Ausgabe 
9.4.1910 Viertes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 82

^8 den u,

den

ML,

utend unter Preis.

Setterms R

komme

Wasser dahin,

in der

Ml., Aus­

tern n

i

em

feinste Sternwollen

locbleine Sternwolko

nzug

Angebot in

einer ihm gc- Betäuben auf»

Mk., Ausgabe

Mk., Ausgabe

ßeu, Vitragen, und Madras.

Vorlagen, Läufer- in Dessins und besten 1220

läge einer Schlammoerwertungsanlage sei jedenfalls sehr teuer unD nicht empfehlenswert. In Mannheim würden jetzt Versuche gemacht, durch eine Zentrifugalanlage den Schlamm schneller zn trocknen. Wenn sich das bewähre, tönnc man das System leicht auch hier einsühren.

Stadw. H'rumm bemängelt, daß beim letzten Markt von ncmchcn Besuchern für 2 ''JJleter Platz nicht 20, souoern 62 Pfg. «»langt worden seien. Auch würdet vielfach Klagen über zu un jintndliche Behandlung der Diarktbesucher durch die städtischen .«amten laut Die Polizeivevordnung, daß Leute mit Trag- lal ien nicht die Bürgersteige benutzen dürften, solle nicht zu ngrovos gehandhabt werden.

Der Vorsitzende meint, die Marktbesucher seien vielfach reriltent und suchten sich von der Zahlung des Marktgeldes zu ircüaeu.

ne trauen,

nurSternNk

verlegen zu müssen. Es seien noch zwei Bedürfnisanstalten für Frauen am Lindenplatz und auf Oswalds Garten vorgesehen, übrigens seien früher dahingehende Anträge der Bürgermeisterei von der Versammlung abgelehnt wurden.

Titel 11, Wagan st alten: Einnahmen 5500 (4800) Ausgaben 2030 (1900) Mk.

Titel 12, Kirchen: Einnahme 64 000 (64 200) Mk., gäbe 64 070 (64 270) Mk.

Titel 13, Fried Höfe: Einnahme 30 129 (30 653) Ausgabe 38 200 (37 900) Mk.

Stadtv. Grünewald erinnert daran, daß auf eine frühere

Eine Frage des Stadtv. Huhn, ob die Kanäle mit gespült würden, behandelt Stadtbaumeister Braubach daß dies regelmäßig geschehe.

Stadtv. Grünewald fragt, ob man die Fäkalien Kläranlage nicht durch Kalkzusatz geruchlos machen könne.

Stadtv. Krumm empfiehlt dazu Sabrol.

Stadtbaumeister Braubach fuhrt aus, der Geruch _______

von den Schlammfcldern, wo die Abfälle getrocknet würden. Durch Kalkzusatz könne man wohl eine Verminderung des Geruchs her- beisührcn. Sabrol habe den Nachteil, daß cs das Austrocknen der darunter befindlichen Schlammmassen verhindere. Die An-

Stadtv. Grünewald bemerkt noch, nach machten Mitteilung würden die Kälber vor dem gdfängt, was eine fürchterliche Quälerei sei.

Titel 8, Jagden: Einnahme 4538 (4538) 425 (425) Mk.

Titel 9, Märkte: Einnahme 8700 (4250) 3558 (3308) Mk.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: ed@5L Redaktion: 112. Test-Adr.: AnzeigerGießen.

ni*

efttzeinen Titeln des Voranschlags stehenden Einnahmen und Aus­gaben unter Beifügung des vorjährigen Betrages, um den Lesern einen Einblick in den städtischen Haushalt zu geben. Soweft nichts dabei bemerkt ist, erfolgte die Annahme der einzelnen Titel ohne jede Aussprache und ohne Widerspruch.

Titel 1, Reste aus vorhergehenden Jahren: 223 992,75 (73 259,85) Mk. Einnahme und 2400 (3100) Mk. Ausgaben.

