s
Man lese den Gietzener Anzeiger
m. Ober-Ohmen,
Januar
Wetter
1909
F
3
ööcbfl« Temperatur am 27. Jan. bis 28. Ian. «=
9hebrmfte
. 27.
2>.
Handel
des
3%*/, Reichsanleihe
3%
do.
Kleine» Feuilleton.
Portugiesen
III
111.26
ijd)liei>cn sich LconcoralloS „B a j
• öuttertlh" und desselben „B o äost'n 296 Ausführungen von D GounodS „Mar gar etc", über
Verbrauchte Nerven
C*/t
intni
s
mit de« Beilagen „Samilicnblätter", „Landwirtschaftliche 3cltfragenM und dem Ureisblatt für den Kreis Sieben.
220 00
110.80
Ungar Goldrente .
Italien. Heute . . Portugiesen Serie I
i H 4 94 J.'o 35L
2»
7”
95.60 86 45
95 60 86.40 94.75 93.60
98 30 98 15
93.35
17.10 145 80 120.UO
Prüfungen durchzufuhren und sie mit denen in Stuttgart und Karlsruhe mehr gleich zu stellen. AuSschnßreferent ist Abg. trauer. — J-ortfetzung der Beratung: Freitag früh 9 Uhr.
1,8'0.
5.5 wr.
118 25 119 20
186 00 112‘JO 190 50 20000
92.'*) 9600 17175 13125 244 9J 134 50 186.2) 150 75 199.00
756 7
756 5
755,8
Canada E. B. .
Darmatadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank .. .
Tendenz fest.
87. 0
63.30
98.70
57.15 .r 8.50 97 60
93.15 93 00
146.00
iöanöcrn und Wintersport, Keinen und Väder.
L. Friedberg, 28. Jan. Nächsten Sonntag nachmittag findet ans der Eisbahn ein Jngendpreiswetilall'en statt, bestehend m Schnellläufen, $>mbcrm«lau<en und Kunftlau'en.
3 । Sonnenschein
3 ( klarer Himmel
Ober-Mörlen, 27. Ian. Hier gibt e§ gegen» ipSrfig zahlreiche Arbeitslose, die im Sommer meist nach Frankfurt gehen. Man hofft, das; bald der Neubau 'bc8 BahnhofS zu Bad-Nauheim beginnt, damit die Arbetts- lofen unserer Gegend Beschäftigung finden.
parlamentarisches ans Hessen.
N.B. Darmstadt, 28. Jan.
Bei der beute gemetnschastlich fortgesetzten Etatrberatung zwischen Finanzausschuß und Regierung, für die die drei Minister und mehrere Ministerialräte zuge.zogen waren, wurde zuerst der des lanixiu. Etats erledigt. Bei Sian. 74, Boden melio- rationS- und Was ferner sorgungSw es en wurde noch die Frage des FeldüereinigungS.vcsens näher in Betracht gezogen und die dafür im Etat angescgteu Forderungen, für Fcldberei- gungskommissäre 13200 Mark, für F«ldbereinigungsgeomctcr
4Ji°(e russ.Staatsaul. 1905 4 xa”/6 Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1UU3 Türken use 156 (irisch. Mouopol-Anl. .
4 56 äussere Argeutiuier . u°/, älexikauer . . .
4 A “h Chinesen . . . .
Aktien:
Bochum Guss Buderus E. W
Tendenz fest.
kräftigt man durch Gebrauch von HYG10P0N, dem neue i auf elektrischem Wese hergcsteilteu Eisenpräparat. Hyßlopon wird vou ärztlichen Autoritäten als hervorragendstem Krältigonqsmittcl warm empfohlen; es regt den Appetit intensiv an. — Original flaschen SL 1.75 und
M. 3.— in den Apotheken erhältlich.
General-Depot für Deutschland:
Dr. Wasüerzug, Frankfurt a. M., Theaterplatz L
an. Unser Ort scheint sich zu
Börae. 29
. . r
. . 130.70
. . 244.40
. . 59.8.»
. 150 40
X Langg öns, 28. Jan. In um er ent Torfe wurde von dem Landbriesträger Weil eine Sammlung für die in Süditalien durch das Erdbeben Geschädigten veranstaltet, die den Betrag von 116 Mark 15 Pfg. ergab. Tic Summe wurde durch die Äaiserl. Postagentur Langgöns an die Hauptkas'e des Postamts ließen abgeführr.
