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Samstag 10. September 1910
160. Jahrgang
Drittes Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Elbing, den 8. September.
gestellt sein.
Sie verreisen?" —
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ist der Kaufmann G. A. Nl aus Kassel, der
in einem hiesigen,
Gefängnis zu.
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Aethers.
Ganz kleine Scharmützel hat es schließlich hinten bei der Bagage gegeben, die diesmal kriegsmäßig marschiert und nicht wie einst den bequemen Schutz des neutralen Grüns am Helm genießt. Da alle Bebleitmann- schaften Gewehr und Patronen führten, so blreben nach anfänglicher Keckheit die Kavalleriepatrouillen dieser allzu leicht genommenen Beute schließlich fern und widmeten sich, mit erfreulicher Jntensivckät, lieber dem Aufklärungsdienst, für oen sie ja auch da sind.
__o_____Likörgläschen Dr. HommePs Haematogen
unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wohlbefinden stellt sich raschest ein Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. D%
Rotationsdruck und Verlag der BrühPschen UnwersitätS-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
ist dem Weber I. B. aus Schimborn in Bayern, der früher in Büdingen und zuletzt in Grünberg wohnhaft war, zur Last gelegt. Die Straftaten hat er eine lange Reihe von Jahren in beiden Ortschaften an seiner Tochter verübt, zum Teil ehe das Mädchen zwölf Jahre alt war. Die unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit geführte Verhandlung endigte mit Verurteilung des Angeklagten zu drei Jahren Zuchthaus unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. Ferner wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechtc auf 10 Jahre abgesprochen.
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Biicherüsch.
— Weigand, Deutsches Wörterbuch. 5. Ausl, in der neuesten für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz gültigen amtlichen Rechtschreibung. Nach des Verfassers Tode vollständig neu bearbeitet von Karl v. Bader und Hermann Hirt, a. o. Professoren an der Universität Leipzig, und Karl Kant, Privat- gelehrtem in Leipzig. Herausgegcben von Hermann H i r t. (Verlag von Alfred Töpelmann in Gießen. Vollständig in 12 Lsgn.) Es scheint so, als ob Herausgeber und Verleger dieses hier schon mehrfach lobend erwähnten Buchs ihr Versprechen halten wollten, das Ganze bis zum Ende dieses Jahres vorzuleqen; denn von den zwölf Lieferungen, worauf der Umfang des Werks von vornherein bemessen wurde, fehlt nur noch die letzte, die elfte ist soeben erschienen und führt den Wortschatz von schiel bis Tapioka vor. Da^ Buch wendet sich ebenso an den Sprachgelehrten, dem so umfassende .und teure Werke wie das noch immer imvollendete große Grimmsche Wörterbuch nicht immer gleich zur Hand sind, wie an den weiten Kreis jener Gebildeten, die ein Gefühl für den lebendigen Geist der Sprache haben und aus ihrer Geschichte ein tieferes Verständnis für deutsche Art zu schöpfen wissen. Es gibt zunächst bei jedem Wort die sachliche Bedeutung m ihren verschiedenen Schattierungen an, blickt dann zurück auf die mittel- oder auch althochdeutsche Form des behandelten Worts, hält Umschau iiach Verwandten in germanischen und aiideren Sprachen und führt endlich in den meisten Fällen den frühsten Beleg in der Literatur auf. Ein unterscheidender Vorzug des Werks vor allen übrigen deutschen Wörterbüchern besteht darin, daß bei Weigand auch die Fremdwörter ausgenommen sind. Gerade hier sind die Belege, wann solche Eindringlinge andreren, von besonderem Wert. Für eingehende Studien werden die Hinweise auf die gelehrte Fachliteratur gute Dienste leisten.
Die Lietzener FamiNendlatter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das '.Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
vermischtes.
»Die stärksten Tro penreg en. Angesiästs der Wassermengen, mit denen der diesjährige Sommer uns gesegnet hat, ist -es eine Art Trost, sich sagen zu können, daß es anderwärts noch viel nasser zngeht. Tropenregen sind wahrhaftig nicht zu verachten, aber ein Wassersegeir wie der im vergangenen November in Jamaika niedergegangene, scheint bisher an keinem Punkt der Erde verzeichnet worden zu sein. In dem gebirgigen östlichen Teile der Insel fielen bei Silveir Hill in 8 Tagen Wassermengen von 3,30 Meter Höhe mit entern Tagesmaximum von 75 Zentimetern am, 6. November. .In Farim Hill fielen;
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Sfr. 212
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redartion:^Ml12.Tel.-AdruAnzeigerGieben.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Eberheffen
* Bittere Pille. Herr: „Was, _
Alte Jungfer: „Jawohl, in meinem Hause wird alles renoviert und verschönert." — Herr: „Was? Und da gehen Sie weg?"
