x. Waldgirmes, 10. April. Der im Vorjahr gegründete Wählerverein zählt jetzt nahezu 100 Mitglieder. Der Verein hat den Zweck, der Wählerschaft einen größeren Einfluß auf wichtige Entschließungen im Gc- mcindeleben zu sichern.
Altenkirchen (Westerwald), 10. Mril. Der so vielfach verkannte bezw. nicht gekannte Westerwald dürste eine bessere Beurteilung verdienen, als es bis jetzt der Fall gewesen ist. Besonders dürfte die Eisenbahnverwältung alle Ursache haben, mit den nur den Westerwald-Bahnen entwickelten lebhaften Verkehrsverhältnissen zufrieden zu sein. .Haben doch gerade diese Bahnen in der Zeit der seh-r großen Abslannng immerhin einen ziemlich lebhaften Verkehr undinversen gehabt. Hierbei müssen besonders die Strecken Altenlirchen—Erbach und Altenkirchen—Au hervorgehoben werden. Der Versand besonders von Kleinschlag, Pslaster- slemcn-Quarzit war bicfcn ganzen Winter und ist bis jetzt noch ganz bcsoneers stark urrd wird mit jedem Jahre größer und stärker, besonders auf den vorgenannten Strecken. 9W; Eröffnung der Querbahn Marienberg—Erbach ist zu erwarten, daß der hiesige Bahnhof, der bei den jetzigen Verhältnissen mit einem Wogenumschlag von täglich 1200 Achsen zu rechnen hat, immer noch einen größeren Umwtz zu verzeichnen haben wird. Letzteres wäre für das hiesige so idyllisch gelegene Kreis- wird Landsbädtcknn zu vegrüßen. Denn hiervon wird nicht allein die Bahn ihren Nutzen ziehen, sondern die Eingesessenen und die umliegende Landbevölkerung würden ihren direkten Nutzen davon Haden. Auch wird im Jahre 1912 die Strecke Linz a. Rh.—Altenkirchen fertiggestellt sein, so das; man von hier aus sehr rasch am Rhein sein kann. Es kommen dann von vwr Richtungen die Bahnen nach unserem Städtchen. Wie verlautet, soll nocl- eine zweigleisige Strecke von Neiuvied irach Betzdorf über Altenkirchen geplant sein und < ine Verbindung vom Saar- nach dem Nuhrgebwt hergestellt werden. ÄltentivckjLn würde damit ein bedeutender Knotenpunkt werden.
b. Biedenkopf, 9. 9lpril. Der Kreistag hat den Kveisvoranschlag für das Rechnungsjahr 1910 in Einnahmen und Ausgaben mit 96 835 Mark festgelegt. Zugleich genehmigte er die Gehaltsordnung des neuangestelckcn ausschußsekretärs P. Krehttke. Es wurde beschlossen, die auf 2350 Mark veranschlagten Kosten für die Drucklegung der auf Anregung unseres früheren Laildrates von .Heimburg aus dem Kreise Liedenkopf gesammelten Volts.i.der zu übernehmen, falls Staai und Bezirksverband je 600 Mark Beihilfe leisten. Auch soll der Erlös der Kreiskasse zufalten.
Sport.
— Fußball. Ain Sonntag sand in Berlin vor einer überaus großen Zuschanermenge das Schtußspicl um den vorn deutschen Kronprinzen g e ft t i t c t c n Wanderpokal statt. Zu dreiem Spiel waren Alannschaiten des Berliner Verbaiides und des süddeutschen Verbaüdes angclreteii. Ain Schluß stand das Sprel noch unentschieden uni) erst nach einstündiger Verlängennig, also nach einer Owsaintzelt von 2llt Stunden, konnte Süd- d e u t s ch l an d das Spiet mit 6 :5 Toren Hit sich entscheiden.
