Ausgabe 
5.3.1910 Zweites Blatt
 
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Samstag 6. März 1910

160. Jahrgang

Zweites Blatt

Nr. 54

Giehener Anzeiger

Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

General-Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: ^88112. TeL-AdroAnzeigerGießen.

TieSiehener Zamillendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblßtt für den Ureis Gietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

£o!Uifdic Tagesswau.

Die preußische Wahlrechtsvorlage nach den Ausschußbeschlüsien.

Wir bringen zur Orientierung kurz eine Zusammen­stellung der Beschlüsse deS Wahlrechtsausschusses des preußi­schen Abgeordnetenhauses: § 1 «aktives Wahlrecht), § 2 (Gründe für den Ausschluß vom Wahlrecht), 8 3 (passives Wahlrecht) blieben im allgemeinen unverändert. § 4 der Vorlage (direkte Wahl « ist abgelehnt, dafür eingesetzt:Drc Abgeordneten werden von Wahlmännern in Wahlbezirken, die Wahlmänner von den Wählern in Stimmbezirken ge­wählt. Die Wahl der Wahlmänner erfolat mittels ver­deckter Stimmzettel." (Also indirekte Wahl, die Urwähler wählen geheim.) § 5 und 8 S der Vorlage srnd aogelchnt, 8 5 der Ausschußfassung bestimmt, daß auf jede Vollzahl von 250 Seelen ein Wahlmann zu wählen ist, § 6 der Aus­schuß sassung setzt fest, daß die Wähler in drei Abteilungen wählen, auf jede Abteilung fällt ein Drittel der Gesamt­summe der Steuerbeträge aller Wähler. (Also Beibehaltung der bisherigen 2rciklas,eneinreiluug.) Neu ist der Zusatz, daß dein Nichtsteuerzahlenden statt 3 Mk. der Satz von 4 Ml. angerechnet werd. Die §§ 810 (Privilegicrungs- bestimmungen der Vorlage) sind sämtlich abgelehnt und kein Ersatz dafür eingcstcUt worden. Von den übrigen Be­stimmungen seien erwähnt: Die Wahlmänner wählen die Abgeordneten öffentlich. Fristwahl ist allein nur noch zulässig. Tic Terminswahl fällt fort. Die Wahlmänner werden in jeder Abteilung aus der Zahl der stimmberech­tigten Wähler des Stimmbezirks ohne Rücksicht auf die Abteilung gewählt. Der Wahlmann muß der Gem rinde angehören, in der er ausgestellt ist.

Die zweite Lesung der Wahlrechtsvvrlage wird voraussichtlich schon am Donnerstag, dem 10. März, beginnen.

Die Eutlastuug des Reichsgerichts.

Der Entwurf, betreffend die Zuständigkeit des Reichsgerichts, der am Donnerstag vom Bundes.at geneh­migt worden ist und der zu Beginn der nächsten Woche dem Reichstage zugehcn wird, bezweckt bekanntlich eine Ent­lastung des höchsten deutschen Gerichtes, lieber die Einzel­heiten des Entwurfs erfahren nur:

Die Zuständigkeit des Reichsgerichts wird ausgeschaltet bei allen Fällen, in denen auf dem Gebiete der ordentlichen streitigen .Gerichtsbarkeit zwei Instanzen gleich­lautende sachliche Entscheidungen treffen. Hierbei ist folgende Ausnahme vorgesehen: geruht das Urteil des Be­rufungsgerichts auf der Auslegung eines Reichsgesctzes, die mit einer früheren Entschcrdung des Reichsgerichts in Wider- fpruch steht, so ist die Rcvisionsanmeldung beim Reichs­gericht zulässig. Ferner sind zur Entlastung des Reichs­gerichts folgende Einschränkungen der Zuständigkeit vor­gesehen: Beseitigung des Reichsgerichts als Beschwerde­gericht in bürgerlichen Rcchtsstrcitigteiten, Abnahme oer Entscheidungen über die Anträge aus Bestimmung des zu­ständigen Gerichts, Ausschluß der Revision gegen Urteile der Lberlandcsgerichte über Arreste und einstweilige Ver­fügungen- schließlich wird vorgesehen eine Erhöhung der Gerichts!osten für die Revisionsmstanz, eine größere Siche­rung der tatsächlichen Feststellungen der Jnstanzgerichte gegen Revisionsangrijfe, die Beseitigung des mit der Re­vision verbundenen Suspensiveffektes.

