Ausgabe 
26.7.1909 Erstes Blatt
 
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Giessen, den 25. Juli 1909.

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Mitglied b. Rabattivar-Bereinig.

bereits am Hockizeitstage." Ein halbes Dutzend Zeugen bekräf­tigten, datz sie feit vier Jahren kein Wort aus Blickendorfs Munde gehört hätten. Blicken do rfs Beteiligung an der Unterhaltung seiner Götze beschränkte sich in der Regel auf ein Nicken oder auf ein Schütteln des Kopfes. ManckMal öffnete er beit Mund, die Gattin war aufs höchste gespannt, ivas er sagen würde, aber der grau­same Gatte besann sich eines Besseren itnd behielt seine Weisheit Tür sich. Wie dem Daily Telegraph gefabelt wird, entschied bet Ridder, datz Bltckendorfs Verhalten gleichbedeutend mit Grau- santkeit sei, und bewilligte seiner Frau die Scheidung.

* In der Schule. Lehrer:Warum habe ich dich einen kleinen Dummkopf genannt?" Schüler:Weil ich noch nicht so groß bin, wie Sie, Herr Lehrer!"

Kleine Taacschronik.

Tie Radrennen mit M 0 t 0 r s ch r t t t m a ch e r n sind auf den preußischen Rennbahnen bis auf Weiteres ver­boten worben.

Ans ber alten Rabrennbahn in Chemnitz fuhr der Motor eines Schrittmachers mitten unter die Zuschauer und überfuhr i) r e i 6 r w n d) i e n e und ein Kind. Die 23er- lehnngen sind nicht besonders schwer.

Trei Angehörige der Garmson Breslau verübten am Sams­tag Selbstm 0 rd.

In Neudorf bei Straßburg überfielen drei streikende Heizer einen Kapitän und mißhandelten ihn schwer. Etwas spater fielen etwa 20 Streikende über einen Ar­beit s lv i l l i g e n her und brachten ihm gleichfalls schwere Verletzungen bei. 12 von den Schuldigen wurden verhaftet.

Nack) einem Telegramm des Gouverneurs von D e u t \ d) - Ostafrika ist in Sansibar die Pest amtlich festgestellt worden. Alle erforderlichen Maßregeln werden sofort angeordnet. . , ,

Die Rial tob rücke in Venedig ist ernstlich be­droht. Der Bogen nach der Seite des Palazzo Camerlenghi weist bereits äutzerst bedenkliche Sprünge auf.

Ein Orkan zerstörte gestern die Tribüne des Luft- schifsgeländes in Vichy. Ter Flugapparat T iss an di er ist vollständig zerstört. Diejenigen von Ztpfel, Paul- Han und Derue sind schwer beschädigt. Zwei Feuer­wehrleute erlitten Verletzungen.

Bisher sind aus den Trümmern des in Petersburg em- gestürzten Hauses schon 4 0 L e i ch e n ausgegraben worden.

Seit Beginn der E h 0 l e r a - E p i d e m i e in Riga sind 43 Erkrankungen und 20 Todesfälle zu verzeichnen.

Bei den M a u ö v e r n vor Portsmouth, m denen eS sich darum handelte, den Hafen burd) einen überraschenden Angriff zu nehmen, rannten bei gelöschten Lichtern die Torpedo­boote 2 und 13 zusammen. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Von der Mannschaft ist niemand verletzt. _________________

A.* Reichs»

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' den KoHaiT'

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°us einer Wiese hi^

Minuten zu dem .Endung sch unbeschet:- Verletzung am chie. Der französische mit der yrtut Bleriots 11 -ri".-i0 Uhr in Dover« rn in tuarmen Worten Da me der glänzendsten ul ' lQ9t: Der Xag, an k »en Aermellanal überaus > das seine unauslöjchli^ ^sscnschast und der Zivil, 'euen uns, daß dieser inn 1 Franzosen ist.

ter der Ehrcnlegi^ )t darüber bei seiner Le: ichterstatter, er sei soß hoch geflogen. Tie Sfc los gewesen. Angcsitz ssläche habe er den e der Stelle komme, rr ie englische Küste in fc unter nichts von D c." ngen entsprechend, L abe er heftige M/M aeier längs der enM:- Dover vor sich unb ü e von einem ihn ermrie enit wurde. Bei der cra e etwas verbogen lM:. nm den für den Mg to! ri.bcnen 25 (.00 Frankem! erollub hat beschlossen, u sin 2 enkmalzu criidii::