Von den Gießener Vereinen ivar der Fußballklub von 1900 und der BaUspielklub mit je 2 Mannschaften in Tätigkeit. Ter F.-K. von 1900 spielte mit der 1. Mannschaft in Dar in jl a d t und verlor mit 7:2 Toren, obgleich das Spiet benn Seitenwechsel noch 2:1 gestanden halte, jedoch versagte in der zweiten Halile der eine Verteidiger. Die 2. Mannscha't trat mit viel Ersaß in Gießen gegen deii Wetzlaicr Fnßballkliib an und gewann sicher nut 6:1 Toren. Ter Ballspielllnb spielte mit seiner i. Mannschaü gegen den V. s. B. Ala r bürg uiid konnte mit 0:0 Toren ein unentschiedenes Ergebnis erzielen. Vor allem spielten die beiden Verteidiger des Balljpielklubs hervorragend. Tic 2. Mannschait des Balhpielklnbs mußte dagegen in Marburg von dein V. s. B. Marburg II eine hohe Niederlage mit 11:0 Toren emstecken.
Wandern und Reifen.
** Der Vogelsberger Höhen-El nb, Zweig- verein Gießeii, hat für die Zeit vorn 1. April 19io bis 31. Marz 1911 folgenden Wanderplan au'gesteUt. Sonntag den 17. April: Freienseen — Seenbachtal — Petershainer Hoi — U l r i ch st e i >i — Ruppertenrod — Aiücke. 61/, Stunden. Soilutag den 8. Alai: Eölbe—Stirnhelle—C h r'l st en - berg — Wetter. 6 Stunden. Soinitag den 5. Juni: Laubacher Wald — Jägerhaus — 0) ätzen — Rudingshain — Landgrascnborn — Geuelstein — Tanisteiii — Hoherodskopi — S ch o t t e n. 61/, Stunden. Sonntag den 2 6. Jrrrrr: Picknick i>n Harrgel- stein. Sonntag den 3. Juli: H o h c r o d 2 k o p f f e ft. Sonntag den 17. Juli: Gelnhausen— Breitenborn—Tiergarten— B ü b i ii ß e n (Rundgang um Büdingen). 5‘/a Stiluden. Samstag den 2 3. Juli: illachttoiir nuf den D ü n s b o r g. Sonntag den 1 4. A u g n ft: Marburg Süd—Dammühle—Rimberg—Buchenau— Katzenbach — Biedeukopi. 6 Stunden. SaniSlag den 3. und Sountag den 4. September 1‘/„tägige Wanderung: Ems — Aiartsburg - Braubach—3lhei>ckahrt nach Stotzen'els — Koblenz. Sonntag den 11. September: Aicrkensritz—Seemenbach— Hartmannshain—Hcrchenhainer Höhe - Burg —Schwarzbachtat— H o ch w a 1 d h a u s e n. 6 Stunden. Sonntag den 9. O k l o b c r: Wäldershausen—Abspann—Jägerlat—Romrod — Alsfeld (Ge- samlausflng des V. H. C.) 5 Stunden. Sonntag den 6. November: Stockhausen (Lahn)— Niedershausen—Merenberg— Weilburg, ö Stunden. Sonntag den 4. Dezember: Katzensnrl — Greiienlat — Beckstein —Herborn. 4‘/„ Stunden. Sonntag den 8. Jannar: Gladenbach—Heinrich — D'ünsberg — Bieber, ö Stunden. Sonntag den 5. Februar^: Rod- heiin—Bubenrod—Allenberg—Btasbach — Wetzta r. 4'/, Stunden. Sonntag Den 12. Alarz: Annerod—Illbach—Eltingshaiisen — Hesjeiibrückcr Haniincr — L a ii b a ch. 5 Stunden.
