Erstes Blatt
ISS. Jahrgang
Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten.
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IulerLchonungve>^ Preisen.
Nach Beginn der heutigen Sitzung bittet schworener den Vorsitzenden um genaue Angabe
Hebung der ursprünglichen .
bie Nichl.nkorporiecten veranlatzt, Protest emzulegen. Collie dieser ohne Wirkung bleiben, so /vollen die NMmkorporZerren aus die Ausübung ihres Walstcechts ganz verzichten.
Kandidaten der Nichtlnkorporiercen weniger erhaltm als 3000, bekommen. Diese plötzliche 2hip
PorTibe; Plc. Btiutd-'ji and Drogerien, falls mdn utii aes.tibnkBr.Jftrülinr.f.^
Me Linzelbestimmungen der Hess. wahlrechtrvorlage.
Während sich der erste Teil der Wahlrechtsvorlage 6 c- «ermtlich auf die Abänderung der Verfassungsurkunde in rt Art. 67 u. 75 beschränkt und nach Erledigung der Ge- ?raldebaUe die entsä-eidende Abstimmung über die ein* ;r<nen Positronen dieser beiden Artikel wenig Schwierig Ickten verursachen dürfte, ist der zweite, die Land stünde .«reffende Teil der Vorlage, mit feinen 68 Artikeln derart !. npliziert und mit so viel Anträgen der verschiedensten ilrt beparkt worden, daß eS unseren Lesern erwünscht sein •ilrfte, bei der bevorstehenden Einzelberatung des Gesetz- 'iclwurfs über die Landstände eine Feststellung der wesent- qften Gesichtspunkte zu erhalten.
Nachdem im Art. 1 bestimmt ist, daß die Stände des iklioßherzogtumS zwei Kammern bilden, behandelt Art. 2 ^Zusammensetzung der Ersten Kammer. Sic M nach dem Regierungsvvrschlag wie bisher, auS den icinzen des Großh. Hauses, den Häuptern der standesherr* chen Familien usw., im Ganzen aus den bisherigen 34 inb weiteren 5 Vertretern der Berufsstände, je zwei Vor- '.eiern von Handel und Industrie, zwei Vertretern der iuirdwirtschaft und einem Vertreter des Handwerks, sowie r.nem Vertreter der Technischen Hochschule, bestehen, do uri; ein Vertreter der Landes-Universität der Kammer It.gehört. Der Ausschuß hat aber den Hochschulvertreler t snichen und wünscht, das- an dessen Stelle, sobald das MchSgefetz über die Arbeitskammern verabschiedet ist, ein Ecrtreter der Arbeiterscl-aft in die Erste Kammer berufen kerben möge. Die nationalliberale Partei fyat aber den iiitrag eingebracht, die Regierungsvorlage wieder herzu- V. Ken und einen Vertreter der Technischen Hochschule zu ■ rufen. Dem Art. 3, welcher bestimmt, daß die Zweite iimmer aus 16 städtischen und 43 ländlichen Vertretern liehen soll, hat der Ausschuß zugestimmt. Ein Antrag iöhler-Bähr verlangt dagegen die Beibehaltung der ü-3t)engen Zahl von 10 städtischen und 40 ländlichen Sitzen. Bei der Wahlrechtsberatung hatte die Regierung nur eine Vermehrung um 5 städtische Atandate beantragt. Der da- fialige Ausschuß nahm aber einen Antrag Köhler auf Vermehrung um je ö ländliche und städtische Mandate, |ljü Erhöhung auf 60 Kammer,itze, an, während das Kam- viLlplenum eine Vermehrung auj 15 städtische und 43 länd- Lchs Mandate beschloß, welche Llnzahl jetzt auch die Re- vemngsvorlage festgehalten hat. Darnach sollen bekannt- I'.ch Mainz und Darmstadt je 3, Offenbach, Worms und L.cfcen je 2 und Alsfeld, Bingen und Friedberg (die privi- Iciierien kleinen Städte) je 1 Abgeordneten erhalten, wäfy> lenb nach Art. 20 von den 43 ländlichen Mandaten Starken- | ig 18, Oberhessen 14 und Rheinhessen 11 Abgeordnete Irrhlen soll.
