160. Jahrgang
Drittes Blatt
S!r. 81
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Neuerungen im poft- und Telegraphenverkhr.
fterium beherrsche, nur um zu zeigen, wie unabhängig sie sei, die geforderte Kvnzession bewillige. Sicher sei aber
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Rerchspostamt erlassenen Verfügung flüe Postsendungen, die durch Eil-,
das einjehen, ehe es zu spät sei.
werden von jetzt an
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Die „Siebener ^amtHenblStter“ werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das , Kreisblatt fit den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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wirtschaftliche Gegensätze in Persien.
£ London, 5. April.
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Verlobte: Fräulein Anna Roch in Friedberg mit Herrn Anton Purvus m Tarmnadl - Fräulein Marie Renier nut Herrn Heinrich Bauer in Nieder-Wollstadt. — Fräulein Anna Osthemi tu Gettenau mu Herrn Adam Schult in Dorheim. — Fräulein Marie Gerhardt in Neuenschmidten mit Herrn Fritz Dreßler m ^mohetm. - Fräulein Karotme Hill in Älsield mit Herr,» Karl Hill in ^'CWe storbene: Fran Katharine Christine Heß, geb. Beppler, in Bad-Nauheim. - Herr H. Fakob Slrasheiin I. in Gnedel. — Herr Heinrich Schäler I. in Alsield. — Fran Katharine iLchufiter, aeb. Gröninger, in Büdingen. — Fra», Clise Bähr, geb. Gerharm, m Calbach. - Frau Katharine Maser, geb Hirlh, in Auleudiedach. - Frau Looie Beckel in Büches. — Herr Karl Eckstein m Leng- teld. Fran Margarethe Likberger, geb. Stein, in Melchiorcigrund bei Hovkaarten. — Herr AUred Held in BcnSheim. — Fran Doro- tbeci" Göv'ert, geb. Um, tu Wetzlar. - Frau Cliiabethe Weber, geb. Schmidt, in Burgsolms. — Herr Konrad Gaul in Nauborn. — Herr Alwin Melzer in Marburg. — Herr Llarl Lepper in Barmen.
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Freitag 8. April 1910
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersuätS - Buch- und Steindruckerei.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul, strahe 7. Expedition und Verlag: e^51.
Redaltion:s^KH2. Tel..AdruAnzeigerÄteben.
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General-Anzeiger für Gberhelftn
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itou-lgoitche toememoe.
Miserieordia-Domini, den 10. 9t p r 11: Eolterdienst.
In öcr Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Ptarrassislent Hanstein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche kür die Markusgememde.
Vlarrassiilknl H a n st e i n.
Montag den 11. April, abends 8 Ubr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jligend der Matthäusgenieinde.
Alle neu konfirmierten Knaben werben auk Sonntag den 10. April, abends 8 Uhr, in den Wartburg-Verein, Krrch- strafie 9, freundlichst emgeladen.
In der Zohanneskirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Aus, eld.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche kür die Johannesgemeinde.
Pkarrer A u s k e l d.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Fohannessaal. ,ri
Das Heftchen mit unseren Goltesdienstordnungen ist aiu der Geschäitsnube ftirchftrnüe 1, bei den Kirchendienern und bei den Verkäuiern von Gesangbüchern für 5 Pig. zu haben. Die Ge- memdeglieder werden gebeten, fich solche anfchaffen zu ivollen.
Katl)olifd)e Öemeulve.
Gotterdienst.
Samstag den 9. April:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. , _ rt
Sonntag den 10. April, 9. Sonntag nach Ostern:
Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. Vormittags um 7 Uhr: Die erste heil. Ntesse.
„ um 8 Uhr: Austeilmiq der bl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ um 11 Uhr: Heil. 'Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
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Während die Engländer und die Russen in Persien alles tun, unr sich dort unbeliebt zu machen, während namentlich Rußland durch sei ne stund igett Truppenmärsche die Negierung in Teheran reizt, zieht man in den Wettbewerb neuerdings auch Derttschland zu. Gewisse englische Kreise gehen über Detrtschlands angebliche Einflüsse schon vor Aerger über, nne uns folgende Meldung aus London berichtet:
Die „Times" kann sich üder die angeblichen Pläne Deuts chlandsinPersien noch immer nicht beruhigen. T>er Petersburger Vertreter des Blattes telegraphiert heute, daß die gestern von Teheran gemeldeten Gerüchte von dem angeblichen Entschluß der persischen Regierung und bce Volksvertretung, die britisch-russischen Anleihebedingungen anzunehmert, dort keinen rechten Glauben fänden, weil sie zu gut schienen, um wahr zu sein. Ter Korrespondent führt dann weiter aus, Rußland könne auf keinen Fall zugeben, daß andere Mächte suchten, in Persien Eisenbahnkonzesftonen zu erhalten. Das würde eine zu große Gefahr bedeuten für die russischen sowohl wie für die britischen Interessen. Es sei .nicht ausgeschlossen, daß unverantwortliche Konklave, welche gegenwärtig das persische Parlament und das Mini-
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boten bestellt werden sollen, bei Paketen auch die Post- patetadressen, mit dunkelroten Zetteln mit dem Aufdruck: „Durch Eilboten. Expres" gekennzeichnet. Die Zettel stnd bei Briessendungen, Postanweisungen und Paketen aus einer freien Stelle der Aufschrift, in möglichster Nähe der Angabe des Bestimmungsortes, bei Pp|tpaketadressen dagegen tunlichst am oberen Rande zu befestigen.