Man hofft, die Zivilsenate mit diesen Mitteln zu ent­lasten, nachdem die früher vorgenommenen Erhöhungen ;ber Revistonssummen keine Entladung geschafft hatten, eine weitere Erhöhung der Summen aus verschiedenen Gründen nicht angängig und im Interesse der Einheit der Recht­sprechung eine Vermehrung der Hilfssenate nicht zu emp­fehlen ist.

Ta trotz der vorgeschlagenen Mittel die Entlastung vielleicht vorläusig noch nicht deutlich in die Erscheinung 'treten wird, wird beiürroortct, zur Entlastung der em- Selneii Mitglieder der Senate die Senate nicht mehr mit fieben, sondern nur noch mit fünf Richtern zu besetzen.

aus Sen ReichUagsauLschiisien.

:: Berlin, 5. März.

Vor Eintritt in die heutige Verhandlung des Budgct- ausschusses teilte der Abg. Erzberg er (Ztr.) mit, datz er Depeschen aus Südwestafrika erhalten habe in Sachen der Tiamaiuenangelegenhcü. Das lasse sich jetzt nicht verhandeln, aber er wolle feststellen, daß Staatssekretär Ternburg fick be­reit erklärt habe, den neuen Vertrag jedenfalls vor dem Abschluß üem Ausschuß vorzulegen. Von mehreren Seiten wird cs als die Auffassung des Ausschusses bestätigt, daß er den Vertrag vor >einem Abschluß erst sehen iotl. Ter Vorsitzende wird bcaus- lragt, dies' zur Kenntnis des Staatssekretärs des Kolomalarnis zu bringen. . t .

Zum Posthaushalt im Budgetausschutz des Reuhstags liegen vier Entschließungen vor. Eine Entschließung Tr. Drüschcr Kons.) und Latlmann Wirtsch. Vgo ersucht den Reichskanzler iun geeignete Maßregeln zur Beseitigung der außergewöhnlich ichlechten Beförderungsverhällnisse eine» großen Teiles der Post­beamten. Abg. Becl (Heidelberg, Natt.) beantragt, den Relchs- lanzler zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß zur Herbeiführung her Einheitlichkeit in der Beamtenorganisation der Reichspost und TeiegraphcnVerwaltung die Angehörigen der alten und ber n e u e n Höheren P o st l a u f b a h n vom Bestehen der höheren Verwaltungsprüfung ab in Rang und Titel gleichgestellt werden. Eine weitere Entschließung desselben Abgeordneten-^er- iucht den Reichskanzler, eine Aendcrung der Personal ordnung für mittlere und untere Beamten im Sinne ihrer Anpassung an die Grundzüge der Personalorganisation der preu­ßischen Behörden in Erwägung zu ziehen. Außerdem liegt eine Entschließung Erzberger (Zcnlr.) vor, die eine Angliederung der Postverwaltung in den Schutzgebieten an die Verwaltung der Schutzgebiete wünscht. _

Zur Betriebsverwaltung liegt eine Reihe von Blttfchristen vor, die einzeln bei den entsprechenden Titeln besprochen werden sollen. Bei den Obcrpostdiretwren, Oberyosträtcn und Postraten sowie Lbervoslinspektoren ist eine Stellenvermehrung mchl be­antragt. Ein Zentrumsredner will, einige Postbauraistellen streichen, weil um Kleinigkeiten gereist werde. Staatssekretär Lractee erklärt, das sei natürlich unzulässig und werde noch einmal in Erinnerung gebracht werden. Ter Berichter,tatter emvsiehlt, diese Stellen in diesem Jahre noch zu belassen. Tie Oberpostpraktilanten sollten in den Rang der höheren Beamten gehoben werden. Freilich verlieren sie dann alte Zulagen der mittleren Beamten, wogegen sie bei Umzugs- und Tagegeldern

