Ausgabe 
4.2.1909 Erstes Blatt
 
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burch enn'meckende Anwri'ung cn den Kommantanten der liberiant- f(f*n ZoUkreuzers£arl" c-afür -3arac tragen zu wollen, bc*; ieldz Lorkammniste »ukün'kig ücrmirDrn roerten Durch bicie -nrtaegenkomm^n^ infidrunn der Regierung in Monrovia in der öteLetörittte Iwischeniall in bereift-a*nb<T. Leif:

Ausland.

R ei i c deS englischen KönigsvaareS nach S tx f i n . In London nnrd amthd» bekamU gegeben, daß da- engu'chc KönigSpaor Montag, Den 8. d M. morgen. 11 Uln 40 M n mit einem Sander zugc von Der Viktoria Station über ^.over nach Berlin abiahren werde. , , , ,n ,.

Neue Anklagen gegen die russische Lolt» e, In derHumonu»'" w> .et boll der imfüdK NcvoluHonar Jöurt- ichew neuerdings seine Anklage gegen den l£fr» der -ßetex.'bürget Licher heil »Polizei Radsckkowsk' 2>urtschno w ut nach, bar, eie Ermordung Plehwe» ein persönlicl-er Racheakt 'JiaM^onwn» getvesen rft. _.

(5in Unfall des serbischen «ronvriuzen. Em tutomolnl dc-r Kronornien, Das von tiefem sctbn gelenkt tinirbe, uirfc gestern nachmittag in voller fahrt gram eine Telegraphen- imngr. Ter Jtronpnm wurde leicht am « eiicht vetlent

Der Zustand de- HegusMenelikw,ed immer rrnittt Die Proklamation von Lids Icastu zum NegilS von Abessimei liehe oahn unmittelbar bevor , .

Amerika und die Javaner Teprai ittanicnnau? von 7?rwaoa hat in Beschlüssen die kalifornisch- l^-'e^-z-Vorlage gegen ne Javaner gut gehr ihm. Lic nennt die Japaner 'B a r_a liten, berat reinliche Menschen sich erwehren müßten. >r:te verlacht d,e Kriegsbrohuuaen, wenn jedoch bet Krieg nötig fet, > al> ipörrr ,u führ n ...

Au« Washington: Ter l'aicnlau6|d:iih bc.» Kongresse.- hat eine Szeiehelvorlage vorbereitet, burd) die den auswärtigen ß a t e n t i n h a b e r >i, die hier ihre Erzeugnisse Herstellen, dieselben Bedmgungeii aulcileg< werden, wie sie von bin auswärtigen Re­gierungen den dort sabrizterenden amerikanischen Patentinhabern vorgeschrieben werden.

Die Hauptstadt Südafrika?. Tie ^.elegierten-Ver- sammluuq, die den Zu'ammenlchluß ter lüdasrikamschen Kolonien in die Wege leitete, hat einstimmig beschlossen, K a p st a d t zum Sitze der gesetzgebenden, Pretoria -nm Lnze der abmmifiratiDcn ßeriammluinH zu erheben. Tamil rsl die faagc deS Sitzes der künstigen Hauptstadt durch Stompromiü erledigt.

2lu> Stadt und Land.

Gießen, 3. Februar 1909.

Finanzpersonalien. 3c. Kgl. Hoh. der Groß- Herz og haben den Steuereinnehmer des Steuecamts Alzey Wilh. Baumer zu Alzey in gleicher Diensleiqenschcist an da« Steueiamt Lampertheim versetzt. Karl Born auS Hom- ßerg a. d. D. luucbc zum Echreibgcyilfcn beim Finanzamt Offenbach I, dec vormalige Rechtsanwalt Will). Schmidt au« Darmstadt zum Fmanzaffessoi, der Gcnchttzafsessor Go. hV> c n b zn Darmstadt zum Fmanzassessor, der Referendar Ludw Wockec auS DraiS zum Finanzasseffoc ccnamiL

Erledigt ifi an der Gemcmdeschnle zn Ebcrstad: 4fit. Darmstadt) eine nut einem evang. Lehrer zn besetzende Lehrerstelle und eine mit einer evang. Lehrerin zn besetzende Lehrerinstelle.

