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Die „Sfetzener Famflltn'ftatter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchen lich beigelegt, das „KrelsHatt fflt den Kreis GieHen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3ctt« hMti** erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- strage 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. Tel.-Adr^AnzeigerVießert.
Viertes Blatt 15«. Jahrgang Samstag 2«. Mai 190«
Erscheint täglich mit Ausnahme de« Sonntags. X Etz. X Xk Xk AA Notationsdruck und Verlag der Drühl'schen
g KMU SJIXIJBB PF ®S «▼ Unwersitäts-Buch. und Steindruckerei.
Gmeral-Mzeiger für Gberheffen
Metzen und die Zinanzreform.
Der ßärm um die Reichsfincmzg:eform ist noch immer ntcht verhallt. Zeitweilig traten alle anderen wichtigen Finanzfragen, namentlich solche der kommunalen Berwal- tungspolitik, ganz in den .Hintergrund. Sehr mit Unrecht. rZür die Stadtverwaltungen ist die Durchführung einer ernsten und vorsichtigen Finanzpolitik genau so wichtig, b^tch' und die Städte haben genau so wie das Rerchsschatzamt mit schweren Borwürfen zu rechnen, wenn sie das Verhältnis zwischen Bedarf und Deckung nicht so Herstellen können, wie es sein soll.
Die Kur Durchfü'prung der Reichsfinanzreform gemachten Vorschläge haben oft böses Blut gemacht. Selten aber hat man wohl daran gedacht, daß Gießen nicht nur im allgemeinen, sondern auch im besonderen an den einzelnen Vorschlägen interessiert ist. Namentlich ist ein Vorschlag der Finanzkommrssion des Reichstages, 150 Millionen Mart- jährlich an Matrikularbeiträgen anfbringen zu lassen, in seiner Tragweite kaum erkannt worden. Da die Bundesstaaten dem Reiche 1907 31,6 Millionen Mark Matrikular- beitväge netto zur Verfügung stellten (nach Abzug der Ueber- wetsungen von den Brutto-Matrikularbeiträgen), so wäre in Zukunft die fünffache Summe in Frage gekommen. Man kann sich denken, wie die Finanzwirtschaft der Einzelstaaten durch ein solches Opfer beeinflußt worden wäre, umsomehr, da diese für den bezeichneten Zweck keine Reserven zur Verfügung haben.
Bon einem so großen Opfer ist man abgekommen. Trotzdem hält man im Prinzip an der Erhöhung der Matrikular- beiträge fest. Wenigstens 25 Millionen Mark sollen von den Bundesstaaten mehr aufgebracht werden. In den Wandelgängen der Parlamente hört man die Meinung äußern, daß es die bis setzt zur Verfügung stehenden Einnahmequellen kaum fertig bringen würden, diese Mehraufwendungen zu decken. Daß wahrscheinlich auch der Staat auf die Erhöhung feiner Steuererträge bedacht sein müsse. Daß es sich um die Uebernahme gewisser Steuern von den Kommunen und ihren Ausbau für den Staat handeln müsse, und daß dabei die Städte auf die Einführung neuer, jungfräulicher Steuern verwiesen werden sollen, ist jetzt ziemlich sicher. Dabei würde aber auch Gießen stark in Mitleidenschaft gezogen.
Bei der Wichtigkeit des Themas gehört der Oeffent- lichkeik volle Aufklärung. Von maßgebender Seite unterrichtet, sind wir in der Lage, eine genaue Darlegung der hierbei für Gießen in Frage kommenden Verhältnisse zu geben. Das Reichsschatzamt hat eine umfangreiche Erhebung über das Finanzwesen der deutschen Städte veranstaltet und deut Parlamente unterbreitet; darin sind auch die amtlichen Ziffern für Gießen mitgeteilt. Diese wurden selbstverständlich bei der Nachprüfung der Verhältnisse mit herangezogen.
Die Summe der direkten, in Gießen erhobenen Steuern betrug 1907 942400 Mk. Davon entfielen aus Einkommensteuer 501300 Mk.