Uaisermanöver 1910.
(Van unserm Sonderberichterstatter.)
1. Tag.
Haben Sie so was von Promptheit schon erlebt?
Gestern anscheinend todkrank: erbärmlicher HustenAtemnot;
Halsschmerzen u. Schlingbeschwerden. Und heule? AlleS sort MM — weg, erledigt. Und wieso? Eine einzige Schachtel Jays achter
Sodener Mineral-Pastillen, b»e man für 85 Pf. m jeo. Apotheke od. Drogerie kaust, hat das ganze Wunderwerk fertig gebracht
den. Der Parseval „soll" südlich von Elbing manövriert haben. Nach der fischartigen .Form des Großschen M 3 jedoch ist vergeblich gespäht worden; selbst die lustbegeistert- sten Eingeborenen wußten nichts von diesem Hai des
-Scotts Emulsion
wirkt vermöge ihrer bewährten Zusammensetzung aus allerfemsten Materialien in hohem Maße blutbildend, appetitanregend und
kräftigend.
Diese Eigenschaften machen ihren Gebrauch unentbehrlich in allen Fällen von Entkräftung und ganz besonders auch in der Genesungszeit. Niemand ist zu jung oder zu alt, um Scotts Emulsion zu nehmen, denn dank ihrer
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 9. Sept.
Die Vernachlässigung seiner Familie
brachte dem Gelegenheitsarbeiter L. R. aus Wolfsgruben, der in Butzbach wohnhaft ist, am Schöffengericht 4 Wochen Haft, em, nach deren Verbüßung er der Landespolizeibehörde überwiesen werden sollte. Der Angeklagte bewohnt seit Jahren ein dem Armenfonds gehöriges Haus, das ihm gegen eine Jahresmiete von 50 Mart überlassen worden ist. Trotz aller Versuche war der Angeklagte nicht dazu zul bewegen- Miete, zu entrichten. Zwei seiner Kinder mußten in Zwangserziehung gegeben werden, wofür der Armenfonds ebenfalls die Kosten trägt. Er ist der Trunksucht und dem Müßiggang anheimgefallen, macht öfters Skandal in der Trunkenheit, wie dies auch an dem Abend seiner letzten Aburteilung geschehen ist. Seine Strafliste weist außer Strafen wegen Diebstahls hauptsächlich solche wegen Gewalttätigkeiten, Bettelns und Vernachlässigung seiner Familie auf. Er selbst behauptet, seine Frau, die dem Trünke ergeben sei, mache in der Trunkenheit den meisten Spektakel, besonders dann, wenn er sie zur Ruhe ermahne. Er focht das Urteil an, indem er bestritt, die Familie vernachlässigt zu haben; er habe vielmehr seine Kinder erzogen, bis sie zur Arbeit tauglich gewesen seien, dann habe man sie ihm weggenommcn. Den Ärmenfonds habe er durch Reparaturen, die er im Hause vorgenommen habe, genügend entschädigt. Nafch den Feststellungen des Berufungsgerichts ist der Angeklagte schuld daran, daß seine Familie die öffentliche Armenunterstützung in Anspruch nehmen mußte. Somit sind die Voraussetzungen zur Bestrafung und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde gegeben, weshalb seine Berufung verworfen wurde.
