Ausgabe 
4.5.1909 Erstes Blatt
 
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ordentlichen Versammlung folgende Resolution an: Die am 2. Mai 1908 in Gießen tagende außerordentliche Mit» gliederversaminlung deS Vereins der Tabakinduftricllen von Gießen und Umgegend spricht ihr Bedauern ouS. daß der Hcrr Reichskanzler den Tabakverrin ganz besonders tadeln zu muffen glaubte, umsomehr, da der Regierung seitens de( TabakvereinS Entgegenkommen gezeigt wurde. Einmütig und unter großem Danke erklären wir unS mit dem Vorgehen der Denkfchristkommifsion einverstanden und betonen ausdrücklich, daß das System der Gewichtssteuererhöhung, wie eS die Denk- schristkommission in Vorschlag brachte, allen Beteiligten, ins­besondere auch den kleinsten Betrieben beffer als jede andere BesleuerungSart Rechnung trägt, sowie bet mäßigen Sätzen die Hoffnung läßt, daß die Schwierigkeit des UcbergangS in die neuen Verhältnisse ohne zu große Schäden für daS ge­tarnte Gewerbe in nicht zu langer Zeit überwunden werden kann. Wir sind felsenfest überzeugt, daß nur ein ge- s ch l o s s e n e S Vorgehen des Deutschen TabakvereinSLchlimmcrcS verhüten kann und bitten alle Kollegen, einen einigenden Be­schluß herbeiführen zu wollen.

* Luft schiff Häfen. Man schreibt uns:Ttr er­weiterte Ausschuß bc*3 württemberaischen Luflflottenvereins hat einen Arbeitsausschuß für die Errichtung einer Luftschiff- Halle in Stuttgart gewählt. Zu der Versammlung waren auch der Lberbürgermeister v Gauß und ein Vertreter des Kriegsministeriums erschienen Sberburgermcister v. Gauß teilte mit, daß die Stadtverivalmng die Besä>affung eines Platzes mit allein Wohlwollen behandeln werde. Ten Aus- lührungen der Vertreter des Grafen Zeppelin war zu enttiehmen, daß eine Vetriebsgesellfchaft, der auch der ,Fuft- jchtffbau Zeppelin" nahesteht, die Einrichtung eines fahr- planmäßigen Luftschifiverkehrs von Luzern oder Friedrichs- Hase, l über Frankfurt a. M. nach dem No rden in die v>and genommen hat. Es wird von den Bewerben der Städte durch Angebot von Landungsplätzen abhangen, welche Linie im einzelnen gewählt -rocii wird. Die Luftschiff- ltnicn sollen bereits im nächsten Jahre in Betrieb genommen werden." Bei der günstigen Vage Gießens wäre ein Angebot, hier einen Landungsplatz zur Verfügung zu stellen, sicher nicht aussichtslos.

** Kolonialvortrag. Samstaa, 8. Mai, findet auf Veranlassung des Militäranwärter-Vereins Gießen im großen Hörsaal der Universität durch Feldlazarett-Rendant Grämlich ein Vortrag überUnsere Schutzgebiete" statt. Ter Vortrag wird erläutert durch eine große Anzahl von Lichtbildern. Zutritt hat jedermann, auch Damen.

** Eine eigenartige hochmoderne Fassade lucrben die beiden Häuser der Firma Aug. Montanus Nach­folger am Marktplatz erhallen Die Gebrüder Jmheuser, welche Eigentümer dieser Geschäftshäuser sind, haben einer Spezialfir>iia in Berlin Äust.ag erteilt, die Augcnseite der Gebäude modern und anfprcdicnb für geschäftliche Zwecke nach ihnen vorgelegten Plänen umzutvaudeln. Wie man hört, beträgt die dafür zu zahlende Summe die Höhe von 1718000 Ml. Die Berliner Firma soll übrigens auch mit einer zweiten Firma in der Bahnhofstraße abge- fchloffeii haben ivegen Umwandlung der Außenseite des Ge- schäjtslokais, mn dasselbe entsprechend zu modernisieren.

