Ausgabe 
3.7.1909 Erstes Blatt
 
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Aur Stadt un- Land.

Gießen. 3. Juli 1909.

" Tageskalender |ui Sonntag, 4 Juli. floloff eum: GaGmel de- .mtunen Theatere ou< Mannheim.

KinemalogravhenlKearer: 2aqhd) ToHieQunp.

Schüler - 4? ru

schule Sonntag nachmittag 5 Uhr in cutn« 3aalbm.

Romen der Regimentspmßk auf der r.'iebigbhöhe Sonntag nachmittag 5 Uhr.

Konzert im Hotel Schütz Sonntag abend 8 Uhr.

Anlag emnslk Sonntag vornnttag 11* T Uhr in der Süd- Anlage. Srnelplan: 1 Cuoetture zur £oer .Martha^, von Glotow: 2. BeunS-Dalzer, von ^mde ; 8. Introduktion au5 der Cper .Traviata", von Verbi. 4. ,x>och BrabantMarsch von t>. Metz. .

Geheim erat Pfannenftiel t. Aus Kiel er­halten wir kurz vor Redaktionsschluß die Trauernachricht, daß Geheimerat Professor Tr. P f a n n c n ft i e l heute nacht an den folgen einer durch Infektion bei einer Lperation 'erlittenen Blutvergiftung gestorben ist.

Ter Verstorbene, der ein Alter von nur 47 Jahren er­reichte, war von 1902 bis 1907 ordentlicher Professor der Gynäkologie und Direktor der Frauenklinik unserer Landes- Universität. Tie Leiche des als ein Opfer seines Berufes gestorbenen hervorragenden Gelehrten wird am Dienstag vormittag von Stic! nach Hamburg gebracht werden, um dort verbrannt zu werden.

Die mittleren Finanzbeamten der Großh. Finanzämter halten nächsten Sonntag ihre Hauptversammlung in Frankfurt a. M. ab. Außer der sehr reichhaltigen TageS. ordnung liegen Anträge vor über die Gleichstellung im Oc- halt mit ollen mittleren Beamten gleicher Vorbildung; das Verlangen der Primareise bei Annahme von Anwärtern und Vermehrung der definitiven Stellen, die nach den heutigen Verhältnissen nicht mehr ausreichend sind.

Stadttheater. Auf vielseitigen Wunsch hat die Direktion für nächsten Dienstag den 6. Juli eine Wieder­holung der .Dollarprinzessin* angesetzt, deren Premiere seinerzeit mit so außerordentlichem Beifall ausgenommen worden ist. Diese Vorstellung findet außer Abonnement statt und die Herren Studierenden genießen an der Abendkasse Preis ermäßigung. Die nächsten Abonnements - Vorstellungen finden Dienstag den 13. und Dienstag den 20. Juli stall und es find dafür Vorstellungen vonBettelstudent* und .Prima Ballerina" vorgesehen.

Stadttheater - Abonnement. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, wird heute das Abonnement air die kommende Spielzeit eröffnet. Tie AbonnementSpreise find unverändert geblieben, nur mußte nach den bisherigen Er. fohrnngen eine Aenderung insofern eintreten, als die bisher zum 2. Parkett gehörigen Reihen 911 dem 1. Parkett zu- geteilt wurden, um den zutage getretenen Mangel an Plätzen im 1. Parkett zu beheben. Wichtig ist die Bestimmung, daß die seitherigen Abonnenten ihre in der letzten Spielzeit inne- gehabten Plätze nach Möglichkeit wieder zugeteilt erhalten, sofern sie dies rechtzeitig bei der Bürgermeisterei beantragen. Man darf wohl jedem Abonnenten, der seinen Wünschen elnigerinaßen entsprechende Plätze besitzt, den Rat erteilen, diese Plätze nicht allzu eilig auszugeben, in der Hoffnung, noch bessere zu. erhalten, denn alle Wünsche und Anforder­ungen befriedigende Plätze werden doch wahrscheinlich kaum frei werden. Wer also wechseln möchte, sei es nun mit dem Platz oder etwa mit dem AbonnemcntStag, der verzichte aus seine seitherigen Plätze nur unter der ausdrücklichen Beding, ung. daß er die anderen, von ihm bevorzugten Platze und zwar an dem gewünschten Tage auch wirklich erhalten kann.