Wegen Körperverletzung seiner Frau
wurde der Schuhmachermeister I. W. Sch. aus Kestrich vom Schöffengericht zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Die Frau hatte gegen ihn Strafantrag gestellt, well er ihr einen Topf mit Milch an den Kopf geworfen hat, daß sie eine bis aus den Knochen reichende Wunde am Kopfe davonttug und besinnungslos auf der Erde liegend gefunden worden war. Nach dem Urteil des Schöffengerichts ist der Angeklagte ein Trunkenbold schlimmster Sorte und ist sein rohes Verhalten seiner Familie gegenüber gerichtsbekannt. Mit seiner Berufung wollte er Freisprechung bezwecken, indem er angab, die Angaben seiner Frau seien unwahr, auch sei er selbst manchmal nicht ganz normal, denn er wisse sehr wenig von dem angeblichen Vorfall. Seine Frau und Tochter verweigerten, entgegen ihrem früheren Verhalten, das Zeugnis, woraus hervorging, daß sie keine Bestrafung wünschen. Ihre früheren Aussagen in Verbindung mit denjenigen des Zeugen, der die Frau am Boden liegend gefunden hat, ließen aber keinen Zweifel an der Schuld des Angeklagten: doch sah das Gericht im Interesse der Familie von einer Freiheitsstrafe ab und erkannte auf 40 Mark Geldstrafe.
vollkommen leichten Verdaulichkeit wird sie von Kindern und Erwachsenen gleich gut verttagen.
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Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit rtnserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott <fc Bowne, ®. m. b. H., Frankfurt a. M.
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TÄen trommelten. .
"Wreußisch-Holland, wo dt'e Manöversberlertung “nJr Generaloberst Frerherrn v. d. Goltz liegt, der für $tt>ar unbedenklich, aber sehr schmerzhaften nreren-er- ^nkten General v. Moltke die Stabsgeschäfte führt, toirb Tenn auch als Angelpunkt, der heurigen großen Feldübung ,or dem obersten Kriegsherrn gedacht, von der Manöver- riegsfurie zunächst verschont bleiben. Die vom I. und KVII. Armeekorps vorgestellten nördlichen Flügel einer oten, über die Weichsel zurückgegangenen, jetzt wieder vor- roßenden und einer blauen Armee waren am frühen Morgen nit ihren Hauptkräften noch so weit von einander ent- lernt, daß nur eine von Blau über Elbing hin angesetzte ß tnks ausholende Umklammerung der rechten Flanke der l roten) Ostpreußen überhaupt Aussicht auf einen Znsammen- tog bringen konnte. Die eigentliche große Schlacht soll ? norgen und übermorgen ein paar Dutzend Kilometer süd- - Ocher geschlagen werden und in dem Angriff von Blau . ius eine etwa am O be r lä n d e r- Kan al ab s ch n i t t, !l südlich des Drausensees, einzunehmende starke Feldbefesti- h gung des I. Korps resultieren, um die Tag und Nacht ge- rungen werden dürste. Bis dahin wird es, wenn auch - die Anmärsche nicht die Kilometersresferei bedeuten, die h es von den Hamtoveranen 1907 und den Badensern vor V zwölf Monaten zu sehen und in ihren Riesenleistungen zu ü bestaunen gab, einen harten Marsch für große Teile M der beiden Gegner geben. Sind doch die Wege dank des v unaufhörlichen Regens in einem trotz aller Straßenbau- [ fünft bejammernswert enZu stände. Hätte drese ^fruchtbare Nogatniederung nicht bloß vorzügliche Kunststraßen, es sähe mit dem Borwärtslommen von Mann, Pferd und Wagen überhaupt recht mißlich aus. Nur auf der festen Seite der Chausseen ist ein stetiges Marschreren möglich. Die Kolonne, die vom Hochwege abweicht oder gar Zuftreckewege versucht, ist bald genug belehrt, daß solches Unterfangen nur Zeitverlust bringt.
Gut bekommen bei Nierensteinen.
Zeugnis. Seit Jahren leide ick an Nierenstein mit allen seinen Beschwerden, ich habe die verschiedensten Wässer getrunken wie Witdunger, Fachinger, Bonifazius-Brunnen 2c., aber kein Wasser ist mir so gut bekommen wie die St. Georgs- Quelle Biskirchen. Bei allen anderen Wässern kommt nach längerem Gebrauch ein Widerwille, den lck bei der St. Georgsauelle nicht empfunden habe. Eine Flasche täglich morgens nüchtern getrunken har mir den guten Ersols gegeben. B . . . Dr. med. A.
Preis für 25 Flaschen Mk. 9.—
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Nur echt mit dieser Marke— dem Fischer — demKennzeichen des Seo tischen Verfahrens.
