Ausgabe 
3.3.1909 Drittes Blatt
 
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'Run ist mich ans die Kriegführung in dwe st bin- gewiesen worden und darauf, hdfc ich ani die böten 3FJgm und die befonLerrn VachäHnisse de» Lande» hntfleatefen bade. Um tue nrtßtorifdif Geile des Aeld-uae- har^-lr ,S sitz dabei nicht, ior- zent um bte tolcniflürirtidiG/tlilji. .sich habe nur kern Urteil über die militari fd>e Seite erlaubt, so unbescheiden bin ich nicht. habe überhaupt keine Jtritif über die militari scken Maßnahmen gemocht. Zch ! *'c r. r rtn< D-rftell:ng der Vorgefundenen Lage gegeben 7'ck dabe die perfönlrchen Leisturigen de» C*neroU von Trotha und Ue Zapferfeit ter Zvagpcii m fei­ner Seife in Zweifel gezogen. Ich erinnere voran, daß bereit» tm Dezember 190« der Reichskanzler ,^ürt B.ilow Ite Tapferkeit der Znippen und ihrer »führer anerkannt bat Ich kann nur olle» 'mterschreioen oa» er damale gesagt bar. 7ick kibe aber bei mei net wirtschaftlichen und vrogramnia/i, hcn ZcrücBimg der Tinge nicht daraus verzichten fomrri. auf die Schaden brnzoweisen. btc der An eg dem Lande gebracht har Der Krieg ist kein Selbstzweck. Sv verfolgt politische Zwecke Ta» Ziel befrimmt aber nicht die Ariegflcihna. sondern die t^esamtpolitil. Sie würde Europa .heute auSseben. wenn nicht innrer die Politiker den Sira- tegen in die r m c gefallen waren? Kolonialkriege haben mm da» Eigentümliche, daß bet Weihe nicht nur seine eigenen Opfer zu tragen hat. sondern auch den Schoden, den er an Men­schen und Äut.Tn seinem (Segnet zufügt. Daher ist jeder ftolo- nialkneg, da in ihm keine ethischen Werte Au gewinnen sind, ein Wirt sieh aftlichc» U n n I ü <f für die eigene koloniale Crfcrid« lang. Je größer die Niederlage bei Gegner» ist, desto unmög­licher ist e«, die Rosten de» Kriege» von chm einzubringen. Tie Niederlagen in Dölkerkriegen kommen im wesentlichen auf do» Konto de« Unterlegenen. Der Sieger hn Kolonialkriege trägt aber bit Kosten des Unrerlegenen mit. Daher muß man in Kolonial» kriegen die besonderen Verhältnisse eine» Lande» mit m Betracht fließen. Viellncht tut man nut, wenn man sich den Eingeborenen gegenüber mit einigen scharfen Lektionen begnügt und dann poli- r:sche Mittel anwendet, aber niAt darauf hinaudgeht, große Schlachten zu schlagen und große Siege zu gewinnen. Vor allem aber muß man ffi rt b e r und Kinder schützen , sowohl auf ethischen al» auch au» wirtschaftlichen Grünoen. (Sehr richtig! im Zentr.) Man hat sich hier dagegen gewehrt, daß wir und die Engländer als Muster nehmen. Da» war ein deutlicher Hinweis auf Bemerkungen, die ich gemacht habe, (vewitz, eo ist burajau» richtig: Cf hat keinen Zweck, alle» nachzumachen, abtr e» hat auch fernen Zweck, alles von vornean zufangen. (Sehr richtig!» Man soll sich ruhig da» ansehen, toa» die anderen Oute» gemacht haben, man soll aber auch ihre Fehler beachten. Da» Gute soll man akzeptieren, imb bad Fehlerhafte vermeiden, sBei­fall im Zentra Ich habe mit einem hervorragenden Engländer über Kolonialpolitik gesprochen. Er sagte mir, e» gibt keinen geh- Tee in brr Kolonialpolitik, den wir Engländer nicht schon gemacht haben. Au» diesen Fehlern sollen wir lernen. Dir sollen die Er­fahrungen der anderen vorsichtig benutzen. Das ziehe ick; einer kraftstrotzenden Empirie vor, tvie sie hier zutage tritt Die Theorie der Vernichtung der Schwaben erscheint mir sehr de- denklich Sie nilfpridit nicht unfercr Stellung al» Schutzmacht. «Beifall im Zenir.s Sie muß zu einer Ausrottung der Neger führen. Von der Heimat sordert sie große Opfer und verletzt da» ethische Emvsinben des größten Teil» unserer Nation, auf dem unsere Kolonialpolitik aufqcbaut ist. (Beifall im Zentr.) Wir leben auch in Deutschland nicht nach den Darwinschen «besetzen, im Gegenteil, wir helfen dem Schwächeren und schützen sie. So nrüffen wir uns auch zu den Schloarzen stellen, die irfi znm Teil freiwillig linier unseren Schutz gestellt haben. 'Beifall im Zentr/» Di-' Äusrottmigütheorie gegenüber den Schwarzen ist ubcrmiv falsch und gefährlich. So lange ich Staats­sekretär bin. wird dieser Weg nicht befdjritten werden. (Beifall im Zentrum und link») Zu der Owambo-Fragc wird sich der Gouverneur von Schnckinann äußern. In der Kommission ist eine zweckmäßige und befriedigende Einigung erzielt worden. Der Wech- lei der Beamten »st gerade in Sübwcstasrika gering. Burcaukra- tifd) ist die Verwaltung nicht. Denn 22 000 Sachen bei der Hustiz- bertoaltung anhängig gemacht worden sind, so ist bas gewiß ein starke» Strick, aber da »st wohl weniger btc Verwaltung daran schuld, al» vielmehr die Klagenden, lieber die Konsulargerichte- larteit sind wir feton hinauogewachsen. Eine neue Eertchl»ver- »afluna muß cuigrfuhrt werden, auch neue Vorschriften bezüglich der Strafen müssen für die Kolonien geschaffen werden.

