Ausgabe 
22.11.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

159. Jahrgang

Erstes Blatt

porjd)iäge zur ©rganifation der ftaatl. Baurocfens

Nur in diesem

iiler,

Hkflitrt (Siner*

jährlich Ult 2.20; durch Abhole- u. Zweigs!eilen monatlich 65 'iif.; durch die Post Ult. 2. viert el- jährl. auSjcht. Beuellg. ZeitenpreiS: lokal 15Pf^ ausivänS 20 Pfennig. (Ehehrebotteur: A Goetz. Verantwortlich für den volilifchen Teil: August Gocq; für .«Feuille­ton* und.Vermischtes* K. Neurath; für .Stadt ii 2anb und(SenctitS-

Sozialdemorratische Siege.

Barmen. 20. Noo. Bei der heute mittag beendeten Stadtverardnetenwahl der dritten Abteilung siegte die^ sozialdemokratischeListe mit 10 488 bis 10700Stimmen über die Liste der vereinigten bürgerlichen Parteien.

Elberfeld, 20. Nov. Bei den heute beendeten Stadt-, oerordn eten - Ergänzunq swa hlen der dritten Ab­teilung wurden die vier Kandidaten der Sozial­demokratie gewählt. Bisher gehörte kein Sozialdemokrat dem Stadtverordneten-Kollegium an.

Är.274

»ft Siebener Anzeige, schein! täglich, auuer Sonntag». - Beilagen: viermal wöchentlich »iehenerZamilienbletter; -jrunalroö<t)eniLKiet$.

ii att für ben Kreis

l Dienstag und Freitag); ytiinal monotl. Land- ilrtschaftliche »eltfragen

Montag Ä2. November 1909 vezugsprei».

DM nronatlich7öPf^ viertel-

Die MMände in den Reichrianden.

Sraßburg i. Els, 20. Nov. Im Anschlüsse an die MüMuser Ausweisungsaffäre ist, wie bieetratfb. Neue

ZG lEjß

*****

Wphon <66

Vortrag über die A n f ä n ge des C h r i st en tu ms am M r t tel- rbetn unb legte eingehend dar, wie durch die limgltx? Aufdeckung fcer Reste des Albanusklosters in Mainz der Nachweis erbracht ei daß zu Ausgana des dritten oder zu Anfana des vierten! Jahrhunderts eine christliche Gemeinde bestanden hat In sehr anschaulicher Weise legte der Redner dar, datz anstelle des ehe­maligen Klosters die erste christliche Kirche gestanden hat. öte: log außerhalb der Stadt und war auf einem el)cmaligen römischen Z-rauenfriedhof erbaut worden, auf dem auch christliche Leichen bestattet wurden. Tie Gräberfunde und die Att, wie man in den airfgebedtim Grundmauern der Kirche vier schichten von Leichen übereinander fand, sowie die dabei entdeckten Gedenktafeln geben den Beweis, daß im 4. und 5. Jahrhundert eine größere clwiskliche Gemeinde in Main; vorhanden war. . .

Professor Dr. Sommer sprach über einen Besuch tm Liebig schenLaboratorium im Jahre 1848. Beim Studium der Geschichte der Familie Soldan hat der Redner eine sckwxdischc ^äxtih in die Lande bekommen und darin eine Schilderung eines Soldan gefunden, der 1848 aus Veranlassung des russischen Ministeriums nach Gießen gekommen war, um bei Liebig Chemie zu studieren Professor Sommer verlas die ins Deutsche über­setzten hochinteressanten Mitteilungen und Schilderungen über den Eindruck, den die Persönlichkeit Liebigs aus den Schweden gemacht hat Wir erfahren daraus, wie Liebig lehrte und wie es in feinem Laboratorium zuging; man vernimmt auch, daß die Lörer Lie­bigs ihre Stammkm'ipe im Rappen hatten und dort, in dem damals feinsten Lause der Stadt, häufig zusammengekommen sind Weiter enthält das Leftchen Mitteilungen von einem Maskcn- ball im Saale des Einhorn. Lierzu hatte man einen Thron errichtet um den die Fahnen aller Nationalitäten gestanden hatten, die damals als Lörer um Liebig versammelt waren Zum Schluß bedauerte der Vortragende, daß man früher in Gietzen wenig pietätvoll gehandelt hat, daß vieles aus lener großen Zeit Liebigs verloren gegangen sei. Es sei aber gewiß noch vieles zu iam- meln und an geeigneter Stelle als sichtbares Seiden an Liebig unterzubringen. Er denke dabei nicht etwa an den späteren in München gefeierten Geheimrat, sondern an den Liebig, den wir in Gießen hatten. Lierzu eine wirksame Anregung gegeben ju haben sei er in den Geschichtsver? gekommen

