Nr. 296
Drittes Blatt
Freitag 17. Dezember 1909
159. Jahrgang
Erscheint töglich mit 4tt»Snahme des Sonntag».
flctnetnöc gemeinsam.
Pfarrer Schwabe.
Pkarrer Ausseld.
Bewahranstalt,
Montag den 20. Dezember, abends 8 Uhr, im Jolmnnessaal:
Piarrer 21 u 5 f e l b.
B i b ehsl u n d e.
ä ndig-
(8S*/i#
rs
-».f
« b
5 g"
2.U
ZT
Seo
toa-
UL
«
5-o
»3
- S
=:
^2
'S?
L9Z E» ?
2*j
5
ÄL 3
s
CD
2D 'S
^2 « w -i
Sa«
0@
122.
-e
a
3 2
s E
S
!-- S
'S
c/)°
-
8
3 3 2>
@2
3 ~
-
S
t/)
Us
I
?!
s?»
e es(5) ■
öT.^ Ä c"-< *■
W is
cn o 2T cv
>-r § =T-S
B e
Jr «2.
Z-
0*
2 — 5»
gr L «±2 a « S
cv “S cn S=
CO ö *"! c o TT cv
cv
3 5 §2
c~ 5"
O *♦ 2 2 s»>Zff
unsere Hochdruckgebiete viel größere . .
feit und pflegen nur langsam ihre Lage zu ändern. Dürre- und
Am 1. Weibnachtsfeiertag findet Beichte und heil. Abendmahl für ine Lukas- und Iohannesgemeinde im VormtttagSgouesbtenst statt. Anmeldungen vorher bei dem Piarrer jeder Gemeinde erbeten.
Am 1. Weihnachtsfeiertag lvird nach allen Gottesdiensten eine Kollekte kür bie Klemtmder-Bewahranstalt, am 2. WeihnachlS- feierlag für die Armen erhoben werden.
ö. 2
ff'S
3 ? h
2 f-
S§ o 2
IW
Am 2. Weibnachtsfeiertag findet im Vorrntttag-gottesdienst Beichte und heftiges Abendmahl für Matthäus- und MarkuS- gemcmbe gemetnsam statt. Aitmeldnng vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
3n der Iohanneskirche.
Vormittags 0l/7 Uhr: Piarrassislenl Hanstein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde.
Pfarrer A u s f e l d.
NachinittagS 3 Uhr: ChristbescherungSieier für die Kleinkinder-
RstaNonSdruck und Verlag der Br üblichen UntversllälS - Buch- und Sleindruckeret.
R. Lange, Gießen.
L'Z
■5Tä
&
- 0-5,2
2 H o* ■2-8.»
Verinidcbtes.
* Hoch- und Tiefdruckgebiete. Wenn man die bekannten, blauen Wetterkarten des öffentlichen Wetterdienstes aufeinanderfolgender Tage vergleicht, sieht man sofort, daß die Verteilung des Luftdrucks über Europa sich fortwährenden Aenderungen unterzieht und daß die Gebiete hohen und niederen Druckes häufig ihre Lage verändern. Besonders sind es die Tiefdruckgebiete, welche durch ihre rasche Lageänderung aufsallen. Die Tiefs wandern, manchmal mit der Schnelligkeit eines Sturmes, manchmal auch nur ganz langsam. Sie sind es vor allem, welche unserer Witterung den Charakter des Unbeständigen verleihen, indem oft tage- und wochenlang in kaum unterbrochener Folge Zyklonen im Westen austauchen, um ostwärts über Europa wandernd Regenfälle mit sich zu führen. Unsere kühlen und regnerischen Sommer entstehen auf diese Weise. Dagenen besitzen
rlalhokifche Gemeinde.
Gottesdienst.
Sam Stag den 18. Dezember:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht, Sonntag den 19. Dezember, 4. Advents-Sonntag: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. Bormillags uni 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
„ um 8 Uhr: Austeilung der bl. Kommunion. Vormittags um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Heil. Blesse mit Predigt.
Nachmittags um bV, Uhr: Christenlehre ', darauf sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
ö 2
% Z
Sa
Kirchliche Nachrichten.
Eoanyeufche wemcinoe.
Sonntag den 19. Dezember. 4. Advent. Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 9V. Uhr: Prof. D. Schian.
Vormittags 1 l Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markus'
"5 o 2: * " CL
Redaktion, Exveditwn und Druckerei: Schul» straße 7. Exvebttwn und Berlag. LEO bl. Redaktion: 112. ieL-Slbr.: AnzeigerG»eßen.
Hunderttausend^.
