Drittes Blatt
Nr. 265
160. Jahrgang
Gießener Anzeiger
Erscheint tt-Nch mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gderheffen
Die Lietzener LamtNenblStter" werden dem ,91n8eifler' viermal roödtentücb bcigelegt, das „Kretsblatt fUi Öen Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die .^anöwirtfchaftlichen -elt- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Mittwoch, 9. uovemver MO
Rotationsdruck und Verlag der BrühNchen UniversitätS - Blich- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul
straße 7. Expedition und Verlag:
Redaktion: 118. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
Au» Statt und Cant.
ließen, 9. tkoucmber 1910.
Die Errichtung von Heilstätten
ist die Hauptaufgabe des hessischen Heilstätten-Ver- eins, der am 2. April aurf sein 10jährige s Bestehen» zurückb licken konnte. Der jetzt erschienene Geschäftsbericht gibt einen interessanten Rückblick auf diese zehn Jahre fleißiger und von schönem Erfolg gekrönten Arbeit. In der am 12. September 1905 von der Großherzogin eröffneten Eleonorenheilstatte in der Gemarkung Winterkasten waren bis Ende 1906 473, im Jahre 1907 425, im Jahre 1908 497, im Jahre 1909 512 Kranke mit insgesamt 128 364 Verpflegungstagen untergebracht. Die Versicherten darunter sind ausschließkich Angehörige der Landesversicherungsanstalt Hessen, die Nichtversicherten entweder Selbstzahler oder auf Kosten von öffentlichen Verbänden, Stiftungen usw. untergebrachte Frauen. Seit Ende 1908 werden sämtliche Frauen, benen auf Kosten der der Großherzogin zur Verfügung stehenden Fonds — Ertrag der Verkaufstage in Darmstadt und Mainz — eine Kur bewilligt worden ist, ausgenommen und zwar zu einem auf 3 Mk. 50 Pfg. ermäßigten Satz. Die Heilstätte ist ständig bis auf den letzten Platz besetzt und es müssen zahlreiche Kranke, besonders Versicherte der Landesversicherungsanstalt, anderweit rmtergebracht werden. Die Pflegesätze sind mäßig. Der Haupt- gegenstand in der letzten Mitgliederversammlung betraf „die Organisation der Tuberkulose-Bekämpfung im Großherzogtum Hessen". Es ivurde hervorgehoben, daß die Fürsorgcstellen für Lungenkranke, von denen jetzt 244 im Deutschen Reiche beständen, den eigentlichen Mittelpunkt in der Tuberkulose-Bekämpfung bildeten. Es müsse dahin gewirkt werden, daß recht viele^ solcher Stellen geschaffen würden. Wo dies nicht möglich sei, müsse auf andere Weise geholfen werden, z. B. durch Gründung von Tuber- kulose-Ausschüfsen, etwa für jeden Kreis, unter Leitung des Verwaltungsbeamten und eines Arztes. Außerdem müsse in jedem Ort eine lokale Instanz (Gemeindeschwestern, Frauenverein, Woh- uungsinspcktor usw.) mit der Sache befaßt werden. Die Unterbringung Schwerkranker in Jnvalidenheime sei nicht so einfach, da sich die Kranken nicht so leicht entschlössen, in ein Haus zu gehen, von dem sie sich sagen, daß sie es wohl lebend nicht mehr verlassen werden. In einzelnen KrLnkenhäusern seien Abteilungen für Schwerkranke in Benutzung oder in Aussicht. Die Anzeige- vsticht müsse allgemein eingeführt werden. Alle möglichen Organe, Schulärzte, Krankenkassen, Landesversicherungsanftalten usw. müßten mitwirken, um ber Tuberkulose Herr zu werden. Die Des- mfektion müsse kostenlos erfolgen. Die lebhafte Aussprache, die sich an den Vortrag anschloß und an der sich mehrere Damen und Herren beteiligten, ließ vermuten, daß die gegebenen Anregungen auf guten Boden gefallen sind und daß der Erfolg wohl nicht ausbleiben wird.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des Heilstättenvereins findet am nächsten Samstag in Offenbach statt.
