Zweites Blatt
Nr. 180
Mittwoch 4. August 1909
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag?.
Zeneral-Anzeiger für Oberhesien
i>t, wird die Steigerung des Exports unvermeidlich in der Haupt-1 von Fruchtsaft verwandt werden, sind nicht unbedenklich. Erstere
ist für Fleisch und Wein verboten, scheint aber in beit geringen!
end
August:
B
sagt. Er führte aus: Wenn man jetzt die politische Lage
i wohne y" (
her der alten KM
Meteorologische Beov rchtnugen
des
Handel
Börse, 4. August, 1.15 Uhr.
do.
3%
do.
120.25
237.50
Berliner Börse, 4. August. Anfangskurse.
bei ziemlch stadem Zusatz antisepti
Canada E B.
Zchalrel werde
dem Lioa-saiz gebraucht icirb,
156,80
Lande, wie es das unsere
Elektriz. Lahmeyer .
Elektriz. Schuckert .
sollte gai-.z üU-„ tich im Somme
und deöülsizierend wirkt.
der <süipetcr, der iiamcnt-
Lie „Siebener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das .Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal vöchenll.ch. Tie „Landwirtschaftlichen seil- fragrn" erscheinen monatlich zweimal.
Darmstadter Bank .
Deutsche Bank Dortmunder-Union C. Dresdner Bank .
Tendenz; fest.
134.00
247.10
«5.05 86.50 «5.65 86.50 94.85
159. Jahrgang
des der ge- be-
KoUtöfche Tagesschau.
Un^snedenheit der konservativen Wähler, öffentlichen Versammlung hat der Vorsitzende Vereins zu Wilsnacr, Herr Liese-Haverland, Reichstagssraktion einige sehr deutliche Worte
20.70-
156.10-
129.00
zremlich mrangenehme ^teuenerschernungeit heroorgeruien.
zylsäure und Ämeisensuure, die .namentlich zur Konseroierung
187.00 94.70
99.00
175.00 184.80.
-17.20 145.50-'
189.50
157.00
204.20
99.90
99.30
95,50
««Utlsreisenden verhältnismässig leicht überfluten kann, und da si^K Snbuftrie sich günstiger Ausfuhrtarife erfreut."
Außerdem must nach Hindley Smith die enorme Ausdehnung
Weltmarktes in den letzten 25 Jahren in Betracht gezogen England mutz eben damit rechnen, daß es den Wcltnrarkr inoTwpolisieren kann, und es har sich damit abzufinden, daß Waige auch an seine Rivalen vergeben werden.
Lrvsessor Hevins hatte berechnet, daß seit den 60 er Jahren VS» Topf der Bevölkerung der Fertigwarenexport in Deutschland Npw fei um 1 £, 10 sh., in Amerika um 18 sh., 10 p. und
England um 1 £, 2 sh., 6 p. Den Schlußfolgerungen, die
fache den verbesserten Produktionsmethoden zu verdanken sein; in dem deutschen Falle jedoch liegen die Tinge ganz anders. Äter haben wir ein junges Industrieland, das, abgesehen von der großen natürlichen jährlichen Zunahme der Bevölkerung während der letzten 20 Jahre in den landwirtschaftlichen Schichten eine gewaltiges Reservoir hatte, auf das es zurückgreisen konnte. Hinzu kommt der Umstand, daß die deutschen Industrien durchaus modern sind, d. h. die Fabriken wurden zum größten Teil errichtet in den letzten 30 oder 40 Jahren, und dabei stand ihnen der gante Reichtum unserer Erfahrungen zur Verfügung. Sie werden ferner geleitet durch einen ausgezeichnet vorgebildeten! Stab von industriellen Beamten, der bereit ist, die neuesten Maschinen und die neuesten Fabrikationsmethoden zu verwenden.
Rotationsdruck und Derlaq der Brühl'schen Unioersträrs - Buch» und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
Die Marktpreise für Biel) und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotprcise am 2. August 1909.
62.—
64.05
99.50
95.80
92.30
145.20
48.40
66.00
99.30
Die
In einer konservativen konservativen
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeiger», mitgeteilt von der Bank für and Industrie, Giessen.
