Ausgabe 
18.12.1909 Erstes Blatt
 
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men, <nt einen engßfdien Kvmmffsürnäi verkarst, besten Luftroogeber ein Ameriickner war. Tie Laus summe n>irt 400000 SH. angenommen. Der fünfer soll bei Ämeri- faner Morgan sein.

Treysa, 17. Dez. Ein Unglücksfall, dem der Hilf-bremsec Matua aus Frankfurt a. M. zum Opfer fiel, ereignete sich nach der ,Frkf. Ztg.- auf dem hiesigen Bahnhof. Der Eilgüterzug Rc. 1017 fuhr beim Umsetzen von GlerS 2 nach GleiS 6 dem im Gleis 7 haltenden Güter- zug Nr. 6729 in die Flanke. Bier Wagen entgleisten. Matua war als Schlußdcemsec tätig und wurde beim Zn. sammenstob erdrückt. Der Matenalschaden ist unbedeutend und der Betrieb nicht gestört.

uoriDchstze irttb ttemfte Gemeinde tag Lrep« Letztar, zUjrayt, vat die Zusam vre nlegunq der Feldmark m emrm Areal von 151 xxfcn ausgesührt. Tabei iwnhe btt Motwrat^m anci Äiesenfläche von 44 Sxttax ün «hcdtal durchgetühn, was 12 000 Mark Xtoflrn verursachte. Wal>- Kwvin^ dd 9000 Mnrk ^vöHrte, feiftertc der Lreis eine Beihckse ^ 600 Mart. Ferner -xtt um"er Torichcn sich t»n tau -ü^utoetbcaib rUtcuti-rchcu gelte rau mrü ein Schul Haus er- laut. Tie Gemeinde erhebt 125 Prozent Zuschläge yir otaatg» eiiiLmmeuitKuer und 175 Prozent zu den REcucru.

CanOtpiriicbafL

ll Die Ernte in Lessen-Nassau. Nach den setzt vor- liegenden Ergebnissen stellt sich die Ernle in Hessen-Nassau vro Hekiar und Tonne gerechnet gegen das Vorjahr wie foigi: Llnier- weiten: 56 22b ha Anbaufläche (gegen 65 244 in 19o8) ergaben 111 <74 t (gegen 131 206 in 1908); Sommerweizen: 8817 (1020) ba Anbaufläche ergaben 8506 .53 4) t: Wnuerroggen: 145 183 (143 393) ba. Anbanttäche ergaben 3 0561 (265602) t; (Sommer­roggen: 654 (719) ba Anbaufläche ergaben 865 (852) t; Sommer­gerste : 23 837 (23 323) ha Anbaufläche ergaben 47 248 39 266) t; Haier: 162 885 (147 736) ba Anbaufläche ergaben 345 352 (258 847) t; Kartoffeln: 87 077 (85 9951 ba Anbaufläche ergaben 1 391 553 (1 105 800) t: davon waren erkrankt 4,8 5,4) Prozent; Kleebelt: 44 194 (45 030) ha Anbaufläche ergaben 216153 ("261 037) t: Luzernehell: 5354 (5537) ha Anbaufläche ergaben 82009 (86 715) t; Wieienheu: 181655 (181 189) ha Anbaufläche ergaben 581 679 (823 737, t

Rcichsgcrichtsbricf.

> Nachdruck vrrbvdm.) I. 'S. Leipzig, Dezember 1909.

Aushebung eines Bierlieferungsvertrags unb Grundstückskaufs wegen Verstoßes gegen die guten Sitten.

Langfristige Dicrlieferungsverträge sind des örteren schon wegen Verstoßes gegen die guten Sitten für nichtig erklärt worden. Immer kommt es jedoch we'enttlh ans die Umstände des ein­zelnen Falls an, welche Auflassung ein solcher Vertrag erfährt. Es ist deshalb von Interesse, den borficgeubeii Rechtsstreit der Wirtsleute W. zu Mainz mit der Hofbierbrauer er Schösser Hof und Frankfurter Bürgerbrauerei Aktiengesellschaft, Zweignicderlassung Mainz, milzuteilcn.

