Ausgabe 
3.6.1909 Zweites Blatt
 
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Nr. 127

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

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Der Lehrerverein für Naturkunde

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Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strafte 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion.^^112. Tel.-Adr^AnzeigerGießen.

Die Gießener Samilicn**Ibttet, werden dem »Anzeiger" oicnnal wochen lich beigelegt, das Krcisblatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Diecandwirtschaftttchen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Der hessische Lehrettag.

(2. Tag). X. Worms, 2. Juni. Hauptversammlung des Landeslehrervcreins.

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Meteorologische Beobachtttugen

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werden müsse. Vor allem aber verlangen die Leitsätze entgegen dem Eniwurs der Regierun-g, daß das Verhältnis der Beitrags­zahlung (Arbeitnehmer 2/s, Arbeitgeber 1 3) beibehalten werde. In der Unfallverficherung wird die Beschränkung des Rechts­weges durch die Beseitigung der Rekursinstanz als unzulässig bezeichnet und eine Erhöhung der Vollrente von -/s auf 3/4 des letzten Iahresarbeitsverdienstes gefordert. In der Invaliden­versicherung wird die Ausdehnung der Versicherungspflicht auf alle PrivatangesteUten bis zu 5000 Mark Jahresgehalt verlangt, sowie allgemein eine Erhöhung der Leistungen unter entsprechender Erhöhung der Beiträge. Den Anspruch auf Invalidenrente soll nur derjenige haben, der nicht mehr als die £>älfte des Gehaltes bezieht, das Personen mit gleicher Vorbildung in entsprechender sozialer Stellung zu verdienen vermögen. Der Genus; der Alters­rente soll bereits mit Eintritt in das 65. Lebensiahr erfolgen. Bei der Hinterbliebenen-Versicherung wird verlangt, daß die Statten der Invaliden-Witwen doppelt so groß seien, wie die all­gemeinen Witwenrenten. Für Waisen soll die Rente in Höhe von 1/6 der allgemeinen Invalidenrente bis zum 16. nicht nur bis zum 15. Lebensjahre gezahlt werden. Vor allem sollen die privaten Ersatzinstitute abgesck-afst werden. Es wird dabei an die Vorgänge der letzten Zeit, u. a. bei der Firma K^rupp gedacht. Diese Privatbeamtenkassen beschränken nach den Leit­sätzen die Freizügigkeit der Angestellten in ganz unzulässiger Weise.

Nachdem der Bundestag noch verschiedene interne Angelegen­heiten, wie die Wahlen für das kommende Geschäftsjahr, sowie den Voranschlag erledigt hatte, wurden die Verhandlungen vom Vorsitzenden mit den üblichen Dankesreden geschlossen.

Kleine* Feuilleton.

Zeppelin und Berlin. Auch dieLeipz. N. N.° ljaben sich jetzt einenGottlieb" angeschafft, der, wie sein Kollege imTag", die Ereignisse des Tages in launigen Versen besingt. Heine neueste Leistung ist diese:

Zeppelin, Zeppelin, Kommst Du heut noch nach Berkin? Laßt uns warten viele Stmiden, Hast den Weg noch nicht gefunden Rach Berlin?

Zeppelin 1

Höre, Graf, blamier ttn§ nicht, Zeig' uns heut noch Dein Gesicht. Fährst sogar nach Gera (reußisch) Und Berlin ist doch wohl preußisch, Höre, Graf, blamier' uns nicht, Komm' in Eicht!

Ziehts Dich nicht den HerrnKollegen' Parseval und Groß entgegen ?

Brauchst doch, sind sie auch zu zweien, Die Vergleiche nicht zu scheuen.

Komm' entgegen Den Kollegcki!

Fühlst Du nicht des Danks Verpflichtung An die militar'sche Richtung, Die Dich schätzt so ungemessen, Die Dich möcht' vor Liebe fressen?

Fühlst' die Pflicht Du?

Komm' in Sicht nu!

Schiff voraus, Schiff voraus!

Bitterfeld und bann nach Haus!

Seht den Grafen westwärts fliegen

Und Berlin bleibt seitwärts liegen!

Schiff voraus!

Rasch nach Haus:

Zeppelin, Zeppelin!

Au Berlin, au Berlin!