"19. IahrhundertfeierderHermannSschlacht. Die erste Aufiührung der Klcifi'schen Hermannsschlacht am LudwigSbrunnen findet Montag, den 5. Juli abends 7 llhr, die zweite Aufführung am Donnerstag zur selben Zett statt. Näheres aus der Anzeige ersichtlich.

*' Das 3. Gießener Lawn Tennis-Turnier bat gestern nachmittag 3 Uhr aus den Plätzen der Liebigshohc bei guter Beteiligung seinen Anfang genommen und wird tteute nachmittag Uhr fortgesetzt werden. Tic Wettkämpfe werden sich bis Montag hin,ziehen und versprechen bei dem starken Besuch -es sind allein 22 Herren), einen interessanten Berkaus zu nehmen. Aach den Schlußrunden, die am Montag .zu erwarten sind, sindct die Preisverteilung statt. Heute und morgen konzertiert die Regimentsmusik aus der Liedigsböhe. Das 1 und 2. Gießener Lawn Tennis-Turnier sand 1904 und 1905 statt. Sie waren arrangiert ivorbcn vom damaligenTennistkub Liebigshohc , der sich später wegen Wegganges der Mitglieder ausgelöst hat In den folgenden Jahren hat sich niemand gefunden, der ein Turnier ansetzen wollte In diesem Jahre hat sich derOffizier Tennis-Verein" im Interesse des Gießener Sportes ver anlaßt gefühlt, die Turniere wieder in das Leben zu rufen und Hal ein 3. Gießener Lawn Tennis-Türnicr ausge­schrieben. Tie Nennungen sind ans allen streifen Gießens, besonders zahlreich von Universität und £ffizi rkorps, ein gelaufen. Durch liebenswürdige Zeichnungen von Sports ircuiibcn aus dem Lehrkörper der Universität, dem Offizier- korps sowie freunden und Gönnern des letzteren ist der Ossizier Teirnis-Vcrein in der Lage, nette und anfehiüidK Suber- u. a Preise aus spiel en zu lassen. Tieselben sind bei Brück am zrreuzplatz ausgestellt. Der Ofsizier-Tennis-Verein

usw. .zur Verfügung. Dberfl v Mu 1 ker. Provin^aldircktor Gelnfimerat Dr B r e i d e r t, der Rektor Pros. Tr. Strahl sowie Kommerzienrat Gail haben den Ehrenvorsitz über­nommen.

" Vom Bund der Landwirte. Die hiesigen Mitglieder des Bundes der Landivirte haben am Donnerstag eine Versammlung abgchalten und eine Ortsgruppe, begründet, der eine Reihe neuer Mitglieder bereits betqelreten ist. Demnächst soll eine weitere Versammlung ftattnnben und Einladung hierzu durch Einrückung im Gießener Anzeiger an alle Interessenten ergehen.

Wer am Mittwoch abend der Einladung der Hells­arme. ui Steins Ulanen gefolgt ivar, <nna nach dem rschüN n iufacrlid) bcjnebuu wieder nach Xjainc Tie 3:ibormdni, die krefien unqinmrn. and) Sttideiuen waren verdältnismäpig jabl reiÄ/ctS^y^i. Jron Vertreter der Hettsarrno, ia 114er. u Begum X t 1,1 Hneqönif unter "stittarrebegleituii > Aach einem

\ier Tuniion??nt>irr v 01 m m geborener Däne, k A infcmianier und manchmal hur bunrjrrooL r

cv« eirhes Bild von c ! Tätigt, ii " c 11 t WiHTtrn: Wer die Heilsarmee näher kennt, dal

über sic Sie ist feine Srkie, sondern tuit

Vereiniqung innerhalb der best e he»bcn Kirchen Sie bat ,',ch die lutqabe gefiel li, «Hott unb Welt tu »rndbnai.

