Ausgabe 
22.2.1909 Zweites Blatt
 
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Herzogtum Hessen gehr am besten aus den folgenden Ber hälniiszahlen für die Jahre 1883 und 1908 hervor (nach den Volkszählungen von 1880 refp. 1905 berechnet,:

1883 Starkenburg 394000 (rmwohner, 131 Aerge 1:3000 1908 , 548 000 , 291 , 1:1900

1883 Rheinheffen 277 ODO , 122 = 1:2200

1908 369 000 . 230 , = 1:160)

188» Qberheffen 264 000 . 92 , = 1:2640

1908 , 296 000 .. 175 = 1:1700

Die letztere Zahl wird sich bet Abzug ber Nauheimer Badeärzte und Ctfiefjcncr Professoren etwas günstiger stellen. Zusammen hatte 1883 .Hessen 936000 Einwohner, 345 Aerztc zusammen hatte 1908 Hessen 1 209000 Einwohner, 696 Aerztc - 1:1750.

Die Bevölkerung hat sich in 25 Zähren um etwa 35 Prozent, die Zahl der Aerzte um über 100 Prozent vermehrt.

Zu berücksichtigen ist hierbei besonder--, daß in Hessen Ine 1000 gesetzlichen Krankenkassen etwa 2500'0 Mitglieder hoben, nach der neuesten Steuerstatisttk von den 352000 steuervflichtigen Einwohnern 300000, d. s 85 Prozent, nur ein Einkommen unter 2000 Mark haben und suh ein großer Teil der auch besser gestellten Bevölkerung in Sanckäts- oder Medizmatkassen verbilligte ärmliche Hilfe hebert

Daß bei solchen Berhaltni'sen ein weiterer Zuzug von Aerzten für die meisten verhängnisvoll sein wird, ist klar und eine eindringliche Warnung an Eltern und Abiturienten auch im Hinblick auf das lange und sehr teure Studium ber Medizin hier mehr am Platze wie bei den anderen ge» lehrten Berufen. wandern und Reisen.

Schotten, 2L Febr. Der Ztoetgverein Scho 11ende-2 DogelLberger Höhen-kllub<- hat iolgendeö Touren- Progra»nm kür dieses Jahr festgelegt: 1. Sonntag, 28. Februar (21bmatjd) 1 Uhr): über alle f6nibe, Lchüffcckerg nach Petershainer- hol, zurück über Götzen nach Schonen. (8'/4 Lid.) 2. Sonntag, 21.Marz (Abmarsch von Scholten tl Uhr»: über (?mart4hauieu, Gonterskirchen nach Vaubad), zurück Jägerhaus levcnt. vr. Fuhr- loarf). 3u|ammenlrcffen mit den Zweigoereiuen Laubach und ',hantfuri. 3. Sonntag, 2. Mai: Schollen, Giehr, .(iohlbag6roie|c, xJicivpeil-3, Storniels, -ücraatkn, Huilgcn, zurück ver Bahn. Zu- iamineiUreficn mit den Z.-D. Hungen und IjrantfurL 4. Samstag, 19. Juni, 3 Uhr nachni.: Schollen, Schöner Stein, Ticke Eiche, Cbei|d)initlen, zurück ver Bahn. 5. Lonnlag, 4. Juli, '/,!! Uhr: Audmg4hain, Horst, >>ültcuboru, ForcUenteichc, Hoher adstopi (zum wiuplausflufl). 6. Sonntag, 15. August: Schollen, "äunsbachtal, Schöner Sleui, Eiche1sad;sen, O)la»l)ünen, üirzenham (Aast), Ecln- baar, Pserddbach, Büdingen, zuriick per Bahn. 7. Souiuag, 12.Ccpl.: Schotten, Rcippcrts, .Vaudenmühle, Glaubzahl, Lalzhauien, zurück rcr Bahn. Ziisaniincnlresjen mit dein Z.-B. (Dieben. 8. Sonntag, 3. Ctt.: Sd)oilen, Welhninhle, Sichenhausen (Zujainmculreffeii nui dem Zlocigverein Frankfurt, HoherodLkoph zurück über Gackcrskein, Michelbach.

Schöffengericht.

Gießen, 19. Februar. Prebbeltidiguag.

