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abjnläCTu Er befehle rhm daher, chm sein Semehr zu übergeben und foiort zu gehen. So stand der Zar Posten, bis der Wach- oiftzier tn größter Eite herbeistürzle, um den kafferüchen Posten abzulösen.
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zugegen war, und nannir mich beim 'Dramen. Nun, so eingewurzelt die demokratischen Tendenzen eines Jom> iralisten auch sein mögen, er kann eine gewisse Besrie- ii:gung darüber doch nrcht unterdrücken, wenn ein Mann, I )LtiO wäre es auch ein Prinz, in einem solchen Augenblick iLm die 5: and drückt und ausruft: „Ah, mein Herr, ich lese oft etwas von Ihnen, und immer mit Vergnügen!"
• Der Zar auf P o st e n. Vom Zaren, der kürzlich in der \ Uniform eures ein'achen Soldaten unerkauul spazicreii ging, um ; Soldateuiebeu besser kennen zu lernen, wird aus Livadia eine neue Geschichte berichtet, die ihn in einer ähnlichen Rolle zeigt. [ Der Zar ging in Begleitung eines Adiulanien in den Garten - umher, als er plötzlich einen Posten bemerkte, der einen Blm »rz ' hatte. Ter Alami versuchte vergebens, den obersten Krieg-' <‘vrn : ,1.1 grüßen. Soiort sandte der Zar seine:: Adiutanten zu dem Soldaten, et solle seinen Posten verlassen und sich zu einem Arzt begeben: nfcer der Manu weigerte sich und erklärte, er märe durch 'einen i (vib gebunden, eher zu sterben, als seinen Posten zu verlassen, bevor | die Ablösung käme. Da trat der Zar seloü an den Soldaten I h«ran und sagte ihm, durch denselben Eid wäre er verpflichtet, zuerst seinem Kaiser zu gehorchen, und nach dem Kriegsrecht hatte er, öcr Bnr, mit dem Wacko'fuiei allem das Recht, eine Schildwache
ier sand ge|i ^menanflnlt |i| | iiim und üln: I entienben N: ccklors und»
Bescherung s
Kleine TageSchronik.
Tas tzochwaffer m Süd-Steiermark nimmt gefährlichen Umfang an. Tie Stadt Eilli imb ihre Umgebung sind überflutet. Side .'öäuscr dwhen cinzusbürzen. .
Gestern nadmiittag 3 Uhr ist Vvr der Einfahrt zum XMien Vvn Flensburg der Dampfer „flaiud" unter gegangen. Tie acht Mann sollen ertrunken sein.
Ter der Kosmoslinie gehörige Frachtdantpfer „Salatis", von Panama unterwegs, ist heute^ früh bei Dun gen e ß bet starkem Südwinde auf Hoher See gestrandet. Von Dover und Rotterdam sind Sd)leppbampfer zur Hilfeleistung abgegangen. Wie die Kosmoslinie mitteilt, find keine Fahr- gä^e an Bord.
Tie Eisenbahndirektion K a t t o >v i tz teilt mit: Einige Blätter verbreiten das Gerücht, da» am 18. Dezember in dem Eilzuge 9 der Linie Berlin-Breslau Kanowitz eine B ombe gehmben worden iei. Es bandelt fiel) aber nur um eine M a s s i e r k u g e l. ferner ist die Nachricht einiger oberschlefischer Blätter, daß der Oberkellner des Spelseivagens vom Eilzug Nr. 9, in dem vor einigen Tagen ein Attentat gegen eine allein reisende Dame verübt wurde, verhaftet worden sei, eine Erfindung.
Märkte.
fc. Frankfurt a.M. D i e h h of-M a rkt b e r i ch t vom 23. Dez. Auftrieb: Ochsen 48, Bullen 00, Kiihe 122, Rinder 00, Kälber 1041, Schafe 403, Schweine 641, Ziegen 7.