Konservierung o.s Fleisches vielfach neben
und eigentlich ist es nur wunderbar, daß die Ausdehnung des deutscher Exports pro Kops der Bevölkerung nur so gering ist." „Wi.," so fährt Lindley Smith fort, und hebt damit sehr tressend den wesentlichste, von dcn Schu^öllnern geflissentlich verschwiegenen Grund für den relativen Rückgang der englischen Ausfuhr hervor, — „wir haben in all diesen Jahren und besonders in den letzten 12 Jahren unsere alten Maschinen ausgepumpt, nach unseren durch die Tradition geheiligten Methode>: von ehedem gearbeitet, und das einzige, was uns noch gereitet hat, ist unser freihändlerischeS System gewesen. Wenn wir die ungünstigen Bedingungen, unter denen wir produzieren, noch dadurch verstärkten, daß wir 17 Sh. pro Tonne für unser Roheisen mehr zu zahlen hatte::, 40 Prozent mehr für unsere Ataschinen usw., 40 Prozent mehr für unsere Schiffe und 18 bis 25 Prozent mehr für die notwendigsten Lebensmittel, wo würden wir dann stehen. Sicherlich würdet: wir dann nicht ungefähr 25 Prozent mehr Waren auf dem Weltmärkte absetzen, als Deutschland und die Vereinigten Staaten zusammengenommen."
handel.
— Dia mantenreg ie des Südwestafrikanischen' Schutzgebietes, G. m. b. H., Berlin. Die Regie nahm im April ihre Tätigkeit, im Aiai den Berkaus auf. Sie hat in den seitherigen vier Vionaten 150 000 Karat empfangen und diese Steine sämtlich bis auf einen kleinen Rest, aus den mehrere in. diesen Tagen in Berlin eintressende Händler reflektieren, verkauft, mit einem Erlös von 4,20 Millionen Mark. Tie Regie über» nimmt mit den Steinen zugleich alle Zahlungsgeschäste, so der Entrichtung des .Ausfuhrzolls und nnherei: Behörden-Abgaben, bet Förderabgaben an die Kolonialgesellschaft, sowie der Gewährung der Vorschüsse und desinitiven Rettoerlöse an die ein» liefembeit Schürfer und Schürsgesellschaften.
Harpener Bergwerk Laurahütte .
Lombarden E. B, .
Nurdd. Lloyd • .
Türkenlosa . . .
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion: e^A112. Tel.-Adr.: Anze:gerG:eßen.
zert
196.00
186.40
20.60
95.00t
144,20
115.00;
126.60'
199.00
phil. SuuS
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Orchester, n Ameni
__Anfang 8 ft
Eschweiler Bergwerk . .
Gelsenkirchen Bergwerk . 186.60 Hamburg • Amerik. Paketf. 124.00! Harpener Bergwerk. . . 105,50- Laurahütte . . . • . . Nordd Lloyd.....
Obersehles. Eisen-Industrie Berliner Handclsges. . .
Darmstädter tzank . • . Deutsche Bank .... Deutsch-Asiat. Bank . . Diskontu-Kommandit . . Dresdner Bank .... Kreditaktien ..... Baltimore- und Ohie-
Eisenbahn . . . • • Gotthardbahn .... Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. Btaatsbahn . , . Prinee - Henri - Eisenbahn .
WO
äsche-Versand-
Geschäft. :: r
Frankfurter 8l/»e/e Reichsanleihe. .
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1 ^)gla:ch um 1 £, 2 sh., 6 p. Den Schlußfolgerungen, die
Preiö- J* ^-kretar der Tarifresormliga aus dem stärkeren Amvachsen
' ^1^>bn Konkurrenz zieht, geht HitGleh Smith nint kritisch
/Tl n. |H *i>e.
3°/e
3*/,% Konsols
vieren wenigs.zns schon
äRVSSS. ptllchft.
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«reif« ? istiBC Höpte toomnade W-
Deutfcfyianö und England aus dem Weltmarke.
ler Sekretär der englischen Tarifresormliga, Professor Hevins, Allerdings wieder einmal den Rachwe:s zu erbringen versucht, k«! England es seinem Festhalten am freihäiwlerischen Prinzip iIW oerbonjen habe, ntenn sein Export an fertigen Waren in den I»4ti 25 Jahren weniger stark gestiegen sei, als der Deutschlands.
