Ausgabe 
30.10.1909 Erstes Blatt
 
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von griechischer Seile erfolgten, offiziell erklärt, day der Anregung der Turfd roemt der Regelung der kretrscnen -ragen bcz^alich der <tienbanntrie-£fmiere, des Qbergerich- les und der Brrermarken nichr stattgegeven wird

Konstantinopel, 29. £ft Der Munster pt» Leutzern sandte ein Zirkular telegram man alle t ü r - kischen Botschafter, bornü diese bei den £froF,mad>len wegen der Zulassung eims riir kis chen Stat ion»* schiffes in den kretischen (Yewässern die not- wendigen Schritte unternehmen__________

Die heifische -emeindesteuerreform.

R. B Darmstadt, 29. Cft.

Ter Finanzausschuß setzte in seiner heutigen ge* meinschaftlichen Sitzung mit der Regierung, vertreten durch die Herten Finanzminnter lynauth, Minister des Innern Braun, (Yeh. Rot Best und Lberiinanzral Knell, die Beratung über die Gemeinde st euerre form fort. Zuerst erstattete 'Aba. M olthan als Ausschußreferent ein­gehenden Bericht über die Beratungen und Beschlüße des gestern in tvtainz versammelt gewesenen Handelskammer­tages. Minister Gnauth hält es vom Handelskammet- tag für bedenklich, wenn die Zuschläge der Steuer von den Ertragen über 5 Pro.z. nicht allein solchen Betrieben, die einen Ertrag von 1300 Mk. haben, sondern allen Be­trieben auferlegt würden; das sei unsozial. lArt 10 der Regierungsvorlage bestimmt, daß bei Betrieben mit einem Ertrag von weniger als 1300 Mk. ein Zuschlag über 5 Prvz. des rauhen Wertes nicht erhoben werden ioIL,

Ter Ausschuß ging darauf zur Beratung der Kapital- steuer im Gesetzentwurf über (Art. 3812. Es wird darin bestimmt, daß das Kapitalvermögen nur zur Hälfte bei Bemessung der Gemeindesteuer herangezogen werden soll. lPtenßcn kennt diese Heranziehung von Knvital zur Gemeindesteuer nicht.) Ausgenommen von der Steuer sollen Aktie,' und G'schäftsanleile jeder Art von Aktiengescllscbaf- ten, Geseltsä asten mit beschränkter Haftung und CycnüiH-n- schaften sein m dem Verhältnis, IN Dem diese in den Ge­meinden des Großlierzogtums zur ^Gewerbesteuer veranlag! sind. Abg Ulrich verlangt, daß der gesamte Kupitalbesitz zur Gemeindesteuer herangewgen werden solle, wogegen Abg. Tr. Osann darauf hinwies, daß cs eine große^Anzahl von Kapitalisten gebe, die sich bei der Wahl eines Domizils besonders und) der Höhe der Steuern eines Ortes richten und eS davon abhängig machen, ob sie in Hessen verbleiben oder nact) Hessen verziehen sollen. Es müsse mit diesem Umstand geredmet weroen und ztvar nicht in Rücksicht auf das Kapitat, iüiibcrn darauf, daß möglichst viele kapital­kräftige Einwohner herangezogen und in der Gemeinde steuerpflichtig werden. _

Abg. Tr. Gutfleisch stimmt den Ausführungen des Vorredners zu und weist auf (Yrund feiner Erfahrungen

I in, n ie gioß der Einfluß n u in

auf Zuzugslustige sei. Es sei in diesem Punkte im Interesse der O'rmeinden Vorsicht geboten.

Der Ausschuß läm nun in seinen Erörterungen noch­mals auf das Verbot des S ch u l d e n a b z u a s zurück. Abg. Tr. Weber gab zur Erwägung, vielleicht als Gegengewicht gegen die Heranziehung nur die Hälfte des Kapitalvermögens wenigstens eilten mäßigen Schuldenabzug zu gestatten. Finanzminister Gnauth wandte sich entschieden gegen diesen Vorschlag und führte zur Illustrierung der Folgen eines solchen Schuldenabzugs ein Beispiel aus BadMauhetm an: Wenn die Gemeinde für zwei nebeneinander liegende .Hotels an Fahrbahn, Trottoir, Kanal, Wasserleitung, wie überhaupt an öffentlichen Dingen dieselben Einrichtungen mache, soll man da bat unverschuldeten Hotelbesitzer anders behandeln als den verschuldeten, dem unverschuldeten also alle Lasten des Verschuldeten mit auferlegen, gerade für die beiden Hotels gleichmäßig .zugute kommenden Gemeinde auptienbungen? CM). Rat Best führte aus, das; auch die Nachbarstaaten Preußen und Baden für Gemeindesteuern feinen Schuldenabzug haben und wies daraus hin, daß in Hessen bei den staatltc1>en Steuern der volle Schuldenabzug gestattet fei, während in Baden nur die Hälfte abgezogen werden dürfe. Abg. Molthan legte noch dar, daß auch bisher bei ter Gemeindesteuer in Hessen ein Schuldenabzug nicht gegeben worden ici. Auch der jüngste Mainzer Han- bcfdlammcriag habe sich gegen den Sckfuldenabzug ausge sprachen. Finanzminister Gnauth inamtc zum Schluß noch dringend vor einer Aenderung der Regierungsvorlagc.