"Die beiden hie sigenlinkSlibcralen Gruppen, die sich schon seither zu gemeinsamer 'Jlrbcit zusammen- geschloffen hatten, haben sich nunmehr in einer einzigen Organisation vereinigt. Der nationalsoziale Verein hat sich aufgelöst und ist dem freisinnigen Verein beigetrcten. Der engere Vorstand setzt sich auS folgenden Herren zu sammcn: Justizrat Metz, Vorsitzender, Geh. Hofrat Dr. Haupt erster, Stadtverordneter Eichenauer zivettcr siellvertretcndci Vorsitzender, Oberbibliothekac Ebel und Privatdozent Dr. Vogt, Schriftführer, Stadlverordnetec Leib, Rechner, Kaufmann Jughardt jun., Stellvertreter des Rechners, Reallehrcr Grimm, Beisitzer.

Die direkten Steuern er bracht en im Grvßfrwzog tum 1870. 6842 200 M., Ibtjj : 7 92u 000 M . 1590: 8 u90 900 > 11 737 k' M. und 1908; i I 21 >000 "

der Bevölkerung [>ctrugni Dir direkten Steuern 1870: 8,03 M., 1881: 8,44 M., 1890: 8,67 M., 1900: 10,55 M, 1908: 11,32 Mark.

Land wirtschaft Skammer. In dec letzten Sitzung des Vorstandes am Dienstag ivurdc mit den Ver­tretern der Regierung der Voranschlag der Landwirt- schaststannner besprochen. Dein Anträge eines Bezirks - AuSichuffeö auf Verlängerung dec Giltigkcitsdaucr dec Seuchen- beschelmgung von 3 aus 5 Tagen wurde nicht stattgcgcben, da durch eine derartige Ausdehnung die Seuchcngefahr er­höht würde. Dem Landwirtschaftslammcc-Ausschuß für Ober Hessen wnrbc zur Hebung der Schafzucht ins- besondere zur Hebung von Stammzüchtereien ein Kredit von 800 Mk. bewilligt. Die Abänderung des Lorgesetzed wurde für nötig erachtet, die demnachs'.ige Revision bet Großherzog- lichetn Ministcriunl angeregt. Tic von einem Bezirks Ausschuß beantragte Abänderung einiger Bestinmiungen des Feldstrafgesetzcv wird bei der in Aussicht stehenden Revision bei Gesetzes, die bereits von der Landwirtschaftskammec beantragt wurde, berücksichtigt werden.

* Die Gabe der Landesuniversität. Ter Rektor der LandeSuniversität hat am 2. Februar 7 6 8,75 Mk. an da« Hessische LandeSkomitce zur Hilfeleistung für Bftbitalitn ab geführt. Die Summe ist das Erträgnis der Sammlung bei den Angehörigen dec Universität, sotvic des von der Uni­versität veranstalteten Vortragsabends vom 28. Januar.

Da- Vorlesungsverzeichnis der LandeS- universität für das Somniechalbjahr 1909 ist erschienen und für 20 Psg. kau st ich zu haben. Der Beginn dec Jnnnatriku- lation ist am 1V. April, während die Vorlesungen am 16. April beginnen.

* Stadttheater. ES ist der Direktion gelungen, Hafschauspielec AloiS Wvhlmuth noch für zwei Vor­stellungen zu gewinnen, so daß dec Gast seinen ganzen diesjährigen Gastspielurlaub tn Gießen verbringt. Besondere Freude dürfte es erregen, daß Herr Woblmuth seinen .Geizigen' noch emmal hier spielen wird, und zwar hat er sich bered erklärt, in einer Cchülervorstellung am CamStag den 6. Febr., nachmittags 1 ,4 Uhr mitzuwirken. Außer dem Moliäre scheu Stück wird in dieser Vorstellung noch .Wallen­stein« Lager' gegeben, das allein schon durch die hiesige glänzende Spezialailüstattung eine Sehenswürdigkeit bildet Da diese inteceffante Vorstellung bei Volkspreisen statt- stndet, so büiikii die BllletS rasch vergriffen »em und Re- Ilektanten iverdcn gut tun, sich umgehend Plätze zu sichern. Ein letzte« Austreten deS gefeierten Gaste« ist dann noch für kommenden Sonntag abend vereinbart ivorden, an dem das Lustspiel .Standhafte Liebe' wiederholt und dazu Gocthc'S .Bürgecgeneral' gegeben wird.

