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6.8.1909 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

Freitag 6. August 190»

nur Eucharistie im öffentlichen Leben" und Mr. Thcllier de Poncheville überDie Eucharistie als Sakrament der Liebe".

lcu Nachrichten übe ll

Einspruch, der den Fortfall eines Vorgartens

Eisenbahn

und Frankfurter

bezweckt, stattzn- ihren Entscheid, nicht öffentlicher

Mast.

u ft 1909:

geben sei. Die Versammlung trifft Folgende Bebauungspläne Sitzung vorgelegt und genehmigt:

1. Gelände zwischen Mittelweg,

K 1»

denrgemäß werden in

159. Jahrgang

bekannte Leute.

Der Vertreter des Rcuterschen Bureaus in Cowes hat ron bem russischen Botschafter folgende Abschiedskund- ^ebun g b e v Kaisers Nikolaus erhalten. Der Kaiser *)at einen tiefen Eindruck empfangen von seinem Besuch in England. Die herzliche Aufnahme, die er und die Kaiserin )on feiten der königlichen Familie gesunden, der Empfang durch die herrliche Flotte, die ihn in Cowes begrüßte, die Haltung der britischen Staatsmänner, der Bevülterung und iia Presse, das ailcs sind glückliche Vorzeichen für die Zu- llinii. Cs ist des Kaisers fester Wunsch und Glaube, daß dieser allzu kurze Besuch nur die glücklichste Frucht ui gen lann in der Förderung der freundlichen »E-esühle zwischen den Regierungen und den , Böllern der beiden Länder.

Wie die Kieler Neuesten Nachrichten aus sicherer Quelle

Asrtcqn Tcrribtk1 H iimtiid'e SJcflnfigut I cineurs von Teulst | ictc bei Gcsclljchtz I ii. Die Meldung« H aleichzeilig gemat H Bezirksamt Sübtri} 1 ncr habe der $n 8 armbad gute, halt i läßt vor allem « n deutschen Tiamanla ?] .5 sehr erjuulilh > :/ (fiten sein, daß ür mens sich auch d »

erfahren, wird die Zusammenkunft des deutschen .l aisc r SmitdcmZaren nicht wie bisher gemeldet, am L August, sondern bereits am 7. August erfolgen und zwar oief hoher See zwischen Kiel und Swinemünde. Diese Dis- Wtc-iitionsönderung erfolgt mit Rücksicht aus die Sicherheit ces Zaren.

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Aus Stadt und Land.

Gießen, 6. August 1909.

** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Adam Christ zu Hirschhorn eine Lehrerstelle tut der Gemeindeschule zu Heppenheim a. d. B.; dem Schul- amtsaspiranten Hch. Schmelz aus Elbersdorf (Preußen) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wallenrvd.

** In den Gesellenausschuß der hessischen Handwerkskammer wurde für den 3. Wahlbezirk Backer Gg. Ehrhardt, beschäftigt bei Bäckermeister Val. Frey in Gießen, als Mitglied und Backer Otto Haak, beschäftigt bei Bäckermeister Ludwig Müller in Gießen, als Ersatzmann gewählt. Im 2. Wahlbezirk wurden Spengler Bruno Konr. Kohlstädter in Offenbach als Mitglied und Schneider Johs. Heim als Ersatzmann, im 4. Wahlbezirk Bäcker Christian Dieden in Alzey als Mitglied und Bäcker Joh. Kramer als Ersatzmann gewählt.