Tendenz: Kälber und Schafe gut, ausverkauft; Schweine ge-
Schweinemarkt, der unter fortwährendem Regen sich abwicket», hatte keine Bedeutung und war als .Markt ' kaum zu bezeichnen. Bezahlt wurden für das Stück: Kühe, frischmelkend und tragend 1. Qual. 450 bis 520 Mk. ieinzelue Stücke bis 540 TU.), 2. Qual. 375—42 > Mk., 3. Qual. 260 bis 340 TU. Fettvieh wurde gehandelt der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 70 bis 72 TU. (einzelne Stücke bis 75 TU.), 2. Qual. 67—69 Mk, feile Klibe 1. Qual. 61 bis 63 TU., 2. Qual. 55—59 TU., 8. Qual. 51 bi 54 TU., Wurstkühe 46-48 TU. Kälber gingen ab 1. Qual. 70-7-' TU., 2. Qual. 63 bi3 68 TU., 3. Qual. 55 bis 60 TU. der Zeuiuer Schlachtgewicht Ter Auftrieb wurde in allen Vieh- gaitungen glatt geräumt. Nächste Biehmarkltage 4. und 5. Januar 1910.
Büchevtisch.
— Eharkcs Tickens, Ausgewählte Romane und Geschickten. Ueberfetzt und heransgegrben von Gustav Tiet)■ rink Erster Band: Wc i h n a ck ts ae s ch i ch t en. Verbog Vvn Allxrt Langen in München. — Ter Verlag vvn Albert Langen veranstaltet eine Neuausgabe der Werte b-s wobl am w fisten ge- liebten englischen Erzählers in einer Ueckertragung von Gustav Mehrink. Ilm das sicher vorhandene Bedürfnis zu besriedigen, drm Namen Tickens endlick auch durck eine wertvolle liebertraaung und geschmackvolle Ausstattung gerecht zu werden, ist diese Aus-» wähl entstanden. Ter erste Band enthält die Weihnacktsgeschichken. die sich gut zur Festgabe auch für ganz junge Leute eignen.
— Selma Lagerlof, Wunderbare Reife des kleinen Nils Holgersson m i_t b e n Wildgansen Neue Ausgabe in einem Bande i50S Seiten Grvtz--Oktav>., Mü 95 Textilliistcationen und 8 farbigen Vollbildern von Wilhelm Schulz, sowie einer Uebersichtskarte von Schweden. Verlag von Albert Sangen ui Mamchen. Tatz Selma Lagerlöf in ihrer „Wunderbaren Reise" den Schweden unb der gan-en germanischen Welt ein Kinderbuch geschaffen hat, wie es in der Lücratur aller Bölter und Zeiten nur wenige gibt, — das durfte feststehen und kaum von jemand bestritten werden. Es erübrigt sich also wohl' den Inhall dieses Meisterwerkes nock erst lange zu Loben. Wilhelm Schulz, der feinsten deuticken Zeichner einer und dazu ein ebenso guter, verständnisvoller Kenner der ftinbcrfcck wie ^selma Lager lös selbst, hat das Buck mit Bildern geschmückt. Turck das Zu iammcnrcirfcn dieser beiden wird unserer Jugend ein Eejcheickwcrk von seltener .vDarnwnic zivischen Jichall und Ausstattung geboten.
— Verner von Heidenstam, Die Schweden und ihre Läuotlinge. Ein Buck für Junge und Alte. Mit 23 Vollbildern ;Umfang 25 Bogen-. Einzige berechtigte lieber scyung aus dem Sck-wrdischen vvn Pauline .filaiber. Umschlag- -eickiiung von Wilhelnt Schulz. Verlag ixm Albert Langen in Mimckten. Verner von .^ibenftant behandelt m diesem Bande du: schwedische Geschichte von den sagenhaften Urvölkern an bis zum Auftreten Gustav Wasas. Aber es ist beileibe teilt trockenes Geschichtswerl, leine nüchterne Aneinanderreihung von Jöaupt- und Staatsaktionen —: in wimdervoll lebendigen einzelnen Bildern schildert uns Leid en st am mit Meisterhand das '-IMt' der Schweden in seiner Entwickelung, in seinem Wachsen und Werden, in seinem Glück und Leid. So ist ein Buch für die Jugend ent standen, das auch bei uns in Deutschland eines großen Erfolges sicher ist.
