47 Dveiies Vlatt
18v.'Jahrga«g
Adotmevstag, 2.~ ^cürimv
scheint tt-N- mti VuSnahme des Tonntag».
Die „Etetzener Familienblätter- «erben dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da» „Hrctsblott für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die ^Landwirtschaftlichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesjen
RotattonSdrnck tmb versag der TrübNche» Unwerfnäts.iBucb. und GteuibtudereL Öt Lange, ©icßcn.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. Expedition und Verlag: 5L
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tvaltung und den Reichstag früh in i ~
Deutscher Reichstag.
212. Sitzung, Mittwoch, den 24. Februar.
Am Tische des Bundesrats: v. BethmanN'Hollweg. Dornburg. Das Haus ist sehr schwach besucht.
Präsident Graf Stolberg
eröffnet die Sitzung um 2 Uhr.
Der Etat deö Rechnungshofes.
Zur zweiten Beratung des Etats für den Rechnnngshof Deutschen Reiches liegt eine Resolution der Bndget- kommission vor, die Maßregeln zur Vereinfachung der gesamten Rechnungslegung fordert.
Abg. Nacken (Zentr.)
erstattet bcn Bericht über die Verhandlungen der Kommission. Allgemein sei der Wunsch nach einem eigenen s e l b st ä n d i g e n Rechnungshöfe für das Reich zum Ausdruck gekommen, s^eht werden die Rcichsrechnungcn von der Preußischen Ober- rechnungskammer erledigt, die für diese Zwecke einen besonderen Rechnungshof konstituiert. Einer Bureaukratisicrung der Rechnungslegung müsse vorgebeugt werden. Mehr kaufmännischer Geist sei auch hier notwendig. Erfreulich ist, daß der Rechnungshof die Bildung von Monopolen bei Lieferungen zu verhindern sucht. Keinesfalls dürfe aber diese Kontrollbehörde damit ihre Zeit vergeuden, allerlei Kleinigkeiten zu bemängeln, die oft nicht der Rede wert seien.
Abg. Erzberger (Zentr.):
Zum ersten Male seit Bestehen de? Reichstages ist der Etat des Rechnungshofes in der Äudgetkommission beraten worden. Zum ersten Male stellte sich auch ein Vertreter des Rechnungshofes dem Hause vor. Wir waren mit seinen Darlegungen durchaus zufrieden. Daher ist auch bei diesem Etat — als einzigem — kein Abstrich gemacht worden. Der Reichstag spricht der Tätigkeit des Rechnungshofes seine Anerkennung au5.
Abg. Dr. Wagner (Kons.):
Auch wir schließen unB den anerkennenden Worten über die Arbeit des Rechnungshofes an. Selbstverständlich stimmen wir auch der Resolution gu. Die Gutachten und Berichte des Rechnungshofes sollten auch dem Reichstage zugänglich gemacht werden. Den Mitgliedern des Rechnungshofes sollte gestattet sein, den Sitzungen der Budgetkommission und der Rechnungökommission betzuwohnen.
Der Etat wird in zweiter Lesung erledigt, die Resolution angenommen. Die Po st-Dampfer-Vorlage, die die Subvention des Norddeutschen Lloyd von jährlich 500 000 Mk. erhöht, wird in dritter Lesung ohne Debatte angenommen, ebenso die Vorlagen über die Einwirkung von Armen- u n t e r st ü tz u n g a u f ö f f c n t l i ch e R e ch t e. Weiter wird in dritter Lesung erledigt die Rechnung über den Reichshaushalt für 1003 und die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben für die Sch utzgebietc ohne Kiautschou für 1904.
Der Etat von Liiautschou für 1906.
