Ausgabe 
1.10.1910 Erstes Blatt
 
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Ter Vorstand.

spiel gedacht war, daS den Untertitel führen könnte .Der geprellte Jude*, so ist doch nach dem Vorgang des berühmten Davison eine tragische Auffassung deS Shylock aus der deutschen Bühne heimisch geworden und diese wi^d auch bei der hie­sigen Aufführung beibehalten werden. Die Regie von Direktor Steingoetter wird aber dafür Sorge tragen, daß auch die zahlreichen heiteren Szenen des Werkes zur Geltung kommen. Nach dem Eindruck der zahlreichen Proben ist eine sehr in* teressante, auch dekorativ sehenswerte Aufführung zu erwarten.

** Der Ausbruch der Maul- und Klauen- s e u ch e ist gemeldet aus: Wessola, Kreis Dost-Gleiwitz, Regierungsbezirk Oppeln; Langarb-en, Kreis Rastenberg, Regierungsbezirk Königsberg; Rosen schön, Kreis Rössel, Regierungsbezirk Menstein, bei Händlervieh, am 28. Sept.

**Ueber80Einjährig-Freiwillige sind heute in das hiesige Infanterie-Regiment eingetreten.

= Daubringen, 1.Oft. Bei der gestrigen Gemeinde*

«erbe, des Ent- Beseitigung von Tier-

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Welteraussichten in Hessen am Sonntag dem 2. Ott. 1916- Zunächst Heuer, doch strichweise Morgennebel, etwas kühler, spärer wieder Trübung und Eintritt von Regen.

Montag den 3. -Oft, abend- 8'/. Ubr,

1. WonfltöDrrfaminlDnfl

b. Kam. Buchbergcr, Riegelpfad.

Tagesordnung: Bericht übe1 Sonnlagswachen 1910 und Übci böjahr. Stiftungsfest. W

Tas Kommando. aOQQOQOOOOfl

Heer «nv Flotte.

Stockholm, 30. Sept. Ter frühere preußische Kriegsminister General Verdy du Vernais, der hier bei seinem Sohne zu Besuch weilte, ist heute nachmittag ge­storben.

unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, sämt­lich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, in den Ruhestand versetzt. In den Ruhestand versetzt wurde ferner der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisen- bahngemeinschaft, Hch V o l z zu Altenburg.

** Lehrerpersonalien. Ile6 ertragen wurde dem Lehrer Mart. Wilh. Rüdinger zu Rendel eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Steinbach (Kr. Offenbach). In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der evangelischen Schule zu Bingen, Adam Meister, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit und der Lehrer an der Gemeinde schule zu Osthofen, Hein­rich Singer, bis zur Wiederherstellung seiner Gesund­heit. Erledigt ist eine Stelle für einen evang. Lehrer und je eine Stelle für eine evangelische und eine israelitische Lehrerin an der Volksschule zu Worms.

** Entlassen wurde der Fußgendarm Wachtmeister Hch. M e y e r zu Ortenberg.

**VonderZwetschenernte. In starkem Gegen­satz zu der reichen Aepfelernte steht in unserer Gegend und irr der Wetterau in diesem Jahre die Zwetschen- ernte. Sie liefert nur ganz geringe Erträge, so daß Zwed- schenkuchen diesen Herbst für viele ein seltener Genuß ist; sicher nicht zum Leidwesen unserer Bäcker! Bessere Er­träge an Zwischen gab es imhohen Vogelsberg und besonders am Andrücken, in der Gegend zwischen Schlüch­tern, Elm und Gemünden. Dort haben die Frankfurter Händler, die sonst immer in unsere Gegend und in die Wetterau gekommen sind, ihren Bedarf auskaufen müssen. Es wurdeii dort bis zu 8 Mark für den Zentner bezahlt, rin hoher Preis, wenn man damit die Preise der Voriahre vergleicht, die nur 23 Mark betrugen.

