Ausgabe 
10.3.1910 Zweites Blatt
 
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Ochsen.

71-74

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70

54

. 113.00

23.20

jtförne, 9, März, A'ifauskim.

Berliner

liefert mit Firmen* Eindruck billigdie Brühlsche Univ^ Buch- und Stein- druckerei,Gießen«

Ilarpeuer Bergwerk Luurahütte . . .

Lombarden E. B. -. $

Nordd. Lloyd

Türkenlusc . v-,X. ~

201.60

174.90

22.80

108.00

178.0'1

65-30

66.30

100.25

98.05

94.60

178.60

48.10

91.65

69.40

100.00

244.50

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49-51

4347

ftewrchr

43

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Ekktriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Sehuckert .

Esehweiler Bergwerk . . Gelseukirehen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpcner Bergwerk . I.aurahütte . .

Nordd. Lloyd . .

Überschles- Eisen-Industrie

Berliner Handelsges. , .

Darmstädter Bank . . .

Deutsche Bank . .

Deutsch - Asiat. Bank . .

Diskonto - Kommandit . . Dresdner Bank . . . - Kreditaktien .

Baltimore- und Ohio-

Eisenbahn .<n.? .;

Gottbardbahn . - -- .I?.G Lombard. Eisenbahn*_.£

Cauada E. B

Darmstädter Bank ...

Deutsche Bank . . .

Dortmunder-Union -

Dresdner Bank .

Tendenz: behauptet.

108.25

135.80

203.00 215 50

144.90

201.90 175.10 108.20

105.00

180.30

136.80

258.8-1 154.50 lb6.9<) 165 5-'

213.90

87-100

82-85

7178

54

52

LLtretziicye

Jrraettttjche HeiiötoiisgememOc. Gottesdienst in der Lynagoye (Süd-Anlage).

Sains lag den 12. März 1910:

Vorabend 6.15 Uhr.

Morgens 9.00 Uhr. Predigt.

Nachmittags 3.30 Uhr.

LabbatauSgang 7.10 Uhr.

. 184.20 . 136.80 . 258L0 . 94.50 . 165.60

Schwurgericht.

th. Gießen, 9. März.

Heute verhandelte das Schwurgericht gegen den 30 Jahre altenKnecht Joh. Hch. Gerhardt von Laudach wegen Not­zucht v e r s u ch s. Tie Anklage vertrat Oberstaatsanwalt Laug, als Perteldiger war Rechtsanwalt Tr. Katz beftellL Es waren 15 Zeugen zu hören. 9lach dem Anklagebeschluß hat Der Angeklagte die Tai ansang Januar abends gegen 11 Uhr an einem ihm de- kannten Tiensimädchen aut offener ©traue begangen. Ter An­geklagte war nicht geständig. Tie Verhandlung wurde unter Aus­schluß der OeffenllichkeU geiührt. Tle Geschworenen sprachen den Gerhardt von der Anklage einer unstlllrchen Handlung tret, be­jahten aber die SchulDckage wegen tätlicher Beleidigung, woran' der Gerichlshos aut 3 Monate GesäugntS erkannte und 3 Ai och en der Untersuchungehait daraus abrechnete. Der Atiklage- Vertreter Halle 6 Monate Geiängms beantragt.

GerichtstzuuL.

Kassel, 8. März. Rcichslagsabg. Böhme hatte den ver­antwortlichen Redakteur derpesslfchen Landeszettung", Ar. Poersch, toegeu Beletdiguug verklagt. Poersch war vor den, -Marburger Schöffengericht zu 200 Mk. Geldstrafe, den üblichen Nebenslra'en und zur Tragung Der ziemlich hohen Prozeßkosleu, die durch den großen Zeugeuapparat entstanden waren, verurtetlt worden und das Marburger Landgericht bestätigte dieses Urteil, liegen diesen Enlscheid wurde die Revision beiin OberlaudeSgerichl m Kassel emgelegt. Tas Oderlandesgericht Hal nun Böhme mit seiner Klage 'wegen Verjährung abgewiesen. Er wurde zur Tragung der gesamten Kosten seines Klage verurteilt. Poersch nat nur die Kosten zu tragen, die durch seine Widerklage ent­standen sind.

Vollfleischige, ausgemästete, höchsten

Schlachtwerles, höchstens 6 Jahre alt 4245 7679

und IndußtrieV'Giessen.

Frankfurter Börse, 9. März, 1.15 Uhr.

