Ausgabe 
23.11.1909 Erstes Blatt
 
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Giessen, den 22. November 1909.

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ments hin und meinte, eS blieben somit noch zwei Jahre- um Steuern ohne Verletzung der Verfassung rückgängig zu machen oder zu sondern, wenn das Volk fte verurteile, aber die offenbare Meinung des Landes sei, daß das Budget anzunchmen sei. Bei den allgemeinen Dahlen werde das Volk weit wichtigere Fragen erwägen, uL5 nur die eine, ob bas Budget angenommen werde oder nicht.

Mannheim, 23. Nov. Zwischen Feudenheim und Seckenheim itmrben gestern abend zlvischen 9 und 10 Uhr zwei leichte E r d st ö ß e wahrgenommen, die 810 Sekunden andauerten und von Nordosten nach Südosten zog. Die Erdstöße waren von einem Geräusch begleitet, das dem Rollen eines Lastwagens glich.

Toulon, 23. 9ioo. Heute nacht fanden lärmende Kundgebungen vor dem Stadthaus statt, rocil nach Meinung der Demonstranten gegen die Urheber von Unregel. Mäßigkeiten nicht energisch genug eingeschritten wurde. Die Menge sang die Internationale und drang in den Hof des Stadthauses ein, auS dem sie von der Polizei ge­waltsam entsernt wurde.

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Giessen, den 23. November 1909.

Um rege Teilnahme bittet

Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, welche uns aus Anlass des Ablebens unseres unvergess­lichen Vaters zuteil geworden sind, sprechen wir unseren innigsten Dank aus.

Familie Kullmann

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Zu dem am 16. Dezember beginnenden 2. Backkurs werden Anmeldungen nachmittags von 24 Uhr entgegen­genommen. Gleichzeitig können auch Anmeldungen zu dem am 5. Januar neu beginnenden Kochkurs gemacht werden. vi»/ Die Vorsteherin: A. Deutsch, Steinslr. 10.

J»vithsest 1909.

Diejenigen akademischen Beamten, denen eine Einzeich- nungsliiie für das am 11. Dezember, abend» 6 Uhr, ,m städtischen Saalbau zu Darmstadt slattfindenden Judithfest noch nicht zugegangen ist und die teilzunehmen wünschen, insbesondere die pensionierten Beamten, werden gebeten, dies schriftlich dem .Iudithfeslkomitee Darmstadt' mitzilteilen, oder sich in die bei dem Hausverwalter, Nheinstraße 10, aufliegende Liste einzeichnen zu wollen. (D/u

Das Fudithscstkomitee.

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Verein der Uetaillisten zu liessen.

'.Rittwoch den 24. November, abends 81/2 Uhr, im Hotel Kaiserhof

Ordentliche Generalversammlung

TageS-Ordnung:

1, Berichterstattilng. 2. Kassenablage. 3. VorftandS- «ahl. 4. Regelung des AuSocrkaufswesenS. 5. Geschäftliches.

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bis zu einer CchneehLK lag und in der Slachi unj hüringen meDergcgaugin. lahingelegt.

I, öüb von den in Lhr, Tote und 20 Lebend,

die auf ste als die Beschützer ihres größten Bersassungs- rechtes blickten, nämlich des Rechtes, befragt zu werden, wenn von der Reaierung eine fundamentale polltyche Aen- derung in Borfchlag gebracht wird.

Der Lordkanzler sagte in seiner Antwort: vvrgeschlagene Schritt stür z e al 1 e v a rla m e n t a r i s ch e Traditionum; wenn er auch vrellercht zulässig und gesetz- lich ser so sei er doch vom konstitutionellen Standpunkte aus verkehrt. Die Ablehnung des Budgets bedeute die Ab- lehnung des Zahresbedarfs. Aber Lord Lansdowne scherne zu meinen, auf ein kleines Chaos komme es nrcht an. Die Ablehnung wäre ein direkter Eingriff in die Prarogalrve der Krone und die Privilegien oes Unterhauses. Man verlange, daß die Verfassung umgestürzt werde, die ein Gegenwand des Neides für alle Nationen oer Welt »er, und daß dem Oberhause solche Machtbefugnisse verliehen würden, daß das Unterhaus und die Regierung aus ote Gnade der Lords angewiesen wären. Kein weiser Mann könne oas wünschen und kein Mann von Geist würde sich dem unterwerfen. Was Lord Lansdowne Vorschläge, ,et einSchrittzurkonstitiitioneilenRevolution. Der Lordkanzler wies auf die sechsjährige Dauer des Parla-

, «Irren gesetzes und die Aeiiderung der Ge- f inb e- und Stäb t e o r dnun g. Das Elementarschule ,'et, soll geändert werden in der Richtung der Erhöhung r seiüfle von Dolksschullehrern und -Lehrerinnen, der e u a e st a l t u n g der S ck u l a u f s i ch t, der Neurege- na der Staatszuschüsse für die Volksschulen und der Auf- in über die nichtstaatlichen Lehranstalten.

Tie Rede Lansdowne».

London, 22. Nov. Lord Lansdowne schloß seine >be im Oberhaus: Wenn die Regierung nickt wünschte, be es keine Gelegenheit für ein finanzielles Cbaos. Der n-Lner bot die Unterstützung der Opposition an bei der Be- mvsung aller Schwierigkeiten, die sich möglicherweise er- 'ben könnten. Er ziehe eine zeitweilige Verwirrung einem uernden Chaos vor, das sich aus der Annahme der Bill -neben würde. Durch Drohungen gegen die konstitutio- Hcn Rechte der Peers sei er nicht sonderlich berührt; I eie Drohungen seien schon ausgeswßen worden, bevor man n einem Budget noch etwas geträumt habe. Dieser -imps habe kommen müssen; er mahne die PeerS, ihrer ^rantwortlichkeit nicht auszuweick)en. Das sck)ädlickste, as die Peers tun könnten, würde sein, d i e zu enttäuschen,

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Der Verglcichsvorschlag ist auf der Gerichtsschreiberei des KonkursgerichtS zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.

Gießen, den 18. Nov. 1909.

Ter Gerichtsschretber des B/n) Gr. Amtsgerichts.

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