Ausgabe 
25.2.1909 Erstes Blatt
 
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Ärztlichen 2$etufeö hier bekannt ftno und ui den: streben «och Abhilfe vollauf gewürdigt werden. Ter Anteil, der den beutld?en Acrzten an d c Losung der sozialenIst ob lew v und bte Verdienste, iid dabet erworben

haben, liegen vor jedermann. Sagen. .'.'iit Besorgnis sehe id) indessen, da» der ftlah>rtflcg. muh unserer Tage di- £r- fünunfl dieser bedeutungsvoll, n Ausgabe gefährd Aller dingS erblickt nach wie vor die deutsche Aerzteschan in ihrem Kern den vornehmsten -'»weit ihr. Berufes in der freien Ausübung der Vissenschast zum Bohle der leidenden Menschheit. Aber in der tveltendmachung der materiellen Interessen, die infolge der Krantenkaisengmetzg^bung m.-hr als früher in den Vordergrund gedrängt worden ist, dal sich mancher Crteii eine Schöne auch aui Seiten der Aerzte t-ntwickelt, die die Ideale der Bamssaufsassung trübt. Benn Ärztliche Vereinigungen di Abnahme de? Ehrenwortes in uuheii, um den einzelnen Arzt ;u verpflichten, die irztliche Behandlung von der Erfüllung bestimmter roirrfchaithdtcr Forberungen abhängig ;u madten, und wenn sie dem Arzie, der ftd) nicht fügen will, eine ehrengcrichlliche Verfolgung in Aussicht stellen, so werden damit nicht nur für die Allgemeinheit, sondern auch für den ärztlichen Stand ernste flfefahren heranfbefdiroorcn "i.ichk der Kölner 2ticif. wel chen id) sowohl in meiner Retchstagsrede vom - Februar, »vie tu derjenigen vom 9. Februar von der Erörterung ausgeschlossen habe, und auch nicht die Nechtsvrechung der Ehr« die gesamte neue Entwickelung hat

mich zu bei wohlbedachten Mahimng und Warnung Der onla&t mit her id) dem wahren Vorteile der gedient zu haben bermetne, denn nur, wenn auch im Stampfe um die ErwerbSrnteressen die tbeafen Grundlagen bes ärzt lichen Berufes unerfchüttert bleiben, Wirb ber Aerztestano den Aufgaben gegen fid) selbst, gegen das Volk und bei Staat getxd>t werben können. Unsere Gesetzgebung ist im Begriffe, mit ber Neugestaltung der Arbeiterversid-erung and) das Verhältnis ber Aerztc zu ben ftrankenkassen aui eine festere Grundlage zu stellen Ich vertraue, baß es habet gcfaigeu wirb, bte Berücksichtigung ber ärztlicher StanbeS- und Erwerbsnotwen bigkeiten mit bieser Hoch ackMng bes arzttickvt Berufe- zu vereinigeti.

Deutsches Ikicb.

Tie Budget^ Ko mm ission beS Reichstages Hal gestern über den Etat für Cftafrita beraten. Zur Borbc ratung deS 'Postetats würbe eine Unterkommission eingesetzt die ihre Beramngen heute beginnen wirb.

Tie braunschweigische Lande--Synobe hat '4>en Gesetzenttvurf, bei ben Gottesbiensten and) ben Erzherzog August von Eumberland in bie kirchliche Fürbitte einzu schließen, ohne Debatte einstimmig a n g c n o m m c n.

21u»(anö.

Ter österreichische Reichsrat ist nach einem Beschluß br: Ministerrats für den 9. März einberufen morden

djrpräf iben t Cap r o soll gegenwärtig in Paris weilen und hie Absicht haben. nad> Venezuela zurück;.: Ntepren und fid) bem Gerichtshöfe zu stellen.

Tie französische Regierung hat fid) auf An h?vgung Deutschland s damit einverstanden crlTärt, das, hie gegenwärtig an ber Togo Dahomsfngrenze *dtmd)en dem nördlicher Breite Der Grenzbestimmnngs vrbeitvn besdläftigte deutsch f r a nzös i s ch e Üomiitiffi u. fH'auftrngl werde, and) bcmglid) der anderen n olh stri t legen Punkte zu einem Einvernehmen zu gelangen.