GerichLsjaal»
o. Mainz, 11. April. Xie r h e i nhes si sche M il ch- vcrkaufsordnuna ungültig. Dies ist das Ergebnis einer Entscheidung des hessischen O b c r 1 a n d c s g e r i ch l s. Wie in vielen, so ist auch in der für Rheinhessen gültigen Milchverkaufs- ordnung der sehr schwankende Begriff „Vollmilch" dahin festgesetzt, daß Vollmilch das unveränderte Produkt der Kühe ist und mindestens 3 Prozent Fettgehalt besitzt. Temgemäß wurde bisher, in vielen Fällen, jeder Milchhändler bestraft, der auf rheinhcssifchen Gebiete Milch mit geringerem Fettgehalt in den Handel brachte, und viele Rheinhessen waren gezwungen, ihre Milch in Baden usw. zu verkaufen, wo weniger strenge Bestimmungen gelten, da manche Kühe eben 3 Prozent Fettgehalt nicht liefern. Die Praxis weiß übrigens sehr wohl> daß Milch, die weniger als 3 Prozent Fett hat, unter Umständen viel besser sein kann als solche mit hohen Fettzahlen, der es aber sonst an der Zusammensetzung mangelt. Die hejsifchen Landgerichte verurteilten bisher den .Händler oder Landwirt, der den geringen Fettgehalt seiner Vertaussmilch nicht kannte, wegen Fahrlässigkeit, wenn er auch nachwies, daß es sich um ein unverändertes Produkt des Viehes handelte. TaS Oberlanüesgericht hat nun dahin entschieden, daß eine Bestrafung nicht erfolgen könne, wenn weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit vorlicge; in dieser .Hinsicht stehe die rheinhcssische Milchoertäitfsordnung mit dem Nahrungsmittelgesctz i n Widerspruch. Damit ist der Verkauf unveränderter Kuhmilch, die 3 Prozent Fettgehalt nicht aufweist, auch überall da, nicht nur in Rheinhessen, unter der Bezeichnung „Vollmitch" erlaubt, auch wo Verbote bestehen.
X Hanau, 11. April. Der Kuhschwcizer Schneider in Döringheim erhielt am 6. Februar den Besuch des Dienstknechts Buxbaum aus Frankfurt a. M., den er mit Speise, Trant und einem Zelwpfennig versah. Kurz daraus wurde er gewahr, daß ihm sein Freund zwei auf 2200 Mark lautende Sparkassenbücher sowie Legitimationspapiere entwendet hatte. Auf das eine Sparkassenbuch hatte Buxbaum in Frankfurt 1422 Mark erhoben und war damit in Gemeinschaft eines Freundes nach Köln gefahren, woselbst in wenigen Tagen die Summe klein geworden war. Das anbcrc Sparkassenbuch hatte ihm sein Freund entwendet, doch konnte kein Gebrauch davon gemacht werden, da der
Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen.
in
April
«e
Weller
Haier
'S
1910
3
S
«D
(+
April - -V- 10,6-2.
(—
H"
Frankfurt a.M. 231’/3
(+r.
)
hvVj
)
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai
226.25
Frankfurter Börse,
163.00 (— 0.60) Alk.
66.50
4
110.50
100.00
Berliner Börse, 11. April.
. . 182.00
Schlachlwertes, höchstens 6 Jahre alt 44—48 80—84
46
82
41
76
72—75
37
73
42-45
76-79
43
77
36-39
70-75
37
72
54—60
90-100
o0-54 84-90
43—49
71-82
82-84
83
41
. . 54—55
70
69-71
L,cueubgeiuir‘.)t
ö4
Vottfleiscyige Schweine über 2_ Zeuluer
Bericht vom 11.
(- (+
31—36
26-32
Alannheim Straßburg Stuttgart Alünchen
214
214
230
161
156
150
155
160
156
171
166
170
175
175
160
69-71
68—70
3°/0 Mexikaner 4l/.% Chinesen
2)
2)
70
69
1910.
65
59
10.
10.
3)
1)
54
54 April
Canada E. B. . . Darmstädter Bank i Deutsche Bank .
1)
1)
1)
1)
95
87
76
) ) )
1) ) )
Weizen 225 (—
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank <. Deutsche llauk . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank - . . Kreditaktien . . .r
62—68
54-64
2) )
Türkeulose . . . .
4",'o Griech. Monopol-Anl.
