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27.11.1909 Erstes Blatt
 
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Alfred Körte.

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Kunst-Ausstellung des hessischen Brunft-Vereins im Turmbaus am Braud, geöffnet von 11 bis 4 Uhr.

beutfü en Bühne oerholjen Haden.

9JtU trorjügiiuCT i^^cha^stung crgevenft

eise. Aus dem Vogel?: kommen Nachrichten fite oirte haben durch die Ä billigen Gerslenpreise ih: i. gerichtet, zumal die Li:

: gehen. Händler unb'-j > schlachtreife, vollfleW- rd gezahlt für daSMLrt »rläufig sind die SluSw mit einer weiteren PE >t werden muß, fücWJ Es heißt vor allem bei Iffl

Lämttichc Ladcugcschäfte sind von 11 Uhr vorm. bis 7 Uhr abends geöffnet. In zahlreichen Etablissements Konzerte und Darbietungen verschiedener Art

Alle AciMsialluiW hhü ^cnsiüiirihgfütfii fni mit Der neu tlHeten liettiiidjen Strßßcuöü^ü iechr zu crrci^iu

Museum des Lberhessischeu Geschichtsvereins im Altcu Schloß, geöffnet von 11 bis 4 Uhr.

Amtlicher wetterderichl.

Oeffenlliche Wetterdienststelle Gießen.

Weileiausuchlcn in feiten am -Sonntag den 28. November 1909: Müde, trüb, geringer Stegen, Südweiuvind.

Wascht mit Schwan

3 große Promenaden-Konzerte ausaefüürt von der ganzen Kapelle des Großh. Heff. Jnf.-Reyt. lKaifer Wilhelm) Jir. 116 unter Leitung des Herrn ^bermum- meifters W. Löver.

i/. 1*2 bis V, 1 Uhr in der Blockstraße. I bis 2 Uhr in der Wcstanlagc «zwischen Letterstor und Bahnhofstrayei.

_>>/. bcS 3V- Uhr am Liuvcnvlatz.

Grigrual-DrahtmclSungen.

Friedrichshafen, 27. Nov. Tie Ball o'n Halle bei Manzell, die an einen Privaten Der tauft wurde, ist heute oormutag durch einen Dampfer nach dem Unterfee abgefchleppt worden.

Petersburg, 27. Noo. Die Petersburger Leie-- grophen-Ageniur dementiert die Nachricht, daß die Regie­rung eine Konversion der f ü n f p r o 5. 'Anleihe von lJOo beabsichtige.

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teiliglen Darsteller, aufs schärfste, Protest und Unterschriften der Darsteller liegen bei. v

Zum Beweis, daß Aufführung tote Vorbereitung deserntetet gerichtet auf recht tonuKtcnlc Beurteiler einen sehr vorteilhaften Eindruck gemacht haben, führe ich an: .

1 Die zu gleicher Stunde mit der Kritik desGietzcner An- zeigers" an bevorzugter Stelle derFrankfurter Zeitung" Nr. 327 Abendblatt vom Donnerstag den 25. November) erschienene aus sürlickc Be'prechung: "

Eine Menander-Uraufführung nt Gieren."

Es beißt dort u. a.Die Aufführung unter Direktor Stein- göttersRegie bot sehr viel Gutes, alle Darsteller hatten sichihrcr Ausgabe nt ltgroßcrLiebeangenomme n".

2 Folgende liebenswürdige Zuschrift, die mir vom Uebcr- seyer de-Schiedsgerichtes", Herrn Universitätsprosessor Alfred Körte, mit der ausdrücklichen Erlaubnis zu jedem geeignet er­scheinenden Gebrauch gestern zugegangen ist:

Gießen, den 26. 11. 09. Sehr geehrter Herr Direktor!