Tami wurde die Beratung abgebrod>eii; am nächsten Mittwoch soll die Beratung über die Beschlüsse des Handels­kammer tageS über die Gemeindesteuerreform stattfinden.

Die Einführung zweijähriger Budget­perioden für den Staatshaushalt beantragt Abg. Wo ad. Er wünscht Vorlage eines Gesetzentwurfes, dan statt der bestehenden einjährigen But-getperioden zweijährige eingeführt werden und dementsprechend die teil weife Erneuerung der Zweiten Ständekammer alle zwei Jahre abwechselnd nach den drei Provinzen des Landes vorgenommen wird, oder im ganzen Lande nur alle vier oder seckfs Jahre stattfindet. Der Antrag nnrb isttuptsächlich aus finanziellen Gesichtspunkten heraus begründet._________________________________________________

Kritit an bayerischen hccrMrern.

Wir haben von dcm Aufsehen erregenden Vorgehen ultra- montaner baiieriidier Blätter gegen banerische Prinzen und Go nerale 'Uhttcilung gemacht, roeil wir unS dachten, daß eine amt­liche oder halbamtliche ErNärung darauf erfolgen würde. DaS ist denn aud, tatsächlich geschel-en, nachdem in den letzten Tagen dieer wähnteK'ritika n der Manöverführungbay­er i sch er Prinzen in bayerischen Zenrrumsblättern noch weiter fortgesetzt ivorden war. So schrieb dieNeue bay­erische Lanbeszcitung", der Versuch, den (Hcneralielb- marschaN Prinzen Levoold von Bayern nrgen der groben Fehler seines llntcrfübTcr» General von der Tarnt zu emlasten, erinnere an das 18G6 erlebte Schicksal des bauenicben £beifommanb icrenbat Prinzen Karl sowie an Benedeks Versuch, durch den berühmten Nebel von Ehlmn und das Mißgeschick ferner llntersüIrrer dir eigene Niürerlaae zu beschönigen. Ter Nebel habe im Kaisermanö­ver zu Würzchurg auch geherrscht, als der rechte Flügel dos Pnn, zen Larvvld vollständig gridilaiTrii wurde. Im Ernstfälle wäre bannt die ganze Schlacht enliditebcn und der Fe indSieger gewesen. Den Schluß machte ein heftiger Angriff auf den Prinzen Lcolwlb von .'^locrn, der die Beförderung des Wenerakt Von bei Tann zum Kommandierenden Kmera! durchgesetzt und chn viel zu lange an der Stütze des brüten Korps gelassen habe.

3n der balbaintlidjcn Korrespondenz Hoffmann erfolgt nun eine Antwort:

Zn der tüngftrn 3cit haben mehrere Artikel in der ..Würz­burger neuen baverilchen Londeszertuna' die Füdrcrtaligkeit bäuerischer ökuetale und insbesondere 'ouiglicher Prinzen l*ci den letzten Kaisermanövern foiw die Stellung der Prinzen in der Armee einer äußerst abfälligen und böswilligen Kritik unterzogen Ter Verfasser der Artikel soll angeb­lich ein ehemaliger Swbsvftiz'er sein Diese Beichte Iven erlennen, daß dem Schreier em Cme.td in den null . en Zusammenhang der Ereignisse völlig abgehl. Sein Unvermögen,