von Bardeleben und Regierungsrat Hempiing aus Wiesbaden hier, um mit der Gemeindevertretung endgültige Entscheidung zu treffen. Es wurden zwei Bauplätze besichtigt, der an der Straße nach Bieber, außerhalb deS Dorfes gelegen, und ein zweiter im Hofgarten, der schließlich gewählt wurde. Nach einem früheren Plane hoffte man die Schule auf der Burg zu errichten, wozu aber der Fiskus seine Einwilligung nicht gab. Uralt ist unsere Schule, die bisher in einem ehernalen Gutshause untergebracht war. Sie wurde etwa 1650 gegründet. Seit 1895 besteht die zweite Klasse, die im Rathaus eingerichtet wurde. Die Schule wurde bis 1820 von einem Kaplan verwaltet und seit dieser Zeit von Lehrern geleitet.
wandern und Reisen.
** V. H. E. Nach dem schönen Lahntal unternahm der Vogelsberger Höhen-Elub, Zweigverein Gießen, mit über vierzig Teilnehmern am Sonntag seine Novemberwanderung. In dem Ausgangspunkte Löhnberg wurde zunächst die aus mächtigem Felsen liegende, architektonisch wenig interessante Schloßriline einer eingehenden Besichtigiing unterzogen, um hieraus auf guten Wegen durch nrehrere idyllisch gelegene Dorier dem Hauptziele Merenberg zu marschieren. Tie Gegend bot durch ihre landschaftliche Schönheit eine überaus lohnende Wanderung. Durch den tagsüber herrschenden Nebel, der trotz einiger schüchternen Versuche der Sonne das Feld behauptete, war die Fernsicht sehr beschränkt. Am meisten empfand man dies aus der Plattform des fehr gut erhaltenen Turmes der Burgruine Merenberg, von wo aus man bei klarem Wetter eine hervorragend freie und weite Aussicht genießt. Einigermaßen entschädigt wurde man durch den Blick auf die nähere Umgebung der Burg, die zerstreut liegenden Dörier, die nahen Berge des Westerwaldes und namentlich die prächtig gezeichneten Laubwälder, die mit den dunklen, ernsten Fichten einen lieblichen Kontrast bildeten. Nach genügender Stärkung ging es hierauf aut guter, von uralten kernigen Bäumen umsäumter Landstraße der Perle des Lahntales, dem herrlich gelegenen Weilburg, zu, wo man im „Deutschen Haus" noch einige Stunden in gemütlichem Zusammensein bis znr Heimfahrt verbrachte.
O F r i e b b e r g, 7. Nov. Der Taunusklub e 11 e rau* (Sektionen Friedberg und Bad-Nauheim) unternahm gestern seine letzte biesjährige Programmwanderung, die unter Führung von Direktor Dörr-Friedberg in sechsstündigem Marsch in die nähere Umgebung, und zivar von hier über Ockstadt, Heidelbeerberg, Saukopf, Kul)kopf und Forslhaus Winterstein nach Bad-Nauheim, wo ein Zusammensein beider Sektionen den Abschluß der biesjährigen Wanderungen bildete. — Die nächste Wanderung ist außer- programmlich und wird am 4. Dezember von Bad-Nauheim über Steinfurth, Münzenberg und Rloner Arnsburg nach L i ch unternommen. — Im letzten Jahre haben sich erstmalig auch Damen an den Wanderungen beteiligt.
Sport.
wieder mehr Kauflust für die spärlich offerierten feinen Qualitäten, Auch für Braugerste hat sich die Nachfrage gehoben; in Ermangelung feiner Qualitäten fand auch die bisher vernachlässigte Mittel- ware mehr Beachtung. Für Futtergerste war Rußland infolge» geringerer Zufuhren fester. Mais beginnt bei billigen Preisen mehr Aufnahme zu finden.