Geschäft tätig war. Sem Prinzipal hatte einen Kunden gemahnt, der bereits bezahlt hatte, wodurch es an den Tag kam, daß der Angeklagte Geldbeträge vereinnahmt hat, die er für sich verwendet hat. Er wurde entlassen, und es stellte sich heraus, daß er sich etwa 300 Mark angeeignet hat. Sein Vater ersetzte 230 Mark, der Angeklagte selbst sandte 40 Mark und verpflichtete sich, die sicl) noch herausstellenden Bettäge ratenweise abzuzahlen. Wie er zu den Veruntreuungen gekommen ist, kann er nicht angeben, doch glaubt der Prinzipal, er sei in schlechte Gesellschaft geraten, die ihn viel Geld gekostet habe, so daß er trotz seines genügenden Auskommens auf die schiefe Bahn geraten sei. Der Angeklagte ist wegen Betrugs und ähnlicher Fälle wie die vorliegenden berells bestraft und er hat die letzten Straftaten kurz nach Verbüßung der letzten Strafe verübt. Das Gericht diktierte ihm 6 Monate
Die 1. und 2. Division wird sich inzwischen, einenteils mit ihren bis in die C h r i st b u r g e r G e g e n d öor^e» worsenen Bortruppen nach dem Oberländer Kanal riick- wärts konzentriert, andernteils das von Osten, aus der Wormditter Richtung heranmarschierende Gros nahe der Stellung versammelt haben, in der sich das I. Armeekorps schlagen soll. Den Befehl hierzu d. h. zum Halten und Fechten m einer befestigten Feldstellung, hat heute in der Frühe das — supponierte — rote Armee- Oberkommando erteilt, dessen rechten Flügel die Ostpreußen darstellen. An der Westlichen Sorge, einem in den Draußensee nördlich abfließenden Wässerchen kam es zwischen Teilen des 147. Infanterie-Regiments und überlegenen blauen Kräften gegen 2 Uhr nachmittags KU einem kurzen Zusammenstoß. In der Hauptsache scheint aber das heutige Gefecht aus die Elbinger Reiteraktion beschränkt geblieben zu sein.
Die beiden Lenkbaren sind trotz der später ausklärenden Witterung nicht allgemein wenigstens, gespürt wor-
Bis in den späten Morgen stand vor dem Hotel Stadt Berlin, dem „Bristol" von Elbing, eine Zehnerreihe neuester, stattlicher Automobile, deren Kaiseradlerschmuck auf der Karosserie sie als Armee-Eigentum kennzeichnete. Es sind dies die für die Generalkommandos bestimmten Wagen, die im letzten Winter vom Reichstage bewilligt wurden und jetzt zunächst den fremden m i l i t ä ri s ch en Gästen als Ersatz für den in früheren Jahren laufenden Manöver- Eisenbahnzug dienen. Von dem aus dem Burenkriege p-ls deutschem Militärattachee aus englischer Seite bekannten Oberstlautnant v. Lüttwitz und zwei jüngeren Herren geführt, setzt sich, für militärische Frühaufsteherverhältnrsse recht spät, die Motorlavaltäbe um 10 Uhr in Bewegung und töfst gen Westen, von wo inzwischen die rote Reiterei das Kommen der blauen Kavallerie gemeldet hatte.
Ohne auf besonderen Widerstand der aus Elbing in die Nogat-Triften vorgeschobenen schwachen roten Posten zu stoßen, waren die Leibhusaren und die 8. und 12. Ulanen bis dicht an die verschiedenen Brücken gekommen, die den, die Stadt in eine größere östliche uno kleinere westlichk Hälfte trennenden Fluß überschretten. In einem ganz pittoresken Straßenkampf arbeiteten fick) unter Unterstützung von Artillerie und Maschinengewehren die abgesessenen ein stschwarzeir, heute grauen Danziger Husaren und Teile der 4. Jäger bis an das F l u ß h i n d e r n i s heran, mußten aber, auf schiedsrichterliche Anordnung, an den — in der Annahme — zerstörten Uebergängen Halt machen und waren auch bis nachmittags 3 Uhr nur erst mit vereinzelten Patrouillen über das Wasser gekommen. Die rote detachierte Brigade, der die Deckung von Exzellenz von Klucks rechtem Flügel bei Elbing oblag, konnte sich somit, dank wohl auch geschickt ausgeführter Erdmaskierungen, die an den Höhen östlich von der dLogatstadt Geschützschanzen in starker Besetzung vortäuschert, ziemlich lauge in ihrer nördlichen Flankenstellung halten und sollte erst gegen Abend durch die inzwischen arkgeordnete Freigabe der Brücken an die übermächttgen Blauen gezwungen werden, nach Süden und die rote Zentralstellung bei Preußisch- Holland abzubauen.
in demselben Monat fast 3 Meter in 6 Tagen. Eine solche Sintflut ruft die Erinnerung an den berühmten Regen von Cherrapunji in Indien wach, der ein Tagesmaximum von 1 Meter, und in 5 Tagen 2,80 Meter Regenhöhe ergab. Natürlich waren die Folgen hier sowohl wie in Jamaika höchst verderbliche.