Die Budgetkommission beantragt, die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben in zweiter Lesung durch Kenntnisnahme für erledigt zu erklären.
auch nicht für die einfad'^fr Gebiete dos RechnungölegcnS bc- soffen hat. Wir wiffcii nu c das Geld ist allo; ob die ©c
bäude, die dafür gebaut fin?..ufr ?uch wirklich existieren, wissen wir nicht. Ta ist es nicht m ^irafrika jetzt eine Landes.
steuer einzuführen ohne |leö(£ Kontrolle durch die hiesige Vcr- unb den Reichstag, Staatssekretär hat uns heute der Budoetkommissi?“ stu^ Mitteilungen gemacht, in welcher Weise die Summen den Kommnnalvorwalmngon ber ■ wendet worden sind. WaL ist t^nn^überhaupt dort die Kcmmuna'- verwaltung? Meistens nur o-^^Arl^mtmann, ber Bezirk., sekretär und der KommunalselrcTa?^—L'7schicd der Partei müssen wir unS mit den Grundsätzen, die der Rechnung: hof aufgestellt hat, einverstanden erklären: sic geben dem Gon vcrneur genügend Bewegungsfreiheit, jicheni aber das Etntsrecht des Reichstages. *
Abg. Erzbergcr (Zentr.) bittet um Ablehnung dieses Antrages und beantragt, zwar Kenntnis zu nehmen, aber vorbehaltlich der bei der Prüfung der Rechnung sich etwa ergebende Erinnerungen. Er bedauert, daß so wichtige RechnungL fachen vor einem so leeren Hause und nur bei großer Unaufmerksamkeit erledigt werden müßten, und wendet sich gegen die Etatsuberschreitungcn, die in der Zeit der Sparsamkeit verhütet werden möchten, sowie gegen die Art der Buchung. Der Redner verlangt schriftliche Berichte über die Rechnungen, genauere Prüfung und von der Verwaltung eine scharfe LMveisung an ihre Gouverneure usw^ daß die Etats dazu da seien, daß sie gehalten
Abg. Dr. Goercke (Natl.) r
Danach konnte man anuehmen, die Rcchnungskommission habe nicht ihre Schuldigkeit getan, und habe der Regierung nicht Icharf auf den Zahn gefühlt. Das ist doch geschehen. Schriftliche Berichte haben toirjnit guter Absicht nicht erstattet, denn die werden doch ad acta gelegt; bei mündlichen Berichten ist doch wenigstens eine Anzahl vonAbgeordneten hier zugegen. Alle die einzelnen Punkte, die Erzberger besprochen hat, sind auch in der Kommission schon untersucht worden. Der Redner legt das Ergebnis dieser Prüfung im einzelnen dar. Notwendig ist eine ganz andere Verbindung zwischen Rechnungshof und Reichstag, erst dann wird die Prüfung durch die Rcchnungskommission bc3 Reichstags mehr als nur theoretischen Wert haben.
Korvettenkapitän Drenkmann erläutert die von Erzberger beanstandeten RechnungSpunkte.
Abg. Erzberger (Zentr.):
Die Ausführungen des Abg. Goercke und des RegierungS- kommissars zeigen doch, daß mein Wunsch nach einem schriftlichen Bericht nicht unbescheiden war; denn wäre daS, was sie soeben Sührt haben, schon in einem schriftlichen Bericht uns mit«
. so wäre manches klargestellt gewesen. Einen Vorwurf gegen die Rechnungskommission wollte ich nicht erheben, im Gegenteil, ich schätze gerade ihre Arbeit hoch ein und wünsche, daß man draußen mehr Notiz von ihr nimmt. Gerade deLbalb wünsche ich einen schriftlichen Bericht. So gut, wie der nicht gelesen wird, wird der mündliche nicht gehört. Den Herren aus der Verwaltung wäre es — das geht aus den Ausführungen des Regierungsvertreters klar hervor — offenbar am liebsten, wenn sie statt eines Etats ein Pauschquantum erhielten. Kann ich ihnen gar nicht übel nehmen; aber wir, der Reichstag, haben eben das entgegengesetzte Interesse.
Der Antrag Erzberger wird an Stelle des Antrags der Budgetkommission angenommen.