---- KtrchgonS, 27. Ian. Am Sonntag sand hier die Hauptversammlung bcS Wetterau-Lahngau- Sängerbundes statt, die gut befitdt war. Tie Verhandlungen nahmen nachmittags 31/, Uhr ihren Anfang und wurden durch den 1. Vorsitzenden, Lehrer B u h - Leihgestern, geleitet. Er gab einen Rückblick auf das abaelaufene Ge- /fchäflSjahr, dankte den Vereinen und deren Vertrelern für ihre Unterstützung und Mitwirkung anläßlich des 1908 in Lollar gefeierten VundeSwaldfestrS unb ermohnte olle Anwesenden, treu zur BundeSfahne zu stehen unb weiter zu or» beiten an dem deutschen Männergesang unb an dem deutschen Volkslied. TaS Andenken von MendelSsohn-Battholdg ehrte die Versammlung, indem stch die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. DaS in diesem Jahre fällige BundeSfest soll in Gestalt eineS AuSflugeS nach Annerod begangen werden, dem Wunsche deS neu dem Bunde beigetreten Ver- ein» Heiterkeit-Annerod entsprechend. Tie Vorstandswahl ergab keinerlei Veränderung, indem die seitherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden unb sämtlich die Wahl annahmen. Tie Beiträge wurden für 1909 in Anbetracht der ungünstigen Acitonhäktmsse mir di- Hälfte ihres seit« herigen Betrages reduziert Tie Ncchnungsablage gab ein erfreuliches Bild. Verschiedene mit grobem Beifall anfge- 'genommene, vom BundeSoerein LirchgönS vorgetragene Chöre oerfchönten die Feier. Ter Vorsitzende schlosz die Veisamm- lung mit einem Hoch auf den Bund und das deutsche Lied.
N N still
Auslage über 14000 Expl.
ivle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäftsstelle des Lietzener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Lietzener Anzeiger entgegen.
PJektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Uscbweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket! Harpener Bergwerk. . . Laarab litte .\urdd. Lloyd Ubeiachlea Eieen-Tnduitrie Berliner ilandelsgea. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bauk . . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskunto-Komiuaudit . . Dresdner Bauk . . . . Kreditaktieu Baiümure- und Ohio-
Bitseulahu Gotthard bahn. Lombard. Eisenbahn . . uesterr. StaaisDabu . . . I'nuce-Heun-Liaeubahu
Dcrinifcbtcs.
* Erne neue Medaille. Zur Erinnerung an den fünfzigsten Geburtstag des Kaisers ist eine ..Kaiserdcnkmünze" für Berliner Schüler geprägt worden, die in je einem Exemplar an die Gemeindcschulen verteilt worden ist. Der „fleißigste utib würdigste Schüler" der ersten Klasse wird mit dieser Erinnerungsmedaille beglückt werden. Die Denkmünze liegt in einem mit Samt ausgcschlagenen Etui, ganz wie ein „Orden", trägt auf der Vorderseite das Bild Wilhelms II.. darüber ein Band mit der Inschrift: „1859. 27. Januar 1909." Auf der Rückseite sind ein Wavpcnbild pnd die Bildnisse deZ Schlosses zu Berlin (rechts-, der Bollernburg (unten'» und deS Brandenburger ToreS (links). Die Größe entspricht etwa der des Allgemeinen Ehrenzeichens, das Material ist Bronze mit Silber überzogen.
* B u spät! Ter vielgesuchte Gtav inner des zweiten Haupttreffers der Münchener Ausstelfnngslvttcrie im Werte von 10 000 Mark hat sich jetzt in der Person eines Gastwirtes aus Teising in Bayern gemeldet. Leider hat er den festgesetzten Termin zur Anmeldung seines 'Treffers übersehen, so daß er nunmehr leer ausgeht.
* Was Kinder alles erdichten. Tie zwölf Jahre alte Tochter des Gleiwitzer Musikdirektors K. kam mit ganz zerrissenen Kleidern von einem Ausgange zur Töchterschule zurück und gab an,
27.