** 53 o n der Obsternte. Soweit es sich überschauen läßt, haben wir in der Umgebung von Gießen nur eine geringe Aepfelernie zu erhoffen. Tie an den Kreis- srraßen gepflanzten Bäume sind vielfach nur vereinzelt mit

Zar Hifolmis

hat gestern vormittag in Cowes an Bord desStandard" I Deputationen der Städte London und Portsmouth sowie

Der Handelskammern von London und Liverpool, die dem 1 eifer eine Willkommeuadresse überreichten, empfangen. Der laifer verlas in englischer Sprache die Erwiderung, in der <r die Zuversicht aussprach, daß die freundliche Stimmung Stoischen beiden Ländern ihre glücklichen Wirkungen weiter- -ben und der Aufrechterhaltung des Wcltftiedens erfolg--

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Nr. 182

Ter Siebener Hr.jtiger erichemt täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerAamilienbtötteri zweimal wöchenll.llreir- dlatlfürLenUreisSießen iTienölagundFrenag): r, :>cimal nionntl. £cnb= wirtschaftliche seitfragen 7\ern|pred) - Anschlüße: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

reich dienen werde. In der Erwiderung auf die Adresse ier Londoner.Handelskammer sprach der Kaiser die lieber §cugung aus, daß die Handelsbeziehungen zwischen Ruß- lanb und England eine Förderung erfahren werden durch die jüngst erfolgte Bildung einer russisch-britischen Handels­kammer in Petersburg und einer russischen Sektion in der Londoner Handelskammer.

Um 3 Uhr 40 Min. nachmittags erfolgte gestern die Abreise der Zarenfamilie von England. Kurz zuvor hatte man noch eine kleinere Ueberraschung, als plötzlich ein Ballon über dem Solent kreuzte. Ob die Ueberraschung zunächst eine angenehme war, wird nicht gesagt. Bei den Offizieren □am Patrouillendienst und mehreren Booten erregte die

chten. ic'inde.

BüMlnfagty sl 1909:

polrtzsche Tagesschau.

Internationaler Katholikentag.

Unter ungeheurem Andrange von Laien, sowie niederen und 8 höchsten fUeruevn der katholischen Kirche aus allen Teilen der Welt ; nmri)e der 20. E u ch a r i st t s ch e Kongreß in Köln mit einer Iqstenllichen Versammlung im Langfchifs des imposanten Tomes, der euiind)en Blumenschmuck trug, eröffnet. Da die erste Versammlung ntmt gottesdienstlichen Charakter trug, war das Allerheiligste aus | bem Hochaltar entfeint, weshalb auch nicht die einige Lampe brannte. Um die Akustik des Tomes zu verbessern, hatte man eine I besondere Rednertribüne auigeschlageu. Unter den hohen Geist- l chen fielen «vor allem die drei Kardinale, der Legat und die Crz» Iliichöie von Köln und lUoilnnb in ihrer roten Kardinalstracht auf. sflir sie waren neben den Sitzen der übrigen Bischöfe erhöhte Plätze vorgesehen. Unter den Teilnehmern befanden sich ferner Angehörige les Vlaltheser- und Iohaunuterordens aus den Reihen des rhein. irb ivcfifäl. Lldels und zahlreiche Damen. Pfarrer Jansen tWen-Ruhr) verlas zunächst das uäpftliche Schreiben, in dem die Eilsendung des Kardmal-Legaten angekündigt wird. Darin wird iev Kongreß beglückwünscht, daß er eine so vortreffliche Wahl in freier uralten hervorragenden Stadl, einer Blüte katholischen OlauvenSbekenntiiisses, als Tagmigsort getroffen habe. . Ter Papst druckt seine Freude aus über die vielen Anmeldungen zu der Ver> ienunhing, und ersucht den Legaten, als Beweis seiner väterlichen riebe den Veranstaltern des Kongresses seinen päpstlichen Segen zu uterbrmgen. Darauf nahm der Kardinal-Legal V a n n u t e l l i des Wort zu einer lateinischen Ansprache, die er mit dem deutsch flt pvouicncn katholischen GrußGelobt sei Jesus Christus' einleitete. 6r nannte den Kongreß ein großartiges Schauspiel, das keinen Jioeifcl daran aufkommen lasse, daß die Kirchengeschichle Teutsch- Irids, die schon so viele herrliche Taten au'weise, ein neues Ruhmes- blatt erhalten habe. Keine andere Stadt wie Köln wäre so ge­eignet zu einer derartige» katholischen Kundgebung, Köln, das ton den ersten Anfängen der Religion an Christus augen- toeinlid) mit außergewöhnlichem Wohlwollen geliebt ^habe, das lut würdig befunden worden sei, die heilige Stadt und