Es stellten sich die Preise Mr inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in- Klammern () beigefügt ist, rote folgt:
Wetzen Roggen Haier
Königsberg
196 (
- 4)
140 (
- 7,)
150 (
- 2)
Danzig
193 (
—
5)
143 (
- 7,)
155 (
- )
Stettin
189 (
1)
144 (
- i)
150 (
- )
Posen
189 (
—
2)
138 (
- 1)
151 (
- 1)
Breslau
190 1
l-
2)
146 1
l- 1)
160 c
- 2)
Berlin
197'/, (
:+2*/a
148 <
:+ 7,)
173 (
- 1)
Dlagdeburg
194 ।
(-
3)
150 \
l- i)
160 (
Halle
194 (
2)
154 (
- i)
160 (
- 2)
Leipzig
b5 l
—
4)
154 \
168 (
- )
Rostock
186 \
,—
5)
140 (
- 2\
147 (
:+1)
Hamburg
192 1
—
3)
150 1
l- 3)
165 1
l- )
Hannover
192 1
-
2)
152 (
i)
160 \
H 8)
Tüsseldori
200 1
)
150 (
l- 2)
150 l
)
Frankiurt a.M.
197'/, .
(-
)
1521/, 1
l- )
160 (
)
Ntannheim
210 |
)
1571/, l
(+ 21/,)
1621/, 1
1+ 2'/,)
Straßburg
2027, 1
i-
6)
167?, <
l- )
170 1
l- )
Diünchen
224 (
H
2)
168 <
l- 2)
166 1
l- 2)
Ätzeltmarktprei
le:
Weizen: Berlin Dez. 20L50 (4- 3.75)
Mat 201.50 (+0.75); Budapest April 182.85 (4-3.10); Paris Nov. 221.26 (4- 2.;>0); Liverpool Dez. 156.70 (— 1.30); Chicago Dez. 137.95 (— 2.15). Roggen: Berlin Dez. 150 25 (+ 0.75), Mai
157.00 (4- 1.25). Haler: Berlin Dez. 148.50 (+ 2.76), Mai
156.26 (+ 3.00) Mk.
Märkte.
Gießen, 8. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Mocken- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.15—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 9—10 Pfg., Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Vr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 DlL, Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Enten pr. St. 1,80—2,20 Mk., Gänse das Pfd. 65—75 Pfg^ Ochsenfleisch pr. Pid. 84—92 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 80—84 Pfg^ Luhfleisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 88—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Md. 60—84 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 7.50 Alk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Pik., 'Milch bas Liter 20 Pfg., Birnen per Ztr. 10—20 Mk., Aepfel per Ztr. 9 bis 10 Mk., Zwetfchen per Pfd. 00—00 Pfg., Nüsse 100 Stück 40—50 Pfg., per Ztr. 0—00 Nit., Bohnen per Pfd. 00—00 Pfg. Markkzeit von 8—2 Uhr.