9385

84.60

93.85

84.60

92-40

92 00

100.15

99.00

95.75

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Märkte.

-th. Gieße«, 9. März. Der Viehmarkt hatte einen Austrieb von 1600 Stück Großvieb und 30J bis 40" Kälbern. T'c Kundschaft war für alle Vtebgattmigen außergewöhnlich zahlreich erschienen, besonders Rheinländer fchienen sich ein Stelldichein in Gießen zu geben. Selbst aus der Nähe Kölns waren Handelsleine gekommen, die Milchvieh suchten. Milchkühe erzielten bet flottem Handel außergewöhnlich hohe Preise. Jungtiere für Aiast nhD Zucht waren gesucht, aber nicht in Auswahl am Markt. Ter Handel in Fettvieh war bester, als man nach Der Teuden; der großen Fleischmärkte erwarten durste. Frankfurt und Wiesbaden deckten ihren Bedarf an guten Rindern und die Provinz natnent« lieh die Lahnstädte griffen kräftig in den Handel ein. Geringere Ware in Schlachtkühen ging stark nach Den etäDten am Rhein. Tie Preise stellten sich durchschnittlich etwas hoher als an Den letzten Märkten. Ter Kälbermarkt war wieder außerordentlich lott. Frankfurter und Wiesbadener Einkäufer kausten alle Tiere, die sie nur einigermaßen brauchen konnten, und hielten so Die hohen Preise, währenD die Prooiuzkäufer mit einem Preisabschlag gerechnet hatten. In Gangochsen waren 3640 Paare angefahren, Darunter vorzügliche Exemplare, die zu sehr hohen Preisen für größere Güter in Oberhesseu angetaust wurden. Im allgemeinen war der Handel in Fahrvieh langsam bei guten Preisen. Ter Preis für fette Ochsen ut seit Februar in der Gegend wieder pro Zentner um 1 Alk. gc* liegen, obschon das Angebot nicht knapp ist. Bezahlt wurden iür Milchkühe 1. Qual. 480500 Mk. (einzelne bis 580 Mk.), 2. Qual. 380450 Alk., 3. Qual. 300360 Alk. Fettvieh wurde der Zentner Schiachtgeivicht gehandelt: Rinder 1. Qual. 7173 Mk., 2. Qual. 68-70 Mk.; Kühe 1. Qual. 6366 Alk., 2. Qual. 58- 62 Aik., 3. Qualität 5256 Alk.; Kälber 1. Qual. 7884 Mk., 2. Qual. 6876 Alk., 3. Qual. 5664 Mk.; Gaugochsen in schwerster Ware brachten pro Paar 10501200 Alk., mittlere Waare 850-950 Alk., leichte Tiere 750-800 Alk.; fette Ochsen kosten Der Zentner 75 bis 77 Alk. in Der Gegend. Ter Markt war früh zu Ende, nächster t|i am 22. und 23. März.

F.C. Wiesbaden. B i e h h o ' - M a r k t b e r i cht vom 9. März. Austrieb: Rinder 7i, Kälber 369, Schafe 49, Schweine 394.

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Schate flott, Schweine flau, Preis Durch»

pro 100 Pfd. jchuitlspreiä

Ans Stadt nnd Can$*

Gießen, 10. Marz 1910.

» Tageskalender für Donnerstag, 10. März: 6. öffentl. Vortrag des Kaufm. und des Ortsaewerbevereins: Vortrag von Alajor a. D. W a g e n e r-Berlin : Venedig und seine Kunstschätze. (Mit Lichtbildern.) Abends 8'/.^UHr in Der neuen Aula.

