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IRotattonSbrucf und Vertag bet ©t üb Heben Unioemtätd • Buch- und StemönideteL R. Lange. Dießen.
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Aus Melilla verlautet: Sendboten Mulay Hafids haben über das Ergebnis ihrer ersten Verhandlungen mit den Rifkabylen einen Bericht nach Tanger gesandt. Es verlautet, daß das Ergebnis nicht sehr befriedigend sei. _ _
Aus Atlanta wird berichtet: Erne Konferenz von Baumwoll-Fabrikanten beschloß, in 150 Spinnereien Georgias eine 2 5 p r o a. Betrieb skürzun g em- zuführen. In Lowell (Massachusets) wurde gleichfalls eine ^etriebskürzung angekündigü
Deutscher Bcicb,
Im preußischen Abgeordnetenhause tagten am Mittwoch der Zwölfer-Ausschuß und der Fünfziger-Ausschuß der konservativenPartei unter dem Vorsitze des Landesdirektors Frhrn. v. Manteuffel, um über organisatorische Fragen und die politische Lage in einen Gedankenaustausch zu treten. Beschlossen wurde die Einberufung einer allgemeinen Delegiertenversammlung der Par ei auf Samstag den 11. Dezember, nach Berlin. Der bisherige geschäftsführende und engere Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. F
Der als Verleger der „Wahrheit" tm Dahselschen Er- .presserpr^eß Die (genannte Reichstagsabgeordnete Bruhn war bisher Hospitant der deutschen Reformpartei. Er hat nun, wie Berliner Blätter mitterlen, dieses Hospitantenverhältnis gelöst.
Kleines Feuilleton.
— Die Ausgrabungen in Rieder-Ingelheim, in der verflossenen Woche waren die Ausgrabungen^Dr.
lien gesucht.
■eö au errraoen in tat eile des Gieß. ÄnzW «fKML n'Lreiien. Bin Mi>r: ve. Schriilliche Singe:.- W nn den öies- t erbeten.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbul» strave 7. Erveduio» und Vertag 5L Redaktion:«-^ 112 - ei.-Adr^AnzergerGieven.
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LS wouißdjcn u. i.i irofeeren Posten er: 1 per Pottlane, wu ","tz wüdbetQhii Ns'el HeucheM öartentrtQue 1 Jfy
Schriftsteller haben sich an ihr gebildet. Aber mitunter schläft auch der gute Homer, und es finden sich bei Goethe nicht nur Proben eines recht saloppen, sondern geradezu schlechten Deuftches. Was sagt man z. B. zu folgendem Satze: „Er machte daher an Madame Angelica durch Meyer den Vorschlag, in den sie willigte, gedachte Summe auszahlte, das Bild zu sich nahm und spater Tischbein die ihm kontraktmäßige Halste um ein Namhaftes abkaufte " Dieses Ungeheuer findet sich in einem Briefe vom 16. Juni 1787.
— Kleine Chronik aus Kunst undWissenschaft. Wilhelm Kienzl, der Komvonist des „Evangeliinaun", hat seine 1886 in Dresden aulgeuchite Erstlingsoper „U r d n i i* vollkommen umgearbeitet. Tas Werk wird in Graz zuerst aus- geiührt. — Ter Held des Münchener Hostheaters Ulmer, der bis vor einem Jahre noch Rechlsaiiwalt war und seit Beginn dieser Spielzeit .Test", ,Posa" und andere Rollen spielt, hat jetzt in Augsburg als „Siegmund" in der „Walküre" nut außerordenl- lich groüem Erwlge gastiert. Ulmer hat sich in aller Stille als Heldenlenor misbilben lasten. — Martin Greif, dem in München lebenden greisen Dichter, ist vom Kaiser von Oesterreich der Orden der Eisernen Krone dritter Ktaste verliehen worden. — S o n n w e n d g l u l", die Oper des'Kavellmeisters des Frankfurter Opernhauses Hans S ch i l l i u g - Z l e m s e u , kommt an der Münchener Ho'oper zur U r a u f s ü h r tin g. - -L i e Errichtung eines Freilichttheaters in St. Moritz hat der dortige Kurverem beschlosten. Ein internationales Preisausschreiben mit dein Preise von 3000 Franks wirb >ür en, geeignetes Stück ausgeschrieben. — Im Königlichen Opernhause zu Berlin verabschiedete sich am Mittwoch Emmi Testinn vom Berliner Publikum als Madame Butterfly, um demnächst ihre Reise über den großen Teich nach den Kunststätten der Reuen Welt anzutrelen. - Ein Riesenwerk der Münzenkunde. Binnen kurzem erscheint der erste Band von K ö n i g Viktor Emanuels großem numismatischen Werk: „Corpus nummorum italicornm^, worin nicht nur des Kömgs Privatsammlung von 7«i 000 -Münzen, sondern auch die bedeutendsten ikattemscheu und ausländischen Münzsammlungen beschrieben werden. Tas Hauptinteresse bunten die mittelalterlichen italienischen Münzen bean- ivruchen, von denen der Köiiig über 50 000 besitzt. Tas Werk, an dem Brolestor Luppi und Generalmajor Ruggero mitarbeiteten, erscheint in Rom und enthält zahlreiche Illustrationen.