Grund- und Gebäudesteuer 220 500 „
Gewerbesteuer 140 800 „
Kapitalrentensteuer 79 800 „
Bei einem Vergleich mit anderen Städten der gleichen
Größenklasse ergibt sich für Gießen eine recht erhebliche Belastung an direkten Steuern. Diese betrug z. B. bei
Aschersleben 721400 Mk.
Herford 604 800 „
Hörde 751900 „
Ein klares Bild ergibt sich aber nur nach Heranziehung der übrigen Steuern. Es betrugen die Aufwands-, Verkehrs- und Verbrauchssteuern zusammen bei
Gießen 136100 Mk.
dagegen
Ättenstein 35800 „
23rieg 25 700 „
Düren 52300 „
Herford 22 800 „
Hörde 23 500 „
Insterburg 38800 „
Iserlohn 31 200 „
Lüdenscheid 58 200 „
Bei Gießen setzen sich zusammen die Aufwandssteuern:
aus Hundesteuern 7 700 »
Verkehrs steuern: Gründest 13400 „
Verbrauchssteuern:
aus Mahlsteuer 2600 >,
Schlacht- und Fleischsteuer 41600 „
Malz- und Diersteuer 7 300 „
Branntwein- und Spiritussteuer 19 300 „
Sonstige Verbrauchssteuern 4 400 „
Sieht man sich die Erträgnisse der einzelnen Steuern an, so findet man bei oberflächlicher Prüfung, daß noch manche Ertragssteigerung zu erzielen wäre, eine Ab änderung des Ortsstatuts wird ja auch hier und da die Handhabe dazu bieten. Wer aber den Zusammenhang der Steuerleistung mit dem Wohlstand einer Stadt und ihrer Bevölkerung in Verbindung zu bringen weiß (die Ergebnisse der Einkommensteuer errnöglidjen das sehr wohl), findet, daß die Belastung bei Gießen hoch genug ist, im Verhältnis, nicht nur absolut, auch höher als bei mancher Stadt der gleichen Größenklasse.
Die Reichsfinanzvefvrm birgt also für die Städte Gefahren, von denen diese meist selbst noch nicht unterrichtet sind. Um die Verhältnisse einmal recht anschaulich zu charakterisieren, sei darauf hingewiesen, daß die in Zukunft aufzubringenden Matrikularbeiträge einem großen Teil der vereinnahmten Steuern gleichkommen würden.
Die Unmöglichkeit einer Einführung neuer Kommunalabgaben zu einer Zeit, da auch das Reich eine weitere Be- laslung durch Steuert: beabsichtigt, liegt ja auf der Hand.
Vermischtes.
* Die Hochzeit eines Prinzen mit einer Brauerwitwe erregt zurzeit in Newyork großes Aufsehen. Ter Tag erhält darüber folgende Meldung: In New-York sand die Hochzeit des italienischen Prinzen Giovanni del Drago aus Rom mit Frau Josephine Schmid, der Witwe das deutsch-amerikanischen Brauers August Schmid, stall. Die Braut steht im fünfzigsten Lebensjahre und hat ein Vermögen von etwa 40 Millionen Marl, der Bräutigam zählt 27 Jahre. Die frühere Frau Schmid ift als außerordentlich geschäftsgewandt bekannt und führte die Löwenbrauerei, eine der größten Brauereien New-Yorks, feit dem im Jahre 1889 erfolgten Tode ihres Gatten selbständig weiter. Es heißt jedoch, daß die Fürstin Drago sich jetzt vom Geschäft zilrückziehen werde. Einstweilen ist das fürstliche Paar nach Kanada ^gefahren, um dort die Flitterwo^n zu verbringen. Die einzige Tochter der Fürstin und des Brauers Schmid, eine Fran Schmid-Mnrraz, hat der Trauung nicht beigewohnt; sie scheint von ihr ebenso wie gait-j New-York überrascht worden zu sein, obwohl man_ schon feit Jahr und Tag munkelte, daß der junge italienische Fürst der reichen Brauerswitwe den Hof mache. Giovanni, der älteste Sohn des Fürsten Fernandina del Drago in Rom, spielte in der italienischen Kolonie und auch in gewissen Gesellschaftskreisen New-Yorks eine ziemliche Rolle. Als er vor fünf Jahren zuerst nach New-York kam, warb er um Fräulein Sylvia Green, die Tochter „der reichsten Frau der Welt", aber die Mutter wollte nichts von dieser Heirat wissen. Der junge Fürst uchte seinen Gram in der Arbeit zu vergessen und wurde Clerk bei einer Maklerfirma in Wallstreet. Nachdem er den Schauplatz seiner Tätigkeit mehrere Male gewechselt hatte, hing er den Clerk wieder an den Nagel, und bald daraus hieß es, et sei in Frau ^chmid verliebt. Diese kaufte alsbald ein Haus an der wüsten Avenue und nahm eine Loge im Manhattan-Opernhaus
wo man den jungen Fürsten stets an ihrer Seite sah. Pastor Vogel, der die Trauung vornahm, ist mit der fürstlichen Familie in Rom befreundet.