| Kolosseum. Id) <' u n Br.' . . ..a tni

Beifall. Der Dmncniniuirot 3 o j t öe* i a. gebill-.:.- »

iuetnte von unqewö^idrr höbe ist. löst Zwmwl daran auf- kommen, do man e> nnrfhcb mit einem Manne zu tun Kar xtx Trgcnfünfter Aldos - otxrän E Karie: Semmt arbeitr; mir mit itber-n Klingen. Ta;- zu iendmeibcnDe Material ist in keiner Seife prärar'erl Er ;cri(hnnbrt Mit einem Sieb und an: einer Land leichte und »dnpert la? unglaub-

lichste ist, wenn er eine .irrlostel au» dec jte&ic ober im Nacken mit tugebunbtnnt 'Augen ierirfinetoet, ohne Die lkr»on oct- legen D Kräutler Nandl und D'Gencr viaS, em Lbrr-und AiederbaverucheS Cxiginal Bauern Typen Duett mit ur- Kmi'chem .vumor, verstellt < oas Publikum angenehm unter Kalten, nafür ihnen der Beifall nicht auSblabt. Die 1 Silber­sterne, ein prachtvoller eleganter BüKnenluftakt arbetttit nut eleganter Sicherd.it 3n Elfe von Elban, einer hier fdxn: bestcnö bekannter Künstlerin, erblicken wir die sehr clnke Cfh-jier*- fopiftin als Leutnant von Schlipvenbach Gerty Gold ernrut de Zuhörer durch anregende, prickelnoe Ehmison». Lilly Schwarzenberg, eine rvfdje Wienerin, bringt hübsche Lieder und.um Bortrog. Siegmund !>:

: in. ist ein geschickter Vertreter De« -

Nicht zu vergessen find auch bie neuen Bilder des .Mtoltmeuin»- ?krnematograph, btc als vollgültige 'Programm-'Jiummcrit wirken Im voroercn Restaurant ,st Bockbierfest mit »on^rt bet neu- engagierten DamenkapelleBonne fartunc".

Kronbau ec'schec Ouartett - Verein. Ter Kartenverkauf zu dem am Sonntag im Klubsaale stattnndenden WohltatigkeitS-Konzert nimmt einen erfreulichen Ver­lauf, so daß anzunehmen ist, daß der Saal om 7. Februm kein unbesetztes Plätzchen mehr aufweisen wird.' Dec Verein läßt eS sich aber auch angelegen sein, seinen Hörern nui wirklich Gutes zu bieten, und hat neben seinen eigenen Gaben zwei . hervorragende Solisten zugezogen. Frau Berthe Boul in-Berg ist un5 zwar noch eine Unbekannte, der Ruf, der ihr aber vorauSgeht, läßt daS Beste erwarten. Alle Kritiken heben gleichzeitig das am meisten hervor, was eine Sängerin ziert: »schöne St» Ni mittel, niusika lisch vor- nehinec Vortrag'. Herr Davisson ist un9 als vor­trefflicher Geiger wohlbekannt; bei den Kammermustkabenden des KonzertvereiiiS hat ec sich als würdiger Partner Professor TraulmannS und seiner Gciioffen erwiesen.

GabelSbergcr Stenographenvcrein. Der zur Gabelsberger GeburtStagSfei -:c für heute angekündigtc Vortrag des Direktors Otto Bergen kann emgetretenec Hindernisse halber zunächst nicht stattsindeii. iS. Inserat).

* Evang. Arbeiterverein. Lbwoyl von verscbie- denen Seiten die Wiederlwliing des om 24. v. Mts. abgel-alteuen öjiaten Schaufpi. l^:Die Sühne des Arbeiters" gewünscht imirbc, oll hier von einer nochmaligen Auisüchrung vorerst abgesehen werden unb zwar einesteils mit Rücksicht auf die in nächster Zeit m (Ziehen in Aussicht stehenden sonstigen Veranstaltung-n, anderseits weil befürchtet nnri», daß durch eine mehrmalige Auf­führung die Wirkung des Stückes verloren geht. Dagegen soll, vielfachen Wünschen entsprecheiid, das Stück in Lollar ivicbfr- hvll werden. Auch ist die 26ieoerhvlung der geistlichen Muiik- üujrübrung dorr geplant falls sich in Butzbach ein pajfendcr Saal finden läßt, soll der Volksunterl-altnngsabend auch für den dortigen Evang. Arbeiterverein und dessen faeundc gegeben werden. Die Hauptversammlung des Vereins sindet am Samstag abend statt. Außer Wahlen, Satznugsandermig ic. stehen sonstige wichtige Punkte znr Beratung.