* 2: v. -t. wie man rt oft von ihr ver langt, nicht betfeilr fegen, da ite die Voran sfotzung und Bebmguug der ozütten ,N ss-iale Arbeit, die iie feit 16 .',abr»*n treibt,

Sie «nlfaltei ihre tfflenereitfcc Tana kett >ey: in 54 Ländern und ttolonien (Ftn;cine Heilsarmee - Lniiiere iprechen 10 bis 12 Svral r A!)ie 5 rfoigc nnd ium Tett oarvm so axov. weil iie r* r rüeden, sich Land und Leuten anuUMmni. Sur 10 <XN* Station-n üben etwa 18000 £fv:.?rc und L'st uerinnen ihre Tätiafcii, die etwa der unterer .*i rmeiurileqe entwridx, unent ulthdi im Interesse der Bolksw^dliahrt au-- Alle IKuahebcr der Heils armer haben ihren tätlichen Beruf, sie haben für sich fei btt ;u lorgnt Um der !ftut her Sclmndliteratur in uniftem Volk nnrn Tnimn entgegenmsttzen, Dcrbreitet fie 58 3cufd)nrten. die eine wochentlichf Auttape von 1 Million kfremoiarrn haben Jtnn

in ihren fozialen Heimen, deren es :ryt 045 gibt. Tir Trinkerrettung sbrigad e", ein deutickes Erzeugnis' gewährt unter Umständen Nachtlager und rftrebt durch Arbeit und religiöse Beeinflus'ung Besserung Äöln bat der dortigen Brigade einer Volneuvagen ,ur Verfügung geiteUt Nebenbei dülste die Beobachtung von 3ntera'fe fein, bef Magdeburg d.e meisten Trinkerinnen m Deut' '.land aufiuimfni bat Tic *R e t- tungsbeime nehmen geiatlenc Madch.en un Berlin allem gib' es 20000 Proü'tUierrr 78 Monate Dann wird itmen eine Stellung vermitteltiarfi einer Beobachlungszrit von 3 3abrm haben ftd) in Tnttichland 70 Prozent von diesen .Rädd»n ge bessert. Tie Heime für cn 1 lafsenc Verbrecher nehmen nur Arbeitswillige. Tiefe erhalten nach 78 monatlicher Arbeit durch Vermittelung der Heilsarmee eine Stellung In den Äinberheimcn werden Binder im Älter von 6 Wochen bis 2 Jahren aufgenommen, deren Eltern tagsüber auf die Arbeit gehen In dem Asyl [n Meis. n sind nir die ganze Verpflegung wöchentlich 1,50 Mark tu entrichten Tie Brachen sammlung fotzt abgelegte Kleider, alte Möbel m'w wieder in Stand und verkauft fie billig an arme Leute Ein Brautpaar kauft beifptel» weife feine aan je Ausstattung für 3 (Warf 132 Samaritaner Rationen besorgen unentgeltlich ftranfeiipilege bei Armen: das RachforfchungSburean hat nt 10 /.obren 200 OOo ver schollene Venvandte wieder aufaefundeu. 63 Arbeiterkolo- tuen geben Stellenlosen im Winter Arbeit Durch das flu»- toanberungdburcau wurden im Jabre 1907 13<nX) ar bcit.'lofc Jornilien nach Kanada geschicht 180 Cböarf und Svene Häuser haben nie über Mangel an Insassen zu klagen. 3um Schlup fei noch erwähnt, daß besonders die 5? am bürg er die Heilsarmee durch große Zuwendungen unterstützen.