* Zarter W ink. „Lieber Karl! Komme doch heute abend bei mir. Ich erwarte dtr bestimmt. Gruß und Kuß bebte Rieke." P. S. Der Fettfleck is von eene Braunschweiger Leber- wurscht!
Literarisches.
— „Geschichte der Musik" von Dr. Karl Storck mit Buchschmuck von Franz Stassen und einem Bilde Beethovens. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, 4.-7. Lausend. Ausgabe in 12 Lieferungen. Muthsche Verlagshandlung, Stuttgart. Das Werk hat bei seinem ersten Erscheinen in der musikalischen Welt die beste Aufnahme, und wie der rasche Absatz der ersten Auflage beweist, große Verbreitung in allen Musikkreisen gefunden. Noch wichttger ist, daß die musikalische Fachkritik und besonders Männer vom „Bau", wie Schillings, Fritz Vvlbach, Batka, Arthur Seidl, Henri Marteau, Siegmund von Hausegger u. a. als Vor ■ Züge der Storckschen Musikgeschichte ihre gediegene wissenschastlickte Grundlage, die formvollendete, echt künstlerische Darstellung, die stete Verbindung mit der Zeit und Kulturgeschickste übcreinstim- mend hervorgehoben haben. Mit Recht gilt deshalb das Storcksche Werk als die beste moderne Musikgeschichte für den Fachmann wie für jedes musikalische Hans. Die neue Auflage ist vollständig durchgearbeitet und wird namentlich für daS 19. Jahrhundert, hier wieder für die letzten Jahrzehnte, besonders nach Richard Wagner, starke Erweiterung bringen. Zunächst liegen uns die ersten zwei Lieferungen in geschmackvoller Ausstattung vor. Sie schildern die alte Musik, besonders die der Griechen und einen Teil des Mittelalters bis zum Minnesang. Das Werk erscheint in 12 Lieferungen, die rasch aufeinander folgen werden, so daß das Buch bestimmt bis zum Herbst loieber vollendet vvrliegen wird. Alle Buchhandlungen besorgen das Abonnement.
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Nleenes Feuilleton.
— Am Grab Josef Hand ns. In (S i Jen ft ab t, Wo Haydn als Fürsts. Esterhazyscher Kapellmeister gewirkt und wo er auch begraben ist, sand gestern unter großer Beteiligung die Gedenkfeier des 100. Todestages Haydn s statt. Im Musiksaal des Esterbazyschen Schlosses, in dem Haydn dirigierte, wurden Werke des Komponisten aufgeführt und die Ausstellung von Haydn-Reliquien eröffnet. Tic Mitglieder des gegenwärtig in Wien tagenden Haydn-Kon- greffes unternahmen eine Fabrt zum Grabe Haydns. Neben mehreren Wiener Gemeinderäten beteiligte sich auch Oberbürgermeister Lueger an der Huldigung. In Cisenstadt kam es zu einer scharfen Demonstration gegen die Ungarn. Obwohl nach einer vorher festgesetzten Rechenfolge der Kranz der Stadt Wien als letzter niedergelegt werden sollte, trat Bürgermeister Lueger doch früher vor. Er trat aus der Reihe heraus und sagte bleich vor Erregung, aber mit die Musik übertönender Stimme: „Ich begrüße das Grab Haydns, des guten Deutschen, des guten OesterreicherS. Ich begrüße auf ungarischem Boden das Grab des Komponisten, der uns unsere heiligen Bolts- hymnen geschenkt hat, und der auf diesem Boden verachtet wird."
