schon seit langen fahren bic ("cickäftc biriet ikeberci, die mit der .'camf-urn met la Lini tu ben größten berartinen Instituten bcr -'3cIt geirrt, nnb bat fidi um bte cniwi'flung ort (Khcklschaft und damit b-*3 ganzen beut’"' n jöonbr! hervorragende Perdiraste cnc. >i. Im Ial^c I'. < ivurbr :b:n oon der Technischen fcod 4)ii(c jn (Sh-irfottenburn der Toftorrtrci b. <*. verliehen.
preußisches Herrenhaus. Bic verlautet, nnrd die v d " Plenarjiynnq de. Sv.r a Hauses zur Beschlußfassung über di it i-imtni jKn'olbungsvortagei'. aus t rund her Aotmnüiiund» b cklüssc erst gegen (i n o c VI peil zu erwarten sein. Hebet das yji'antrlflcfcB, Die Let. rcrbeioloungsvorlage und die Beioldungs- ordnuug loicbcn schristlidie richte erstattet.
Ausland.
Rücktritt JSwolskiis. Wach einer Meldung ans St. Petersburg ut der russische Minister des Auswärtigen Iswolsky zuruckgetreten Als icin Nachfolger gilt General Engalit- schew, Dei Kaiser Wilhelm attackiert war und als Pflegeiohn öpö verstorbenen Grafen Nikolaus Ignattew, des ehemaligen ruisi- idKn Botschafters in Komtantinopcl, eine nute diplomatische schule durchmachte u.
Die internalianole Korn Mission für b t c tn b e i n regulier unn in 3t. Gallen hat das Bauprogramm des oberen Rheinourchstiches genehmigt.
Nonarchenbcgegnunqen. Die Bois. Ztg. meldet aus Athen Im April wird bas englische Königdvaar mit der ffrotr- Prinz ess in Viktoria dem griechischen Hose offiziell einen Besuch abstatten. ‘Hon Athen begibt sich das Königspaar nach Äonu, wo eine Zusainmenkuntt nut Kaiser Wildel m itattimben soll.
hessische Erste Kammer.
R B Darmstadt, *29. März.
Die Erste Kammer der Landstande trat ixute normiitag unter dem Vorsitz des ersten 'Präsidenten Graf Goertz zu Schlitz zu einer Tagung zusammen, um bat Hauptvoranschlag zu erledigen.
Am Negierungstisch. Staatsminister Ewald, Finow; Minister Gnanth, Minister das Innern Braun, (iseh. Staatsrat 3t rüg von Nidda, (Theimerotc Frhr. von Liegeleben, Wilbrandt, Tr. Becker, Süssert.
Ter Präsident eröffnete die Sitzung um IO1 1 M-r. Das Haus tritt nach Verlesung der Ent>ck>uldigungen und Bekannt gabt- einiger Emläusc alsbald tn die Etalsoeratung ein. Dem Bericht oes .Vinanzciudfckmf'eS ist eine umiangreichc Einleitung
Irterung der Lage bet i Becichl Kammer zur
Sparsainse4 ermahnt wird und als Bci'piele ebenfalls einige
I
ai i' i bei Errichtung von 5 i nitm-hnung n inan am zu bauen nnb auch un Kleinen uic äußerste Zurüell-allung zu uben und die Ausgabeposten herabzusetzen.