** Ober hessische s Hau s. Tas £ berhessisttw Haus, das auf der Darmstädter Ausstellung einen be sonderen Anziehuttgspunkt für die Ansstellutigsbesucher bildete, nmrbc heute an Jng. Phil. Roeder Znliaber der Tarmstädter Herdfabrik zu lOfidOf) Mark verkauft.

Geldbeschaffung für Bauvereine. Professor Tr. Biermer schreibt tmS zu dem Bericht über seinen im Ernst.Llidiviq.Verein gehaltenen Vortrag: Herr v. Her;l hat meine Pläne nicht für .zweifelhaft bezüglich ihrer Durchführbarkeit bezeichnet, sondern sie fürzweifellos durch­führbar" erklärt. Er fügte hinzu, daß seine Jirma in zahl­reichen Jällen Gelder an zivetter Stelle an Besitzer von Arbeiterhälisern gegeben habe, ohne irgend ivelche Verluste erlitten zu haben.

** Fahrradmarder. Einem hiesigen Bureaudiener wurde gestern nachmittag, während er auf dem Hauplpost- Qinte feine Besorgungen erledigte, fein Fahrrad, daS er vor dem Gebäude hingestellt hatte, gestohlen. Der Tater ivitrbe wohl von dort arbeitenden Leuten gesehen, iuic er feinen Stock an die Wand stellte, sich auf daS Rad setzte und die Bahnhofstraße h:npb fuhr, aber , mchj erkannt. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Eruierung deS Diebes und deS Fahr­rades, welches die Fobriknummer 240 513 trägt, bet.

** Die Frankfurter Wach und Schließ gefelfchaft Filiale Gießen veröffentlicht ftir die 3cu vom 1. Januar bis 30. Juni 1909 folgende Statistik Da nach wurden vorgefunden: offene Haustüren .'A4, offene H-austüreu gefchlossen 415, offene Gcfctxiftslokalc usw 100, offene Fenster unb Schließen veranlaßt 94, stecken gebliebene Schlilssel 89, defekte Schlösser 4, Personen, die Einlaß be­gehrten, geöffnet 23, Interessenten veranlaßt, brennend ge lasfcnes Licht zu löschen 14G, offene Wasserleitungen vor- gesuiiden bczw. Wasserschäden vereitelt und Rohrbrüche ent* deckt 10, Feuer entdeckt und gelöscht einmal, losgctoppelte Pferde in den Ställen angevundeu bezw. geweckt 6, Per - fönen bet grobem Unfug und Sachbeschädigung ertappt und der Polizei uoeigcben n, Obdachlose aus den Häusern entfernt und der Polizei übergeben 8, Einbrüche vereitelt 3 und 1 Dieb feftgciwmmcn und der Polizei übergeben

** Sontttagsruhc £bl'l, Backwaren usw. dürfen von morgen ab von bcn £ bst ständen auf Privatvlätzrn an Sonntagen nur von 11 3 Uhr mittags verkauft werben.

Hoherodskovf f est 2.: Hauptausflug auf den Hoherodstops, ba-3 von fast allen Ziveigvereinen des Vogelsberger Hohentlubs und der Uu:tuinib stark besuchte Volkstest, nnbet nächsten Sonnlag statt Besondci.- VorkeHrimgen für zahlreichen Besuch bat Jlfubroirt Stein durch Aufichligen eines großen Trrft »ekles getroffen. Hoffen mir. das sich gutes Wetter cinstellt. dann ist großer Besuch zu erwarten. Viele Zweigvereme habcn ihre Wa,rdenmg für morgen narti dem Hoberodskops in Aussicht ge nommen. Der Zweiaverein Gießen geht gemeinsam mit dem Schc-ttener .stveigverein von Schollen über Rudmgshain und die Ruine Horst nach dem Hoherodskop'