** Die Generalversammlung des Bezirks­zuchtverein ssiirVogelSbergerBieh für den Kreis Gießen fand am Samstag nachmittag im Eaf6 Ebel statt. Die Veranstaltung war wohl in Rüasicht auf die am 12. dieses Monats in Schotten anstehende Generalversammlung der Herdvuchgesclischaften für das Vogelsberger Rind schwacy besucht. Der Vorsitzende des Bezirks, Regierungsrat Tr. Merck, erstattete den Jahresbericht, aus dem mir Mit­teilen: Der Verein hat sich im vergangenen Jahre um einen £rtdyid)toercin mit 21 Mitgliedern vermehrt. Es gehören ihm an die Trtszuchtvereine Allendorf (Lahn), Großen- Linden, Grünberg, Heuchelheim, Leihgestern, Steinbach, Watzenborn-Steinberg, Lauter, Bellersheim, Göbelnrod, Queckbont und Stockhausen Wickhardshain, zusammen 10 Srtszuchtvereine mit 419 Mitglieder. Im Jahre 1908/09 wurden im Bezirk neu nngetbrt 15 Bullen und 58 Kühe Vogelsberger Rasse Die alljährliche Jaseischau fand im Korbezirl Hungen-Lich über 33 und im Korbezirk Griin- berg ilber 15 Bullen statt Bei einer Stalischou im Ok­tober in Großen Linden, Allendorf a. d. Lahn, Heuchelheim, Watzcnborn-Ssimbcrg und Steinbach wurden im ganzen 53.) Mark für Preise zuerkanut. Ter Vorsitzende machte darauf Angaben nbcr die auf Veranlassung der LandwirtschaftS- lammet festgestellten Leistungsprüfungen bei Vogelsberger, nn Vergleich zu Simmentaler, Rindern. Es ergaben diese Durchschuittsletttungen bei ilchkühcn:

der ®c- K»jt

Geldwert

flünmenlalev 3jäh-

lige Lcistungs-

Prüfungen

Vogelüdcrger lifäh- rige Vciftungo- prüsungeu ___________________

Tie Juilerkonen nu oo kg Ücbcndgeivichk benagen: bei Vogelsberger nn 1. Lebcn-iat)r 49,25 Mark

durchschnittlich sür beide Jahre 42,4-< ,

bei Simmentaler im 1. Lebensjahr öl,65 ,

16,M _ burd)id)iuUlid) sür beide Jahre 49,26 ,

Mit dem Schutz der Singvogel deschastigt sich eine in der heutigen Nummer enthaltene Bclannt- madmng des Großh. Polizeiamts, woraus besonders hin­gewiesen fei.

" Gießener V o l k s d a d. Im April wurden 8475 Bäder verabreicht gegen 8450 im Marz 1900 und 7660 nn April 1008 oder nn Turchschnitt täglich 263 Bäder gegen 273 nn März 1900 und 256 un April 1908. Ter Besuch l;<.t sich nn einzelnen wie folgt verteilt:

Schwimmbad: 3238 Manner, darunter B66 zu 10 Pfg^

, 918 Frauen, , 164 10 ,

Wannenbäder 1. Klasse 244 Männer, 81 Kranen,

. 3. . 781 , 545

Brausebäder 1. Klasse 870 Männer, 81 Frauen, 3. . 1976 , 215

Tanwi- n. Heißlnitbäder, sowie Massage Auf. 135 Alänner, 11 Frauen. Tie Personemvage ivurde von 220 Personen benutzt und daß Bad von 5 Personen besichtigt.

I n A iner 11a verstorbene Hessen Frau Charlotte H u t s ch l e r, geb Tag. aus Worms, S7 Jahre alt, -u Brooklvn, N.B - Henrn Hensel aus Bergheim,