Zentrum Du der Lustschiffbranche, Zeppelin nahm die Revanche.

Zeppelin!

Au, Berlin!

"'ort cintreteib ' UM

z. Bundestag der technisch-industriellen Beamten.

,, m S. u. H. Berlin, 31. Mai 1909.

Unter Zahlreicher Beteiligung der Delegierten von etwa 160 tinix51 tc 1« unt>. Ortsgruppen trat hier in Reumanns Festsalen derBund der technisch-industriellen Beamten" zu seiner dritten ordentlichen Tagung zusammen. Ingenieur Rödcr- mann erstattete den Geschäftsbericht, der sich sehr ausführlich namentlich mit den foztalpolilischen Angelegenheiten, die den Bund ui ter en ter en, beschäftigt. Es wird da auf den bekannten Zwist mit dem Verbände basierncher Metallindustrieller hingewiesen, der geglaubt habe, die einseitigen Bestimmungen über die Koali­tionsfreiheit zu einem vernichtenden Schlage gegen den Bund benutzen zu können. 9)tii dem Vereinsgejetz sei das deutsche Vereinsreast einen beachtenswerten Schritt vorwärts gekommen. Leider sei aber das bereits 1906 beratene Gesetz über die Rechts­fähigkeit der Berufsvereine mit der Auslösung des Reichstages m der VNsenkung verschwunden. Und im neuen Reichstage habe Die Regierung darauf verzichtet, die Materie überhaupt gesetzlich zu regeln. Zu den sozialpolitischen Arbeiten des Bunds zahle auch eine Warnung vor dem Ergreifen des technischen Studiums. Durch die Agitation des Bundes sei ferner die Er­örterung des Problems der Angestelltenersindung in lebhafteren Fluß gekommen. Die Denkschrift über die staatliche Pensions­und Hinterbliebenen-Versicherung habe eine gewaltige Enttäu­schung gebracht, da sie mit Beitragen von 14 Prozent des Ein­kommens rechnet. Der Bund zahlt gegenwärtig 13 002 Mit­glieder und ist gegen das Jahr 1907 um 2200 Köpfe gewachsen. Die Mitgliederbeiträge im letzten Jahre betrugen 233 000 Mark, ine Gesamteinnahmen 300000 Mark. Für Unterstützungen sind im Jahre 1908 allein 41433 Mark ausgegeben worden.

Nach der Erstattung des Jahresberichts, des Kassenberichts und der Befprechung interner Angelegenheiten, die sich auf Ver­fassung und Satzungen des Bundes bezogen, begann eine all­gemeine Debatte über das Thema: Ausbau unserer For- d e r un g en. Die Referenten legten umfangreiche sozial­politische Anträge vor, die u. a. verlangen vollständige Koali­tionsfreiheit, Einführung des Höchstarbeitstages von 8 Stunden, eines Sornmerurlaubv und das Verbot der Sonntagsarbeit. Ferner Weiterzahlung des Gehalls bei militärischen Uebungen, Erhöhung des Existenzminimums von 1500 auf 2000 Mark für Gehalts­pfändungen, Verbesserung des Zeugnisrechts, Unwirksamkeit der Konkurrenzklausel, .Ausbau des Invalidenversicherungs-Gesetzes, Ausdehnung der Zuständigkeit 8er Gewerbeaussichtsbeamten aus die technischen Angestellten. Das nächste Thema betrafD i e technischen Angestellten und die Kommunal­politik". Hierüber referierte Ingenieur Schlich. Er ver langte, daß die Kommunen das Recht der freien Vereinigung achten und die Organisationen der Angestellten als legitime Ver- 1 tretet ihres Standes anerkennen, und daß bei der Anstellung auf privaten Dienstvertrag die Mindestforderung der Gewerbe­ordnung zu beachten sei. Neben den Standessragen müsse der technische Angestellte als Bürger der Stadt dafür Interesse haben, daß das konununale Wahlrecht seines plutokratischen Charakters entkleidet, eine zweckentsprechende Bodenpolitik betrieben und Ein­richtungen mit Monopolcharakter in eigene Regie übernommen werden. Bei dem Thema:Ausbau der Wohlfahrtseinrich- 'hingen" wurde einstimmig die Gründung eine r Hinter- 'bliebenen-Unter st ützungskasse beschlossen.