3n eurer Zuschrift, die, wie uns der ^andelsvertrags- lD‘.ein mitteill, der „M anchester Guar dran" veröfscru- lät werden nun die Behauptungen und Argumentationen des W.Mnerischen Professors in einer bemerkenswert vernünftigen ta) jachoerständigen Weise zurückgewicsen. Der Schreiber, ein is. tziudley Smith, stellt zunächst fest, daß die Produktions- >|ta, die natürlich in England geringer seien als in Deutsch- W, nicht den einzigen Faktor der Konkurrenzfähigkeit eurer ^M!u>!r auf dem Weltmärkte ausniachc. „Die Arbeitslasten, die ClluLität der Arbeiter, die Intelligenz und die Energie in der 6«Mifation des Handels, die Lage der Absatzmärkte und die Lüsslichkeiten des Verkehrs mit ihnen spielen eine Rolle, und iW-l'.d) tarnt keine Ersparnis bei den Produktionskosten uns LO Engländer) in der: Stand setzen, mit Deutschland auf den iWVstTeuropäischeu Märkten zu konkurrieren, da dieses Deutsch-
in der Mitte dieser Märkte gelegen ist, sie mit Armeen von
Zur Calonsteuer.
Wir erhalten folgende Zuschrift, die auf weitere Mängel a: Talonsteuer hinweist:
Das Talon sieuergesetz läßt offen, wer die Steuer tragen I i , l. Cinc gesetzliche Feststellung des Trägers der Steuer trbc daher zu großen Mißhelligteiten und großer Ver- rnnig geführt haben. Zu entrichten hat sie jedenfalls -t Aussteller der Gewinnanteil- und Zinsbogen. Wie nun !-r Aussteller die Steuer abwälzt, wird sich allgemein nicht ; en lassen, doch kann cs als sicher gelten, daß sie abge- wird. Damit ist nun nicht gesagt, das; der Bezugs- "echtigtc dieser Gewinnanteile und Zinsbogen der Zcch- ide der Steuer zu sein braucht. Da, wo es angeht, wird ■ii die Steuer im Gewinn- und Verlustkonto der Gesellschaft ^»rechnen. In diesem Falle käme die Zuteilung der '<uer den Absichten des Gesetzgebers noch am nächsten. •i Gesellschaften, die Pfandbriefe auf Hypothekenkredit aus- ! en, wird entweder der Aktionär der Gesellschaft oder der ootl-ekenschuldner die Sreuer zu tragen haben. Ter Lionär würde also zweimal die Steuerlast haben, einmal » Aktionär der Gesellschaft auf seinem Gewinnanteilbogen, 3 auderemal im Gewinn- und Verlustkonto der Gesell- :aft für die Stempelabgabe auf die Zinsbogen der Psand- i<fe. Denn daß der Besitzer der Pfandbriefzinsbogen indt belastet werden könnte, läßt sich vorläufig schwer an- >men, wenngleich er den Absichten des Gesetzgebers nach rossen werden sollte. Auch bei den Kommunalpapieren iri) der Besitzer der Zinsbogen von der Abgabe verschont iben, da die Kommunen die auf ihre Anleihen entfallende lempelabgabe zahlen werden. Ist die Haupreinnahme- ellc der Kommune die Steuerlraft der Bevölkerung, so cd :n solchem Falle der G.'meindesteuerzahler der eigent- « Trager dieser Stempelabgabe sein.
