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Latham $2,500 Km., Farma nn 80,009 Km.
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mehrere gelungene von Augenzeugen
Kilometer, Geschwin-
Gießen, den 1. OAober 1909.
Groß herzogliches Amtsgericht.
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Luftschiffahtt.
Potsdam, 2. Okt. Der Kronprinz unternahm heute Nachmittag auf dem Bornstedter Feld unter dem Jubel des Publikums einen Aufstieg im Flieger unter Führung von
rnftleriid) hervorragenden Dernieinilid) zu „jparcn", äSbildung der Sfrdiiiehcn ju heben. Tie gründliche h'chcn Md Ivirlschasüichen Mg, iun öie uieliatt) al- bmisfionswefen so burdp erbnndtnen Mngel, wenn estmaß beschränn werden, i werden den Architckm ilen, ob sich eint Arbeit wrssronsVA fl’gnct, ober nnj^r fei, wvvvich nn nß/ng der Lnbmissions- i QnnVMsarbeil cdcih. i dnrch eine kaufmännisch vaiijaiwn de-i Prüsungr-
kincr 7gliedrigen fiom- den staatlichen und
Sport«
** F austbal l. Am Samstag fand eilt Fau st b a l l met t- spiel zwischen den dritten Manusck-aften des „Vereins für Bewegungsspiele" und des „Faustballvereins am L. L. Gymnasium" statt. — Nachdem das Spiel anfangs auf beiden Seiten matt ge- ivefcut war, kam es bald in flotten Gang. Besonders bei Gymnasium war das Zusammenspiel fpwie auch das Einzelspiel vorzüglich. So konnte denn L. 1k. Gymnasium mit 44 Punkten einen neuen: Sieg verzeichnen. Gesamtresultat: 173:129.
Orville Wright. Wright führte ferner Flugversuche vor, wobei er nach Schätzung 400 Meter Höhe erreichte.
Berliner Wettflüge-
En t f ey: nun gs pr eis: Rougier
versuchten Mordes. Darauf verurteilte der Gerichtshof den Angeklagten zu neun Jahren Zuchthaus und erkannte ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren ab. Weiter wurde er für dauernd unfähig erklärt, als Zeuge ober Sachverständiger zu fungieren.
Holzvertauf
durch schriftliches Aufgebot bei der fürstlich Solmsischen
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digkeitsp.reis: Latham 18 Min. 463/s Sek., 5a r mann 22Min. 2Ssk., de Caters 22Min. 47Sek. Höhenpreis: Rougier 158 Meter, Latham 85 Meter. Belastungs- Preis: Rougier, der mit einem Passagier von 79 Kilogramm flog: aber dieser Preis wird nicht angegeben, da nur ein Wettbewerber war ynd da Farmann nicht die nötigen vier Runden zurückgelegt bat; Rougier wird einen Ehrenpreis bekommen; de Caters erhält einen Trostpreis von 2000 Mark. Latham hatte außer Konkurrenz, da er erst nach Sonnenuntergang geflogen war, eine Höhe von 178 Meter erreicht.
Die Deutsche Flugplatzgesellschaft hat die beiden Apparate von Edwards und Sanchez Besä mit Beschlag belegt, weil sie ihnen Verpflichtungen nicht nachgekommen sein sotleu. Die Direktion will die Apparate zurückgeben, aber nur gegen eine Entschädigung von 11 000 Mark. Die beiden Chilenen wollen die Sache gerichtlich austragen und haben ihre Gesandtschaft davon benachrichtigt.
Frankfurter Flugwoche.
Frankfurt a. M., 3. Olt. Die Flugwoche wurde heute Nachmittag durch den dänischen Flieger Nervo eröffnet. Er blieb beim dritten Versuch 1 Min. 3 Sek. iit der Luft. Euler gelang es einmal, in einer Höhe von etwa 4 Metern eine Runde zu absolviern.
Frankfurt a. M., 3. Ott. Der Par sev al-Ballon unternahm heute nachmittag eine Fahrt nach Wiesbaden zur Erforschung der magnetischen Ortsbestimmung.
Die Kölner Flugwoche.
Köln, 2. Okt. Ein Flug B l 6 r i o t s dauerte 13 Minuten. Ein Flugversuch Dufours gelang nicht, da der Propeller nicht zum Antrieb kam. P a u l h a u flieg dafür zu einem Dauerflug aus. In 17 Minuten legte er 10 Kilometer zurück, in 21 Minuten 20 Kilometer. Nach einigen Minuten verließ er bann das eigentliche Flugfeld und flog bis nach Merheim. Er kehrte dann wieder zurück, um abermals die gleiche Richtung zu nehmen. Um 6 Uhr 4 Minuten landete er glatt auf dem Flugfeld nach 38 Minuten Flug bau er.