Die sortschrestende Elilwicklung unserer Scliutzgebiete Zwingt tm», mit der Annahme zu brechen, als et> ton es bei den Ctngc. borenen mit bcrnwgeirJüfcn Leuten ZU tun haben. In Togo i|'i jetzt ein 'JtcdM oft reit gegen einen Eingeborenen wegen einer Summe non 80 000 Mark im Gange. Nach unserer Verichtsver- fassung muß diese Sache bei dem Bezirksamt auögetragen werden. Sic Irinnen sich also bntfen. in h)dd)cm Widerstreit diese Oe* zirksamtslcute. die vielfach sich aus den Reihen bet jungen Offi­ziere rekrutieren, kommen können. Dir planen deüi)alb, um auch den Eingeborenen möglichsten Schuß zu scl)affcn, für Baga- teil fall'en das summarische Verfahren einzufnh- um. für Samen aber, die darüber lsinauSgchcn, ein ordnungs­mäßiges Äerichteverfahven zu schaffen. Die gegenwärtige toc» richispi>ixid. ivmmch Eingelwrene nicht i-ercibißt werden dürfen, halte ich nickst für zweckinäßig. E<- geschieht die-?, um die Einge­borenen vor eilten Meineid zu schützen. Allein wir könnten ganz gut eine Jotmel ausftellen, wonach der Eingeborene sich üct- pflichtet, die reine Wahrheit zu sagen unj> nichts zu vcrsckIvcigen. Yludi eine Anzahl anderer Dinge wollen wir in die Novelle hinein wravixilen, inLbesondcre die stärkere Oeraitziehung des yaieiwlcment» naa, englischer Sri zur Durchführung bringen. Sud) muß eine dritte Anstmiz geschaffen i»erben, und zwar in Deutschland, etwa rin besonderer GerickstShof, dcr aus «otrHidj laÄberüdiibigcn Leuten zusammen: fc'^. tjr. Das alles steht auf 'unserem Programm, aber natürlich läßt sich das nicht aus dem