da- deutsche Rom genannt zu iverden. Ihr Lob kündeit

die Taten ihrer Geschichte, ihre Oberhirlen und die Reihe der hervorragenden Tlänner, die durch heiligmäßigen Lebens­wandel und durch einen ehrenvollen Rainen in Kumt inib Wissen- syaft hervorleuchten.Hier ist in Wahrheit das Haus Gottes und bik Pforte des Himmels«. Ter Karduial-Legat bringt schließlich bein Kaiser eine' Huldigung dar, dessen gerechtem Gei'le es nicht miflangen sei, welche Bedeutung die Freiheit der Religion für den Staat habe. Er danke dem Komitee für die Vorbereitungen, Tür bie ehrenvollen Kundgebungen während seiner RlieinTahrt und vtnscht, daß der Kölner Kongreß unter dem göttlichen Beistände dir erwarteten Früchte tragen werde. öierauT begrüßte Kar- bnial Fischer (Müln) die Versammlung zunächst in deutscher Sprache imb dann in Einzelanreden die holten ^birchenmrsten, bnt Kardinal-Legaten aus lateinisch, die deutschen Bilchoie gut dNitsch und schließlich in lateinischer ZusammenTastungalle die -siebten hochwürdigsten Brüder, Bischöie und Äebte, die, obloohl tarch Sprache, Gewohnheiten und Länder getrennt, dennoch bie 'miderliche Liebe mit unlöslichem Bande verbindet. "

Daraus richtete der Kardinal einen Gruß in Tranzosilcher Sprache an die Laien, die aus nichtdeutschen Ländern zum Kon- Ijrcsse gekommen und betonte zum Schluß, daß der Kongretz teilten politischen Anstrich habe, sondern eine ausschließlich rcligioic ioer^ tititaitimg darstelle. Im Namen der Stadt Köln sprach Ober­bürgermeister Wallrafs Worte der Begrüßung. Die geiamte Bürgerschaft bringe dem Kongresse ehrende Achtung entgegen, . bie jeder reinen Regung religiösen Empsindens g- bährt

Daraus folgten drei religiöse Vorträge: Pros. Dr. Es ser Bonn- 'taach über >,Die Eucharistie als Geheimnis des Glaubens", der staunte AbgeordLÄL W.ar x (Düsseldorf) .überDas. BelemMrs

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Erscheinung jedenfalls große Bestürzung. Sofort wurden

-Tiachsorschungen angcstcllt, aber die Unruhe blieb bestehen, | bis gemeldet wurde, die Luftschiffer seien in Cowes gut

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igcil lüft. Tic iciui Territoncs t crgehcudcn Südj::1 30 sh. in Öen Itflti >a 150 Prszetz t« ic stüruiischc iwt chva 40 ü

idlt aUiulan^x I

noch nicdiigci wr I z ifi bessiideis hu I cn Steinen bie N I fbung der Öeicllid»' on nd:t btarat ist-- ! matt) erscheint c; « j d nähere Meldung 1

befürworten könne. Die Versammlung entschied auch in diesem Simr.

Zu einem besseren Ausbau deS WegeS nach Bänningars Fabrik hat unter gewissen Bedingungen die Eisenbahnbeliürde;. die Mitbenutzung der Böschung des Eisenbahndammes gestattet. Die Versammlung ist mit diesen Bedinguirgen einverstanden.

Die Versuchsfelder des landw. Instituts, die von der Stadt gepachtet sind, reichen nicht mehr aus, man wünscht ihre Vergrößerung durch eine Fläche zwischen dem Llnne- röder Weg und der Licher Straße. Das Stuck brachte der Stadt seither 220,05 Mk. Pacht. Die Stadtverordneten haben gegen eine Verpachtung an die Universität zum gleichen Preis nichts einzuwenden.