sachgemäß zn urteilen, geht schon daraus hervor, dan er aus dem Umstande, daß mehrere größere Truppenoer.ande tm tauie der Manöver rritweilig außer Geiecht gesetzt worden lind, ohne nähere Kenntnis der Uratb-.n den Sdrlutz liebt bte ^ubrer die er Truppen hätten sich als unfähig errouien. Es wäre nicht der Mühe wert, von solchen Kr'.v.ken Notiz zu nehmen, wenn sic nicht, wie der Verfasser fick rühmt, rreubi? von der aus ländl chen und der dem Königshause unfreundlich gesinnten Dresse rodlet getragen und dazu ausgeschlachtet würden, das Ansehen des königlichen Hauses unb ber bayerischen Lni-iere herabzusetzen. Leider ist der Fall nicht mehr vereinzelt, dar, au solche De,se Mitglieder des königlichen Hauses unb hochge­stellte Offiziere, benen eine Abwehr gegen derartige angnnc in ber Regel nicht zu Gebote steht, zu nahe getreten wirb Deshalb muß nachbrücklich gegen dieies unoerantwettliche -trei ben Verwahrung eingelegt werben Bei der großen Bedeutung, bte die Armee für bic Allgemeinheit besitzt, in telbitvernaru lich, daß die Verhältnisse in der Armee in bet 2aa«pni;e be'prochcn werben. Tie Armee kann eine sach11che Kr 1111 recht wohl vertragen unb wird Nutzen baraud jtehen, gleichviel, woher sie kommt: auch ist es nur zu b.-grützen, wenn ehemalige Lsfiziere ihr Interdse für die Armee in matzvoller Weise durch die Presse roeüerijin bekunden und zur richtigen Orientierung der öffentlichen Meinung beitragen. Wenn aber der Teckmantel ber Anonymität, rote eS scheint, von einem ehemaligen Offizier bazu mißbraucht wirb, um aus '.che rem Hinterhalt bic gehässigsten persönlichen Angriffe gegen Glieber bcs Konigshauies unb höchstehenbe Cnijicre ju irtilcu dem, so rechtet sich dieses Gebühren bei allen Urteilsfähigen unb rechtlich T-enkenben cun selbst.______________

9. Sitzung Grvßhcrzogkichcr Handelskammer Gießen für die Hreife Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll-Auszug-

Gießen, den 19. Okwber 1909.

Anwesend sind bic Herren: Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Grünewald als zweiter stellvertretcnber Vor sitzender, Türbeck, Friedberger, Hoos, Zhring, Klingspor, Noll, Röhr, Rühl, stammlet, Wal- lach. Zurbuch und der S Y n d i k u s.

1. Aus dem Geschä ftsbe richt ist folgendes milzuteilm: a> Dem Grvßh. Kreisamt Gießen ist auf Ersuchen ein aus ührlicher Bericht über b i e berzeitige Lage bes Ar- bcits Marktes im Kreise Gieß en erstattet worben.

bj Ter Königlichen Eisenbahndircktion Frankstlrt a. M ist ber regelmäßige Halbjahrsbericht über bic Lagc bes Eijenerzbergbaues im Kammerbezirk erstattet nrorben. _ . .

c Die Prüfung des Dintcrfahrplan-Entwurfes Ü r 19 0 9/1 0 hatte oer Handelskammer Veranlajsung gegeben, der König!. Eisenbahndirektion Fraiitsurt a. M. bereits wiederholt ausgesprochene, jedoch bisher unersüllt gebliebene Wünsche von neuem zur Berücksichtigung vorzutragen. Diese Wümche, mit deren Befriedigung dringenden Bedürfnissen weiter Berkehrskreise Rechnung gelraae.l werden würde, betreffen 1. bie Einleamtg eines neuen Abcnb-EilzugeS von Kassel nach Fronkfutt a. M. im An 'chluß an bcn um9,06 bortsclbst von Bremen eintreffenben Eil- zug Nr. 6<S; 2. bic Umwandlung des von Gießen 3,15 nachmittags in" ber Richtung Frantsutt a. M. abgebniben Personenzuges Nr. 796 in einen Eilzug: 3. Herstellung von Anschlüssen bet Zuge auf ber Strecke Hungen LaubachMücke an hierin ber Richtung MncüAlsfelb- 3ulba verkehrenben Züge ber Strecke Gießen ,yulöa unb 4. Einlegung cineS neuen ZugpaareS auf ber Strecke Gießen-Fulda mit Ankunft etwa 8 Uhr vormittags in Alsfeld aus ber Rickstung Fiilda> unb mit Abgang etwa 7,30 abends m Gießen. Die Eisenbahnverwaltung hat jedoch die weitere Vcr wlgung der unter 1 und 2 yenannten Wünsckzc abgelchnt, da sic keinerlei Bedürfnis hierfür anerkannte, wahrend die unter unb 4 gestellten Anträge cuicr nochmaligen emgehenden Prüfung unterzogen ivvvbai sollen.