G r 0 ß -01 c r a u, 2 Juli. Oiegen den Rektor der hiesigeu höheren Bürgerschule, Dr. Lettermann, mar vom Ministerium des Innern, Abteilung für Schul angdcgcnbeiten, ein Verfahren cingclcitct worden, weil er au einer Brrfilgimg dieser Behörde unangemesselie Kritik geübt haben sollte Es handelte sich nach der Fkf. Ztg. um einen Passus im Jahresberichte der Anstalt, tu dem es als eine Zurücksetzung der seminaristisch gebildeten Lehrer der höheren Bürgerschulen bezeichnet worden lvar, daß diese von der Verleihung des TitelsReallehrer" aus­genommen seien. TaS hottmokpsinliche, umständliche Ver­fahren hat nun dazu geführt, daß dein Rektor Dr. Letter- mann wegen feiner sündhaften Kritik an dem heiligen Geist der Brireaukratle ein Verweis erteilt wurde.

----- Bad-^l auheiin. 3. Juli. Bts zum 1. Juli find 15 182 Kurgäste ongekommen, ivooon an genantem Tage noch 6613 anwesend waren. Bäder wurden bt6 zum 1. Juli 169 437 abgegeben.

a. Bad-Rauhei in, 2. Juli. In einer am Donnerstag abend lni .Rheinischen Hof' abgehaltenen unb von Konzert- meifter Ruinen eröffneten Vers au, ml ung hielt ber Schrift­führer beS 51 ur orchesterü Albert Danneberg einen Vor- l ag über ben Zweck bei U n te 1 ft ü 6 ü n g 91 a < i e des £rcheslei2, zu deren Gunsten am 10. Juli ein Monilre. Konzert ber Slurfapellen von Homburg und Bab-Raubenn iin hiesigen neuen KonzerihauS ftatifinbet. Tic Unter» stiltzimgSkasse soll mit der Zett zu einer PeusionSkane aus- '.baut weiden. Trotz ihrer erst tui Cftober 0 I. voll» ;ogenen Gründung hat die Kasse bereits einen B.'ianb von 1165,31 Mk. Ter Redner ermahnt bie Lccheftciuittglteber

;u innigstem Zusam.ncnfihluß tai Kamp» um bi: 9eFciimg der will'chan.' chen Lage, denn der Musiker bürste mcht mehr

nnanzirU butter anderen genug arbeitenden Berufsangehörigen Zurückbleiben Im Verlaus der Äen'anmttung wurde deS außerordentlichen Jnterenes. da- der Knrdirektor Baron von

Stark den An »elegenketten der £rche'ienuttglieder entgegen bringt, mehrfach wännttcus Erwähnung geian.

Darmstadt, Juli Gestern feierte der Vonrand her Kriminalabteilung de. »roßu Polize amts Tarm.'tadt. Voll ze, rat Ztraemer rtn geborener tr Heuer fein »OjShriges T 1 e nft ju b 11 ä u m. Tas Jubiläum wurde burdi eine ^ier in Anwesendit der Beamten des VoU^ei- amts, der Revi»rvolize,kommissare. der Beamten ber Krimi- nblabteiluiifl und der AmtSnwckie. sowie des <*kfamrbureau« Personals begangen. Tas Amtszimmer des Herrn Kraemer mar reich m,t Blumen geschmückt. Reqlcrungsrat Tr. Kranzbühler hielt eine Ansprache an den I bllar, er­wähnte dessen ersprießliche langiährige Amlstatigkeit und gratulierte mit dem Wunsche, daß ber Jubilar noch lange seines Amtes walten möge. Polizeirat traemer loar über

bie Ehrung sichtlich gerührt und ivrach hierfür feinen der;- ichsten Dauc aus. Mr m uolwidilm i ter Fran', ub r c d) e im 'Wanten der Beamten der grinmtaUb'e.lung dem Jubilar ein prachtvolles Rauchfervice Pollzc^at Mraemcr trat am

1. Juli 1839 bei den« Stadtgerichl 'ließen em uub damit in den Staatsdienst. Vom August 1871 ab war er bei dem Polizeiamt Gießen bcjdxongt Vhn 16. Mai 1891 wurde er ;um Polizeikommissär in Tannftabt ernannt 5?ad> einigen Jahren würbe ihm ber Eharakter alsBolizeiassekfor" und im verstossenen Jahre der Eharatter al» , Pollzeirai" ver­liehen.