Der Jvurnaliii G. W. bahicr strengte gegen den Redakteur Tlj. R. dahier Beleidigungsklage an, unter der Belniuptung, ourd) < inrn in deut Dom Piivatbcklagten redigierten Blatte erschienenen Artikel beleidigt worden zu fein. Ter Pribatkläger bcjand itrl) nämlich anläßlich der im vorigen Jahre in ('haben Vinbcn erfolg ten Mrckencinroeihung unter bcn iclabcncn (Skift n was den Brivatbeklagten zu itachwlgender Kritik veranlaßte: Großen Linden. Es hat hier vielfach Befremden erregt, daß sich unter den zur Einweihung mifcrcr >lirche geladenen Ehrengästen auch ein jüdischer Journalist von Gießen, der durch seine Aus -dringlichkeit allgemein bekannt ist, befand. Wenn nun diene Jude sich aus religiösen Beweggrüliden zu dieser Feier gedrängt hatte, luarc seine Anwesenheit noch zu nitidmlbmen. La.' kann aber itidrt der Fall gewesen sein, denn der Betrefnilde gehört doch ab? Vtilglifb dein ('iicßener Freidcnktt Verein an Es hat ihn wohl nur das Bestreben, durch einen Bericht über diese Feier an verfchic ichtedrne Frankfurter ^iibciiblätter klingenden Lohn zu enoerdcn, nach unserem Orte geführt Wir möchten diesem Juden aber emp- t' I)len, unsere Kircke m Zukunft mit seiner ('Gegenwart zu ver Idtoiirn. Er möge feine Aase in die Angelegenheiten der jüdischen Smiagogengenwinde stecken nsw." Nach Bernchinung einiger Zeu gen kam zwischen den Parteien folgender Vergleich zustande Ter Privutbeklagtc bedauert. Herrn W. in dem iraglichen Artikel mfolge unrichtiger 3nformatioii beleidigt zu haben und übernimmt die -tosten des Bersahrens.

StQinltiibtleibißiittg.

Tic Ehefrau H. in Gießen äußerte einer Bekannten ge gemiber, ein hiesiger Schutzmann verkehrte >n sträflicher Weise mit einer Frau. Sie hatte sich biefcrhalb wegen Beleidigung zu Der- antworten Wegen derselben Bcleidigtuig wurde di> Elwmann der Angeklagten bereit3 früher zu einer t^efängnj.-straie ver- urtcilt, Tao Urteil lautete aus zwei Wochen Gefängm., llfbtrittluiig des Kindtrf.hutzgtfetzeS

Ter Mckckhandlcr 51. L. in Lich bcfdniitigtc zwischen 7'^ brS >i Uhr morgens einen Stadisckülei mit Milchtragen und wurde dieserhalb zu 5 Work Geldstrafe event. 1 Tag yafi verurteilt.

Körperverletzung.

Tic Hüttenarbeiter I. T., tz. Sch.» D. B. und 5t. »., alte in tSoUar, waren der M örperverlctzung angeklagt.' Der Sach verhalt war: Ein dortiger (^sangverein batte in einer Wirtschaft cm 3 immer als Ber eins lokal nennetet und hielt dort Gesangs­stunden ab. Nach den Uedungs'tunden verweilten gewöhnlich noch einige Mitglieder in dem Lokal, was auch in der Nacht vom 12. uui 13. September v. I. der Fall war Als gegen 2 Uhr der Wirt feinen Gästen, worunter sich auch die Angeklagten besau den, Feierabend bot und diese ersuchte, das Lokal zu oerlaiien, meinte einer der Angeklagten, dieser Lus fordern ng keine Folge leisten zu müssen, da sie ,ich in ihrem gemieteten Vereins lokal befanden Tiefer Wortwechsel artete tu Tätlichkeiten aus, wobei der Wirt mit Fäusten bearbeit t wurde. Jhirti die lierdeigeeilte Echefrau de» Bnletzken erhielt einen Fausttchlan Tie Ange­klagten behaupten, sich keiner 5dvrperverleziung schuldig'. nuidit tu habe! vielmehr das untn

angeklagien Sch. entstandene vandgruunge fibltditm Ta nammt 'ich nicht festgestellt werden tonnte, daß die Verletzungen vor­sätzlich berbt,geführt wurden, er folgte Freisprechung aller An­geklagten.

Gestörte Weihnachtsfeier.

Der lapcjitcrer I W hier Harth wegen ^*r ne rt>c r» Ie6unfl unter Anklage. An lässig emer W.nhnachtöieier am o. Jan. I. 3. schlug der Angeklagte entern Stellner eine Sekt- tlaidjc auf den Kops, jo hast die Flasche in Stücke ging, auch sock er einem andern eine solche nadiitenroricn haben, wa. aber nicht er­wiesen werden komue DaUrteil lautete ans 20 M. vkibüra- cd. 4 ag i^ süngnis

<5cricbt*faaL

* U n tt> ii b i e c r i d' t c r ü c 11 u n i TerDarmst. Tügl.

sLnz." und die ..Ax'rnis Ztg." dringen wie iiden '3er.dx übet eine O^rrchtSverdandlung. : Lppendei m .Ta 3 dj 5 f f t n acridjt hat den Pfarrer »roll i . -ue.i des

Landrorrw Ferdinand Jrnmel -t 10 Mi Geldstrafe vcr urteilt. Pfarrer Xeieil hotte b .-. i ten 2. . ukim. im Wahlkreis Cprrnbcim in e r i r.: v.v : LT