Zta. erfahrt, von der elsaß-lothringischen Regierung eine Verfügung erlassen worden, daß bei öffentlichen Konzerten, welche der behördlichen G.-nehmigung unterlegen, rn Zu­kunft die Marseillaise oder ähnliche Musikstucke, du zu Provokationen fuhren können, nicht mehr rm Pro­gramm ausgenommen werden dürfen Das Bla erinnert daran, daß das Verbot der Marfeillarse rechtlich nie aufgehoben war, daß man aber das -red m den letzten Jahren als ungefährlich duldete. Zu der Affäre Wegeln teilt die gen. Zeitung mit, daß em Jmmediatbericht Nicht von der Regierung, sondern von der Kommandantur der Garnison Mulhau.en cingefordert worden sei.

Aus Donaueschingen wird gemeldet: Der Kars er ging am Sonntag vormittag längere Zeit mit dem Statt­halter Grafen v. Wedel im fürstlichen Park^spazieren und nahm an dem Gottesdienst in der evangelischen Kirche teil. Mittags traf als Gast des Fürsten zu Furftenberg Graf Zeppelin ein, der im fürstlichen Schloß Wohnung nahm. ____

reich-Ung ar n zugestimmt ; die anderen Mächte ba- gegen stellten Bedingungen, über die eine Einigung noch "^Ueber^die^Haltung Englands heißt es in dem Artikel: Die englische Regierung wünsche, daß die aus der Zollerhöhunq erwachsenden Mehreinnahmen nicht als Ga­rantien für den Bau der Bagdad-Bahn verwandt wurden.

- Falle wolle England seine Einwilligung zu

na geben. Das B att schreibt sodann weiter, eigentlich die englische

Die Zoüerhöhung der Gürtel

Konstantinopel, 21. Nov. DerTanin" be­schäftigt sich in einem Leitartikel mit der Frage der 4pro- ientiaen Zollerhöhung, die entgegen den Mel­dungen einiger Blätter noch keineswegs geregelt sei. Die ZeiLng sagt, die Frage sei für die Türkei von größter Be­deutung, da die Regierung mit den sich aus der Zoller­höhung ergebenden Mehreinnahmen das Defizit des Bud­gets teilweise decken und eine Anleihe von 30 Millionen Franks zur Ausführung öffentlicher Arbeiten aufnehmen könnte und möchte. Diejenigen, die dieser Frage gegen­über eine ablehnende Haltung einnahmen, könnten es daher unmöglich mit der Reformierung der Türker ehrlich meinen; dennoch hätten bisher n ur Deutschland und Oe st er-

der Zollerhöhung geben. Das Batt schreibt sodann roeuir, es wolle nicht untersuchen, warum eigentlich dre englische Regierung die Weiterführung der anatolischen Bahn nicht wünsche. Wer, nachdem England diese Forderung ge­stellt habe, werde die Angelegenheit zu einer tfrage des türkischen Selbstgefühls, und falls die Türkei bei den Mächten keine Unterstützung ftnde, dürfe Europa nid)t dre türkische Regierung anklagen, wenn die Resormrerung Der Türkei Verzögerungen erleiden würde.