— Die Million der „Dollarprinzessin". Der große pekuniäre Eriolg von Lco Falls Operette „Tie Dollarprinzessin" fordert zu einer kleinen Thcatcrstatiftik heraus. Im Juni ist es, nach dem B. T., ein Jahr her, daß die „Dollarprinzessin" in Berlin im Neuen Schauspielhaus ihren Einzug hielt. Dann siedelte sie im Herbst ins 9kue Operettentheater über, um jetzt unter Direktor Palfi den zweiten Berliner Sommer im Lessing- Theater zu verleben. In diesem einen Jahre nun hat die „Dollar- prinzessin" eine Million und 200 000 Mark an Einnahmen erstell. Die Wolle aus dem Libretto: „Das sind die Tollar- prinzessen, die Mädchen aus purem Gold" — sind für den Komponisten und den Direktor zur „klingenden" Wahrheit geworden. Wer iveiß, wie schwer Leo Falls Anfänge waren, wird dem Komponisten tiefe Erfolge gern gönnen.
— Das jüngfte Kronprinzenpaar. Eine eigenartige dochzeit ist jetzt mit großer Feierlichkeit in Addis Abeba gefeiert morden: Prinz Johann, der Enkel Meueliks und Thronerbe Abessiniens, hat der Prinzessin Romarne, der Enkelin des ver- itorbenen Kaisers Johann und Nichte der Kaiserin TallTu, die band zum Ehebunde gereicht. Die beiden Königskinder waren chon zwei Jahre lang verlobt; heute sind sie das lüngfte Kron- vriuzenpaar der Welt, denn Prinz Johann, der glückliche Gatte,
hat kürzlich das dreizehnte Lebensjahr erreicht und seine junge Gemahlin ist jetzt sieben Jahre alt.
— A n t i k e M ü n z e n aus der Sammlung des verstorbenen Komuls Weber (Hamburg» werden zurzeit in München versteigert bet dem Numismatiker Dr. Jakob Hirsch. Dte Auktion der un- getahr 7000 griechischen Münzen brachte seinerzeit rund emc Vtertelmilllon Mark. In den ersten vier Tagen der jetzigen Auktion wurden für 2400 der 3600 Stück umfassenden Abteilung rund 200 000 Mark gelöst. Für einzelne Münzen, namentlich für sogen Medaillons, d. s. nicht als Kurantgeld in Umlauf gekommene, >andern als Erinnerungsstücke geprägte Münzen, wurden ganz außerordentlich hohe Preise gezahlt. Tie bedeutendsten Münzkenner und Händler des Kontinents und Englands, sowie die Vertreter der staatlichen Münzsammlungen Münchens, Stuttgarts, Berlins und Wiens wohiien der Auktion bei. Berlin erwarb u. a. das bis jetzt höchstbezahlte Stück, ein Silbermedaillon römischer Herkunft mit der Inschrift „Imp. Caes. Tvmit. Ang. Germ " um den Kops des Kaisers und behelmter Minerva auf der Rückseite, sur die Summe von 3825 Mk.