Rougier machte, nachdem er, um seinen Motor zu prüfen, zwei Runden geflogen hatte, einen Flug von fünf Runden für Den Belastungspreis. Als Passagier hatte er seinen Me- 'yaniker löura, ymitgenommeit. Er flog von 5 Uhr 43 Min. oid G Uhr 1 Min. in einer Höhe von ungefähr 30 Metern. Far - inan, der für den Preis von Berlin konkurrierte, flog 22 Runden und mußte wegen Motorbefektes landen. Dabei stieß Der Apparat so heftig auf den Boden, daß er beschädigt wurde. Ein Propellerflügel ist verbogen, Farman selbst ist unverletzt. d.e Caters flog zweimal je zwei Runden, mußte aber jedesmo^ wegen Defekts landen. M o l o n versuchte seinen neu hergestellten ckpparat und machte zwei Flüge von je zwei Runden. Den Schluß machte Rougier mit dem französischen Militärattache in Berlin als Passagier. Infolge des starken Windes wurde der vierte «Zlugtag beeinträchtigt. Paulhan versuchte vergeblich hoch zu bleiben und stoppte wiederholt ab. Dufours gelang nur eine halbe Runde auf dem Rasen. Das Publikum verlangte stürmisch Äleriot, bet einen Weitflug von 3—4 Minuten in einer Höhe von 10 Metern machte. Um 6 Uhr 18 Min. machte Paulhan eine schöne Runde in einer Höhe von 15 Metern.
Forsnnspektlon zu Lich (Überreifen). .
Auf dem üblichen Subnüfsionslermiil in Gießen, welcher in diesem Jahre am 8. November, vorm. 10 Uhr, im Lcuz'jchcn eichcurcUet abgehallen wer den soll und zu welchem die Gebote ain 6. Nooeuiber abends an das fürstlich Sivllbergische Rentamt zu s-rtenberg (Oberhessen» eingeschickt sein müssen, uetraufen: Die sairstlich Solinsische Oberföruerm Vidi 85 Fm. Eichen-Schwellenhotz, L45 Fm. Eichengrubenholz, 880 Fm. Kiesern-Bauholz dann auch in i verschieden großen Teilen abgegeben werden), 120 Fm. Kiejern- xrubenholz und 10 Fm. Hainbucheu-Srammholz; die fürstlich Solm- ii'die Oberföriierei Hohensolms bei Wetzlar 15 Fm. stärkeres Eichen- itammhoiz mittlerer Güte lUeberhäliev im Buchenschlage); und die Erstlich Solnuischc Försterei Hürmghmiseu bei Corbach in Waldeck 26 Fm. Fichten-Derb^ u. Reisstangen/r. 210 Fm. MieferngrubenboU.
Interessenten bitten wir, du/gedruckte „Auskunft" zu ver- inngcit, weiche gern frei zugeichickt^bird, und nad; Ge»aileli weitere Fragen zu stellen. / B4ho
6 gtg» w $nm.
4 Lun ovober.
Bekanntmachung.
In das Handelsregister Abt. A. wurde .uigetragen: 1. Die Firma Geestemünder Fischh allen, Johannes Nimtsch in Gießen. Inhaber: Johannes Nimtsch, Kanfmann in Gießen. 2. Bezüglich der Firmen: L. W. SP ö r h as e vormals C. St auding e r L Co. Zu Gießen: Das Geschäft ist auf den Gotthold Hempel in Gießen unter Ausschluß der Uebernahme von Aktiven und Passiven Übergegangen, der dasselbe unter der bisherigen Firma lüeiterjüyrt. b. Gebrüder Sch mall, Gießen: Die Firma ift erloschen.
ZLrheitsvergebung.
Die nachstehenden Arbeiten zum ;4eubau des ^erwaltungs- sebäubeö für das siadt. Elektrizitätswerk Gießen sollen öffentlich »ergeben werden:
1. Zimmerarbeiten teinschl. Gesimse)
2. Tachdelterarbeiten
3. Sveuglerarbeiten
4. Grobichlosscrarvciten.
Zeichnungen, Arbeitsbeschreibnugen und Bedingungen liegen im Bureau des Architekten H. Meyer dahier zur Eimicht offen. Angebotsformulare können dafelbst gegen Erstattung der Setbst- losten erhoben werden.
Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit der nötigen Aufschrift versehen bis Freitag den 8. Oktober d. Fs., vormitt. II Uhr, an Herrn Architekten Meyer, West-Anlage 6, einzureichen.
Gießen, den 1. Oktober 1900. B4/lo
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
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Vermischtes.
* Die „neueste" Stabt der 23elf. Den gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung Kanadas schilbert der bekannte englische Schriftsteller F. A. Mc. Kenzie in einer Reihe interessanter Vilber aus bem Leben biefer vor kurzem noch wüsten, jetzt rasch oufblühenben Gebiete. Ein anschauliches 2Zeispiel bieser schnellen Entwicklung bilbet seine Erzählung von bem Werben und Wachsen ber „neuesten Stabt ber Welt", von Melville im Territorium fMttel-Saskatchewan. Bor wertig mehr als zwei Jahren, am 9. September 1907, machte ein Pionier ber Kultur in ber völlig imbewohnten Prärie Halt, schlug sein Zelt auf unb ließ sich hier nieder. Er wußte, baß bie Eisenbahn, die Hauptlinie ber Granb Trunk-Pacisic, lsiec borübergeben würde: er glaubte, daß in naher Zukunft auch eine andere Linie nach dem Norden zur Hudson- Bai geführt werden würde; et kannte das Land und hatte Vertrauen zu seiner Zukunft. In einem Monat hatten sich um ihn herum ein Dutzend anderer Familien angefiebelt; sie bauten sich kleine Hütten, zum Teil aus Rasen, zum Teil aus Holz unb überbauerten so den bitterkalten Winter, wo in diesen nordwestlichen Ebenen das Therniometer bis zu vierzig Grad unter Null sinkt. So wurde Melville geboren und im nächsten Frühling hatte es ausch die ersehnte Eisenbahn. Heute zählt der Ort 1246 Männer, Frauen unb Kinber; er hat ein „Opernhaus" und eine Lokalzeitung, ben „Melville Kanabier". Zwei Hotels sind eröffnet unb ein brittes wirb gebaut. Drei Kirchen, eine schöne große Schule unb eine Feuerwehrstation sinb bie anberen öffentlichen Gebäube, die sich über die fast nur aus Holz gebauten 2—300 Häuser erheben. Am 1. November wird Melville Stadt werden, unb in zwei Jahren hofft es eine Großstabt zu fein. Die Bevölkerung trägt einen burchaus kosmopolitischen Charakter; in ber Schule werben sieben Sprachen gesprochen; bei ber jüngsten Preisverteilung würben die vier Preise von den Kindern vier verschiedener Volksstämme gewonnen, von einem schottischen, einem ungarischen, einem schwedischen unb einem deutschen Kinde. Der Besucher, der hier die primitivsten Lebensformen erwartet, wird durch einen sich entfaltenden Komfort überrascht, der ein Beweis für die stolzen Zukunftshoffnungen für die Bewohner von Melville ist. Zwar liegen auf den Straßen noch große Schmutzhaufen, und das „Opernhaus" hat nur den Namen von der Oper und dient höchstens zu kinematographischen Vorführungen. Aber die beiden Hotels, von denen das eine 60 und das andere 40 Schlafzimmer hat, bieten einen angenehmen Aufenthalt, und der Stolz der ganzen Stadt ist das dritte Hotel, das seiner Vollendung entgegengebt. Es ist ganz aus Ziegeln gebaut, der erste Ziegelbau in Melville; es kostet 75 000 Dollar und hat 65 Schlafzimmer. Die Ziegel sind aus einer Entfernung von 225 englischen Meilen herbeigeschafft worden. Das Hotel wird elektrisch beleuchtet, und ein Personal ist bereits engagiert, dessen Löhne durchschnittlich 20 Mk. die Woche betragen. Auch für Küche und Keller soll bestens gesorgt werden. „Wenn Sie in kurzer Zeit wiederkommen", erklärt der Besitzer mit strahlendem Lächeln, „dann merben Sie gute französische Weine unb den feinsten Kognak bei mir finben." Unb das alles im Herzen der Prärie, auf einem Fleck, der vor zwei Jahren noch Hunderte von englischen Meilen von jeder Kultur entfernt war ! Kirche und Schule sind die ersten öffentlichen Gebäude, die in diesen kanadischen Ansiedelungen errichtet wurden. In Melville erbauten sich zunächst die Lutheraner ein Gotteshaus und öffneten ihre Pforten auch den anderen Bekenntnissen. ■ Dann erbaute sich die englische Hochkirche ihr eigenes Haus, bann die Katholiken und Baptisten, Methodisten unb Presbyterianer haben bereits bie Grunbrnauern zu einer Unionkirche gelegt, „ber ersten Unionkirche im Nordwesten", deren Bau 5000 Dollar kosten wird. Die Aufführung der Schule hat nicht weniger als 7000 Dollar gekostet.
