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28.6.1909 Erstes Blatt
 
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1er Sahnenivch r. dem Festzch nleut Heß übergab die gqhrtetc We unb m herein wurde mdi -r -eutsch-Amerikaner m dcrcin eine prM Vereins sprach HA isen sich die Chöre der Ami. Die Heucrnll ist man im allgemein 'l Jii wünschen übrig, ite sich das Gras cki >er Ernteaussall tjeibn- ; 5 Mk. gestiegen. 3a man von dieser Fult«. vielerorts bestehen du > Vieh im Preise gar; virt gezwungen ist, sei-

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Gläubiger der Tarn d ab hielten heute em' ägt ungefähr 12270® ,s; die Gläubiger M trebt einen ^iva nzs'

Juni. In dem linl? 1 nie £rtc Raunhrm, legtetigt wird, das sin riorgung sehr geeignet .iv.^ hydrologisch unter Mainzer StaMwI- nq angestrebt, naW 1907 im Vorlandes! udes Ergebnis wjichtigl mit W® en Gebiet zu cruD gegen den W wegen Mordes S feinen worden, da die »oy haben, .daß er }L icmnftdltiw«11*1*

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Rerchsgcrichtsbrief.

Nachdruck verboten. I. S. Leipzig 'luui 19OQ

c r u r t c i l u n g z u r Schabenscrsatz 1 c i ft'u n q ro c <i c n Sieben ai) end eines unbeleuchtete n Wagens auf der Straße bei bereinbrechender Tunkclheit.

r ^nhof des Kränklichen Städtchens Schwabach liegt etwas außerhalb bei <5tobt. Aus die,em Bahnhofe hatte der Spediteur W. oft zu tun. Wegen Krankheit bes W. sollte befseu das 6)e^« schäst weitenühreude Frau die Spesen möglichst verringern, und es war idilieblia? gebräuchlich geworben, daß ein Kutscher -,nioci Wagen mir cm Geipanu und eine Laterne hatte, wie auch die Fuhrknechte zumeist so beschäftigt waren, das; ihnen tonm Seit blieb, Mitkagsmahlzeit zn halten. Als am 25 Oktober 1904 einer dieser Fuhr knechte den Auftrag erhallen halte, einen Waggon Tonrohrc von dem Bahnhof nach dem Lagerplatz des Empfängers an der Bartstraße zu befördern, führte er den Auftrag in der innnerhin ost üblichen Meise aus, daß er den aut deni Bahnhof vollbeladenen Wagen nach bem Lagerplatz an der Parkstraße fuhr, ihn dort zum Ablabcn stehen ließ und wieder mit einem leeren Wagen nach dem Bahnhöfe fuhr, ihn beladen ließ um ihn dann mit dem inzwischen auf Feiii Lagerplatz leergemachlen auszu- tauschen. Bei brr letzten Fuhre Tonrohre hinterließ er auf dem Lagerplatz bie Weisung, baß der Wagen nach der Entleerung aus die. Parkslraße geschoben werden soll. Er selbst fuhr mit dem leeren Wagen nach dem Bahnhof zurück, in der Absicht, dort Gas kohle zu laden und nach der Gasanstalt zu fahren. Auf dem Rückwege wollte er den leeren Wagen aus der Parkstraße holen. Auf dem Bahnhöfe angetommcn, lvurde ihni von einem anderen Arbeiter seiner Firma Mitteilung gemacht, daß nach einem tele­phonischen Anruf der erste hier von seiner Firma cintreffcndc Arbeiter beim Steineabladen helfen sollte. (Es war bereits nahe an, 5 Uhr und es handelte sich um eine eilige Entladung eines Eisenbahnwaggons. Nachdem der Fuhrknecht erst lvidersträubt

unb bas Bebenken geäußert halte, daß auf ber Parkslraße der leere Wagen stehen bliebe, ließ er sich schließlich doch von dem anderen Arbeiter, der ihm schon öfters Aufträge erteilt halte, zum Abladen der Steine bewegen.