Sonn5»brand, kraunrr Hal^.mihsarbigcStrllcn ic. sind AnomLlicn bet obcrficn i-iutftfiidjt die mit bet Absloßmig bet» selben öeridiroinben und einem reinen, rofigen, samtartig zarten Teint Dlay machen. Tie völlig unmerkliche, schmerz- und Jgefahrlofe Abltotzung solcher versärbtcr Hautstelleir bige Gebrauch v. Zucker s Patent- Medizinal-Seife, u.lOOOfarf) erprobt, äSfrf.50 P.L (1570ig) u. M- 150 (35°-g.

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Elches der größte Luftkreuzer der Welt ist, an bie bekannte Groß- ndustriellcnslrma Lanz in Mannheim verkam. Mit dem Bau va omtschifses unb bet dazu gehörigen »alle wird' in bicicii lagen begonnen werben. Am Grund der gemachten Erfahrungen ye man mit ben Zeppclin-Lustfchiffen, bem ParievasiBallon und Mililärballon gemacht hat,, ist das Modell dieses neuen ^stkreuzers entworsen worden. (St gehört zum Typ der starren i lasse unb wird die Zeppelinschen Luftschiffe um 4000 Wubifmetcr üuet reffen also 19 000 Slubitmcier Wasserstot,aas amzunehmen ! .mögen Die MotoreiikraN wirb 500600 Pserdektaste betragen, /bah man wohl mit Recht auf eine Eigengeschwindigkeit von 50

Vya 60 Kilometer in der Slunbc wird rechnen tonnen. Das Gestell Luftkreuzers wird ans Ttagonalübereinanbergelegten leichten b-l»ern bestehen. Für bie im Herbst m erwartenden Flugversuche 'fitheint Mannheim unb das weite Fabrilgelände der Firma Lanz - - weitem besser und günstiger, als das sehr abseits gelegene l'-ffniia welches noch durch seine Lage am Mser mit feinen Winden Eb Stürmen beschränkt ist. Tie Winbverhältniste Mannheims, --ickünt durch seine Berge und seine zentrale Industri?lage, wo Tel nötige Zubehör schnell unb in jeder gewollten Benanung Schafft werden könne, waren ausschlaggebend für den Ort der

L?ande! und Verkehr, volkswirtßcha-t.

Berlin, 24. Juli. S aa t en st an d im Deutschen Reich um Mitte Juli; Winlerweizen 2.8 (im Vormonat 3.0); Sommerweizen 2.5 (2.7); Winterspelz 2.3 (2.4); Winterroggen 2.6 (2.8): Sommerroggen 2.5 (2.5); Sommergerste 2.3 (2.5); Daser 2.5 (2.6); Kartoffeln 2.4 (2.6); Sllcc 3.1 (3.3); 2u5erne 2.8 ,(o 1); Bewässerungswiesen 2.7 (2.8); andere Wieien 3.0 (3.3) -ön den Demerkiingen dazu heißt es: Die Witterung des Berlchtsmonatv war reich an Niederschlägen u. dadurch für den Saatenstastd Nicht un­günstig. Leiber wurde bie gute Wirkung ber zahlreichen Regen- siille durch die zu kühlen, fast kalten Temperaturen vielfach wieder abgesdiwöcht. Tierische unb pflanzliche Schädlinge machen sich weniger bemerkbar; umsomehr hat das Unkraut Ueberhaud ge­nommen Wintergetreide besserte sich int allgemeinen Nicht uner- l,,-blich Auf eine befriedigende Körnerernte kann gerechnet werden. Mit dem Schnitte des Roggens war Mitte Juli erst ganz ver­einzelt begonnen worden. In der Hauptsache^ dürfte die .lioggcn- ernte erst anfangs August einsetzen. Auch im Stande der Sommer- Halmfrüchte ist allgemein eine wesentliche Besierung emgetreten. Die Kartoffeln haben sich überall weiter entwickelt, sie beginnen aber in manchen Gegenden bereits unter her Raffe zu leiben. Wesentlich ungünstiger als über Getreidearten unb Kattoffeln lauten bie Nachrichten über Futterkräuter. Der Graswuchs ber Wiesen ließ allgemein viel zu wünschen übrig. Das Einbringen bed Heues würbe burd) Negenwetter außerorbentlich verzögert und erschwert. , ., , ,