Ten einzelnen Verwaltunaen des Wel.-Telegraphenvererns ist es fetzt freigesteNt, die Aufgabezeit m Tele-- grammen durch die Ziffern 0 bis 24 ausdrücken zu lassen; in diesem Falle werden die Angaben m (vormittags) und s (nachmittags) weggelassen. Durch die Ziffern 0 bis 12 werden die Vormittagsstunden, durch 13 bis 24 die Nach- inittagsstunden gekennzeichnet. Eine Aenderung der amtlichen Zeitangabe in den vom Auslande eingehenden Telegrammen in die heimische Zählweise findet nicht statt.
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sei, die geforderte Kvnzession vewittige. öiajer sei aoec auf der anderen Seite, daß eine Bahn von Teheran nach Khanitin für Jahre nicht gebaut werden könne, es würde aber schließlich eine direkte Verbindung der persischen Hauptstadt mit Bagdad bedeuten, die ganz unter deutscher Kontrolle stehen würde. Rußland aber würde darunter in strategischer sowohl wie in kommerzieller Beziehung außerordentlich leiden. Rußland könne also unter keinen Umständen zugeben, daß Eisenbahnen von großer strategischer Bedeutung in Nord-Persien in die Hände einer Macht gelangten, die einmal in einen Kvieg mit Rußland verwickelt werden könne. Die persische Regierung müsse
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Einige schon früher besprochene Neuerungen im Post- verkehr treten jetzt in Wirksamkeit, und es sei daher die ölientliche Aufmerksamkeit noch einmal auf sie gelenkt. Um bic ohne persönliche Adresse zur Versendung kommenden Zriefschaften, die sogenannten Chisfrebriefe, vor der Abholung durch Unbesuate zu schützen, stellen vom 1. April cb die Postanstalten, die sich mit der Ausaabe von Briefen befassen, auf Wunsch Postlag er karten zum Preise von 26 Psg für den Monat aus. Diese allein berechtigen zur Abholung der Briessendungen, die in der Aufschrift die Angabe „Post- lafterkarte", die Nummer der letzteren sowie den Namen her Postanstalt tragen, von der die Postlagerkarte ausgestellt ist. Eine beispielsweise vom Postamt Berlin W 9 ausgestellte Lagerlarte kann nur zur Abholung von Briefen iiip. bei dieser Postanstalt Verwendung finden. Eine Ver- p lichtung zur Lösung der Postlagerkarten besteht nicht; es können also auch Chiffrebriefe in bisheriger Weise ohne jeden Ausweis bei den Postanstalten abgesordert werdet!
Ferner ist von jetzt ab int inneren deutschen Verkehr für die Versendung von Karten und Paketen mit Nachnahme die Benutzung von Nachnahmekarten und lZciketadressen mit anhängender, vom Absender vorzuschrei- deiider Postanweisung zugelassen. Formulare hierzu werden zum Preise von 5 Pfg. für 10 Stück bei den Post- anstolten vom 1. Juli ab zum Verkauf bereit aehalten. & ist indessen gestattet, schon jetzt und auch später durch die örittotinbuftrie hergestellte Formulare zu benutzen. Die Lcrwendung ist vorläufig in das Belieben des Publikums gestellt; vom 1. Januar 1911 ab werden zur Versendung von Paketen und Karten mit Nachnahme aber nur noch die neuen Formulare mit anhängender, vom Absender vor- gefchriebener Postanweisung Lu gelassen werden.
Eine weitere Neuerung, die zum 1. Juli in Wirksamkeit tritt, betrifft die M i twir ku n g des Publikums beim Jorschrciben der Posteinlieferungsscheine. Zu diesem Zweck werden postseitig Formulare in Schwarzdruck hergestellt und in Blocks zu 100 Stück geeigneten Firmen ufro. kostenfrei geliefert. Die Scheine sind vom Publikum so weit auszufüllen, daß der Annahmebeamte nur den Post- verinerk auszufertigen und mit einem Abdruck des Tagesstempels zu versehen, sowie bei Wertsendungen das Gelöscht einzurücken hat. Neu zur Einführung kommen vom 1. Juli ab jobann noch Postanweisungen mit anhängendem, ebenfalls vom Publikum vorzuschreibendem Posteinliese- rungsschein. Die neuen Formulare sind für die Einzel- auslkeferung von Postanweisungen bestimmt, während die bisherigen Formulare zu Postanweisungen künftig nur in den Fällen verwendet werden sollen, wo Einlieferungsbücher oder Verzeichnisse zur Benutzung kommen. Bis auf weiteres Mimen jedoch auch die alten Formulare für einzeln auf- zuliefernde Postanweisungen benutzt werden.
Nach einer vom Reichspostamt erlassenen Verfügung
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