Äein< Ve r >chroöc 11 >ig ggen b- n Za > e« ('ierud)tc, daß die Polizei eine Verschwörung gegen her. iiareu entdeckt habe, werden als erfunden bezeichnet.

Die Anhängerinnen des Fraucnftimm. r e di t mad)ten tn London ben entfdiloffcnen Versuch in das Parlame nt einzudringeii. Tie Polizei schntl rm. Es tarn zu wilden Szenen, 26 Verhaftungen wurden vorgenommeii

Tas amerikanische Re p r a s e n t an t e n h a u bat hie Senat -Vorlage, das Diensteinkommen des Bundes-- prüf identen auf 100,1)00 Dollars zu erhöhen abgelehni

2lu> ftadi und Lanü.

Gießen, 25. yebrnar 1909.

Tageskale nb«^ Lberbess Geschicktöverc in 'Donnerstag abend Uhr: Proi Tr Rachsabl: Entstehung inib Blüte der hol Lane Dee und Handttsmadn Bibliothekar Ti Hepding: E. nennttberftr Urkunde z. Geschichte Cäsar-.

Freie l a nbc<!i r ch[i di e Vercinigung. Donners tag abenb -S1 < Ut-r unGwßherzog von Hessen": Pfarrer D. Förster au* Frankfurt a. M. Tie Anklage der Religion )mdn die Ätrthc und bie Recht len i.mnq der Kirche vor der Religion

ft 0 u f m Vercrn rocibl Angestellter Tonmrsiag dbenb 8'-, Ubr tm kaufm VereinShauK: Vortrag über ..Tie Frau als Säuferin "

A ll g. d - u 1) cher Frauenverein. Freitag mit tag 3 Uhr .im Sitzung-Zsaal der Stadtverordneten Prof Tr. Mit ter - tnaier: Irr Grunbsatzc ber Fürsorge für die gefährdete Jugend e

Vom Vroßherzoglichen Hofe. Prinzessin »Elisabeth zu Stolberg-Roßla ist, n. b. Darm st 3tg.e, am Mittwoch vormittag 11 Uhr 13 Mit,, und bte Prinzessinnen Marie und Dorothea zu SolmS-Lich 11 Uhi 58 Mm. von Darmstadt wieder abgereist.

Ordensverleihungen. Der König 0011 Preußen l>at bem Hauptmann Freiherr Roder von Dieröbura tnt Leibgarde-Insanterie-Regiinent (1. Gioßh. Hcff.) Rr. 115 den Roten Adlerorden 4. Klasse mit der Krone verliehen Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog hat der Krankenpflegerin de- Alice-Frauenoerein-, Schwester Eltfe Rinne zu Bad Ranheirn. das DienstauSzeichnungSkreuz für Krankenpflege tu Silber verliehen.

Eisen bahnpersonalien. In den Ruhestand verletzt wurde der Bahnhof-aufseher Heb. Kirchmann zu Reiskirchen und der Weichensteller Gg. Krämer zu Nidda.

Erledigte Lehr erste! len. Eine Lehrerstelle on der eoang. Schule zu Hof he im; die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Ledrerftelle an bei Gemerndefchule zu RöthgeS. Mit ber Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Dem Fürsten zu SolmS-Biaunfels fleht das Präsentation-recht zu.

- Zur Stichwahl in Alzey.Bingen fordert der geschäft-führende Au-fchuß der nat tonal liberal en Partei in Berlin ferne Parteifreund, dringend atts, in ber morgigen Stichwahl für Pfarrer Ä 01 c! I (srs.) einzutrrten. Der kon­servative »ReichSbote* erhalt ctnc Zttschklft au5 bem Wahl- kretse Bingeu-Alzer. in der heißt: .Dre Evangelischen werden bei der Stichwahl für Karell meistens emteden/

Dagegen hat eine VertrauenSmannet. Bersammlimg de- Bun des der Landwirte beschlosien. für die Wahl bes ZentrunSkandidaten Uebel einzutrrten.