Im weiteren Verlauf seiner Verhandlungen beschäftigte sich der Bundestag mit dem Entwurf einer Reichsversiche­rungsordnung. Nach einem Referat des Bundessekretärs Granzin wurden eine Reihe von Leitsätzen angenommen, in denen die Reichsversicherungsordnung als eine Etappe auf dem Wege zur Vereinheitlichung der sozialen Versicherungsgesetzgebung bezeichnet wird. Bei den allgemeinen Organisationsgrundsätzen wird statt der Bestallung der Versicherungs-Amtmänner durch die Behörden die geheime Wahl durch die Beisitzer des Versiche­rungsamtes gefordert, weil gerade diese Versicherungs-Amtmänner Männer des Vettrauens sein müssen, die eben nur durch geheime Mahl ermittelt werden können. Bezüglich der Krankenversicherung fordern die technischen Angestellten vor allem die Beseitigung -er Betriebskrankenkassen, da die Zusammensetzung des Vorstandes .in diesen Kassen die Teilnahme der Versicherungspslichtigen an :ber Selbstverwaltung illusorisch mache und die Beibehaltung dieser 'Kassen ebenso wie die der Jnnungskassen die Zersplitterung in der Krankenversicherung fördere. Für die Privatangestellten wird außerdem die Ausdehnung der Versicherungspflicht bis zur Gehaltsgrenze von 5000 Mark gefordert. Energisch zu protestieren iei gegen die Ausschaltung jeder Selbstverwaltung in den Land­lrankenkassen und gegen das vom Belieben der Regierung ab- ftängige Wahlrecht, da bei dem hohen Prozentsatz dieser Gruppe 2>on Versicherungspflichtigen eine schwere Gefährdung des Selbst- Bestimmungsrechtes für die gesamte Krankenversicherung befürchtet

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form des Lehrplans s ür die Volksschule" spraw« Lehrer L a m b - Worms in Isis stündiger Rede, die wiederholt mit Zustimmung und Beifall ausgenommen wurde. Die Reform des Lehrplans steht gegenwärtig in den Lehrerkreisen Hessens int Mittelpunkt des Interesses, hat einen recht lebhaften Meinungs­austausch bereits hervorgerusen und bcfdfäitigt auch die Behörden. Der Lehrplan unserer Schulen zeigt eine historische Entwickelung, zuerst war es die Religion, dann tarnen Lesen. Schreiben, Rechnen dazu und im 19. Jahrhundert folgten die Realien. 1854 er­folgte durch daS preußische Regulativ eine Reaktion, die eine grobe Versündigung an dem Volk war. Jetzt pocht als neues Unterrichtsfach der Werkunterricht an die Pforten der Schu­len, davon in erster Linie der Modellierunterricht. Er regt zur schöpferischen Tätigkeit an, übt Auge und Hand, sollte daher bei keiner Klasse der Volksschule fehlen. Im Religionsunterricht muß die übergroße Gedächtnisarbeit bedeutend beschnitten werden, das alte Testament muß wesentlich beschränkt werden. Die Proph.tt. muß jedoch der Behandlung des Lebens Jesu vorausgehen. In den zwei unterfteii Schuljahren muß der planmäßige Religions unterricht fallen, int übrigen die Zahl der vier ReligionSstundeu herabgesetzt werden. Im naturkundlichen Unterricht muß die Bio logie überall eingeführt werden. Zur Heranbildung tüchtiger Hausfrauen ist der Hauswirtschaf tlickse Unterricht für die oberen SNädchenklassen zu fordern: dadurch würde die Volksschule nicht wenig zur Losung der sozialen Frage beitragen. Im Geschichte unterricht ist eine nationale Erziehung zu fordern, deutscher Geist muß die Jugend durchdringen, dies geschieht in erster Linie durch die neue und neueste Geschichte des deutscfan Volkes. Man treibe aber nicht Personenkultus, sondern beachte vor allem das Wesen der Geschichte des Gesamtvolkes. Neben nationaler Ge schichte steht die Stammes- und Ortsgeschichte. Gegen den gegen toärtigen Lese- und Schreibdrill in Etanentar klassen muß Front gemacht werden. Der neue Lehrplan muß eine gewisse Freiheit und Beweglichkeit Haden und sich den Ortsverhältnissen anpassen, auch Vertteter der Lehrerschaft müssen dabei Mitwirken. Auf Anregung des Schriftführers Krapp-Darmstadt werden sechs Bezirksvereine mit, Weiterbehandlung der Frage betraut. Der 2. Vorsitzende Ka ßlick - Darmstadt dankt dem Referenten; die Wünsche der Lehrer sollen der Regierung vorgelegt werden. Kurz vvr 2 Uhr schloß der Vorsitzende Huff die schön verlaufene Haupt­versammlung, nach der ein Festessen die Lehrer und Gäste nod- mals vereinigte.