werden.
Das öst erreich. Abgeordnetenhaus verwies die Anträge betreffend die Lebensmittelteuerung Sonderausschuß. Die nächste Plenarsitzung wird, wie der Präsident mitteilte, auf schriftlichem Wege einbe-
deshalb der Presse bedienen, um überall im Auslande aufklärend zu wirken."
Die blamierten Schürer der Hetze gegen Spanien sind sehr: kleinlaut geworden; man verzichtet, wie es scheint, auf die Klärung, die man vordem so dringend gewünscht hatte. Aus den Akten zum Ferrcr-Prozetz werden jetzt Einzelheiten veröffentlicht, die gleichfalls gegen den Ferrcr- Kult sprechen. Eines der maßgebenden Aktenstücke zum Prozeß Ferrer ist das Gutachten des Militärauditeurs für Katalonien gewesen. Der Audcheur behandelt, so lesen wir in der „Köln. Ztg.", die Beweise für Ferrers Eingreifen in die Ereignisse von Barcelona, Pre- mia und Masnou während der blutigen Juliwoche. Es heißt darüber:
Ferrers Anwesenheit unter den Aufständischen von Barcelona wird am 26. Juli abends festgestellt bei den Gruppen, die sich gegen 6 Uhr abends auf dem Platz Antonio Lopez bildeten. Diese Gruppen wurden durch zwei Kavalleristen auseinandergetrieben, deren Aufmerksamkeit der Angeklagte durch die ihnen zugerusenen beleidigenden Verwahrungen erregte. Sie erkannten i h n bei dreimaliger Vorführung in einem Ring von Gefangenen, die gebildet worden waren, um ihre Persönlichkeit festzustellen. Bald darauf wird der Gefangene in Altara- zanas beobachtet, wie er zu den sich bildenden Gruppen spricht: hierzu liegt das Zeugnis des Beamten vor, der ihn beobachtete, ihn dann aber auf den Ramblas Über einem Vorstoß des Militärs aus dem Auge verlor. Er erscheint wieder in Gesellschaft des Barbiers Domenech aus Masnou und spricht zweimal in der Redaktion des Progreso, eines revolutionären Blattes in Barcelona, vor, um zu erfahren, was die Genossen beschlossen haben. Diese zeigen sich zuerst nicht sehr eingenommen von diesen Plänen, allein er sendet seinen Gesinnungsgenossen Moreno mit einer dritten Botschaft nach der Redaktion des Progreso, bei der sich Vertreter der Arbeitersolidarität befanden. Diesmal erzielte er mehr, denn die revolutionäre Bewegung begann. Am 27., erklärt der Zeuge Francisco de P. Colle- sons, habe er gegen V-8 Uhr abends Ferrer a n d e r S v i tz e einer Gruppe Aufständischer gesehen, die gegenüber dem Licev durch die Ramblas zog. Er hat den Angeklagten in einem Ring von Gefangenen als die Person erkannt, die er auf der Rambla an der Spitze dieser Gruppe gesehen habe.
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Ausland.