X Biedenkopf, 2. Juli. Ter Knegerverbanb bet Regierungsbezirks Wiesbaden hat an sämtlich Vereine seines Bezirks bie Aufforderung erlaßen, für das dem LaudeSmuseum in Wiesbaden anzugliedernde 9iafsauifche Militär- mu je u in Sammlungen von solchen Gegenständen zu ver­anlaßen, die sich auf die Geschichte der ehemals naßamschen Arniee beziehen. Erwünscht sind alle Arten von Waffen, Uniformen, sonstigen AuSrüstungsgegenstänbeu, bildlichen Tar- fteQungen, sowie Denkmünzen, Geben und Ehrenzeichen.

Wilhelms Hütte, 1. Juli. Als der Poilfchaßner

Fischbach von hier heute von seiner Landbestellung beim» kehrte, wurde er von einem Herz sch läge getroffen und starb un hiesigen Postgebäude.

b. Ira 1» kfurt, 2. Juli. Seit dein 13. Juni werden die 23 jährige Iran Anna Martha Schneider aus Mainz und ihr vierjähriges Töchterchen Elfriede vermißt. Frau Schneider war am Tage vorher nach Frankfurt gekommen, um ihr Mädchen, da. hier bei einer Familie in Pflege war, abzziholen. Iran Schneider halle ftdi darauf in einer Trofttike entfernt unb ist seitdem verschwunden Im Jrant-

->>-i'U.:I llhr Mm liier eintrisft, beobachtete man drei D I u g d , e d e. 11s sic ausgesticgcn waren, eiitn>enhcien sie im Gedränge einem Fahrgau die Brieftasche, worauf jic fofon verhaftet wurden. Es sind drei elegant gekleidete Russen, die alle drei geluujig deutsch sprechen. Man fand bei ihnen icmlidi viel Geld und bei jedem ein großes schwarzes burdmehtige.- Tuch, das sic vermutlich zur Ausübung ihres okwerbe» benutzt haben.

* Kleine Mitteilungen au5 Hessen unb ben

Nachbar ft ante 11. Wonrod 1» c b c . von '? aarha us e n ivuiie zum Belgeoibueien ouicr Gcineuide ivievergeioübtt unb bestätigt. ler Öciuctbeorrcin B11 buch idho am Somit,ig den 4. Juli inl6vfc von ca. 60 1'1 ann ber Wic»- babeuev 'Jlu6ftellimg einen Besuch nbflnu<ii. *- In C l a 1 b c n

wurde biefer Tage eine .vidioiiet von 21 V»iiud gestiugen In bet H o ü b n eh i di c n Lackiad 1 1 k beging am 1. Jsiti vetr t km 25. Jiidilänin als

(ficridittjaal.

Ein Hintertreppenromau anl hohen flreifen.