Alldeutscher Verband Geheimrat Th. Fischer, der morgen über Maroklko fprcdien wirb, war dreimal. Ib88, 1899 unb 1901 zu längeren Forfckiuiigsreiien in Maro No gewesen; er temtt bie Verhälrnisse aus zwanzig- jährigen Studien über das Land und aus zwei wetteren Keifen 1886 unb 1906 in Algerien uno Tunesien Fischer gilt in-besanbere in dem icklarfsichtigen Frankreich als ber. Der zuerst die große Bedeutung von Marokko, itamemlub seine reichen rilfogueUen entdeckt und die urih'cnfdiattlidK Erkenntnis de Landes auf fidtcre Grundlage gestellt hat. Ramentlid, hat er als erster auf einen Landgurtel höchster Fruchtbarkeit Schivarzerbe längs ber ftüitc bingewiekn Auf seiner zweiten Reise würben 1800 km Reiscweg ausge nommen Abgesehen von den rein wissenschaftlichen Äcrlcn über bic zweite unb brüte Reise finben sich mehrere länger. Abhanblungen in allgemein verständlicher Fassung iit Band I und II vou Fischers ^Mittelmeerbilder" Teubner. Leipzig 1906 und 1908 .

ler Konfirmationsterm in Man schreibt uns: Aiewohl eS der Wunsch vieler Eltern von .uxmhr- manben auf bem Lanbe ist, baß bie ftonfirmation statt acht Tage nach Ostern am zweiten Lsterfeiertage »tattfänbe. bat nan biefein Wunsche seither bie ErtüNung versagt. Dieses Verhalten nimmt umsomehr Wunder, als doch gerade die Kirche das erste Interesse bar an hat, baß ber Konfirmation nicht ihr feierlicher Charakter, ihre weihevolle Stimmung entzogen wirb, wie es aber durch bie Abhaltung berhüben an einem gewöhnlick^en Sonntag erfahrungsgemäß geschieht. Nur ber zweite Oster feier tag bietet in biefer Hinsicht vollen Ersatz für ben seitherigen zweiten Pfingstfeiertag T-ieie Erkenntnis bricht sich jetzt Bahn. Eine große Zahl evan­gelischer Kirchengeineinden Hessens hat schon bie ftottfit- nation der Jugend für die Zukunft auf den zweiten Ostertag oerlegt. Hoffentlid) geschieht das jetzt aud) bei ber bevor- «tehenbeii Konfirmation m unserem Cbecheffeu, wo man ebenfalls eine solche Verlegung in sozialem wie religiösem Interesse sehnlichst wünscht.

* Der Allgemeine Verein für Armen - unb Krankenpflege hat beschlossen, nack; bem Muster bes Frankfurter Hauspflegeverems bemnächst aud) in unserer Stabt bie Hausvflege einzurichten. Die von bem Verein anzustellenben. bezahlten Hauspflegerinnen werben, unter genauer Beaufsichtigung burch freiwillig helfenbe Aufsichts- >amen, bie Führung bes .Haushalts, also Mod>eii, Waschen, sKeinhalten ber Wohnung unb Pflege bei tinber, batm übernehmen, wenn bic >?ausfrau burch Mtantfcin an der Erfüllung ihrer häuslichen Pflichten gehindert ist. Es oll dadurch vermieden werden, daß ber Haushalt fick) aui löst unb Mann und ftinber bic georbneten Dcivältnifsc des .ngenen Haushalts entbehren. Gefud>c uni Bewilligung einer >?auspflcgcrin für ganze Tage, halbe Tage ober aud) nur ür einzelne Stunbcn, find bei ber Geschäftsstelle bes Vereins im evangelischen Schwesternhaus vorzubringen Es ttrirb ?rwartel, daß alle, die irgend dazu in der Lage find, die mtflehenbeu kosten, wenigstens teilweise, selbst tragen. V.ewiß werden aber auch nicht wenige rcidtcr Bemittelte bem Verein befonbere «fabelt für biefeu neuen, wichtigen Zweig einer Tätigkeit spenden, damit aud) allen Unbemittelten eintretendenfalls geholfen werden kann