Die jetzigen Kläger sind Eigentümer eines durch stauf von her Hofbrauerei Schäffer Hof zum Preise von 93 534,39 Marl erworbenen Grundstückes. Sie hallen sich verpflichtet, die in dem Grundstück bestellende Bierwirtschaft fortzubelreiben und das nun Ausschank Uno zum Vertrieb 'tommenbe Bier wahrend der Dauer von 20 Jahren ausschließlich aus der Brauerei her Beklagten zum Preise von 16 Mark pro Hektoliter (Erhöhungen ües Bierpreises sollten entsprechend Platz greifen) zu beziehen, 'luch sollten die Stieger die Verpflichtung für Mieter der Wirt- ck>aft oder etwaige Rechtstlachfoigcr mir übernehmen und eine 'tonventionalstrasc von 10 Marl für jedes aus einer anderen Stauer ei bezogenes Hektoliter zahlen. Diesen Vertrag fochten die 'Häger als gegen die guten. Sitten verletzend an und begehrten Nick)tigerklärung uub Rückgängigmachung des Kaufs.

Das SaubgeridiL M aiirz gab her Klage statt. Die Berufung der Beklagten wurde n tm O b e r l a u d c s g e r i ch t Darmstadt zurückgewiesen. G -zeit. das Urteil des Oberlandes- gerichts hatten die Beflagtcn Revision beim Reichsgericht ein­gelegt. Der zweite Zivilsenat, des höchsten Gerichtshofs erkannte jedoch auf Zurückweisung der Revision.

In den reichsgerichtlichen Entscheidungsgründen wird dierzu folgendes dargclegt:Beide Vorderrichter geben zutreffend davon aus, baß für die Frage, ob ein Rechtsgeschäft gegen die guten Sitten verstößt, das Volksbewutztscin und die icrociiigcn An- ichauungen deS Verlehrslebens matzgedcnd sind (wobei von be­sonderer Bedeutung fein kann, welchen Ni'derschlag diese An- ichauuugen in der Gesetzgebung, so in der Gewerbeordnung, ge- 'unden haben), und datz für die von diesem Gesichtspunkt aus an-

-^stellende Sarrtnlnng des betreffenden Vertrages dre Gesamt­heit aller un Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vorhandenen Berhältnijsc entscheidend ist «Entscheidungen des Reichsgerichts Bd. 63 Seite 391). Dementsprechend haben die Vorderrichter auch den hier vorliegenden Vertrag in eingehender unb zusammensassender Würdigung aller Umstände geprüft und sind dabei zu der Feststellung gelangt, daß der Vertrag em t» sonders harter und läftrgcr, drückender, di e Be wegungsfrei- beitder Käufer übermäßig unb auf bic Dauer von 21 Zähren beschrankender sei: daß der Verttag, trotz der natürlich anzuerkennenden Derttagssreiheit, das Maß der Willensbildung unb der Beschränkung der ocr - sönlichen Freiheit nach dem gesunden Rechtsbewußtsem des Volkes weitaus überschreite Ein Rechtsirrrum ist m diese» Darlegungeu rricht zu erkennen (Akt. Z. II. 402/08

Oern-ischte».

* Das neue Hvftheater in Meiningen, daL von Hosbanmeister Behlen erbaut ist, wurde gestern abend mit einer Festoorstellung feierlich ein.gen>eihr. Kurs nach 7 Uhr er­schien der Herzog mit feinet Gemahlin, Freifrau von Heldburg mst den fürstlichen Gästen. Das Theater war zum größten Teil von geladenen Gästen, Mitgliedern der Presse, Sck/riftstcllern und Bühnenleitern gefüllt. Rach einem Hoch gut den greifen Herzog erfolgte _bie 2hn Führung von Wallensteins Lager ün alten Mei­ninger Stil. Die Aufführung der ersten vier Akte von Schillers Piccolommini bildete den zweiten Teil der Festvorstellung. einem Hock auf den Herzog schloß die Feier. Die Stadt war reich geflaggt und abends festlich beleuchtet.