Psilch

n>id)ie- zuuahine

Kalbes

Gewinn

208,80

5,40

38,55

64,88

253,56

10,54

35,45

76,23

74 Jabre alt. zu Washington, T E. Ft Marg Ritzert,

Jäger und (ein Ende. Au® einem Vogels­berger Ctte schreibt un® ein Freund unsere® Blatte®: An» letzten Sonntag wurde hier eine eigenartige Hochzeit gefeiert; waren dazu zirka 200 Gäste emgelabcn, an ver­schiedenen Braten. Weinen, feinen Birren und Likören hat es dabei nicht gefehlt, auch von 500 Vsimd Mehl waren die feinsten Kuchen gebacken worden. Es war nämlich eine Jäger-Hochzeit: der Bräutigam war Rad Jäger, der Sohn des Heinrich Jäger VIII. und dessen Ehefrau Mar­garethe Jäger, eine geborene Jäger; die Braut war Emma Jäger, Tochter de® Wilhelm Jäger und dessen Ehefrall Elifc Jäger, geb. Jäger. So viel man Härte, wurde des Nachts von den jüngeren Gästen em Scheibenschießen veran­staltet, wozu rauchloses Pulver verwendet wurde.

? Hungen, 3. Mai. Gestern nachmittag gaben hd> hier die Zweiqvereine Frankfurt, Weinbau jen, Gießen, Bud ngen, Fried berg und Nidoa des Vogelsberger Hoben- Klubs cm Stelldichein, zu dem auch die Sessionen Grünbcrg, Lauoach. Särollcn, Ulrichsieui mW Alsfeld erichienen waren. Kur; von 2 Uhr trafen die Wanderer über Bad-Salzhaufen. Forstbaus Glaub- zahl und Langd hier em und wurden am Eingang der Stadt seitens der hiesigen Sektion herzlich bcroilltommi. Nach Absingung cmed Liedes zogen die Vcrcrnc mW Sektionen unter Vocantritt einer Mterlung der Gießener Regünemskapelle in stattlichem Zuge, in welchem sich auch viele Damen beianbat, durch die Ztadt in der saal derTraube", wo das Mittagessen eingenom­men wurde. Nach dem Essen sand eine Besichtigung der Stadt, des Schlosses mW der Kirche start, worauf man sich wieder im GasthausZur Traube" zusammenfand. Uriidnebene Ansprachen wurden gehalten, die mit kernigemFrisch auf" ausklangeu. Tie Koiizerlstückc der Musikkapellc und allgemeine Gesänge hielten die Teilnehmer m froher Stimmung zusammen, bis die ßcü zum Aufbruch mahnte. Die wieder heimkehren d^rn Vereine wurden mit Musik an bic Bahn begleitet, ivo man sich herzlich verab­schiedete.

Ostheim b. Butzbach, 3. Mai. In Kürze wird hier Bürger m et st erwähl fiattfinben. Ter oltbeivährte Bürger­meister Joh. Jak. Schneider, der schon 2 7 Jahre un­unterbrochen an der Spitze der Gemeinde steht, wird dabei zum drittenmal kandidieren und voraussichtlich wie früher ein- ftimniig wiedergewählt iverden.

-s- Bad-Nauheim, 3. Mai. Heute und morgen findet hier der Verbandstag der hessischen Vorschuß- und Kred it oerc ine nn Theatersaale deö Kurhauses statt, den der Großh. Kurdircttor zur Verfügung gestellt hat. ?luf der Tagesordnung stehen gegen 20 Punkte. Tie übrige Zeit soll zur Besichtigung des Bades benutzt werden. Es sind über 100 Vertreter aus allen Teilen des Hessenlandes anwesend.

[] Marburg, 4. Mai. (Tel.) An der hiesigen Uni­versität sind bis jetzt schon bedeutend mehr als zweitausend Studenten immatrikuliert.

[] Marburg, 3. Mai. Am 6. Juni beginnt hier wieder ein vierwöchiger Kursus zur Ausbildung von Turn­lehrern und Studierenden in der Leitung von volkstümlichen Spielen. Zwischen Schweinsberg und SDlaröorf im Kreise Kirchhain landete gestern nachmittag um 6 Uhr ein mit zwei Damen und zwei Herren bemannter Luftballon aus Düsseldorf, der um */,ll Uhr aufgestiegen war. Die Insassen erzählten, daß sie bei 15 Grad unter Rull Ccls. in einer Höhe von 4600 Meter gewesen seien.