Im Verein fürFrauenstimmeccht spricht, wie mau uns schreibt, Vlittivoch, 10. Februar, Frau Dr. 2llt- mann-Gott Heiner über: »Die Frau in der Gemeinde." Die Rednerin ist wohl eine der sympathischsten Erscheinungen der modernen Frauenbewegting, sie tritt mit Wort und Schrift eifrig für die Interessen ihrer Geschlechtsgenossinnen ein. Sie ist 1. Vvisitzende dec gesamten Fraiieuvcrcinc von Frankfurt und deS Allgemeinen deutschen FrauenvecemS dort. Ihr Amt als 2. Vorsi,ende deS Vereins für Frauenslimnnecht hat sie kürzlich niedcrgelegt, da sie demnächst nach Mannheim übersiedeln wird, wohin sie als Dozentin der 9lotiona[- ökonomie an der Handelshochschule berufen wurde.

" G i e u c n c i VolkSbad. Im Januar würben 7887 Bäder verabreicht gegen 8342 im Dezember mid 6710 im Januar 1908 oder im Turchichnitt pro Tag 254 Bäder gegen 269 im Dezember und 217 im Januar 1908. Der Besuch Hal sich im ein­zelnen wie folgt verteilt:

Schwimmbad: 3667 Männer, darunter 682 zu 10 Psg.,

, 605 Frauen, , 61 , 10 ,

Wannenbäder 1. Klaffe 233 Männer, 75 Frauen,

. 2. 706 419

Brausebäder 1. Klasse 814 Männer, 155 Frauen,

, 2. 882 , 123 ,

Dampl- ii. peißlnslbädei, sowie Maf'age zns. 193 Manner, 15 Frauen. Die Personenwage wurde von 16U Personen benutzt und d-iS Bad von 5 Personen besichtigt.

" Winters reu den. Zwei junge Damen von dcr Rabenau hatten sich am Bahnhof zu L. durch Schn eeball- werfen so amüsiert, daß sie befchloffen, eine Menge Schnee mit inS Eoupee zu nehmen, um hier das Werfen fortzufetzen. Sie nahmen ihren netten Regenschirm, füllten ihn mit Schnce und wollten ihren Plan ausführen: aber durch das Gelächter einiger Herren wurden beide in ihrer Arbeit gestört. Be­schämt schüttelten sie ihren Schirm, der völlig mit Schnee gefüllt war, wieder aus.

Brief fendungen nach den Vereinigten Staaten. Heber die Franlierung der Briefsendungen nach den Vereinigten Staaten von Amerika scheint cm großer Teil deS Publikums «och nicht tut klaren zu fein. Wir machen deshalb nochmals darauf aufmerksam, daß die eingetretene Gebührenermäßigung sich nut auf Briefe bezieht, die auf dem d retten Wege über Bremen oder Hamburg be­fördert werden. Alle anderen Briefs endungen rm Verkehr mit diesem Lande unterliegen nach wie vor den Ge- bührensätzen des WeltpastocrcinS; Postkarten z. B. kosten 10 Pfennige.

In Amerika verstorbene Hessen. C. Menzel aus (VeDcrn. 65 Jahre ah. ,u BrooAvn, N. H Jakob Seitz aus Kirchha,n. 66 Jahre alt. zu New--)vrk. öclnrid) Heil ans Benungen, 74 fahre alt, zu fauntain Cuv. DiSk. Konrad Aichter aus Spi>5kappcl, 41 fahre alt, »u AUegdeny-Pittsburg, Pa. Adolf H'Hnc auö veppenbeim a b. Wirie, zu SilFev Barre, Pa. Jakob Übrig aus Lampertheim, 68 Jahre alt, ui Gbillicofe. Daniel Giesler aus Frankenhcrg, zu Wa'hing. ton, D. kv

--= Lich, 3. Febr. Seit kurzer Zeit ist da» anonyme Brieffchreioen hier iviedcr so recht Mode. Hoffentlich bewahr­heitet sich nun bald das Sprichwort: ,Dec Krug gebt solange zum Brunnen bifl ec bricht

? Hungen, 3. Febr. Heute abend würben am hie­sigen Bahnhof zwei Handwerküducscheu verhaftet und in das hiesige Gefängm« eingeliefert. Sie hatten einem I Herrn au' dem Bahnsteig das Portemonnaie entivendel, was dieser jedoch sofort nach der Tat entdeckte, jo daß er die Verhaftung rechtzeitig env.ckeu konnte.

