nr. 282
Det fM«<r edd)r<ni td«hd), außer tzsnruagS. - Beilagen: v,eiinal roöcbentlid) tlebencr^amllicnblQtler, iroctmai roödientl.Kreis« blatt für ben Kreis 6ie6<n (Dienstag und Freitag); iroetmai monatl Land- wittfchaftUche tofreaca Fern!Prech - Anschlüsse: für bie Redaktion 118, Verlag u. LxpedtNon 51 Adteffe für Depeschenr
Anzeiger ©irfeen.
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jährlich Dtt. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostDtt.L.—viertel-
Erster Matt "YÜ.Iahrgcmg * Dormerrtag, Dezember tW
GießeiierAnzeiger
|y & M W Verantwortlich für den
w < politischen Dell: August
General-Anzeiger für Gberhessen sBs
notaflonsörnff mtb vertag der Brtljrfdjen Univ.-Such- und Sleindruckerei B. Lange. Beöaftien, Expedition und Druckerei: Schnlftratze 7. g“^..’e.£®.taMt dm Expedition für vüdingen: Bahnhofstraße 16a. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil: 'h. Beck.
Die heutige Nummer umfatzt 14 Seiten.
Auf Ersuchen der Vrühl*schen Universttäts- Buch- und Zteindruckerei, R. Lange Gießen, habe ich heute durch Zuch- einsicht festgeftellt, daß die Auflage des Gießener Anzeigers am l. November (910 16 580 Exemplare
Stempel l Mark.
Notarielle Beglaubigung.
und am 50. November 1910 17 360
betragen hat.
L. S. Gießen den 1. Dezember 1910.
Zur Beglaubigung: Uömheld, Großherzogl. Notar.
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Zur Zeslstellung der vezemberauflage des Gießener Anzeigers ist heute der Zählapparat unserer 5eitungs=Rota= tions-Maschine notariell versiegelt worden. Unsere heutige Auflage wird in Gegenwart des Notars gedruckt.
Verlag bes Siebener Anzeigers.
Ans dem englischen Wahlkampf.
£ London, 30. Nov.
Die von der konservativen Presse vor einigen Tagen cingeleitete Frontveränderung mit Bezug auf bte Tar i f- reformfrage ist gestern abend von Mr. Balfour in seiner Rede in der Albert Hall endgültig durchgeführt worden, und es kann nicht geleugnet werden, daß sich bte Lage und die Aussichten Der Unionisten dadurch sehr gebessert Haden. Die Lhamberlainjche Politik hat in deu letzten Jahren, wie verschiedentlich schon hervorgehvben, keine Fortschritte gemacht, und sie war zuletzt den Konser- vativen ein Hemmschuh, der der Partei auch bei den bevorstehenden Wal)len Nachteil beigebracht hätte. Nun Hal aber Mr. Balfour desinitio erklärt, daß seine Partei im Fall sie an das Ruder kommen sollte, ihre Majorität md)t benutzen würde, um der Nation eine Schutzzollpolitik einfach aufzuzwingen, sondern daß die Natron auf alle Fälle noch einmal gefragt werden würde, vermutlich durch ein Referendum. Diese Ankündigung wurde von den in der gewaltigen Halle versammelten sehr zahlreicher! Zuhörern mit einer ungeheuren Begeisterung ausgenommen, und die Stimmung war von diesem Augenblick an eine sehr enthusiastische. Die liberalen Zeitungen machen sich über den Frontwechsel lustig und werfen den Konservativen Feigheit vor, weil sie nicht wagten, die Flagge der Tarif- rejorm hochzuhalten. Jedenfalls handelt es sich nun bei den kommenden Wahlen ausschließlich um die Frage, ob die Macht des Oberhauses ganz gebrochen werden soll, wie die Liberalen es wollen, oder aber ob eine reformierte Zweite Kammer bestehen bleiben soll, unter den von Lord Lansdowne in feinen letzten Entschließungen aufgestellten Bedingungen. ___________
Manchester, 30. Nov. Rosebery sprach heute nachmittag in der hiesigen Frechandelshalle zu einer Versammlung, die von Mitgliedern beider Parteien, größtenteils Kaufleuten, besucht war. Unter der gegenwärtigen Regierung sei es zu einer sehr ernsten Beschränkung der persönlichen Freiheit gekommen, einer Beschränkung, der sich die Sorfaljren der heutigen Generation niemals unterworfen hätten. Rosebery wies sodann nachdrücklich auf dieGefahren hin, die aus einer irischen, mit fremden Golde gestützten Herrschaft drohten. Es gäbe keine größere Gefahr für die Freiheit als die Einsetzung der einzelnen Kammer wie sie von der Regierung vorgeschlagen fei.