28.
28.
Arbeiterbewegung.
N.B. Reichenbach i. O. In'dem hiesigen Betrieb der ..Süddeutschen S t e i n i n du st r i e" besteht zurzeit ein Streik, bei dem cs zu Ausschreitungen kam. Die Streikenden bemühen sich, den Zuzug auswärtiger Arbeiter zu verhindern und die Arbeitenden von b?r Fortsetzung ihrer Tätigkeit abzuhalten. Bor kurzem kam es Nachts zu einem größeren Exzeß, indem eine graste Anzahl von Personen das Haus, in dem ein Arbeitswilliger wohnt, mit Steinen bewarf und Beleid'gungen ausstieß. Infolge dieses Vorfalles sind zahlreiche Beteiligte zur Anzeige gebracht worden.
Metcorolostisllte Lleovachtuugett
der Station ßlieftcit.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, fliessen.
Frankfurter Ilör*e, 20. Januar. 1.15 Uhr.
einer Hochburg ländlicher Sozialdemokratie ausbilden zu wollen. Ein sozialdemokratischer Ball ist doch aus dem Lande in der Tat eine Seltenheit: wir haben ihn gehabt. Dazu bat sich ein sozialdemokratisches Eisenbabnkomitee gebildet, das sich die Förderung der hiesigen Eisenbahninteressen angelegen sein lassen will. Zu 'diesem Zwecke wurde eine Versammlung abgehalten, in der man 'eine Deputation bestimmte, dir sich persönlich an das Ministerium ,wenden soll. Es handelt sich nämlich darum, hier statt einer Haltestelle einen Bahnhof zu erhalten, wie er anfänglich beim Vermessen der Bahnstrecke geplant gewesen ist. Wenn die Ohmtal- bahn nach ihrer ersten Vermessung gebaut würde, dann wäre dieser Wunsch wohl erfüllt worden.
w. Mainz, 27. Jan. Die 04jährige Tochter eines höheren G e r i ch t S b e a rn t e it, die mit der ermordeten Anna Äackc befreundet war, ist infolge der Ermordung ihrer Freundin irrsinnig geworden und wurde in ein Hoftntal über führt.
3>te/e Konsols .
do d/4*/» Hessen
Oberbtoscn . . . 4% Uesterr Goldronte. 4‘/6 96 Uesterr. Silberreute
Januar. Aufangsknrsa.
Harpeuer Bergwerk. . . 19050
Lauraliütle 1U8.»
> ulDbarden E. B. ... 17.10
Nordd. Lloyd 92 40 lürkenlose 146.20
ici un o vj r i Goldmorks Koni Heimchen am
Jede Hauolrau wird cntauch icui
vom diesjährigen tütegmer ö Loee. Die irainge, fchmackhasw GnflL ^•üfebunn n-L 2.L0 pro Bfd. — ca. 1 'Jia. vro Lasse» unb bic wilde, arouiamtbc Run. iptifchung (d)L 3.50 vro Bid? Leiern ein wahrbatt rdcalca iOctrauk sür «Zrupimckü-und Abendlllch. Ltlciucre Pa^ungeo 25—HX) Pfg. m**
46 300 Mark und ftrr sonstige Kosten der syell-bcr einigungrn 145 ÖÖO Mark, sowie an außerordentlichen Kosten 10 000 Mark bewilligt: desgleichen ein einmaliger Betrag zur Unterst itzung h lfsbedürf- tiger Gemeinden im oberen Vogelsberg. Die Inangriffnahme der J-eldbereinigung wurde im Einverständnis^mit dem Referenten für versch ebene Gemarkungen in den stre sen Schotten und Lauterbach genehmigt: es st-'ht sicher zu erwarten, daß sich noch eine größere An-ahl von Gemarkungen aus freier Entschließung zur Verfügung stellen werden. In der Debatte wurde noch der Wunsch ausgedrückt, daß die FeldbereiniguneSkrmm'ssare möglichst lange auf ihren Stellen bleiben sollen, Kapitel ,Landesgestüt" gab keine Veranlassung zur Erörterung. Eine etwaige Verlegung desselben st'ht zur Zeit nicht bevor: die Regierung hält sich schon deshalb ablehnend dagegen, weil im Fall der Verlegung sich ca COO000 Mark Baukosten ergeben würden. Bei Erörterung des ksap. 75, betr. StaatszuschLs'e für die Landwirt'chaftskammcr, stimmte der Ausschuß nach einer R^aierungsantwort über den Antrag Laas-Korcll-Vähr, die bezüglich der Pferdezucht ange. forderte Summe in einem Betrag zu bewilligen, zu. Rach Aushebung der bisher vr-m Pserdezuchtv-rein bei D.eburg unterhaltenen F-ohlenweide empfiehlt der Ausschuß, diesen Betrag der LandwirtschastSkammer zu demselben Zweck zu überlasen. Eine weitere Ausdehnung der Genojsenschast für Dengsthaltnngs oelen hält der Ausschuß in vollem Einoerständn s mit der Regierung nicht für angebracht, da die von der Einrichtung erwarteten höheren Trächtigkeitsprvzente nicht eingetreten sind.