-Arbeitsvermittelung im Gast wirtsgewerbe. Nachdem die hier bestehenden Facharbeitsnachweise beschlossen haben, ihre Tätigkeit einzustellen und sich dem paritätischen städtischen Arbeitsnachweis anzugliedern, wird der städtische Arbeitsnachweis, Asterweg 9, vom 1. Oktober ab auch die Arbeitsoermittelung im Gast- und Schankwirtschaftsgewerbe übernehmen. Durch diese Konzentration soll eine rasche und zweckentsprechende Ausgleichung von Arbeitsan. und Arbeits- Nachfrage im Gastwirtsgewerbe herbeigeführt werden. Der städtische Arbeitsnachweis ist an Werktagen von 81 und von 86 Uhr geöffnet. Von Oeffnung des Arbeitsnachweises am Sonntag ist vorerst Abstand genommen, in der Erwartung, daß der Bedarf an Arbeitskräften für den Sonntag am ooJ hergehenden Samstag Nachmittag leicht gedeckt werden kann; um letzteres noch besonders zu ermöglichen, wird der Arbeits­nachweis an Samstagen auch von 67 Uhr geöffnet bleiben. Die Vermittelung geschieht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kostenlos.

- Arbeitsjubiläum. Heute sind es sünfund* zwanzig Jahre, daß der bei der Firma Wilhelm Wallen- fels Sohn tätige Fuhrmann Philipp Lich in diesen Dienst eintrat.

** Die hiesigen RindSmetzger hatten eine Ein- ] gäbe an das Ministerium gerichtet, die einheitlich für alles Großvieh festgesetzte Schlachtgebühr für Rinder und Kühe zu ermäßigen. Der Eingabe wurde vom Ministerium keine Folge gegeben.

- Stadttheater. In der Eröffnungs-Vorstellung : .Kaufmann von Venedig* am kommenden Dienstag wird die Rolle des Shylock von Herrn Gühne gegeben werden. I Wenn auch das Werk von Shakespeare ursprünglich als Lust*

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Karl Schmidt, Tanzlehrer,

31 Wetzitetügalle 3L (312

GwAMI'M Sonntag den 2. Okt. nachm. Familie« - Ausflug nach der Wellersburg (Saal).

Abmarsch mit Musik 2 Uhr vom Vereinslokal.

Um zahlreiche Beteiligung bittet

Ning war an der Angeklagten keine besonder« Erregung zu be­merken. Der Sachverständige, Med.-Rat Dr. Lehn, bezeich, nete die Angeklagte für zurechnungsfähig, wenn auch geistig müC derwertig. Der Staatsanwalt wandte sich gegen die Zubilligung mildernder Umstände, während der Vetteidiger die Veranlassung zu dem Verhalten der Angeklagten in der unglücklichen Ehe der Eheleute erblickte. Nach kurzer Beratung der Geschworenen lautete das am Abend Vr9 Uhr verkündete Urteil auf 6 Jahre Zuchthaus, abzüglich 5 Monate für Untersuchungshaft.

ratSwahl stimmten etwa 90 Prozent der Wählerschaft ab. Gewählt wurden Bahnarbeiter Wilhelm Hilberg (freif.) mit 69, schlosser Johannes Klingelhöfer II. (freif.) mit 66 und Schuh­machermeister Georg Braun I. mit 50 Stimmen. Hilberg und Klingelhöfer wurden neugewählt.

II Daubringen, 30. Sept. Heute feierte Johannes Klingel höfer mit seiner Ehefrau Margarete, geb. Schwalb, das Fest der goldenen Hochzeit. Die kirchliche Feier fand im Saale der Kleinkinderschule statt, wo sich Verwandte und Freunde, sowie die Mitglieder des Kirchenvorstandes und Schul­vorstandes, denen der JubUar noch aktiv angehört, eingefunden hatten. Nach Beendigung der seltenen und ergreifenden Feier verlas Pfarrer Gußmann ein in ehrenden Worten abgefaßtes, herzliches Glückwunschschreiben des Großherzogüchen Oberkonsi­storiums und überreichte dem Jubelpaare das Geschenk die) er Kirchenbehörde, nämlich ein schönes Neues Testament. Ueber- rascht und hocherfreut wurde das Jubelpaar auch durch ein Ge- chenk des Großherzogs. i§ Gestatt seines Bildes mit eigenhän­diger Unterschrift.