Handgelenk heraus machen. Ter Stckaisfekretar erörtert im An. ichluß daran den geüerr von Dr. Ablaß besprochenen ^oE tzrhlandt. ^cnnaliftifia als der Abg. Ablaß kann man nicht fein. Die Ber- waltung stebt auf dem Eimdvunkr. daß die Richter zu recht bestellt sind, unb dabei muß ich bleiben. Denn wir in Sntwestalrika keine eiatsmähigen CRubter haben, so liegt da» daran, daß wir eben die geeigneten Leute nicht bekommen. Bezüglich der Dramanten­funde gebe ich Herrn Sentier zu, taV> ein staatlicher Interesse versiegt, aber em erworbene- Bergwerksrecht zu beschneiten, weil biraii S großer Nutzen für die ^«lamtbrit gezogen werden kann, ba» ist nicht mehr sozial, ta» ist schon mehr sozialisttfa». Dch Halle den Stieg für richtig, den wir geganaen sind, indem wir nach Maßgabe der LeiftungL»i!'.:k<ii besteuert oaben. Im übrigen bin ich mit den Au»führinig-a de» Herrn 5emler jüber die Dur- mantenfunte e'nverstandeT» E» ist viel zu viel darüber gesprochen worden. Alle CO Millionen Deutsche. die überhaupt sprechen können. hoben davon gesprochen. (Heiter- leit.) Ich selbst wäre am liebsten allen diesen Erörterung-n-. die mir die schönsten Beinamen eingetragen haben die sozialdemokratische Presse war darin besonder» freigebig, sie nennt mich ja nur noch den Diamanten-Dernburg au# dem Dege gegangen. Bezüglich de» in Windhuk zu er­richtenden Denkmal» halle ich den bereit» Dor bereitet en Aufruf an da» deutsche Volk nicht für überflüssig, sondern hoffe, die Genehmigung de» Reichstage« dafür zu erhalten. Xie deutsche Nation soll Gelegenheit bekommen, zu zeigen, wie hoch sie bie schätzt, die für die Erhaltung ber Kolonien unb für die Ehre des deutschen Namen» ihr Blut vergossen haben. (Beifall.-,

Abg. Erzberzer (Ztr.):

Sübwest steht an einem Wendepunkt seiner Ent­wicklung. Herr v. Eckuckmann ist auf dem richtigen Dege. Seine neuen Verordnungen sind ein wahre» Kabinett- stück staatsmännischer Weisheit. Ich beglückwünsch« den Gouverneur dazu. Dir sind in den letzten Monaten rinnt bcScut'-ittcn Schritt oi ttoärt» gekommen. Man her deutscher Bun- d'Sstaai beutzt nicht eine so au »gezeichnete Seck'wtrwaltung to-e Südwest. Bald wecben wir gewählte Bürgerete.-st-r r. 5.cafor- mund unb Lüderitzbucht haben unb den Oberoürgerme'ster in Windhuk. Ja, es wird nicht lange dauern, daß wir drn ersten Oöerprasidenten für Südwesi hier am BundeSrat-Stische werden begrüßen können. (Heiterkeit.) Taö Wahlrecht ist durchaus frei­heitlich. Sobald die Kommunen baS geheime Wahlrecht haben wollen, werden ihnen nach der Verordnung keine Schwierigleiten gemacht. E» ist berechtigt, baß die Eingeborenen da» Wahlrecht nicht erhalten; Weiße unb Schwarze können nicht zusammen in einer Kommunalve»wallung arbeiten, aber ein Kommissar ist be­stellt, ber die Rechte der Eingeborenen zu sickern hat. Ter Redner äußert einige Wunsche. Nicht so viel Beamt« in der Kolonialvcrwaltung: DcrtzuwachSsteuer unb Zuschuß zur staatlichen Umsatzsteuer. Im ganzen hat sick Herr von Schuck- mann mit diesen Verordnungen ba* schönste Denkmal gesetzt.