4° 0 äussere Argentinier
(+ 1) (- )
Harpencr Bergwerk Laurahütte . . _ Lumbardeu E. B. Nordd. Lloyd ., Türkculvsc , -
)
4)
197.50
171.80
21.40
103.40
178.30
Dortmunder-Union C.c. Dresdner Bank . .... Tendenz: belebt
Q. w
P <u
bt
57
52
46
bis 11.
, 11.
166 167 152 160
172 163
168
170 165
175 165
158
235
230
235
240
Diebstahl in Döringheim gemerkt und die Sperre über das Buch verhängt worden war. Buxbaum erhielt heute von der Strafkammer 4 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust.
Königsberg Danzig Stettin Pofen Breslau Berlin Magdeburg Leipzig Dresden Braunschweig Rostock Kiel Hamburg Hannover Tüsseldori
Lebendgewicht . . . . . Fleifchige Schweine ....
— Kartofielmarkt
. 54-55
. 53—55
Höchste Temperatur am
Nieorigste , „
133.00
249.70
92.70
158.60
228
221
228
227
228
154
158
rr.x . 9340 .£■.*. 84.60 -U.D'. *3.40 ',t*. 84.60
Märtte.
Gießen, 12. April. Dlarktbcricht. Lius heutigem Wochen- marlte tosiele: Butter pr. Psd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 St. 7 Big., Enteneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Ps., Erbsen p. Psd. (JO—00 Psg., Linsen p. Pfd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Akt., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,8() Aik., Gänse pr. Pfo. 60—70 Ps., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,2u Aik., Ochjenfleisch pr. Psd. 76—84 Pfg., Kuhfleisch pr. Psd. 60 Psg., Rindfleisch vr. Pfund 70—74 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Psg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Aik., Zwiebeln per Ztr. 9,00—10,00 Alt., Alckch per X'ilev 20 Pfg., Weißkraut per Stück 10—1 Pig., per Zentner Alk. 0.00—0.00., Aepsel per Ztr. 10—18 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 All. Nüsje 100 Stück 40—5U Psg,, per Ztr. 0—00 All Marktzeit von 8—2 tthr.
F.C- Wiesbaden. Viehhos -Marktbericht vom 11. April. Atislrieb: Rinder 105, Kälber 74, Schafe 68, Schweine 451.
Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kalber lebhaft, Schate lebhaft, Schweme ruhig. Preis Durch-
pro 100 Psd. fchnutspreis
Aiastlämmer und jüngere Masthammel 41—42 Schweine.
Vollflcifchige Schweine bis zu 2 Zentner
Die Lebensdauer der Strümpfe
wird um ein Vielfaches verlängert durch
Achilles - Fersenkisseu,
welche im Schuh oder Stiesel unter der Hacke gelrageu werden. Achilles-Fersenkrssen ist die Pneumatik des Fußes, cs macht den Gang leichter und elastischer, erhöbt zugleich die Figur und Der bessert die Paßform des Stiesels. Unentbehrlich für Nervöse und für alle, die viel stehen oder gehen.
Man achte aus die Marke „Achilles“, da nur diese ohne Gummi find und dauernd elaftisch bleiben. [D’/«
Niederlagen ui Gießen:
Ernst Lndwiq, Inh Louis Reiß, Selterswcg 53, Spriugmann s Schnhwarenhans.
P. S. Wegen Uebernahme von Niederlagen wende man fich an die Patentinhaber:
Hennaaü tiurwUz & Co., Berlin C. 2.
(- (+ (-
C 178.80 . 49,50
V 91.50 . 69.85
33
29
Ochfen. vou-blSvon-biS
kollfleischige, ausgemastete, höchsten
nährte ältere .........
Färsen, K ü h e.
Pollfleischige ausgemäslete Färsen höchst.
Schlachtwertes........
Pollfleiichige ausgemästele Kühe höchst.
Schlachlwertes bis zu 7 Jahren . .
Aelle re ausgemastete Kühe und luenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färien Alagrg genährte Kühe mit) Färsen . .
Külve r.
peiusle Alast- (Vollmilchmast) und beste
Saugkäwer.........