Ein Verkauf eines ausgebeuteten Steinbruchs an der Hardt an den Anlieger Daniel Weller von Heuck-clheim für den Preis von 300 Mk. sindet die Billigung des Kollegiums.

Eine Verkehrsdebatte.

Die Finanzdeputation schlägt vor, für den rteu zu verlegenden Woerl-Führer von Gießen dem Verleger einen Zuschuß von 150 Mk. zu gewähren, wogegen dieser der Stadt 300 Exemplare des Führers sich verpflichtet. Mdn war der Ansicht, daß die Bücher dem Verkehrsverein zu überweisen seien, der davon gewiß nützlichen Gebrauch machen könne.

Stadtv. Helm bemerkt, daß nach ferner Erkundigung die Städte Mainz und Worms ztvar früher an den Verlag für die Führer durch ihre Städte Mich Zuschüsse bezahlt haben, in neuerer Zeit dies aber nickst mehr geschieht. Dagegen unterstützen beide Städte die Vert'ehrsvereine am Platze. Es handle sich hier Um ein Privatunlernehmen, das doch die Städtesührer verkaufe und damit ein Geschäft macht. Außerdem werde mit der Herausgabe solcher geschäftsmäßig .hergestellten Führer wenig erreicht. Unser Verkehrsverein habe einen sehr schönen neuen Führer her au s- gegeben und lasse cs sich sehr angelegen sein, ihn zu verbreiten, er halte es daher nickst für nötig, den Woerl -Verlag zu unterstützen, wenigstens nicht in der vorgeschlagenen Höhe, lieber solle die Stadt dem Verkehrsverein eine Unterstützung zukommen lassen.

Der Oberbürgermeister erklärt, daß der Gießener Ver­kehrsverein noch nie bei der Stadt um eine Uirterstützung ein­gekommen sei. Er verkenne nicht, was der Verkehrsverein, be­sonders aber Stadtv. Helm als dessen Vorstandsmitglied zur Hebung des Verkehrs leiste, aber dessen Führer sei doch in keiner Buchhandlung, besonders nicht in den Bahnhofsbuchhandlungen! käuflich. Richt jeder, der sich über eine Stadt informieren wolle, wende sich an den betreffenden Verkehrsverein, sondern er kaufe fiel) einen Führer und zwar meistens den aus dem Woertschen Verlag, der gut und billig sei. Er begreife nicht, wie man sich gegen diese Ausgabe sperren könne, die doch die gleiche Wirkung bezwecke, die der Verkehrsverein anstrebt.

Stadtv. Emmelius schlägt vor, dem Woerl--Verlag wie seither, ohne die Gegenleistung von 300 Blicksr 100 Mk. zu zahlen und die anderen 50 Mk. dem Verkehrsverein zuzuwenden.

Stadtv. Haubach erklärt, daß das Büchlein des Verkehrs- oereins nur eine Reklame, eine Propagandaschrist für unsere Stadt sei. Tas Werk von Woerl sei aber ein wirklicher Führer für dm Fremdm, der nach Gießm kommt. Er ist der Ansicht, daß man dem Antrag der Finanzdeputation mtsprechm soll und mit einem Zuschuß von 150 Mk. 300 Bücher erwerben soll, für die man, wenn sie der Verkehrsverein ablehne, schon eine erfolg- 5 ring en be Verwendung finden werde.

Hierauf wird der Zuschuß von 150 Mk. bewilligt.