Nack Verlesung d<s nmsangreichen ^'lus-chustin'richtes eröffnet bcr Präsident zunächst eins tbatte ß-tbr. Hehl zu
Herrn s heim stellt fest, daß der Ausschuscher cht die Damm iMrh*mx.'hnung in Hamm nicht in Zufauimeilliang gebracht bat
. ii >l,Ixtit.i un in in ber AuSjtlUuitg In cittei mciüung war fälschlich gemeldet wordvii, daß im Ausschuß diese Dauunw.irterwohimng der einzige bcaustandeic Punkt war. Das
-I das Beispiel nur willkürlich hevangezogr worden. ?Kebner fuhrt weiter aus, er fei gczioungen, bei dieiec <fselegenh.it Befchwerde zu führen gegen den Kinan-minist . Gnauth nii'3 Geheim rat Frhnt von B.egeleben, und zwar in n itzender des ©mit Ludrvig Vereins, r i der Veranstalter der Arbei.i nrohnnngsausstelliuig mar.^ Ter Ber ein uild mehrere Industrielle hätten im Iiucresse ber Sackte groste Spfcr gevraelst und dursten mehl erwarten, dast eine so u n geeignete Kritik nickt ftattflcfunben hätte. Nednei erörtert das t^rogtüinin bt\> Ernst ^rxd.pig Vereins für die Aus ftrflung uno stellt fest, dast bcr Verein den Erbauern den Preis vvrgeschrieben hatte ohne Rücksicht zu ncInnen aus zahlreiche Kinder und dergl. Er tritt dem Frhrn. von Biegeleben entgegen und stell, fest, dast dieser in ieiner Rede, zu der er zivar provoziert ivorden war, beliebige Vergleiche gezogen hat, die sich nid)t aufrecht er hauen lassen, io namentlich nicht bic Behauptung, dast das Wien lopscke Haus 11 OO() Mk kosten wurde. Entschieden müsse t)iedner
' ast die VlusstellungShäusch n tn n WZtaleu und sittlichen tHürt-übten nidu cntfDrodvu hoben. Dien Behauptung Hulu den sozialdemvkrati'cben Blättern Stoff zu An griffen gegeben, d e durchaus unberechtigt sind. Das Wicnkstpschi' entspro en, was Redner des näheren erort.-ii, es loaren n a. -1 Lcklafräume u. 2 Mainmcrn vorgesehen Wie die Regierung, um die Tammwärlerwohnung Htt ))< ii und ungevechLi n Kritiken komm m utocvftänblid) Es sei auch falsch, wenn der Lern Finanzmi nistcr gesagt habe, die Häuser hätten mehr theoveti'dreu Wert gehabt und die Voranschläge hätten nicht erhalten werden könneu. Er stelle fest, aast der Ernst Ludwig-Verein der Regietung schon im Tozemder v I. bic Voransckstäge iibei andt l,ai habe oas i>rus Wienkop nodmtal nachprüfen lassen und seine ndiqen hatten neuerding ’ stgestellt, daß das HanS i11 i ch i । d) ii u i . 200 r kos bcr Berechnung und der dr's .Verm von Biegcleben ergebe deutlich,
. baut Es .i .ni.i’ fraglich, ob es srttlick und sozial sei, eine Tammwärterwohunn.i aus den Tamm zu stellen und sie ocn Eefahn-n der TammbrudK und des Hoch
■ ti v V angesickst jotdxr unangebradjtcr .ilntif sich Innen, künftighin wieder in ahn lid>ci Sacke io groste Opfer zu bringen.
Geheimerat A-rhi von Biegeleben erinnert baten, dast die istrostb Bauiibleckimg m bet Zweiten Kanmter fortgesetzt m snstrnmriid.ei Wei. angegriffen wurde und dast dabei stets die Ai heil er Hauser der LmidcSauSstcllung als billiges Beispiel heran gezogen wurden, demgegenüber war ex geumutgen, daraus hm zwveisim, das; hier Unvi-rgleichbares zu Dcvgleickien berangefrogen nerbe. Er war angesicküs dieser Angriffe vcrvflicktii, seine Bau ab le düng in Sckmtz su nehmen und Iwbc das ui durchaus sackst idi, Weise getan. Die O'-rcit;en der 'Jionochr, m der er ick tatürchlidi befunden, habe ex nickt imcrf dir tuen. Ex hab«' von seinen ut der Türmst. Zig. vor öffenrli eisten 'Audiül) Amgen nichts ,»irÜckzmiü)Mkii und sei auck nach den heutigen Ausführungen d«-s F-rlwn. von Hehl davon überzeugt, daß ihm rtn Irrtum nicht unterlaufen |ei. Et habe mit dem Landeswohnungsuisvektor die Boranschlägc insofern aad a.Ajriin, als sestzustcllen war, ob der Voranschlag siä, nut den Abrrchuunoen deckt nick auch decken würde, wenn die H-iuser VTnftiid) aiijge|übrt würden. Wenn o die Kosten des bebau ten C.unbratnuier? berechnet im irden, ergab sich, dast die Banabteilung st-uiesioegs teurer Iviut als das Haus Äicnkop war, von dem ieftgeftdlt