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 4. Otl. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchimarktpreise. Weizen Alk. 22.00—22.25, Knrhessischer Alk. 22.00—00.00, tta Plata Kansas Alk. 23.00—24.75, Roggen (hiesiger) Äik. 16.90 bis Mk. 174)0 Gerste (Wetterauer) Ätk. 17.00—17.50, Gerste Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.00—17.75, Kleie Mk. 00.00—00.00, Hafer 15.50—16.50, Mais Mk. 15.50—16.50, Weizenmehl Pik. 31.25 bis 31.50, 2. Qualität Mk. 29.75—30.00, 3. Qualität Alk. 28.75 bis Mk. 29.00, 4. Qualität Mk. 27.75-28.00, Roggemnehl 0 Mt. 25.00-25.25,1. Qualität Alk. 22.00—22.25, Weizenkleie Alk. 10.50 bis Alk. 10.75, Weizenschale Alk. 00.00—00.00, Roggeickleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Matzkeune Alk. 00.00—00.^0, Biertreber 12.75—13.25. Alles ver 100 Kg. ab hier.
ic. Franliurt a. M., 4. Okt. (Tetegr.Ong.- Bericht des ^Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der Heuligen V i e h m a r k t-
LtrsteigerAg m WüchennMktBtzen.
Nachdem von Berkausern auf dem Wochenmarkt verschiedentlich der Wunsch um Ueberlassung sester Verkaussplatze geäußert worden ist, sollen
Samötag den 9. Oktober 1909, vormitt. 11 Uhr, im Hose des Turmhauses am Brand verschiedene Plätze versteigert werden.
Gießen, den 1. Oktober 1909. B‘/lo
Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße».
_____________________I. V.: Keller.
Auf Grund ber Ortssatzung ift bie Stelle eines
besoldeten Bürgermeisters
ber Kreisstadt Alsselb zu besetzen.
Der Anfangsgehalt betrügt 4500 Mk. unb erhöht sich alle brei Jahre um 500 Mk. bis im Falle ber Wieberwähl, nach 12 Jahren, bie Höchstgrenze mit 6500 Mk. erreicht ist. Nach fünfjähriger Dienstzeit betrügt ber Ruhegehalt 25 Proz. bes Gehaltes, nach 12 Dienstjahren 50 Proz., nach 24 Dienst- jahren 662/3 Proz.
Wirb ber Bürgermeister nach Ablauf seiner 9jährigen Amtsperiobe nicht wieder gelvählt, bann beträgt der Ruhegehalt 40 Proz., nach 18jühriger Dienstzeit 60 Proz., nach 27jähriger Dienstzeit 75 Proz.
Bewerber müssen Angehörige des Großherzogtums Hessen sein, in ihrem Wohnsitz bie Wählbarkeit zum Ge- meinderatsmitglieb besitzen unb wollen Zeugnisse mit Beschreibung des Lebenslaufes bis zum 5454
2 3. Oktober b s. I s.
bei Groß herzoglicher Bürgermeisterei Alsfeld einreichen.
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D r e i i e. Zum Verkaufe standen: 531 Ochsen, 24 au5 Oesterreich 25 Bullen, 0 aus Oesterreich, 874 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder' 390 Kälber, 415 Echase und Hammel, 1772 Scknveine, 0 Ziegen 0 Ziegenlamm, 0 Schasiamm. — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 80—83 Mk 3. Qualität 75—77 Alk., 3. Qualität 63—67 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—67, 2. Qiial. 62—64; Kühe 1. Qualität 74—76 Alk.. 2. Qual. 64—66 Alk^ 3. Qiial. 52—54 Alk., 4. Qiial. 00—00 Mk. 5. Qual. 00—00 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht gew.: Kälber 1. Qual. 82-87 Psg., Lebendgew. 48—50 Pfg 2.Qual.72—75 Psg.,Lebendgew. 43-46 ßlg., Schlachtgen). 64—20 Pfg.' 3. Qual.Lebendgeiv. 38—40 Pf.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 76 bis 78 Psg., 2. Qual. 60—65 Psg. Schweine: 1. Qual. 78—79 Ps, Lebendgewicht 61,5—62,0 Ps., 2. Qiial. 77—00 Pf., Lebendgewicht 60,0—61,0 Psg., 3. Qual. 72—76 Pfg., Lebendgeivicht 00-00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gui, kein Ueberstand.