Die nächste Rechnung ist die über den Haushalt der afrikanischen Schutzgebiete für das Etatsjahr 1896. Auch sie steht zur zweiten Lesung.
Abg. Erzbergcr (Zentr.) :
Mit einer dreizehn Jahre alten Sache müssen wir uns jetzt beschäftigen! Bei aller Würdigung " der Schwierigkeiten einer raschen Rechnungslegung aus den Kolonien ftndet das doch seine Begründung lediglich in der Wirtschaft, die damals draußen getrieben wurde. Es Hingt geradezu märchenhaft, was uns der Rechnungshof darüber mitteilt, Da müssen Zustände geherrscht haben, die in einem ordentlichen Betriebe unmöglich sind. Der Rechnungshof stellt klipp und klar fest, daß ein Teil der Beamten dort nicht nur keinerlei Verständnis für Geldausgaben, sondern
Direktor im Kolonialamt Eonyc:
Wir haben bereits angefangeu, nach diesen Grundsätzen zu verfahren. Sobald das Haus sie gebilligt hat, wird auch den einzelnen Gouvernements Gelegenheit gegeben irerben, davon Kenntnis zu nehmen.
Abg. Roste (Soz.): *
Unsere schärfste Kritik, wegen deren wir noch vor gar nicht lantzer Zeit so heruntcrgcriffen wurden, wird übertroffen durch - die jetzigen Feststellungen bc5 Rechnungshofes. Verschiedentlich 'st in geradezu unverantwortlicher Weise mit dem Gelbe gewirtschaftet worden. In einem Schutzgebiete ist z. V. in einem ein* Zigen Jahre der Bedarf an Streichhölzern um 1000 Mcn! gestiegen. (Hört, hört!) Es muß ernstlich erwogen worden, ob die schuldigen Beamten nicht regreßpflichtig gemacht werden können.
Abg. Goercke (Natl.):
Zweifellos ist nicht alles mit rechten Dingen zugegangeiu Man hat den Fehler begangen, Beamte in die Kolonie zu schicken, die von dem Rechnungswesen nichts verstanden. Es fehlt chnen an der nötigen Vorbildung und Erfahrung. Außerdem mußten sie oft auch die Rechnungsgeschäfte beiseite lassen, um andere dringend.' Arbeiten zu erledigen. Auch den Reichstag trifft eine g e w i f s e S ch u ld, weil er nicht rechtzeitig genug eine scharfe Prüfung der Rechnungen vorgcnommeu hat. Freilieb darf man auch die Vorwürfe gegen die Verwaltung nicht übertreiben. Wenn den Kommunen 50 Prozent der Zölle und 20 Prozent der Gewerbesteu«: gewährt wurden, so war das feine willkürliche Maßregel, sondern die Budgetkommission war damit cinver'iau- den. Durchaus berechtigt ist der Wunsch, daß bei Mehr« oder Minderausgaben bei einem Titel die Gründe angegeben werden.
Die Abgg. Schwarz e°Lippstadt (Zentr.) und Dr. Mugdan (Fr. Vp.) rügen ebenfalls die vorgekommenen Un- regelmäßigkeiten.
Die Rechnungen werden nach dem Anträge der Kommission in zweiter Lesung durch Kenntnisnahme für c r. ledigt erklärt.
Das Haus vertagt sich.
Donnerstag 2 Uhr: Antrag Brandys '(Pole)' wegen der. Frei, heit des Grundeigentmnserwerbs und Antrag der Wirtschaftlichen Vereinigung auf Reform des Patentwesens.
Schluß 4% Uhr.
politische Tagesschau.
Ein Führer durch die Reichsfinauzen.