** Kinder undElektrisch e". In den letzten Tagen sind uns wiederholt Mitteilungen zugegangen, aus denen zu entnehmen ist, daß die Kinder immer noch nicht sich der Gefahren der elektrischen Straßenbahn bewußt sind. So machte sich gestern nachmittag ein zwölfjähriger Knabe in der Schulstraße das Vergnügen, vor einem Wagen über das Gleis zu laufen. Als ihm das nicht mehr gelang, lies er in der Fahrrichtung des Wagens und sprang schließlich aus den Puffer, auf dem er rittlings sitzen blieb. Auf den Zuruf von Passanten hin, brachte der Wagenführer den Wagen zur Steile ungefähr an derselben Stelle, wo am Samstag der Unfall passierte, der Knabe sprang ab und lief fort, leider ohne die ihm von den Zuschauern des auf­regenden Vorfalles zugedachte Tracht Prügel bekommen zu haben. Am Dienstag wäre ein dreijähriges Kind auf Der Wieseckbrücke, zunächst dem Ludwigsptatz, beinahe über- ahren worden, das mit einem Wägelchen aus den Gleisen fahr. Nur mit Mühe konnte das Kind von einem Vorüber­gehenden von dem Gleis entfernt werden, kurz bevor der Straßenbahnwagen halten konnte. In der Licher Straße endlich treiben die Kinder einen förmlichen Sport damit, auf den Gleisen vor den Wagen herumzulausen, Steine auf die Schienen werfen usw. Da gerade dort die Bahn auf eigenem Bahnkörper fährt, ist die Sache noch gefährlicher als sonstwo. Wir können nur immer wieder wiederholen, daß Eltern und Lehrer den Kindern entsprechende Weisungen geben und auch die Polizei ihr möglichstes tun möge, dem gefährlichen Unfug zu steuern.

** Bund hessischer Schulreformer. Man schreibt uns: Die Hauptprogrammpunkte dieses Bundes werden durch die Worte bezeichnet: Nationale Einheits­schule, Vertretung des Laienetements bei der Gestaltung und Verwaltung des ösfentlichen Schulwesens, Einschränkung des Berechtigungswesens, zeitgemäße Reformen im Betrieb ein­zelner Lehrfächer. Von diesen Forderungen erscheint als die wichtigste die Beteiligung der Eltern am Schulregiment. Ter Bund zählt deshalb nicht nur Lehrer und Lehrerinnen aller Schulgartungen, sondern auch viele Eltern von Schü­lern zu feinen Mrtgliedern. Montag, 17. d. M. wird Dr. Strecker aus Bad Nauheim im Hotel Einhorn einen Vor trag über Zweck und Ziele des Bundes halten. Alle Freunde der Schule, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen sind dazu eingeladen.

" Gernhardt'sch er Zither- und M and olin eu­ch o r. Ter letzte zithermusikalifche Abend Des Winters findet nächsten Sonntag tm Felsenkeller statt. Wie bei srüheren Derartigen Abenden ermöglicht auch Diesmal Der Verein Freunden der Zither- mnsik, Die Dein Verein nicht angehören, den Bestich Der Veran­staltung Durch Ausgabe von Eintrittskarten. (Näheres hierüber s. Inserat.)

lz. Stvrndorf, 9. März. Ein lediges, durch­gehendes Pferd sauste durch die Straße, an dem Hause oes Handelsmannes Elieser Weinberg vorbei. Dieser befand sich gerade auf der Straße und führte zwei Kälber an der Hand. Das Pferd schlug aus und zerschmetterte dem einen der Kälber ein Hinterbein, dem anderen ein Vorderbein. Der Mann selbst"erlitt Verletzungen am Kopf und an der Schulter, die ärztliche Hilfe notwendig niachten.

lz. Au s dem Vogelsberg, 9. Mürz. Tas prä ch- tige Wetter hat allenthalben in den geschützten Tälern des< Vogelsberges die ersten lebendigen Boren des nahenden Frühlings, die G ä n s e b l ü m ch en und Schneeglöck- chen, hervorgezauberr. In ihren sauberen Kleidchen, mit ihren schneeweißen Glocken stehen die Märzenglöckchen auf den feuchten Wiesen und künden die Ankunft des leben­erweckenden Lenzes.

hg. Kir ch h ain, 10. März. Die hiesigen Rindvieh- märkte, die früher einen weit über die Provinz hinaus­verbreiteten Rus hatten, sind von Jahr zu Jahr zurück­gegangen. Bei früheren. Märkten war ein Auftrieb von 6OQ_7oo Stück Rindvieh keine Seltenheit, jetzt redet man schon von einem guten Marktbesuch, wenn 200250 Tiere auf getrieben werden und bei den letzten Märkten im ver- gangenen Jahre betrug der Auftrieb ost nur 5070 Stück. Die Händler geben den Polizeiverordnungen, die zu scharf seien/ Schuld an dem Rnckgang. Bon den städtischen Be­hörden ist jetzt ein Ausschuß eingesetzt, die die Gründe des Rückganges feststellen uno geeignete Vor­schläge zur Hebung der Märkte machen soll. Hoffetttlich gelingt es, geeignete Mittel zu finden, da eine Anzahl hiesiger Gewerbetreibender großes Interesse an dem Weiter­bestehen der Märkte hat.

icbenö» LMlachc- pro lOOPsunb

gciutdjt t'cocni>=ssd)La.i;c.

von-biSoon-biS

Junge, fleischige, nicht ausgemaste-e unö ältere ausgemästete......3741

Färsen, Kühe.