Titel 2, Gebäude: 27 814,88 (28 585,88) Mk. Einnahme und 13 725 (14 855) Mk. Ausgabe. Die Bewilligung erfolgt auf Vorschlag des Vorsitzenden mit der Maßgabe, daß die Beträge der einzelnen Untertitel unter sich ausgeglichen werden. Man hofft dadurch, daß das sehr schadhafte Dach der alten Klinik durch Ersparnisse bei bat anderen Titeln ausgebessert werden kann.

Stadtv. Haubach fragt an, ob man bald erfahren könne, welche Venvendung für Rute alte Klinik in Aussicht genommen sei.

Der Vorsitzende bemerkt, daß man beabsichtigt habe, bie Oberrvalschule in die alte Klinik zu verlegen. Bei Feststellung der genaueren Kostenanschläge für die dafür notwendigen Ver­änderungen habe sich aber herausgestetlt, daß die Sache rund 100 000 Mk. teurer werde, als man ursprünglich geglaubt habe. Da Aussicht vorhanden sei, die Schule anderswo unterzubringen, werde jetzt erwogen, die sämtlichen städtischen Verwaltungen und das Polizeiamt in das alte Kliniksgebäude zu verlegen. Dian bljKdte dann für spätere Vergrößerungen noch einen halben Stock cLbrig; das jetzige Bürgermeistereigebäude, das Polizeianrtsgebäudc stmrd das ArntShcms am Asterweg werden bann für andere Zwecke frei. Es würde dann allerdings noch eine zweite Polizeiwache nötig ixrbcn, die man ut das alte Rathaus verlegen könnte, da ja das Standesamt in das Klütcksgeüäude verlegt werde.

Titel 4, Waldungen: Einnahmen 103 102,95 (101 477,44) Mark, Ausgaben 41340,34 (41417,05) Mk. Hierzu liegt eine Gingabe der 3 städtischen Forstwarte um Gewährung einer Teuerungszulage von 300 Mk. vor. Sie wird damit begründet, daß dte Fvrstwarte, die bei der letzten Gehaltsaufbesserung leer mlsgegangen sind, weil sie grundsätzlich mit den staatlichen Forst­warten gleich behandelt werden sollen, nuftmehr noch längere Zeit warten müssen, da angesichts der schlechten Finanzlage des Staates dte Gehaltserhöhung oer ftaatlid)en Beamten nicht so bald 5'4 erwarten sei. Es wird vorgeschlagen, den 3 städtisck)en Forst­warten eine Teuerungszulage von 150 Mk. jährlich zu gewähren und dem mit Wieseck gemeinsamen einen entsprechenden Betrag.

Stadtv. Dr. Wimmenauer führt aus, der zu erwartende Reinertrag der städtischen Waldungen von 61 000 Mk. entspreche d.m seitherigen Ueberschüssen. Er entspreche einer Verzinsung des im otabtiaalb steckenden Kapitalwertes von IVs2 Prozent, IöoS ia an und für sich nicht viel fei, aber mit der Zeit dadurch ftuigen werde, daß nach und nach mehr Nutzholz zum Verkauf ge- Ic/ngt. Ein Vergleich mit den Erträgen der deutschen Staats- iDidhungen falle für den Gießener Stadtwald sehr günstig aus. Gießen habe im Jahre 1907 auf einem Hektar Waldbestand eine 'Jicincumaljme von 56,04 Mk. erzielt und nach Berücksichtigung ter in ber Vermögensrechnung entha-ltenen Ausgaben eine solche D»n etwas über 50 Mk. Dagegen hätten im gleichen Jahr die SLaatSwaldungen ergeben: in Preußen für das &eftar 25,04 Mark, während die Bewirtschaftungskosten 41 Prozent des Ertrags assmcnhten, in Bayern 27 Mk. (45 Prozent), in He s sen 31 Mk. (öl Prozent), dte hessischen Gemeindcwaldungen 33,08 Mk., die Etevatswaldungen in Sachsen-Weimar 46,09 Mk., Sachsen-Koburg- Gotha 49 Mk., (G i e ß e n 50 Mk. 36 Prozent), Baden 55 Mk., Sachsen 60 Mk., Württemberg 76 Mk. und Sachsen-Alt end uig 84,07 Mk. Daß man etwas für die Forstwarte tun solle, begrüße er und er sei bereit, auch für die erbetenen 300 Mk. zu stimmen, tec das Mißverhältnis zwischen den Gehältern der Forstwarie und anderer Beamten mit gleicher Vorbildung sehr erheblich sei.