Nach der Erklärung, die Balfour gestern abgegeben habe, hätten sie eine klare Parole für den Kampf. Die Vergehen der Lords feien nicht so schlimm, wie man behauptet habe. Die bevorstehenden Wahlen seien leichtfertiger, unüberlegter Weise ohne Grund herbeigeführt Er selber sei eifriger Befürworter einer starken demokratischen Zweiten Kammer. Hinter der Regierung rage das Riesenszepter des Sozialismus empor, der die Schranke der Zweiten Kammer zu entfernen wünsche. Er beabsichtige keineswegs, das Oberhaus oder seine auf ErblichkeitsPrinzip beruhende Zusammensetzung zu verteidigen, er greife es im Gegenteil fett fast 30 Jahren an und habe Vertrauen zu der Nation, daß sie auf die ihr vorgelegten Fragen vernünftige Antwort geben werde.
Balfours Erklärung, es bestehe kein Bedenken, die Tarifreform dem Referendum zu unterbreiten, erregte großes Aufsehen. Die konservativen Blätter frohlocken larüber und bezeichnen Balfours Schritt als einen Meistertreich, der die Wahl für die Konservativen gewinnen werde, >a er es allen Freihändlern ermögliche, sich mtt den Anhängern der Tarifreform in der Verteidigung der Lords der Union und der Verfassung zu vereinigen. Die liberalen Blätter führen aus, daß Balfour demnach im Amte bleiben würde, wenn das Verdikt des Referendums gegen die Tarifreform aus fiele, er würde also tun, als ob sich nichts ereignet hätte, und so Verrat an dem üben, was die eigene Partei als einen Hauptgrundsatz ihrer aufbauenden Politik bezeichne.
Herr v. heydebralrö über die politische Lage.
0 Stettin, 30. November.
Hier fand am heutigen Mittwoch unter Beteiligung von nahezu 8000 Personen der tonferoatiöe Parteitag für die Provinz Pommern statt, dessen bedeutsamstes Ereignis eine grobe Rede deS Abgeordneten Dr. v. Heydebrand und der Lasa über bte gegenwärtige politische Lage bildete. — Neben verschiedenen Reichs- und LandtagSabgeordneten sowie Mitgliedern deS Herrenhauses wohnten Vertreter fall aller größeren konservativen Organisationen deS Reiches der Tagung bei, sodaß infolge des Andranges der Diaffen eine von ca. 2000 Personen besuchte Paralleloerfammtung abgetanen werden mußte.
Herr v. Heydebrand wurde bet seinem Erscheinen mit donnerndem Beifall begrüßt. Er führte au5:
Ich bi» in den letzten Wochen mtb Monaten viel im Deutschen Reiche herumgekommen. Die Grinbuufe, die ich empfangen habe, sind geradezu grobartig jn nennen. Ich habe vor Tausenden von Konservativen geftanben. Besonders die Stimmung unter den süddeutschen Konservativen war eine sehr zuversichtliche. Wenn, wie behauptet wird, ich in Stuttgart gesagt haben soll, daß die Konservativen behaupten, daß die Reichsregierung sich in den
hatte. Tie bei Marneabschnitt
n Betthaut gegen die im Süden die Division
Häulerktunü! bötoütdt.; andere Xejlfi hatten sich (Uli
3m November—Dezember (870 in und vor Paris.
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(Schlacht bei Villers, 30. November bis 3. Dezember.)