dl Auf ehre entsprechende Eingabe der Handelskammer hat das Grvßh. Ärnisternirn der Finanzen, 'JCbtcilung für Steuer, wesen, bic Großh. Hauptstenerämtet angewiesen, für Zoll unb T a b a F ft e u e r F r c b i t neben ben bisher üblichen Arten der Sülzerstcllu-i'g auch bic Verpfändung unter amtlichen Mit ocrsckluß gestellter ^htabakoorralc als Sicherheit anzuuehmen

e) Die Handelskammer hatte bet dem Kaiserl. Telegraphen amt Gießen angeregt, daß ber auf bem hiesigen Balm ho je auf gestellte Fernsptcck^fflutomat in einer schallbiclsten Zelle unter gebracht wirb, ber ben als sehr störend empfundenen Außen la em fernhält. Die Telegiavheuverwaltimg will aber biefer Anreoimg nur bann näher treten, wetm bic Jntercsfenten bie 250 Matt tc tragenbm zlosten übernehmen. Diese Fotberung hat die Handels rammet nicht als berechtigt anerkennen können, da an dieser Ver kel'rsenrrichtung nicht ein bestimmter Personenkreis, sondern die ANgemeinl)eit ein Interesse hat. Von einer weiteten Verfolgung der Angelegenlieit ifU da zur Zeit völlig aussichtslos, abgesehen worden.

f) Verschiedenen Behötchen wurden Gutachten erstattet bezw. Sachverständige benannt.

2 Gesetzentwurf über bic Gemeinbeumlagen Der Syndikus berichtet über die am 11. Oktober in Main; stattgeHable Vertreter-Konferenz der hessischen HanbelSkammern, an n'elcher seitens ber Großh. Regierung Geheimerat Tr. Becker unb Geheimerat Dr. Best unb seilens ber Landstände bet Berichterstatter ber Zweiten Kammer, Herr Landta-isabgcorbneter Molthan teilgenommen haben. Tic Kvnferen; btfd'äiligtc sich in der Hauptsakl>e mit Anikcl 10 des Gesel;entwurßs, ber für bie Handelskammern in der vorliegenben Fassung nicht annehmbar in Zur Beseitigung ber er! o benot ikbenfen, ivelclre bar in gipfeln, daß durch die vorgesehene Erteilung von Zuschlägen bei einem Ertrag des 0kiperbcbctriebe4 von mehr als 5 Prozent des wahren bienenden gesamten 8

Zuschläge auch für bie Fälle normaler bczw mäßiget Rentabilit it zur Reget gemacht ivcrb-.m, nnirben zweclentsptechenbe Von gemacht Außetbem nahm bie Konferenz zu 2 Anträgen Stellung, rod die von jenen der Landwirtschaft zu dem Küpittl ..(-runcz steuer" gesteNt worben sinb.

3. Wahl ber Hanbelsrichter.

Mit Ende dieses Jahres läuft bic AmtSbauer ber seitherigen Hanbelsrichter ab. Tic Kammer nahm daher die erforderlichen Noovahlen für die Jahre 19101912 vor unb wirb die Ge mailten dem Herrn Präsidenten beS Großh. Sanbgerid Provinz Ober Hessen sür bas Amt eines Handelsrichters bezw ErgänzungSrichters in Vorschlag bringen.

4. Wahl ber Vertreter im Be-irk-eifenbahn- r at Fr an kfurt a. M.

Mit Enbe bieses Zahres läuft bie AmtSbauer ber Vertreter im Bezirks senbabnrat Frankfurt .-

ES würben ^einstimmig wiedergewählt als Vettreler Herr Kom­merzienrat S. Heichelheim unb als Stellvertreter Herr Fabrikant A. filinmtor.