Die Sorge um die Gesundheit ist im Herbst und Winter am dringendsten. Schützen Sie sich daher bei Zeiten und beachten Sie ein Mittel, dessen hervorragende Eigenschaften Hunderttausende von Personen vor allen schädigenden Einflüssen auf die Stimmorgane bewahren. Husten, Heiserkeit, Katarrh, die Vorboten oft ernster Erkrankung werden durch Wvbert-Tabletten mit Erfolg bekämpft Es wird in den nächsten Wochen Gelegen heit geboten sein, dem seit 60 Jahren hochgeschätzten Präparate ein Heer neuer, begeisterter Anhänger zu werben. Original-
=. S* 8*
Die „Giehener Lomiftendlätter" werden dem „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt fär den Kreis Sieben" zweimal wöchenlllch. Die „Landwirtschaftlichen 5ett» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
*-> o- 2Z-,
° 5 l.-l
3» 2
,0" 3
sprocken und die öanb gegeben hat?" Und entschuldigend fÜAt« sie hinzu: „Mer wie hätte ick berat das wissen sollen? s»ie war doch so einfach ungezogen!"
»3'
es
2 co E — _
2 3 gf
.Ä 5
:-S e —~
—" S-to
iS „32 C roW
Gietzeyer Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
?' s h;- < tiiri
2«s
-
8*
Hitzeperioden im Sommer, kalte ^rostperioden im Winter sind ihre Folgeerscheinungen. — Die Zugrichtung der Tiefs verläuft im Mittel nach Osten: im einzelnen Falle mit M- weichungen nach Norden und Süden. Auch die rein nördliche Zugrichtung kommt gelegentlich vor, sehr selten aber eine ausgesprochene Westtichtung. Der Grund hierfür liegt in der west- östlichen Umdrehung der Erde. Dabei pflegen die Tiefdruckgebiete besondere Zugstraßcn ctnzuhalten, deren Kenntnis von Wert ist für die Wettervoraussage. A. P.
* Von der Königin Elena erzählt der römische Korrespondent des Gaulois eine Geschichte, die ein neues Licht auf die Mildtätigkeit der hohen Frau wirft. Vor einigen Tagen erschien eine arme, in Lumvcn gehüllte Frau in einem Bureau, wo wohltätige Damen Kleidungsstücke verteilen und den Armen auch andere Hilfe zuteil werden lassen. Eine junge, sehr einfach gekleidete Dame nahm die Bittstellerin voller Güte auf und fragte sie mit sanfter Stimme: „Nun, gute Frau, was habt Ihr nötig?" Tie Arme erzählte ihr Unglück: der Mann tot, zahlreiche Kinder, die alte traurige Geschichte... Bewegt gab die Dame der Unglücklichen 20 Lire, tröstete sie und ließ sich ihre Wohnung sagen. Am andern Morgen betrat ein elegant gekleideter Herr das ärinliche Kämmercherr der Armen und legte ein Bankbillet über 50 Lire auf den wackligen Tisch. „Da ist Geld, womtt Ihr Eure Miete bezahlen sollt. Und vor der Zukunft braucht Euch nicht bange zu sein... Die Königin wird sich Eurer annehmen ..„Die Königin," ries die Frau voller Erstaunen aus, „das war die Königin, die gestern so freundlich mit mir ge-
Aus die Verkaufspreise der Apotheken haben die Arzneiprnse keinen Einfluß. Tie Arzneitaxe, die bekanntlich vom Bundes- r a t e aufgestellt wird, berückjichtiat die Apothekenvreisc überhaupt nicht, sondern wird mit Rücksicht darauf festgestellt, daß auch die kleine Apotheke auf dem Lande existenzfähig bleibt.
Schließlich ist es völlig unrichtig, roenn die Einsendung behauptet, daß auf der Haupweriammlung des Deutschen Dpotyeker- Vcreins mehrere Vertreter größerer Gruppen von Apothekern erklärt hatten, daß eine Erhöhung der Arzneipreise erst in Frage kommen dürfe, nachdem die jetzigen Mißstände im Apothekenwesen beteiligt seien. In dieser Versammlung hat kein Redner, der auch nur eine nennenswerte Anzahl von Fachgenossen hinter sich hätte, eine derartige Behauptung aufgestellt.
x § II? cro =
.
=-•($ £=•
—
33
^272 3 3 5 -
Verteuerung der Arzneien.