* Riesengasometer. Das Unheil auf der neuen Hamburger Gasanstalt legt die Frage ne he, ob mit der Er­richtung großer Gasometer überhaupt b sondere E'e.ahren verbunden sind. Bohrend früher die Gasbehälter auch der bedeutendsten Ansichten nicht übir b fix* bnc Größen l.inausgingen, find seit etwa 25 Jahren wahre Rief ende­st älter gebaut morden unb immer mehr in die Mode ge'.om- men. Die größten Berliner Gasometer fassen auch heute noch nicht über 80000 Kubikmeter, und es sind schon aaiiy kolossale Gebäude zu ihrer Aufnahme nötig. In England und be­sonders in London aber sind feit den 80er Jahren viele Gasbehälter n>ett über 100 000 Kubikmeter groß errichtet worden. Sie sind unvergleichlich billiger zu bauen und er­fordern einfachere Bedienung und Uebermachung, als eine Reihe von kleineren. Daher ihre Belieb.hrifl Der größte bestehende Gasometer dürfte ein sechsteüigcr, d. h aus sechs telestopförmig ineinander schiebbaren Glockenringen be­stehender Behälter in East Greenwich fein, der 90 Meter Durchmesser und etwa 65 Meter H she in g fülltem Zustande befitzt. Alle diese englischen Rcesengasometer haben keine Häuser, sie sind unbedeckt und bestehen ganz aus Eisen, sind also unverbreitnlich. flttm ist 'bei der Hamburger Kata­strophe von »iner Explosion gesprochen worden. Das dürfte aus unzutreffender Berichter,.a hing beruhen. Gisbehäcker explodieren" nicht, auch wenn sie bersten. Das überzeu­gendste Experiment, das der Erfinder der Gasbeleuchtung seinen zweifelnden Zeitgenossen vorführte, war, daß er die Wand des Behälters mit der Spitzhacke durchschlug und das ausströmende Gas mit einer Fackel ent^ündefe. Wenn die Gasglocke von einem Gebäude umgeben ist, so können sich bei Unachtsamkeit und undichtem L-ehäl er in dem Gebäude explosive Mischungen bilden. Aber die Hamburger Behälter scheinen, wie die englischen, frei gestunden zu habui. Wenn benachbarte Häuser so nahe liegen, daß die ausströmenden Gase bei defektem Behälter fie teilweise erfüllen, so ist auch tn ihnen eine Explosion möglich, die fick) daun als Zerstörung auf den G-asometer forlpflanken kann, dieser selbst aber kann immer-nur lecrbrennen und die nächststehenden Personen durch S. ich'lamm en bedrohen. Um einen solchen Zusammen­hang scheint es sich in Hamburg zu handeln. Es ist aber Unrecht, bann von einer Explo ion der Gasometer zu sprechen und damit weitere Kreise in Schrecken zu setzen. Schreiber dieser Zeilen wohnt in nächster flckihe einer Gasanstalt und denlt nicht daran, oarum die mindeste Ge ahr zu befürchten. Aber man sollte die Hamburger Katastrophe allerdings zum Anlaß nehmen, nicht andere Gebäude allzunalw an Gas­behälter zu bauen, um sie vor der Gefahr einer Anfüllung mit Gas bei schabha-l. werdendem "Behälter zu bewahren. Im übrigen sind chfenstehende Behälter ohne Zweifel noch harmloser als überbaute.