* Die neuen Kaisergräber Chinas. Wieder einmal hat der chinesische Finarrzminister auf höheren Befehl 100 000 Taels zur Förderung des großen Grabmoimmentes des laiter- lichen Dulders Kuang-Hsü im Hsi-ling bereitstellen müssen und ie dem Prinzen Tsai-Hsün als dem Vorsitzenden der Baukvm- mission überwiesen. Das Grab soll den Namen Tsung-ling, das heißt „Erhabene Grabstätte", führen. Zu dem Vorstand der Kommission, die seinen Bau überwacht, gehören, wie der „Ostasiat. Lloyd" mitteilt, außer dem genannten Stiefbruder deS Kaisers, dem Prinzen Tsai-Hsün, der Finanzminister Herzog Tsai-Tse und der kranke Großsekretär Lu-Chuan-lin. Die Kosten stellen sich auf 7 Millionen 600 000 Taels. Das Grab der Kaiserinregentin Tse-Hsi soll sogar über acht Millionen Taels kosten. Letzteres soll Ting-Tung-ling, das ist „Festes östliches Grabgewölbe" heißen, aber erst in etwa 18 Jahren fertig--
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täglich ein Likörgläschen
Auf dem Heimweg aus dem Wirtshaus
geriet der Taglöhner H. R. IÜ. zu W ö lf er s h e im knü einem! Kameraden in Streit. Im Verlaufe der Rauferei erhielt R. einen Schlag mit einem Schlagring auf den Kopf und der Gegner lüchtete in das Dorf. Der Angeklagte verfolgte ihn und brachte ihm mit seinem Taschenmesser zwei vier bis fünf Zentimeter lange und sechs bis sieben Zentimeter tiefe Stichwunden unter den Schulterblättern bei. An der Stirne, der Nase, der linken Brustseite und den Armen trug der Verletzte ebenfalls Wunden davon, die ihn längere Zeit bettlägerig machten. Besonders waren die Wunden unter den Schulterblättern gefährlich und verursachten großen Blutverlust. Der Angeklagte berief sich auf Notwehr, da er angegriffen worden sei. Letzteres war zwar richtig, dagegen lag Notwehr nicht vor, da der Gegner nach dem Schlag mit dem Schlagring die Flucht erariffen hat. Angesichts des Umstandes, daß in letzter Zeit die Messerstechereien in der dortigen Gegend in unheimlicher Weise überhand nehmen und der Angeklagte im vorliegenden Fall in überaus brutaler Weise vorgegangen ist, erkannte das Gericht auf 9 Monate Gefängnis und erließ wegen Fluchtverdachts des Angeklagten Haftbefehl, ) ' " 'T
Festnahme zur Folge hatte.
Ein unehrlicher Kassier
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p. Mit der Sonne, die der Himmel über Gerechte rntb ? l-iaerechte scheinen zu lassen uns zugesagt hat, muß es der Z'^rmanöverfoldat traditionell verschüttet haben. Die a -L&me nasse Note, die wir vom Vorjahre aus dem - ^auberarund und von Kocher und Faxt her, von vor zwer It wahren aus der St. Avolder Gegend, früher aus Schlesien * inb dem Taunus — üblen 1905er Gedenkens — kennen, in die int auch im alten Ordenslande abwechselnd piano, mo- • proto und gelegentlich sogar recht forte variiert werden Wer heute morgen in Elbing die Llugen auftat, Aber des Regens früher Unbarmherzigkeiken schier im P sein, ob «das schlaftrunken tion der Straße ver- un\fcne klappernde Geräusch den Hufen der feldgrauen ^jrgel-Mrassierpatrouillen oder den klatschenden Tropfen Lammte, die ihre monotone Melodie gegen die Fenster-