9
** Die Großh. Zentralstelle für die Land e s- statistik vollendet am 28. Dezember d.* I. das fünfzigste Jahr ihres Bestehens. Ihre Gründung wurde n. o. „Darmst. Ztg." angeregt von Mitgliedern der Zweiten Kammer des 15. Landtages und erfolgte, nachdem die erforderlichen Geldmittel bereitgestellt waren, in Gemäßheit einer Entschließung des Großherzogs vom 28. Dezember 1860. Schon vorher hatte das Ministerium des Innern eine besondere Kommission beauftragt, für die im Entstehen begriffene neue Behörde einen Arbeitsplan zu entwerfen, der dann auch bereits in den ersten Monaten des Jahres 1861 dem Ministerium vorgelegt werden konnte und am 11. April 1861 im wesentlichen dessen Genehmigung fand. Die Tätigkeit der Zentralstelle für die Landesstatistik geht darauf aus, alle zahlenmäßig zu erfassenden Erscheinungen des öffentlichen Lebens zu sammeln, zu bearbeiten und sachgemäß beleuchtet der Oesfentlichkeit vorzulegen. Die Früchte dieser Xätigfeit liegen vor in den 61 stattlichen Bänden der „Beitrage zur Statistik des Großherzogtums Hessen", ferner in den kleineren Heften, betitelt: „Mit- teilungen der Großh. Hessischen Zentralstelle für dieLandes- statistik", deren Zahl sich bis jetzt auf 902 beläuft, und endlich in dem „Statistischen Handbuch für das Großherzogtum Hessen", das in 1. Ausgabe 1903, in 2. Ausgabe 1909 erschienen ist. Es besteht die Absicht, aus Anlaß des fünfzigsten Geburtstages der Zentralstelle eine geschichtliche Darstellung ihrer inneren Entwicklung und ihrer Tätigkeit zu veröffentlichen und dabei auch der Männer gebührend zu gedenken, die in besonders verdienstlicher Weise in und mit ihr gearbeitet haben. Bei der außerordentlichen Bedeutung für das öffentliche wie für das Privatleben, die der Statistik mit Recht heutigen Tages allgemein zugestanden wird, darf diese Festschrift wohl auf lebhaftes Interesse weiter Kreise mit Bestimmtheit rechnen.
** Ausbildung in erster Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Am 12. bezw. 14. d. Mts., abends 8V2 Uhr, beginnen im Saale des Gasthauses zur „Deutschen Eiche" zu Klein-Linden bezw. in ber Turnhalle der Mädchenschule an der Wesü-Anlage zu Gießen unter ärztlicher Leitung Ausbildungskurse für solche Herren, die geneigt sind, der frei- roilligen S an it ä ts ko lo nn e vom Roten Kreuz oder einer Abteilung Klein-Linden als aktive Mitglieder beizutreten. Die Kolonne wendet sich daher an die Bewohner Gießens und Klein- Lindens mit der Bitte, die gemeinnützigen Bestrebungen dadurch unterstützen zu wollen, daß geeignete Herren jeben Standes nicht unter 20 Jahren an einem solchen Kursus teilnehmen, der 24 Stunden in 12 Uebungsabenden umfaßt. Wöchentlich findet eine Hebung von etwa zweistündiger Dauer statt. Ein aktives Mitglied hat später etwa monatlich einmal eine Hebung ober Versammlung zu besuchen. Was der Betteffende in dem Kursus lernt, ist schon für seine Familie von unschätzbarem Wert; aber auch im täglichen Leben außerhalb ber Familie kann sich der Aus- gebÜdete der Menschl)eit sehr nützlich machen. Wieviel Elend könnte vermieden werden, wenn bei jedem Unfall sofort ein im Samariterdienst ausgebildeter Helfer zur Stelle wäre und bis zur Ankunft des Arztes vorbeugend und schmerz lindernd wirken könnte. Es würde zu weit führen, wenn man alle die Vorteile auf- zähleu wollte, die der Beitritt zu einer Sanitäts ko tonne Gewerbetreibenden, Handwerkern, Beamten, Privaten, Arbeitern usw. bietet. Dem Zweck der Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz entsprechend wird auch daraus Wert gelegt, daß die Ausgebildeten, soweit sie militärfrei sind, sich der freiwilligen Kriegskrankenpflege bei Kriegszeiten zur Verfügung stellen, lieber das Wesen und den Zweck der Sanitäts-Kolonnen wird vor Beginn des Unterrichts ein Vortrag gehalten werden. Da unsere Sanitäts-Kolonne durch ihre uneigennützige Tätigkeit jedermann bekannt sein dürfte, so ist wohl sicherlich eine gute Beteiligung an den Kursen zu erwarten.
Hessen-Nassau.