Im Theatersaal des städtischen Festhauses hatten sich 700 bis 800 Lehrer und Lehrerinnen zur Hauptversammlung versammelt. Um IO1/! Uhr eröffnete Obmann Hufs-Darm- stadt die Versammlung. Er brachte in kurzen Worten ein Hoch aus den Großherzog aus, worauf die Versammlung die Absendung eines Ergebenheitstelegrammes an den Großherzog beschloß. Die oberste Schulbehörde hatte ihr Fernbleiben entschuldigt und sandte die besten Wünsche zu den Verhandlungen. Der Vorsitzende be­grüßte besonders die erschienenen Ehrengäste, den Vertreter des Deutschen Lehrervereins, Rektor Pretzel-Berlin, den Vertreter der Kreisschulkommission Worms, Pros. Dr. Frenzel, ferner Ober- bürgermeister Köhler, Professor Kinkel-Gießen und den Ehren-, vc.rUl lu. 7,U1UUU111JE

obmann Backes. Der Vorsitzende führte aus: Die Entwickelung ^n her ®rennnrpntrfinfe unter Nnrtto- und Entfaltung der Volksschule ist unsere vornehmste Ausgabe, ^^i tz - Offenbach Der Staein stiea von Das zeigt die heutige Tagesordnung. Unser Schulgesetz, dasß,

snt über 30 Jahren besteht, muß geändert werden, da es einige ^-nn in 1908^1705 Mk die^Einnabnten 17^3 Bestimmungen enthält, die nicht mehr zeitgemäß sind, ja als 184 S Eft *

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Volkes. Oberbürgermeister Köhler-Worms heißt die Lehrer o,

namens der Stadt willkommen. Rektor Pretzel spricht namens . ^er o^ervcrsicgerungsverband hessischer Lehrer des Deutschen Lehrervereins. Beim Zusammenschluß der Lehrer I öSt. ---owolf Aposteln" unter Leitung des Hauptlehrers

Deutschlands seien Hessens Lehrer mit an erster Stelle gewesen, u ß - Gretzen, der in )einem Jahresbericht die günstige Ent- ihre Führer Schmidt und Backes sind auch die Führer der deutschen! ^^elung d^ Vereins hervorhob. Die Iahresrechnung für 1908 Lehrer. Hessens Lehrer haben schon manches erreicht, so hak I n1TK Don , ^7 Mk. und einen Reingewinn von

sich ihnen allerdings in beschränktem Maße die Universität I ^7betrugen 6886 Mk., für Brandschäden geöffnet. Er schließt unter anhaltendem Beifall. Lehrer B o l l e r-! Vonn11» < ausbezahlt. -^-ie Höhe der Verwaltungskosten

Worms spricht namens der Wormser Lehrer. Hiernach erfolgte I von 1800 wct. wurde von mehreren Mitgliedern bemängelt, auch der Vortrag des Professors Dr. Kinkel-Gießen überF i ch-1' ^^5 Pramiensätze bald herabgesetzt und den

t e s B i l d u n g s i d e a l". Der Vortrag war gleichsam die Fest-1 ck^anitalten des Lehrervereins daldigft Zuwendungen

rede zur Erimierung an jene jetzt etwas mehr als ein Jahrhundert I QUd gewacht werden möchten.

zurückliegende Zeit, als Fichte in Berlin feineReden an die , Die nächste Vertreterversammlung des Landes­deutsche Nation" hielt. Redner verlangt, der Staat müsse die |' o r e r v e re i n s findet 1910 in Bad-Nauheim patt. Möglichkeit schaffen, daß jeder Anteil haben kann an den Gütern der Kultur. Beseitigung der Konfessionsschulen und der Vor­schulen sei anzustreben, dem Lehrer die Möglichkeit zum Studium zu geben. Redner zeigt dann weiter Fichtes Glauben an die Menschheit unb sein Ideal der Humanität. Der edle Beruf der Volksschule sei es in erster Linie, in dem Sinne tätig zu sein, daß das gesamte Volk der Güter der Kultur teilhaftig werde. Nicht endenwollender Beifall belohnte den Vorttag. Üeber dieRe-