Stadtv. Dr. Biermcr tritt für den Vorschlag des Finanz­ausschusses ein, der prozentual zu den letzten Gehaltsaufbesserungen ter städtischen Beamten den Forstwarten eine Teuerungszulage gewahre. Man müsse Gehaltserhöhungen an die historisch ge- looa denen Gehaltsverl-ältnisse der einzelnen Beanttentlassen aw- kniipsen, wenn man nicht immer wieder neue Forderungen bei den anderen Beamten Hervorrufen wolle.

Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß man den Fvrstwarten vor etwa 2 Jahren eine Betlechungszulage gewährt habe, dke auch nahezu 5 Prozent des Gehalts betrage.

Stadtv. Hel s r ich möchte die Teuerungszulage rückwirkend bis zu dem Zeitpunkt gewährt haben, an dem die städtischen Be­amten ihre letzte Gehaltsausbejserung erhielten. Uebrigens sei sie Gleichstellung der Forstirarte mit den Feldschützen hinsichtlich oer Gehälter durchaus angebracht.

Stadtv. Huhn tritt ebenfalls für dte Besserstellung der Forst- imrte und Nachzahlung der Teuerungszulage ein.

Stadtv. Krumm meint, man solle mit Rücksicht auf die anderen städtischen Beamten auch nicht zu weit gehen, und verweist oacauf, daß die Jorstwarte auch manches voraus haben, z. B. den billigen Anschlag der Wohnung. Dian solle 150 Mk. Teuerung?- ,ulagc vom 1. April d. I. ab bewilligen.

Stadtv. Wallenfels meint ebenfalls, man solle nicht weiter- jeten, wie der Finanzausschuß beantrage.

Nach Annal)me eines Schlußantrags wird der Eintrag aus 'stewährung einer Teuerungszulage von 150 Mk. vorn 1. April 1910 ,.ab angenommen: die weiteren Anträge werden abgelehnt.

Titel 5, Elektrizitätswerk: Keine Einnahmen und Ausgaben.

Titel 5a, Gaswerk: 87 860 (85000) Mk. Einnahmen.

Titel 6, Wasserwerk: Keine Einnahmen und Ausgabe,!.

Titel 7, Schlachthos und Fleischbeschau: 92382 42132) Mk. Einnahmen und Ausgaben.

Stadtv. Grünewald tritt dafür ein, daß im neuen Schlacht­haus die modernsten und humansten Einrichtungen für bie Tötung ter Tiere angewendet wer dem

3er Vorsitzende stellt fest, daß dies abgesehen vorn Schächten jetzt schon der Fall sei. Die Tiere würden vor dem schlachten durch einen Schuß in den Kopf betäubt.

rem seien zwei wegen mangelnder Arbeit auf den 1. April ge­kündigt worden, was man ihnen schon im Herbst gesagt habe. Einer arbeite weiter bei der Stadt, der andere sei nicht zu ihm gekommen, sonst hätte er ihm auch andere Arbeit zugewiesen. Der lungenkranke Arbeiter sei nur in seinem Lohne gekürzt worden, weil er noch eine Krankenrente bezogen habe. Auch habe er ihm seine Bitte nach leichterer Arbeit nicht abgeschlagen,, sondern ihm im Gegenteil geraten, noch einige Zeit der Arbeit scrnzubleiben, um sich zu schönem Zdachdem die Verfügung wegen der Lohn­kürzung von der Stadt aufgehoben worden sei, bekomme der Mann seinen alten Lohn wieder. Die Behauptungen des Stadtv. Krumm über die zu niedrige Entlohnung wurden in das rechte Licht gerückt, wenn man den Jahresarbeitsverdienst der städtischen Beamten mit denen der Industrie- und Bauarbeiter vergleiche. Ein städtischer Arbeiter verdiene beim trauenreinigen jährlich 10001050 Mark, bei Kanalarbeiten 12001300 Mark, als Vorarbeiter 13001350 Mark, als Pflasterer 14001450 Marl und als Steinrichter im städtischen Steinbruch 16001650 Mark.