Unter den Kautelen, welche sich an die Ausübung des ■hcetten Wahlrechts knüpfen, sind die wichtigsten: Bollen- lluxg des 25. Lebensjahres, männliches Geschlecht, 3 jähriger kohnfifi und 3 jährige Slaatsangehörigkeit in Hessen, Zah- kng einer direkten Staats- oder Gemeindesteuer seit An- Kiia des Rechnungsjahres. Der Ausschuß hatte mit Stim- Ir.L!lmel)rheit die Annahme dieser Bestimmungen des Art. U li.-chlossen, und die Forderung auf Gewährung des Frauen-
Partei emgebrad)ter Antrag verlangt die Verkürzung der I Karenzzeit für die Staatsangehörigkeit auf ein Jahr. — 9tach Ard 15 sollten Amtsrichter, ^kreisärzte, Kreisamtmänner, Kreisschulinspektoren, Oberförster, Obersteuerin- fpeltoren, Kreisgeometer, Polizeikommissare, Bauinspek- toren, Bezirks kassier er usw. vom passiven Wahlrecht ausgeschlossen sein. Ein Teil der natLoualliberalen Partei ist zedoch entschieden gegen die Be,chränkung des Wahlrechts dieser Beamten in ihrem Amtsbezirk und beantragt oeshalb die Streichung dieser Bestimmung. Rach Art. 7 der Vorlage sollen disziplinierte Beamte und Rechtsanwälte aus die Tauer von o Fahren von der Zeit der Entlassung resp. des Ehrengerichtsut teils, und in Konkurs Geratene für die Dauer des Konkursverfahrens, Zuchthäusler bis 5 Jahre noch verbüßter Strafe vom Stimmrecht ausgeschlossen fein. Hierzu werden die Sozialdemokraten Antruge einbringen, nach denen das Stimmrecht nur bis nach der Straj- verbüßung, Verjährung usw. ruhen soll.
In Art. 19 wird bestimmt, dag die Städte in besondere Wahlkreise eingeteilt werden. Der Ausschuß hat hier, nach- dem ein sozialdemokrall,cher Antrag auf Einführung der Proportionalwahl für das ganze Land abgelehnt worden war, auf Antrag der Abgg. v. Brentano und Wolf folgenden Zusatz bejchios,en: Tie Wahlen der Abgeordneten der Städte Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen erfolgen nach den Grundsätzen der Listen- und Verhältniswahl. Die nationalliberale Partei erachtet jedoch die Einführung des Proportionalwahlrechts in Hessen nicht für praktisch durchführbar, da die genannten Städte nur 1—5 Abgeordnete zu wählen haben, und beantragt deshalb die Streichung dieses Ausschußzusatzes.
Nach Art. 52 der Regierungsvorlage hatte die Regierungsvorlage bestimmt, daß bei'Stichwahlen derjenige als gewählt gelten soll, auf welchen die höchste Stimmenzahl entfällt; es sollte somit auch die Zulassung neuer Kan- uiDaten zur Stiästvahl geftatlet sein. Der Ausschuß stimmte diesem Vorschlag zu, bezeichnete es aber als fraglich, ob nicht die Bestimmung des neueren bayerischen Landtagswahlgesetzes richtiger sei, wonach die Wahl der Abgeordneten durch rela.iöe Mehrheit aller abgegebenen Stimmen erfolgt unter der Bestimmung, daß der Gewählte mindestens em Drittel dieser abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt haben muß, um 'm ersten Wahlgang gewählt zu fein. Trifft dies nicht zu, so erfolgt ein weiterer Wahlgang ohne diese Be- schränlling. Im Ausschuß, beffen Mitglieder sich ihre deft- nillve Stellungnahme ausdrüalich vorbehielten, war bereits die Meinung aufgeumcht, man solle einfach das Reichstagswahlrecht für die Stichwahlen adoptieren, jedenfalls in der zweiten Wahl nur die früheren Kandidaten zulassen und die relative Mehrheit im zweiten Wahlgang entscheiden lassen. Die nationalliberale Partei hat jetzt zur Plenarberatung oen Antrag gestellt, das Stich Wahlsy stem der Reichstagswahl einzuführen. ..