Vollfletschige ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtlvertes....... 4045

Boltflelschlge ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtlvertes bis zu 7 Jahren. . 3540 Aeltere ausgemästete Kühe unö wenig gut entiviäelte jüngereKühe u. Färsen Kälber.

Feinste Mast- (Bollmilchmast) und beste

Saugkälber Mittlere Aiast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Schake.

Tarkgungm beä Untetftatefetotäti wurde di- Verhandlung auf morgen, Donnerstag, vertagt.

Der verstärkte Geschäftsorduuugsausfchust Iiticblon aui Antrag des Grasen v. Westarp (Kons.) mit einem ÄmeiLment Dr. Bitter (Smtr., dem § 35. Der Geickastsord- liuitg folgende Beuimmnngen hinzuzufugen.

Anträge auf Erlaß von Beschlüssen, welche kerne Ges^v entwürfe enthalten und welche nicht selbständig, wndein vrel- rnebr nur mit einem anderen Verhandlungsgegenstand, ohne deren Fnhatt abändernd zu beeinflussen, gestellt werden uno mit bleiern in wesentlicher Verbuchung, stehen, kommen mit diesem und zwar sofern eine solche stattstudet, bei bet ^werten über dritten Beratung zur Verhandlung, «te bcöurien einer Unterstützung von 30 Mitgliedern, wenn sie nur britten, von lo Mitgliedern, wenn sie zur zweiten Beratung^ gestellt werben. Die Abstimmung über diese Anträge erwlgt sruhestens am drUten Tage, nachdem sie gedruckt und nr. dre Han^ der aelommen sind. Die illbftimmung rst bi» nach der entgultigen Abstimmung ,in Dritter Beratung atlszusetzen, sofern der enge Zusammenhang mit Dem Gesetzentwurs ^er der CtatspoMton es angezeigt erscheinen läßt, oder ein von oO Mitgliedern unter- »V ÖblÄ"fbie Sbänbetung bet Bestimmungen über Anfragen kam noch nicht -zum Abschluß.

Der Stellenvermittelungsausschun beschloß bei § 6 auf Antrag des A u s s ch u ß b e r i ch t er st a t t e r » Dr. ®ff£ Sentr.) in das Gesetz die Bestimmung anszunchmm: der Stellenvermittler Vari ;u Dem Arbeitsgeber tn kernern Ttenst- ßöer Abhängigkeitsverhältnis stehen Aut Antrag der^o ötal- Demokraten mürb-, weiter lnnzngefügt. der Stellenrnrrnttt- ier Darf den Stellungssuchenden ntcht verpsltchten oder anhalten, ans feinem oder einem vott ihm bezeichneten Gewerbebetriebe noer xiandelsgeschäfte Waren zu entnehmen, ferner wurde aus Antrag von Dr. Bnrckhardi Wirtsch. Vg.) eine Bestunmung beschlossen, die die Ausbeutung einer Stcllenvermtttlung, die m Verbindung mit einem Gewerbebetriebe steist, zu Reklamezwecken untersagt, ' einerlei, ob die Stelleiwermittelung .gebuhrensrei ist oder nicht. Diesem Beschluß lag eine Demschrist^ des -^or- enden der Gesellschaft für soziale Reform, Promior ^rancke, -zu­grunde, Die insbesondere auf die Ehausleunchulen, Die wiener- und Kellnerschulen usw. Bezug nimmi. .

Bei 1 wurde Die Gebuhrenverordnung, die im 9iigierungs- ^^'tt'vürfTa-ttltativ ist, obligatorisch gefaßt: Für Die Den eteilens nermittlern Kommenden Gebühren werden von der Landeszentral- bebörde oder Den von ihr bezeichneten Behörden nach Anhörung

Trägers des öffentlichen Arbeitsnachweises, der Vertreter der Stellenvermittler, der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Taxen feit-

Ilcichsanleihe .r . ; .

3°l do. .

3'/«°/o Konsols

9n/o* öo. *

3'/,"/. Hessen

3l/au|0 Oberhessen

4°/n Oesterr. Goldrente 4/a°/o Oesterr. Silberrente. 4" o Ungar. Goldrente . 4° 0 Italien. Rente . ...