--- Königsberg, 8. Nov. Die Platzfrage für den beschlossenen Schulhausneubau hat jetzt eine glückliche Lö sung gefunden. Am Freitag wellten OberregierungSrat
= Fußball. Die MeiUerschastSspiele am Sonntag nahmen für die Gießener Mannschaften keinen erfolgreichen Verlaut. Ter Sportverein von 1900, der sein schwerstes Spiel in Siegen zu bestehen hatte, mußte seinem Gegner das Spiel mit 2:0 Toren überlassen. Tie hiesige Mannschaft, die ohne zwei ihrer besten Spieler antreten mußten, lieferte nicht nur ein gleichmäßiges, sondern in der ersten Hälfte sogar ein besseres Spiel als Siegen, jedoch fehlte die Schußsicherheit vor dem Tor. Tie betben Tore Siegens fielen erst gegen Ende der zweiten Spielzeit. Ter Verein für Bewegungsspiele Gießen mußte sich Marburg mit 5:2 Toren beugen. Infolge eintretender Dunkelheit konnte bas Spiel nicht zu Ende geführt werden, weshalb eine Wiederholung erforderlich sein wird.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtmlie du-3 h en 11 fowirtschaftsratS vom 1. bis 7. November 1910.
Nach schwachem Beginn nahm der Weltmarkt int Laufe der Berichtswoche allmählich eine freundlichere Haltung an. Die Nachrichten aus Argentinien lauten günstig, aber in Australien war die Witterung nicht nach Wunsch und man hat die Erwartungen bezüglich ber dortigen Ernte etwas zurückgeschraubt. Rußland war sichtlich zurückhaltender, da ber schlechte Zustand der Straßen die Zufuhrtätigkeit beeinflußt und mit einem frühzeitigen Schluß der Schiffahrt gerechnet wird. Die amerikanischen Börsen ließen sich die Gelegenheit, ihre in letzter Zeit stark reduziertem Preise zu erhöhen, nicht entgehen, dazu kam, daß der Weltexport infolge starker Verminderung der russischen Ausfuhr von 381 000 Tonnen in der Berichlswoche auf 312 000 Tonnen herabgesunken ist, und auch die scknvimmenden Weizenmengen haben in den letzten acht Tagen bedeutend abgenommen. In Deutschland hält sich das Angebot für die vorgeschrittene Jahreszeit immer noch in bescheidenen Grenzen, und da andererseits ernstere Anregung zum Kaufen fehlte, teilweise auch schleppendes Mehlgeschäst die Aufnahmefähigkeit der Mühlen beeinträchtigte, so fehlte natürlich jede Voraussetzung für eine lebhaftere Geschäftstätigkeit. Während die Weizenpreise in der Provinz infolgedessen nach abroärtS neigten, konnte Roggen seinen Preisstand ziemlich unverändert behaupten, zumal sich neben mäßigem Inlandsbedarf gelegentlich auch Export- nadjfrage zeigte. Im Berliner Lieferungsgesck>äfte wurden die gedrückten Preise vielfach zu Deckungen benutzt, und da solche meist im Tausch gegen Maiabgaben erfolgten, so ging das Aufgeld für Mai allmählich verloren. Heute erfuhren beide Weizentermine die gleiche Bewertung, nämlich Mk. 2OU/2, was für Dezember eine Besserung von Mk. 33A, für Mai von Mk. 8A bedeutet. Roggen wurde mehrfach von der Donau gekauft unb die dagegen vorgenommenen Lieferungsabgaben drückten zeitweise auf die Stimmung, die sich aber im Anschluß an Weiten und infolge knappen Angebots tm Verlaufe befestigte, der Schluß war »/* bis I1/4 Mk. höher als vor acht Tagen. Auf dem Hasermarkte wirkte das Beispiel Nordrußlands befestigend, auch zeigte sich
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Jedes Quaker Oats-Paket trägt den geschützten Namen ,,Quaker Oats“. Der Verkauf anderer Pakete oder loser Ware unter dieser Bezeichnung wird gerichtlich verfolgt.