wich die Division Baron auf Ehamprguy zurück, jedoch mußten die Deutschen von einem allgemeinen weiteren Vorgehen gegen dieses Dors wegen der Erschöpfung der Truppen Abstand nehmen. An dieser Stelle ging das Gefecht in einen Artilleriszweikampf über und drohte, da General Tuerot die Fottsetzung des Kampfes auf den nächsten Tag verschieben wollte, auf der ganzen Linie allmählich. &u erlahmen, als plötzlich gegen 2 Uhr im Norden das Feuer mit erhöhter Heftigkeck losbrach. Dort griff nämlich letzt erst das 3. (franz.) Korps ein, das erst kurz vorher bei Neuilly den Uebergang über die Marne hatte bewerkstelligen können. Ter rechte Flügel (Division Bellemare) wandte sich gegen Bry, um Anschluß an den linken Flügel der dottigen Korps (Division Manssion) zu gewinnen, der im Zurückgehen begriffen war. Ein vereinzelter Angriff von dort ans durch einen Hohlweg gegen Villiers wurde abgewiesen. Daim befahl General Ducrot einen allgemeinen Angriff: der durch Teile der Division Maussion verstärkten Division Bellemare gegen Villiers, der Division Betthaut gegen Coeuilly, der Division Faron gegen den Jägerhof. 3m Norden war wieder der Park von VillierS das heiß um-
Ter Ausfall am 30. November gegen Südosten wurde schon vor Tagesarchruch durch ein heftiges Geschützfeuer vom Mont Sltrron, dem Fort Nogent und anderen Werken gegen die deut-- schen Einschließungsstellen eingeleitet. Gegen 61/2 Uhr begannen bann 2 Korps (mit 4 Divisionen) bei Joinville und Nogent bie Marne zu überschreiten, während das 3. Korps dies nördlich davon bei Neuilly tun sollte, aber bis um 11 Uhr noch nicht ausgeführt hatte. Tie beiden Korps entwickelten sich gegen 9 Uhr in dem Marneabschnitt gegen Le Plant und Ehampigny, wo die säch- fi$d)ai Vorposten standen, während das Gros der 48. sächsischen Brigade bei Noisy le Crand (mit Vorposten bei Bry) stand, bie 1. Württemberg. Brigade aber südlich davon bei Villiers. Coeuckly und Jagerhös dis Chennevieres. Reserven befanden sich dahinter intb Unterstützungen m Bereitschaft. Die Vorposten bei Le Plant und Bry zogen sich vor der Uebermacht bald, die bei Ehampigny erst nach heftiger Gegenwehr zurück, so daß gegen 10 Uhr die Franzosen eine Stellung von Bry bis Ehampigny mck zwei Hauptstützpunkten in der Mitte: dem Petit Bois de la Lande Ünd den Kalköfen, inne hatten. Von hier aus begann nach 10 Uhr ihr Angriff gegen die deutschen Stellungen: im Norden toanbte sich die Tiviswn Maujston gegen Villers, namentlich den bonigen Park, in der Mitte die Devifton Bett haut gegen die Stellungen zwischen Villers und Coeuckly, im Süden die Division Faron gegen Coeuckly und den Jägerhof. Die ckn Norden gegen den Park vorgehenden französischen Abteilungen wurden von den Württembergern zurückgeworfen, aber diese selbst auch bei einem Gegenstoß blutig abgewiesen. Tann aber gelang es letzteren, nach Eintreffen von Unterstützung, bis in die Weinberge von Bry vorzudringen, wo ihnen nun aber die Artillerie (auch des vom anderen Ufer der Marne eingreifenden 3. franz. Korps) Halt gebot. In der Mitte hatte sich der Kampf hauptsächlich um einige cm dem Eisenbahndamm Paris—Langres liegende Kiesgruben gedreht, bte schließlich nach wechselnden Erfolgen im Besitze der Teutschen verblieben. Im Süden war der Angriff sowohl gegen Coeuckly als auch geg’en den Jager Hof abgewiesen worden und in rin stehendes Feuergef«ht übergegangen, als mau deutscherseits bie Wiederbesetzung Champignys ins Auge faßte. Der erste von Coeuckly ausgeheiche Angriff mißlang; als aber darauf gleich nach 7 -eilig mit einem erneuten Vorgehen von dort aus auch die Ab-1 rasch end Ölungen, ton Jägerhoj porßtetzLN, (in, üu Flank hes Fetudesb |