Stadttheater. Am Montag findet eine Volks - Vorstellung statt, zv der ..Hüttenbesißer" gewählt worden ist, um Herrn Ferrn Daubal vom Heilbronner Stadttheater noch ein ziveiteö Auftreten zu erniäglichen. Her, Daubal wird die Titelrolle spielen. Am Dienetag faßt die Abonnement-Vorstellung aus, tS findet an diesem Tage d:e Benefiz-Vorstellung für den alö Regisseur wie als Schauspieler gleichverdienten Oberregisieur Hermann Bako) natt. Zweifellos dürfte der Ruf des Benefizianten, wie das gewählte Stuck: Sudermanns .Blumenboof neu für hier große Anziehungskraft au-uben.

Turnerisches. Tie alljährlich ant 1.Januar statt- findende statistische Erhebung der De»itschen Tnrnerschaft zeigt wieder das erfreuliche Bild gesunder fortschreitender Ent- ivicklung. Tie stärkste Zunahme, wre auch im Vorjahre, hat wieder der 9. Kreis (lU:ttelrhtinfrri6) zu verzeichnen, da bie Zahl der männlichen DereinSangehörigen um 7441 (im Vor­jahre 5224) zugenommen hat und nunmehr 108 950 betragt. 'Inch d»e Zahl der Turnerinnen bat zugenonnnen, dieselbe beträgt 2574 gegen 2443 im Vorjahre. Die größten Vereine deS Kreises sind: Frankfurt To. 1100, Wiesbaden Tv. 952, frankfurter Tgde. 875, Offenbach Tv. 860, Frankfurt-Bocken- heim Tv. .Vorwärts* 793, Aschaffenburg Tv. 758, Worn»S Tgde. 741, Darmstadt Tgde. 700, Wiesbaden Männertv. 656. Bocken beim Tgde. 640, Gießen Tv. 62 3, Oberstem Tv 604, Biebrich Tv. 602, Saarbrücken Tv. 590, Hanau Tgde. 556, Mainz Tv. 554. St. Johann Tnrnerschaft 533, Mom- bach Tv. 517, Wiesbaden Tgef. 506 Mitglieder.

Evang. Arbeiterverein. In der Vorstands- nßung am 22. I. MtS. wurde besten Konstituierung vor« genommen. Der Vorstand besteht au5 den Herren Dr. Heuser (1. Dorfitzender), Weller (2. Vorsitzender), Kirchner (Rechner), AuSfclb (1. Schriftführer), Schuchorbt (2. Schrisl- führer). Wagner (Kontrolleur). Graulich (Büchenvart) unb 10 Beisitzern. Um die Geselligkeit unter den Mitglied rn zu pflegen ist für Mittwoch- abend im Verein-lokal (Oa - zimmer pari.) em Verern-ab end eingerichtet worden, btt dem außer der Benutzung der Derein-bibliothek und Zeitungen Gelegenheit zur Erlernung de- Schachspiel- gegeben ist.

~ In Sachen de- Rechtsanwalts Elsoffer wegen Deduhrenüderhebung unb Inoerbrndunatrrten mit Vrozeßagenten bat doS Oderlande-gcricht bie Eröffnung der Voruntersuchiing augeordnet unb mit den Vernehmungen der Zeugen den LandgerichtSrat Holzapfel betraut.

* Silberne Hochzeit feierte am Montag das Ehe­paar P. Oertel, Dammstraße 48.

Schüler der Volkefchulc. In der gelingen Kindervorstellung füllten je 100 Knaben unb Mädchen au« der Volksschule im Alter von 910 Jahren einen Teil des Parketts unsere- Stadttheaters. Ein Herr hatte die Mittel gespendet, um diesen Kindern da- Vergnügen zu bereiten.

Verhaftet. Heule vormittag wurden zwei Burschen abgefaßt, alß sic im Brgnff standen, eine Anzahl gestohlener

Herrenbeuiden beim Trödler 5.: verkaufen. Tie Hemden find red- W P. unb teil« C. P. in Monograinmform gezeichnet und bunten tn Frankfurt a. M. gestohlen sein, von wo die Burschen gestern zuieiilen. Siner der Burschen ist bereits wegen Liedstahl- mehrmals, und auch schon mit Zuchthaus bestrast.