Alilllere Aiasl- und gute Saugkälber .
«üermgere Saugkälber.....
o d) a < e.
155
161
Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpencr Bergwerk.4..-,. Laurahütte . ,-’&•? • - i - Nordd. Lloyd .r. ". . . Oberschles. Eisen-Industrie
Telefonische Kursbericht
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der.,Bank fllr? Handej und Industrie'^Giessen.'
21.55 , 161.00 . 135.00
■ 9180
. 100.30
? 98.95
. 95.70
Sf
207 50
140.30
197.90;
171.50
103.70
96.00
175.90
133.30
250.00
154.90
187.. 0
159 10
208.60
Gebend- Schlacht, yro 100 Pfund gewicht redend- Schlacht- ficrot chr
(- 2)
(- 1)
Junge, fleischige, nicht ausgemästele und allere ausgemäslete...... 38—44 73—80
Mäßig genährte junge und gut ge- 36-39
Baltimore- und Obio-^i-^“ Eisenbahn .v
Gottbardbahn . -. / .
Lombard. Eisenbahn Oestcrr. .Stantsbahu .
Priucc j Henri - Eisenbabu I.
3°,0 Portugiesen „ III
4'/,% russ. Staatsanl. 1905 100.30
3'/,°j„ 0berhessen . £r? 4"ln Gesten. Goldrente .^7 476% Oestcrr. Silberrente 4"/o Ungar. Goldrentc .a. 4°/0 Italien. Rente .
3% Portugiesen Serie I •
das Alehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche Klammern () beigefügt ist, wie folgt:
Roggen
Getreide-Wochenbericht
der Prcisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats Dom 5. biä 11. April 1910.
Infolge günstiger Witterungsverhältnisfe int In- und Auslande und,bei nachgiebigeren Forderungen Rußlands und Argentiniens gestaltet sich die Tendenz auf dem Weltmärkte in der Be- ri-ckitswoche überwiegend matt. Daran vermochte zunächst auch der Bericht des amerikanischen Ackerbau-Bureaus, wonach der Saatenstand von 95,8 am 1. Dezember auf 80,8 Prozent zurückgegangen ist, nichts zu ändern, da man einerseits den starken Mehranbau, anderseits die inzwischen günstig gewordene Witterung in betracht zog. Ebensowenig Anregung bot die abgelaufene Woche in stati- stifchec Beziehung, denn die Wcltvcrschiffungen zeigten infolge starker Beteiligung Rußlands eine ansehnliche Zunahme gegenüber der Vorwoche. In Uebercinstimmung mit dem Auslande machte sich auf dem Berliner Markte anfangs eine schwächere Stimmung geltend, ohne daß die Preise für Weizen aber sonderlich nachgabcn, da die andauernde Disparität gegenüber dem Auslände und die Knappheit des inländischen Angebots bei den Abgebern Zurückhaltung veranlaßte und gelegentliche Rückgänge durch Deckungen der Provinz meist schnell wieder ausgeglichen wurden. Dazu kommt, daß sich für das wie erwähnt geringe Weizenangebot im Jnlande günstigere Verwendung bietet, so daß es nicht leicht sein dürfte, die zur Erfüllung von Mai-Vcrbindlichleiten nötigenWeizen- mengcn aus dem Jnlande heranzuzichen. Während Weizen sich infolgedessen allmählich befestigen konnte, behielt Roggen andauernd matte Haltung. Das Angebot war zwar auch darin nicht allzu reichlich, aber bei inangelnder Erportnachfragc und vorsichtiger Kauflust im Jnlande konnten die Preße ihren Stand nur fchwer behaupten. Lieferung war durch Abgaben der Provinz gedrückt und zum Schluß um 41/.i bezw. 3J/i Mk. niedriger als vor acht Tagen. Dabei zeigt sich für einwandsfreie Ware doch hier und da Begehr. Das gleiche ist bei Hafer der Fall, während zu den wenig nachgiebigen, zum Schluß sogar erhöhten Forderungen der Provinz im allgemeinen wenig Unternehmungslust bestand, zumal der Absatz an den Konsum andauernd zu wünschen übrig läßt. Für die nur noch spärlich anzutreffenden feinen Qualitäten von Braugerste gab sich in letzter Zeit noch mehrfach Interesse kund. Futtergerslc auf Abladung war von Rußland etwas billiger offeriert. Für Mais zeigte sich Amerika nachgiebig, während Argentinien an feinen wesentlich höheren Forderungen scsthielt.