Die Talonsteuer ist also nur in sehr beschränktem Maße :it Befttzsteuer, nur da, wo sic auf die Höhe der Gewinn- teilung der Gesellschaft einen Einfluß ausübt und der iwinn durch Gewinuanteilfchein erhoben wird; sonst ist eine Steuer auf Schulden, eine negative Einkommen- iii« mit schwacher Uebertragungsmöglichkeit. Sollte die lempelabgabe aber wirklich auf den Zinsbogeninhaber ab ätzt werden können, so wird sie eine regelrechte Ein- mensteuer, eine zweite Auflage der Steuer auf Ein ntmen aus dlapitalvermögen. Als solche ist sie im höchsten iibe ungerecht, da sie nur das Einkommen berührt, das Form von Gewinuanteilfcheinen und Zinsscheinen vom lilalvermögeu bei Gelegenheit der Talonerneuerung er- en wird. Die Einkommen aus Hypothekenfordertulgen, ii Depositen- und Spargeldern usw., die jährlich gewallige inmien aus machen und sicherer den Besch treffen als das tomincn aus Wertpapieren, bleiben völlig unbeachtet. 4--t'rin liegt die wesentliche Schwäct)e des Gesetzes. Eigen fcheint es auch nach dem Wortlaute des Gesetzes und nach i Auchm-rungsbestimmungen, daß man bet Auslands- Aitcren beinahe auf völlige Steuerfreiheit wird rechnen ..Briten. Ist es so undenkbar, daß zum Beispiel bei Erueue- Wiz von Ziusscheinbogen einer im Auslande ausgestellten 2 '!i',.'>en Anleihe diese Zinsscheinbogen von Wien aus tomtteibar an den Bezugsberechtigten int Jnlaudc zum tilgen Portofahe zugejandt werden? Durch diesen un- «.lelbaren Bezug aus dem Auslände würde die Steuer» Acht nicht eintreten. Wenn auch die Ausgabe neuer Mons, für die int regelmäßigen Laus der Beryaltnisse noch M bestimmter Anlaß vorlag, nach dem Wortlaut des Aches rechtlich vertretbar ist — aus der MchtauSgabe •»ja Talons eine Verletzung der Sorgfalt eines ordentlichen Msmanns zu instruieren, geht zu weit —, so ist doch • Dfc VON so vielen Gesellschaften geübte Verfahren nicht "«tti unserem Geschmack, und es wäre besser gewesen, cs »G- allgemeinen Gründen zu unterlassen. Dieses umso- Mc, da es für jedermann erkenntlich sein konnte, daß 2 Äempelavgaben nachträglich doch noch eingesorderi iniDm würden.
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Vermischtes.
* Bildung eines :n ler nationalen Luftschiffamts. Ter gSlöln. Ztg." wird aus Berlin geschrieben: Stach einer Meldung eines hiesigen Korrejpondenlen soll Frankreich die Bildung eines Jnlernalionaten Luslschifsanues planen und zu diesen: Behnse eine Konferenz nach Paris emberufcn wollen. An dieser Meldung ist richtig, daß Frankreich sich nut B o r b e r e 11 - ungen zur Elnberuinng einer Internationalen ^uslschiffahrts'Kon- ierenz in Paris beschäiligt, auf der eine Reihe von Fragen, die das neue Beförderungsmittel in: Geiolge Hal, einer einhenlichen Regelung enlgegengefiihrt werden soll. Auf welche Weise das aber geschehen soll, stehl noch inchl fest und muß naiurgemäß auch der Bejchliißsassung der Konferenz selbst überlassen fein.
* Verwerfliche Konservierungsmittel. Neben die alten harmlosen Konservierungsmittel, Kochsalz, Zucker und Essig, sind neuerdings verschiedene Ehennkalien getreten, die jene an Wirksamkeit allc:diitgs übertreffen, dafür aber auch als ge- sundheitsschädigeill) hart angegriffen werden. Tie Benzoesäure, die als Konservierungsmittel für Fleisch und in der Form benzoc- faitrer Salze auch für Milch verwendet wird, roirlt nach den Untersuchungen Pros. K. B. Lehmanns in Würzburg üi größeren Mengen süsttdlich, während fleincrc Tosen auch üci dauerndem Genuß unschädlich gesunden werden. Allerdings liegen noch keine lang andauerilden Experimente a.i Menschen vor, die allein eine endgültige Entscheidung bringen löimiüii. D^e Borsäure, die erst
Literarisches.