~ Trei« u. d. Zba., 24. Fehr. Wie schon rnitgrteitt wurde, wird das BczukS-Kriegerfest de- Hassia«Bezirks Gießen am 11. unb 12. Juli hier gefeiert. Urner Kncger- oeretti. der die tatkräftige Unterstützung deS Crtvoorftanbe« gefunden hat. hat schon tatkräftig nut den Festoordereitunge» begonnen. D:e Herren v. Milchling haben in bereitwilligster Dciie ein zunächst der Station gelegenes Stück Land zur Verfügung gestellt, besten Pächter ebenfalls mit ber Ber» wenb-irg )eS Grundstücke- als Festplay r.nverstanden i|L Die giinütge ^age des Platze-, der elektrisch beleuchtet werden wird, ei'noglicht aud) bei nassem Wetter bie Abhaltung deS Festes DaS Fest wirb aller Vorau-stcht nach stark besucht werben, finb doch allein an 63 Ariegen?ereme hessische und preußische Einladungen erganaen.

§ Wettsaasen, 24. Fehr. Zu nicht geringem Schrecken erfuhr eine hiesige Frau, daß sic »ich beim «erab* reichen einer nulben Gabe an einen .<7anbwerf»burfeben stark vergriffen und versel)en hatte. Sie gab ihm statt eines Pfennigs em Ze h n ni a r k stück Der xxutbroeifsburidK war aber ein unehrlicher Aerl und kam nicht wieder. Der hiesige Polizeidicner Biedenkapp. ein bejahrter Mmm, glitt auf einer eiligen Stelle aus und brach ben einen 2lnn.

X Stümperte 11 rob, 24. Fedr. Ein hiesiges, er» wachsenes Mädchen geriet beim Dickwurzmahlen mit einer Hanb in bic Tickwurzmühlc Die Delle erfaßte einen Finger unb zerriß ihn.

? Hungen. 23. Febr. Am Sonntag veranstaltet ber Gesangverein »Eintracht^ ein Gesang«- und In- itrumentalkonzert, wozu eine Abteilung der Gießener Infanterie- Reannent« - Kapelle engagiert ift Drei große Chöre mit Musikbegleitung werden habet zuni Vortrag kommen unb bürsten besondere Anziehungskraft auSfibtii.

-- Homberg a. b. Ohm, 22. Fcbr Der Manner­gesangverein, der feit 22 Fahren besteht, feiert am 11. unb 12. Juli bas Fest bet Fahnenweihe Die Fest- ausfchüsse sind schon mit den Vorbereitungen beschäftigt.

s. Tarnt stabt. 24. Febr. Die Beerbigung bes ver­storbenen Stadev. und Direktors Re in em er fanb heute nachmittag unter großer Beteiligung statt. Die Trauerrede hielt Pfarrer Vogel. Am Grabe wurden etwa 8<i ftranze niebergelegt Zuerst fprnd) Bürgermeister Dr. Gl al sing noinens der Stadt, bann legte ber Borfitzenbe ber Sterbe- lasse des Bundes deutsd)er Gastwirte H a u st - Darmstadt einen Kranz nieder. Bundespräsident ft ä m v s- München vom Bund bcutiduT Gastwirte rühmte alsdann die Ver­dienste des Verstorbenen. Für bic Freisinnige Partei sprach Stabtvcroibnetcr Säng Außerdem legten noch ^ahlrcidK Vertreter der benachbarten Bezirke der Gasmunevereine, die GastwirtangesteIlten, die Bierbrauer ustv. unter ent­sprechenden Widmungeit Kranze nieder. Später versammel­ten fid) int Hotel Traube die Milglieder des Wirt verein. Es iuurbc bcschlosfen, Herrn Re meiner einen Denkstein zu setzen, ber am 23. Juni bei Eröffnung ber lannftäbtrr GastwirtcausstcUung fertig sein soll Der Vertreter des Frankfurter Vereins stiftete sofort 100 Mk zu diesem pveck.