Berlin 25. Juli. Nach schwierigen Verhandlungen haben fidi die Vertreter der Kaliwerke gestern abend über em Syn­dikat verständigt, bas am 1. Januar 1910 zunächst auf entfahr laufen soll, mit ber Maßgabe, bau das Syndikat sich nach dieser Frist auflöst, falls nicht bis 1. Oktober 1910 eine Verständigung wegen Behandlung der außersynditatlicken Verkaufe, bie zwischen Aschersleben-Sollstedt und dem amerikanifchen Norddungertrust ge­tätigt find, zustande kommt. Im Falle einer solchen Verständigung würde sich der Syndikatsvcrlrag von selbst um^weitere: vier mhre verlängern. Es soll aber jebcin Mitgttede ba^ Redst S."st.ehcn, ben Syudikatsvertrag schon innerhalb des ersten ^uit icchs- wöchentlicher Frist zu kündigen. Die Syndikatsleitung hat bat, Recht, falls die Marttlage es erfordert, nut Kampfpreiien vorzu- geben. Der Sitz des Syndikates während des nächsten wahres bleibt in Staßfurt. Um 11 Uhr fand die Unterzeichnung des Kali­syndikatsvertrages durch bic ^yiidikalsgcsell'chastcr fiatt._________

Griginal-Drahtineldungen.

Paris, 26. Juli. Barthou unb Miller and haben den Ehrenvorsitz für ein großes Bankett übernommen, bas frii Ehren Bleriots unb ber übrigen dekorierten Luftschiffer ver­anstaltet wirb. Er erhielt aus allen Teilen der Welt Glück­wunsch-Telegramme, darunter eins der französischen Parla- mentsgrnppe für Luftschiffahrt. Sein Flugapparat wirb von heute ab in London ausgestellt. In einem Telegramm an bieDaily Mail", bereu Preis von 1000 Pfunb er durch den gestrigen Flug gewonnen hat, brückt er die .Hoffnung aus, oaß der-gestrige Erfolg die Freundschaftsbande zwischen Frankreich und England noch enger knüpfen möge.

Paris, 26. Juli. Im Justizministerium fand gestern ein SLR i n i ft errat statt, welcher der Aufstellung des am Dienstag in ber Kammer zu verlesenben Regierungs- Programms galt. Der enbgültige Wortlaut des Pro­gramms wird erst in bem heute morgen zusammentretenden Ministerrat festgestellt werden.

Madrid, 26. Juli. Die M i n i |t e r f r i f e scheint vermieden zu sein. Die spanische Regierung hat beschlossen, den F-amilien der einberufenen Reservisten eine tägliche Entschädigung zu gewähren. Die großen Handelshäuser zahlen die Gehälter für die einberufenen Angestellten unb deren Familien fort. Am 29. gehen zwei Regimenter In­fanterie, ein Regiment Kavallerie und ein Regiment Ar­tillerie nach Melilla ab. Tie marokkanische Gesandtschaft ist gestern abgereist, da ihr Aufenthalt in Madrid immer gefährlicher wurde.

Melilla, 26. Juli. Die Spanier erwarten für heute einen neuen Angriff ber Mauren, welche aus dem Innern zahlreiche Verstärkungen erhalten. Das Bombarde­ment dauert an. Die Truppen, welche von ben Kriegs­schiffen gelanbet werden, sind mit dem Wachdienst in Melilla betraut worden.

Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteil­nahme bei dem Verluste unseres lieben Töchterchens, sowie für die schönen Biumenspenden sagen tief­gefühltesten Dank

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k1* A Q t § ^ls Künstler. Muhammed Ali, der Perscr- llLab der setz' auf dem Thron seiner Vater feinem jungen ^ohne

sTuab machen niüffcn, wird die ihm anfgezwungenen Tage der 'mnße wohl Mit literarischen und philosophilchen Studien aus- jZ d<.en er schon als Herrscher großes ^ntere'se entgegm- Tracht hat. Dieser schöngeisttge Zug, der bei ihm ,o llark usgepragt war und sich in einer reichen Bele,enheit und Gelehr- '«ffit äußerte, ist ein Clement des Charakters, der nck am ihn

