Ausgabe 
27.12.1909 Erstes Blatt
 
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England für.:: 0 Frants für' nd Oesterreich neu Letlbmck und so tarn ® 'rllionen w!» verteilt werden. Ä rchnenkann. . Zeder Stinte * weiten LtMric is enthalten, auf den W- iie lanzemslN^- t lassen, « L t aber \ Aus ihr I Seintrauwn, I s gab atzr^I

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Freihändiger Holzverkauf

in der Fürstlichen Oberförsterei Lich.

Bis zum 2. Januar abends werden Gebote auf folgende Bauholz-Tortimente entgegen genommen. Frist zur Entscheidung über die Gebote behält nch die Oberförfterei bis zum 6. Januar abends vor, gibt jedocb, wenn möglich, den Bescheid schon früher.

1. 76,55 Fstm. Bauholz aus Vangeberg 2c 189 Slicfern, 31 Ficht., 7. Weißtannem: 2. 4249 Fftm. Fichtenbauholz aus Längeberg 2a und 2b lTteinbruchsgebiett; 3. 28,75 Fstm. Bauholz aus Lange­berg 8 «25 Kiefern, 33 Fichten,: 4 . 22,66 Fftm. Tramm- u. Ttangen- holz aus dem Distrikt Kellersberg (nahe dem Mengeshäuferteich: 1 Kiefer, 50 Fichtenstämme, l28 Fichtcnderbfiangeni: 5. NZ1 Fstm. Fichten Ttamm u. -Ttangenholz aus Riedward 13a ufro. (77 Stämme, 1!6 Derbftangen»; 6. 13,62 Fstm. Bauholz aus Riedwald 12 (17 Fichten und 43 Kieferni. [B°!n

^lluminerverzeichnisse auf Wunsch umsonst und vortosrei. Angabe der Nummer, auf welche refleknert wird, wird erbeten.

Slottern

wird Mitte Januar ein Kursus gegeben. Anmeldungen erb.

soj. nach Darmstadt. [6512.

Liiveln, schwere Zunge beüt Dir. F. Baum, Darmstadt, Biömarckstraße 18

Kursus um eine gute klangvolle Tvrache zu erhalten. Emvsohlen durch die oberste Tchulbebördc, da ich den Kurins der Tchulen in | Darmstadt leitete.

7 Hier in Gießen

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2022

1620

Aeltere ausgeinäflele Rübe und ^venig gut eniwickelie jüngere KuheundFärten Mäßig genährte Hübe und aöiicu . . Gering geiiährle Rübe und Färsen. .

Kälber.

Mittlere Mast- und gute Saugkälber .

Geringere Saugkälber Schafe.

Mastlämmer und jüngere Masthammel Aellere 'Maslhannnel und gut genährte Schafe

Schweine.

Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner

Lebendgeivicht 58.50-60.00 7275 00

Fettschivcme über 3Ztnr. Lebendgeiv. 59.00-6-i.00 7476 00

FletschigeHSchweine 57.00-58.50 7875 00

Mäßig genährte junge und gut ge­nährte ältere.........

Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtiverles oollfleischlge, jüngere .....

«3 ä i i e ii, b e.

Vollfleischiqe ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtwertes

sc. Frankfurt a.M. B i e h b oi-M a rk t b e r i ch l vom 27. L,ez. Auftrieb: Ochsen 316, Dullen 30, Rübe 899, Rinder 1238, Kalber 231, Schafe 362, Schweine 1407, Ziegen 0.

Tendenz: Rinder langsam, nicht geräumt, Kälber und Schaie mittelmäßtg, geräumt, Schweine langsam, nicht geräumt.

Preis Durch-

Vollsleischige ausgemästete Ruhe höchst.

Schlachtiverles bis zu 7 Fahren . . 3136 6266

Ochsen.