Es stellten sich die Preise Üir inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei
Bochum Gass 236.00
Buderus E. W.. -.>09.10 Tendenz: behauptet.
Friedberg (Hessen): 'Jiote Sorte Mk. 1.80—1.90, Ataguuiu bonum 2.20—2.30, weiße runde 1.90—2.00, (üelbfleischlge, blaue, 2.00—2.10, rote 0.00—0.00, weiße 0.00 — 0.00. Dort - iii und: Rote Daber 0.00—0 00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Aiaguuill bonum 2.4u—0.00, weiße runde 2.10—0.00, Gelbfleijchige blaue 0.00—0.00, rote 2.30—0.00, weiße 0.00-0.00. H a g cji i. W.: Note Daber k. 0.00—0.00, andere rote Sorten Ö.OU- 0.00, Magliurn bonum 2.60—0.00, weiße runde 2.20—0 00, Gelbfleijchige blaue 0.00-0.00, rote 2.85—0.00, weiße 3.70—0.00. K e iii p o ii: Role Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Maguum bonum 2.20 bis 0.00, weiße runde 3.00- 0.00, Gelbfleischige blaue U.Oü.—U.OO, rote O.oO—O.UV, weiße 9.00—0.00. Kreield: iHote Sorten 2.30—2.50, Maguum bonum Alk. 0.00—O.bO, weiße runde Alk. 0.00—0.00, Gelbfteifchige rote Aik. 2.30—2.50, ,veiße 2.30—2.50.
Das gute Getränk verschaffte mir Stärkung. Dresden-Cotta, 12. Aug. 1909, Sachsdorfer- straße 1311. Bei starkem Nervenleiden, verbunden mit großer Schwäche, habe ich Ihr „Dioson" gebraucht itub kann Ihnen der Wahrheit gemäß mitteilen, daß ich dein „Bioion" sehr viel oct baute. Das gute Getränk verschaffte mir Erleichterung und Stärkung, sodaß ich mich jetzt üebeutcnb wohlcr fühle und wieder stundenlange Spaziergänge unternehmen kann, was mir früher bei meinem Leiden unmöglich war. Mein Aussehen ist jetzt ein viel gesünderes und überhaupt meine Veränderung ist so auffallend, daß ich oft von Seiten meiner Bekannten wegen meines frischen und kräftigeren Aussehens zur Rede gestellt werde. Mit beui Geschmack des „Bioson" bin ich auch sehr zufrieden und gibt cs mit Milch nach Vorschrift zudereiret ein sehr gutes Getränk, nuf das ich mich vorher schon immer gefreut habe. Ich kann und werde „Bioson" überall bestens empfehlen, denn es ßt mir durch dasselbe eine bedeutende Stärkung der Nerven und überhaupt des ganzen Körpers geworben. Hochachtungsvoll! Therese verw. Lackner. Unterschrift be fllaubint: Carl Hempel, Notar. Bwson ist das beste und billigste Kräftiguiigsmittel. Paket 3 Mk. in Apotheken, Drogerien. Man frage seinen Arzt.
222 (-
223 (—
228 (-
217 (-
3Reichsanleihe 3°/n do.