JE. Frankfurt n. M, 2. Juu. Am 3 Juli 1906 starb in Jrankfiirt a. M Graf Emich ; u Lein 1 ngen Äcster - bürg Ält-Leiningen, ein bekannter Leb, mann Sechs sich mit Fräulein Hedwig von '.Vorbei, gebürtig au» Jionkfnre n. M. trauen laffen Im Jahre 1872 war die rnic Eh W Grasen mit einer Afiuerin wohl getrennt aber nicht q« efanvit Warben Tc Standesbeinite batte cm Eh h. i*»ra»rn znit Fräulein von Roroeck gefdttosken mif Grund de) S 1316 B G B ivert Lebensgefahr Vorhängen wo Tie ('kbuiloutfunbr unb das Echeidungsurteil de. Grafen fehlt,u Auf Befragen erklärte Herdeifchaifuna derselben fdnen cuA-uid tonen, ieoc Smnde «and dos Ablebrn des Widfcii bevor in»ech oer l*b.i'dhcvun<i war bie L'gitunatioii nur» unehelichen in Xofi.l geborenen br. thibrta<H Sluibee, eines 8naben, b'-'.beizuiühren. ivas ebenfalls nicht monhd) war, wenn bie Iraunnn bir .um E nirerfen b--s Schettum tsurteilS l'iiiansgefchoben worden Infolgedessen u-nb an» brm Grunoe baß brr Gothaer Hoilalend ' dir V!'fche:, ung b> Graien l mid> genau vermerkt hatte, sah bet Stand >beomt von der Boilage t*>*v 'tflfliid,en lltfimbcn nb und begnügte firti mu cmn nbe*» nottluhen Berfidxrung des Totkiank n, bar. > >nr Ebe redi.o'rihifl geichicdcii Gestutzt au» ?! II Absatz 2 uno 8 des 'Bcrioni nitonM* gesrrcs lief brr Beamte ich bnwnni, die Edeichli. ßung rortd- nehrnen Ter Grai legitimierte darauf den Sohn ,ndnl.tn v Vordeck war burd den Maior 0 D 'Nai Menirl in Wies­baden unb eine sZronkfnner Hc,rolsvermittl''rin auf ben im Ster- ben liegenden l'lrafm acht Tage vor feinem Tobe anfmerffant geworben Ter Graf erklärte ud> gegen Jablnng vvn 2000 Mk bereit, bas Fräulein iu ehelichen, ihr Hnib iu I gitimirren und erhielt nadi bei in seinem grankenrwimer 'tattg.-hodten Irauunq einen Schuldschein tn besagter Hölie. nachdem er außerdem d»c wabrbfü#rvibnflr »d'rihudr Erklärung abgegeben, daß er der Batrr de» Mutoe# fei. Wt. oben bewirkt. Narb bet Graf wenige Tage nach oer Trauung Gräfin Hebung iii Leiningen Wester­burg geb v Aordeck siedelte nach Dresden über Ter Ehr' des Ohäfltd-m Hauses Leimngen Wcnerbutg Alt Lemmqen. das im (Vturbermfiium Heffen unb dem vormaligen verton tum Rasse» begütert ist. focht die Ehe an. nadidem er von ihrem .zustande- fommen erfahren, zumal der Graf Emrch post motrimonuun Ira,« tiimertc Sohn Mar, nun Graf zu Leinmgen'8efterburg-All- L'lNMgrn al- Agnat de HouieS in Frage kam Zn dein am Landgericht Dr. :en geführten Brozeß mib Gräfin Lein.n^en petz v Rorbed an^ibr -odn Mar ie, ein miebr(uh geborener Eohn des verstorbenen Grafen Den Grafen, ohne ferne» richtigen A'ainen zu kemien. habe fie nicht kurz vor ber Heirat frnnm arlmrt. sondern bereits ,m Jahre 1902 in Wie-baden unb sei mtt ihm in

bv grast et e 1. ebnung g !hit b.'be ftr in bnr 'kafn rni '".ann wieder erkannt, m dem sie ItMhJ in Wu-baden ocrfrbrt habe. Zur Bekräftigung bitte* Denoittums gab fit als kugen be» Vormund des )linb*v, den Revauratevr 3 * bann Harfev ir. Kastel, brn ».'ndtt-r Blum, beffen Ehefrau und ben Rentner Fritz Blum in Bi rsdaden an, aur crdem den Mawr Menzel, beffen Hau-dome die : uaaie gen jen It< .leug n oena iten. ne wußten mit Ausnahme »ee MaiorS, nictl< Aber em halbe# Dutzend anderer .kugeii fetzten einwandfrei ins, daß der Gres bas Krittlern v

Sobn ab, Jini Mn ieimnaeiud :x Snetius anodni Ta» genügte. Tr erricht ckannte aur Unqüuiqkctt biefer auf dem Totenbett gcjchtoiienen Ehe.