DaS Kapitel Denkmalsschutz wurde kurz erledigt. Bei LandeSmuseen wurde der Wunsch a sz '.'rochen, daß eine möglichst freie Benutzung gestatttt sein möge. Man sollte besonders die Sonntag Nachmittage die Samm ungen dem Publikum err:o2l'ch''n: auch soltte das Oerlot, sich Skizzen ober Notierungen zu machen beseitigt werden. Die R.'g'erung sagte zu, diesen Wünschen Rechnung zu tragen. Beim Kap. Lehr e r sem i n a r i e n wurde die Zrage angeregt, ob man nicht ein Schulgeld erheben solle, ^o- r.-ohl die Regierung wie der Ausschuß widersprechen jedoch dieser Anregung.
Eine eingehende Erörterung fand dann noch Kapitel Technische Hochschule. Hier wurde namentlich die J-req.'enz und i ie Frage der Ausländer bosprocl?en. Tas Ministerium hat hier-
ICirdiltdic Hacbricbtcm
Eoangrlifche Gsineinde.
Sonntag den 31. Januar. 4. nach Epiphanias: 0-ottcrdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittag- 9'Ubr: D'arrer l». Scbloiser.
Vormittags 11 Uhr: Rmbeiüicbe für bie Vlatibäu-aemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abend- 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Ubr: Vereinigung der fonfirmicrteit männlichen Jugend der Mattbäus.iemelnde.
Tomier-taz den 4. ixebruar, atzend- 8 Uhr, im Matthäus« aal: B t b e l st u n d e. (Buch Hiob.)
Pfarner D. Schlosser.
3a der Zohannerklrche.
Vormittag- 9". Uhr: P'arrer A d o l o h.
Vormutags 11 Uhr: stmderklrche für die Jobanne-gemeiude.
P'arrer A u s i e l d.
Abends 5 Uhr: Pfarrer BechtolShei m e r.
Beichte und heil. Abendmahl für die LukaS» unb JohanneS- gemeinbe. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gememde erbeten.
AtendS 8 Uhr im llonfirmandensaal bet JohaimeSkirche: Versammlung unb Bibelbeivrechnng-
Montag be i 1. ixebruar, abend- 8 Uhr, im Slonftnuanben- aal bet Johomieslirche: Bibetstunde.
Pfarrer uSfeld-
Mittwoch den 3. Februar, abends 8 Uhr: Tctlammlung deS Frauenvereuis der JohauneSgemembe im Konfirmaudenjaal.
ttatholifche Gemeinte.
Gottesdienst.
Samstag beit 30. Januar:
Nachmittags um 5 Uhr unb abenbs um v Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag ben 31. Ja n., 4. Sonntag nach Epiphanie:
Vormittags von 6* . Uhr au : Gelegenheit zur hell. Betcht.
, um 7 Uhr: Ttc erste heil. Blesse.
, um 8 Uhr: Austeilung der heil. ÄommunioiL
, um 9 Ubr: Hochamt nut Predigt.
, um 11 Uhr: Hell. Blesse mit Predigt.
Nachmittags um 5V, Uhr: (Christenlehre; Predigt; daraus Andacht für bie Abgestorbenen.
TienStag fmbet vor der heil. Dlesje um 6'/, Uhr die Wachs- weihe statt.