frtnen «orfabieii her vererbt hat. Auch sein Vater Mnzasser ibin war ein Liebhaber der Dichtung und Literatur und cm Honbcrer Freunb der Musik. Ein Klavier mußte m feinem A rbeitszimmer stehen, und wenn er auch mit seinen kurzen und schwachen Fingern kein großer Tastenbeherrscher war, w erneute r? sich doch gern an einem selbstgeivielten Lied oder Walzer, H dem er sich von den Regierungsgeschätten erholte., ^er Vor­iger Muzaffer ed-dins aber, Nassir cb-din, fühlte ^ich als ein blonderer Günstling der Musen; er war Maler, dichter und Schriftsteller. Viele Schonen seines Harems hat er in ieurigen werfen im Stil der großen persischen Dichter Hans und -aadi.be- lintgen oder wie er es selbst in der üppigen Wortpracht orientalischer ^erskunst ausgedrückt: er hatdie Bülbül (Nachtigall) der öcbcr um des Serails voll aufgeblähte Rosen mit weichem Schwünge flattern lassen." Während feiner Reise nach Europa hat Nassir cd-din seinem Sekretär ein Tagebuch diktiert, ut dem des Abends M Erlebnisic des Tages in ungezwungenem Plauderton auf- ae;eidmet wurden. Dies amüsante Buck), das aud) von B e r 11 n und Wiesbaden viel Lustiges zu erzählen weiß, ist dann inerft persisch erschienen und in viele Sprachen überlebt worden.

m sangesiroheii Persien ist überhaupt bic Personalunion von Achter und König nichts Seltenes; auch andere Herricher aus Pirfiens Vergangenheit haben die Scher so gut zu gebrauchen cetuuht wie das Schwert. So war auch der kricgerliche «z-eth Ali, Nassir ed-dins Urgroßvater, ein Poet, der viel auf ferne Lieber hielt. Doch hatte er auch noch einen Hofdichtcr, der zugleich cm scharfer Kritiker unb ein Humorist war. Gmcy iages hatte Stiiic Majestät einige Verse gemacht, bic ihm wohl gefielen; er ließ also ben Hofpoctcn holen unb deklamierte sie ihm vor. Das hältst Tn von diesem Gedicht?" fragte der König aller Könige"Und sollte ich auf immer Deine Gunst verlieren, 4 inb ber Sonne," lautete bic Antwort,ick muß cs boch lagen : äbis Gedicht ist sinnlos."W niit Dir" donnerte die beledig c ''Majestät,führt den Esel in den Stall! Und. es geschah buch- släblick so, wie der Herrscher befohlen. Als sich die Wut des Schahs nach einiger Zeit gelegt hatte, hell erden dofdickter n.icbcr vorsühren und las ihm cm anderes Gedicht vor, öa? UM

Ibft ausnehmend gelungen schien. Der Dichter stand mit ge- mftem Kops unb hörte demütig zu, wie der König ihm die Ber e ^Namicrte. Tann wandte er fick still und ergeben um unb wollte hinaiisgehen.Wohin gehst Tu?" ickrie ihm. der Schah nach. In den Stall," mar die Antwort, -ta mußte dock) auch der "ftönig der Könige" lachen und zwar auf seine eigenen Kosten.

* Schweigsamkeit a l s S ch e i d n n g s g r n n d. Einen I seltsamen, jedoch erfolgreichen Sdieidungsgrund hat eine <yrau § Vlickendorf in Ncwyork gegen ihren Galtm geltend gemacht, eie hat behauptet, ihres Mcmnes ewiges Schweigen mache ckr das eheliche Leben mit ihm unerträglich. Der fdwicigiamc Derr yiidenborf ist jedenfalls bis zum Ende konsequenz geblieben; er Innbtc einen Freund ans (Mcridjt, um m lemcni Manien zu er- flärcn, er habe nichts auf die Antlagen feiner Fran zu erwidern, °!s daß Fran Blickendorfs (Geschwätzigkeit mindestens ebemo un- citräglick sei als fein Schweigen. Zahlreidw Zeugen sagten aus, daß der Gatte, seit dem er vor dem Traualtar bas verhängnisvolle 3a" gesprochen, seiner Frau gegenüber kaum mehr den Munb Äffnet habe. Frau Blickenbori wendete °lle ihre weiblicheii (Künste an, um ihn zum Reden zu bringen. Vergeblich! Erst streichelte sie ihni die Hand und kitzelte sem Muni, ^^goblich Sie verbrannte den Braten, versalzte die Suppe und barg Nadeln in seinem Sorgcnscsscl. Es half nichts. Einmal brannte ne plotz^ sich ein Feuerwerk vor seinen Augen ab, aber Vlickendorf hatte itur einen Blick fein Wort des -ladcls. Frau Blickendorf Krack

in Tränen aus, indem sie dem Richter ihres Mannes sttimme Schuld schilderte.Im Sommer," fuhr sie fort,satz er den aanzen Tag im Garten und sagte kein Wort, rm Winter saß ei tid? bem lamiit und schwieg. Tas große Sdpveige.i begann