Inzwischen war es siiisler geworden und infolgedessen ein bom Schweinehandel zurücklehrender Gastwirt G. mit seinem Kutschwagen gegen den auf ber Parkstraße stehenden leeren Wagen der Speditionsfirma W. gefahren, wobei er zu Unglück gekommen tvar. G. erhob daraufhin Schadensersatzansprüche gegen die in­zwischen zur Witwe gewordene Geschäftsinhaberin W.

TaS Landgericht Nürnberg erkannte zunächst bie Ansprüche des Klägers ,dem OSnntbc nach für gerechtfertigt an. Auf bie Berufung der Beklagten würbe das Urteil des Landgerichts vom Oberlaudesgericht Nürnberg rwhin abgeändert, baß bie Klage ab­gewiesen würbe.

Gegen dieses :lliteil hatte der Klager Revision beim Reichs­gericht eingelegt. Ter 6. Zivilsenat des höchsten Gerichtshoss hob daraufhin Bas Urteil des Oberlanbesgerichts Nürnberg auf uitb stellte unter Zurückweisung der Berufung das Urteil des Lanbgerichts wieder her, wodurch der Klageanspruch endgültig als gerechtfertigt zuerkanut anzusehen ist.

Tie nachfolgenden Entscheidungsgründe des erkennenden Se nats erklären, daß das Stehenlassen unbeleuchteter Fuhrwerke in den Straßen und auf den öffentlichen Plätzen von Schwabach zurzeit der Tunkelbeil durch eine aus Grund des Blankettgesetzes in $ 366 Z. 10 St G. B. erlassene ortspolizeiliche Bestimmung verboten lmd unter Strafe gestellt Ivar. Tie ortspolizeiliche Vorschrift, sowie die ihre Grundlage bildende Bestimmung des .St. G. B. seien, wie die Urteile der Vorinstanzen mit Recht an genonnnen haben, als Schutzgesetz im Sinne bes § 823 Abs. 2 B. G. B. zu erachten, so baß ihre liebertretimg für einen durch diese cingetretenen Schaden haftbar niache. Es sei nun nicht nur am Unsallstage, sondern auch vorher schon wiederholt vorgekom- nlen, baß Wagen des Fuhrweiksdetriebes ber Beklagten von ben bis in den späten Abend beschäftigten Fuhrknechten unbeleuchtet in den Mendstunben auf den Straßen stehen gelassen worben waren. Tieser wiederholte Verstoß gegen die verkehrspoftzcckichen Bestimmungen weist an sich schon darauf hin, baß in bem Gewerbe­betriebe der Beklagten etwas nicht in Ordnung gemeint sei. da­durch habe sich die Beklagte aber haftpflichtig gemacht.

Vermachtes.

Friedrichshafen, 26. Juni. Die U e berf ü h rung des3. P nach Metz ist des schlechten Wetters wegen wieder verschoben worden. An der Fahrt nehmen teil: Major Groß, Hauptmann George. Leutnant Brandl, Ingenieur Müller, zwei Monteure, zwei Chauffeure, ein Seematrose und .zwei Soldaten. Oberingenieur Dürr wird auf schnellstem Bahnwege das Luftschiff begleiten. Wie dieFranks. Ztg." meldet, sollen in Dietz zunächst 14 Tage lang Uebungsfahrten mit demZ. I" vorgenommen werden. Dann beabsichtigt man, größere Motore einzubauen, um das Luftschiff gegen Sturm widerstandsfähiger zu machen. Auch sollen größere Propeller angebracht werden. Später wird Metz seiner Be­deutung als Festung und Hauptaufklärungsort im Kriegsfälle entsprechend einenZeppelin" neuesten Typs erhalten.3- I" soll dann als Schulschiff nach Berlin überführt werden.

* Die Typ hu sc Pi d e m i c in St. Brieux greift immer mehr um sich. Tie Krankenhäuser sind überfüllt; 71 Soldaten und 90 Zivilisten werden in ihnen behandelt,

Herrgras-BersteiHerung.

Das Heugras von den Gemeindewiesen der Gemeinde Trohe soll Dienstag den 29. Juni lsd. Fs., vormittags 8 Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden.

Trohe, am 28. Juni 1909.

Großherzogliche Bürgermeisterei Trohe

Schmidt. 3660

Ortsgewerbeverein.