Von einem höheren Beamten und Sachverständigen aus ( ur oberhessischen Kreisstadt erhallen wir über die staat- ihe Organisation des Bauwesens und beren beantragte ! -form folgenoe sehr beachtenswerte Auschrist, in der aber i ir Ansicht, alle Beamten sollten bei Dienstreisen die dritte '.^igenklasse benutzen, auf Widerspruch stoßen nrirb:.

Die Organisation des Bauwesens ist an- »rfa n n t unzweckmäßig und teuer; es sollte eme einheitliche Bauabteilung im Ministerium des Innern das Gesamte Bmiwesen mit der Külturinspcktion umfassen."

So wird u. a. ein Antrag, den 18 Abgeordnete bei der 'Seiten hessischen Kammer eingebracht haben, mit Bezug öuf die hessische Bauverwallung begründet. Und d es icit Recht, denn aus keinem Gebiete der Hess.scheu ötaaU= Verwaltung könnte durch eine zweckmäßigere Organisation lieht gespart werden, wie auf dem derBauvernxil.ung". rj Kunststraßengesetz, welches di.se Organ.saion rerursaeht hat, hat nicht die erstrebteEinheitlichkeit", fon- ,-ern eine teuere und unzweckmäßige Organisation der Bau- tcrroaltung gesck-afsen. Deren Beseitigung sowohl tm ^n- ,ercfje des Staates wie auch der Streue und Gemeinden 'legen dürfte. Das erwähnte Gesetz wurde gemacht, um tu Straßen ineine Hand" zu bringen, und da man aus -Zunsch der Kreisräte in j eden Kreis einen aFab em t- 'cken Techniker (Bauinspek.or> setzen wollte, di.ser aber turd) dieStraßenverwaltuna" nicht genügend beanfprucht morden wäre, so wurde auch das Bauwesen der Gemeinden, Hrdjen usw. und die Baupolizei in die Hände dieses Beamten itib in die der Kreisstraßenmeister gelegt. Die letzteren r.nirbenKreis-Beamte"; die akademischenStaatsbeamte . 53arum versd ieden, wird niemand in überzeugender Weise

Gberhesflscher Geschichtsverein.

Die Generalversammlung des oberhessi- Schen Geschichtsvereins, die in der ^rganaenen Woche tu Safe Ebel stattsand, war bedauerlicherweise nicht sv besucht, tnc es der Bedeuvmg des Abends entiprvchen hatt^ Der

I sitzende, Geheimerat Dr. Behaghel e^wttete den Geschah teridft, der eine gedeihliche Weiterentwickelmig verzeichnet. Es Made mitgeteilt, daß Dr. Ka l b fu ß eine D^be^g der Ge- 1 d) i d) t e de s Schiffenbergs geliefert ^hat und damit den tvm Verein ausgesetzten Preis von 500 Mark ern^rben hat ~ic | Irbcit eridjeint im Truck und wird den Mitgliedern MgehQr Tos Museum des Vereins hat sich um 400 ^pnnern vermehrt | mb wird auch von auswärtigen Gelehrten eifrig besucht- tlusgrabungen haben sdwne Ergebnilfe aufzuweifm. B^mtders inb hervorzuheben zwei Gräberfunde auf^dem Trieb mis oei Latenezeit, diel wegen der dabei gefundewm ^£.7?

odrriftzüge enthalten, Aufsehen m der wlfsQifchiftl ck^n Welt nachten. Prosest'or Dr. Behaghel bemerkt, daß ^kcme Runen eien, wie man anfänglich ang-enommen habe. aber man wmc nid) noch nickst, um was es iich eigentlich^ handele. Zur C - vickelung unseres Museums erklärte Prof. ^dTuhnmcher (Mains), Sah es sich unter den südwestdeuchchen

