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29.5.1909 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

15L-. Jahrgang

Samstag 29. Mai 1909

Die heutige Nummer umfatzt 16 Seiten.

entnahmen herongezogen. Das paßte diesen Herrschaften! ärzte, 48 Hebammen, 4 Apotheken und 2 DiSpensieranstalten; natürlich nicht, und so redete man von einer Untergrabung Schotten 7 Aerzte, 2 Veterinärärzte, 55 Hebammen und

Pfingsten

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4 Apotheken. In den 5 größeren Städten des Landes be­fanden sich 378 Aerzte; (also mehr als die Hälfte 95 in Darmstadt, 42 in Offenbach, 79 in Gießen, 121 in Mainj und 41 in WormS), 38 Zahnärzte (Darmstadt 12, Offen­bach 3, Gießen 6, Mainz 13 und Worms 4), 45 Veterinär­ärzte (Darmstadt 17, Offenbach 3, Gießen 14, Mainz 9 und Worms 2), 128 Hebammen (Darmstadt 31, Offenbach 25, Gießen 12, Mainz 37 und WormS 23), 31 Apotheken (Darmstadt 8, Offenbach 5, Gießen 4, Mainz 10 und WormS 4), und 9 DiSpensieranstalten (Darmstadt 2, Offenbach 1, Mainz 5 und Worms 1). Unter den 124 Apotheken be­fanden sich 12 Gemeinde-Apotheken, nämlich in Bad-Rau- beim 2 (Sprudel-Apotheke, errichtet 1887 und Löwen-Apotheke, errichtet 1903), Flonheim (1892), Mainz (1893), Eberstadt bei Darmstadt (1897), Undenheim (1897), Mühlheim a. M. (1898), Gonsenheim (1900), Arheilgen (1901), Weisenau (1902), Offenbach (1903), Reichenbach (1905), Mombach (1906) und Kostheim (1907), ferner je eine Krankenhaus- Apotheke in Darmstadt (1895) und WormS (1901).

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des Familiensinns und versuchte es den Bauern einzureden, als werde der ganze Kampf eigentlich nur für sie geführt. Der nackte Egoismus und Eigennutz der Konservativen ist noch nie deutlicher zutage getreten, als jetzt, und wenn nun die konservative Besitzsteuer auch den ärmsten Bauer zur Steuer heranzieht, der bei der Nachlaßsteuer frei ausge­gangen wäre, dann wird man cs endlich wohl auch in den weitesten Kreisen unseres Volkes verstehen, wievolks­freundlich" die Politik der konservativen Agrarier und des Zentrums gewesen ist.

Erfreulich ist unsere innerpolitische Lage also diesesmal am Pfingstfeste nicht. In der auswärtigen Politik ver­dient ein Vorgang besondere Beachtung, da er uns zeigt, wie es bei einigem guten Willen möglich ist, auch schwierige politische Fragen friedlich zu lösen. Es handelt sich um den Schiedsspruch über den deutsch-französischen Zwischenfall von

Bezugspreis: monatlich 75 Ps., viertel­jährlich fBtf. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alt. 2. viertel- jährl. auäschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig.

Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuille­ton und ^Vermischtes^ K. Reurath; für ^Stadt u.Land" undGerichts-

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Leute. Die Nachlaßsteuer hätte die überwiegende Mehr- -heit unserer Bauern nicht getroffen, aber den großen Grund-