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Goethe-Versittlichung in Frankfurt. In dem Schülerkonzert am Donnerstag in der Frankfurter Festhalle kam auchDas Vellchen" als Chor zmn Vortrag. Um die jungen Seelen nicht zu gefährden, hatte nun ein Vorsichtiger einige Zeilen der keusch-rührenden Balladeveredelt". Goethe dichtete:

Ach, benft das Veilchen, war' ich nur

Die schönste Blume der Natur, Ach, nur ein kleines Weilchen. Bis mich das Liebchen abgepflückt Und an dem Busen mattgedrückt! Ach nur, ach nur

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Ein Viertelftündchen lang!" Die Kinder aber fangen:

Bis mich das Mädchen abgepflückt Und liebend an den Mund gedrückt! iS1/,6/» Reichsanleiha .

O welche, welche Wonne das für mich!" 13°/,

So geschehen in Goethes Vaterstadt am 27. Mai 1909. 37,% Konsols

. 3%. . .

h Bericht. Aus Pttersburg wird unS 3^% Obussen

vom 29 Mm geschneben: Dieser Tage wurde vor der Peters- 4% Oesterr. Goldrente. . 10015 burger (^encbtMainmer gegen den finnischen Bürger Fellen wegen 47,°/, Oesterr. Silberrente. 99.80 der Schriften TolstoisTu follst Nicht toten",Ein Brief an die 4% Ungar. Goldrente . . 95.85 Liberalen',Christentum und Patriottsmus" verhandell. Die 4°/, Italien. Bente Staatsanwaltschaft erblickte m den genannten Werken Gottes- 3% Portugiesen Serie I . lastcrung, Maiestätsbeleidigung und einen Ausruf zum Umsturz 8°/o Portugiesen ffl . der beltehcnden Staatsordnung. Da der Herausgeber ©utnen 4%% russ. Staatsanl. 1905 nicht auszufinden war, so schleppte man den genannten Felten, der 47,% Japan. Staatsanleihe auf dem Umschläge als Verkäufer bezeichnet wurde und bei dem 4% Conv.Türken von 1903 auch tatsächlich während der Haussuchung 200 Exemplare der Türkenlose.....

Broschüren aufgefunden wurden, auf die Anklagebank. Als die 4% Griech. Monopol-Anl. . Untersuchung eingeleitet wurde, richtete Tolstoi an den Unter- 4»/0 äussere Argentinier suchungsrichtcr ein Schreiben, in dem er berichtete, daß die be* 3% Mexikaner . . .

schlagnahmten Broschüren aus seinen Wunsch und in seinem Auf- 47,% Chinesen . . .

trage herausgegeben und verbreitet wurden, während Felten attiv Aktien»

daran sich gar nicht beteiligt habe. Ter greife Dichter fügte Bochum Guss . . . .

hinzu, daß er die Verbreitung seiner Lehre für eine moralische Buderus E. W. . . ,

Pflicht seinerseits halte und daß er in diesem Sinne auch ferner-1 Tendenz: ruhi<*. bin handeln würde. Dieses Bekenntnis ließ jedoch der Unter» Berliner

suchungsrichter unberücksichtigt, mit der Begründung, daß ,cher Canada E B Briesschreiber tu einem anderen Gerichtsbezirke wohne." Sie Darmstädter Bank ' Verhandlung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkett statt und Deutsche Bank ' '

enbete damit, bey der unschuldige ^innlänber sechs SOt o n a t e Dortmunder-Union C. ^enung^haU zudiltiett erhielt. An Tolstoi selber aber roagt Dresdner Bank . man sich nicht heran. Tendenz. i

Zweites Blatt ISN.Jahrgang Donnerstag 3. Jnni 1909

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GeneraL-Ayzeiger für Gderhefsen

Frankfurter Börse, 3. Juni, 1.15 Uhr. ... 95.45

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