Vorteile hätten. Finanziell werde sich das ausgleichen: , aber in ihrer Stellung würden die Herren dann den Postassessoren gleichkommen. Staatssekretär Kraetkc erklärt, die Postverwaltung stehe auf demselben Standpunkt; aber die Unterstützungen, die Ostmarkenzulage usw. fallen fort. Im nächsten Jahre werde die Sache hoffentlich erledigt werden.

Staatsfctretär Wermuth führt aus, daß bei der Betriebs- venvaltung das Bestreben sein müsse, die Leistungen höherer Be­amten durch solche niedrigerer Stufe ausüben zu lassen. Tie vorgeschlagene Aenderung fielje damit im Widerspruch. Ter Antragsteller der Wirtschaftlichen Bereinigung formt diesen Wider- Spruch nicht erkennen. Staatssekretär Kraetke führt aus, daß es lidp hier um rein formelle Dinge handle: die Oberpostpraktikantew müßten den Assessoren im Range gleichgestellt werden.

Schließlich wird das Einverständnis des Ausschusses feftgc- steUt, daß, wenn etwaige finanzielle Mehrsorderungen nicht ein- treten, man für die Anerkennung der betreffenden Beamten als höhere Beamten sei.

Der Wortführer des Zentrums wünscht, daß bei den Post­ämtern im Auslande gespart werde. Gegenüber den Engländern hätten wir viel zu viel Beamten und viel zu kostspielige Bauten.

Staatssekretär Kraetke bestreitet die Richtigkeit dieser Dar­stellung.

Inzwischen ist Staatssekretär Dernburg erschienen. Die Verhandlung über den Postetat wird unkrbüodjen, und es folgen vertrauliche Verhandlungen nach eener längeren Erklärung des Staatssekretärs über die Auffassung, die er von einem Versprechen an den Ausschluß in Sachen des Vertrages mit der Deutschen! Kvlonialgesellschast hat.

Es wird sodann die oben mitgeteilte Entschließung Erzbcrgcr verhandelt. Sie wird schließlich dahin abgeändert, daß der Reichs­kanzler ersucht wird, in eine Prüfung der Frage emzutreten und in dieser Fassung angenommen.

Ter Berulsterstatter beantragt die Absetzung von einer M il l io n Bi ar l bei den Stellvertretungslosten und Tagegeldern Der zur Aushilfe usw. außerhalb ihres Wohnortes beschäftigten etatsmäßig angesbellten Beamten und Unterbeamten. Tiefer Posten ist mit 13 888 000 Mark eingestellt. Ter Regierungsoertreter er­klärt die dolle Summe für dringend nötig, da im Jahre 1909 schon eine Ueberschreitung in Holpe von 900 000 Mark vvrläge. Aus dem Ausschuß wird dagegen ein Bedürfnis nicht anerkannt, Da keine wesentliche Vermehrung des Personals eingetreten sei.

Ter Staatssekretär bemerkt dazu, er könne die Beamten nicht mehr belasten.

Meiterberatung Montag. *

Tie gestrige Erörterung über den Reichsinvalidenfvnds wurde im Budgetausschuß noch einmal anfgenemmen. Er war mit 561 Millionen Mark in der Hoffnung gegründet worden, daß man damit ausüoutmen werde. Statt dessen sind darüber hinaus fast 1500 Millionen Mark ausgegeben worden. Schatzsekretär Wermuth legt Wert darauf, dies auszudrücklich festzustellen, weil infolge eines Druckfehlers in dem Bericht über die gestrige Aus-- schuß^Sitzung die Zifser 150 Millionen genannt war. Außerdem ist der Reichsinvalidenfonds erfchöpft, so daß diese Ueberschreitung noch weit, weit mehr als anderthalb Milliarden erreichen wird. Es wird hierzu die Feststellung gemacht, daß aus dem Jnvalidew- fonds auch Zahlungen geleistet sind, die nicht Kriegsteilnehmern zugute tarnen.