Dvaußen blüht uns der Mai in prangender Schönheit und die Kirchenglocken läuten uns das liebliche Pfingstfest ein; aber in schreiendem Gegensätze zu diesem Bilde des Friedens und der Schönheit in der Natur und zu dieser Stimmung des gläubig-frommen Festes steht unsere gegen­wärtige politische Lage. Die varlamentariscl)en Arbeiten ruhen zwar für die Pfingsttage, aber in unserer inneren deutschen Politik ist die Stimmung weder festlich noch fried­lich, noch schön. Die Reichsfinanzreform, die wichtigste Auf gäbe unseres gegenwärtigen Parlaments ist noch immer um keinen Schritt werter gekommen. Die Finanzkommission IM zwar fleißig, sogar sehr fleißig gearbeitet, aber es ist keine Arbeit gewesen, die Früchte trägt.' Welchen Wert haben Kommissionsbeschlüsfe, von denen man schon im Voraus weiß, daß sie niemals Gesetz werden können? In der Kommission aber beschließt die konservativ-klerikal- polnische Mehrheit eine neue Steuer nach der anderen, obgleich Regierung und Liberale die Undurchführbarkeit dieser Beschlüsse nachweisen. Diese Mehrheit der Kommission verwirft Steuern und bringt neue Steuerentwürfe hervor, ohne auch das Plenum des Reichstages zu befragen. Wer kann es unter diesen Umständen der Minderheit der Kom­mission verdenken, wenn sie es endlich müde ist, an solchen, allen parlamentarischen Gepflogenheiten Hohn sprechenden, Beratungen noch weiter tei^zunehmen. Man versteht es. daß die Liberalen diese Farce enter Kommissionsberatuug mcht mehr mit machen wollen. Die Konservativen und das Zentrum wollen ja im Verein mit den Polen die Reichs- ftnanzreform allein machen; tnögen sie denn aber auch vor dem Landes die- alleinige Verantwortung tragen für diese Karikatur einer Finanz-reform, die alle Lasten den Miuderoegüterten aufbürdet. Es wäre wahrscheinlich nich; so weit gekommen, wenn die Regierung etwas mehr Ruck- grat gezeigt hätte; aber dieses ewige Zurückweichen bc< "Reichskanzlers und des Rcichsschatzsekretärs vor den Wün­schen der konservativ-klerikalen neuen Reichstagsmehrhei. -hat deren Position immer mehr gestärkt. Die Kommission ist freilich noch nicht das Plenum, und wahrscheinlich will Aulow erst das Fiasko der konservativ-klerikalen Reichs- frnanzreform im Plenum des Reichstags abwarten, ehe er zum Aeußersten schreitet. Das mag in einem.gewissen Sinne taktisch recht wirksam sein, aber so weit, wie es> jetzt gekommen ist, wäre es wohl gar nicht erst gekommen, wenn der Reichskanzler, wie gesagt, energischer an seiner eonditio sine qua non festgehalten hätte. Im Lande ist das Mißtrauen gegen die Taktik der Regierung wach ge­worden, und wer dann bei einem entscheidenden Schritte,

Heeaftion, Expedition und Druckerei- Lchuistrahe 7. B-ck.

ettoa bei der Reichstagsauflösung, den Hauptvorteil hätte, braucht nicht erst gesagt zu werden. Es kann aber onch anders kommen. Es kann sein, daß Bülow gar nicht ernstlich daran denkt, es mit seinen konservativen Freun­den zu verderben. Und was dann? Daß der liberale Mock dann zur Untätigkeit verurteilt wäre, ist gewißlich unsere geringste Sorge. Die Reichsfinanzreform ist keine Mockfrage. Schlimm ist es nur, daß wir durch die Reichsfinanzreform der Konservativen und des Zentrums zwar zu einer schweren ßieuerlichen Belastung der großen Schichten unseres Volkes Kommen, aber nicht zu der notwendigen Sanierung der Neichsfinanzen.