Geoeral-Vcrsammlung

Mittwoch, 30. Juni, abends 8-/2 Uhr i»! Gcwcrbchaus.

Tages-Ordnung:

1 Jahresbericht; 2. Rechnungsablage; 3. Voranschlag f. 1909;

4. Vorstandswahl; 5. Verschiedenes.

Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein

?e/x Der Vorstand.

W

1

außerdem werden mehrere hundert Personen in ihren Woh­nungen verpflegt. Tie Verunreinigung des Trinkwassers, die zur Epidemie geführt hat, ist durch große Regengüsse vor drei Wochen erfolgt. Der Unterstaatssekretär des Kriegs- Ministeriums, E Heron, hat verschiedene Sicherheitsmaß- nahmen veranlaßt und gerichtliche Klcvge gegen mehrere Zivilärzte erhoben, weil diese beim ersten Auftreten der Epidemie keine Anzeige bei den Behörden erstattet hatten.

* Eine n.cue Erfindung Edisons. Edison teilt mit, daß es ihm nach jahrelangen Bemühungen endlich gelungen sei, einen elektrischen Akkumulator zu erfinden. Dieser bestehe aus GO Zellen und wiege nur ea. 18 englische Pfund. Der Akkumulator kann einen Wagen von einer Tonne Gewicht von London nach Southampton irt dreimal geringerer Zeit slüleppen, als es augenblicklich ein Motor von zwei Pserdeträften vermag. Ter Akkumu­lator arbeitet vier Jahre. Nm ihn neu zu laden, genügt es, ihn nur für einige Sekunden an die Leitung eines Elek trizitätswerkes anzuschließen. Die neue Erfindung wirb auf der Straßenbahn von West-Oranje im Staate New- Jersey erprobt werden und dürfte später überall eingeführt werden, da er den Straßenbahnverkehr ruhiger gestaltet.

Kleine Tageschronik.

Tcr Z a r spendete bei seiner Abreise von Stockholm 1000 Rubel für bie Armen der Stabt.

Tie Petersburger Geistlichkeit verweigerte die kirchliche Weihe ber zu Ehren Tolstois gegrünbeten Speifehalle ber Armen.

In bem Bergwerk Santa Elisa bei Bclmez in ber spani­schen Provinz Cordova erfolgte vorgestern nachmittag eine schwere Grubenexplosion. Ter Bürgermeister von Pueblo s)hicbo, der sich in unmittelbarer Nähe ber Unglücksstelle befindet, mclbetc an den Gouverneur ber Provinz Eorbova, baß elf Bergleute tot, brei schwer unb viele leicht verwundet sind. Bisher konnten sieben Benvundete und drei Tote geborgen werden.

In Rogncs (Südsrankreich» lvurde gestern nachmittag um 3 Uhr 45 Minuten wiederum ein leichter Erdstoß verspürt, ber unter ber Bevölkerung große Unruhe verursachte.

Handel ttitö Verkehr, Volkswirtschaft.

Zusalnm enbrucheinerAschaffenb arger Hols- haublung. Vor einiger Zeit war berichtet worden, daß die Forstprodukten- und 'Holzfirma Nikolaus Haus in Aschaffenburg, welche auch über den Holzhandel des Mains hinaus eine gewisse Bedeutung besaß und Lroße Geschäfte betrieb, zahlungsunfähig, geworden ist. Ta der zunächst angenommene Status ein relativ günstiges 'Bild gewährte, hofften die Gläubiger, eine nennens­werte Quote ans ihre Forderungen zu erhalten. Bei genauer Revision der Wechselengagements stellte sich heraus, daß die meisten im UmlaufZiefinblichen Wechsel wertlos sind und außerdem um­fangreiche Fälschungen vorliegen. Der Firmeniuhaber Hal die Flucht ergriffen. Tie Gläubiger dürften nunmehr fast leer aus- gFIjen.