Die Wirtschaftsgesuche des Josef Gentner für Rodhrimer Straße 36 lBiebertal) und des Heinrich Pfeu^t^r für Walltorstraße 34 (Alte Post) es handelt sich um dm Uebergang bestehender Wirtschaften werden befürwortet. Ein Gesuch des Fr. Weber um Logier- ivirtschast für Tiefen weg 4, wird wegen des mangelndm Be- dürfnisses nicht befürwortet. (Es befindm sich in der Nähe und zwar nicht über 50 Meter entfernt, iricht roeniger als acht Wirtschaften resp. Ausschankstellm.)

Bebauungsplan.

.Der Bebauungsplan für die Schwarzla'ch, gegen dm Bauunternehmer I. G.g. Pfaff Einspruch erhobm hat, ist vom Ministerium mit der Maßgabe zurückgekomm-en, daß dem

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Straße: 2. Gelände bei der Heyligmstädtschen Fabrik: 3. Ge­lände zwischen Marburger Straße, Ost-Anlage, Moltkestraße und Kaiser-Allee: 4. Gelände zwischm Landmannstraße und Läichen- wäldchm.

Die Pläne wer dm alsbald öffentlich ausgelegt werden.

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Sitzung der Stadtvexo2*dneten.

th. Gießen, 6. Aug.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum: die Stadtverordneten: Brück, Eichmauer, Emmelius, Faber, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Habmicht, Dr. Haberkorn, Haubach, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Löber, Plank, Simon, Troß, Wallmfels, Winn.

Mitteilungen.

Die Bäcker-Zwangsinnung hat mifgeteift, daß am 18. und 19. August d. I. in Gießm und zwar vormittags 11 Uhr die Bäcker-Innungen, Verband Mitteldeutschland, tagen werden, wozu eingeladen wird.

Der Oberbürgermeister gibt den Stadtverordneten Kmntnis von einem Schreibm des Bäckermeisters Deibel am Muenweg, worin dieser Erklärung abgibt, daß die Interessenten es ablehnm, zur Erwerbung der Wiegandsck>en Hoft.-ite ein finan­zielles Opfer zu bringen lwir hoben bereits darüber berichtet).

Professor Hansen hat in einem längeren Schreiben auf dm störenden Betrieb des Schlossermeisters Hansel Beschwerde geführt und um Cingreifm der Stadt gebeten. Die Dersaimillung ist damit einverstanden, daß die Bürgermeisterei als solche, dem Pctmtm in einem Schreiben darlegt, welchen Standpunkt in der Angelegenheit die städtische Verwaltung einnimmt. Hierauf erstattet der Oberbürgermeister über dm ihm vor gelegten

Rohabschluß der städtischen Werke

für 1908 09 Bericht. Danach hat abgeschlossm:

dasG aswer k mit 144 654,08 gegen 146235,17 Mk. 1907-08,

das Wasserwerk mit 129 334,08 gegen 120 034,07 Mk. 1907/08,

das Elektrizitätswerk mit 145 354,08 gegen 132 118,07 Mk. 1907/08.

Es ergeben diese Summen int ganzen 423342,08 gegen 398 387,07 Mk. 1907/08, also eine Mehreimtahme ton 24 985,01 Mark gegen das Vorjahr.

Woher es kommt, daß das Gaswerk im letzten Jahre in seiner Eittwickelung zurückgeblieben ist, hat der Vorsitzende noch nicht feststellm können. Jcoenfatls aber sei der gesunde Fortschrüt des Wasser- und ElettrizitätÄverkes erfteulich.

Baugesuche.

Der Eisenbahn, die am Rodverg, in der Nähe des Bahn­körper eine Waschküche erbauen will, fehlt dazu der erforder­liche Dispms, der von dm Stadwerordneten befürwortet wird.