Man hat gesagt, baß Zentrum überschüttet den Staatssekretär mit Lob. Bisher war bäv noch durchaus nickt ber Fall. Aber wenn ber Staatssekretär e» fertig bringt, daß kein Schiitztrupvenosfizier mehr am BundeSratStisch erscheint unb wir keine Kolonialarmee mehr haben, bann soll es geschehen. (Heiterkeit.) Die Kosten für ba» Militär sind noch ou^ererbeut- kick) groß.

Dazu soll bie große Sckuß truppe pon 2600 Mami dienen? Okgen Engländer ober Portugiesen kann sie sich doch nickt richten. Die Erschließung des Ovarnbolandeß halten auch wir Tür ein '"ehr bedenkliches Experiment. Auch wir erkennen die Verdienste des Oberstleutnants von Estorsf an und sind auf seine Autorität hin mit der Zurückziehung des Antrages in ber Kom­mission einverstanden gewesen. Tie Frage der großen Gesell- schäften bedarf nock der Klärung. $5re Auseinandersetzung mit ber Verwaltung muß scharfer erfolgen, bamit sie ihr kein Swnipp« cken spielen können. Vielleicht könnte man eine GesellsckaftSi'ieuer einfuhren. Der buntclfte Punkt hi der Kolonialpolitik ist die mangelhafte Iustizpflcge. Man stelle die Richter nach englischem Muster gut, bann werden die Schwierigkeiten nicht fo groß sein. Ein Kolonialrecht muß geschaffen werden, denn auch dort ist justitia fundamentum regnorum. (Beifall im Zentrum.)

Gouverneur von Südwcstofrika v. Schuckmann:

Dav Ovambo-Land gehört zum größten Teil zu unte­rem Interessengebiet. ES ist baß größte Arbeiterreser- voir. da» wir im Westen haben. Darum sind wir immer weiter nach den Grenzen vorgedrungen, die auch wiederholt überschritten worben sinb. Durch die guten Beziehungen, die wir mit den Kom- miliaren haben, haben wir erfahren, daß die Häuptlinge ber Ovam- bov bereit sinb, Vertrage mit unS abzuschlicßeu. Ich habe auch einen alten Afrikaner hingcschickt, einen SckutztruppenHauptmann, dem bie» auch gelungen ist. Nun warten bie Leute barauf, daß weiter etwas geschieht. Bi» jetzt sinb bie Engländer im Ovambo-Gebiet schon sehr rege gewesen. Händler haben dort ihr Wesen getrieben und besonders bie Leute mit Waffen ver­sorgt. Wenn wir biese Entwicklung weiter zulaffen, so können uns später erhebliche Schwierigkeiten daraus erwachsen. Ich schlug vor, jemanden hinauszuschickcn nach dem Ovambo-Land unb dort nnzusiebeln. Schon seine Gegenwart würbe genügen, größere Streitigkeiten zu verhindern Ich kann kein Magazin dort oben an legen. Ich kann nur einen Vertreter hin schicken, gleichgültig, ob cs ein Kommissar ober ein nnberer Beamter ist Wenn wir vernünftig dort oben Vorgehen, bann ist absolut keine Gefahr zu befürchten. Denken wir doch an die Engländer. Die setzen auch in solche Gebiete einen Kommissar, der sich auch Nicht wehren lärm, wenn er angegriffen wird. W'r glauben, ba^ unferin Beamten dort im Ovamdo-Land,. wo die Rissioi,are schon teil Jahren tätig smd, auch nicht» geschehen wird. Natürlich haben