----- Wohn back. 3. Fcbr. Ta? diesjährige Bezirks- kriege rieft des KriegervercinSbezirkS Hungen wirb am 4 und 5. Juli hier abgebalteii.

§ Wettfaafen, 3. F.'br. D.r Nestor der Bememde- rechnet LberheffenS, ja jeden'allZ des ganzen GroßherzogtumS, ist der diestge lÄememderechner Heinrich Hörle. Geboren am 1. August 1823, steht der Mann im 86. LebeuSjahre. Leit den» Jahre 1854 versiebt ec daS Eemeindcrechneramt, also schon 55 Jahre lang. Daß bt: Gemeinde ben allezeit gewisienhaften Beamten, batet leberjr.t hilfsbereiten, freund­lichen Mann zu schätzen weiß, zeigt sich in feiner Wahl zum LrtSgerichtSmann, zum Kirchen» und Schulvorstand. Auch diese Aemter bekleidet der Bejahrte schon 30 Jahre lang. Jüngst erhielt er daS Ehrenzcichen für treue Dienste, da« er redlich verdient hat. Trotz feines Alters ist der Greis noch riiftig. Möge dem biederen Manne ein recht glücklicher Lebens­abend beschieden sein!

? Nieder-Ohm en, 3. Febr. Dem Knecht emes hiestgen MüllerS, der bei dem kürzlichen Glatteis vom Mullerwagen fiel und unter ihn zu liegen kam, wurde zur Iklinik noch Gießen gebracht. Jetzt muß ihm dort daS ver­letzte Bein abgeuommen ivecdeu.

? Büdingen, 3. Febr. Vorgestern werkte hier Minister Dr. Braun, uni die in Darmstadt gepflogenen AuS- gleichSverhandlungen nunmehr mit der Bürgermeisterei der beteiligten Gemeinden fortzusetzen. Wie vorauSzusehen war, wurde eine glatte Einigung auf folgender Grund­lage erzielt: 6c. Durchlaucht der- Fürst eutichädigt die Ge­meinden für den Verlust ihres IagdrechtS durck Zahlung einer angemessenen einmaligen Abfindung. Für ferne Person hat übrigens Fürst Wolfgang auf die Ausübung de« fo ec- worbenen IagdrechtS freiwillig und ausdrücklich Verzicht ge­leistet. So wäre dieser Teil dec Mißhelligkeiten enbgiltig auö der Welt geschafft.

8 Kaulstoß, 4. Febr. (2d.) Insolge dcS rasch ein- getretenen TauwetterS ist die 9i ibb er in den Dörfern Burk- bardS und Kaulstoß über die Ufer getreten. AuS tief­liegenden Gehöften miißte daS Vieh auS den Ställen gebracht werden.

A e n U l r cckr st e i u , 2. Febr. Der BestMid der Arbeiter- Kolonie, bei am 1. fanuai 120 stellen- Dsid. Arbeitslose betrug, vermehrte sich im fanuar um 4, ba 31 Zugängen 27 Abgänge gcgcnübcrftanDcn. '.Koch ihrem o eburt-land waren von den am l. Febr noch in der Anstalt Befindlichen 36 auS Hessen, 18 aus Äefsen-Aafsau, 14 an» dcr preußuchcn Rbcinprovin;, 11 au4 dem Königreich Sachsen, 10 ans Payern ufro.: narti dem Berus ivor. u co 67 Arbeiter, 8 Schlouer, ic 5 Schreiner, Anstreicher, JXaurcr uiw. Von den zur Eiiilasfung Okfommcncit ging ein. r in Stellung durch eigenes Bemühen, 22 kehrten tun ihren Wunsch in die Familie zurück unb je 2 mußten als arbcitssck-eu bzw. krank cnt- lassen werben.

88 AuS dem VogelSbecg, 3. Febr. In diesem Winter hat daS Pelzwild eine Preisstufe erreicht, wie n:c zuvor. Vor mehreren Jahren bezahlte man den FuchSbalg mit 3 Vik.; man fand den Preis schon hoch, als er auf 6 Mk. stieg, jetzt wird er mit 9 Mk. bezahlt. Der Etem- mardec wurde seither mit 12 Mk. verhandelt, gegenwärtig gibt man das Doppelte, also 24 Mk. dafür. Dec Edel­marder, der allerdings immer mehr zur Seltenheit wird, hat sogar einen PrelS von 3035 Mk. Daß da« Pelzwild so begehrt ist, läßt sich wohl lcicht erklären, sieht mau doch auch auf dem Lande viele Mädchen mit Pelzen, wenn auch von billigerer Sorte, gehen, was vor einem Jahrzehnt noch nicht der Fall war.