Gießener Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 5. Oktober: Kühler, ivindig, Regenschauer.
OrrginaL-Dkahtmel-ungen.
Eine Rede des Prinzen Ludwig von Bayern.
Würzburg, 4. Okt. In Helmstadt wurde das Denkmal zur Erinnerung an bie Verwundung bes Prinzen Lubwig im Jahre 1866 enthüllt. Prinz Lubwig wohnte ber Feier bei. In einer längeren Rede bezeichnete er als bie Nieberlage Bayerns in bem bamaligen Gefechte bie schlechte Bewaffnung unb mangelhafte Äusbilbung der Truppen.
Der Grund des Kampfes, so fuhr ber Prinz fort, war die großbeutscheJbee, wir wollten einen Bunb auf förberativer Grundlage, ber Krieg entschied gegen uns. Was war bie Folge ber Niederlage? Dank der Opferwilligkeit ber beutschen Fürsten, bie für bie Gemeinsamkeit gar manche Vorrechte Hingaben, war dem deutschen Volke eine glänzendere Gegenwart beschieben als je zuvor, aber umso unheilvoller gestaltete sich bas Schicksal der Deutschen in Oesterreich. Von Deutschland, zu welchem sie von jeher gehörten, seitdem es deutsche Geschichte gibt, mit Gewalt losgerisseu, waren bie Deutschen in Oesterreich nicht mehr imstanbe, bie leite nbe Stelle, bie sie in ber ganzen Monarchie inne hatten, aufrecht zu erhalten; sie verloren zunächst Ungarn. Meiner Ansicht nach bleibt ben Deutschen in unserer Nach- barmonarchre nichts unseres übrig, als fest zusammenzuhalten. Sie bürsten also nicht über bie Grenzen schielen; bas ist Hochverrat und Schädigung aller staatstreuen Deutschen in Oesterreich-Ungarn. Es ist auch nicht zulässig, baß von Seiten bes beutschen Reiches in die Verhältnisse unserer ^Nachbarmouarchie emgegriffen wird. So wie wir uns verbitten, baß sich bas Auslanb in unsere Geschäfte mischt, so hat auch Oesrerreich-Ungarli bas Recht, es sich zu verbitten, baß wir hineinschauen.
*
Darmstadt, 4. Okt. Heute vormittag wurde hier in Anwesenheit der Prinzessin Ludwig von Battenberg' bie 25. Generalver,ammlung de^ A l l g. D e u t schen Fr au e n- Vereins eröffnet.
Mainz, 4. Okt. Ein Unbekannter erschwiubelte gestern in ber hiesigen Nieberlassung bes Wiesbabener Bor- schußvereins einen Betrag von 12 000 Mk. durch einen ge- sälschten Scheck.
Heidelberg, 4. Okt. Am Samstag vormittag wurde das nad) ben Entwürfen des Geheimrats Professor Dr. Warth (Karlsruhe- unb unter Leitung des Bezirks-Bauinspektors Groß (Heidelberg) auSgesührte neue staatliche Lehrerseminar feierlich ein geweiht.
Limburg, 4. Okt. Ein junger Mann übte sich mit einem Freunbe im Hansgarten mu Scheibenschießen. Als er bem Freunbe bas Gewehr reichen wollte, guig aus unbekannter Ursache ein Schuß l0s unb traf die Mutter. Die Frau wurde so schwer verletzt, baß sie nach zwei Stunden starb.
Newyork, 4. Okt. Der deutsche Kaiser sandte dem beutsch-amerikaiiischen Kriegerbund auf ein Begrüßungsleiegramm eine herzliche telegraphische Antwort, bie gestern bei ber Festver)ammlung bes Krieger- bunbes zur Verlesung gelangte. Großadmiral v. Käst erhielt bei ber Versammlung eine längere Ansprache.
„Warm zu . empfehlen ist der Gebrauch von Zuckcr'o Batentr Mcdizinal-Seife bei Rauhigkeit u. Schuppungen der Haut, bei leichter Ichthyosis, ganz besonders bei Unreinheiten derselben, wenn Mitesser u. deren Jolgc- zustände,
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as Konkursverfahren über das Vermögen des Adolf Baum von Hungen wird eingestellt, da sich ergeben, daß eine ben Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmaffe nicht vorhanden ist unb nach- bem eine hierüber abgehaltene Gläubigerversammlung zuge- stimmt hat. BV10
Hungen, 23. Septbr. 1909.
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