iverden müsse, dast es sehr solide gebaut war Redner sei auck inbezug aut leine Äeußernng, dast die Häuser den iittlid'cn und sozialen dlnforderungen nubi entsprochen, nicht zu weit gegangen, er müsse audi hierbei biirauf Ijimuevcn, dast nur n -rkrnl, Vergleickibaxes tvrglidien werden lann und dast sein vergleich an Hund des Banprogramms der Regierung gezogen werben innstte mußte in Betracht gezogen werden, dast eS fick, beim Tamm wärt er und Forstwart mindestens um bestbezahtte Arbeit, i lumbclt Tie Regierung muß pmklisck mich den Kuider- n .d4um mit in Hitachi zi.hen Nur in diesem 3ir uirmeuhflna fei die gerügt Bemerkung zu rerih'lwn Es habe dem i'teona: durdmus
fern gei g n. bic vlrln-iterlkhiirr im allgemeinen als iittlich und sozial ungenügend ;u beyndurn Er märe dem Herrn von Hcvl dankbar, wenn er ihm bi. 'Jüidiprüfung der 'JL'dmirngen und des Boranschlages ut Veüugung stellen wurde Die Verantwortung über die Aeust i tiNji bezügl der „Vorspiegelung falsckiet Iat;adk n" lehne er an Er halt dieie Aeusterung für durchaus unberechtigt nnd ungerechtserti.it Es sc gar kein Zweifel, dast es sich bei der A u s u r 11 u n g der ’.l r b e 11 e r b ä u f r r um eine ho 11 c soziale I .i t bandelte, die außerordent lick lc hi re ick' imr und j n_r die o e n Veranst.Ui rn höckister Dank get'ühr 2.1 i.t uii’ l.wtungvn, die man ui der Presse und lüiiliivj an die utmervci±,aablungeu knü.'itc,
seien weit scher das Ziel hrnausgeidZosseu.
Iinanznrinister ttznauth fuhrt aus. es könne nicht gäbe des Hauses sein, hier feitzuftellen. ob die Arbeit er hämer Tür den angegebenen Preis herg'ilcHt werden tonnen oder nickt. Er Hobe oon vornherein versucht sesizustellen, ob die Häuschen fick ratiatbltrf) praktisch Io Herstellen lassen und eine bciabenbe Antwort bisher nickt erhalten. Man müsse fick vcnickern. ob und wieweit „Ausstellnngspreit> grmackk wurden, ob und wieweil Unterteile- rungni usw ut den Preisen cinbezogen wurden. In der 2. Kammer sei Redner in eine eigenartige Situation geraten. Einige der C*e taube sollen aus siskalucken Boden gestellt werden und habet Han beite es sich darum, den essekttven Bert sest^ustellen. Er habe dabei vorgescklagen, den Prvgrammpreis als Bert abzugeben, dock sei ihm von einer Personlickkeit, die der Ausstellung woblwollend gegenüber stehe, geraten worden, die Häuser lieber durch ^ackver ständige abscbäyen zu lassen als den mehr tbeoretiidxrt Bert anmgeben Das habe er, Redner, in der Sammer zitiert. Jm llebngen stelle auch er fest, daß dem Ernst Ludnng-Verein, dessen Mitbegründer er sei und dem er noch heute angehore, tein Borwurs, 'andern Dank gebührt.
Minister des Innern Braun gibt hierauf Kenntnis von einer Erklärung des 2lbg. Noack bezügl. des Hauses Sloos Nidda , von dem er gesagt habe, daß es anstatt 4500 Mart über 10000 Mark kosten würde. In der Erklärung heißt es:
Zu meinen Ausführungen bei Beratung der Dammwärter Wohnung in Hamm am 23. März habe ick folgende Richtigstellung zu macken:
Ich wies darauf hm, daß an den Demaiigelungen der Bau- 'ummen für einfache staatliche Bohngebäude seitens der 2. Sammer, wesentlich die billigen Preise ber aus der Mathildenhohe un vergangenen Jahre errichteten kleinen Häuser Sckwld trügen und nannte das vor kurzem im Gewerbeblatt verösfentlichte Haus Balbe. Ich führte an, dessen Baupreis betrage etwa 4500 Mark, obwohl wie ich erfahren hatte, der Bau auf bet Ausstellung alles in allem etwa 10 000 Mk. gekostet haben solle.
Bezüglich der letztgenannten Summe must ick mick berichttgen: diese Angabe vermindert sick auf 8176 Mark ohne Bauplatz.
In diefem Preis sind enthalten: die eigentlichen Baukosten rund 4300 Mark, die Sosten der Inneneinrichtung an Mobiliar, die äoiten für die Nebenanlagen und die Umgebung, die aui dem Ausstellungsplatz besonders teuer waren (1475 Mark, das Arckitektenhonorar und der Anteilbettag am Dorfplatz, Transport oberhessiichcr Baumaterialien, ujro.