Roch einer Meldung der „Rcrrodny Lisch" aus Prag beschlossen die tschechischen E i s e n b ah n be d i e n st e- ten und -Beamten, als Protest gegen die angebliche nationale Zurücksetzung, die passive R e s r st e n z für den Winter; die Postangestellten sollen zum Anschluß bewogen
lürebe und Schule.
**DieFreieLandeskirchlicheVereinigungfür Hessen wird ihre im vorigen Winter begonnenen Verhandlungen über die Reform des Religionsunterrichts am Montag 1 November, Darmstadt fortsetzen. Gegenstand der Tagesordnung ist dies.ial: 1. Der Katechismus und der Katechis- musunterricht in der Volksschule (Sprecher: Pfarrer Hermann von Nidda), 2. Der kirchenaeschichtliche Unterricht in der Volksschule (Sprecher' Oberlehrer D. Herrmann von Darmstadt). Die Aussprache wird von KreisichuUnspektor Prof. Dr. Lucius-Darmstadt eröffnet werden. Am 15. November wird eine weitere Veriarnm- lung stattsinden.
* Weiß oder schwarz bei der Konfirmation. Man schreibt uns: Die kirchliche Festfarbe ist im allgemeinen in der katholischen Kirche weiß, in der evangelischen schwarz. Die katholischen Erstkommunikanten treten in Weiß vor den Altar. Sie werden am sg. weißen Sonntag zur Erstkommunion zugelassen. An diesem Tage trugen in altchristlicher Zeit die zu Ostern Neugetauften noch einmal ihr weißes Taufkleid. Diesc Kommunion ist nicht zu verwechseln mit der Konsumation oder Firmung der katholischen Christen. Diese vollzieht der Bischof alle paar Jahre an mehreren Jahrgängen junger Leuste zusammen. Da treten die Firmlinge nicht alle in weihen Kiewern vor Wie in der evangelischen Kirche Konfirmation und Stom- munton an zwei verschiedenen Tagen vorgenommen werden, wie in der preußischen Landeskirche und vielen Kleinstaaten (KöMir- mation am Palmsonntag und Abendmahl am Charfreitag), könnte zu ersterer Handlung weiß, aber zu letzterer nur schwarz genommen werden; denn in der evangelischen Kirche würde es austallen, wollte Jemand weiß erscheinen, wo des Herrn Tod verkündigt wird In Hessen, wo beide Handlungen zusammenfallen, ilt aliv die weiße Farbe ausgeschlossen. Auch will es mich bedunken, als ob doch der Unterschied zwischen Reich und Arm bei schwarzer Farbe mehr verdeckt würde. Was soll auch einem armen Kinde, dessen Kleider oft aus milden Stiftungen bestritten werden und das kaum noch eine Gelegenheit weiter findet, m weißem Kleide zu erscheinen, ein solches Kleid? Sagt man, ^^^Zwwarze Kleid wird rasch verwachsen, nun, so wird es in dem Alter wohl mit
ei Nach genauen Schätzungen berechnet das Komitee die Kosten »es Grundstückes auf 2 Millionen, Bau und Ausrüstung auf o Millionen; ein Betriebsfonds von 5 Millionen wird für notwendig erachtet. Das Unternehmen wird unter der Kontrolle einer Körpersckwft heben, deren Mitglieder von der Krone, den Universitäten, den Kommunalbehörden Londons und anderer großen britischen Städte, sowie mehrerer Erziehungsanstalten und öffentlicher Körperschaften bestimmt werden sollen."
— Die Basilika von Aguileja. Die Ausgrabungen in der uralten Basilika von Aguileja in Illyrien haben nicht nur ein altes Mosaikenlager zu Tage gebracht, sondern auch Inschriften, die für die Gescknckste der Stabt unb jgiie 1 für bie des Gotteshauses von großer Bedeutung sind. Die Basilika sollte, wie man bis jetzt vermutete, vom Bischof Fortunatianus tm Jahre 347 gegründet worden fein. Durch die neuen Jnschnftenfunde ist erwiesen, daß fdjün der Bischof Theodor die Basilika im Jahre 314 erbaut hat Die Stadt Aguileja war um diese Zeit, die Zeit Konstantins des Großen, sehr bedeutend und ihre Christengemeinde schon zahlreich, wurde aber dann rasch von dem zur Kaiserresidenz erhobenen Ravenna an der gegenüberliegenden Küste der Adria überholt. , . Ä ,
— Florentiner Fresken aus dem 14. Jahrhundert entdeckt. Wie dem Cicerone aus Florenz geschrieben wird, sind nach einer völligen Restauration im Palast Taoan- zatt wertvolle Fresken aus dem Trecento aufgedeckt worden. Sie befinden sich im Brautgemach des Palastes und behandeln eine Liebesnovelle ganz int Stile und Kostüm des Boccaccio; so stellen sie auch ein wichtiges Dokument für das Florentiner Leben des 14. Jahrhunderts dar.