Pllltwoch wird vor jeder hl. Messe, ferner um 12 Uhr und abends um 5 Uhr der St. BlastuS-Seaen erteilt.
unterwegs von einem Manne f<-er faul en zu sein, der ihr bett Mund zu verstopfen suchte unb ihr die Kleiber vom Leibe gerissen habe. Auf ihr Schreien sei er gellücktet. Tie Unterfuckung ergab die willige Haltlosigkeit dieser Aus'agen, da an der be- treffenben Stelle wohl Spuren des Mädchens im Schnee zu s.-heu, von scnstigcn Spuren aber nichts zu entdecken war. T 's M'.ocheu gestand ein, sich selbst das Kleid zerrissen -u haben, um ein neues Meid Zu bekommen. Degen deS alten sei sie wiederholt von Schulkameradinnen verhöhnt worden.
* Der Milchdieb. Ans einem Gute bei Ioachimsthal machte man, nach der Mg. irl. Zlg., sL-'n seit einiger Zeit die unangenehme Bemerkung, daß eine der Kühe alltäglich von unbekannter Land abgcmolken wurde. Jetzt ist cs endlich gelungen, den Milchdieb auf frischer Tat zu ortavven. Es war ein M a r d e r, der Gesännack an Milch gefunden halle, und täglich sich einfanb, um das Euter der Kuh im Stalle auSzusaugen. Tic Viehmagd, bie den Marder in voller Arbeit antraf, erschlug chn mit einer ?. orte________________
— Overnstatistik. Das Register zum Deutschen Bühnen- l'pielplan 1907/08, eine Zusammenstellung der in der Zeit vom September 1907 bis August 1908 an den deutschen Bübiten auf- ^eführien Bühnenwerke mit Angabe der Zahl ihrer Auft'ührungen, .ist soeben im Verlage von Breitkopi u. Härtel in Leipzig er- jschienen. Von den Opern erzielte des Franzosen Biset „Lärmen" mit 479 die höchste Zahl der Auifübrungen. Umcr den Deutschen hat diesmal nicht wie s nst Richard Wagner d e Jüb:ung, sondern Eugen d'Albert mit seinem „Tieslan d", das 463 Ausführungen erlebte, von denen allerdings auf die 9-omilche Oper- Berlm 114 entfallen. An .zweiter Stelle erkbeint Wagners Ifiohengrin mit 395 Ausführungen, nährend bie übrigen Werke Wagner- folgende Ausfuhrnngszahlen zu verzeichne»', lwben: Flic- säender Holländer 241, 3henit 46, Tannhäuser 332, Tristan unb iJsolde 112, Meistersinger 183, 9U)cingolb 127, die Walküre *209, ^Siegfried 157 und Götterdämmertmg 134. Richard Strauß Saloineist mit 217 Aufsnhrungen ücrtreien, Humverdincks H ä n- f 1 u n b Gretel mit 136, ST t e n 316 Evangelimann mit 110.
von Saba kam 35 mal, desselben 'V c t 13 mal, Heinrich ZoellnerS B e r - ;LU " te n e G lock c 34 mal, GötzlS Zierpuppen 22 mal zur mulniljrung. Dte neueren Jtalielter erreichten nut 246 Au ■•2 -2i-n^cnc Don< dch'^Scagnis „Eavalleri a" ihre Höchst',ahl, dieser
eoncarauos „Aaja»zo", Pueeirns „Madame und desselben „B^0 h 6 m c" an, während bie Bran- Thomas „M i q n 0 n", 221 von wumwww» 61 g ü t c 11", über 80 von Saint Saem; „S am - 1 0 n u n d D a l i l a' zu verzeichnen hatten.