wir nutzt etwa daran gehackt, daß er die Ovsmbo-Leute etgea bte Häuptlinge -nterstützen soll. To» wäre die größte Torte-.t. Er soll auch ,-tidir au'pasien. daß bie Hänprl n-e nickt gu^t-l G,w tvn den Arbeitern erheben Da# wäre '"mfy"* falsch Uber hie Hrbeurr sin> auch im sckut;geb,e: ziemlich schützte». Dir trifinr c.t: nxf: welchen Lohn sie .-rhalt.: T :um soll bei Beamte etmaige Beschwerbe« über di- Arbeitgeber entgegen- nehmen damit wir Nissen, .rie bi? teure he bar teil irecbtr.. ?ch bleibe bei cnv. mc» ich tac;t tm Qteuyem«mrnterate gesagt bebe: I ck führe keinen tfrieg gegen bie Ctsnbol^wnl st« werden im# inckt an/rrrtfen. 'uck einen- beschickten .He mann ar werd -' sie nützt» Tun. ar uirrradx ' f Verhältnisse sehr genau i:ub gebe nur mit größter Äorsich: Heran.

ituck beim 3ab:; ba sollte man w.ekr auf die ci.aatn au» den Ko! on . en Hören. Ick Lu: r ßerorSentlnb erteeuf wenn Sie «ti: reck: v el Bahnen Sioen r .'lle-i. aber die ci"iscn kann bie Kolonie nickt tragen. Am behm wäre el. nxnu sie übet den Ba nbait erst immer den Gouvernementdrat Lyren trÜTbem. E:

wäre: Ihnen gern sagen, loo die Baan am noiwerSigücn ist. -ann würde:', fick auck die 2'ute tr den Kolonien ihrer anaehwen. wenn eS einmal sckleckt um fie siebt, nrüber wat el ein alte» Gtcden- pierd, : ib tie Beamte i daufitz ihre Stellung oeckselten. Ta» "i fetz: nickt mehr der ,1 »ll. Se t m< ;ur Täligkett vcm -J-re Iw*» an haben nur drei Beamte ihre Stellung gewcckic'.i 3xfc »Ite die Ltejirteamtmäunec io lange, tni* mögl-ck. :n ihrer SicLur.g. E» ist oaer austerorbentlick schwer, tüchtig' Leute in ter Kolon.te feftzuhaUen. Dabei kann :ck der Vr.-sie und dem R.m itoge eine gewissen Vorwurf nicht ersparen. Biele tücknge Beamte haben btc

einfach erklärt: Sic gehen nicht noch Südwest, weil ttu: bei der geringürrr Kleinigkeit gleich immer im «rickltagr and : n ber Presse an den 'Stanger gestellt werden. Erc erschtreren un» die Verwaltung ungeheuer, wenn sie jeden .lnlaß zu einer Beschwerde gleich au»g:cbig benutzen. Vir wollen drch nur das Be-tc der Kolonie. S. ut jemand da» U.^läck hcL al» VermaltungdLcamtcc oder als IÄübtet einem nervösen. Men­schen gegen übersteht, der 66 Seiten Beschwerdesit rnr cinrt;±L dann wird er bei dem geringsten Bersehen hier gleich gebrand- morki. Einige Beamte lehnten di« Berusuaa ..ock Südwest mir der Degiür.Litng ab, i h r guter Ruf fei ihnen zu schade. (Horil hört!) Wir sind doch alle sterbliche Mensck::'. auch einem Richter kann einmal ein Versehen unterlaufen.-Kein Beamter ist fo großen 'dugriffen aulgefeyt, al» kt tm Schutz- gebiete. Da» muß ich ehrlich erflären. Nun ist un» mangel. 0 a f t e Rechtspflege voraeworfen worden. Sow<it die Per­sönlichleiten der SScdüiten hi ^rage kommen, weise ich ba» ganz entjchieben zurück. Nuch unicre jungen Beamten draußen har- dein mir voller Hingebung. Sie sind sich ihrer Hohen Bnantwor.- Licbfeii bewußt. Sie wissen, tjaö c» auf «ich bat, über R-ckt und Freiheit und Eh« der Men-'chen zu entscheide«. E» kann auch dort ein Irrtum Vorkommen. Ich blabe aber dabei: Unsere deutschen Richter sind gut! La» schlecht "t, da» ist das Verfahren. Da» gebe ich zu. Schlecht ist auch die «traf- Prozeßordnung, die toi. laben. Tie Hut mit durchaus nicht imponiert, als ich 6inau»fnm. Ich bin fogai der Ännckt. daß die Hottentotten ein bessere» Strafrecht haben als wir. (Große Heiterkeit.)