Der Bauherr, ein Fabrikant in einem ober hessischen Städtchen, erklärt ieboth auf das Bestimmteste, daß er bei den dortigen wesentlich billigeren Baupreisen, von dieser Art ^sobäude ein ganzes Dutzend bauen könnte, zu 4000 Mark das Stück, einschl. 2 Prozent Arckitektenhonorar, lelbstverständlick ohne tue innere Einrichtung an Mobiliar, ohne Bauplatz und Garten- ober Hos- anlage.
Damit hat sich als richtig erwiesen, was vom Ernst Lud tvig-Berein und s eine m Ar ch 11 e f t e n G e h. Baurat Prof. Walbc bezüglich dieses Hauses und bcr Möglichkeit seiner Erbauung z 11 m P r e i s e v 0 n 4 0 0 0 M a r k ö s s e n t l i ch m i t g e t c i l t w 0 r b e n i st. Ties ist meinerseits in ber Vcrhanblunq vom 23. März auch nickt bestritten worben. Die von mir gemachte höhere Preisangabe bezog sich aus bas Mnsterltzius bcr Mathitbenhohe, einschl. aller Unkosten, bic besonders durch den Bau aus diesem Platz und die damit Der knüpsten erschwerten Bedingungen und Verbältnisse erroadn'en iinb.
5-rbr. v. Hehl z u Herrnsheim verwahrt sid) ans bas Allcrcntschiedcnste dagegen, bast etwa bcr Einbruck entstehen konnte, als ob ber Ernst !i!udivig-Vcrcin sich oerteibigen wollte. Seine Angaben seien burd)aud richtig und beweiskrästig. Einer ber Architekten verwahrt sick telegraphisck ganz entidücbcn banegen, bast er etwa salschc Vcrccknungcn auigcstcllt habe. Rediier v.r i st d e Abrechnungen vcrsdncdcncr Häuser und vergleicht sie mit denen der Regierung. Er bemängelt dabei, dast die Regierung bei ihren Bauten für die Bauleitung nochmals 6 Prozcrtt einstellt. Tic Regierung bezahle doch ihre Beamten. Redner bedauert außerordentlich, daß Frhr. v. Dicgeleben seine Aeußerung, bast Vic Arbcilerljänscr ben sittlichen und sozialen Ansarberungcn nicht entspreckstin, nur um)d)ricben, nickt aber zurückgenommen habe. Audi bic Aeusterung bcs Finanzministers bezügl. ber „icheinatiidien Ausgaben" seien nicht zu entschulbigen. Wenn man, wie cs hier ber Fall war, bic Häuser geschenkt bekommt, bleibe es ganz gleich, wie sie versetzt werben nnb man braucht nicht vor brat Xlanbe unbeweisbar zu behaupten, daß cd sich um mehr cheorettschc Ausgaben hanbeltc. — Daraus tritt eine Pause ein.
Nach bcr Pause fährt Gras E r b a ch - F ü r st e n a n aus, er müsse sein tiefes Bebauern barüber ausipreckien, bar, in bcr 2. Kammer seitens eines Mitglicbes auf 53erl>ältniiie cmgegangeii louröe, bic ein Mitglied dieses Hauses bettasen und von denen behauptet würbe, dast sie das allgemeine Interesse erregt hätten. Wenn man dazu kommen würde, in dieser Weise Mißstände von einzelnen Staatsbürgern, mögen sie berechtigt sein ober nickst, zu kritisieren, wo würbe man da hüttominen! Ta konne^ bic 2. Kammer sich in Permanenz erklären nnb jeben Tag 21 Stunden tagen. Er ipredic icin Bebauern darüber ans lutb sei überzeugt, bast ber Präsident dieses haben Hauses cd nickt zugegeben und dem Redner bas Wort entzogen hätte. — Ter Präsident bestätigt das.