Die Vorwürfe, rodd« der Kritiker des Gießener Anzeigers in seiner Bespredzung der Menander-Ausführung gegen und die rnttwir lenden Künstler erhebt, mad^rn es m.r zum Bedürfnis. Ihnen und Ihrem Küstlern zu oerfidyern, daß ich dem verrn Rezensenten ganz und gar nicht beipslichte. Bei zahlreichen Proben hatte ich ja die beste Gelegenheit, »u sehen, md welchem Eifer und mst roeldjcr Freudigkeit alle Beteiligten trotz der starken Belastung burd) die vielen Tell-Aufsül)rungcn ihre neuen Aus­gaben ergriffen. Die Art, in der die Darsteller ihre Rollen auf- saßt.n, entsprach ducchnwg meiner eigenen Auslassung des Stüde5. Letten wirllich Ihre Künsllermit den Leuten Zivilen ^nichts anfangen können" und sichauf ein ganz unzulängliches Sv.el" bcfcijidnit, so wäre der auch nach Angaoe des Ferrit Rezensenten ganz außerodentlicl-e Erfolg" sicherlich nicht erziell worden. Ich Lin im Gegenteil der Ansicht, daß der große und unbestrittene Erfolg des Stückes in erster Linie der sorg, amen Einstudierung und Doiti:efilia;eu Darstellung zu danken in.

Jd> darf es nicht nur als meine persönliche Meinung, sondern als die vieler urteilsfähiger NLönner aussprcchen, daß die von oem KritiLr so sehr alter lannte Darstellung des Tartu sie, nicht m.t größerer, sondern mit geringerer Liede herausgearbeitet war, als die des Sclnedsgerichts.

Gestasten Sie, dag ich Ihnen und Ihren Künstlern noch einmal von Herzen danke, datz Sie dem nun seit 2000 Jahren vermummten Diaster zu einer so glücllichen Wiederbelebung auf

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He rman n Steingötter,

Direktor der Der einigten Stadllhea'er Gießen^Marburg, des Grvßherzoglid-en Äuit »rate s Bad-Nauheim und des llmrser Kurtheaters.

Turin 1992: . . . Gold. Medaille St. Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille

Unsere Elektrische läuft nun gerade acht Tage und fn nach und nach stellen sich die Nkangel heraus, bic bewußt ober unbewußt bei der Anlage gemacht worden sind. Was am meisten die Kritik des Publikums herausfordert, ist die Anlage resp. die Verteilung der Haltestellen. Meines Erachtens ist diese Verteilung nid)t inrrner int Interesse des Verkehrs aus­gefallen. Nehmen wir als Beifviel einmal die grüne Linie, io fahren die Wagen vvm Mark gleichzeitig mit denen der roten Linie ab und tunnnen auch gleichzeitig auf dem Bahnhof an. Die rote Linie passiert hierbei fünf Lxlltestcllcn (Kreuz, Löwen aasse, Selterstor, Liebigstraßc und Anatomie, während die grüne Linie nur dreimal hält (bei Möhl, Ülohr und Auadomie. Die fpärlidic Verteilung der Haltestellen auf letzterer Strecke fällt ohne weiteres aui. Meines Erachtens hätte die grüne Linie nu halten bei Möhl, dann in der '.'labe der Sd^anzenstraße, etn-a bei dem Solmser £x>i, bann bei Lwtel Sckmtz (nickst bei Ztöhr Die Kreuzung, die jetzt bei Röhr liegt, mußte unbedingt bei Schütz liegen, event. auch auf der anderen Seite bei Grünewald. Es lllmme.: hierbei in Betracht die zwei Öotels Großherzog und Sclchtz und die W<st>Anlage. Jedenfalls sollte die »alteftelic nwglidjfl nahe der Srcaßentreuzung liegen, damit Publikum und Wagenführer den her mtonnnenücn Wagen schon von iernc selten. DaS ist immer em Borted für den Straßenbahnbetrieb. Die Einfügung einer vielen Haltestelle auf der grünen Linie muß unbed.ngt erfolgen, denn die Strecke von Mohl bis zur West' Anlage ist viel zu lang. Die Anpassung dieser vallestelle m den Verkehr würde kein Hindernis bilden, denn der zur Bahn fahrende Wagen muß ohnehin bei 9Lh)c immer 12 iülmuten auf den von der Bahn Lmmenbcn warten.