Im eigenen Hanse nicht teurer a ls in einer Mielswohnung. Unter diesem Titel ist soeben ein Büchlein vom Lkgl. Bauinspektor Flur im Berlag der Westdeutschen Berlagsgesellschast m.b.H., Wiesbaden erschienen, das die Renlabilität des Eigenhauses mit Garten nachiveisen ivill imb diesen Nachweis auch mit Geschick führt. Talsächlich kann man schon für 6000, 8000, 15000 Bit. und mehr je nach Größe uiiö Ansprüchen ein schmuckes Einfamilienhaus mit Garten bauen lassen. Das Buch enihäll in seinen 39 ‘ülbbilbungei: eine ganze Reihe solcher Beispiele in Ansichten und (tzrundrissen. Ein Niielöbelrag von jährlich 500 Mk. würde dem Zinsausivande eines Hauses für 10000 Mk. entsprechen. Sonach ist jede Familie in der Lage z. B. im Eigenhause einer Gartenstadt' bziv.-Vorstadt zu wohnen.
Btrnige
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3‘/,°/e Hessen . . , . . 3l4°/0 Oberhessen . , . 4°/0 Oesterr. Goldrente. . 4,/1e/0 Oesterr. Silbcrreirte. 4°/e Ungar. Goldrente . . 4® e Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3®/0 Portugiesen n III . 4l/t°/# russ. Staatsanl. 1905 4,/3°/o Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1908 Türkenlose . . , .
4°/0 Griech. Monopol-Ant . 4°/0 äussere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . . .
4*/,% Chinesen . . , ,
Aktien«
Bochum Guss . . . . .
Buderus E. W. . • • .
Tendenz: fest
> ;!f T>e Steigerung des deutschen Exports könne deshalb mit der
t Mts- ^rglisck)en nicht ohne weiteres in Vergleich gesetzt werden, weil
8 ' -ciprüngl:d)en Ziffern sehr verschiedenartig seien: in Teuiicu-
X OH fceniertete h'ich die Warcuaussuhe vor 25 Jal-ren auf 2 T,
'i UIt^ m Englaiw auf 5 £, 6 sh. „In einem dicht
Eilletten upd.Vollständig enünüfeit»j* .r‘ _<
Mengen, die den Fruchtsirüpen zugcsetzt werden, nicht geradezu schädlich. Die Ameisensäure dagegen ist sowohl ein äußerlich ätzendes Gift wie auch ein Blutgift und deshalb lieber ganz auszu schließen.
Kleine Tageschronik.
Der Schifssuniall bei 1 i/esbcrg, wo der Kessel des Dampfers „(5 u t_e n b c r g“ ci. icrtc, hat ein neues Opfer gefordert- "lluch die Frau des Schiill.estanraleurs Engels, die bei dem Rolandsecker Schiffsunglück schivere Brandwunden davoii- trug , ist g e st o r b e n, so daß das Unglück insgesamt sechs Opfer gefordert hat. Laut „(tzodesb. Bolksztg/ soll eine Dyn a - m i t p a t r o n e, die mit den Feuerungskohlen in den Schiffsraum gelangte, die Explosion vernisacht haben. Diese Ansicht teilt auch der Maschinist, der unverletzt geblieben ist, während der in der Feuerung rührende Heizer verbrannte.
Bei dem Gewitter, das Graf Zeppelin am Montaa mied, wurde die A r n ft e i n e r K l o st e r k i r ch e bei Obernhof in B r a n d gesetzt.
Ter große Waldbrand der Gemeinde Schule tm Engadin konnte durch die vereinte Arbeit der nächsten Gemeinden, von wo alle verfügbaren 'Mannschaften zu der slundenweit entfernten, 2000 Meter hoch . belegenen Brandstätte eilten heute morgen eingedämmt werden.
Fest?
Decker, Gaiiwin.