Tarauf wirb in bic E t n zelbc r a t u n g cingetrrten. Ti? Kapitel ber ersten und zwettcn Hauptabtcilting werden ohne Tc batte, den Bcscklüiien bcr 2. Kammer ent'preckcnd gutgehersten. - um Kaouel 7 bcr britten HauvtablcUung, Kommunal- unb Forstbeamten mackt Sc. Durckl Fürst Isenburg Birstein längere Ausführungen, in denen er darlegt, daß bic Fvrstverwaltnng zu wenig aui bte Konjunktur de einzelnen qängc Rücklicht nimmt Es werbe zu schematisch verfahren, zie Regierung soltte in bieser Beziehung mit ben Oberförstern persönlich ut Berührung treten. Tic Forstwirtschaft ber Regierung iei im.hr eine n-orftgartcnroirridiaft. Tie Bucke würde mit Unix dir zu sehr ausgerodet. Im hoben Vogelsberg wackle die Buche besser nm UtuiIssten ien zu ! och Forst
gebiete sollte gespart werden. Mit der Vergrößerung des Waldes soltte bic Regierung Kornähren. Ter Wald mit seinem ungeheuren Wert sei eine gute Spekulation.
Geheimerat Wilbrandt legt die Grundznge der Forstver ivahnng bar. Daß die Sulturkoften bock >cicn. ist richtig, bock rage man darin Ausgaben Trüberer Zeiten nach. Auch seien s'.c v.x bcr Vergrößerung be- Waldes b-?grünbct. Wenn mau bic Kultur kosten als arbeitendes Anlagekapital betrachtet, feien sie übrigens nickt zu hock. Was bic Franc ber Umwandlung des Buchenwaldes im Vogelsberg betrifft, fo stellt Redner feit, baß imr noch 31 000 Hektar Midnualb unb nur 4000 Hektar Fichtenwald haben. Wenn man die Waldwirtschaft rentabel gestalten Will, so muß man zur Nntzholzzucht schreiten. Von schematiickem Arbeiten könne keine Rede sein, den zu den Kulturarbeiten werden Oberförster heran- gezogen.
Fürst zu Stolderg-Roßla erkennt die Berechtigung bcr Regierung an, Berte für bic Zukunft zu schaffen, den« noch müsse man sich fragen, ob hierbei nicht manchmal zu weit gegangen werbe. Tie Art, wie die Regierung Bucke und Fickte anpiianze, fei eigemlich ideal, da sie die Flchtcnbestande mit einem Vaubholigürtcl schütze. Dock münc man in späteren Jahren wieder für Aunrisckung der Buckenbestande sorgen. Benn man an zu rechnen fange, bann scklage bie Fichte alles. Man sollte bic Fickte aber nickt zu alt werben lassen.
Geheimerat Wilbranbt t?.v.r- tilhrungen, die sich im Wesenrlicken mit bcr ."wrstwinschaft der Regierung decken. Tas Kapitel wird bann gleichwie eine Rerbc Weiterer genehmigt Tis seren zen mix den Bescklü'icn ber 2 Kämmet ergaben lick nicht. — Zu Kao. 38 iH n m n a f 1 c n po. beioridn 'uu 11' । ■ 0 i; 1 a die E r hö l
gelbes, angesichts der schlechten Finanzlage und her fort- gesetzt steigenden Auiweudüngen für höhere ednilai notwendig werbe.
■
sichtigteu Maßnahmen dem ohnedies schon 'chwer betasteten Mittel- ü. Hcyl z u Herrsshezm begründet den Ausschußantrag, für
(*afh'p*l
1909.
6 iabl-
2lu» Stadt und Land.
Gießen, 30. März
" TageSkalender iuc Dienstag, .30. Mär,; theater: .Hamlet.' Awang 8 Uhr.
R 0 10 i j e 11 m : Dienstag und Dlittwoch abend: von Marn Teda.
Zirkus Straßburger: Täglich Vorstellung.
dessen Annahme nn ^intcraic des Dcmemandes er eintrui. wen er glaube, baß man roobl eine Differenzierung billigen kann Man solle der Regierung diese Ti'ierenzierung übertönen. Auck butth die ReickSTinanzrewrm. die lieber eine Erhöhung der direkten 3t nern bringen wird, werde der Mittelstand am stärksten belafrrt. Das Haus stimmte bann dem Audlckn'.ßanirage, auch oem genannten Absätze zu, naebbem Fürst Stoloerq-Roßlar seine Em- sprüdie zurückgczv'ien. — Eine ganze Reibe weiterer Kapitel wird bann ohne Teoatte erledigt. Um ‘ ?2 Uhr vertagt sich das Haus auf nachmittags 5 Ubr.
N a chm i 11 a gs f i tzu n g.