— Wieder ein Meisterb11 d nach Amerika verkauft Aus London wird berichtet: Peinliches Aufsehen erregt in England die nunmehr bekannt gewordene Tatsache, daß Colonel Holsord seinen berühmten Velasguez, ein Porträt des Ministers Olivares, das sich vor kurzem noch in Dorchester hau, e befand, verkauft hat. Tas prachtvolle Meisterwerk des großen spanischen Malers ist damit für England und Europa verloren, beim die Kunsthändler Tuveen, Brothers haben das Bild bereits an den bekannten amerikanischen Sammler Huntington verkauft. Ter amerikanische Liebhaber soll das Meisterwerk mit 1 600 000 Mark bezahlt haben.
— Goethes schlechtes Deutsch. Goethes Stil gilt als unerreicht, auch seine Prosa ist formvollendet, und unsere besten
»Rauchs im Saal des Kaiserpalastes von bestem Erfolge be- | gl eitet. So traten bei der Sankt Remigiuskirche mächtige Funda- 1 m inte zu Tage; die daraus hinzudeuten scheinen, daß ine Kirche I* eiaist eine viel größere Ausdehnung besaß als heute. In den ff-mdamenten befand sich ein römisck>er Steinrest mit einer Art v ilmettenmuster eingemauert. In der Basilika selbst wurde ein Arial in der Westwand festgestellt. Ferner wurde von dem von Ahausen als Kelterhaus Barbarossas bezeichneten Bau eine ge= n-cue Aufnahme hergestellt. Schließlich wurde in der Sudostecke be» Saales ein unterirdischer Gang entdeckt, denen_^auf lewch noch nicht weiter verfolgt werden konnte. Es hat fast den Erschein, als ob die von einer überkritiickstn Wissenichaft io lcichtt bin ins Reich der Fabel verwiesenen Gänge int Mittelalter docy eine sehr viel größere Rolle gespielt hätten, als man bisher an- n«hm. Gegenüber diesen Entdeckungen tritt die Bedeutung der
! E-nzelsunde, die zudem nicht sehr zahlreich sind, zurück. Bemer- kcnswert ist immerhin, daß eine große Anzahl von Bruchstücken g i ü n g 1 a s i e r t e r O f e n k a ch e 1 n mit dem Mamzer Rad etwa ai£ dem Jahre 1500 gefunden wurde. Da bie|c„ Kacheln auch im Mainz selbst außerordentlich häufig zu Tage gefordert werden, birften sie vielleicht aus dieser Stadt stammen.
— Vom Shakespeare-Nati o n a 1 - Theater. Aus brndon wird berichtet: Ter große Plan, in der britischen Haupt- sl-cdk ein Nationalt Heater erstehen zu lassen, in dem in erster Lutie bi; Werke Shakespeares verkörpert werden sollen, iw nunmehr bffr Verwirklickstrnci um einen Schritt näher gerückt. Ein anonymer Aäzen hat dem Komitee bereits 1 400 000 Mark zur Errichtung bes Shakespeare-National-Theaters zur Verfügung gestellt. 4,er Tas schuß, dem der Bürgermeister von London, der Earl von Luotton, Alfred Lyttelton und Prof. Gollanez angehören, yat jejt einen Aufruf erlassen, in dem er sich an die gesamte britische Nation wendet. 10 Millionen Mark werden als erforderlich an- wgeben, wenn das Unternehmen von vornherein auf breiter ge-
1 ir und sicherer Basis ruhen sott. „Der 300. Todestag ebafe> es fällt auf den 23. April 1916", so 'ißt es in dem Aus- „imb um, diesen Tag würdig *u begel.... wurde beschloßen, t_?n die Erhebung von 10 Millionen Mark zu gehen, damit
politische Lagesichan.