Im Art. 60 der Regierungsvorlage war bestimmt wor-
in ihrem 8. ober 9. Lebensjahre ein und werden der Fürsorge einer Erzieherin anvertraut. Man lehrt sie nicht nur gut tanzen, sondern auch gut leben. Man ist sehr streng hinsichtlich ihrer Führung, denn ohne Strenge ist es im Theater wie in allen menschlichen Dingen, alles geht verkehrt. ... Der Kaiser bat Mme. Granier, auch nach Berlin zu kommen und dort zu spielen. Die Künstlerin warf ein, daß ihr Spielplan schlecht in den feierlichen Rahmen des königlichen Schauspielhauses passen wurde; aber der Kaiser bestand auf seiner Sfbee, und der Berichterstatter des Figaro glaubt zu wißen, daß Scanne Granier Ende Januar oder Anfang Februar nach Berlin zuruck-, kehren wird. Der Kaiser schenkte der Künstlerin ein Armband, das den kaiserlichen Adler in Diamanten und Rubinen trägt und ließ ihr während ihres Berliner Aufent- iMtes eine Loge im Schauspielhause zur Verfügung stellen.
— Vom Burgtheater in Wien. Die Wiener sind mit nichts so unzufrieden, als mit dem Direktor ihres Burg- tyeaters, wenn er nicht mehr ganz neu ift Paul Schl eu- t h e r, der bei seinem Dienstantritt mit Jubel begrüßt n>urbe„ hat sich die Gunst der Wiener vollständig verscherzt. Sein Spielplan tauge nichts, sein Vertrag mit Kainz tauge nichts und er selbst tauge noch weniger als die beiden, sagt man. Ganz Wien ist in Aufregung und erwartet stündlich Schleu- thers Rücktritt nun schon seit Wochen. Aber Schleuther rührt ,icy nicht. Tie maßlosen Angriffe lassen ihn kalt — und doch wird er sich nicht mehr lange halten lönnen. Wie jetzt versichert roiro, erwartet man auch an maßgebender Stelle Lcyleuthers RucllrillsgejUch. Als fern Nacyfolger soll entweder Kainz ooer Baron Berger vorgesehen fern. Wenn Stella von Hohenfels, die Gattin Bergers, bie Bühne verläßt, Dam hat Baron Berger, wie man versichert, bui groß, re Aussicht. Tann geht oas täte Sieb von vorne an. -Las? ist hall so in Wien.
— Kleine Chronikaus Kunftund Wissenschaft, .Wenn ter iuitcje Wein blüht", Bförustns letztes Stück, hatte tut Dresdener Königlichen Schaujpielhauie bei seiner deurichen Uraufführung vor ausverkau'tem pauje einen großen Eriolg. — Su Ehren Les Sekretärs des archäolog'.fchen Instituts in Ji o m, ues Pro'effors Hülfen, der feinen Abschied genommen hat, fand am Sonntag ein von italtentfchen und oeuijchen Zeichnen oec- unfmlieies, zahlreich bejuchtes Hestrnahl |tait, an dein auch llnterrtchiÄnimster Rava, der deuifche Botfchaiter v. Zago iv und cer preudifche Befandte am Päpstlichen Stuhl, v. Mühlberg, tetlnahrnen.
~ Die Aussprache im englischen Cberhau;.
London, 29. Nov. Dte Aussprache über das Finanzgefetz wurde heute im Ober Hause von Lord Morley wieder ausgenommen. Er führte aus, mit der Annahme der Entschließung Lansdownes würden sich die Lords eine Kontrolle über dte Besteuerung anmaßen, sowie Befugnisse über die Auflösung des Unterhauses erzwingen. Rach dem Antrag müßte stets etn anderes Parlament gewählt werden, wenn das gerade tagende Parlament das Mißgeschick hatte, dem Haufe der Lords zu mißfallen. Dte Entschließung würde die ganze finanzielle Maschinerie deS JahreS umstürzen. Morley erklärte weiter, das Oberhaus entferne sich damit von der nie gebrochenen Tradition und einem feststehenden konstitutionellen Brauch. r r„, m . ..
Es gibt Ministerien in Europa, so fahrt Morley fort, btc ihre eigenen Kämpfe auszufechten habet, und mit Interesse und Furcht zugleich das Budget und die konltitutionellen Kampfe beobachten, in denen wir uns jetzt befinden. England ist für viele Generationen ein festes und weit leuchtendes Muster für Reformen gewesen. Jede Verdunkelung unserer fiskalischen ober konstitutionellen Politik würde für die reaktionären Parteien aus dem Kontinent ein schwer wiegender Gewinn sein. Die Entschließung Lansdownes und ihre Folgen müssen zu eurer Revision der Verfassung führen; sie würbe ein erster Schrrtt auf einem gefährlichen Wege sein. Rach ber Trennung morgen abend würben sich alle vergegenwärtigen, baß bas Signal zu einem sehr erbitterten, vielleicht langwierigen Kampfe gegeben würbe. (Beifall bei ben Ministeriellen.)