~ ? fröhliche Valentin. Ein heiteres Redegesecht
entspann sich kürzlich in der Schöneberger Stadtoerord- n e t e n Versammlung über den Antrag aus Erhöhung der Magiitratsgehalter. Nach niehreren Reden über das Gehalt des Oberbürgermeisters nahm der Stadtverordnete Valentin fröhlich, der sonst mir als Zwischenruiredner bekannt ist das Mort zu einer Rede, in der er seinem Namen alle Ehre machte Unter großer Heiterkeit der Versammlung führte er folgendes aus • "'Ver der Wahl des Oberbürgermeisters auf Lebenszeit hat der „Ober" gesagt, daß er mit einer Gehaltsaufbesserung nicht wieder kommen werde, so lange er lebt; auch jetzt ist er mit der Erhöhung nicht von selbst gekommen, das hat für ihn ein anderer besorgt Eine Liebe ist der anderen wert. Die Katze sucht stets den Kater -ruft du mir einen Gefallen, dann tue ich dir auch einen Gefallen, ^as Genalt für den Oberbürgermeister spottet jeder Beschreibuna. Denken Sie mal 24 000 Mark, was kann man damit alles aü- fangen ; und da haben sie im Ausschuß gemausert, und 1000 Mark abgehandelt, daß der Oberbürgermeister mir 23 000 Mark bekommt. Wie großartig, 23 000 Mark! Aber das ist ja ganz egal, es kommt alles aus dem großen Kessel der Wertzuwachs- steuer. Eigentlich bin ich für 48 090 Mark. Der verdient es ja Im Magistrat soll ja Tag und Nacht gearbeitet werden. Ueber- öaupt sollen die Herren vom Magistrat in letzter Zeit viel gearbeitet haben. Da ist besonders einer dabei, der hat in zwei Tagen gar 49 stunden gearbeitet, wo er die hergenommen hat, da der £ag nur 24 stunden hat, weiß ich iiichk, er hat wahrscheinlich eine uebentunbe gemacht, damit 49 rauskommen. Die Herren von der autzersteu Linken haben ja ganz recht gesprochen; die Arbeiter bekommen 7, 8 und 10 Prozonl Erhöhung, aber die hohen Herren
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Magistrat haben sie mit 35 Prozent erhöht. Mair innner druff! Wozu haben wir denn die Wertzuwachssteuer! Nun aber ber Herr Kammerer! Sie lachen, meine Herren, warten Sie mal erst ab, was ich sagen werde, und bann werben Sie nicht mehr lachen. Der Kämmerer, ich bestreite nicht, baß er eine ausnahmsweise tüchtige Kraft ist, aber ben haben Sie reichlich bemessen 35 Prozent Gehaltserhöhung. Na, ber hafs ja oerbient, bas ist auch einer von benen, bie bie Nacht bei ber Wellzuwachssteuer gearbeitet Haden, »schlecht ist unser zweiter Bürgermeister iveg- gekommen, ber muß wohl nicht tüchtig sind, denn er soll nur 10 Prozent mehr kriegen, der muß also nicht viel taugen. Es heißt, er ui krank gewesen; ja, er war krank, aber nicht zu seinem Vergnügen ; ber mußte krank sein, das kommt selten vor. Tann ist gesagt worden, er hätte Urlaub nehmen müssen, dann hätte er sich befier erholt. Meine Herren, hätte ber gewußt, baß er bann ein roheres Gehalt kriegt, ber hätte gleich noch sechs Wochen Urlaub genommen; ich hätte es ihm gegönnt. Ich nehme aber an, baß ber ^e^urgermeister mit feinen 23 000 Mark bie Zulage bankend
Kleine Chronik aus Kunst und W issensch-af t, Straus hat sein neues einaktiges Singspiel Der t a p j e r e E a s 11 a n", Text von Arthur Schnitzler, das nach letner ganzen Anlage nur von ersten Opernkräjten'gegeben werden kann, dem, Leurziger Ltadttheate.r zur Uraufführung überlassen, öic vorausftchtllch im <L>epteinber jtattsindcn wird. — Von Oktober an werden an der Danziger Hochschule Vorlesungen über gehalten werden. Pros. Wag ener wird un Winter über Verbrennungskraftmaschi- J?!.’1", Sommer über Theorie und Banlehre der Flugmaschirwn lGleit-und Schraubenftieger) lesen. — Gestern wurde in Wien v" me dagewesenes Jubiläum im Karl-Theater gefeiert, wo die oOO. Ausführung des Walzcrtrauines gegeben wurde Bfornsoks neues Lustftnel heißt Wenn der neue Wein erblüht. Es werd im Herbste in Frankfurt und in tetin WSleich aufgefuhrt werden. — In Genf ist der Philofovb E^nff Naville km Alter von 92 Jahren g e ft o t b e n - 9t c g^ ae?L1C nahm gestern die Ersatzioahl für die ver-
Iwrbenen Mrtgl.-d-r Carb-nal Matthi-ii unb $ict°rten Minhrn0^ “r”' ^t^wahl für ben Karbinal itmrbe »er» rourbe , i erTcl^,t, rouibe- -ln Stell» Sarboitä'
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togltung beä, I t l d i z - K i o s k übernehmen, der eine Art Mi,* ur euren zoologischen Garten umgewand^lt werden, 0