Weiter fällt m.: auf, oag unsere Straßenbahn nicht dw Trace der alten Omnibuslinje einhält. Ties ist doch der natürlichste und den Verkehr am gleichmäßigsten verteilende Weg. Es ist leickü einzusehen, daß der Zeu die wte Linie nberlaster wird. Man sollle einen solchen Elster einfehen und schnellstens umündern, ehe er fick einleist. Die Einrichtung der Babu laßt die Inhru.'.g der Linien wie jie früher bestanden ohne weiteres zu._____________________

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1 ..SMie^en md-lqß M dem Ä ' d°M de» angifc:.] 9tin gegeben

^ b-Mluhe» ilmü-I z» ih,ä1 wig mit 'Jetjonen 4^1 Kiuderlühniung erb | d« es de» 8»,^ U lauer bekannte Änfteckir- verschleppt wird. ? Ilfd)aft. Gestern abeü der OmnibusWci

turn. Af die Anteile? oz- fallen. Der Vorsilws 'unewald, dankte treue Dienste und nahm >. g und Anerkennung in'Zr-I hmen süner Z.ü ges^s-1 tt gedient zu haben. Teil! nten und bequemen fleld irnel, die leptere werde jJ res Gemeimesens von rA nicht nur den Verkehr Hst Sandel betragen, fonbem jenbahn ein ganz anbm 'j-ember findet die Versieg >entars unserer Lmnib^

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Eingesandt.

Wir erhalten folgende Zuschrift, der wir Raum geben, well -ir der Ansicht sind, daß eine Kritik unter Umständen auch eine kgenfritif Der tragen muß:

twibrrung auf bie Menauder Kritik in dir. 277 desGieß. Anz."

Die Darstellung von MenandersSchiedsgericht" am hiesigen Stadttheattr hat in der Nummer 277 desGießener Anzeigers" »ne überaus abfällige Besprechung gefunden. Mit dieser im -mzelnen mich auseinanderzusetzen, habe id) keine Veranlassung. ,:in Punkt jedoch verlangt entschieden eine Berichtigung, beziehungs- xife Zurückweisung. . . z

Es beißt dort u. a.:Alles schien in Eile zufammengeleimt, ohne Begeisterung und ohne Liebe".

Gegen die beleidigende Insinuation als hätten Regie und Dar- 'Lller bei einer Uraufführung und Festvorstollung cs i an Sorgfalt und Interesse fehlen lassen, verwahre ich mich hier- j rsit, zugleick; im Namen sämtlicher bei der Aufführung be-

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fc. Dilbel, 26. Noo. Hier spielen ein Kohlenhändler, ,n sjßfct und ein Manrcrparlier ein Viertel des LofeS v?r 125 773 der Preuß. lllassenlotterie. MiS 200 000 Mk. 'fliitbe jetzt das LoS gezogen. Jeder von dem Triumvirat 2tat 14 000 Mk. aiiSgezahlt erhalten.

R B. Darmstadt, 26. Rod. KurZ nach 5 Uhr am Don- r^tag wurde von dem Zugpersonal der Süddeutschen EiienbLlm' tihngesellschäft ein S o l d a l des 115. Znf.--Regts. auf den Gleisen in Süddeutschen blutend aufgefunden. Ter Verletzte i,a auf derselben Stelle, wo kürzlich das Automobllunglück statt- itiunben bat Er wurde sofort nach Griesheim verbracht und «rl notdürftig verbunden. Später wurde er nach Darmstadt über» ilhrt Ter Soldat gibt an, gestochen worden zu sein. Es st der Musketier Ludwig Heil aus Nei"I''enburg, er. soll in rnem hiesigen Bergnügungslokal die vergangene Nacht zugebracht laben. Beim Nachhausegehen wlll er von zwei Zivllisten und -r.nem Soldaten in den Anlagen überfallen L"j) mißhandelt worden 8 "rin. Tatsächlich wies der Verletzte eine Stichwunde auf der Infcn Seile des Gesichtes auf. Unterwegs will er auf den Schienen U ^sammengebroeben sein. Er wurde von dem Zuge erfaßt und « un der Maschine beiseite geschleudert.

I 3 Darmstadt, 26. s)Zod. Der Eisenbahnatten- jiter von Biern heim, der 26 Jahre alte Fran; Träger, lefindet sich belannllich im Provinzial-Arresthaus. Ec wurde dort f ms seinen Geisteszustand beobachtet. Tie Untersuchung lurch den ststeisarzt Medizinalrat Dr. Lehr hat ergeben, datz Dräger völlig geistesgestört ist. Er wird demnächst in eine Irren Mstalt überführt werden.

Kleine Tagcochronik.

Aus dem S ch n> a r z w a l d werden heftige Schnee-- , Kür me gemeldet. Ter Schnee liegt an manchen Stellen mcta> hoch Auch im Baulande und im iaubcetal ist völliger Winter imgetriien. Audi hier liegt ber Schnee bis zu einem Meter hoch.