Heide.berg und Heilbronn, am besten entwickelt und cm wmen- 'ckwsttickfer Ausbeute großes geliefert habe. IM kommerideu.Jahve lind Grabungen nach römischen Funden bis nach Mulchen heim geplant. Dr. Siegelt erstattete den Msienbericht. De Zahl her Mitglieder (436) ist um 17 zurückgegangen An Bcittagen nnb 1181 Mark eingegangen, zu denen ah- vom Staat,

Provinz und tat weisen etwa 1076 ^rk imd mi Ge­schenken 400 Mark kommen. Die Stadt Gie^n fomdete 100 Mark zur Wiederherstellung von 20 Gemälden ehemattger Ratsherren der Stadt. Es find nun .noch 60 solck)er Bildband vorhanden, die der Erlxckürng wert sind, wozu Iedod) vorerü Die Mittel fehlen. Die Einnahme betrug im ganzen 3648 Ptar^ denen an Ausgaben 3496 Mark gegatiiberitebcn. Die Stoltrn Des Museums allein betrugen 1569 Mark. . e_

Bei der V o r st a nd s w a hl wurden die feithemgen MitgliedLr viedergewahtt. r .

Professor Dr. Belke hielt hierauf einen sehr fesselnden

Dergiftung österreichischer Generaistabsofstziere.

Aus Wien kommen geheimnisvolle Meldungen über Gistsendungen an neu ernannte Generalstabsofsi^iere. L.n Hauptmann war so unvorsichtig, das ihm mit der Post zuge- sandte Zeug zu genießen und holte sich dadu.rch den Tod Wahrscheinlich ist der Täter em unzufriedener Neider ober ein Geisteskranker. Bisher ist darüber noä> nichts bekannt

Wien, 20. Nov. Seit einigen Tagen haben, wie mehrere Blätter melden, Offiziere der hiesigen ©arnijon, die in diesem Jahre zum Generalstab emberufen worden sind, in Briefen Sendungen durch die Post erhalten, die je zwei Pillen in Ob l aten f or m enthielten. Ein Begleitzirkular besagte, daß die Pillen geeignet seien, die M an n e skr af t zu erhöhen. Vor zwei T-igen sta rb plötzlicheinGeneralstabshauvtmann, der ebe - falls eine solche Briefsendung er^aLen Kte. CbbuLwii ergab, daß der Tod infolge Vergif ung durä) Zyrn a.i erfolgt mar. Dre chemische Untersuchung der Pillen erwies, daß diese aus reinem Zhankali bestanden haben.

Eine andere Meldung gibt noch Einzelheit^:

W i e n, 21. Nov. Als vor drei Tagen ein Grneralstabs- hauptrnann infolge von Z antal -$eruiftung weil er zwei Pillen genommen hatte, die ihm m einem Briefe afeid^eitig mit einem 'die Wirkung Pil uupee^ senden Zirkular zugegangen U«ren, wurde bekannt, daN auch andere Generalstabsofsiziere die gliche Sendung erhal en hatten. Die behördlick>e Unterfudjung der Angelegenheit stellte bisher fest, daß sämtliche zehn zu ^ifang No­vember zu Lauptleuten im Generalstabe beförderten und Äcn^e Biebenen Offnere aleicte «rtalten hatten. Ob die riin der Provinz befindlichen, gleichfaNs avancierten 15 Generalstabsleute P.llen erhielten, ist noch nicht bekannt, wohl aber ist festgeitellt worden, daßi die zahlreichen, dem Generalstabe zugeteilten Oberleutnan^, welche im November nicht befördert wurden, di: P.Nr« nicht erhielten. Cs steht jedoch noch nicht fest, ob der Tater in Zivil- oder Mili'.ärkreisen zu suchen ist.

Dentßches

DieNorddeutsche Allaemeine Zeitung" schreibt: Die Nachricht verschiedener hiesiger Zeitungen, die Reichs­versicherungsordnung werde dem Reichstage nicht oder nicht vor Ostern zugehen, entbehrt jedes tatsächlichen Anhalts. Es wird im Bundesrate mit altern Nachdruck an der Fertigstellung des Entwurfs gearbeitet, damit er bent Reichstage sobald als irgend möalich vor- geleat wird. In jedem Falle wird dies noch vor Ostern ;escheyen. 1

Lin Streit zwischen den vereinigten Staaten und Chile.