Stadtv. Troß ist im Geaensatz zu Stadtv. Krumm der Ansickst, es sei sehr wohl möglich, daß Arbeiter nach jahrelanger Tätigkeit in ihren Leistungen nachlassen.

Stadtv. Krumm bemerkt, bei der Nichtzahlung der fest­gesetzten Höchstlöhne handle es sich darum, daß der Stadtbau meister Beschlüsse der Versammlung einfach nicht ausführe. 'Die Leute kämen einfach wieder zur Stadt, weil sie keine andere Arbeit finden, aber nicht, weil sie besonders gut behandelt würden. Er fragte den Oberbürgermeister, wann die von den Arbeiterft gewünschte Arbeitsordnung der 'Deputation vorgelegt werde.

Der Vorsitzende macht daraus aufmerksam, daß die städti­schen Aemter nur ermächtigt, aber nicht glatten seien, mit den städtischen Löhnen bis zu 36 Pfg. Höchstsatz zu gehen. Im übrigen müsse sich die Stadt mit ihren Lohnsätzen nach den sonst bezahlten Löhnen richten. Schon jetzt bezahle die Stadt bessere Löhne als Bauhandwerk und Industrie. Die Eingabe wegen der Arbeitsordnung habe er dem Arbeiterausschuß zurückgegeben, weil sie auf einem rechtswidrigen Beschluß beruhe. Er habe an- heimaestellt, ordnungsmäßig eine Sitzung hierüber abzuhalten.

Stadtbaumeister Braubach teilt mit, daß unter den Regie- arbeiteni eine ganze Anzahl die Höchstlöhne erhielten. Er be­mühe sich jederzeit, die Beschlüsse der Versammlung sinngemäß auszuführen. Es fei ihm übrigens sehr angenehm, wenn Stadw. Krumm Arbeiter, die bei ihm (dem Redner) vorstellig würden, begleiten werde.

Stadw. Krumm meint, die städtischen Betriebe sollten Musterbetriebe sein (Oberbürgermeister Mecum: sind sie auchst und er erkenne an, daß sie manches gute hätten. Aber man solle nickt immer den Arbeitern mit ihrer Entlassung drohen. Seine Mitteilungen über die Lohnverhältnisse seien richtig.

Stadtv. Wallenfels führt aus, die Arbeiter gingen bloß deshalb zu Stadw. Krumm, weil dieser ihnen lieber recht gebe als der städtischen Verwaltung. 'Die Versammlung habe die Pslicht, die städtischen Beamten gegenüber ungerechten und ein« l'eitigen Angriffen, wie sie heute erfolgt feien, in Schutz z« nehmen.

Stadw. Grünewald hall es an sich für dankenswert, daß die Wünsche und Beschwerden der Arbeiterschaft hier zur Sprache gebracht werden. Eine andere Frage sei allerdings, ob die vorgebrachten Beschwerden berechtigt seien und er freue fich, daß Stadtbaumeister Braubach die erhobenen Beschwerden sofort hätte zurückweisen können. Die Löhne könne man nicht einseitig festsetzen, sie richteten sich nach Angebot und Nachftage. Jeden­falls sei die Aussprache nicht unnütz gewesen.

'3er Vorsitzende bemerkt, daß die Stadt die finxtfdjaft- lüfte Depression nicht zu Lohndrückereien benutzt habe.

Stadtv. Grünewald fragt, wie es mit der Verbreiterung des Bahnviaduktes am Neustadter Tor stehe.