A l b s h a u s e n, 2. Mai. Q,eifern morgen wurde neben dem Eisenbahngleis zwischen Burgsolms und hier der 25 Jahre alte Bahnarb.iter Wilhelm Hofmann von h.er von Beamten eines Güterzuges bewußtlos mit einer Kopfverletzung gefunden und nach Burgsolms gebracht. Es ist anzuncymen, daß Hofmann beim Nachhauseweg von einem Zug angefahren worden ist. Ter Verletzte wurde in die Klinik nach Gießen verbracht, wo ein Schäoelbruch festgestellt wurde. (Wetzl. Anz.)

X. Hanau, 3. Mai. Nächsten Sonntag findet hier der 21. Bezirkstag, der dem Deutschen Techniker- Verband angehöreuden Mitlelrheinischen Bezir tsverrval- tung statt. Ter Bezirlsverwaltung gehören an die Zwe.g- vereme Tarmsladt, Trcicich, 5ruiit|urt a. M., Friedberg, Fulda, Gießen, Hanau, Homburg v. d. H., Mainz, Lffen- bnd) a. M., Weilburg, Wiesbaden und Worms, sowie Einzel- Mitglieder in tnehr als 100 Lrtcn des Main- und Mittel- rheingebictes.

FE. Wiesbaden, 3. Mai. Am 4. Mai begebt der in weiten Kreisen dec Laiwwirtschast, besonders in Nassau, der Wetterau, bem Ried uiw der Pfalz, kbr bekannte und um die Landwirtschaft 1-ocbverdicute frühere Lehrer an dem lanöwirt- ichaftlichen Institut Hvt Gcisberg, ticlKimer Regierungsrat Prof. Tr. Tünkclberg keinen 9 0. Geburtstag ui Wiesbaden, :oo er im Ruhestände lebt.

Meine i l Hessen unb den

Nachbarstaaten. Bei der Laninchen-Ausstellung in Garbcnhcim erhielt außer den bereits miigeteilten Züch­tern noch Ludwig Kreiling-'.vießen einen 2. Preis in der Ab­teilung B, Silberkainnchen.

<ßcrid?t»;aai.

R. B Darmstadt, 3. Mai. Ter 3b Jahre alte Schlosser Hugo E v v ma n n von Erünbadi, her in der 'Jiadu zum 14 Fedr. im :>iau>ch ui seiner Wobiuing t.c eigen irbeirau bedrohte und durch ein iuuD 'ihr geworfene^ Messer sein Dicriiibrigeo caneben liegendes muio tötete, wuide heute von der Strafkammer iveatn iahrläinger Tötung und Bedrobwig .u 10 Monalen und 2 Woä)en Geiangiiis verurteilt. Er erlanntc das Urteil an.

Vermißtes.

* Ein unduldsamer deutscher Lffizier. Ein Herr Ernest Barbotle, dessen Ballon Sl. Louis im Württem­berg,scheu lande:., richtete an den Matin einen Brier, ut dem er sich über dre Behanolung durch die deutschen Be­hörden beschwert. Barbotte und sein Begleiter wurden angeblich und dort in Gegenivan eines Bolrzeibeamicn uiu> eines In- santcrie-LeuMlNUS linierud>L Auch der bereits verbuche Ballon wurde auf dem Badiil^' aus.inaiider genouimen und genau umenuebt. Auf die Bc'chverde Barboites annvortete der auf- iichlStüdrende Ti'iiier, er bade bestimmte Anweisung. UebrigenS bade man vor zwei Monaten cvuifä^ Cntiier., die in Frankreich landeten, zur .Zahlung von 500 Franc» Zollstrafe gezwungen.

zieren und ibn dem SuindnnctParr zum Geschenk machen. Man wird gut tun. erst die Bestätigung dieser font>erbaren deutscher Onizier io wert vergessen könnte. Im »rbrigen aber ist

dies An der '' i.irlung ' - "er auch in beet

Kleine Tageschrouil.