Ang l o-R ii ss i s ch e Wi r t sch a f £3 c n t c n t e. Trotz der energischen Abwehr einer deutschen Finanzgruppe ist es, wie bem Standard aus Petersburg gemeldet wird, einer Londoner Finanzgruppe gelungen, die MontroUc über ein großes russisches Finanz- resp. Bankunternehmen zu gc- Winnen, das 70 europäische unb asiatische Zweiggeschäfte hat. Die "Papiere sind in Moskau unterzeichnet worden. Dieser Erfolg ist hauptsächlich ber Sympathie allerhöchster Mreise für anglo-russische Unternehmungen zuzuschreiben. Bestrebungen wie die eben gemeldeten sind übrigens schon eit längerer Zeit im Zuge. Bei bem eben gemeldeten Fall dürfte es sich um bic Russisch-Chinesische Bank handeln, die angeblich eine Vereinigung mit ber Sibirischen Hanbels- bank anstreben sollte. _________________________________

Märkte.

ic. Frankfurt a. TL, 26. Juli. (Drig.-Selegr. be§Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen ber heutigen Fruchtniarktpreif e. Weizen Mk. 27.5028.50, Kurhessifcher Mk. 00.0000.00, La Plata Mk. 27.0027.25, KanfaS Mik. 00.00-00.00, Dioggcn (hiesiger) A!t. 19.5019.75 Gerste (Wetterauer) Mk. 00.0000.00, Frankcn- felder TI?. 00.00.OO, vafer 20.0021.00, Mais Mk. 16.7500.00. Weizenmehl 0 Mk. 34.00 00.00, 2. Qualität Mk. 34.00 bis Mk. nO.OO, 3. Qualität flUf. 32.0000.00, Roggeumehl o Alk. 27.0027.50,1.Qualität Alk. 24 0024.50, Weizeukleie Mk. 10.50 bis All. 00.00, Roggenkleie A!k. 11.7512.00. Mmskeune Mk. 13.50 bis Alk. 14.50, Frauken, Pfälzer, Ried All. 00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

lc.F r a n M u r t a. M., 26. Juli. (Belege. Orig. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Äieli markt- preise. Zum Verkaufe standen: 436 Ochsen, 30 aus Oesterreich, 35 Bullen, 0 aus Oesterreich, 866 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 316 Kälber, 143 Schafe und Hämniel, 2003 Schweine, 1 Ziege 0 Ziegenlamm, 0 Schallämmer. Bezahlt wurden fih

100 'iifunb Schlachtgeivicht: Ochsen: 1. Qualität 7880 All., 2. Qualität 7375 Mk., 3. Qualität 6265 'Mk.: Butten: 1. Qual. 6264, 2. Qual. 5961 ; Rühe 1. Qualität 7274 Mk., 2. Qual. 6064 Mk., 3. Qual. 4648 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Alk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht- gew.: Kälber 1. Qual. 92-95 Pfg., Lebendgeiv. 5255 Pfg., 2.Qual. 77-85 Pfg., Lebendgeiv. 44-50Psg., Schlachtgew. 6062 Psg., Lebendgeiv. 35-43 Ptg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 78 bis 80 Psg., 2. Qual. 6872 Psg. Schweine: 1. Qual. 7600 Pf., Lebendgewicht 59,5-00,0 Pf., 2. Qual. 73-00 P'., Lebendgovichl 58,500,0 Psg., 3. Qual. 6672 Pfg., Lebeudgeivicht 00-00 Psg. 6)esck)äft bei Horuvieh gut, Ucbcrftaiib uitbebeuteub, bei Kühen und Kälbern lebhaft, kein Ucberftaub, bei Schmciueii gedrückt._________

Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag dem 27. Jlili: Tciliveise aufheiternd. Regensdialler, kühler. Westliche Winde.

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