3Vt6/0 Konsols 3% -4 -* do. »MW 3'/,"/« Hessen .-yTti
11. April, 1.15 Uhr.
Elektriz. Lahmcycr . . ' . 111.60
Elektriz- Sehuekcrt . X. ?. 147.30
Eschweiler Berg werk*, Y. 200.50'
Japan. Staatsanleihe 98.50 4% Conv.Türken von 1903 94.65
Köln: Rote Sorten 1.85—0.00, Maguum bonum 2.30—2^ weiße runde 1.85— 0.00, Gelbfleijchige blaue 0.00—0.00, rote 2.00 bis 0.00, weiße 2.20—0.00. Plaidt: Rote Daher 0.00—0.00, andere rote Sorten 1.80—0.00, 9Jlagnum bonum 2.00—0.00, weiße runde 2.10—0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 00, weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Daher 0.00— 0.00, andere rote Sorten 2.20—0 00, Alagnurn bonum 0.00—0.00, weiße runde 2.10 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.00—0.00. Al ailuhei >u: Maguum bonum Mk. 2.70—2.80, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfleijchi e blaue 3.50 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00— 0.00. Frankenthal: Roie Sorten 1.75— 0.00, Maguum bonum 2.20—0.00, weiße runde 2.00 bis 0.00, Gelbfleijchige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 — 0.00, weiße 2.75—0.00. Al ü nchen: Alagnurn bonum 2.70, weiße runde 0.00 Gelbfleijchige weiße Alk. 2.70. Regensburg: Rote Sorten 0.00 bis 0.00, Alagnurn bonum 2.10 — 2.20, weiße runde 0.00 —0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, Gelbfleischige rote 1.50-1.60. (Alles zu 50 Kilo.)
Handel und Verkehr, Volkswirtschaft.
** Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft Bavaria-Drogerie (Kaufleute Hans Wagenbrenner und Veit Kötzner, persönlich haftende Gesellschafter) zu Darmstadt wurde am 23. März das Konkursverfahren eröffnet, da die Geschuldner selbst den Antrag gestellt und ihre Zahlungseinstellung und damit ihre Zahlungsunfähigkeit glaubhaft gemacht haben. Der Gerichtsvollzieher i. P. Reibstein,, Darmstadt, wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforde-. rungen sind bis zum 12. April bei dem Amtsgericht Darmstadt I1 anzumelden. — lieber das Vermögen des Leonhard B u r t s ch e l l, Kaufmann in Rüsselsheim, wurde am 1. April das Sion- kursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. 9!euroth in Groß- Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordernngen sind bis zum 23. April bei dem Amtsgericht Groß-Gercui an- zumelden. — Heber das Vermögen des Bierbrauereibesitzers Johannes Wurth von Heppenheim und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Peter wurde am 21. März das Konkursverfahren eröffnet, da der Konkursgläubiger K. Schill von Osthofen die Eröffnung bes! Verfahrens beantragt hat und die Genteinfchuldner infolge Zahlungsunfähigkeit ihre Zahlungen eingestellt haben. Rechtsanwalt Dr. Metz zu .Heppenheivl mürbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 30. April bei dem Amtsgericht' Lorsch anzitmelden.
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 226.25 (— 0.00), Juli 223.25 (— 1.25). Budapest April 228.60 (— 3.50). Paris April 205.70 (Z- 0.40). Liverpool Mai 178.50 (— 2.05). Chicago Mai 174.15 (— 1.70). Roggen: Berlin Alai 160.50 (—- 4.25), Juli 166.50 (— 8.2.)). Hafer: Berlin Mai 158.00 (— 1.50), Juli
3) )
156 (—
)
1)
157 (4- 1) lol (- )
11.
2
748,2
10,5
3,6
37
E
2
0
151 (—
)
151 H-
1)
153 (+ 2)
11.
9“
745,9
4,5
4,8
76
SSE
2
0
1)
1)
1)
156 (—
156 (—
160 (—
2)
1)
1)
170 (— )
165 (- )
171 (- 1)
12.
736
742,6
— 0,3
3,6
81
SB
-
0
S.o'S’c’ 'S d» . C 2 S
0 d»
K,
Ä
S
v
o o
tz 2
e c
2
§
Er
2'5-2 5/ "
888«
_ ri u r ~
se 6)^2
5.1» 2d 2 % S
» Q
® 5
2^^
= 75.2-