. Die Bereinigung zur Förderung der Reichsfinanzreform hat weben den 1. Band eines Führers unter bent Titel „Die Reichs- 'inanzretorm" herausgegeben, der in dem stattlichen Umfange von
Bogen im Verlage von Hermann Hitlger in Berlin W. 9 er- scheint und wohl das beste und übersichtliclffte Aufklärungsmaterial darstellt, das zum Verständnis ber grossen Re form frage geliefert werden konnte. Als ein besonders gimstiges Zeichen möchten wir es betrachten, daß sich unter den Mitarbeitern neben ftihrettden Gelehrten vom Namen eines Lamprecht und von Mat-cr, Vertreter aller Blockparteien-befinden. Der 1. Band setzt einleitend die Notwendigkeit der Reichsfinanzreform auseinander, beleuchtet weiter die Finanznot und ihre Entstehung und schließlich Deutschlands Steuerbedars und seine finanzielle Leistungsfähigkeit. S'm 2. Baud, der nächster Tage gleichfalls, zur Ausgabe gelangen wird, sollen dann die einzelnen ins Auge zu fassenden Steuer- arten behandelt, zugleich auch Vergleiche mit der Finanzpolitik deS Auslandes gegeben werden. Die einzelnen Abschnitte, in denen sich ausserordentlich wertvolle Darlegungen über das Interesse dec einzelnen Berufsstände an ber Finanzreform finden, ergehen, gestützt auf schlagende Ausführungen aus autoritativen Urteilen ber verschiedensten Art. gestützt, auch ans sehr bemerkenswerte Urteile des Auslandes über - die finanzielle Lage Deutschlands, ein Gesamtbild vvn so .-wingender.Beweiskraft, daß kein aufmerksamer Leser sich feiwem Eindruck wird entziehen können.
Die Rot der Deutschen in Oesterreich.
.So betitelt sich eine tm Verlage der „Moldaoia* in Budmeis (Böhmen) erschienene und vom deutschböhmischen Landtagsabgeordneten Franz R. Reitterer verfaßte Broschüre, welche in kurzen Umrissen ein so klares Bild von den na- lwnalen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen unseres ^Nachbarstaates gibt, wie kein andere? Werk. Das Ganze ist cicentlid) ein Vortrag, den der Verfasser auf einer Tagung 'des Alldeutschen Verbandes in Leipzig gehalten hat, den: in zahlreichen Fußnoten und einem Anhänge sehr wertvolles, statistisches Material über die Nationalitäten, die Steuer- verhnltnisse und die politischen Parteien Oesterreichs beigefügt ist. .Die Schrift zeichnet sich durch Kürze und Sachlichkeit aus. _ Der Verfasser bringt nicht seine subjektive 'Anschauung vor, sondern eben nur Tatsachen, die nicht jedermann bekannt, aber die eigentümliche Stellung der Deutschen in Oesterreich begreiflich machen.
Universitäts-Nachrichten.
s. Darmstadt, 23. Febr. In einer zweiten Studentenversammlung konnte nunmehr der allge m eine Studentenausschuß gegründet werden. Der Streit mit den.konfessionellen Vorbedingungen ist dadurch erledigt worden, daß in die Statuten .ein Passus ausgenommen wurde, nach dem jede durch beit Ausschuß vertretene Verbindung erklärt, daß sie auf nationalem Boden steht und keine bestimmte Partei vertrete. — Wie die fetzt abgeschlossene Rechnung ergibt, belaufen sich die gesamten Kosten für den von der Darmstädter Studentenschaft am 6. November 19081
•=.. Aubenfia
eingeweihten Bismarckturm auf dem Donnersserg auf! erkannte gegen ihn oufBij Jahre Zuchthaus unb gegen Korth
auf 2 Jahre.
des
3% Portugiesen
III
108.60
98.60
Börse, 25. Februar. Anfangskurse.
. 169.00
243.10
149.10
218 50
110.50
97 90
97 50
93.80
. 17.00
. 142.40 . 118.-
Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkcnlose . . .
Industrie. Giessen.
Börse, 25. Februar, 1.15 Ubr.
. 118.40
. 118.95
Berliner Handelsges. . Darmstiidter Bank . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . .
Kreditaktien . . . .
Baltimore- und Ohio-
Eisenlahn . . . .
Gotthard bahn . . . .
Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . Pri nce-H enri-Ej senbab u
. 171.00- . 127.80
. 243.40 . 136 50 . 185.80 . 149.10 . 196.50
1% Oesterr Goldreutc. . 4*/8 % Oesterr. Silberrcnte 4-z Ungar Goldrente .
4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I .
3%
sr
'W!t
Elektriz. Lahmeyer .
Elektriz. Schuckert .
Händen waren. Dieser Betrag soll durch Zwangsbeiträge zusammengebracht werden und Kwar soll jeder Student zu Beginu eines Semesters 3 Mk. zu zahlen haben.
* 31! a d e m i e z u F rankfurt a. M. Nach dem Vorlesungsverzeichnis für das am 27. Avril beginnende Sommer- Semester hat der Lehrplan eine Erweiterung erfahren, besonders in Bezug auf die Seminare sowie Mathematik und Naturwissenschaften. Für Geographie ist ein besonderes, gnt ausgestattetes geographisches Institut eingerichtet. In den Lehrvlan sind jetzt anch Astronomie, Tvtik, Völkerkunde und russische Sprache autgc- nommen worden. Die Gesamtzahl der Vorlesungen rind Hebungen beträgt 115. Davon entfallen 22 ans Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeographie, 11 aufNechtswiffenichast, 5 aiü Versichernngß« »vissenscha't und Statistik, 16 auf Hcmdelswissenschasten, 39 mit Philosophie, Geschichte, Geographie, Literaturgeschichte und Nettere Spracheit, 22 tun Mathematik. Aalnrwissenschatten und Technik. — Dr. et phil. Schultze, Assistent am psychologischen Jnstitnt und dem Seminar für Philosophie und Pädagogik rind Prioakdozent an der Akademie wurde in letzterer Eigenschaft auf 4 Jahre beurlaubt, um dem Ruf als Professor an daS Institute nacional del Professorado secuudario in Buenos»Atres Folge leisten zu föinteit
96.25
86.55
96.25
86.60
96.10
vanSel und Verkehr, Vslks»virt?chaft.
? Aus den: Ohm tu l, 25. Febr. Die bisherigen Holz * versteigern «gen ergaben keine höheren Preise wie im vor. Jahre, in deut sie ja auch hoch genug sich stellten. Je nach ber Qualität des Holzes und der Entiermmg der Distrikte kosteten 4 Raummeter Bnchcnscheit 28—32 Mk., Bnchenprügel 24-28 "llk, Bnchenreissg 6 Raunnneter 6-9 Mk. Der Winter hat übrigens mcht wenig Srenmuaterial gefordert. Ans dein Lande berrscht in neuester Zeit mehr Lust nach Kohlen wie früher.
Telefonische Kursberichte
Giessener Anzeigers, mitgeteilt von 'der Bank fllr Handel
57.90
59 70
97.80
94.20
94.20
145.00
49 00
88.20
58000 Mk. Es waren erst nur 35 000 Mk. vorgesehen. Es sind noch 23 299 Mk. zu zahlen, du nur 31600 Mk. vor-
Bochum Guss . . . Buderus E. W. . .
Tendenz: fester.
Berliner
Can ad a E. B. .
Darmstädter Bank . Deutsche Bank . .
Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .
Tendenz: fest.
und
Frankfurter
B.eicbsanleihe . , do.
Konsols . . . . do. .
Hessen.....
Oberhessen . . .
Gerechtssaal.