Im Arbeitskammerausschuß des Reichstages stand heute die Frage zur Erörterung, ob Techniker, Werkmeister und vandlungsgehcksen in den Arbeitskammern zugetassen werden sollen. Es mürbe ein Unterausschuß emgesetzt, der darüber beraten soll, wie den Wünschm in dieser Richtung Rechnung getragen werden kann. *

Der Wahlprüfungsausschuß des Reichstages erklärte die Wahl des Abg. Dr. Struve (Olöenburg--Plön, Fr. Vg.) einstimmig für gültig. Die Wahl dcs Abg. Spindler (Gcrmers- Ijcint, Ztr.) wurde mit einer St.inme Mehrheit für gültig erklärt; die Wahl wird aber im Pleimm von neuem angefochten werden.

Aus Stcrdk und Land.

Gießen, 5. März 1910.

* Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nach­mittag 3*/, Uhr: »Ter dunkle Punkt", abends 7'/s UhrRobert und Bertram".

Konzertoerein. ZweiterKammermusikabend iKühlvorn-Berttn, Revner-^ranksurt, Hegar-Fraukiuri, Professor Lrantnrann-Eießen). Nachmittag ö/4 Ubr in der neuen Aula.

Gesellschaft für Erd - u n ö Völkerkunde: Vortrag (mit Lichtbildern- von Prost T h o r b e ck e - Mannheim: Wander- imgeii und Forschungen m Nord-Kamern n. Samstag abend 8'/4 Uhr in der neuen Aula.

K o l o f j e u m: Täglich Vorstellung. (Samstag, Sonntag und Montag : Auftreten von Otto Reutter.)

K i » e m a i o g r a p h: Täglich Vorstellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

Anlagen, ufik am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Lüd-Anlage. Spietplan: Hoch Habsburg! Marsch von Kral. Polnisches üieb, von Burow. Einleitung zur OperLoreley", oon Mar Bruch. Bi em Traum, Walzer von Waldteufel.

miten, wo Plätzwicscn, Schiuderdach und der Misurmasee bc- udjt, sowie der Nudolau und die Pnnta di Penia und der Schlern bestiegen wurden. Tie charakteristischen Formen der Dolomiten wurden in präckstigcn Licistbildern gezeigt und ebenso hübsche Ansichten von Bozen, das den Sckiüitz der gemeinsamen Reife bildete. Prvf. Hedderich befuchte dann den höchsten Berg der Zillertaler Alpen, den Hochfeiler, mackste bann die Jubiläums tage in Innsbruck mit und mackste barm mit der Besteigung der wild zerklüfteten Serlcsspitze seinerseits Sckstuß seiner Alpcnfahrl Dem Vortrag, der Die Aufmerksamkeit der Zuhörer über zwei Stunden in Anspruch nahm, folgte lebhafter Beifall, dem der 2. Vorfitzende, RechtSamva.lt Raab, noch einmal durch herz^ liche Tankesworte Ausdruck verlieh.

jr. Streben do rs, 4. März. Von einem schwven Unglücksfall wurde die Familie Steuernagel hier bc> troffen. Die vor zwei Jahren aus der Schule entlassene Tochter war beim Füttern aus dem obersten, sogenannten Kehlgerüst mit dem Herunterholen des Strohes beschäftigt, als das Stroh unter ihr ins Rutschen geriet und das Mädchen mit sich in die Tiefe riß. Außer anderen schweren Verletzungen wurde ein Armbruch fcstgestellt, so daß die Ueberführung in die Klinik in Gießen notwendig war.