Dollfleischige, auSgemäflele, höchsten SchlachtwerteS, höchsten 6 Fahre all 4243 7577

Junge fleischige, nicht ausgcmäslete und ältere ausgemästete......3741

Kuverts mit Firma billigst

vrühl'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange, Gießen

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Allgenieine Wetterlage seit Sonntag früh: Tie nördliche Zyklone ist nordostwärts gezogen und hat sich südwärts über ganz Mitteleuropa ausgedehnt und dort bei auffrischendem Südwett sehr mildes, regnerisches Wetter gebracht. Vorderhand sind die Nieder­schläge noch sehr gering; da aber jetzt wieder mcftlid) Irland ein neues Tiefdruckgebiet heranzieht, wird morgen bei noch milderen Seewinden der Regen sich verstärken.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 28. Dezember 1909: Regen, ungewöhnlich mild, starker Südwest.

Originar-Drahtinel-ungen.

Paris, 27. Dez. Minister Pichon wird morgen int Ministerrat und daran anschließend im Senat bei der Be­ratung der Nacl)tragstredite Mitteilungen über das mit Marokko wegen der Liquidationsanleihe getroffene .Ab- kommen machen.

Bombay, 27. Dez. Die Polizei verhaftete: 15 Personen, die mit der Ermordung des Beainten Ja ll s o n in Nasik in Verbindung stehen. Es wurden Waffen, Munition und zahlreiche Schriftstücke beschlagnahmt, durch die das Bestehen einer regelrechten Verschwörung er­wiesen ist.

Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Sohn, unseren Bruder, Neffen, Schwager und Onkel

Herr re Emil Beil, Buchbinder am 24. Dezember im 28. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden abzuruten.

Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Emil Beil Wwe. und Söhne. Giessen (Hammstrasse 8), 24. Dezember 1909.

Die Beerdigung findet am Dienstag nachm. 3 Uhr vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 6897

Garbenteich, 26. Dezember 1909.

09768

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten, Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Bruders und Onkels Herrn Heinrich Schöck besonders für die trostreichen Worte der Herren Pfarrer Hepding und Sommerlad, sowie allen Ver­einen und dem löblichen Ortsvorstand sagen wir innigsten Dank.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Bekanntmachung.

In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: 1. Tie Firma Heinrich Christ zu Heuchelheim i't erloschen. 2. Bezüglich der Firma Louis Rothenberger, Gießen: Tie Kaufleute Semmy Rothenberger und Curt Oppenheimer in Gießen sind in das Geschäft als persönlich haftende Gesellschafter eingetreten. Die Gesellschaft hat am 1. August 1909 begonnen. Die Prokura des Kaufmanns Semmy Rothenberger, Gießen, ist erloschen.

Gießen, 22. D-ezember 1909.

Großherzogliches Amtsgericht.

Heute nachmittag uni 2 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein mnigstqeliebter Gatte, unser treusorgender Vater, Gr ogvater, Schwieger­vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp Schmidt I Hilfs-Bureaudieuer

im Alter von 59 Jahren.

c<m Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Ph. Schmidt I. OroBen-ßtnben, den 26. Dezember 1909.

Die Beerdigung findet am 28. Dezember nachmittag?

Bekanntmachung.

Tie in der Gemartung Heuchelheim gelegene W-rtlch^t

Heuchelheim zwangsweise meistbietend v l 9__ schlag kann erteilt werden, auch wenn ent de ^-ch p u sprechender Preis nicht erzielt wird.

G i e ß e n, 22. Dezember 1909.

Großherzogliches Amtsgerrcht.

Bekanntmachung.

In das Genossenschaftsregister rtmrbe bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins E. G. m. u. H. in Anne­rod eingetragen: Der Pflasterer Wilhelm Dörr I. ist aus denr Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle der Maurer Heinrich Bachmann II. gewählt worden.