Wie im Reiche so haben es die Konservativen jetzt «uch in Preußen verstanden, ihre egoistischen Interessen zu wahren und ihren eigensten Willen durchzusetzen. Man äesteuert die Fahrräder, das Verkehrsmittel der weniger bemittelten Bevölkeruirgsschichten und man lehnt gleich­artig die Besteuerung der Reitpferde ab, deren sich doch nur die Bemittelten bedienen können. Ebenso ermäßigt man die Jagdkartenstempelsteuer. Man macht ein Stempel- gesetz und belastet selbst den tleinsten Kapitalisten, der seine xwingen Ersparnisse in Wertpapieren angelegt hat, aber Dan lehnt gleichzeitig die Erhöhung des Stempels für die Fideikommisse der großen Herren ab. Man erhöht den Stempel der städtischen Mietsverträge um das Zehnfache, j) enkt aber gar nicht daran, dasselbe auch bei den Pacht­verträgen über Güter und Wälder zu tun. Man läßt die . irie reichen Schnapsbrenner ihre Liebesgaben unverkürzt n^iter beziehen, will aber den Arbeitern die billigen Eisen- b«hnckbonnementskarte entziehen, und wagt es dann noch zu. behaupten, daß die 4. und 3. Eisenbahnklasse für den ge­meinen Mairn zu luxuriös eingerichtet sei. Es ist in allem etn ähnliches Verhalten, wie bei der yrachlaßsteuer. Die konservativen wollen den Besitz besteuern, aber nicht den Besitz der Großgrundbesitzer, sondern den der kleinen

Au» Stadt rind Land.

Gießen, 29. Mai 1909.

Aerzte, Hebammen und Apotheken.

Im Großherzogtum Hessen gab es am 1. Januar bezw. 31. Juli 1908 747 Aerzte (gegen 628 im Jahre 1898, 393 im Jahre 1887 und 345 im Jahre 1876), 48 Zahn­ärzte (gegen 25 im Jahre 1898, 8 im Jahre 1887 und 14 im Jahre 1876), 111 Veierinärärzte (gegen 88 im Jahre 1898 und je 63 im Jahre 1887 und 1876), 1182 Heb­ammen (gegen 1248 im Jahre 1898, 1232 im Jahre 1887 und 1156 iin Jahre 1876), 124 Apotheken (gegen 116 im Jahre 1898, 108 int Jahre 1887 und 107 im Jahre 1876) 17 Dispensieranstalten (gegen 13 int Jahre 1898, 6 im Jahre 1887 und 9 im Jahre 1876). Von den einzelnen Provinzen hatten: Starkenburg 290 Aerzte, 16 Zahnärzte, 43 Veterinärärzte, 437 Hebammen, 51 Apotheken und 6 DiSpensieranstalten; Oberhessen 210 Aerzte, 14 Zahn- ärzte, 38 Veterinärzte, 445 Hebammen, 37 Apotheken nnd 5 DiSpensieranstalten; Rheinhessen 247 Aerzte, 18 Zahnärzte, 30 Veierinärärzte, 300 Hebammen, 36 Apotheken und

üsablanca. Die Lage war sehr ernst. Ein Krieg mit Frankreich stand aus des Messers Schneide und er wurde nur durch beiderseitige Nachgiebigkeit noch rechtzeitig glück­lich vermieden. Man mag es bemängeln und bedauern, daß das Haager Schiedsgericht Deutschland nicht das Recht cingeräumt hat, für seine in der französischen Fremden­legion dienenden Landeskinder einzutreten, aber man muß es doch auch billig anerkennen, daß öas Schiedsgericht cs verstauben hat, die Schaffung eines Gegensatzes von Sieger und Besiegten zu vermeiden. Frankreich und Deutschland sprechen sich gegenseitig das Bedauern über den Zwischen fall in Casablanca aus, und damit tzst diese Angelegenheit -vledigt.

In Frankreich sind inzwischen mancherlei andere Sorgen und Nöte zutage getreten. Der Poststreik hat zwar mit einer Niederlage der streikenden Postbeamten geendet, aber die Streiklust weiter Arbeiter kreise und die Geneigt­heit zu einem Generalstreik dauert fort. Der Streik der Seeleute in Marseille hat deit französischen Seeverkehr schon ziemlich lahm gelegt. Meutereien int Heere zeigen, wie wenig Autorität die heutigen Machthaber in Frankreich haben. Mißstände in der Marine und Mißstände bei der Vergebung von Aemtern lehren, daß in unserer Nachbar- Republik gegenwärtig keineswegs alles aufs beste be- tellt ist.