R.B. Darmstadt. 29. Mär;
Am Reniernngsti>ck»: SraatSminister E.rald. Fnianz- nrimiter Gn au t d. Minister des Innern Braun. Geh Staatsrat Krug von Nidda, Gehemieröte Frdr. v. Biegeleben, Wilbrandt. Min'iierialcöre Dr. Becker. S ü r T c r t.
Präsident Graf Goertz eroif^.t bte Sitzu m um 5> , Ubr Tas Haus fetzt bic 3oezialberaning fort unb erledigt ohne Debatte die Kapitel d.s74: Bobenmeliorations- u. Basserver s 0 cgungswesen. Hierzu macht iFütst Isenburg-Bir- stein längere Ansfuhrungen, in denen besonder- Minister des Innern Braun h.'de Anerkennung ai^geiteiKhen wird für irinni Generalkulturplan rür den Voaelsixra, für »velches emineiv wichtige Werk bic Landwirtschaft nicht genug öanfoat sein könne. Dri Generaldckturplan umfaßt 34 940 Hektar, von denen 81 b4 Hektar bar albet find unb 5244 Hektar noch bewaldet werden sollen. Die Gesamtdl'tcn hierfür belaufen lick auf 601 680 Mark, rin Anlage kaoital. Da» einst Ipbc Zinsen euttragen wird. Durck das groß Werk wurde bie Lleuerkraft von 45 Gemeinden bedeutend gr hoben, der Arbritslosigkeix ein Riegel vorgeschoben und d.c B.'den ndnbialeit vieler ^anbvavohner gewährleiitcl werden. Man müsse das W^rk aber alsbald burdifütom unb nicht sukzessive, uxe du R^ierung und ber Ausschuß e- beantragat, bte 10000 Mmck aiifordern als Umerstützung für einige Gemeinden des Vogelsberg cs, die 'ich enticNoficn haben, Arbeiten, wie sie tn ban Plan vorgesehen waren, auszurühren. :'l!S erste Rate werden 5000 Mk gefordert. Tic Zweite Kammer hat hierzu daS Ersuchen an tue Regierung gerichtet, baldmöglichst einen Entwurf vorzulegen, der aber den ttzemeinben bic Freiheit ber Entschließung wahn Redner beantragt, mit ber Aufforstung bald zu beginnen und da.- üxunial zur Verfügung ru stellen. Tie Fcldbereiiligung sollte nur in Gemeinschaft mit bem Okneralfulturpian audgeführt werden. N!au würde bann bebratenbe Ersparungen machen Die Regierung sollte einmal ben Gancralkultnrrlan zur DiSkusswn stellen. Rekmra stehe persönlich aus bem Slandpuiikt, in dem Generalkulturplair das Beste zu sehen, was geschaffen werden konnte.
Minister Braun rührte aus, »dwn cHe man in Preußen in dieser Kulturarbeit Vorarbeiten leistete, war man in Hessen an ber Hauptarbeit. Redner erörtert bann bes näheren bte Erfalge bcr Boteniiielioratioil im Vogelsberg. Benn man für eine Jlrbcit 300(jU Mark aus StaaiSmuieln verbraucht unb fünf Jahre feimj Lebens ihr gewidmet hat. Dann tunn man nicht ohne weiteres verlangen, diese Arbeit bcr Agitation pr idzugeben unb bair.t bcr Gefahr, das Bcfferc als Feind bes Guten ncgreich zu idxn Im allgemeinen feien bic Gemeinden bed Vogcisoerges nid» 10 arm, wie in Agitationen vielfach behoiunct wirb, -l^oran de Vogelsberggemelnben krauten, sei der Mangel an nutzbarem i*k incinocvcrnwgcn Ta müßte zunächst emgejetzt wevoen Man in keineswegs geneigt, den P.an aufzugebcn, und nach bei MeinunD des J? ebne cs sei bcr Plan der Regierung ber gangbarste, ten Herne inben 5000 Mark zur Verfügung zu stellen, die sich freiimlhi an einem Versuch beteiligen. Man könne bic Bauern nickst durch Zwangsmaßregein von bem Vorteil des Planes überzeugen, sau bern müsse bas an Beispielen zeigen. Tazu sind bie 5000 Mark angefordert worben und er hoffe, das; bcr Vorredner seinen Biber iViud) fallen lassen wird Beim der Vorredner bie ?Hudiidiau:*)iir aus lanbfdxifilidK Sicherheit ober auf Iagointcrciscn „hcmlidi" nannte, so müsse dem widersprochen werden. Eine Feldbcre.m iunu nur nach dem Lineal würde Redner nicht initmackcn, wenn sie d'.- rigenartige Schönheit unserer Heimat zerstören würde Auck die .agblid-en Inlereftcn könnten für manche Gemeinden sehr idirjer niegeub werten 2arum sei bie Anweisung an bic Feldbereich gungsfjmmiffarc ergangen. Redner bittet, bem An^chußan r.iq zuzuilimmen, da durch diesen zunächst greifbares Mn:erial für eine neue Vorlage gesdiafsen werden soll. Bei ocr t^-ben Infilchen» oct Vogelsberger 'tk-DolkTung sei zu hoffen, baß lick, wenn recht greifbare Beweise vorliegcn, eine zwanglose Turd>fiU)runq des Kulturplanes ennöglichen läßt, boS wäre bann bcr jchousd Lohn ter großen Arbeit.