I] Marburg, 24. Febr. Als unliebsames Anhängsel on bic Fas chings freu den Iain es in her letzten Rächt mehrfach zu Schlägereien unb befonbos auf bem Marktplätze zu größeren Zufanimenroitungen unb Tumulten Eine große Anzahl der Richcstorcr, bic der Polizei Widerstand leisteten, haben dafür recht unangenehme Eruineruugssoimulare an die diesjährige Fastnacht 311 gewärtigen - Im Sommer fern eiter 190k überstiegen bei brr alabrnin'dirn Hranfrirtaji infolge höherer Arznei unb Honorarkosten die Ausgaben bie Einnahmen um 1760 Mk Es soll in ZukiUlft Wandel gefchafsen werben, daß Einnahme unb Ausgabe fich besser ausgleichl

- Rosbach, 23. Febr. Tic Mauganbergwerke Abhänge de« Staunul licadsichtigeu D:e 'Anlage Drahlsrildahn von ben Gruben bi-3 zur Station RoSbach an der Linie Homburg-Friedberg. Ta« Bergwerk ift letzt be­trächtlich erweitert worden, so daß eine größere Arbeiterfchast demnächst angenommen werden soll.

n-. Wetzlar, 23. Febr. Die Bauleitung unsere« Domes gedenkt noch diese« Jahr, allo nach emer vierjährigen Bauzeit, die äußere Wiederherstellung deS Gebäude- zu voll­enden. Rach einem Vortrage deS Baurates St ehl fall bie innere Einrichtung 1910, spätestens aber 1911 fertig gestellt »ein und zwar voraussichtlich mit den bi« letzt bewilligten Mitteln.

Kleine Mitteilungen au« Helfen und den Nachbarstaaten Tte Qkntt*noeverwolümg von Rhein- Dürkheim kaufte von einem Großgrundbciber ein bebe ulen bei Gelände un Wette von 280000 Mark, das in Reine Par Zellen geteilt unb ;u solchen Preisen unb Bttnngungen an l^auembe* * ngetinge verkaust werden soll, daß selbst2Xtnbabemtötite der- ^crigc Par-ellcn ertoerben können Bei bcrSeioeorbnctert* Wahl in Horbach wurde Lübto Fricpr Jault unt ö7 Stimmen gewählt Em Gegenkanoidat war nuht aufgtftrflt.

<Äerid>t«faaL

Ein Stnbterenbet kann nicht auf Zulassun- int Prüfung klagen. Em Studierender der Hochichnle in ©. verklagte bte Hodvchule auf Zulallung zurDivlom- vrüfung unb Fttststrllung wogen EnvchädigungSpflicht rochen verweigctter Zulasi'ung Dos Land-encht in Ö. unb Cberlanb* genckü in E. nnce bic .ftlage ab. Aus ben (^ribtben: Tv Auf­nahme des Stnbtermben bringt feinen D' n>wettrag un 5aor bes B G B. zwischen ihm und bet Hockvchulc wstände. Dos Verl.o4tniS des Stimmten tut Anstall ist öffentlich rechtlich. Die Immatrikulation - .Aufnahme - ift eine anieitiflt Handlung der Staatsgewalt, hierdurch belangt der Staat lerne Aufgabe, für Mc Ausbildung der Srudenten sorgen ju wollen. Die Aufnawne schafft wie bei ben Staatsbeamten durch die Anstellung rin Ck* iraltoCTlriltmy. das zwilchen Anstalt und Studemen besteht uno biciat der akademüchen Disziplin unrerwirft. Auch durch twf Belegen von cmeinen Fächern <ntürht nlr ben Studenten ?etn [cwaticd-ihd^t Vertrager ist beburdi berechtigt unb txTXWlidna. an dem Unterricht teil um ebnen. Die lliurrnd.iäcrtnluna it die GeiT-ihrung einer tx?n Oer 'Anstalt übernommenen crnrndidp redulUten Leistung, nicht aber Erfüllung einer Schulp.rdiudlich' feu un Sitrnr des B.G.B. Guten aeridpli<hcn Anspruch aui