5. Eingänge.

1. ES ist eine bekannte Tatsache, baß em großer Teil bet Unregelmäßigkeiten t m Stü ckgutverkebt auf eine unsachgemäße iVifttdung der Güter durch bic Ver senber utrüdAuiidnen ist. Tic Eiioibahnvenvaltun.-n legen dauer in ihrem Bestreben, die llnrrgclm if, \

leiten auf ein möglichst geringes Maß berat;ubrü f n,

ne ^ zeticlimg der 2v.icLv.it r

"BeNebe^ uno Anhangezcnel nach ganz bestimmten Mu-ier drucken, welche zu niedrig bemessenen Preisen an den Gut erschall em iu Laben find Aus Wunsch werten bie .Zettel und Andänur auch mit jvtrmenbnuf geliefert, wenn ber Bene aber nicht vorzteht, sich die Zettel in gleicher 'Änorbnuut von einer Privaldrucker.: ber

und in gfndxr Trrttbrung alle erforderlichen Angaben enthält.

bebeutenbe Vor-ug/ Tie Handelskammer weist baber cn 2teile alle Fnrereffenrcn Lustruck.'ch auf die Zwecknläßigkei: eu-. r möglichst allgemeinen Znc ü rauch na I-me von vor gedruckt« kl.- .-etr ln nad ci endahnfeitigem Muster hin

2 Es hei uv. io teilt ber Präfibent bes Kaiser!, statbnschg Amtes ber Handc.skammer mit, hermtsgesteltt, baß bie u n tt6 11 q e n statistischen Angaben zum nicke geringen T - au- ungenauer ober unzutresienber Aus ülluu i ber Jh melbepav.ere durch die War niw iKiibcr ober <>

länger berulen. Bet ber großen Bedeutung, ber Statistik für bie Handel- un> Zollpolitik des :KndNE io wie tüt ? e ErkennMis ber n ir'scöaTtl.chen Entwickelung j «>mmt. dürfte es im Zmercisc aller am Erwerb» unb Winsch« leben bctnligten Kreise liegen, baß eine möglichst zuverlässig I imranbrreie Statistik rnstanbe kommt. Tas ist aber nur zu c honen, wenn der Aiisiertigung ber statistischen Anmeldevap.rrk die nötige Sorgfalt gertnbmcl wirb. Tic Handelskammer richte: daher an bie beteiligten Kreise bie bringende Bitte, für m zuverlässige imd .genaue Aus'ertigung ber zur Autstellung d fratiftiid^n Nachwc.'ungen bienenden Anmeldungen bemüht z, fern. Zn zweiidda'tcn Fällen werden die oiitänbigen Zollneller ;ur Belehrung und Auskunfterteilung bereit fein. Tie Handeitz kämm er weist ferner darauf hin, daß die TranSovNanstaUen ir» d-.-nrn nach z 6 deS Gesetzes vom 7. Februar 1906, betref-rtj I bic Statistik bes Sareutn-rfcbr5 mit dem AuSlanbe, die pflidtung zu einer Nachprüfung der pom_ Versender enlgegen#» I irommenen Anmeld vapiere obliegt, burdj Erlaß des Herrn Reichtz I lanzlers angerviesen worden find, künftighin ö'ters non der Bc> I fugni» Gebraud, zu machen. Sendungen, über roddx- ungmoue ole im;uläng(id) austzefertigte Anmelbcpaviere vorgelegt nxrben, zur voeschTlstsmäßigen Anmeldung vom weiteren TranSvott :uscüließen Insbesondere sind die Versandstat?nen ber Ey» vahnverroaltungen gehalten, bie bei ihnen mit ben Frachtpapiere zur Abgabe kommenden statistischeri Anmddescheinc genau u- vornehmlich babin zu prüfen, ob bie Waren nach Maßgabe m. bem Wortlaute bes statistischen DarenverzeichnisseS und dem bet herausgeqebenen alphabetischen Verzeichnis richtig beilariert ia)

3. Am 1. September ds. J-. sind bie neuen Ve- stimmungen über Beschaffungen unb £ itfe rungen für bic Schutzgebiete in Kraft e treten Ferner sind der Hanbclslammer von unterrichteter cn. ^.'Mitteilungen ugegangen über bic ivirtitbafllidTC Entwickelung S ;al lunqen unb Sttmpclic.

Rußland und über zweifelhafte Firmen in Argentinien irisch lanb, Serbien, Spanien, Asiatische Türkei unb Bereinigte staar von Amerika , __

Jnteresienten erfahren Näheres hierüber auf bem Sekftart ber HanddSkammer. J,

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2lrrs Stadt und CnnS.