1z. Lauterbach, 4. März. Am 17. und 18. Juli wird der Mannergesangverein »Liederkranz* sein Fahnenwcihfest feiern. Als Festort ist die neue Spieß- Turnhalle mit dem anliegenden Wiesengelände vorgesehen.

fc. Bad Nauheim, 4. Marz. Das neue C<rf6 in den Kolonnaden hat der hiesige Kurhauspächter Ferdinand Moder gepachtet. Finanzminister Braun besichtigte gestern die neuen Dadeanlagen.

fc. Friedberg i. H., 4. März. Unter dem Vorsitz des Regierungsrats Muhl fand gestern im Hotel Trapp eine Ver­sammlung der Bürgermeister des diesseitigen Kreises statt. Zunächst hielt Landesbauinspektor Gretzschel-DormstQdi einen Vortrag überWohnungsinspcktion und Fürsorge«". Hierauf wurde an den zum Provinzialdirektor der Provinz Starkenburg ernannten seitherigen Kreisrat des Friedberger Kreises Fey folgendes Telegramm gesandt:Die versammel­ten Bürgermeister und Beamten des Kreises Friedberg exit bieten die herzlichsten Glückwünsche und Grüße'"

L. Friedberg, 4. März. Stadtverordnetensitzung. Nachdem auf Wartberg eine Ortsbesichtigung vorgcnommen wurde, ist beschlossen worden, den neuen Wasser türm mitten aus die Chausee zu bauen und die Strafte um den Turm herum zu führen. Der Bahnverwaltung wird ein Platz zum Mfahren der bei. dem Dammrutsch herunter- gefallenen Erdmasse angewiesen. Die Bahnverwaltung hat an dem Projekt für die Anlage des neuen Bahnhoss ver> schiedene AenderTungen vorgenommen. An dem gräflichen Gut im Stadtteil Fauerbach soll die ganze Anlage etwa 50 Meter westlich abgerückt werden, wodurch das Nieder­legen einiger dort neu erbauten Häuser entbehrlich wird. Der Lokomotivschuppen erhält eine andere Lage. Die die Bahn kreuzenden Feldwege werden sämtlich durch Unter­führungen gelegt und Fürsorge zur Durchführung der Kanalifatron getroffen. Die Aenderungen bedeuten Ver­besserungen und werden genehmigt. Wegen Beschaffung neuer Schulräume sott das Stadtbauamt bts zum Jahresschluft drei Pläne und^ Berechnungen aufstellen und wird ein Beschluß, auf welche Weise neue Räume am Zweckmäßigsten zu beschaffen sind, bis dahin ausgesetzt.

Te2eiünBSche Kwsrsüaerichie

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank kür. Hande und JndustrlcV'Giessen.

Frankfurter Mörse, 4. März, 1.1b Uhr.

3' .% Tielchsanleihe . . . 3°ü. do. .-. . 3'/,0/0 Konsols , .

3% do. .5?. > ' S'/gX Hessen VXV3?. ',.. 3'/,"In Oberhessen

4",'n (Jesterr. Goldrente . . 4 7," Oesterr. Silberrente. 4" Ungar. Goldrente , . 4° 3 Italien. Rente . . . 8n/0 Portugiesen Serie I . 3" , Portugiesen III _ 43 riiss. Staatsaul. 1905 4' , jnpan. Staatsanleihe

4°/ Conv.Türken von 1903 Tilrlieulore......

4'uGriech. Monopol-Anl. . 4" 0 äussere Argentinier . ;i° , Mexikaner .. .. . .

4' , M) Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Guss . . .

Buderus E. W.«#. .

93,76

84.70

13.75

84.80

92 00

100.15

99.40

95.80

105.30

05.10

66.25

100.25

98.10

94.90 !