Akvderung der Postscheckorduung.
Durch eine Verfügung des Reichskanzlers vom 22. Ort. I). I. ist die Postscheckordnung vom 6. November 1908 intern geändert worden, als für R ü ckzah 1 unge n m 11 - «ls Schecks neue vereinfachende Bestimmungen getroffen M »rden sind. Bisher erfolgten die Rückzahlungen aus einem i- istscheckkonto an einen Empfänger, der kein Postscheckkonto >atte, mittels eines einfachen Schecks, der an diei Postanstalt -s Empfängers gesandt wurde, woraus dieje durch be- o'ibete Anweisung den Empfänger von dein Eingang des > ldcs benachrichtigte. Tiefes Verfahr en. ift lefet-Mw ändert worden, daß die als Karten zu fertigenden Formu- 'aice auf der Rückseite einen Raum sür Adresse und eine I hchlunqsanwcisung erhalten haben, die ein besondere. Fvr- I Har unnötig macht, zugleich erhalten die neuen Formulare äl iTd) einen Raum für Mitteilungen, der aus den bchherigen I nzlich fehlte. Dieses neue Kartenformular wird dann I m Empfänger wie jede Postanweisung zugestellt. Es ||ijicrburd) eine nicht unbedeutende Erleichterung und 's? ^rbesserung des gesamten Scheckverkehrs gewährleistet. Die
Verfügung führt im einzelnen folgendes aus:
| 3nü § 8 „Rückzahlungen mittels Schecks" erhalten die Abs. I b II folgende Fassung : I. 1) Tie Schecksormulare werden m 3 lattform oder in ^Tortenform ausgegeben. Tie Formulare wer- . i den Kvnwinhabern vom Postscheckamt in Heften von 50 - tück zum Preise von 50 Pfg. für das Heft geliefert II. Der i.chstbctrag eines Schecks wird auf 10 000 Mark festgesetzt Von ter am rechten Rande des Schecks befindlichen Zahlenreihe hat trr Aussteller vor der Ausgabe des Schecks die Zahlen, die den betrag des Sckstcks übersteigen, mit Tinte zu durchstreichen. Bei Schecks in Blattform können die Zahlen, die den Betrag des Schecks übersteigen, auch abgetrennt werden. Ist die Durchstreichung rt> er Abtrennung versehentlich unterblieben, so hängt es vom irmeffen des Postscheckamts ab, ob der Scheck einzulösen ist. ÜC8 § 8 Abs. III wird folgende Vorschrift eingestellt: III. Der ut dem Scheckformular in Kartenform befindliche Abschnitt kann iu schristlick>en Mitteilungen benutzt werden: er wird dem ZMungs- tiriyfänget ausgehändigt. Die bisherigen Abs. III bis Xll des | 8 werden mit IV bis XIII bezeichnet. Vorstehende Aenderungen treten mit dem 1. November 1909 in Kraft.
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Jlutb ein spanischer liberaler Minister gegen den Ferrer-Sturm.