Amtlicher Wetterbericht.
Oef fentliche Wetterdienst st eile Gießen.
Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Tas^ westliche Tiefdruckgebiet ist in nordöstlicher Richtung bis nördlich Schottland vorgerückt und hat ganz Deutschland mit ungewöbnlich warmen Südwinden überflutet. Die Morgenteniperaturen liegen in Hefien zwischen 10 und 12 Gr. Wärme. Tabei sind überall starke Regen- fälle niedergegangen, auch in den höheren Lagen der Thltclgebirgc. — Soweit aus dem äußerst unvollständigen Beobachtungsmaterial geurteilt weiden kann, verbleibt Mitteldeutschland unter der Herrschaft des tiefen Druckes.
Wetterausfichten in Hessen am Freitag dem 24. Dezember 1909: Tiild, doch bereits etwas kalter, geringer Regen.
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27 12l« - 1607 qm Grabgarten mit Häuschen über dem Rodt auf die Rodtgärten.
Gießen, den 20. Dezbr. 1909.
Großh. Qrtögericht Gießen. Gros.
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Die auf Grund des AusschreibenS vom 1. Dezember 1909 hi6 zum 24. d. Mts. eingereichten Angebote werden Dien»- । gg den 28. d. MtS., vormittags 9 Uhr, tn Gegenwart ■ elroa erfchienener Anbieter geöffnet. B**/ia
Gießen, 21. Dezember 1909.
Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen.
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ÄS1
Zeit zur Abfcchrt heran kommt, nehmen sie Platz in einem äbteti, aber her Zug wartet immer noch. Schließlich steigt 2er Prinz wieder aus und fragt nach dem Grunde der Ver- rxihing. „Wir erwarten noch eine hohe Persönlichkeit", ’iutet der Bescheid. „Wen denn?" „Seine königliche xyo» Zeit, den Prinzen Albert von Belgien", sagt der S.aiions- Vorsteher. „Nun", meint, der Prinz, „da er augenschein- i üch nicht kommt, fo können wir doch abfahr en." „Un- nröglicb, mein Herr, ich habe meine Befehle!" „Ja, das ! ct etwas anderes Also — ich bin der Prinz Albert." „Wie!" ruft der Stationsvorsteher und sieht die beiden einfach ge- Beibeten Reisenden sehr von oben herab an, „Sie wollen sch einen Spaß mit mir erlauben!" Erst nach langem .Jin- und Herredcn ließ fidi der Beamte überzeugen, daß er wirklich den erwarteten Prinzen vor sich hatte . . . Ter französische, sozialistische Abgeordnete Gsrault-Richard be- ; arüßt Albert t mit merklicher Sympathie als alten Be- - Ümnten. Er hat ihn in dem Abteil eines Schnellzuges kmnen gelernt und erzählt von diesem Zusammentreffen
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td. Gietzen, 22. Tez. Ter diesivöchige Vieh markt hatte einen Auftrieb von 800 Stück Grotzvieh, 160 Stück Kälbern und 90 Sckwemen. Infolge der Erlchweriing der Znstihr (es durften nur Tiere mit verkiliifisscheni zu Markt gebracht werben), war der Bestand in Grotzvieh geringer, wozu auch die Nähe der Festtage von Einflutz gewesen sein mag. Wegen der bevorstehenden Weihnachten mögen auch ivohl zahlreiche Einkäufer den Markt nicht besucht haben und so deckle sich bet dem Geschäft in Milchkühen da Angebot mit der Nachfrage bei den Preisen des letzl-n Marktes. Tic Nachfrage nach Feltvieh in guten Qualitäten war lebhaft. Besonders wurden gute schwere fette Rinder stark gesucht unb aum hoch bezahlt, während der Handel in Kühen sich nur langsam machte und hierin nur geringes Welchen des letzten Preises sich bemerkbar machte. Ter kleine Austrieb in Kälbern reichte, um den Bedarf zu decken. Gute schwere Ware war recht knapp und konnte hoch verwertet werdeii. Um mittlere und geringere Tiere bewarben sich die Emkäuser nicht sonderlich, iveil diese Ware auf dem Lande reichlich vorhanden sein soll. Ter