177.40

48.30

91.90

69.30

100.00

248.7C

11040

Eic'itriz. Lahmcycr . . . 110.00 Elcktriz. Sdiuckert . . . ly4.70 Es-Uweiler Bergwerk . .03.90 Gelsenkirchen Bergwerk . ^loOO Haiaburg - Amerik. Paketf. 141.90 Harpener Bergwerk. . . 109.75 Laurahiitte . . .. . . 172.00 Nordd. Lloyd .^ . . . -. 106.60 Obc-TBchles. Eisen-Industrie 104.86 Berliner Handelsges. , . . 180.70 Darmstädter Bank . . . 187.60 Deutsche Rank . . . . ^68.00 Deutsch-Asiat. Bank . . IpÖ.öU Diskonto - Kommandit . . H-6.7U Dresdner Bank .... 166 26 Kreditaktien.....213.10

Baltimore- und Ohio-'

Eisenbahn ... . . 112.60 Gottbardhahn . . ... .. Lombard. Eisenbahn. . . 28.5 Oesterr. Staatsbahn . . . 161.80 Prince - Henri - Eisenbahn . 133.00

Tendenz: schwach.

Berliner ilttrse, 4. März.

Vlfa.1 C 1<*H.

. . 183^0 I

1 MO CA 1

ncr Bergwerk .

Lauaua E. B. .

137.60

Laurahiitte .

Darmstädter Bank -

Goldfields 6.21, Eastrand 5.81, Shart. 36.3»

Jirnbui* <x- Kundin

essen.

CiiemirenrHurse,

> Lanolin Seif.

Lombardc-n E. B. .

Nordd. Lloyd .. _ Türkeulusc.. , ....

. 257.80

. 94.20

. 166.20

Deutsche Bank . .

Dortraunder-Union C. .

Dresdner Bank . .

Tendenz: schwach.

. 199.70

. . 17&QC

. y. 28.00*

. . 106.70

. . 177.2

i T--l _ :iD?nnn ^^chlnenhau,Elektrotechnik,! i (ZChH ikUfTl L$!nClE Autcmobllbau. Brückenbau. I

________________ I« rtzici, . '

* Kunstv er ein. Morgen ist die seitherige Aus­stellung zum letztenmal offen. Von Montag an b.eibt die Ausstellung, wegen vollständigen Wechsels der Gemälde, fünf Tage geschlossen.

** I rn A lpe!ive r e i n, S e 11 i o n Gießen, hiett am Tomierstag abend der Vorsitzende, Professor Hedderiw, einen sehr inteiejianten Vortrag über seine vorjährigen Wanderungen in den Tauern, den Dolvmitcn und cen,Zillertaler Alpen. Tie Reise, deren erster Teil in Gesellschaft dreier an-- Derer Mitglieder dec -Sektion unternommen, wurde, wurde durch sclstecht-es Wetter sehr beeinträchtigt, bot aber dennoch an den regemreien Tagen sehr viel schöne und interessante Euiblicke und Touren in Die Hvchalpen, wie sich die ziemlich zahttcichen Be­sucher ces Vortrages an Den zahtteichen vorgeführtcn Lichtbiloertt zum großen Teck eigene Ausnahmen unserer Wanderer über zeugen konnten. Prof. Hedderich fchilderte in seinen von warmer Liebe für die Alpenwelt zengendcn unb Des Humors nicht ent» LKljcenbeit Ausführungen zunücysli' den in Aussicht ücnommencn Reiseplan, der attcroings durch das Wetter manche Abänderung ersuhr, um bann die wirklich ausMührte Rei>e vor den Zu­hörern rorüberziehen zu lasten. Tos erste alpine G.anzitück, das befaci/t wurde, war Das Kitzbühler Horn, das nanientlia; großartige Ausblicke nach der Glöckuergrupvc bretet. Tann g ng es naä der wildromantischen Sigmund--^ ljun-Mianunnut i-cni Ku -i - faU und dem bekamckeit MoservoDcu. Weiter waroe das Kapruner Thörl bciuc4t und die nur wenig besuchte, wundervolle AuSitcht Lietenbc Eranatfpitzc bestiegen, d.e manu,etter tt>urr;d

rigleiten bot. Lieber Windrich-Matrei ging es dann in die ^olo-

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