Ter Vitterungsumsclag. : m den letten Tae*n in Len und Mittel Teutia'iond cin.K:rctrn i«. bat i,ch auch in ^iapern und Südtirol bemerkbar gemacht. Doe: drrnchl feit vor­gestern btüige4 S chneegenöber Im Gebirge liegt der 2*nrc füllennxti- .40 Em bod Auch m München trat starker Schne.joU nn. So^ar Jtal.cni ist stark o.imaeiuch: denn in Venedig ist feil Sonntag tn: Temperatur au» Null gesunken In Beltuno wütet starkes Sa»neeaestöder.

Wie perlautet, bat die Gesell'chait Loewc das Flugmaichinen- Daknt Wrights für 600000 Mark tüt Deutschland er* worben.

Em irrsinniger Wallfahrer aus Ried in C'fier reich verursache in dem oberbanerischen WalsiahrtsoNe Altöt­ting einen Aufruhr Er lärmt in der Mirdx und konnte erst von 4 Männern bewältigt werden. Im Krankenhause riß er die Heiiungsanlage auseinander und icritörtt die ganze Zelle. Acuerrocbr mußte die Zelle unter Wasser setzen, mn den Tod'üchtigcn kamviunjähig zu machen Trotzdem waren 7 Männer nötig, um den Rasenden zu überwältigen.

In Rom nntrbe gestern cm kurzer Erdstoß wahrgenommen, der von unterirdischem Getöie begleitet war.

In Paris kam cm adüiäbrtgcr Knabe bcun Spielen en em Starkstromkabel zu nahe und wurde getötet. Zwei. Männer, die den Knaben zu retten Deriuducn, wurden ebenfalls geu>tiL Erst der Jcuenoehr gelang die Bergung der drei Leichew

CinacfaBOte

Um einer etwaigen irrtümlichen Auisassung der Stellung des Buiid« Deutscher Bodenrewrmer zur Beucueruung de.- unver­dienten 2öertzuivachscs von vomherern zu begegnen, sei e.» uns gestattet, auf folgendes hinzuweiien:

1. Die von dem Bund seit langen Jahren vertretene fn>r« berung hat sich niemals auf etwas anberr. gcnchtci alt- auf die Bficueruiig des uitDcrbinunt Werizuii-achie.- von ivrund unHI Boden Der Begriffunverdient" ichsießt tebt durch xapitalfl und Aibert bewickle Wcrtsteigerung aus. so da« nur da» durch das Zusammenwirken der Gesamthcii Gemeinde, Staat, Reich, gcsclzasfene Mehr steuerlich ersaßt iverden soll.

2. Eine Besteuerung des i^ewimics au-? Börsenoap,eren und anderen '.Viobilicn liegt den bodenresormerlschen i'^eaiikcngangc» durä-aus fern. Ter Bund als solcher bai sich niemals mit chr besaßt. Wo sie aber von einzelnen Theoretikern der Bodenreform in den Kreis ihrer Betrachtung gezogen wurde, hat sic stets eme entschiedeiic Ablehnung erfahren.

3. Plan ging dabei Don der Erwägung aus, daß eine Steuer auf den Bodcii und eine Steuer auf '.'trbeit uund Modincn tme einander eiilgegengefetzte Wirkung haben Tie erstere bat, mban sie iiameiului) dem fpekulalwen ^uruekhaltcn dtS Bodcii» em- gcflcnarbertet, dre Teliden;, dessen Benutzung als Wohn ua» Werkitätte zu erleichtern und dadurch i'ic Produktion zu -oroeri. Tic Steuer auf Plobilien bringt bic Gefahr mit sich, gleich Ut Steuer auf Arbeit, bic Unternehmungsluft zu dämpfen und da­durch die Produktion zu hemmen.

Ter Vorstand der Lrlsiruove GießeU des Bundes Teutl'chcr Bodenrefonner.

Gießen, den 2. iDiai 1909.

JdanOel mhO Verkehr, Volkswirtschaft.