R.B. Darmstadt, 23. Febr. Der 25 Jahre alte Tag- lö'bner Adam -Henrich Vvn Hainchen in Ober Hessen, der mehrfach vorbestraft ist, stand um Weihnachten einige Tage bei einem Landwirt zn Altheim in Diensten unb wandte dann dieser Beschäftigung ohne Grund beit Rücken. Vor seinem heimlichen Weggang brach er einem Mitknecht bcn Koffer, sowie eine Kiste ans und eignete sich Kleidungsstücke unb Wäsche im Werte von zirka 70 Mark an, und hiess noch ein paar offenstehcnde Schuhe mitgehen. Für diesen schweren und einen einfachen Diebstahl im Rückfall wurden ihm heute 1'2 Jahre Gefängnis zuteil.
Franks n,r t g. M., 24. Febr. Vor der Straskammer hatte sich heule der 31jährige verheiratete Bankbeamte Otto August G n t h m a n n von hier wegen Schecksälschungen und Betrua in Höhe von 58 800 Mk. zn verantworten. Ter Angeklagte, der 9ln= gestellter der Frankfurter Bank war, wurde zn 2'/. Jahren Gefängnis unb 5 Jahr Ehrverlust verurteilt.
. Ber lin, 21. Febr. Eine mit Revolvern ausgerüstete E t n- b r e ch er b crnd e, bjc längere Zeit den Stadtteil Moabit unsicher gemacht hat, wurde gestern vorn Strafrichter durch längere Zucht- hausstrasen unschädlich gemacht. Der Metallschleifer Rosenthal nnd der Kutscher Thomas waren in ein Kvnfitürengeschäst eingebrochen. Während sie an der Arbeit waren, erwachte die in einem Nebenzimmer schlafende Verkäuferin, lief in dürftigemNacht- gcwande auf die Straße und rief um Hilfe. Darauf eilten ein Banll'uchhgsLer und ein Wächter ber Schließgesellschaft herbei. In diesem Augenblicke trat Roienthat mit vorgehaltenem Revolver aus der Ladentür heraus und gab einen Schuß ab, der glücklicherweise fehlging. Rosenthal wurde überwältigt, während Thomas die Flucht ergriff. Letzterer wurde am nächsten Tage verhaftet. Das Gericht erkannte gegen Rosenthal auf 8' ■> Jahre Zuchthaus,
4 % % rnss.Staatsanl. 1,905 415% Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose......
4-o Grieeh. 3lonopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . 4)ü% Chinesen . . . .
Aktien :
189.20
19.i.5<>
17.00
91,35
Eschweiler Bergwerk . . 18.3 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 184.50 Hamburg - Amerik. Pakelt 111,70 Harpener Bergwerk. . . 189.00 Laurahütte......19o.5CT
Nordd. Lloyd.....'91.30
Obeieohles. Eisen-Industrie 93.25
s & Sundhciin. Gie~-cn.
C hacrein-
VciOblmellCT dnrtfc '<erir.:h'
s«lnl Mild I N*etr»1l Sjairaml Vorttilhateiic Painilien-Toikftesei::. Mtdii «ne. »eine Maui end »er..indcn deren *ufsprinKeo. FjnreHiü* 20 Pb-.. 5 andr 05 P!c. Vom ring;ihrigen Fibfikmicn der Linnlin-Zile mü iWr Pleitrio« iorefef*jc . G Naeieana. Cfirohidi a <
gegen Tl.'was aut 4 Jähre Zuchthaus. -Die ferner aus der
ganz und Kvrth waren bei -'inent Eino, ch' in ein Feifeurgeschäft überrascht wenden Es kam ’.u einem Handgemenge, bei dem der Arbeitet Mar Schneeganz Revolverschüsse abgab. Das Gericht
, . Emhnehlunn uemnder nub billiger Gcnnbmile!
tu bei oer zmummenden Veneuerima der Lebensbattung beionderä luertuoll Eines der besten tyctränte bietet ziuciiellos .'Neümer's ^hcf, der m den bettuuuen Mischungen Woblge'chmack und Bekömw ttchk/lt mit augero rb ent lieber Ausgiebigkeit verbiudei. Eine Taffe J.’mmtcr S Gngl. Mncbnnn itcllt üdj nur ea 1 Pfg.!