ok. Suffragettesim Jahre 1738 Szenen, die lebhaft an das Gebaren der heutigen Suffragettes er­

innern, haben such un Jahre 1*738 m der englischen Haupt­stadt abgespielt, als das Haus der Lords mit Einstimmigkeit den Beichluß faßte, unnütze Besucher auszuschließen unb damit vor allem das schöne Geschlecht meinte. Die LordS hatten aber nicht mit einigen besonders rabiaten Vertreter­innen des Ewig-Weiblick)en gerechnet, die sick) durchaus nicht unnütz" fühlten und dies gar deutlich demonstriere» wollten. Diese Amazonen der Parlamentstribüne trugen durchweg glänzende Ramen. Die Herzoginnen von Queens- borouqh und Ämaster, die Ladies Weslinoreland, Eobham, hanntton und andere versammelten sich schon um neun Uhr morgens an der großen Parlamentstüre und lachten den ehrenwerten Sir William oaunberfon aus, der ihnen mehr­mals respektvoll den Parlamentsbeschluß mitteilte. Darauf gaben die Lords, die im Hause tagten, den Türhütern strengen Befehl, die Damen um keinen Preis ein zu lass err und ine Türe fest verschlossen zu halten, der Hunger werde sie wohl von dort vertreiben. Bis fünf Ulyr abends blieben Die Damen unentwegt, indem sie abwechselnd unaufhörlich derart gegen die Pforte schlugen und stießen, so daß die Lords sich in ihren Debatten kaum verständlich machen konnten. Kurz nach fünf Uhr aber hörte der Skandal auf, es blieb eine halbe Stunde lang still und stumm, und als die Lords. erleick>ternd aufahnenb, den Befehl gaben, die Tür zu öffnen, stürzten die sich der gelungenen Kriegslist freuenden Amazonen herein, drängten die Sol­daten zurück, nahmen auf der Galerie die besten Plätze ein und gaben durch ebenso ungenierte als geräuschvolle Aeußerungen deutlich zu erkennen, wer von den Rednern ihren Beifall hatte und wer nicht.

Handel.

Düsseldorf, 17. Dez. Der Ävhlen- und Kvks^ markt lag fest. Auf dem Eifenmarkt bleibt die Haltung bei ruhigem Geschäft fest. Für Stabeifen lassen sich veremzeE höhere Preise erzielen.

Gießen, 18. Tez. Marktbericht. Aut heutigem Wochen- maifte fouete: Bruier pr. Pid. 1.201.30 Mk^ Hsilmereier 1 Sh 910 Big., Enteneier 1 St 0 Psg., Mäfe pr. St. 68 Pi., Erbien p. Pid. 0000 Pia., Linfeu v. Pid. 00 00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,801,00 Alk., Hühner pr. Ct. 1,001,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80l,80Mk., Gänse pr. Pid. 6070 Pf., Eliten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk Lcl.fenfleijch pr. Pid. 7684 Pig., Lluhfleifch pr. Pid. 60 P'g., Rliidfleifch pr. Pfiurd 7074 Pfg., Schweinefleisch pr. t-mub 8096 Pfg., Sduneincfleijch, gefalzcu, pr. Pid. 96 Pjg., ^all'fleifch pr. Pid. 7276 'big., DanunellieOfh pr. Pid. 6080 Pfg. jiarlosseln pr. 100 Äg. 5.500.00 Atk., Ziviebeln per Ztr. 5,006,00 Ack., A,ilcb per Liter 20 Pig., A.^e>ßkram per Llnct 1015 'l'Sg., per Zentner Dtk. 0.000.Ö0., Aepiet per Ztr. 1018 Alk., Birnen per Ztr. 1015 Mk. Riisje lüO Stück 4050 big., per Ztr. 000 Mk. Marktzeit pou 82Uhr.

Amtlichei Wetterderichl.

Oeffentliche Wetterbien st st eile Gießen.

Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Von Cüdwesten her ist im Lauie des gestrigen Tages rafch ein krä'tiges Dieibrud- gebiet herangezogen uub lagert heute ntoroen vor der Rhein- münbimg. Es hat m der iflacht lebhafte Südwinde unb Tauweltcr mit Regen uub Schnee gebracht, auch in den Bergen. Dagegen ist auf der 'Jloröfeite des Wirbels über Nordenropa itärfere St alte ein­getreten, die heute auch in Ostdeutfchlanb uod) anbauert. Das westliche Tieidruckgebiet wandert nordwärts und bringt uns West­winde uub neue Abkühlung.