3°(U Portugiesen Serie I 3°/0 Portugiesen III 4*/,°/o rass. Staatsanl. 1905 4/j°/o Japan. Staatsanleihe 4°/ Conv.Tiirken von 1908 Tiirkenlose ..... r. 4°.',, Griech. Monopol-Anl.. 4° 0 äussere Argentinier .. 3% Mexikaner . v.-. 4*/.% Chinesen . .

Aktien: is-

Bochum Guss .

Buderus E. -----

Tendenz: behauptet

Oesterr. Staatsbahn . . y 161-7" Princc - Henri-Eisenbahn 7. 135.00

'^^Für Die nächste Sitzung des Ausschusses wird vom Berichte erstatter ein Antrag formuliert, wonach die Gebühren von Arbeit- aeber und Arbeitnehmer zur Halste zu tragen sind und eine Ver- (inbarung, die Das zugunsten Der Arbeitnehmer abänDert, un- qüüig ist.

Der Zustizausschuß

nahm Die .s 3 und l Der Siras vrozeßnovelle über Die Gerichtstände in folgender Fas.ung an: § 3:Zultändig in ferner Das Gericht, in dessen Bezirke Der Verdächtige verhaftet wird " L l:Zuständig ist endlich Das Gericht, in dessen Bezirk sich der Ängeschuldigie zurzeit der Erhebung der Klage vorüber­gehend aufhalt, wenn er ausdrücklich eingewilligt hat."

Zn 8 4 lag ein natiolialliberaler Antrag vor, bei Zustimmung des Beschuldigten jedes Gericht örtlich zu^undig sein zu lassen. Dieser Antrag wurde von der Regierung mir dem öuuoeis ans politische cknzuträglichkeiten belampfl und ichlieglich gegen Konser- vati^e Naticnalliberale und Sozialdemoiratische Stm'.men abge- lehitt. Dir ar::i-/;;m?cuen 3 und i entiprechen im wesent­lichen Di erlege.

Braut-Seide

Schon verzollt! Verlangen Sic Muster!

G. Hciincberg. Zürich-

Äleine Tagcschronit.

Einen sehr schweren Untall auf Der Bühne erlitt Die Sängerin Kurz in Jungbunzlau während einer Vorstellung vonHoffmanns Erzätzlnngen". Fräulein Kurz, Die alsAntonia" auitiat, stürzte im dritten Alt m Die sich plötzlich offncnDc Verfenkung, aus Der sich Der Tarsteller Des Mirakel erheben sollte. Benn Publikum verursachte Der unvorhergeiehenc Sturz Der Sängerin em großes Entsetzen und alles eilte nach Den Ausgängen. Tw Vorstellung mußte abgebrochen werden. Tie Sängerin erlitt Durch Den Sturz schwere Verletzungen.

Mastlämmer und jüngere Masthannnel 4000

Aeltere Masthannnel und gut genährte

Schafe 3537 Schweine.

Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht 5356

Vollfleifchige Schweine über 2 Zentner

Lebendgewicht 5356

Fleischige Schiveine .... . . . 5154

Israelitische ReUgioiiägejellschaft.

Gottesdienst.

<5 ab ba t i c i cr am 12. März 1910:

Freitag abend 5.55 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Sabbat-Ausgang 7.10 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Uhr, abends 7.30 Um.

TeSefcmische KwirSfecEacSifte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für - Handel