Märkte.

ic. Frankfurt a. M.» 28. Juni. (Orig.-Telegr. desGieß. Ailz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt preis e. Weizen Alk. 26.0026.25, Kurhessischer 9)1 f. 26.0026.25, La Plata Ml. 26.2527.25, Kansas Alk. 00.00- 00.00, Roggen (hiesiger) Ml. 19.5020.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 19.0020.00, Franlcn- fclbcr Mk. 19.0020.00, Haler 20.00-21.00, Mais Alk. 18.00-00.00. Weizenmehl 0 Mk. 36.00 00.00, 1. Qualität Alk. 34.50 bis Alk. 00.0), 8. Qualität Mk. 32.5000.00, Noggeimlehl o

Mk. 25.00-00.00,1. Qualität Alk. 24.50-00.00, Wcizenkleie Alk. 10.75 bis Alk. 11.00, Roggenkleie Mk. 11.7512.00, Maiskeime Alk. 00.00 dis Alk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 19.7520.25. Alles per 100 Kg. ab hier.

ke.Frankfurt a. M., 28. Juni. (Telegr.Orig.- Bericht des Gieß. Ailz.".) 9(intlid)c Notierungen der heutigen ViehMarkt­preise. Zum Verkaufe" standen: 515 Ochsen, 58 aus Oesterreich, 37 Blillen, 0 ans Oesterreich, 1083 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 373 Kälber, 242 Schale und Hammel, 1929 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schallämmer. Bezahlt ivnrden für 100 Pflmd Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 7882 Alk., 2. Qualität 7073 Mk., 3. Qualität 6064 Mk.; Bullen: 1. Qual. 6466, 2. Qual. 5961 ; Kühe 1. Qualität 7072 Mk., 2. Qual. 5860 Alk., 3. Qual. 4648 Mk., 4. Qual. 0000 Alk., 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gew.: .Kälber 1. Qual. 94-94 Pfg., Lebendgew. 5255 Pfg., 2.Qual.6875Pfg.,Lebendgew.40-45Psg.,Schlachtgew. 6065Pfg., Lebendgew. 3438 Pfg.: Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Pig., 2. Qual. 7074 Pfg. Schweine: 1. Qual. 7073 Pf., Lebendgewicht 56,500,0 Pf., 2. Qual. 7172 Pf., Lebendgewicht 56,000,0 Pfg., 3. Qual. 6569 Pfg., Lebendgeivicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, llcbcrftnub unbedeutend, bei Kleinvieh gut, Uebcrftonb bei Kälbern und Schafen feiner, bei Schweinen gering.

Eingesandt.

sF-ür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikunt gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Auf die Eingabe der Anwohner des Sellerswegs berichtet der Herr Oberbürgermeister in der letzten Stadlverordncten-Vcr- l'nmntlung, daß er über die Fortschritte des Straßenbahnbaues sehr überrascht gctocjcn sei und daß die Hausanschlüsse der eleklri-

Theater-Verein-

Mittwoch den 30. Juni, 81/, Uhr, im Gcsctlschaftsvercin

General 4-ersanlmlung

28/

Tages-Ordnttng: Rechnungsablage, Vorstandswahl.

in Holstein

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scheu Leitung die Ursache der Verzögerung wären. Nun mutz man eine Photographie, von einer anderen Seite ausgenommen, besehen.

Ta ist 5imäd)ft zu konstatieren, daß die betr. Anschlüsse schon gegen den 21. ds. fertig waren, aber seit dieser Zeit die im Wege sitzenden Kanalschachtc umgebaut iverden. Warum ist dieses nicht gleich richtig gemacht wörden ? Und warum hat dieser Umbau nicht scho.: längst stattgefunden? Und nun denke sich einmal der Herr Oberbürgermeister als Ladenbcsitzcr am Scltersweg, dessen Tageseinnahmen konstant rin_ Minus zeigen feit dem Aufbruch im Gegensatz zu den gleichen Tagen des vorigen Jahres! und dieser Kaufmann auf Grund seiner Statistik schon vor Monaten über seine Tageseinnahmen disponiert hat. Wenn sich nun der Herr Oberbürgermeister richtig in diese Konsequenzen hinein denken kann und ferner, daß airch hier iviedernm der Kaufmann die schwersten Lasten traqim soll, so dürfte dies Verlangen nach lieber- oder Nachtschichten, wie solche in Frankfurt und anderen Städten üblich find, nicht als unbescheiden bezeichnet werden.

Besonders zu erwähnen ist noch, daß z. B. am Samstag garnichl an dem Bau der Straßenbahn Seltcrsweg gearbeitet worden ist.

