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160. Jahrgang
Drittes Blatt
Nr. 133
Erscheint tAglid) mit Ausnahme deS SonntagS.
General-AuZeiger für Oberheflen
Die ^Gtetzener,ffamiliendlätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für öen Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit» tragen" erscheinen monatlich zweimal.
Freitag 10. Juni 1910
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universitäts-Buch- und Sleindnickerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaklion:^E112. Tel.-Adr.:AnzeigerGleßen.
Koloniale Zoüpolittt.
Wir behandeln unsere Kolonien in zollpolitischer Be- »iehunq als Ausland: infolgedessen müssen die Erzeugnisse der Kolonien beim Eingang in Deutschland den gleichen Zoll entrichten, wie ausllindische Erzeugnisse. Ebenso werden deutsche Waren beim Eingang in unsere Kolonien wie ausländische Waren behandelt. Damit weichen wir von den meisten Kolonialmächten ab. Frankreich und die Vereinigten Staaten betrachten ihre Kolonien einfach als Bestandteile des französischen bzw. amerikanischen Zollgebiets: der Warenaustausch zwischen Mutterland und Kolonien vollzieht sich also im allgemeinen ohne Zollentrichtung. Tas hat zur Folge, daß fremde Waren nur in verhältnismäßig geringer Menge in die Kolonien eingeführt werden können: das Mutterland hat gleichsam ein Monopol auf den kolonialen Markt. Ta.stt kommen noch die Schiffahrtsbegünsti- gungcn. Der Schiffsverkehr zwischen Mutterland und Kolonien gilt nach der französischen, amerilanischen, portugiesischen und russischen Gesetzgebung als Sabotage, ist also der heimischen Reederei Vorbehalten. England gewährt den Erzeugnissen seiner Kolonien, die in das Mutterland eingeführt werden, keinerlei Zollbegünstigungen, wohl aber genießen englische Waren bei der Einfuhr in einen Teil der englischen Kolonien (Kanada, Südafrika, Australien und Neuseeland) Vorzugszölle. Zwischen Holland und fernen Kolonien bestehen gewisse Verkchrsbegünstigungen für die holländische Sclüffahrt und für die holländischen Häfen, aber im allgemeinen keine Zollrarifbegünstigungen.
Deutschland ist das einzige Land, das weder die nationale Schiffahrt noch den nationalen Handel im Verkehr zwischen Mutterland und Kolonien in irgendeiner Weise ausländischen Schiffen und Waren gegenüber begünstigt. Schon wiederholt ist die Einsührung von Zwrschen- tarifen für den Handelsverkehr zwischen Deutschland und seinen Kolonien, d. h. die Schasfung von Vorzugszöllen für deutsche Waren bei der Einfuhr in die deutschen Kolonien und für die Erzeugnisse unserer Kolonien bei der Einfuhr nach Deuischland, in Anregung gebracht worden. Dre Regierung har sich bisher derartigen Anträgen gegenüber stets ablehnend verhalten. Maßgebend für diese .Altung waren wohl in der Hauptsache finanzpolitische Bedenken: die Kolonien würden nämlich einen großen Teil ihrer Zolleinnah- men einbüßen, und ebenso müßte das Mutterland einen Verlust an Zolleinnahmen (für Kaffee, Kakao, Mais und andere .zollpflichtige Artikel, die in den Kolonien eräugt und nach Deutschland cingeführt werden) erleiden. Bei der fortschreitenden Entwickelung, die unsere Kolonien nehmen, und angesichts der kolonialen Zollpolitik anderer Zander, insbesondere Frankreichs und der Vereinigten Staaten, werden aber diese Bedenken schließlich z-urinkstehen müssen. Es wird Sache des K 0 l 0 n i a l a m t s sein, die Frage der zolltarifarischen Bevorzugung unseres Handels nut unteren Kolonien recht bald eingehend zu erörtern und dem Retchs-
iag eine Denkschrift hierüber zu unterbreiten. Zurzeit beträgt der Anteil Deutfchlaiids am gesamten Außenhandel seiner Kolonien 60 bis 66 Prozent; die übrigen 34 bis 40 Prof, entfallen auf das Ausland. Im Jahre 1907 hat die Einfuhr und Ausfuhr der deutschen Kolonien (mit Ausnahme von Kiautschon) im ganzen und im Verkehr mit dem Akutterlande betragen:
Einfuhr Ausfuhr
im ganzen
ans Deutschland
Million
im ganzen en Mk.
nach Deutschland
Ostafrika . . .
. . 23,8
9,0
12,5
6,0
Kamerun . . .
. , . 17,3
12,4
15,9
13,5
Togo.....
... 6,7
3,6
6,4
3,9
Südwestafrika. .
. . . 32,4
25,8
1,6
1,5
Neu-Guinea usw.