Gießen, 22. Dezember 1909. B27/lt

Großher.>ogliches Amtsgericht.

dem 5. und 18. Jahre, tzrervon besuchten jedoch nur 16 890 818, 69 Proz., die von den Einzelstaaten unterhaltenen Elementar- und höheren Volksschulen. Von der Gesamtbc- völkerung des Landes besuchten 19.75 Proz. die Volksschulen, gegen 19.9 Proz. im Vorjahre. Ter Durchschnittsbesuch für jeden einzelnen Schüler belief sich 1906/07 auf 107.3 Tage, gegen 106 im Vorjahre und 78.4 tm Jahre 1870. In den verschiedenen von den Einzelstaaten unterhaltenen Schulen wurden im ganzen 481316 Lehrkräfte an gestellt. Von ihnen waren nur 104 414 oder 21.7 Proz. Lehrer. Schon seit 1880 ist der Prozentsatz der Lehrerinnen stetig gewachsen. 1880 machten die Lehrer ttoch 42.8 Proz. aus, 1890 nur noch 34.5 und 1900 nur noch 29.9 Proz. Anderseits ist dos durchschnittliche Monatsgehalt dieser Lehrlräfte noch immer im Steigen begriffen und betrug für das Berichtsjahr 50.30 Dollar. Die Zahl der yi Schulzwellen verwendeten öffent­lichen Gebäude beträgt 259,355; 1870 waren es nur 116312. Ter Gesamtwert des Voltsschuleigentums beläuft sich auf 858655 209 Dollar, die Gesam'tschulausgaben betrugen 336 898 333 Dollar; bei allen diesen Zahlen zeigen sich be­trächtliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Von den 573 Colleges upb Universitäten, die Bericht erstatteten, waren 143 nur Männern, 321 OMnnern und Frauen und 109 nur Frauen zugäng.ich. Die Za l der Lehrer an ihnen betrug 24 489, darunter 4571 Frauen, die der Studenten 106 945 Männer und 43 242 Frauen. Vor 10 Jahren gab es 67 018 Studenten und 23 470 Studentinnen. Während des Jahres erhielten die Anstalten Schenkungen und Ver­mächtnisse im Werte von fast 15 Millionen Dollar, darunter Chikago über 2 Millionen und Princeton über 1 Million. Ter Wert des angelegten Kapitals der reichsten Privat- anstalten beträgt für die Leland Stanford Junior-Universität 24 525 922 Dollar, Columbia 23 542 264 Dollar, Harvvdr 20 272 346 Dollar, Chitago 13 999 900 Dollar. Im Jahre 1907/08 wurde an 10132 höheren Schulen (high schools) Unterricht erteilt, wovon 8960 Volts- und 1172 Prwat- anstalten waren; dies bedeutet eine Zunahme von 929 öffent­lichen Schulen und eine Abnahine von 357 Privatschulen »nährend der verflossenen zwei Jahre. Jene hatten 790 912, diese 163 808 Schüler. Der Prozentsatz der Einivohner des Landes, die an höheren Schulen eingeschrieben sind, ist 1.10 Proz.

Chauffeur und Aviatiker. J»t der Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins lesen wir: Kein Chauffeur" tritt in den Vorschriften für die Prüfung Der Führer von Kraftfahrzeugen auf, die die preußischen Minister der öffentlichen ArbeUen und des Innern vor kurzem erlassen haben. Es ist sehr erfreulich, daß der Gebrcntch des sinnlosen Wortes bei den Hoheit Behörden keine Stätte gefundett hat. Sie beweisen damit seine Ent­behrlichkeit und geben ein gutes Beispiel tu der Vermeidung solcher Modewörter überhaupt. Ein dein Chauffeur an Sinnlosigkeit Ebenbürtiges, jprachlich aber noch viel an­fechtbareres Wort ist derAviatiker". Für seine An­wendung im Deutschen liegt zttdein nicht das geringste Be­dürfnis vor. Wir haben ja das tadellose, nichts anderes bedeutende WortFlieger". Im Französischen heißt voler zugleich fliegett und stehlen; voleur Flieger und Dieb. Da mag es wohl erwünscht sein, eine andere, weniger zwei­deutige unb anstößige Bezeichnung für den Flieger zu haben. Für uns fällt dieser Grund »veg; es ist lediglich die Aus­landssucht mancher Schriftsteller und besonders der Zei- tunasoerichterstatter, die uns diese Fremdlinge aufdrängt. Dabei hat man aus aviateur nicht etwa aviator, sondern Aviatiker gemacht. Das ist so, als ob man statt Observator sagen wollte Obscrvatiker, oder statt Reformator Reforma-

Meleorologische Beobachtungen der Station Gießen.

Literarisches.