M a ii n h .' i m . Mai -

in Mamcheim beruft aus den 26. Mai eine nubrrorbentlid* Generalversammlung mit folgender Tagisordnung: Genehmigung deS Vertrages, durch den der Scluvarzwoider Baiikvereiii in < vv berg fein Vermögen acs Ganze.- unter Ausschluß b r Li. ...dat on an bic 'JUjeiniidK Kcedü Bank übertragt »Fuiion ; die Aktionäre d<S Schwarziv^ildcr Bankvereins erhalten im We.ze de» Umtaufcix.» gegen drei Schwarzwälder BankveremS-Akricn ixm >e 1000 Mk. zwei Aktien der Rheinifä>cn Kredit-Bank von ie 1000 Mk., lonnc gkidjjfitig in Baar 5 Proz. vom Nominalbetrag der »um Um­tausch eingereichten Scliwarnvälder Bankocreins Akt«, n < rdöhu'i.z dcs Grundkapiial® zu diesem . Innd, fowic jur Bersinrkun evr Betriebsmittel um insgesamt 10 Millionen Mark auf «ö Mu« l io neu Mark.

Märkte.

ke. Frankfurt a. M., 4. Mai. Beu- und Etrohmarkt. Augefahrcn waren 20 Wagen peu und 1 Wagen Stroh. Bezu-.t ivniüe 'in He»i Mk. 3.80.4.4", Stroh Mk. 3.»u-U.. Xie Jufu4r flammte ans den Kreisen Büdingen, Dieburg und 'Jlitoa.

Boraussichtltche Witteruu- nu Heften am Mm

5. Tlai: peiici unO trodcii. Rächt« noch kalt, am Tage wärmer. Nördliche Winde. - -

München, 4. Mai. Grzvischof Tr von Stein t-;

heute früh 11 Hin gestorben

Original-Vrahttttclöuitgcn.

6t u t tfltt i i, 4 Mai ui dec Fam.uc res verstof denen früheren Mülisterprasidentcn v. Mitinacht sind herz­liche Beileidstelegramme des Kaisers, des Reich»' kanzlcrs unb des Staatssekretärs v. B.'iynianii Holiwetz cui» gegangen.

Paris, 4. Mai. Die Gesamtzahl der durch die tx- Hörden disziplinarisch verfolgten Postbeam­ten beträgt o2. Das Komitee ist gestern zusammengetret«. um Maßregeln gegen die disziplinarische Verfolgung bet Kollegen treffen Tie gesauten Besrnlusse iperbcn streng gehcinl gehalten Man glaubt bqtimmt, daß eine od gemeine Arbeitseinstellung erfolgen wird Tic Lage wird infolgedessen als sehr ernst betrauftet. Bon txn ae richt sich verfolgten Postbeamten dürfen nur funi nn Besitz ihrer Titel bleiben. In Ttjon sind zwei Poitbeamtc, m St. Elientie einer ivegen ihrer Sia fung am Tage der Mai­feier ihrer Stellung enthoben worden

Paris, 1 Mai. Sie Nachforschungen nach der Per son, die ein Kabel mit 300 Lelegraphcndrätsien in t*r Nähe des Westbadnhofes durchschnitten Kat, Haden noch zu tetnem Ergebnis geführt. Jndcfsen ui die Posi^-l bem Täter aus der Spur.

K o n st a n 11 n o p e l, 4 Mai Nach privaten Nach­richten aus Asien ist die Vage dort e r n ft. In orzcrum wurocn 30 Armenier getötet In Mersina bedroht ba* Volk das deutsche, englijihe und französische Komulat, wohin sich viele Christen geflüchtet haben.

K o n st a n 11 n o p c l, 4 Mai I itungSmeldungen folge wird der Sultan demnaäm fine Reise tn das Innere dcs Landes antreten Unter anderen wird er So- lonifi und Smnrna besuchen

Konstantinopel, 4 Mai Ta der Ersulta» Abdul Hamid bereits angcfangen hat, scme Wachter zu bceinfiussen, sind nuum..>r d e xa..itaäkcr in erniUwx Erwägungen cingetrvten, emen anderen abgeschlossenen Jnternierungsorl ausfindig zu machen.

London, 4 Ma». Ti-.- Ai'kunft 4ön,g Eduard» in Paris wirs nächsten Mittwoä, erwartet Tcitönifl nnro ivabrichcinlid» di« Samstag in Paris verbleiben.

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Auergoee .--chatt erth» O. 17.

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