.Straub- Ülo ehe- tu Dre 4 de ,r hat mit Der Uraufiubnmg der lange evroauettu .Elektra' begonnen, a 5 flritalicic stch ouBevlui) zu dem (Sretquid, bas ,nan euvanet hatte. Vertreter der tnnnkaltschen Kreise nicht nur Teutschtand» unb emc glanzettde t^esellschatt folgten nut Spannung Dem neuen pUkife, in icin Rtcharb Strauß jebenfalbJ ivtcbcv etioav qan; ^"k^rdentltche- am bte Buhne gebracht hat. Neber die Wal I mnv Behanblnng des etoffev und die Steigerung alle- .Insbrull.- »uttel bis ins Groteske wird man uciidiiebeiicr Aleinnug sein. Qmmuhg war ber der At.stuhru.tgezollte Bei'aU. die unter CV ber Zitel-.i-ne ben
höchstmöglichen Anfordenntgen gerecht würbe. ■j.\and)C3 wirkte er- und ber ann eseude liom-
Dcr SiegeLzug
>r den Grenzeit unb nur wenig
Belaniü ist der Grund dieses Hindernisses. Tas Libretto der Operette entstammt nämlich ursprünglich einer Äamöbic von Meilhac, die den Titel „Der Gesand'.schaftSallachS" führte und noch unter dem Sckmtz des litcrarisckren Urheberrechts steht. Die Erben des Verfassers haben bislter den Aufführungen der Lustigen Witwe in Frankreich Schwierigkeiten bereitet und so hohe Forderungen gestellt, daß die Theaterunternehmer vor dem Versuch zurückschreckten. Nun ist es dem Direktor des Gnmnafe gelungen, sich mit den Erben zu verständigen, und die Lustige Witwe wird demnächst in Paris int Apollo-Thealer in Szene gehen. Für die sranHösische Ausführung ist das Libretto einer Umarbeitung unterzogen worden, die dc Flers und Caillavet, die "Autoren bes „Königs", besorgt haben.
— Hubert v. Herkoi.ter, der berühmte englische Maler, der aus Deutschland stammt, hielt dieser Tage in der Rohal Acatemp in London einen Vortrag über das Philiströse, ans dem eS sich verlohnt, einige Stellen wieder- Äugcben. „Tie edelste Kmnstform," sagte der Redner, „ist die Darstellung der nackten Gestalt, und in der Fleisck^ Malerei liegt die Volllommenyrtt der Kunst. Wenn ein Meister ein derartiges Kunstwerk zustande gebracht hat, so geht es niemanden an, wer seine Modelle waren und wie es um ihren Ruf steht. Aber darum kümmern sich gerade die Puritaner. Mir fällt es nicht ein, Gemälde au verteidigen, die eine nackte Frauengestalt in einem modischen Hut dar-
stellen — ich habe Derartiges im Ausland gesehen — oder eine nackte Gestalt vor einem Spiegel. Dergleichen Unnatur- liiüieiten berühren den Grundsatz nicht. Dor einigen Jahren malte ich eine lebensgroße nackte Gestalt mit einer Landschaft als Hintergrund, und gab da,zu die Inschrift: Alles ist schön in nackter Reinheit. Das Bild wurde an die konig- lick-e Atademie gesandt; aber e.n Mitglied des mit dem Aushängen betrauten Ausschusses gestand mir, daß man nicht wage, dem Bild den ihm gebührenden Platz anzu- weisen. Aus dem Saal, in dein es hing, vertrieb daS Blld dann alle Besucher. Es verursachte mir großen Spaß, zu sehen, wie die Leute sich durch den Saal schlichen und einer
über die Schultern des anderen das Bild anguckte. Eines
Lageü stellte sich ein guter Phlli'ter keck vor das Bild. Aber
nn Ru l ette i.)n seine Ehesrau beim Arm gepackt und tjin- cuc.V-crri, während sein Gesicht zu sagen schien: „Ja, wo ijt denn das Sündhafte?"
Über umfangreiches Material zusammmg:sttllt unb die Verhält- größte unb reichhaltigste Tageszeitung Tberhestenr nisse an anderen Hochschulen in Betracht gezogen. Darnach bc- । al-sichtigt die Regierung, die schtveren Vestiimnungen bei der Auf nähme zu mildern, sowie auch die Anforderungen zu den Diplom
:mübcnb, aber bev tcbluü fdt < ( buid», Ipouift tombe lange unb en;
— Tie „Lustige Öitroe*’ t it bei ,,Lu|tigcn Witwe hat bisher tic .> du ttanjöiischeu Republik Hau machen Müs
Temperatur ber XluU
Absolute oeucbngkeit
Relative
Feuchttgkett
1 15
4 4
»1
-4.»
3,2
89
-11,5
1 V
86 ,