... 5,7
2,0
3,5
1,9
Samoa ....
2,8
0,6
1.8
0,9
Zus. 88,7 51,3 41,7 27,7
Danach hätte Deutschland 60 Proz. der Gesamteinfuhr nach den Kolonien geliefert und 66 Proz. der Gesamtausfuhr aus den Kolonien ausgenommen. Neben Deutschland sind besonders die Nachbarländer der Kolonien stark an deren Handel beteiligt; ein nicht unwesentlicher Teil entfällt aber auch auf England, Frankreich, die Vereinigten Staaten, Ostindien und Japan._______________
Kirche und Schule.
** Die Evang. Konferenz für Hessen (Friedberger Konferenz) hält ihre Hauptversammlung am Mittwoch den 22. Juni in Friedberg (Hotel Trapp) ab. Vormütags wird die geschlossene Mitgliederversammlung die geschäftlichen Angelegenheiten erledigen. Nachmittags spricht Pfarrer D. 5)r. Diehl-Darmstadt über: „Unsere Stellung zur Organ l st e n f r a g e": zu diesem Vortrag sind «ungeladene bezw. cingesührte Gäste zugclassen. Tann folgt eine östentliche Versammlung, in der Psarrer Lic. Zurhellen-Franksurt a M. „Die neuesten A n g r i f s e auf die E x i st c n z Jesu und die Aufgaben der evang. Kirche" behandeln wird
ncd> einige Zeit von der Sense verschont blieben, damit auch er noch auf feine Rechnung kommen konnte Denn die 3cit der Baumblüte war fast durchweg für die Bienen rechl ungunihg, nur die Apielblüte konnte einige Tage beflogen werden. Raffe und Kälte verhinderten im April den Bicnenflug, und dieiem Umstande mag es zuzuschrcibcn sein, daß unsere ©temobftbau nie, wie Kirschen, Pflaumen und Zwetschen, fast ganz leer daflehen. Auch die Birnbäume bringen keinen Ertrag, die Apfelbaume hingegen stellen eine gute Mittclcrntc in Aussicht. Jie^ Bienen- Völker entwickelten sich erst spät, so daß bis letzt die schwärme nur ganz vereinzelt gefallen siiid. Ganz ausgezeichnet stehl infolge der scuchtwarmen Witterung der letzten Zeil das Getreide auf den Feldern, sowie der Dickwurzeln in den Gärten. Ueberall ist man deshalb auch eben dabei, nach niedergcgangcncn Gcwütern die leeren Aecker mit Kohl und Tickwurzeln zu bcpslanzen.
Vüchertisch.
— Erich Wulfsen, Gauner- und Verbrecher- Typen. Verlag Dr. P. Langenscheidt, Berlin-Großlicksterselde. In glänzendem Plaudcrlone erzählt Wulfsen in diesem spann enden Buche eine Anzahl Begebenheiten aus dem modernen Ber- breeherleben, zeigt er uns an geradezu verblüffenden Bei,vielen Schlauheit, Dummheit und Pech des Verbrechers. Der Aufbau des Werkes in feiner Steigerung, seinen Uebergängeii vom zwingenden Humor über pfie Tragikomik bis zum erschütterndsten Ernst des Verbrecherlebens vollzieht sich in wahrhaft künstlerischer Form.
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Spielplan des riurhaus-Theoters vad Nauheim.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, 12. Juni: „Im weißen Rößl". Montag, 13. Juni: „Frühlingslust." Mittwoch, 15. Juni: „Tas Konzert." Freitag, 17. Juni: „Der fidele Bauer:"
Landwirtschaft.
§ Aus dem Vogelsberg, 8. Juni. Ausfallend ist die geringe Zahl von Schwärmen, die bis jetzt auf den Bienenständen norgekommen sind. Im Vergleich zum vorigen Jahre ist dieses Jahr geradezu schwarmarm zu Neimen, lind' doch war der diesjährige Winter viel gelinder als ,ein Vorgänger. Der April und Ansang Mai mit ihren kalten Nachten hemmte' den Brutansatz und so waren die Bienenvölker zur Schwarmzeit nickt volksreich genug. Mit dem Honigertrag steht es besser. Der Raps hatte reiche Tracht gebracht, so daß die Schleuder noch vor der Heuernte in Tätigkeit gesetzt werden kann.
= Büdingen, 8. Juni. Dem Landwirt eröffnen sich in unserer Gegend für dieses Jahr recht günstige Aussichten. Wiesen und Kleefelder weisen einen ganz ausgezeichneten Futterbsstand auf, wie er seit langen Jahren nicht zu verzeichnen war. Hier und da ist man deshalb auch schon daran, das sich zum großen Teil lagernde Futter zu mähen und zu döxren. Aepi Js-ker w.äre es. freilich lieber, wenn die Wichen
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
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Juni
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