achter her Gebrüder Mannesmann kommen auf Grund der marokkanischen Gesetze zur Bejahung dieser,Frage. Am 20. März sei Di-' Bestätigung erfolgt. Da sei er zweifellos Sultan gewesen. Tr-, Sultansiegel genüge für die öültigteit. Die Forderung der Alginfiras-Akte, Das Gesetz müsse mit den europäischen Bergge,etzen übcrciiiftintmcn, fei erfüllt. Das Auswärtige Amt ist aber nicht Dieter Meinung. Der erste Teil der Urkmrdc auf Seite 36 ent- i -ite eine Acinensozietät, der zweite Teil die Ausfuhrnngs- beftimmungen. Es seien auch andere Bedenken, xer erste und weite Teil der UrfunDe rührten von verschiedenen Vanchchristen bei : auch seien Mannesmann'sche Uebersetzung und die Vagel ich« verschieden. Der Gesandte Rosen habe darauf aufmerfiam ge­macht, daß die Urkunde sprachlich und formell mangel­haft fei Ein Gutachten von Professor Kampfmeyer am orien- mlischen Seminar sei hierüber emgefordert. Im zweiten Teil der Urlunde erklärt der Unterstaatssekretar nur em Muster oder A-nrrnidar zu sehem das sich der Sultan habe ausstellen lgflen, keinesfalls ein Gesetz. Dazu komme Die Algeeir^akte, Die in MaroUo rattfiziert sei. Habe Der Sultan wirklich die Abiicht aehabt, das Minengesetz zu erlaßen? Abdul Asis lei mit Porche aui Ausarbeitung eines Minengesetzes su)ammengetreten. Aicä hube El Mokri gefordert, unabhängig von dem, Mannesmann- Gesetz Auch seien in Rücksicht auf dies zu erlasiende Gesetz Die Beginne der Förderung an verschiedenen stellen nicht erläutert. Das Mannesmann-Gesetz sei nicht publiziert Freilich ent prec^ das Dem Gebrauch) bei innerafrikanischen Geietzen, .aber Die.es Gesetz, das auch die Mächte intcrenterte, mußte Publiziert werden. Daß'die Algeciras-Akte nicht in Marokko publiziert ,ei, habe nichts zu sagen; denn das gehe nur die Machte an. Aie Manne^ mann-Abkommen seien nicht einmal dem Auswarttgen Jmt be- lannt gegeben worden. In nur zwei Anfertigungen er das Ab­kommen vorhanden: das könne man Nicht als geltend sur

C^ie Snätigung Der Akte, daß das Minengesetz nach euro­päischem Muster abgefaßr sein sollte, lonnte geiahrltch werden, da in Frankreich nicht das Prioritätsprinzip bestehe und dns leicht in das marokkanische Gesetz hineintommen konnte, weshalb je man Abdul Asis zum Erlasse^eines Ge.etzeS zu verblauen gesucht Ter Versuch sei gescheitert, daraus ent prangen Bewrgni,,e, und diese haben den Beschluß des öiplomati c^en sesertigt baß nur ein Minengesetz nach Einsichtnahme des diplomattMn Korps lassen werden dickste. Dies sei auf .deutsche Veranlaßung ge­schehen. Davon komme man mast zumck.

Sodann die «s-ragc: stand dem Sultan nach Erlatz Der Algeeirasatte frei, Minenkonzessionen zu erlas «en? . A/iel e tyrage lei ;u verneinen, Da Die Algeeirasakte das PriNgst) Dir roirt- schastlichen Gleichstellung proklamierte. Auch eine dahingehende Auslegung Der Algeeirasatte fei von allen Machten angenommeii. Vorbereitende Maßnahmen, auch ein Znverbindungtreten mit den Behörden seien gestattet gewesen, aber nicht mit rechten er bind- Wr fcaft hge^» rodchct Art. Tic.«ciaujtung Spamet E Franzosen feien schon im Minenbetrieb, glaube ich nicht 3m vorigen Monat habe Rosen noch telegraphiert, daß e- sich, nur um Bahnbauten und Minensuche handle. Gestern hat der sraw- Msch° B°tsch-ftc- erklärt, an feinem Ort M---kk°s wurden Mimn «^gebeutL^ Geldbedürfnis «OMe

Die «eutc gegeneinander aus. Davon haben die Gebrüder Mann^- mann »r&rt. und. versucht, ein Berggesetz zu erreichen und ljI°UTa5 ^Äuswärtige'^Amt sei in den letzten Monaten unendlich angegriffen worden. Er müsse diese Angriffe zurückweisen. Man habend) die erdenklichste Mühe gegeben, eine ^MUNg herbett zuführen und sei den Gebrüdern Mannesmann behilflich gerne.en, L Prckritätsreckste festzulegen Aber die.Entscheidung, ob der Sultan bcieckstigt war, den Gebrüdern Manne-mann Kon­zession zu erteilen, konnte man vorweg nehmen ltc ^br.lde. Maiinesmann seien nicht Den vom Auswärtige Amt Eohlem Weg gegangen. an hätte bei Ver tretung thr cr 4n- sprüche den Mächten g e g e it u b er g c ft an D e n er

mutlich wäre es zum Haager Schiedsgericht ge­kommen und dreier Weg wäre unzweckmaNig ge­wesen. Man habe deshalb Den anderen Weg, bett der 2^r- honhluna emgeschlagen. Diele wurde mehr Auvttchl aus Gr- folg haben, wenn sich die Gebrüder Mannesmann mit den anberen