Jurist en-Kal en der. Ter beliebte Kalender bedarf keiner besonderen Empfehlung mehr, denn schon vielen ist er ein unentbehrlicl-er Ratgeber geworden Den mannig­fachen Anregungen ist auch diesmal wieder Rechnung ge­tragen, so daß er in seinem 5. Jahrgang in wesentlich verbesserter unb erweiterter Form erscheint.

tiker ufto.; ht einer Zeitung stand vor kurzem Lvurter: das könnte nach dem Borbild von Psychiater etwa einen Vogelarzt bedeuten. Daß es fkh bei diesen Ein­dringlingen durchaus nur um eine Rrodeströmung, nicht um ein sachliches Bedürfnis handelt, beweisen verschiedene Seitenstüde dazu. So nennen in den Mitteilungen über die Berliner Flugwoche die meisten Berichterstatter die von der Fluggesellschaft amtlich als Fliegerschuppen bezeichneten GebäudeHangars" und einer sprüht vom Umkreisen der Piste". Ob wohl unter hundert Lesern auch nur einer diese Ausdrücke versteht? Kundige behaupten, daß cs den Herren auf Berstandenwerden gar nicht ankomme, sondern auf etwas, was der BerlinerTicketun" nennt.So'n bißken französisch »st doch gar äu scheen!" Ob wohl ein französischer Zeitungsmann in ähnlicher Lage einen solchen Mangel an Sprach- und Ehrgefühl zeigen würde? Oder soll man lieber sagen: eine solche Torheit? Denn jeder gebildete Leser lacht doch über derartige Mätzchen! Voritehm rst diese Französelei jedensalls nicht. Und deswegen sind wir überzeugt, daß in den zu erwartenden behördliclsen Vorschriften für Flieger derAviatiker" ebenso wenig eine Stelle finden wird wie derChauffeur" in denen für Kraftwagen führ er.

Kleine TageSchronik.

In Balatvn-Bersny in Ungarn gebar die B^'ierin Barbara Szekeres ein Kind mit einem Schafstopf. Das Kind lebt.

Aus den Untersuchungsgefängnissen in Halle, Eisleben, Hett­stedt wurden am 23. Tezcmber bis auf zwei sämtliche wegen Stteik- unruhen verhaftete Mansselder Bergle u t c entlassen.

Höchste Temperatur am 26. bis 27. Dezember 4- 5,4 °C. Niedrigste , , 26. 27. , = 4" 0,8C.

Märkte.

ke. Frankfurt a. M., 27. Tez. (Orig.-Telegr. desGieß Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Frlichtmarktvreise: Weizen N!k. 22.7522.85, Rurhessischer Mk. 00.0000.00, La Plata Kansas Mk. 00.0000.00, Roggen (hiesiger) Mk. 16.70 bis Mk. 16.75 Gerste (Wetterauerl Mk. 16.0016.50, Gerste Franken Pfälzer Ried Mk. 16.50-17.50, Kleie Mk. 00.00 - 00.00, Hafer 15.75-16.00, Mais Mk. 15.50-16.00, Weizenmehl Mk. 32.25 bis 32.50, 2. Qualität Mk. 30.75-31.00, 3. Qualität Mk. 28.75 bis Mk. 29.no , 4. Qualität Mk. 00.00 - 00.00, Noggenmehl 0 Mk. 25.0025.50,1.Qualität Mk. 22.0022.50, Weizenkleie Mk. 10.25 bis Alk. 10.50, Weizenschale Mk. 00.0000.00, Roggenkleie Mk. 10.50 bis Mk. 11.00, Malzkeime Mk. 00.0000. jO, Biertreber 12.7513.25. Alles per 100 Kg. ab biet.

Dez. 1909

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

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Windstärke

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Wetter

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Regen

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3*/z Uhr. auf dem neuen Friedhof statt.

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Giessen, den 27. Dezember 1909.

Die Beerdigung findet Dienstag den 28. Dezember, nachm.

Todes-Anzeige.

Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, dass

Fräulein Antonie Löher

in Giessen im sechzigsten Lebensjahre verschieden ist.

Die trauernden Hinterbliebenen.