'3er Vorsitzende erwidert, die Sache liege an der Bahn. Titel 24, S t raßen rein igung. Ausgabe 75 400 ML (70 400).

Titel 25, Straßenbeleuchtung. Ausgabe 48 000 Mk (44 000).

Die Stadwv. Grünewald und Troß fragen, wie es mit der Einführung der elekrrischen Beleuchtung in der New­stadt stehe.

Der Vorsitzende erwidert, man könne nicht irgend eine Straße herausgreisen und elektrisch beleuchten. Gegenwärtig werde ein Projekt wegen Ausdehnung der elektrischen Beleuchtung be­arbeitet.

Titel 26, öffentliche Anlagen. Einnahmen 150 (150) Mk., Ausgaben 19 560 (22 290) Mk.

Titel 27, Brunnen. Ausgaben 3050 (3100) Mk.

Titel 28, Bäche. Einnahme 220 (220) Mk., Ausgabe 5790 (5920) Mk.

Stadtv. Plank tilgt den unhaltbaren Zustaitd des Stadt­baches an dec Schanzenstraße. Der dort nod) vorhandene Rest müsse unbedingt zugeschüttet werden, sonst werde beim Einwirt der warmen Jahreszeft der Geruch für die Anlieger unerträglich

Stadtbaumeister Braubach teilt mit, daß die Arbeit im Gang sei. Seither sei dies wegen des hohen Grundwasserstandesj nicht möglich gewesen.

Stadw. Dr. Wimmenauer macht daraus auimerksam, daß die Wieseck zeitweise mit einer in allen Farben schillernden Schicht bedeckt sei, die dem Fischbestcutd nicht zuträglich sei.

'Ter Vorsitzende meint, möglicherweise rühre dies daher, daß von Wieseck aus Schmutzwässer in einen städtischen Graben und durch diesen in die Wieseck geleitet würden.

Stadw. Schaffstädt hält die Verunreinigung u. U. von dem Abfluß des Fürstenbrünnchens herrührend.

Stadw. Petri führt die Erfcheinung auf Abwässer au#» der Wertilätte der oberhessischen Eisenbahn zurück, die durch den Klingelbach in die Wieseck gelangen.

Titel 29, Kanäle. Einnahme 237 056 (229 025,50) Mk, Ausgabe 238 056 (229 745,50- Mk.

Stadtv. Grünewald bringt Klagen der Bewohner des Wetzlarer Weges, der Frankfurter und der Friedrichstraße über den Gestank der Kläranlage vor.

Der Vorsitzende meint, man habe sich bei der Auswahl des Platzes fiir die Kläranlage auf das Gutachten des Prof. Dr. Gaffst) gestützt und sei sehr vorsichtig vorgegangen. Er glaube, daß der Gestank von der Biehwagenreinigungsanstalt der Bahn, herrühre.

Meine

Frühjahr* Neuheit

in

Kinder*»

und

Sportw»

/ -L«

Kutinf

Selters*

Titel 10, Eichanstalten: Einnahme 200 (250) Mk., Aus­gabe 245 (235) ML

Stadw. Haubach regt an, die Eichanstalt vorn Neuenweger Tor zu verlegen, um das freiwerdende Toryäuschen zu einer Be­dürfnisanstalt für Frauen einzurichten.

Der Vorsitzende meint, die Verlegung verursache Kosten. Da jtbenfaHS das gegenüberliegende Torhaus frei werde, könne man dieses für eine Wortanlage benutzen, ohne die Eichanstalt

Anfrage von ihm zugesagt worden sei, bie oberen Decken der Grüfte abzuschließen.

Stadtv. Krumm teilt mit, daß die Erhebung der Begräbnis­kosten ost so rasch nach der Beerdigung erfolge, daß sie direkt als taktlos empfunden werde.

Lderbürgermeister Mecum bemerkt dazu, bie Erhebung er­folge hier immer nachträglich, während sie in vielen Städten schon vor der Beerdigung stattfinde.