Bon einem hiesigen Apotheker wird uns zu der in der Nummer 261 unseres Blattes verösfentlichten Einserrdung geschrieben :
Die Behauptung, daß durch die Reichsarzneitaxe die Arzneipreise um 10 Proz. erhöht worden seien, ist unbewiesen und unbeweisbar: im allgemeinen hat die Reichsarzneitaxe nur das Mittel zwischen den früheren Taxen der einzelnen Bundesstaaten stehen wollen und gezogen. Es ist somit nur zutreffend, daß einzelne Bundesstaaten eme kleine Erhöhung, andere eine Herabsetzung erfahren haben. Selbst wenn aber diese Behauptung richtig luäre, so ist in dem Artikel doch verschwiegen, daß die Krankenkassen es sehr wohl verstehen, ihre Macht auszunutzen, um sich besondere Vorteile zu sichern und von den Apothekern Rabatt erhalten, der sich im allgemeinen zwischen 10 und 20 Proz. be- DkAt. Die Kassen beziehen die Arzneien nicht in großen Aiengen auf einmal, sondern jeder Kassenpattent erhält seine Arznei genau ■0 besonders angefertigt, wie jeder Privatmann. Außerdem muß der Apotheker den Kassen monatelang Kredit gewähren, nach be- onderen Vorschriften spezifizierte Rechnungen aufftellen usw. trotzdem wird ihnen dieser verhältnismäßig sehr hohe Rabatt und außerdem vielfach nod) sehr billige Handverkaufspreise gewährt, die mindestens so niedrig sind, wie die Preise der Drogisten, was ihnen ermöglicht, mit dem notorisch geringen Prozentsätze ihrer Ausgaben ihre Arzneikosten zu befreiten. Die Zahlen, welche die Einsendung in dieser Beziehung gibt, sind geradezu irreführend. Zunächst war das angezogene Jahr 1885 das erste Jahr der strankenversicherung überhaupt und wird in den amtlichen Stattstiken, ebenso wie die beiden folgenden Jahre, als Ausnahmejahr gar nicht mehr zur Vergleickping herange^ogen, da lic Statistik für diese Zeit ganz unvollständig ist. Daß die Reichs- orzneitaxe den Krankenkassen keine Erhöhung ihrer Arzneikosten gebracht hat, dafür liefern gerade die amtlichen Zahlen schlagende Aeweise. Im Jahre 1904 entfielen an Arznei kosten im Durch- fchitttt auf ein Mitglied Mk. 3, im Jahre 1905 Mk. 3.10, im Jahre 1906 Mk. 3.08 und im Jahre 1907 Mk. 3.31. Dabei ist zu beachten, daß die letzten Jahre sich bufli eine außerordentliche Steigerung der Zahl der Erkrankungsfälle und der Krank- fieilsdauer auszeichneten, die notwendigerweise auch eine Vermehrung des Arzneibedarfs mit sich brachte. Im Jahre 1907 haben sich die Erkrankungssälle gegen 1906 um 8 Proz. vermehrt und die Krankheitsdauer um 7 Prvz. verlängert: ttotzdem sind die Arzneikosten nur um 71/2 Proz. gewachsen. Sie haben sich also rrlattv vermindert.
Wenn die Apotheker sich bezirksweise koaliert haben,^ so ist dies nur eine Defensivmaßregel gegen die großen Verbände der Krankenkassen, welche die ihnen durv> das Gesetz verlrehenc Macht gegenüber dem Apotheker, dem die Lieferungsverweigerung gesetzlich untersagt ist, auf das Rücksichtsloseste ausnutzen.
Daß die Apotheker bei der fortdauernden Steigerung der Preise aller Lebensbedürfnisse, die Jhreir Lesern wohl nicht noch besonders bewiesen zu werden braucht, des Steigens der Gehälter unh Löhne, der neuen Steuern, z. B. der Branntweinsteuer, die der Apotheker im laufenden Jahre nicht auf den Konsumenten crowälzen kamt, da die Taxe es ihm verbietet, usw., eine bescheidene Erhöhung der Preise verlangen, die ihnen keinen Mehrgewinn, irndern nur einen Ersatz für die erhöhten Ausgaben bieten soll, ist doch wohl nicht zu beanstanden..
2 ^5'2» L.Z • hh" «3, S-2 * S «
9. 2 2'S-
500 r
Mr01”0*
or(^ - er 2 O*
3,7 5'^5 5»^
X 2 2. -
-BrLL^^-2
öS' 2.C-J
? = 2 r= 2 = 7.-= CD
schachteln ä Alk. 1.— sind in den Apotheken crhfiltlich. Depot in Giefieu: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2.
L
S
1Ö9"
AS
CD CD
S
CD CD S o
g «■ Z-«- 2