W. Rinn hat an der Weserstraße ein Grundstück, das er mit 3 Häusern bebauen will. Ein Teil des Grundstücks hat nicht die cr^rteaicrc Tiefe zum Bebauen. Ter Oberbürgermeister, sowie die Stadtverordneten Winn und Huhn sind im Gegmsa?. der Sflubyzutaticn, der Ansicht, dqß taan dm erberesen Dispens

V & mo nadich 75'^3$.,niertel-

V -»vn, *3k A 2&v A .. , j a. a a jährlich Akk. 2.20; durch

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vnvllvl LillirlUrt

Verantwortlich

General-Anzeiger für Oberheffen WM

Annahme von Anzeigen r 6 f i u. Land" und ^Gerichts-

bi »omSTü Rotati6nsbru6 und Verlag »er Srühl'schen Itniv.-Such- und Steinörucferei H. Lange. ReDaHion, Srpcöition und »räderet: Schulftrotze 7.

TiS- in­st, l-l5 Uhtl

Aus Spanien.

In Barcelona find im ganzen 500 Revolutionäre ver­haftet worden, in Sabadell 300. Die Ausrührer setzten in Mounresa drei Kirchen in Brand. In Gracolles eine Kirche und ein Kloster. Nach einer Meldung desJmparcial" aus Melilla stellten die Pioniere die von den Riffkabylen zerstörte Bahnstrecke vollständig wieder her. Weiter wird demJmparcial" gemeldet: Als General Mrrrina, nur von einigen Offizieren begleitet, die Vorposten inspizierte, wurde er von Mauren, die sich in den Schluchten von Sid Amussa verborgen hatten, heftig beschossen. Eine spanische Wtei- lung schlug den Feind in die Flucht. Ein Offizier ist ge­fallen, sechs Soldaten wurden verwundet.

Deutsches Hcidb*

Der Kaiser unternahm gestern vormittag in Swine- inünbc bei sehr schönem Wetter am Strande einen längeren Spaziergang und hörte um 12 Uhr an Bord der5^ohen- zollcrn" den Vortrag des Marine-Stabsingenieurs Bock- Metzncr von der.Hohenzollern" über moderne Dampftur­binen und Transformatoren. Zum Vortrage waren die Offiziere der.Hohenzollern", derHamburg" und des Sleipne^ erschienen.

Mißstimmungen im konservativen Lager. Die vor einigen Tagen angekündigte Reorganisation der Konservativen Berlins, die jreie konservative Vereinigung, hat nach einer Berliner Korrespondenz jetzt einen Aufruf erlassen, in dem die Steuerpolitik der konservativen Reichs­tagsfraktion und ihr Verhalten gegenüber dem Fürsten Bülow getadelt wird.

ArrsLand.

Arbeiterbewegung in Schweden. Der Fach­verein der Seeleute und der 5Aeizer in Stockholm beschloß, die Arbeit auf den Dampfern in den Stockholmer Gewässern cinzustellen: der Vertehr mit kleinen Motorbooten, Fähren und Bugsierdampfern ist bereits eingestellt. In Goeteborg legten die Schlachthausarbeiter die Arbeit nieder. Das dortige Komitee für den Generalstreik beschloß, auch die Eisenbahnarbeiter und die Typographen zur Mcderlcgung der Arbeit aufzufordern.

Türkei. Auf die Anfrage der Pforte wegen der Be­setzung von Dschanet durch frattzösische Truppen hat der franzosisck>e Minister des Aeußcrn Pichon geantwortet, daß Frankreich den Statusguo in Tripolis respektieren will. Der Atinister des Innern, Fe r i d Pascha, und der Präsident des Staatsrats, Rai f Pascha, haben angeblich infolge von Meinungsverschiedcnhciien in der Kreta-Frage demissio­nier t. Gegen den erftercu führten die Zungtürken in den letzten Tagen eine heftige Preßiampagnc. Wie von maß­gebender Seite versichert wird, ist der Besuch des Königs von Bulgarien in Konstantinopel im September beschlossene Sache.

K ö n i g L e o P o l d ist so stark an Gicht erkrankt, daß cr auf seinen alljährlichen Sommeraufenthalt in Ostende ver­zichten muß.

Amerika. Die außerordentliche Session des Kon­gresses wurde gestern geschlossen und der Kongreß vertagt.