Stadtv. Heichelheim ist dafür, die Erhebung etwas hinaus- zufchieben.

Stadtv. I u g h a r d t bestätigt, daß die Stabt hierbei koulant vorgehl.

Stadtv. Habe nicht rügt die schlechte Heilbarkeit der Fried- hvfskavKle auf dem neuen Friedhof und ersucht um Abhilfe.

Titel 14, Vvl ks- und Fortbildungsschule: Ein­nahme 1677,02 (1537,02) Mk., Ausgabe 224 507,96 (232 958,27) Dlark.

Titel 15, höhere und erweiterte Mädchenschule: Einnahme 52 694,29 (50 691,29) ML, Ausgabe 100 244,67 (95 028,02) Mk.

Stadtv. Krumm bedauert, daß die Schülerinnen durch die borgenommenen ulpianänderuna 33 statt seither 30 Untertichts- stnnden haben. Man solle die Kinder nicht überbürden, da dadurch ihre körperliche Ausoilbung zu kurz käme. Der Haudarbeitsunter- rtcht sei in Has Belieben der Schülerinnen gestellt, wozu er doch eigentlid) äu wichtig sei.

Der Vorsitzende bemerkt dazu, der Unterrichtsplan werde vom Ministerium sestgestellt, die Stadt könne höchstens Vor­stellungen dazu machen. Er glaube auch nicht, daß durch den neuen Lehrplan die Mädchen überbürdet würden. Der fakultative Hand­arbeitsunterricht bestehe hier seit vielen Jahren uni> beruhe aus einem Wunsch der Eltern.

Stadtv. Jann möchte den Handarbeitsunterricht obligatorisch gemacht haben. Er glaube nicht, daß der neue Lehrplan eint Ueberbürdung der Schülerinnen bringe.

Stadw. Dr. B i e r m e r bezeichnet es als einen entschiedenen Rückschritt, daß an den Nachmittagen Unterricht erteilt werde. Der Ghmnasialunterrickft werde jetzt immer leichter unb der der höheren Töchterschule schwieriger, was nicht richtig sei.

Berg. Georgi betont, daß das Kuratorium keinen Einfluß auf die Festsetzung des Lehrplans habe. Es sei aber gut, daß die Sache einmal zur Sprache gebracht worden sei.

Titel 16, Realgymnasium und Oberrealschule: Einnahme 230 (230) Mk., Ausgabe 62 499 (66 067) Mk.

Stadw. Troß bemängelt, daß man zwei hiesigen Turn­vereinen SchMokale zu verschiedenen Bedingungen zur Verfügung gestellt habe. 3er eine, der Männerturnrereiu, bezahle die Rei­nigung lieben seiner Miete selbst, während bei der Freien Turner­schaft die Reinigung von der Staat bezahlt werbe, der Verein also mir seine Miete bezahle.

Stadtv. Jann fügt Lein hinzu, bei der Vergebung der Turn­halle an die Freie Turnerschaft habe man gesagt, daß sie zu deu- lelben Bedingungen erfolgen solle, das solle man jetzt auch durch­führen.

3er Vorsitzende glaubt, der verschiedene ModuS sei darauf zurückzuführen, daß der eine Verein eine Pauschale bezahle und and.re nach einzelnen Abenden. Wenn ein Verein sich be­nachteiligt glaube, solle er sich nur an die Stadt wenden.

Titel 17, Vorschule des Gymnasiums: 9000 (6800) Mark Einnahme, 12 090 (11920) Mk. Ausgabe.

Titel 18, Gewerbeschule und Ortsgcwerbever- ein: 6000 (6000) Mk. Llusgobo.

Titel 19, Aliceschuie: Einnahme 100 (100) Mk, Aus­gabe 1570 (1520) Mk.

Titel 20, Oessentliche Feierlichkeiten: Ausgabe 2500 (1500) Mk.

Titel 21, Denkmäler: Ausgabe 840 (1300) Mk.