öürit Isenburg Birstein zieht nad> bicicn Tacke,ungen feinen Biberfprud) zurück. Taraus n.mmt das Haus da. Nun
an.
Zu Kapitel 75, Tit. 7: Staatdjuschü,,e an die Landwirt schastSka 111 m e r usw., würbe von bcr Zweiten rfanuarr ein .'I itia 1 < ihr 11 o>.-i’ 1: voegeseh. nen Siaatszuscküssc und llcbcrnkiiung des Bcttagr« w1 17 b ;<) Mark in einer 311 nunc an o.c Iju trifft. Tresen Antrag beantragt ber Ausschuß nicht ju genck migen. Tas Hans stimmt bem zu.
Tie Kapitel 72a biS 8.> weiden ohne Tebatte gcnelimgl.
Zu Kapitel 86: Gewerbliche Unterricktsanstölten. bringt Frhr. Heyl ; u Herr nshc i m
h. 3pi11 1 c, bi- Untcrr Ca ?iiuu ■ v c auf bic Wochentage zu v
ring für oici ünregungat bantear In d ganze Anzahl strebsamer junger Leute initemarnd) bem ' -uhen-
möglichen lauen. Rebirci tanke roiccerh.'it • t
Domkap.tnlar Dr. Benbir l'pricki jid) ähnlich aus Die r - irdjc lege ebensalls ben gro1 r u
Eden
Minister Brau 11 cikenm bie Beorcktigung tiefer Beltrreungen an, c vi‘ könne man nur -ckr"'
• tiiwai haoe »tdi ciw tu. des Sonntags vorn generblicheii Unlerridjt lai'en. In über 30 Anstalten würde noch Sanmagd uniicndtfc:
nürft Solms L i ck danke dem Minister für bie Ausführungen weit . im Sinne ber Anr
ban Lande werde bcr 3^'iiniagsiint- cridst als 1 tät «•
ic',1 'n. I 71 von öe 0 l in. : brr Sck.rvrmmkt liege darin, daß man den Bcrcin^i bie Unterrichte abnimmt unb von stoatswegru organifieri. In tncier Bcziehu'rg fei Ba^en weiter voran nne Minn'tel Braun stellt letzter.-.'
Crganijaiwn fei weiter vorge chritten. — Tas 'tajntd wirb dann
Zur IX. Hauptabteilung: Mimstcnnm der Justiz Geheimerat Prof. T. Schmidt Uhtaar Ausrnbrungen über da llunq^ücrl-altnific der lungeu Juristen. Er ipnc^ (Genugtuung daricker auS. baß bet StESMiniil 1
Ixibe, daß er nicht mehr streng am ?i pnn;iD fcitbaltcn wolle Stca;sminister Ewald erklärt, wani er m diesem Jahre mit bcr Schaltung neuer R ckkerstellen luriur- geholtcn habe, so sei dos lediglich aus 3oarsomkc.ksrückficht gr irticheu unb sollte nicht tut tue Zukunft verpflichten.
Kapitel dieser S.'iniptabttibnui werden ohne Debatte erledigt. - Die Sitzung Wirb um J " Ul ', aur T^enscaq 1" Ubr vertagt.
• • Hoftrauer. Sc. Kgl. Hoh. ber Großherzog haben wegen brs Ablebens bc5 Fürsten Äau Günther j» Schwarzburg- Sondershausen eine Hoftrauer vom 28. März bis 1. April angeordnet.