Santiago de Chile, 20. Nov. Zwischen den Vereinigten Staaten und Chile ist es aus folgender Ur­sache zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen. Die amerikanische Firma Alsop hatte von einem anderen Hause, dem von Bolivien, gewiise Konzessionen gewährt worden waren, eine Anzahl M i n e n g e r e ch t i g - reiten erworben. Die in Frage kommenden Bergwerks- gebiete liegen aber auf einem Terrain, an das Chile zur­zeit Eigentumsrechte geltend macht. Chile verweigerte der Firma infolgedessen bie Ausübung der von ihr gekauften Konzessionen. Alsop unterbreitete seine Angelegenheit zu­nächst dem Schiedsgerichtshof in Washington, wurde aber von dort an bie chilenischen Gerichte verwiesen. Die zur­zeit zwischen ben Vereinigten Staaten und Chile schweben­den Verhandlungen betreffend bie Höhe ber von Chile zu zahlenden Entschädigungssumme bezw. die Frage, rn welcher Form bie Angelegenheit bem Schiedsgerichtshof im Haag unterbreitet werben könnte. Chile hinterlegte bereits als Bürgschaft eine Million Dollars bei ber Bank von England; die endgülttge Lösung ist jedoch noch nicht erfolgt, da die Vereinigten Staaten den Wunsch ausgesprochen haben, Chile solle darauf verzichten, bte Sache vor das Haager Tribunal zu bringen; andernfalls drohen fie, ihren Ver­treter in Valparaiso abzuberusen.

«.«*3

LX-H

beantworten können. _ ,,

Heute handelt es sich darum,auf allen Ge- Lieten" zu sparen, und da die Belastungen der Kreise mb der Gemeinden in bedenklicher Weise huuehmen, so irire es an ber Zeit, zu erwägen, ob man nicht, um auch vu\ diesem Gebiete zu sparen,bie Straßen für sich getrennt", bon mittleren Baubeamten etwa mit einem Aiabemiker in ber Provinz verwalten könnte. Wir sinb bavon über- ieugt, daß dies möglich ist, denn unsere heutigen mittleren Maubeamten leisten mehr wie bie akad. Techniker, die vor CO Jahren bies chön st e n" Straßen unseres Landes ge­taut haben. Der Straßenbau hat durch bie E.senbahnen cn Wichtigkeit ganz bebeutenb verloren; neue Straßen wer­ten kaum noch gebaut, und wäre dies ber Fall, so könnten tiefe durch bie Kreisstraßenmeister unter einer provinziellen Oberleitung ebenso gut gebaut werden, nrie dies früher ren 1882 bis 1897 schon ber Fall war. ..

Mehr Selbslänbi gleit ber Beamten wurde manche Stelle überflüssig machen.

Das Hochbauwesen des Staates, wie bas der Stre: je, ber Gemeinden, Kirchen usw. könnte mit ber Baupolizei nnb der Bauschätzung für die Br and Versicherung in eine Hand IKreisbauamt) gelegt werden. Hierdurch würden recht be­deutende Summen anReisekosten ber Beamten", bie die deinige unpraktische Organisation dem Staate veranlaßt, erspart werden. Es kommt z. B. vor, daß zwei Baubeamte ctab. und mittl.), um von ihrem Wohnsitz nach entseelten Orten chres Bezirks zu kommen, oft halbe Tage mit der Bahn reisen müssen, und eine solche Reise (bie Herren fahren - Masse) kostet heute bem Staat ca. 40 Mk. Um werter zu itaren, wäre es and) an der Zeit, daß alle Beamten, min­destens aber alle mittleren Beamten, bie dritte Dagenklasse der Eisenbahn benutzten.