ftrittene Kampsesobjett; er blieb in Händen der Deutschen, und die Angreifer mußten bald mit blutigen Köpfen abziehen. Auch in ber Mitte und im Süden scheckette das Vorgehen der Franzosen an dem Widerstand und den Gegenstößen der Württemberger; diese setzten sich sogar schließlich bei Belair vor Ehampigny fest. In den letzte?! Teck des Kampfes konnten auch noch Truppen eingreifen, die inzwischen südlich von dem Gefechts selbe die Schein- airgrtiie Der Gruppen General Vinoys bei Mesly und Cchoisy abgeschlagen hatten. Die eintretende Dunkelheit zwang zur Einstellung des Kampfes. Die beiderseitigen Vorposten hielten bie zuletzt behaupteten Stellungen fest, so daß sie sich nahe gegenüberstanden; die Haupttruppen wurden dahinter in Quartieren, soweit angängig, uiUergebracbt. Deutscherseits ordnete man für den 1. Dezember die Entsendung von Unterstützungstruppen vom 2. und 6. Korps an. Es tarn aber an diesem Tage zu keinem ernstlichen Kampfe; der Nachmittag wurde nach Abschluß einer mehrstündigen Waffenruhe zur Aufräumung des Schlachtfeldes benutzt. Ter französische General betrachtete den Durchbruchsversuch schon als mißlungen linb schob Den Rückzug nur auf, um der Pariser Bevölkerung /icht jetzt schon alle Hoffnung zu rauben. Die französischen Truppen richteten ihre Stellungen zur Verteidigung ein. Daher beschloß man deutscherseits den Angriff für den folgenden Tag. Am 2. Dezetnber mordens bald nach 7 Uhr drangen Teile Der 24. sächsischen Division über- > in Bry ein, wurden bann aber dort in einen verlust-
Dienft ber konservativen Sache stelle, ober ttröe man heute sagt des schwam-blauen Blocks, so ist das imwahr. Davon ist keine Rebe. Ich habe gesagt, daß, wenn die Reichsregierung diese Vergiftung des Volkes, die in der Reichssinanzreform^ hervor- getreten ist, Wecker duldet, wenn das so fortgeht und mcht klargestellt wird, man sich nickst wundern dürfe, daß eine gegenfritig^ Abneigung eintritt, und eine Lage geschaffen wird, die niemanb1 wünschen kann Wir werden im Parlament vielleicht etwas weniges werden. Mancher wird |id) vielleicht zurückzwhen, weck er glaubt, daß es schlechter wirb mit den Konservativen. Vor acht Tagen habe ich in Westfalen gesprochen. Unsere Freunde in Weftfalew sind mit dem Bauernbund fertig geworden, ber sich einniften wollte. Unsere Freunde sagen: entweder will der Bauembunbl dasselbe, wie der Bund der Landwitte, bann ist er überflüssig, ober er will das nicht, bann müssen wir ihn verurteilen. Oder er will gar Uneinigkeit in unseren Reihen säen, bann ist er unser Todfeind. Daß wir mit dem Zentrum zusammengehen, ist uns nicht zu vertoundern, ba es solche sind, bie das Christen^ tum und bie nationale Arbeit stützen wollen. Wenn es auch katholische Christa sinb, warum sollen wir diese Hckfe nicht an- nehmen Wir werden ber Industrie und den übrigen Zweigen ihre Rechte wahren. Wir müssen unser Volk dunchbnngen, daß Dtejc Vtäcyte reduziert werden. Wir oerlangen Ausnahmegesetze nicht, aber wir verlangen Schutz der bürgerlichen Gesellschaft gegen den Terrorismus, bei so weck geht, baß wir das Rechst auf unsere eigene Arbeit, auf unsere freie Meinungsäußerung bei den Wahlen überhaupt nicht mehr haben, daß Tag; für Tag das, was uns heckig und teuer ist, in den Staub gezogen wird, ohne daß sich ein Richter findet, der diese Leute vor sein Forum zieht. Wie können Dinge wie in Moabit und im Wedding und in Bremen mck einem Schauspiel enden, daß man nicht weiß, wer der Angeklagte ist. Solche Zustände wollen wir in Deurschland nickst haben, und eine konservative Pattei, die bas nicht aussprechen wollte, würde ihren Platz nicht verdienen. (Minutenlanger stürmischer Beifall.)
Vor der Rebe Heydebranbs hatte der Vorsitzende der konservativen Reichstagsfraktion von Norman» eine kurze Ansprache gehalten.
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Die Fleischieuerung im österr. Abgeordnetenhaus.
Wien, 30. Nov. Das Abgeordnetenhaus fefcte heute die Verhandlungen über die Maßnahmen gegen die „Fleischn 0 t" fort. Der christlich-soziale Agrarier P a n tz erklärte, die kleinen Landwirte hätten an den Getreidezöllen kein Interesse und beantragte verschiedene Maßnahmen zur Hebung der Viehzucht, darunter Herabjetzung des Einfuhrzolles auf Futterartikel.
