Ausgabe 
9.4.1910 Zweites Blatt
 
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Die trauernden Hinterbliebenen;

Giessen (Bahnhofstr.23), den 9. April 1910,

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Die Beerdigung findet statt: Montag den 11. April ds. Js., nachmittags 2 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus. Kondolenzbesuche dankend verbeten.

Heute vormittag 5 Uhr entschlief sanft nach langem schwerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Grossvater

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Auszug o. ö. Standesamtrregistem ter Statt Sichen.

Aufgebote.

April 4. Ernst Klotz, Handlungsgehilfe in Gießen, mit Frieda Henriette Karoline Rompf in Niederscheld. Friedrich Dörr, Schreinermetsler in Atzbach, mit Aiaria Wagner in Gießen. Dr. Andreas Machens, Tierarzt m Schöningen, mit Marie Bieker in Gießen. 5 Georg Schnchard, Kan'inann in Gießen, mit Anna Lntse 'Uiarm Vlzee in Rotterdam. 6. Theodor Dörr, Bergmann, mit Elisabeth« Theiß, beide m Weitershain. 7. Gustav Holzigel, Schutzmann, mit 'Ularte Ruhl, beide in Gießen. Wilhelm Sparr, Eijeitdreber, mit Maria Wehn, beide in Gießen. Emil Sparr, Mechaniker in Gießen, mit Margarete Stahn in Dessau. Ferdinand Noll, Architekt, mit Hedivig Grütteberg, beide in Gießen.

Eheschließungen.

April 2. Heinrich Schmalbach, Gntsinspektor, mit Emilie Lippold, beide in Gießen. Wilhelm Schlierbach, Kaufmann in Offenbach u. M., mit Martha Germann in Gießeii. 6. Martin Strauß, Kaufmann, mit Toni Rothschild, beide in Gießen.

Geborene.

März 24. Dem Architekt Karl Philipp Müller eine Tochter, Luise Eharlolte. 29. Deut Jnstallcffionsmetster Karl Kolb ein Sohn. Dem Schausteller Hermann Walldorf ein Sohn, Wilhelm. 30. Dem Eisenbahnschaffner Johannes Becker eine Tochter, Sophie. 31. Dem Schremer Ludwig Damm eine Tochter, Marie Elise Ehrisliane. Dem Apotheker Erwin Faustmann ein Sohn, Theodor Michael. April 2. Dem Wirt Hermann Moos eine Tochter, Marie Katharine. Deut Schnnsteller Karl Emil Holland eine Tochter. 3. Dem Bibliothekar Dr. Georg Koch eine Tochter. Dem Schriftsetzer Peter Schäfer ein Sohn, Georg Heinrich Richard. 7. Dem Taglöhner Heiitrich Biehl eine Tochter, Anna.

Gestorbene.

April 1. Heinrich Jockel, 1 Jahr alt, Süd-Anlage 19. Tr. Julius Caesar, Apothekenbesitzer, 58 Jahre alt, Frankfurter Straße 4. Anna Karoline Oppermann, 9 Mte. alt, Am Riegel- iffad 21. 2. Elisabeth Roth, geb. Lanqsdorff, 61 Jahre alt, ^udwigsplatz 1. 4. Marie Groß, geb. Henkelniann, 32 Jahre alt, Ebelstr. 36. 5. Lina Wenzel, 1 Jahr alt, Neuenweg 42. Wilhelm Zehner, 1 Jahr alt, Ten'elslustgärtchen 6.

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Märkte.

Gießen, 9. April. Marktberlcht. Aus heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.101.20 Alk., Hühnereier 1 St. 7 Pfg., Enteneier 1 Stück 8 Pfg., Käse pr. St. 68 Pf., Erbsen p. Pfd. 0000 Pfg., Linsen p. Psd. 0000 Pfg., Stauben pr. Pr. 0,801,00 Mk., Hühner pr. St. 1,001,60 'Mk., Hähne pr. Stück 0,801,80Alk., Gäilse pr. Pid. 6070 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 7684 Pfg., Ktthfleisch pr. Psd. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 7074 Pfg., Schweinefleisch vr. Pfiind 8096 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 8084 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 6084 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.506.00 'Ulk., Zwiebeln per Ztr. 9,0010,00 'Ulk., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per 2tück 101 Pfg., per Zentuer Alk. 0.000.00., Aepfel per Ztr. 1018 Alk., Birnen per Ztr. 1015 Alk. Nüsse 100 Stück 4050 Pfg., per Ztr. 000 Alk Marktzeit voll 82 Uhr.

< . Tausende Anerkennungen

beweisen, daß meine itfli- Zucht n. Legehühner die eäX* beit. sind. Kat. griff. Becker» Gcflügclhos, Weidenau-Sieg.