Für die Anerkennung, die Eie mir nach Sudioest mit- geben, sage ick Ihnen den beite-. Dank; aber :ch mi>ß sie in erster Linie dem Qberourgermeisici. Ksilz zuschiebe". lBetioll.^ Da.' dao kommunale Wasil recht anlangt, darüber haben ganz einfach die Kommunen ftlbst zu Ivttnnnic:: die einen werden sagen, wir lvübken geheim, die anberen nicht: lv»c kümmern ur» nicht darum. Ebenso haben sie vollkommen freie Hand u bfxug auf die Steuern. 'Jfber ich will Ihnen gern bie ^orschl.Tge bt.' Herrn Erzberger unterbreiten Eine Kreditverordnung für bic Cuambo» ist gar nicht nötig: cd ist setzt im ganzen Sckntz. gebier nickt mehr möglich, daß auf Gttmd von Darlrhen. von Kre­ditgeschäften ein Eingeborener verklaat wird; biefe Verordnung habe ich erlassen Wir können natürlich früher entstandene Ver­pflichtungen nicht ganz bei Seite schieben; aber ich Lin doch picht nach Südivestafrika gegangen al» Exekutor für di.- Eingeborener. (Heiterkeit.) Go vermessen l in im nicht, daß i. j die 9 h f n verboten habe wischen Schioai ; e n unb Weihen; sie werden nur nicht eingetragen. Tie Herren Tunionatc trauet: |a auch nickt mehr; auf diese Weise werden diese E>en immer inert eingeschränkt. Im übrigen wird ejtzt eine große lltetsse Ehe,, zwischen Deutschen geschlossen: ei» ganz vorzügliche», hüb­sche» und nette» Matena! von deut sitzen 'Müdcken te-mtrt zu und herüber. (Große Heiterkeit und Beifall.} Tie Ber! tni icietu sich auch in dieser Beziehung sehr lebhaft. <'SeifoU ; Tie Land- kommission wird, das bat dec Staatssekretär ja jd#ou er Hart, in ber nächsten Zeit zusammenlreren.

Nun noch ein Wort an Herrn Robte Er scheint sehr große organisatorische Talente zu haben. (Große Heiter­keit.) Er hat wirklich sehr toicbtiflc unb iniereffantc Sackr-n an­geregt; ich habe nur nicht den Mut, diese (Lachen in Snowest vorznlragen (Heiterkeit), oaher möchte ich S>crrn Noske bitten, daß er mit mit rauSfommt. ^Großc Heiterkeit.) Nein wirklich, das wate sehr gut; wenn er die Rede, die und) gestern hier sehr interessiert hat» in Swakopmuud und Wrndhuk i in Bürgerverrn hält, unb wenn » nut abgeb:, bann werde ich der Sache aähcr treten. (Große -Heiterkeit, kb^tftcr Beifall.)

Ibg. Dr. oft (Kreik. vp.) unb S»oat»sekrrlar Icmbnte erörtern nocku > bt.i Fall Fehlondt Ter Gbtotsfrfretät de. merkt, der Abe lblaß fordere ihn zur Rechieverletzung auf.

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«itiwoch, den 10. Mär; I. 3., nachmittags 2 Uhr auf (Äroßh. Bürgermeisterei irberfiaDt emzureichen, ivosetblt die Erüssnnng in ^rgeumQrt etwa erschienener Bewerbern er­folgt. Freie Wahl unter den Bewerdcm blntt pordeholkesi.

Gießen, am 23. Februar 19U9.

Der Großh. Kreiedaninspcktor bco Kreises Gießen.

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ssiid in allen durch Plakate kenntlichen Utefdhiiicn unb bei den de- konnten Voic tterlauftr au< dem Lande zu haben.

Ziehung : 1. April d. Je. -.....

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