Auf dasEingesandt" in Nr. 117 d. Z. erwidere ich, daß nach meiner Ansicht der Einsender in der Abneigung gegen fremde Verkäufer, deren Nützlichkeit übersehend, sich in den Ti en st der Konkurrenz stellt, speziell mein Geschäft treffen wollte und fehle tvohl auch nicht, wenn ich weiter amtebme, daß der selben egoistischen Feder s. Zt. die sehr abfällig aufgciv.'mmcncn Ergüsse bezgl. ber Maroiten-Verkaussstänbe und anläßlich der Hilfeleistung bei ber säwccklichen Erbbebcn .llatastrophe entslammen.

Ich weise seine unbegrünbete, unwahre unb sogar sich wibcr- sprcchcnbe Tarstellung enlschicbcn zurück unb ersuche ihn, sich zu nennen!

Vor ber Belagerung meiner Verkaufsstelle bnrch Tarnen ber besser en Stäube, die wohl auch ein f e i n e r es Urteils­vermögen haben, kapituliere ich aus vielen Gründen so leicht* nicht.

Ich halte sic auch ferner durch vorzüglich c r e Waren, bedeutend niedrig c r e Preise iu jeder Qualität und richtigen Takt mir geneigt, verachte jede Ringpreislreiberei und begegne brr über­großen Nachfrage in ber Saison durch Ordnungsliebe, Fleiß unb Nüchternheit, welche ich ber .Konkurrenz auch empfehle.

Gießen, ben 28. Juni 1909.

N. M as 6 , Schloßgasse.

Gießener wetterdientt.

VornuSsrcktlichc Witterung für Heften am Dienstag dem 29. Jnni: Veränberliche Bewölkung. Vereinzelt Gewitterregen. Temperatur wenig verändert.___________________________________

Orrginal-Dvahtmel-ungen.

P osen, 28. Jutzi. Staatssekretär T crnburg und der Ultterstaatssekrctär von L in degui st sind hier ein- getroffen, uni das Siedelnngsgebiet zn besichtigen.

Rom, 28. Juni. Ter sozialdemokratischeAvanti" hatte für gestern eine Versammlung einbernfen, an der zahlreiche Deputationen z.ahlreicher Provinz-verbände teil- nahmen, um die gelegentlich des Zarenbesuches etn^u- nehmenbe Haltung zn vereinbaren. Es wurde eine Re­solution beschlossen, den allgemeinen Arbeit/rverband und die sozialdemokratische Parteileitung zu ersuchen, für den Tag der Ankunft des Zaren den Generalstreik zu p r o t (et in i e r e n und überall Versammlungen abzuhalten.

Paris, 28. Juni. WiePetit Paristen" aus Peters-- bürg erfährt, besteht die feste Absicht einer Begegnung des Zaren mit dem neuen Sultan.

Paris, 28. Juni. 29 Trähte der Linie Paris-Bor- beaur wurden zerschnitten und verwiekelt. Wie die Unter­suchung 'ergab, handelt es sich um die Tat sachkundiger Leute.

Paris, 28. Juni. Ter Matin veröffentlicht Aus­lassungen Maximilian Har de ns imb des Ab­geordneten Erzberger über die Krise in Tentschtand. Ersterer erklärte, die Finanzreform werde durchgeführt werden, die Temission des Reichskanzlers sei aber nnoermeidlich. Erz­berger gab seiner Ansicht dahin Ausdrnet, daß das Reich binnen wenigen Tagen die nolwendigen Steuern haben werde.

Paris, 28. Juni. Rach einem Telegramm des Matin aus San Sebastian bestätigen bie aus Varese eiiigelaufeueii Nachrichten, daß der G e s u u d l) e i t s z n st a n d Ton Carlos keine .Hoffnung mehr lasse.

Casavkanea, 28. Jnui. Hundert spanische Soldaten sind nach Marokko eingeschisft worden. Bon ihnen gehen 75 nach Ceuta. Tie Nachrichten aus El Ksar lauten sehr nubefriebigend. In der 'Provinz herrscht völlige Anarchie. Tie Europäer werben fortwährend belästigt.

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