trin nimmt noch <h banitt. 82 p, lintB., mgige -rau emri Bußen von Konto: । c gleich ob. später. 6 d. Äcichäitssi. b. S
Laiche zum ör, icnommen und ti
Ltcinitrabe il njö donne lecou. aia conversstioi n unter (6156 m it r Anzeiger erbetec
tracfjtet, bann soll man einen Unterschied machen zwischen Deutsch- Äonfervativcn und Frei-jlonservativcn. Sie, zu denen auch unser Abgeordneter gehört, haben für die Nachlaßsteuer gestimmt. Tie Deutsch-Konservativen haben die Bauern durch ihr Lerhaltcn sünf- bis sechsmal mehr belastet, als sie durch eine Erbschaftssteuer belastet worden waren, und mit ihrem maßlosen Vorgehen haben sie sich selbst ihr Grab gegraben. Im nächsten Reichstag werden sie bedeutend weniger Mandate haben — zum Schaden freilich für dis Landwirtschaft. Die Konservativen haben unseren bewährten Kanzler gestürzt, unb da helfen alle Reben und alle Flugblätter nichts. Die Zunahme bes Bauern- uni) bes öanfabunbes wirb auch jur Folge haben, baß der Bund der Landwirte nicht mehr so eilig mit dem Hinauswersen feiner Mitglieder ist; man wird sie in Zu km: ft alle gut gebraucl-en können. Der Bund der Lcmdwirte ist eine einseitige Jnteresserwertretung bes Großgrundbesitzes, ber Bauer aber gehört in den neuen Bauembunb. Die Deutsch- Konservativen haben ihre Kreise zersplittert, unb bie Splitter wollen wir im Bauernbund sammeln, um mit ihnen etwas Gutes für die konservative Sache zu tun.
Die haupwerfammiling der Anthropologen.
Pofen, 2. August.
Unter Teilnahme zahlreicher Forscher aus Teulschlanb und Oesterreich trat gestern in Posen die 40. Allgemeine Versammlung der Deutschen Anthropologuchen Geselljchait zuiammen. Der derzeitige Vorsitzende, Hoirat Dr. Schlitz (Heilbronn) gab m ber Eröffnungsrede einen UeberbticI über „Tie Bedeutung ber somatischen Anthropologie für die Urgeschtchtsforschung-. Ter Vortragende erläuterte seinen Vortrag an einer Reihe von Lichtbildern. Es folgte bann eine Reihe von Begrüßungsansprachen.
Geh. Alebizinalra: Professor Tr. W a l d e y e r (Berlin) berichtete über das 50jährige Jubiläum der Anthropologischen Gesellschaft in Paris, bie vorbildlich gewesen sei für alle anderen anthropologischen Gesellschaften. Bei dieser Versammlung ergab sich der Zusammenschluß der anthropologischen Wissenschastler ber ganzen Welt. Tr. G. Blume (Pofen) sprach über ,Tie Aufgaben ber Vorgeschichtsforschung in der Provinz Posen". Pros. Schuchhardt (Berlin) wendet sich gegen bie Ausführungen bes Vortragenden über bie Wirkungen des hessischen Gesetzes. Die Lanbleute haben ursprünglich ans Bequemlichteit bie Funde verheimlicht, sie wollten sich nicht der Uiibcquenilid)feit ber Anzeige aussetzen. Tas sei aber heute längst beseitigt. Vor anderthalb Jahren hätte man wohl noch Befürchtungen ansjprechen tonnen über bas hessische Gesetz, aber heute bewährt es sich außerordentlich. — An ber weiteren Tebatte, die sich um die Frage der Kartographie und der ansiedlnngskimdigen Untersuchungen drehte, beteiligten sich Proi. Seger (Breslau), Geheimrat Jentich (Bertinl Rektor Frank (Frankfurt a. M.).
Höchste Schlachtviehpreise tu Frankfurt a. M.
Fleischpreife in Gießen
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 80—82 Mk.
*/, Kg. Schlachtgew. 86-92 Pf. , 77-79 „
7, Kg. 76-84 Pfg.
*lt , 70—74 ,
7, , 80-96 ,
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen
Weizen 1UU Kg. 26.50—00.00 Alk.
Roggen 100 Kg. 18.75—J9.00 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 66 Pfg.
Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pfg.
August
Baromelei auf 0° reduziert
*einpeiuiui 1 ber Luft !
Absolute ! Fcuchligleil ■
Relative ! Feuchtigkeit
r-
2
W inbfiärte
Wetter
1909
3.
O14
748,7
15,6
9,2
9,5
69
SW
4
Bed. öiinntel
3.
9"
749,1
2,1
91
T
4
Beiv. Himmel
4.
7"
752^
12,4
10,0
94
SW
2
Beb. Himmel
Höchs
e Tem
leratur
am
.-3.
August
= +
16,1 0 C.
yliebrigite
, 2.-3.
= +
11,7 °C.