---- Alten-Buseck, I. Okt. Kommenden Montag soll hier die Gemeinderatswahl stattfinden. Während in früheren Jahren mit 30 bis 40 Stimmen hier schon einer znm Gemeinderat gewählt wurde, hatte vor drei Jahren das gewählte Mttglied 112 und der unterlegene Kandidat 89 Stimmen. Eine noch stärtere Wahlbetei.igung ist diesmal nicht ausgeschlossen und die ganze Bürgerschaft sieht dem Ausgang dieser Wahl mit Spannung entgegen. Die Ar­beiterpartei hat bereits zwei Kandidaten ausgestellt und der Dürgerverein wird sich in seiner heute stattfindenden Wähler­versammlung mtt der Kandidatenliste befassen. Die drei ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder verzichten auf eine Wiederwahl.

? Großen-Linden, 1. Okt. Am Montag nachmittag indet hier Bürgermeisterwahl statt. Ta von der Aus* stellung eines weiteren Bewerbers bis jetzt nichts verlautet hat, ist an der Wiederwahl unseres langjährigen verdienten Bürgermeisters Leun nicht zu zweifeln.

4 Lich, 30. Sept. Nachdem am Dienstag bei d-er Versteigerung des städtischen Obstes hohe Preise bezahlt wur- den, waren fie bei äen Versteigerungen an den Kreisstraßen, die am Mittwoch, Donnerstag und Freitag erfolgten, be­deutend geringer, da die Anfrage nicht mehr so groß war. Von Händlern werden hier schon fleißig Aepfel angekauft. Für Schüttelobst werden 58 Mk. für den Doppel* zentner bezahlt, für bessere Sorten Tafelobst 810 Mk. nz den Zentner. Die Grummeternte ist hier noch nicht ganz geborgen. Einige Nachzügler sind immer noch auf dem oberen Wiesgrund beschäfttgt.

Aus Stabt und taub»

Gießen, L Oktober 1910.

** Bahn Personalien. Der Großherzog hat den Obergütervorsteher Karl Jäger zu Mannheim auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundhett, den Bahnmeister 1. Klasse Aloysius Tuch zu Langen auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit, den Werkmeister Karl Ro t h- er m e 5 zu Darmstadt auf fein Nach suchen, den Bahnmeister Hch, Ra ufert zu Michelstadt auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit, den Oberbahnmeister Nik. Mag­nus zu Mainz aus fein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit, den Vorstand der Eifenbahn-Betriebsinspettion Gießen 2, Geh. Banrat Ludw. Roth auf sein Nachsuchen,

Die Tragödie eines Kindes.

(Schluß.)

9\?aintilabti<30- Sept. Di- Schwurgerichts- tt?9 Fegen die Ehefrau des Bahnwärters Fries ßf 95b- 3^, gestaltete sich sehr belastend für die bewndersergab |tdj fein erheblicher Grund für die geschweige denn für die fortgesetzten Mißhand­lungen an dem bedauernswerten Kinde. Während der Verhand-

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Seer, Festungen und Seewesen Mitteilung gemacht Und die Bildung der übrigen Ausschüsse durch Wahl vollzogen. Dem Entwurf eines Gesetzes für Elsaß-Lothrin gen betreffend baupolizeiliche Vorschriften wurde die Austim- nung erteill. Mit der Ueberweisung des Entwurfs eines Gesetzes gegen Mißständeim Heilgewerbe, des Ent­wurfs eines Gesetzes betreffend die Beseittgung von Tier- Kadavern und anderer Vorlagen an die zuständigen Aus­schüsse erklärte die Versammlung sich einverstanden. Wetter wurde über die Besetzung von stellen beim Reichsgericht, oei den kaiserlichen Disziplinarbehörden, den Disziplinar- kammern für elsaß-lothringische Beamte sowie über die Be­setzung einer Beisitzerstelle beim kaiserlichen Aufsichtsamt für Privatversicherung, ferner über die Bewilligung von Ruhegehatt an Reichsbeamte, über verschiedene Eingaben wegen Befreiung von Vorschriften der ärztlichen Prüfungs- orbitung und der Prufungsordnung für Apotheter'Beschmß gefaßt.

greiw. Lersteigerirng.

Montag den 3. dS. MtS.. nachm. 3'/? Ubr, versteigere ich 1 Walltorstr. 6 iDarmst. bauä) im Auftrage des Nachlahverwallers Herrn Kaufmann Jughardt in Gießen die zum Nachlaß des Georg Kiefer dahier gehörigen ^tdungsnucke u. Weißzeug, sow.