Mejenigen Blätter, die für Ferrer die Entrüstungs- seaier gegen'Spanien geschürt haben, schweigen zum größten /<il hic unseren Lesern bekannte ausführliche Erklärung des sp-anischen Kriegsministers einfach tot oder sie suchen den ilaren Sachverhalt zu entstellen. So heißt es z. D. etwas lesckstimt in der „Franks. Ztg-": „Der Kriegsminister General be Lugue sott einem Gewährsmann des „Figaro" gesagt Iiibcn, Ferrer sei „zu Recht" verurteilt worden. Er >hat dazu nod) so viel widerspruchsvolle Dinge gesagt, daß man an bei Richtigkeit der ganzen Meldung zweifeln kann. Jedenfalls hat '.Herr Moret das entscheidende Wort uno er ist ?idlei(f)t anderer Meinung als der Kriegsminisrer." Was fili „widerspruchsvolle Dinge" der General gesagt haben loll, wird hübsch im Dunkeln gehalten. Aber die Ferrer- knthusiasten haben Pech: jetzt hat auch der neue liberale fpanische Minister des Auswärtigen, Perez Ca- bxllero, die Ferrerdemvnstrationen nur als „Mobili- fi erungsv^rsuch der revolutionären Parteien" bezeichnet. Es wird darüber gemeldet:
Lolidon, 28. Okt. Der Korrespondent der „Dally Mail" in Madrid hatte eine Unterredung mit dem neuen spa- nifd)en Minister des Auswärtigen Perez Caballero, über deren Verlauf er seinem Blatte telegraphiert: Der Minister erklärte, der Regierungswechsel habe keinerlei Einwirkung die auswärtige Politik Spaniens. Spanien braucht den Frieden . umbebingt, da es sich nur im Frieden gedeihlich entwickeln kann. ?,di werde daher auch meinen ganzen Einfluß aufbieten, um den ,'xieben im Rif möglichst bald l)erzustellen. In bezug auf Manila selbst wäre ich gern bereit, mit dem Sultan einen Vertrag Umschließen, in dem alle Streitfragen geregelt werden. Ich wäre iewner bereit, mit Frankreich, England und Deutschland einen Eünungsaustausch über Marokko herbeizuführen. Wir wollen nnt Marokko in dauerndem Frieden stehen. Die Ferrer-Demon- , itrrtionen im Ausland waren nach meiner Meinung nur ein Mo- lbilisationsveisuch der revolutionären Parteien der betreffenden Ltinher. Spanien und seine polittschen Verhältnisse und Be- Iftutbungcn sind im Auslande zu-wenig bekannt. Ich werde mich
rufen. , . , .
Die Bevölkerungsstatistik Frankreichs stell' für das erste Semester dieses Jahres abermals einen Heb e r- schuß der Todesfälle gegen die Geburten fest, und zwar bleibt die Geburtsziffer gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres um 12 692 Köpfe zurück, während die Todesfälle um 25 019 zugenommen haben. Die Bevölkerung hat sich in sechs Monaten um 28 203 Köpfe vermindert.
Im englischen Unterhaus wurde die Spezialberatung der Finanz bill am Freitag abend beendet. An dem
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Gesetzentwurf sind im Berichtsstadium keine wesentlichen Aenderungen vorgenommen worden. Die dritte Lesung beginnt am 2. November. _
Aus London wird aemeldet: In der Tor-Bai stien am Freitag während eines Torpedoangriffs auf das Schlachtschiff „Hannibal" das Torpedoboot „10 5" mit der „ftannibal" zusammen und erlitt schwere Beschädigungen. Tas Schlachtschiff selbst ist nur wenig beschädigt.
Aus Livadia wird gemeldet: Kaiser Nikolaus t|t am Freitag hier eingetroficn. Ter Minister des Aeußern Iswolsky ist Freitag nach Petersbura zurückgekehrt.
Ter König von Schweden berief am Freitag den Direktor des scKvedischen Arbeitgebervereins, Sydow, und den Prä identen des Landesselre;ariats, Reichstagsabgeord- neten Lindquist, und richtete an sie die dringende Aufforderung, zu versuck)en, in den noch bestehenden Arbeitskonflikten sobald wie möglich ein Uebereinkom* men zustande zu bringen. .
Der deutsche Geschäftsträger tn Tanger stattete el Gebbas, dem Vertreter Mulay Hafids, einen Bench ab und drückte den Wunsch der deutschen Regierung aus, daß die Verhandlungen über die Anleihe möglichst schnell zum Abschluß geführt werden, damit die beut- chen Gläubiger bald befriedigt werden. Das internationale Handelsiyndikat richtete an den französischen Gesandten Regnault ein Telegramm, in dem es ebenfalls den baldigen Mschluß der Anleihe fordert.
Das Zollamt in Saloniki ist angewiesen worden, die für Serbien bestimmteDynamitsendung an Bord des Dampfers „Bagdad" nicht nach Serbien durch-
iTlr. 255 Zweites Blatt 159. Jahrgang Samstag 30. Oktober 1909
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„Hüllblatt für den Kreis Slehen" -wennal K#'
fragen" erscheinen monatlich zweimal. General-Anzeiger für Dberheffcn