Weißkirchner betonte gegenüber ZeittrngSmellmn- gen von anders lautenden Aeußerungen des ungarischen Handelsmintsters, daß der Leiter des österreichischen Acker- baumtnisteriurns sowie er, der Handelsminister, erst schrtft- lich und dann mündlich in Ofenpest mtt dem ungarischen Ressortminister wegen der Zulaffung des von der öfter- retchischen Regierung zur Einfuhr in Aussicht genommenen Kontingents von 10 000 Tonnen argentunschen Fleisches gesprochen hätte. Tatsache sei, daß die österreichische Regierung diese Einfuhrbewilligung bis Ende April 1911 erteilte und sich der Zustimmung bes ungarischen Handelsministers und des ungarrschen Ackerbaummisters habe ver- stchert halten müssen. Er könne daher nur annehm en- baß die Aeußerungen des ungarischen Handelsmmrsters in der Presse falsch wiedergegeben worden seien und er sei überzeugt, daß bie nächsten Tage eine entsprechende Aufklärung bringen würden. Nachdem dann noch mehrere Redner teils für, teils gegen die Fleischeinfuhr sich ausgesprochen hatten, vertagte sich das Haus auf morgen.
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beiden Setten des Torfes festgesetzt, konnten «aber auch nicht weiter Vorbringen. Gleichtzritig waren Decke der 1. Württemberg. Brigade und der 7. Brigade vvm 2. Korps gegen ChampignV oorgegangen, wo ebenfalls sich ein erbitterter Straßen kämpf entspann. Zwei Württemberg. Kompagnien, die indessen an deut Bahndamm zwischen Bry und Ehampigny gegen bas Bois de la ckande vomuckten, mußten nach vorübergehender Besetzung desselben aus Villiers zurückweichen. Um 9 Uhr befahl General Tucrot einen allgemeinen Vorstoß gegen bie von den Deutschen besetzten Stellungen. Hinter einer starken Artillerie, bte bert Kamps einleitete, entwickelten sich die Divisionen Faron und Malroy, bei deren Vorgehen nun ein hin- und hettvogendes Ringen um bie beiden Dörfer Bry und Ehampigny, die bazwischen liegenden Snltzpunkte: bas Bvts be la &uibe, bie Kiesgruben und bie Kalköfen, entstand: diese Stellung behaupteten gegen Mittag bie Deutschen. Nach dem Gefechtsfelde bei Bry waren in-, zwischen Verstärkungen ber Sachsen vorgeschoben worden, die auchk einige Votteile errangen; bald nach Dicktag aber mußten bic eroberten Stellungen hier wieder aufgegeben und der Rückzug nach Noisy und Bckliers engetreten werden, da bie beiden französischen Divisionen Bellemare und Susbielle (vom Kampfplatz bei Mesly heranbeorbett) mck starker Uebermacht gegen Bry vorgingen. Eiw bann einsetzender Attcklerieangriff gegen Villiers wurde durch einen Flankenangriff ber deutschen Artillerie vom Jägerbof aus schnell beendet, und auch ein Jnfanterieangriff gegen 3 Uhr mck! leichter Mühe abgeschlagen. Gegen 5 Uhr erlosch auf ber ganzen Linie der Kanepf, ohne daß es zu rinem aü^emeinen Angriff der französischen Uebermacht auf bie deutschen Stellungen gekommen war. Die Gegner standen sich überall nabe gegenüber. Da General Tucrot bie Nachricht von dem beabsichtigten Vorgehen ber Loire-Armee gegen Fontainebleau erhalten batte, wollte ec die gewonnenen Stellungen behaupten, und die Truppen betx Einschließungslinie beschäftigen. Infolgedessen eröffneten bie Franzosen am 3. Dezember schon vor Tagesaichruch ben Angriff auf die deutsche Vorpostenlinie; es gelang diesen Truppen aber, ihre Stellung zu behaupten. Zu einem größeren Kampfe kam» es nicht, und die Teickschen konnten schon trühzeckig Quartiere beziehen. Am Morgen des 4. Tezember fanden Die Vorposten Die Dörfer Bry und Ehampigny, sowie bie bis dahin behauptete Stellung vor Villiers von bem Gegner geräumt: dieser war im- Laufe der Nacht auf baß andere Marneufer zurück gekehrt, „nm. (wie General Ducrot seinen Trup).>en ecklätte) die Schlagfertigkeit wieder.herzustellen". In Wirtlichteck wagte der General leine weiteren Unternehmungen mehr mit Rücksicht auf bie Erschöpfung icytö Mauillchajllzn Verluste bxlufcu ftch fcxxnwütoeuii,