Auch auf dem Balkan ist es noch immer nicht so, wie cs sein sollte. In einzelnen Teilen des Türkenreiches, in Syrien, in Albanien und neuerdings auch in Aegypten gährt es weiter fort und ftreta macht neue Anstrengungen, die Türkenherrschaft abzuschütteln. Sluch das Verhältnis der Türkei zu Bulgarien hat sich neuerdings wieder ver- chlimmert. Die politische Lage bietet alles in allem weder bet uns im Deutschen Reiche noch int Auslande ein frohes Bild. Pfingstlich-festlich sieht es diesesmal in der Welt nicht aus. Wer Pfingsten, das liebliche Fest der Maien, roh begehen will, muß sich für diesesmal von der Politik abwenden, alle politischen Fragen beiseite schieben. Möge er die Stimmen einer anderen, friedlicheren und schöneren Welt in diesen Pfingsttagen auf sich wirken lassen. Unser heutiges wlitisches Getriebe ist häßlicher und unerfreulicher denn je, draußen aber blüht der Mai und lockt uns mit seiner farben-

Annohme von Anzeigen v ,

bis vormittag?1Tuijn Rotationsdruck und Verlag der Vriihl'schen Univ.'vuch- «nd Steindruckeret R. Lange.

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O Gonterskirchen, 28. Mai. Ta auf hPn q feiertaq der Vramüerungsmarkt in Schotten feint, ist, meü Geh' ö\egierungk>rat odionfelb der 50jährigen Jubiläumsfeier

prächtigen, duftigen Schönheit. Es läuten die Pfingst. glocken ihr fröhliches Pfingstfest. & a.

Nr. 124

Der Giehener Anzeiger erscheint täglich, aufet Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Siehener§amflienblätter; zweimal ivöchentl.Ureir, blatt für den Ureis Siegen (Dienstag und Freitag); zweimal monntl. Land­wirtschaftliche Zeitsrasen Fernlprech Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

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General-Anzeiger für Oberhefsen

**Steuerbefretungwährendmilitärischer Hebung en. Die übungspflichtigen Reservisten und Land- loehrteutc seien anläßlich der bevorstehenden oder bereits gemachten militärischen' Ucbungcn darauf aufmerksam ge­macht, daß für die Monate, in denen sie zur Ucbung bei der Truppe herangezooen sind, keine Steuern zu entrichten haben. Wenn auch nur ein einziger Uebungstag auf den Monat entfällt, so bleibt doch der ganze Monat fteuerfrei. Ta jedoch ohne besonderen Antrag eine Steuerbefreiung nicht eintritt, so müssen die Betreffenden unter Vorlegung oder Einsendung des Militärvasses sich bei der Gemeinde­behörde ihres Wohnortes melden und die Steuerbefreiung beantragen.

** Turnerisches. Am Sonntag tagte der Turn­ausschuß des Mittelrheinischen Turnkreises der Deutschen Turnerschaft in Laubenheim. Tic Fassung der neuen Satz­ungen wurde, endgültig geregelt. Es wurde beschlossen, c>m 22. August in Mainz ein Zusammenturnen der Setter und Leiterinnen von Frauenturnabteilungen zu veranstalten. Jit Darmstadt soll vom 28. November bis 12. Dezember d. I. "in Vorturncrausbildungskursus stattfindcn, zu dem die Teilnehmerzahl auf 24 beschränkt wird. Behufs Wahl^von Obmännern sollen Vertreter von Fecht-, Spiel- und Schwimmabteilungen der Kreisvereine am 15. August in Frankfurt zu einer Zusammenkunft berufen werden. Ai:- läßlich deS Spicherer.Bcrgturnfestcs am 1. August findet irt Saarbrücken eine Sitzung des Turnausschusses statt, um den Turnplan für die Ausarbeitung der Mufterrieqen für Kteisfestc fertig zu stellen.

** Polizeiprüfung. Polizei-Kommissar-Anwärter Wredmeyer von Gießen bestand die Schlußprüfung der Polizeischule zu Darmstadt in den einzelnen Fächern mit gut und recht gut.