Tagen vom 18.22. Mai (Pftngftwoche). Ein Sonderung sführt die Teilnehmer zunächst von Frankfurt nach Hamburg, woselbst Hafenrundfahrt und Besichtigung eines Ozean­dampfers, ferner Besichtigung der Kaiserlichen Werst und des Torpedobootshafens, dann Fahrt durch den Kriegs- hafen in den Kaiser-Wilhelm-Kanal, Besichtigung der Levens­auer Hochbrücke, Besuch des Ostseebades Mollcnort, Be­sichtigung eines Kriegsschiffes, Fahrt nach Kiel, Stadtbestch- tigung usw. stattsinden werden. .

' -J- Sandlofs, 8. April. Im Mat steht unsere Ge­meinde vor der r gcrm c iste rwa h l. Das jetzige Orts­oberhaupt Bürgermeister Faust versieht das Bürgermeister­amt bereits 18 Jahre und mit aller Bestimmtheit ist zu er­warten, daß er zum dritten Mal gewählt wird.

-f- Lauterbach, 8. April. Von den 5 großen Ge. meinden des Kreises erheben Umlagen Lauterbach 80 000 Mk., Schlitz 52 000 Mk., Herbstein 14 000 Mk., Angersbach 17 000 Mk. und Maar 16 000 Mk. Den höchsten Aus- schlag hat die Gemeinde Steinfurt mit 224, den niedrigsten Freiensteinau mit 26 Proz.

bz. Storndorf, 8. April. Ein hier in Stellung be­findliches, aus Meiches stammendes Dienstmädchen ver­unglückte beim Ausladen von Säcken dadurch, daß es unter einen schweren Sack geriet, der vom Wagen herunterfiel. Es erlitt einen Beinbruch. Der Zimmermann Georg hieb sich mit der Zimmereraxt in das Bein. Einem Knecht fiel ein Erl en stamm auf den Fuß. Er trug Verletzungen davon. Eine Frau Doll glitt beim Heruntersleigen auf der Speichertreppe aus und fiel dabei so unglücklich, daß ärzt­liche Hilfe m Anspruch genommen werden mußte.

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Lechnrscl-e Nachrichten.

Das Legen von Eisenbahn-Geleisen durch Maschinen. Tie Zeitschrift des Vereins Deutscher In­genieure bringt in ihrer Nummer 7/54 die Schilderung einer tn den Vereinigten Staaten, in Kanada und Mextko ge­bräuchlichen Maschine zum Legen von Eisenbahn-Geleisen. Die Maschinei st im wesentlichen ein riesiger ftran von etwa 35 Meter Länge, an den etwa 30 Eisenbahnwagen angehängt sind. Auf diesen befinden sich die Eisenbahn-Schwerlen, die Schienen und das sonstige zur Herstellung eines Geleises erforderliche Material. Während sich die Maschine auf dem schon verlegten Teil des Geleises mit einer Geschivindigkeit von 49 Meter in der Minute vorwärts bewegt, werden die Schwellen mit .Hilfe eines über 20 Meter langen Aus­legers in ununterbrochener Folge in dem erforderlichen Abstande auf den Bahndamm gelegt, desgleichen auch die Schieben. Je nach der Bodenbeschaffenheit und der Geübt­heit der Leute werden innerhalb 10 Stunden etwa 37 Kilo­meter Geleise gelegt. 3 Vorarbeiter und 36 Mann führen Habet die erforderlichen Handarbeiten aus.

Musterschutz. Es ist vielfach nicht bekannt, daß wir in Deutschland nicht nur ein Gebrauchsmuster-, sondern auch ein Geschmacksmuster-Gesetz habeu und daß sich in manchen Fällen eine Anmeldung auf Grund dieses Gesetzes empfiehlt. Während der Gebrauchsmuster­schutz für Arbeitsgeräte oder Gebrauchsgegenstände in Frage kommt, die eine Neuerung aufweisen, die den Arbeits oder Gebrauchszweck fördern soll, hat der Geschmacksmusterschutz neue und eigentümliche Formen zum Gegenstand, die haupt­sächlich ästhetische Zwecke verfolgen, die jedoch keine Erzeug­nisse des Kunstgewerbes betreffen. Das Geschmacksmuster hat den Vorzug der Einfachheit und Billigkeit. Es genügt die Hinterlegung bei einem Amtsgericht; für Ausländer ist das Leipziger Gericht zuständig.

Wie aus einer Veröffentlichung des Reichsanzeigers ersick)tlich ist, sind im Jahre 1909 bei 474 Gerichten von 3507 Anmeldern 221991 Muster angemeldet worden und zwar betrifft die Zahl der Anmelder bei den meisten Ge­richten 10 und weniger.

Wir setzen unsere Mit glicdcr hiermit von dem Ab leben unseres Kameraden

Carl Steinberg-er geziemend in Kenntnis.

Die Beerdigung ffndet am Montag, dem 11. April, nachmittag 2 Uhr aus dem alten Friedhof statt.

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