Gießen, 30. Oktober 1909,

Die Oeffentlichkeit bei den Gemeindetatsntznugev erstrebt eine B o r st c l l u n g des BerbandeS Hessisärer - nerocreinc, an bic 2. Kamnier. Nack» ber Begründung, die der Vorstellung beigegeben ist, ist in dein gegennärlig bea Landtag vorliegeitden Entwurf der Landgeincindcvrduuk- in An -sick't ßcuomnicii, den Art. 43 des bestehenden O-esehL der bFc NichtöffentlickTleit der ( mein \ rat Sil u-isien l* stimmt, bzw die Einführung der Oeffenllichkeü dem tk» meinderat überläßt, unbciarbcrt in bas neue Gesetz ;i übernehmen. Ter Berbaitd Hessilchcr Bürget vereine p in seiner Hauptversamm 1 u-rg bic Ansicht betätigt, daß t gesetzliche Festlegung bet Oe'Sittlichkeit in den emeivt rats°Sitzungen ein dringende:- Bedürfnis gewvrdn ist. U gesehen von der mrglcichmäßigen Behandlung zwischen b Bürgern von Stadt unb Land bzw. der Orte, die die ft führung ber Oefsentlichkeit bereit-3 bestimmt haben, tour hauptsächlich darauf hingerviesen, daß bei der uM: | raschen Entwickelung der einzelnen Gemeinden und öe V*- I mit verbundenen hoben Lasten cs reckst und billig fei, hrtr I ben Bürgern unb Steuerzahlern auch Einblick in bic 6 I rattmgen ber die Mlgcmeinl-'cit betreffenden Punkte gegclcj würde. Tas v^'fetz erkennt ja durch die Bestimmung, wo« I bic Einführnt^f der Oefjenllichkeit durch Beschluß des G-»I meinberats einer O^emcinbc möglich ist, ohne weitere.-a.I baß durch die 6Hbranchmachting von diesem Rechte (i I Sck ädigung der betr. Verwaltungen nicht eir.triit: Hll würde selbstverständlich auch für bic Gemeinden, d'. s I der Einführung verschließen, der Fall jein. Wie iderti es in manchen Gemeinden hält, bie Oefscnttichteit her» »1 zuführen, ixwon wurden verschiedene Fälle bdannt gegvi><« und dieses wird wohl, wenn bie Gesetzgebung nid t <;| anderes bestimmen sollte, auch für die Folge so bleibttl Tie Ansicht, daß mit der Einführung ber OesjentUcbk« große Kosten verknüpft seien, wird nicht allgemein ßcitul dürfte icdoch auch im Bejahnnasfallc keinen Grund t-| die Nichteinfübrung bilden, da die Gleick)verechtigmig L:| Bürger nicht nur im Staate, sondern auch in den munen rechtlich gefordert tverden kann.

** Tageskale «der. Stadtl Heater: Sonntag al < I 8 Uhr: ,T i e fremde Fra ue.

Sl o n a e r t v c r e i n. Sonntag nachmittag 5 Uhr im St» I cheater: Enter Ordrefterabenö.

Roloifeiim: Täglich Porstellung.

Rincma tograp b: Täglich Vorstellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

Hatierpanorama: Samstag Eröffnung der WtM*I spielzeit: Reife ooin Rhein m die Vogcien.

Lehrerperfonalien. Ernannt wurde proviforiiche Lehrerin an ber Diktoriafchule zu Darn. Helene Rohbc zur Lehrerin an biefer Schule unter tf laffung in ber Kategorie ber Volksschullehrennnen. 6--'

lebigt sinb die mit einem kalh. Lehrer zu besehende Lehrt» stelle an bet Gemeinbeschule zu Hetschbach; bte mit ctvr euang. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an er Gemciidf schule zu Zahmen. Mit ber Stelle ist Lektordienst Kf banden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bctml- werden.

Reformationsfest. Morgen feiern die f» gehörigen der evangelischen Kirche das RefonnationSfest p' GedüchtniS an ben Ton, an bem Luther durch den Ansäür der 95 Thesen an ber Schloßkirche zu Wittenberg ben An * zu jener weltgeschichllichen Bewegung gab, die eine neue 3' cmleitete.

* Freidenker - Vereinigung. Am DonneMß abend fand un Hotel Einhorn die Generalversaiumlunq V- In ihr wurde u. a. daS Programm für ben fomtncil* Winter festgesetzt. Es sollen neben einer Reihe BorlefuWW :n ben Mitgliedet-Verfammlungen wieder eine Anzahl ltchcr Vorträge slattfinden. Der erste ist für den 11. Novell a!S Schillcrseier in Aussicht genommen.

* * Ter Sänget vorn Rhein. Der von früher hier noch in bester Erinnerung, namentlich auch in studentiE«» Kreisen, stehende ,Sänger vom Rhein^ veranstaltet nwis|| abend ein Konzert im Hotel Schütz.

- Tic Anlagemufik fällt am Sonntag, 31. dS. TH8., aus.

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