich, beide in Gießen. — 24. Hermann Weiß, Schneider, mit Minna Unverzagt, beide in Gießen. — 28. Louis Wassmann, Ingenieur in Düsseldorf, mit Elisabeth Pfeiffer in Gießen. — 28. Rudolf Petry, Großh. Finanzassessor tn Darmstadt, mit Friederike Kühn in Gietzen.
Geborene.
September. 18. Dem Bauingenieur Otto Hermann (Sugen Zimmermann eine Tochter, Eva Eugenie Luise. — 18. Dem Kaufmann Fritz Flimm ein Sohn, August Friedrich Wilhelm Werner. — 18. Dem Handelsmann Oskar Brauer ein Sohn, Otto. — 21. Dem Photographen Karl Hof ein Sohn, Walter Heinrich Ludwig., — 21. Dem Masseur Friedrich Wilhelm Zipp eine Tochter, Elisabeth. Friederike Auguste. — 21. Dem Schuhmacher Friedrich Spieker ein Sohn. — 21. Dem Sekretär der Laiidwirtjchaftskammer Karl Ernsß Schwarz ein Sohn, Erwin Richard Ludwig Heinrich. — 22. Dem Sanitäts-Vizefeldwebel Karl Harrer em Sohn, Karl August Johann. — 22. Dem Installateur Johann Heinrich Fischer ein Sohn, Heinrich Wilhelm. — 23. Dem Finanzaspiranlen Johann Georg Keck eine Tochter. — 24. Dem Schlosser Karl Otto Ganß ein Sohn, Leonhard. — 25. Dem Schreiner Ludwig Emil Rosenbaum ein Sohn, Wilhelm Ludwig Emil. — 29. Dem Kaufmann Arthur Dreysuß ein Sohn, Hans Stephan.
Gestorbene.
September. 24. Elisabethe Schmidt, 3 Monate alt, Frankfurter Straße 167. — 25. Margarete Laval, geb. Röhm, 63 Jahre alt, Löwengaffe 9. — 26. Jettchen Grünenklee, 70 Jahre alt, West- Anlage 35. — 28. Luise Vigelins, 72 Jahre alt, Johannessttaße 7. — 28. Georg Ott, 9 Jahre alt, An ben Bahnhöfen 80.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sirhen.
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Höchste Temperatur am 29. bis 30. Septbr. — 4- 17,0 ° C.
Niedrigste , r 29. „ 30. , --- ft- 9,3 °C.
Niederschlag: — 3,4 mm.
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Bed.
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2
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Nebel
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