2hi*lanb,

Der italienische Minister des Aeußem T i t t o n i und der niederlän di scheGe sandte haben am Samstag einen Schiedsgerichtsvertrag zwischen Italien und den Niederlanden unterzeichnet.

Zn Petersburg sind wieder einmal Beamte als Fälscher entlarvt worden. Ein früherer und ein jetziger: Angestellter ber Staatsdruckerei, bei benen etwa 1500 ge­raubte Krebilscheine vorgefunben wurden, sinb in Haft gc- nommeii worden. Tie Kreditscheine waren zum T il ohne Unterschrift, zum Teil trugen sie gefälschte Unterschristen und Nummern. _ , .

Die Petersburger Telegraphenagentur meldet: Der Passus in der persischen Thronrede, der die An­wesenheit r u s s i s ch e r T r u p p e n in Persien betrifft, wurde von dem Auslands-Korrespondenten in Teheran ungenau gemelbet. Er lautet wie folgt:Wir hoffen fest, bie Erregung unb Trauer ber Bevölkerung Perlens über bte Anwesenheit auslänbischer Truppen auf persischem Territorium werbe baldigst sdiwinden infolge begonnener freundschaftlicher Der- Handlungen, sowie dank der uns gegebenen kategorischen Ver­sprechungen und den bereits erkennbaren guten Risultaten.

Das russische Handelsministerium w.rd in der Reichsduma einen Gesetzentwurf betreffend bie zoll­freie Einfuhr von eisernen Seeschiffen für bie Dauer von 10 Jahren einbringen.

Die russische Botschaft in Konstantinopel übermittelte bem Senat ben Wunsch ber Reichsbuma, eine Aborbnung des türkischen Senates möge Petersburg be* sU & Buenos-Aires wirb gemelbet: Wie das Blatt Nation" melbet, hat bie Regierung deutschen, fränkischen und englischen Werften ben Bau von je v i e r To r p e d o- bootszerstörern übertragen.

Der Vizekönig von Tschili erhielt von Peking aus einen strengen Verweis, weil er von dem Leichen­begängnis ber Kaiserin-Witwe photogra­phische Aufnahmen machen ließ. Alle Beamten ber Provinz Tschili, bie mit ben Leichenfeierlichkeiten zu tun ge- t)äbi hatten, wurden befördert oder ausgezeichnet, nur nicht 1 der Vizekönig.

-kl.i'w-ch - Anschlüsse: Wij®

v£~ General-Anzeiger für Oberhessen

k"Ä"r7^nün,m« Rofattonsbratf unb Verlag btt vrühl'schtn Univ.-Vuch. unb Sttiubruderti B. lange. Hcbattlon, «rpebitton unb vrackere!: 5chnlstratze 7.

3« vormillaqs 9 Uhr.

_ 3ur Ausslchrung m islassag

jeder An.

w- Elektrisieren aller arbeiten in bn

Krankenpslr,

Bäder aller An Dampf L Heiß!

in und auiter dem Hrt

Kohleneänre- uni

Eichten nadelbftdtt owieHiibncraunctiopcta!

emptevlen sich

[i. Kratz u. Fr

staatliL geprüfter Hchti^ und Masseur

Laadgraf Bbilivv Mi Televdon Ml.

iiVroSapbM des bekannten Einfuhr gi hauses Friede. Carl

Würtbnrg istdie Krone aller Süditf i

Griechischer IOjähri,T feiner Frühstücks«^ blutbildend, stärkend, nach ärztlichem W » Bestem, Blut.** nesende und nut den r wertlosen, lächerllrt sogen. .Blutweinen J zu verwechseln. U «r Preis Mk. 21tU I» ^ße Flaschen ab Wirni-

Man verlange ans uhr

Gastwirtschaft^ MH , pstW

^aschanst^ Schwan Liebig®lr-6!

eidhiW«81

xmiu« &(i® :

Preise"-

KSM

Velhnf-. -