Mainz, 3. Febr. Äic dcrNeueste Anzeiger" meldet, hat sich ein Konsortium zusonun en gefunden, das aur hem Platz des Kötheclwfs und der angrenz.nben Häuser unter dem Namen Kleines Theater" ein zweites Theater erbauen will, bas namentlich dem heiteren Genre, Lustspielen unb Cpctuticn uiw gewidmet sein imb auch wälirenb der fünfmonatlichen Ferieu des Stabttheaters in Tätigkeit bleiben soll

X. Hanau, 6. Febr. Für ben seit Oktober v. I. er» ledigteu Direktorpost en an bei hiesigen Königs. Zeichen« akadenuc, Fachschule für bie EbelMetallindustrie, ist dcr m einer bedeutenden Bonner Silberwarenfabrik ui leitender Stellung tätige Modelleur und Zeichner Leven m Vorschlag gebracht worden. Die Berufung ivicd fedenfallü baldigst erfolgen. Tic Hanauer Edclmetallmdustric begrüßt das Vorhaben, einen Fachmann an die Spitze dec Schule zu berufen, aufs lebhafteste.

Sch Fulda, 3. Febr. Durch die hiesige Schutzmann- 'chaft wurde heute em zugereister H an dwerkLb ursche verhaftet, der in Via ulbach bei Ricdergemünben (Cbcrhcffen) c,n Sparkassenbuch über 4fiO Mk. nebst AuZweiSpaplcren gestohlen hat.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und ben ü d', h a r na a t e it 1 i " '

meiftcr Raab mit 111 St'in'uen ohne <öegm!anfcibot micbet* - h - , - ; 1 r >f <t m bat i*- 'chürsfcn. tut neue. Schu 1 haus zu erbauen tmb bie Wasser­leitung anzulegen. Ju beidenCroicfren fuib Otc Dorardetten tm (Hing. In Fr Erumbach starb der Gatnmri Röder nach kurzer Zkraulhett im Atter von 52 fabrtr Gr war ut ben weitest u Streifen bebuutl als her Tick: Sck-orsch"; «nc aubre« gewöhnlich umfangreiche Periönlichkert von 143 P'unb e^ewüht unb stets bei gutem vumor. hatte er immer Besuch von nab uno sern In Frankfurt a. M wurde unter einem Keller

v In alter 3c,t »oll ig gerne»rn

3 Born he: m rrinctfi*- -- Wie aufl Hohen hacn i gemeldet, wirb, mußte dort am Sonmag wegen eines furchtbaren Schneegestöbers ein Ballon landen, besten Iusasicn. Drr- Herrn und eine Dame, erst 1*, Stunden vorher in Elberfeld aufgeitiegen waren.

<Scvid?tsfnal.

Tarmstedt, 3. fahr ?ic Lcrhanolung in der Belei­digungsklage bet» Lr Försters Kammer von B.'erscloen unb deS Ct r-Sen ach wurde gestern abend um 1" IIbr atgrör. .

annallfd.oi: hielt die Anklage im vollen Umfang an »reckt. Das um halb 1 Uhr mittags verkündete Urteil fr di Dl* vom Sckwrfeu- gecickt über Ludwig scheuer mann verhängte bre vöchtgc Ge- t auf bi schwerwiegen­den Bonvürfe. b.c per Angrk.agt'- gegen intakte Beamten crlyoet tat, aut zwei Monate CJ c f An g n i t Aicher dem m,rt> dem Angeklagten cm entsprechender Tcu bet Lösten auierlrjt. Im üttigen wurde cen L.rumng.n b:-Kiigehagtcn üaüjegcbcn, ihnen lezug.ich bei unter Anklage gestellten beide» tringaoai au den Minister der Scho:, bet ß 193 *.ugebilligt u tmnad» auf fan- »'ptediung ersinnt Ti^Kosten hi i'ür würd'»der Ttaotskas .-aufer- legt. Tic Beo7Ündur«7 c Urteils gebt u» wesciulickeii baknn, daß die 3engen, Cbenötftrr tamnta unb Forsttvart Edelmann sich zwar