Schneebericht. UcberaU in ben 'Dtittelgebirgen Tauwetter unb Regen, Schnee pereift, für Schi ungünftig.

WeueraiiSsrchten in Hesscli am Sonntag dem 19. Dezember 1909: Vielfach Schnee, wieder kälter, starker Rordivest.

GrLgLnaL-VrahtrnelSungen.

Die Dauerfitzuvg des österreichifchen AdgeordneteuhauseS.

Wien, 18. Dez. (Abgeordnetenhaus.) Um 6 Uh« früh hatte der Abg. Stanjek feine Rede beenbel Vcach ihm begann der 2lbywrduetr Dürr iso t zu sprechen Die Sitzung dauert fort. r. *

Köln, 18. Dez. DerKöln. Zta." wird aus Tanzes gemeldet: Die Untersuchung icegen der Ermordung der deutschen Frau Kcale hat einen früheren eingeborenen Dieurr der Er­mordeten schwer belastet.

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Vsarrer. Bürgermeister.

Forstmeister Dr. Weber

Ausruf!

Im Februar des Jahres 1908 geriet die Sasse des ^Dorfchuß- und.'LreditvereinsOber-Mocksttrbi, Sr.Büdingen, Hessen, G.m.u.H." tn Konkurs. Für den Fehlbetrag von rund 800000 Mk. müssen nun die Genossen mckkommen. Jetzt im Dezember ist mit der älniorderung des zu zahlenden Anteils non 2300 Mk. begonnen worden. Biele trifft das schwer, viele sind bovvelt geschabiw- De müssen ihre ent­liehene Schuld an bte verkrachte Kasse sofort abtragen unb den Stu­ten von 2300 AU. »wch dazu. 9bir her, welcher in den Verhalt mssen hier wohrtt. kann die Größe des Unglücks recht be­urteilen. Viele gerinne Leute haben Geld eingelegt: sie ver licren schon feit 2 Fahren ihre Zinsen: unb haben sie Geld notig, so müssen sie es leihen gegen hohe Zinsen, haben also dadurch hoppelten Schaben in der ohnedies wirtschaftlich ernften Zeit. Biet haben wir veriuclu um zu helfen und dankbar erkennen wir an, daß auch die Montur5öerwaltunq mit mogltchiler Schonung norgehen will. Ebenso hotte der Staat Unterstützung tn Aussicht gestellt: freilich tonnte sie um der.Monfcouensen willen nur gering fein und nur unter bestimmten Bedingungen gewahrt werden, deren Er­füllung tnheo kaum möglich ist, diese Hoffnung ift deshalb als ge­scheuert zu betrachten. Die Gemeinden felbit gehen mit Bürgschafts­leistung bis an die äußerste Grenze ihrer sinanziellen Kratt. Trotz all dieser Maßnahmen bleibt das Unglück in 'einen Folgen noch sehr groß und es ist ganz geioiß kein Unrecht, noch weniger ein nicht reiflich überlegter Schritt, wenn wir uns an die öffentliche Mildtätigkeit wenden mit der Bitte: ^Helft une!" Aus den ein- gebenden Geldern wird ein Fonds gebildet, aus dessen Erträgnissen Beihilfen an bedürftige Kassenmitglieder in Notfällen von einer Kommmion gewährt weiden, die aus dem Großh. Kreisrai Boeck- mann und 2 vom Krersausschuß zu bestellenden Mitgliedern ge­bildet wird.

Weihnachten ftefct vor der Türe. Ihr, die Ihr in ruhigem Besitz Eures Vermögens lebt, habt ein mitfliblend Herz und eine offene Hand, daß in unsre Sorgenzett em Strahl helfender Nächsten­liebe fallt und wir hoffnungswoder in die Zukunft schauen tonnen!

Fürst Woligaug zu A'enburg und Büdingen in Büdingen.

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