Die Kieler Werftaffäre.
(Fortsetzung.-
4- Kiel, 27. Nov. 1909.
— Das Rh ein-Mainischo Verbau dstheate r spielt « unserer Gegend im Laufe biefer Woche an folgenden irrten: 50 Rvv. Lauterbach: „Wilhelm Dell", 1. Dez. Groneerg: kcolsichüler", 2. Dcz. Borgioivrs: „Wilhewr 3^ -tej- Mio«: „Tartüffe". — Kaul Schonherrs nems ^rama ^Le bei bie Brücke" hat bei ber Uraufführung am W'.eiier ^-»igtheater start enttäuscht: bie Besetzung soll zum gioßm 2err ^-sehll gewesen sein.
, —-Protest ber Finken schäft gegen eine Slel- »vratsVerfügung. Für denJuviläurrsau!>ia)uß der ^erlmer
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.San8n,ng ’lncr«!. eckenden Eaiie Pnnp» ^gn schon bieSleinp.^
Herzog Karl Theodor t
Bad.Kreuth, 30. 9ioo. Herzog Karl Theodor ist vergangene Nacht gestorben.
Diese Drahtnachricht, die wir heute früh empfingen, !'nnl nicht unerwartet. Schon seit Wochen kränkelte der cerjog nicht unbedenklich, und der gestern abgegebene Be- imb ließ keinen Zweifel an ber bevorstehenden Auflösung | Wehen. Die Nacht war unruhig gewesen und bei zunehmender I bLsnchitiS bestand die große Schwäche fort.
Bor wenigen Monaten, am 9. August, hatte ber Herzog •iren 70. Geburtstag gefeiert, an dem ihm zahlreiche Ehrungen aus allen Weltteilen zugingen. In der Gelehrten- öveit besaß fein Name einen guten Klang, denn er hat als «lugenarzt eine geachtete Stellung eingenommen.
Er würbe im Jahre 1839 als Sohn beS Herzogs A-ximilian von ber Pfalz-Zweidrücken, eines Bruders ber iaiferin Elisabeth von Oesterreich, zu Possenhofen geboten .ni) wurde zuerst Artillerieoffizier. Er wandte sich dann der Ddizm zu, promovierte in Nlünchen. Noch feiner Prüfung riielt er im Jahre 1880 durch besondere Verfügung die Er- GnbniS zur ärztlichen Tätigkeit. Seinen Wohnsitz hatte er '«iwiegend in Tegernsee, 1865 hatte er sich mit Sophie wi Sachsen vermählt, die ihm aber schon nach zweijähriger Jtre durch den Tod entrissen wurde. Im Jahre 1874 oer- l| nadelte er sich zum zweiten Riale und zrvac nut Maria I Zaiepha von Brangaya, Jnfanlin von Portugal. Rach dem i *at)e seines Vaters trat er anstelle seines morganalifch ver- i »«ihlten Bruders am 15. November 1888 an dte Spitze des st :zoglichen Hauses.
Der Herzog war Ehrenmitglied ber Akademie der mebi- irischen Wifsenfchaften in Brüssel und Ehrendoktor der Um» «.'sität Löwen.