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stlBersteigerung findet bestinmu

Gießen, am L Oktober 1910.

Setpel, Gerichtsvollzteher,

vermischtes.

* Einen guten Fang machte die Leipziger Polizei. Der Fahrraddieb, der, wie wrr gestern meldeten, am Don. nerstag in Leipzig den Schutzmann Hentschel bei der Verhaftung erschossen hatte, entpuppte sich als ein gefährlicher russischer Revolutionär namens Oso lewki, der anfangs dieses Jahres in Odessa im Auf­trage der russischen revolutionären Partei einen Bom­benanschlag auf einen russischen Großfürsten unter­nommen hatte. Infolge der verspäteten Ankunft des Groß­fürsten sei die Bombe zu früh gefunden und dabei einige Personen schwer verletzt worden. Dann will er an sangs Februar aus Odessa mit Helfershelfern entflohen sein. Sie wurden steckbrieflich verfolgt. Nach mehr, fachen Irrfahrten sind sie endlich in Leipzig angekommen

* Ein wahnsinniger Offizier im Eisen- bahnzug. Auf dem Staatsbahnhof in Wien wurde am tzrertag ein Offizier festgenommen, was zu den seltsamsten Gerück)ten führte. Zu der Festnahme wird nun berichtet daß es sich nicht um Spionage handelte, sondern um die Unschädlichmachung eines irrsinnig gewordenen Ulanenoffiziers. Dieser begann während der Fahrt plötzlüi> die Vorhänge an den Fenstern des Wagens zu durch­schneiden. Kaurn hatte ein in demselben Abteil fahren­der Postbeamter gesagt:Aber Herr Leutnant, was machen Sie denn da'?" als der Offizier sich auf den Beamten stürzte und chn durch drei Messerstiche lebens­gefährlich verwundete. Ebenso wurde eine Mit­reisende Dame von dem Wahns innigen verletzt.

Kleine TageSchronik.

Mit dem letzten Tage des September ist das Berliner Aquarium in der Schadowstraße für immer geschlossen worden und bald wird die Spitzhacke eine der ruhrnreichstei: Stätte der berühmtesten .Schausammlungen und Sehenswürdia- ketten zerstört haben.

Der ehemalige Stabskapitän Andrejewsky in Petersburgverkaufteinden letzten Wochen tauseuds pon Flaschen gefälschtes Ehrlich-Hata-Mittet Er wurde verhaftet und die noch vorrätigen Flaschen wurden beschlagnahmt.

Ein T a t i u n zerstörte, rote aus Manila gemeldet wirv vier Ortschaften tin Flußtale desCagayan und beschädiole die T a b a k e r n t e s ch ro e r.

R. B. Friedberg, 30. Sept. Das Leben am Hof* Va ger mmmt fernen ruhigen Verlaus, die Zarin , die morgen ihr 10. Bctt) nimmt, ist mit dem Erfolg der Kur ebenso zufrieden, wie dte übrigen Fürsllichketten von ihrem hiesigen Aufenthalt. Die Kaiserin bat die Kur bisher normal durchgeführt: wenn auch vmi Znt zu Zett eine leichte Ermüdung festzustellen ist, so zeigt llch doch, daß die Bäder allmählich ihre Wirkung ausüben. Nach der neuesten Anordnung soll die Kur bis Mitte Oktober durch- gesuhrt werden. Die Uebersiedelung des gesamten Hoflagers wird b en erfolgen, auch die Kaiserbegegnung wird voraussichtlich un Schloß Wolssgarten vor sich gehen. Eine Uebersiedelung nach Darmstadt wird nur in Frage kommen, wenn die Witterungsverhältnisse sich ganz abnorm gestalten sollten. Z?ust hat sich das Großherzogspaar stets von Mitte September u Avemb« in den. abliegenden, räumlich beschränkten, aber behaglichen Räumen von Schloß Wolfsgarten überaus wohl besunden. Am Donnerstag unternahmen die Herrschaften, mtt Ausnahme der Zarin, in vier Automobilen einen Ausflug nach Dem ohenro dskopf. Sie fuhren über Nidda und Schotten bis Breungevham, wo die Insassen die Wagen verließen und den k9a.uf dem Hohenrodstops zu Fuß zurücklegten und dott den Kassee entnahmen. Zuletzt wurde der Taufstein bestiegen Die Rückfahrt erfolgte über Laubach und Hungen.

beute wir i>n Mmister des kaiserlichen Hauses, Baron Frcderrch nut Gemahlrn zur Tafel geladen.