** Die Hände weg von den Vogelnestern! möchte man in der jetzigen Brutzeit den vielen Neu­gierigen und Wissensdurstigen zuruscn, die es sich nicht ver­jagen können, die Vogelnester und deren Inhalt, Eier und Junge, mit den Händen zu berühren. Vielfache Beobach­tungen haben gezeigt, daß derartige Annäherungen und Berührungen die alten Vögel in den meisten Fällen für immer vom Neste verscheuchen, so daß Eier und Junge dann zugrunde gehen müssen. Nein, wer aus Mitgefühl ur die hilflose und von so vielen Gefahren bedrohte Bogel- welt etwas tun will, der schütze ein aufgefundenes Nest mit dvrntgem Reisig gegen das Raubzeug, namentlich Katzen, Wiesel und Raben. Es gewährt dem Naturfreunde eine un- cndltche Freude, seine kleinen Schützlinge unter solchem Schutze aus der Ferne aufwachsen zu sehen, auch lvenn er auf em Nähertreten und Betasten verzichten muß. Wo es sich >agegen um ein absichtliches Plündern der Vogelnester han­delt, etwa zum Zwecke des Verkaufs an die Händler, da brutae man den Täter unnachsichtlich zur Anzeige. Die Mmdeftstvase beträgt nach dem neuen Dogelschutzgesetz für dieses Vergehen 150 Mark oder 30 Tage Haft. 9

x Lauterbach, 28. Mai. Im Rechnungsjahr 1908 fainen tnr Schlachthause hier zur Schlachtung: 500 Millen 542 Kühe, 483 Ochsen, Stiere und Rinder, 528 Kälber,' 9409 Schiveine, 160 Schafe und 287 Ziegen und Lämmer Diese Zahlen beweisen, daß der Versand an Fleisch und Wurftwaren aus unserer Stadt ganz bedeutend ist.

. X Rixfeld, 26. Mai. Die Schülerzahl unserer Ge- -be L bis auf nahezu 90 gestiegen. Das vorhandene Schulgebäude entsprach schon lange nicht mehr den gostellten Anforderungen. In gemeinschaftlicher Sitzung mit dem Schulvorstand beschloß gestern der Gemeinderat mit dem neuen Schuljahre in 1910 die Errichtung einer zweiten Lehr er stelle. Ferner wurde die Erbauung eines neuen Schult) auses mit Lehrcrwohnungen beschlosseil

cP Ober-^Mörlen, 28. Mai. Der Gau Hessen des ^urnkreifesMittelrbein" unternimmt am 13. Juni nach unsrem Orte seine diesjährige Gauturnfahrt Vor- berettungen zu einem gastlichen Empfang der Turner wer- den fetzt fchon. getroffen. Das mit der Gaufahrt ver­bundene vEstumllche Wetturnen ist ein Fünfkampf, ftabhoch. Klimmen, Kugelstoßen (10 Kilogramm) Dreisprung unb eine Freiübung erweckt. Der hiesige, noch junge, aber sehr rührige und tatkräftige Turnvereui feiert äuglctcf) da- Fest der Fahnenweihe. Turn- und Festplatz Straße^\u*lieget?1 an bie nac^ Ziegenberg führende

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6 Dispensieransialten. Von den oberhesslschcn Kreisen halten: Gießen 96 Aerzte, 6 Zahnärzte, 18 Veterinärzte, 101 Heb­ammen, 10 Apotheken und 1 Dispensieranstalt; Alsfeld 11 Aerzte, 1 Zahnarzt, 4 Veterinärärzte, 70 Hebammen, 4 Apotheken und 1 Dispensieranstalt; Büdingen 14 Aerzte, 1 Zahnarzt, 4 Vetecinärärzte, 74 Hebammen und 5 Apo­theken; Friedberg 73 Aerzte (davon 56 in Vad-Rauheim), 6 Zahnärzte, 7 Veteriirärärzte, 97 Hebammen, 10 Apotheken bescher entsprechend seiner Leistungsfähigkeit zu deu Reichs-! und 1 Dispensieranstalt; Lauterbach 9 Aerzte, 3 Vetennär-