— Jeanne Granier beim Kaiser. Dem Berliner Berichtersiatter des Figaro hat s.ch Jeanne Granier ganz begeistert über die Eindrücke, die sie in Schloß Neudcck beim Fürsten Henckel v. Donnersmarck empfina, wo lle vor dem Kaiser spielte, ausgesprochen. „Es war herrlich, entzückend", sagte sie; „mir ist, als käme ich aus einem Traum von Tausend und eine Nacht, ich bin zugleich geblendet und hingerujcn." Die Künstlerin schildert dann den zauberhaften Eindruck, den die Ankunft des Kaisers am fpäien Abend beim Scheine von Fackeln und bengalischem Licht, während der Schnee in dichten Flocken fiel, auf sie machte, bas prächtige Bilb ber Rückkehr von ber Jagd am andern Sage, bei der 4000 Stück Wild zur Strecke gebracht waren, und erzähll dann weiter: „Am nächsten Tage frühstückte ich an der Tafel des Kaisers. Fast sofort richtete er das Wort an mich. Ich war, wie ich Ihnen bekenne, ein wenig erregt; aber er hat eine fo freimütige und eine fo herzliche Art, zu einem zu fpreeben, während er einem gerade ins Gesicht sieht, er ist so heller, so ofjen, so dezauverno, daß es mir nach einer Minute schien, als ob ich ihn schon leit langem kenne. Er sprach lange und gerührt von dem älteren Eoquelin, den er sehr liebte, er bat mich, feinem Sohn nut» zuteilen, wie innigen Anteil er an dem Tode seiner Mutter genommen hülle und daß er an seinem Vater eine unauslöschliche Erinnerung bewahrte. „Wir waren dort", sagte mir der Kaiser, „beide zusammen in der Ecke, die sie da ehen. Er oetiamierre Vcr.e aus dem Chanteeler, die prächtig waren." Die ganze Vorliebe des Kaisers gehört dem großen historifchen Diama. „Für mich," sagte er zu mir, „muß das Theater das Volk Geschichte lehren^oder sie ihm wieder erzal)len. Da» Theater utuß e..ce Ställe des Uiderriuyi.5 fein, die den oer schule und der La|erue ergänzt." Der Kaiser erklärte mir auch den Betrieb der Tanzschule an der Oper. Die kleinen Mädchen treten dort
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Der Sozialdemo trat im Ausschuß beantragte, alle 3 Jahre die ganze Kammer neu zu wühlen. Der Aus,chuß nahm folgende Fassung an: Es wird die Zweite Kammer alle drei Jahre in der Weife teUiueife erneuert, daß von den 58 Abgeordneten in den Jahren 1911, 1917, 1923 uff, jedes- Skudentenschast wurden Den nichimkorporierten Studenten ebensoviel Vertreter zugesagt, wie den korporierten. Dieser Beichluy ist jetzt durch eine Reiwratsverfügung praktisch wieder aufgehoben worden. Die Betaimtmach.ung bestimmt nämlich, datz yvar den Nichtinstirporierten dreißig Vertreter bleiben sollen, d. h. ebensoviel, als bie Korporationen wählen werben; batz aber tinrnnrntinnöi für jedes hundert ötintmtn, die die
Dienstag 30. November 1909 vezugsprer»:
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. y A jährlich Akk. 2.20; durch
X lyl I I ly D biePostAlk.3.-v,enll- ■ ■ ■ jährt, ausjchl. Benellg.
W W Wt iK ■ Wk E WL HS ZellenpreiL: lokal Ib Pf.,
Ok H AL auswärts 20 Pfennig.
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MM Verantwortlich für ben
politischen Teil: August
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Keöattion, «rpeötflon und Druckerei: SchulK-atze 7.
mal 28 Abgeordnete, in Den Jahren 1914, 1920, 1926 uss. jedesmal 30 Mgeordnele auf die Dauer von 6 Jahren ersetzt werden. Weiler beschloß der Ausschuß, daß die neu binzutretenden städtischen Abgeordneten zum ersten Male im Jahre 1911 und daß m den Städten, welchen ein besonderes Wahlrecht zusteht, im Jahre 1914 zum ersten Male nach ber neuen Wahlkreiseinteilung gewühlt werden soll.
Auck) zu diesen letzteren Bestimmungen sind bei der bevorstehenden Einzelberatung noch verschiedene neue .Lu- träge zu erwarten.
Lin adleliiienücr Bejcheid 6e$ preuii tjanöclsminifters.
Berlin, 29. Nov. Der Handel sm in ist er hat den Dergarbeiterverbänden im Ruhrbezirk auf ihre Eingabe vom 19. Oktober einen ablehnenden Bescheid erteilt mit der Begründung, daß eine Vermittelung zum Zwecke der Cinsüljrung eines parttätischen ArbeitSnach- iveises nach Lage der Sache so lange untunlich erscheine, als nicht im Ruhrbezirk die Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Zusammenwirken von Arbeitgebern und Lrbellueh- mern vorliegen. Ohne ein wechselseitiges Vertrauen vermag er sich auch von einem Zwange zur Errichtung eines solchen Nachweises keinen Ersolg zu versprechen. Aehnlich liege die Sack-e hinsichtlich der Tarifverträge, deren zweckmäßiger Ausgestaltung übrigens gerade bei den eigenartigen Verhältnissen des Ruhrtohlenbergbaues noch besondere. SchwiH» rigkeiten entgegenstehen.
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