Titel 22, Gemeinnützige Zwecke: Einnahme nicht» (80) Mk., Ausgabe 10 532,40 <18 924,4t)- Mk. Die erhebliche Minderausgabe ertiärt sich durch den Fortfall des Zuichusses an die L rnnibusgesellschaft.

Titel 23, Straßenunterhaltung: Einnahme 6350 (8450) Mk., Ausgabe 83515 (86 050- Mk.

Titel 24, Straßcnreinigung: Ausgabe 75 700 (70 400) Mark.,

Stadtv. Krumm führt dazu aus, daß er in letzter Zeit Urfache benommen Hove, an der Wahrheitsliebe mancher städtischen Beamten zu zweifeln, und annehmen müsse, daß dem Oberburger- meiiter amtlich falsche Berichte enteilet würden. ES fei z. B. nicht ritigch, daß ein Arbeiter des Gaswerkes an einem Biergelage teil» genommen habe. Tie Behandlung bet Arheuer sei vielfach reckst unfeeunbiid;. Tie Beanucn sollten ni^t ständig den Arveitern mit Entlassung, also mit Existenzvernichnmg, drohen. Oft wür­den wegen geringfügiger Tinge Strafen verhängt, die im schreien­den Gegensätze zur Rechtspstege ständen. Einem Pflasterer würden z. B. für ein kleines Vcnehen täglich 20 Pfg. abgezogen, was dem Manne jetzt schon über 100 Mk. ausmache. Auch d.e bei Ärbeiterentlas!ungen als Grund angegebene mangelnde Leistungs­fähigkeit sei nicht richtig. Wenn jeinano 5 Jahre bei der Stadt gearbeitet habe, sei es eine unberechtigte Härte, wenn man ihm bei der Kündigung das Zeugnis verweigere. Einem Arbeiter, der lungenrrauk sei, habe man den Sturwenlohn von 34 aus 30 Pfg. herabgesetzt und seine Bitte, iym leichtere Arbeit zuzu- weiseii, abgcsckstageu. Tie von der Stadwerorönetenversammluug bcschwjienen Höchstlöhite bekomme keiner der Arbeiter. Unter mehr als 100 Arbeitern müßten doch einige sein, bie ihrer Leistungs­fähigkeit nach btn Höchstilohn verdienten; wenn dies nicht der Falt fei, müsse man den städtischen Aenuern den Borwurf machen, dätz fte fahr lästig bei der Annahme der Arbeiter handelten. Die Behandlung der Arbeiter durch den Straßenmeister erinnere viel­fach an den ^Dasernenhos.

Stadtbaumeister Braubach erwidert, wer von den Arbeitern ihm anständig entgegenkomme, werde auch von ihm anftänbig behandelt. Die Behandlung der Arbeiter könne doch nicht so schlecht sein, wie sie der Vorredner dargestellt habe, sonst kamen nicht so viele früher bei der Stadt beschäftigten Leute und wollten wieder Arbeit haben. Stadtv. Krumm höre immer nur aus bie Aussagen der Arbeiter, während er die der Beamten als un­richtig hinstelle. Von den sechs vorhandenen städtischen Pslaste-

Sitzung Oer StaOtoerorOneten»

(Schluß.)

«kehen, 7. April. Der Voranschlag für 1910.

In dem nachstehenden Berich: bringen wir die unter

tn beite

:rn Koerom-SternwoRei

tern ! -

r* jCnfkeoausöternwolie eundbocKeu» , M

Viertes Blatt 160. Jahrgang _ Samstag 9. April 1010

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«. T aa a Y Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen

------- 0 V E BI Z B O Universität«-Buch- und Steindruckerei.

Dte ..Siebener Familienblätter" werden dem « BZ I I I zW 8 B H g 1Z 3 9L Lange, Gießen.

.Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das 9 W W I W B 1 WM W w K ß~

Kretsblott für den Kreis Sieben" zweimal IM T V w V

wöchentlich Die .^andwittschastlichen Seit* v « *« < *

tragen" erscheinen monatlich «roehnaL (ödlCt|Ür Obcrtjcpcn