-s ^.Frankfurt a. Mt., 30. Sept. Der Einbrecher Konrad H o l l a n d, der bei einem Mcmsardeneinbruch in der Kornerwtese Nr. 14 überrascht wurde, jagte sich eine Kugel eTV- f * nachdem er von drei Schutzleuten über die wacher hrruoeg verfolgt worden war und er keine Rettung me^r fa^ Lebensgefährlich verletzt wurde der Einbrecher ins Krankenhaus gebracht.

Versteigerung.

Montag den 3. ds. Mts., nachm. 2* 1 2 * * * * * */, Uhr,

sollen dahier Walltorstraße 6 (Darmstädter Haus)

2 Kassenschränke, 1 Brotgestell,

1 Nähmaschine, 1 Fahrrad, 1 Musik­automat, 2 Säckc mit Hornteilen,

1 Warenschrank, 1 Ladeneinrich­tung, 1 Ladembeke, 1 Eisschrank, IM Mistbeetsenster, 2 Mille Zigar­ren, 50 Spa-ierstücke, 3u Pfeifen, 2 Auslagekasten, Parfümerie-Ar­tikel, 5 Palmen, 5 Zimmertannen,

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Wagen, sowie verschiedene Satt­

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Gießen, am 1. Oktober 1910. Seipel, Gerichtsvollzieher.

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Schriftl. Anaeoote unter 08102 an den Gieß. AuLeiger erbeten.

<Drißiitai»DraQtineldunßiu

Nationalliberaler Patteitag.

Äaffel, 30. Sept. Unter Betettigung von über 1000 Delegierten als Vertretern fast aller politischer Organisationen des Nationalliberalismus in Deutschland trat heute der 12 Allge­meine Vertretertag der Nationalliberalen Partei int hiesigen Staül- park-Saale zusammen. Die besondere Bedeutung des diesjährigen Parteitages charakterisiert nicht nur die Anwesenhett so vieler Delegierter, deren Zahl die der Bemcher der früheren Parteitage bedeutend übersteigt, wnvem auch die Tettnahme fast aller hervor­ragender Persönlichkeiten aus dem natiomttliberalen Lager an ifaei Sprtze der Führer der Pattei, Reichstagsabgeordneter Ernst Bas. s e r m a n n - Mannheim. Eingeleitet wurden die Verhandlungen am heutigen Tage mit einer Sitzung des Zenttalvorftandes, bic nnter dem Vorsitze von Bassermann im Kaufmannsbause tagte Ms Vertreter des Gießener Reichstagswahlkreises nehmen an den Verhandlungen tett: Prof. Luley, Rechtsanwalt Kauf- mann und Pros. Tr. Krausmüller aus Gießen, ferner Bürgermeister Fendt- Hungen.

Kardinal Fischer und der Papst.

Köln, 30. Sept, Kardinal Erzbischof Fischer hatte dem Papst anläßlich der Rede des Bürgermeisters von' Beileidstelegramm zugehen lassen. Darauf erhielt bei Erzbischof folgendes Telegramm:

"Die kindliche Kundgebung der Anhänglichkeit und Liebe, die Ew. Eminenz jüngst auch im Namen des Metropolitan- kapitels sowie des Kölner Klerus und Volles dem Heiligen Vater übermittelte, hat Seine Helligkeit, der ob der Hartnäckigkett der feinde der Kirche so vielen Kummer hat, einen großen Trost bereitet und darum spricht der Heilige Vater Ihnen herzlichen Dank aus und hört nicht auf, Sie seines besonderen Wohlwollens zu versichern. Zum Zeuanis seiner Liebe erteilt der Hellige Vater Ew. Eminenz, dem Metropolitan- Kapitel der Geisttichkeit und allen Gläubigen der Erzdiözese liebevoll im .Herrn den apostolischen Segen. Kardinal Mem del Val."

Altkirch, 1. Ott. Gutem Vernehmen nach ist dtt vor zwei Jahren verfügte Ausweisung des Jour­nalisten Kübler von der Regierung zurückaenom- men worden.

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