Dcrtnifd>fcs-
* Bon Albert I., dem neuen König der Lei gier, werden in Pariser Blättern ein paar hübsche Anekdoten erzählt, die beide in gleicher Weise sein ein» faches Wesen kennzeichnen. Auf einer der Reisen, die er, un sich zu unterrichten, mit dem General Jungbluth unternahm, war er eines Tages in Potsdam, und als er sich zum Bahnhof begab, bemerkte er, datz ber Wartesaal mit Pflanzen und Hahnen geschmückt war. Zu feinem Bereiter meinte bet Prinz, man erwartet zweifellos irgend füne hochgestellte Persönlichkeit; die beiden betraten den
KommerM er der W
5C bei Äom6 alten 64»^-
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1 folgendes: „Blond, mit milchweißem Teint und kräftigen Zügen war der große junge Mann, ber sich still an feinen Platz hielt und forglid) daraus achtete, niemand zu be» i Andern, wahrend er sich in die Lektüre eines Buches von dem Dichter Perl aeren vertiefte, ber prächtige ThpuS eines i Vlämen. Qfin Reisender kam in den Wagen und erkannte I iln: ,,Monseigneur, wie geht es Eurer Hoheit^ Der junge blonde Mann erhob sich, verbeugte sich vor dem Herrn, bet ihn eben bcqrüfit hatte, und fragte auch feiner- | skits nach dem Wohlergehen. 2er hiuzukommende fleifenhc war ein Präfekt, dem ich schon mehrfach begegnet
I war. Nachbem er die Hoheit 0 eg rüst t, bemerkte er, daß ich
KhlistbescherMß ii.Sleinfinhtr^ewfltaanitiilL
Am vergangenen Sonntag fand die Ehristbefcherung unserer Anstalt durch kirchliche Feier in der Johanncd,kirche und danach durch die Gabenvencitung an unsere 241 Anstaltskinder in der Kleinkinder ckulc^fic^^ ^^^rung an den schönen Berlmu' der reichen Befckeruna sprechen wir hierdurch unseren herzlichsten «taut ans aflen, ™ e9 durch ihre vielen Gaben und Arbeuen mancherlei Art der Kinderfchar unb durch sie auch ihren Eliern eine aroge Wcch- nachlöncubc bereitet haben. Insbesondere danken wir mr die beträchtlichen Geldbeiträge, die uns auch diesmal durct^ die warnen des Vorstandes, die Schwestern der Anstalt und von Lchulerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule geivendet wurden.
Möge unterer Anstalt und ihren Kindern die allseitig erwiesene Webe und Wohltat auch ferner erhalten bleiben, Gebern und Nehmern zum Segen!
Gietzen, 22. Dezember 1909.
Tcr Vorstand der Kleinkinder-Bewahranttall.
Dr. Naumann. I b“/«
^n tiefem Schmerz teilen mir Freunden und Bekannten mit, daß mein innigstgeliebter Gatte, unser treuforgenber, unvergeßlicher Vater, Schwieger« vater, Großvater, Bruder und £)nl>'
Herr Postament Heinrich Schöck
Polizeidiener i. P.
heute vorm. 7V3 Uhr in aller Stille nach langem, schwerem, in Geduld ertragenem Leiden im 55. Lebensjahre sanft entschlafen ist.
Die tieftrancrnfcctt Hinterbliebenen.
Gardenie ich, ReichelSherm, Gießen, Mainz, Hochweisel, Frankfurt a. M., den 32. Dezember 1909.
Die Beerdiaung findet am 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, m Garbentei ch bei Gießen statt. 09713
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