flenüter Zmuiel ben Aue ruck ; feie : - -

g$n, iHcinHcfsrschcu Bauern Aach di. . Ver au

Hat P'arr« Sftnell Ue rheinbefsi'cken Landwirte m ihrer Ge (.rrntteu ocr Feigheit bezichtct, wa- nn wunderlich s Beginnen für einen Politiker wäre, c<r bei denselben rhrmbcwiichen Bauern um UebfTtragunfl eines 2* jgcorbnetm-nanbat^ ruirbt. Fn 2äirk lichkeit verlief denn auch der Vorfall gari anders und bc* schönen - geeicht sagte in der Urtri. Jbegrünbung au.^dr. cklich, daß der Woet^ laut des Ausspruches nicht feststehe. Die Verurteilung erfolgte, weil in dem Ausloruck; eine formelle Beieid>gung ImmelS iu crtliden war. Tic meisten vernommenen .Zeugen gaben an, daß Pfarrer Äorell in oem fraglichen AuSfer uh sagte, daß er ein feiges Benehmen rfrinftcfiuthrr Bauern nicht amtebmen ßnne und sich darüber wundere, daß eir.idne sich feig benehmen. Auch ber Kläger gab an, daß er irn Ausspruch nicht auf die Gesamt­heit der rdeinhessifchen Bauern bezogen bebe, sondern auf sich selbst.

I] Tlarbura, 21. Februar. Tie St raf kämme r ver­urteilte den Karufseldenyer 1- f e f f e r aus Kirchham, i-tzt roobn- halt hier, der em Ranifiel auf Abschlag gekau't und diese-, trotzdem da- EigenlumSrechl Vorbehalten war, wieder oerfaun halte, unter 6inbe;i-!dung einer kürzlich gegen ihn erkannten Strafe von 6 Wochen iu 10 .Monaten Gefängnis. . < m

h. k» ildes heim , 20. Febr. Qn der Burgoor^ci. D ot- mattenbiebftahl5-9lHäre wurde gestern vor dem Land- q-richt oa4 Urteil gefällt Wegen schweren Diebstahl- erhielt J?letatlfd)lcifer Fran; Lendeckel 3 Jahre und 6 Monate Zuchlhan-, (Llektrolechmker -Baut Liekield 1 gabt und 6 Tlonatc GeiangruS, Lchlosier Cur Schielerdecker und Arbeiter Schonknecht 1 Jahr und 6 Monate Zuchthaus. 2lu§erbem alle vier 5 Jahre Ehrverlu't. Wegen Begünstiguiig erhielt ein Arbeiter 14 Tape, em Elektro­monteur 2 Monate Gefängnis. Ein Zigarrenvandler - Ehepaar wurde zu 200 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die erfigenannlen brachen m der Nacht vom 9. Mai v. I. in dem Postamt Burghof em und entwendeten au5 einem Schranke Briefmarken im Werte von 21 000 Alk. Den Schrank erbrachen sie auf freiem Selbe und ver­teilten den Raub unter sich. .

Tübingen, 19. Febr. Der Student der ^hstomgie Ed. Schalter wurde wegen Diebstahls von Kun't- blättern zu 3 Monaten und 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Schalter batte die Kunstblätter, bie einen Wert von 1400 Mk. bar- teilen, bet Studien in verschiedenen Instituten der Uniöerfnät entwendet. , r

Magdeburg. TaS Kriegsgericht sprach den Leutnant Fromme, der unter der Linklage der Beleidigung und vorschrists- iDiörigen Behandlung von Untergebenen int Sinne de4 § 175 uand, frei. Fromme war seinerzeit zur^ Beobachtung seines Geisteü- zustandc^ im Lazareu intctnicri. Sowohl die Verhandlung wie die Begründung des Urteils erfolgten in nichtöffentlicher Sitzung.

Warschau, 21. Febr. Das Kriegsgericht uentricdlc fünf Offiziere wegen Zugehörigkeit zum allruf f if d)en Of fizterS- buude zu sechs bis acht Jahren Zwangsarbeit. Außerdem wurden 19 Soldaleu und 2 Gyuniastaften wegen Teilnahme an der revo­lutionären fDlüilärorgantianon teils zu Zwangsarbeit, teils zu anberen Strafen verurteilt.

Uttiverjitäts-Nachrichten.

s. Darmstadt, 21. Febr. Für die Ted)n. Hochsd)u 1 e ind abermals neue Ausnahmebestimmungen erlassen worden, die mit dem Sommerfeniefter 1909 in Krait treten. Danach können bis auf weiteres wieder junge Leute im Alter von minde­stens 18 Jahren, die nach Unterprima versetzt sind oder das Ab­gangszeugnis einer Realschule besitzen, als Studierende aufgenommen werden. Ausländer muffen denselben Bedingungen entsprechen oder ein Äeisezeugnis einer deutschen Lehranslalt aufweisen. Damit werden fast die nämlichen Aufnahmebediiigmigen, die bis vor zwei Jahren galten, wieder eingeführt. Durch die neuen verschärften Bedingungen war cm bcöeutcnbcr Rückgang tm Hochschul besuch em getreten, der umso lebhafter empfunden wurde, da die Hochschule tm letzten Jahre vergrößert worden mar.

Vermischtes*

Tic Berliner Messerstechereien scheinen nun in Zwpciilagen Aackmhnumg finden zu tvollen. Gestern nmrbe dort nämlich eine Tome von einem jungen 9)kn)d)fn angefallen, der sie mit einem Messer in die Seite, stach. Glücklickierweife stieß die Spitze auf das Korsett und bie lieberfallene kam mit einer geringen Berletzung davon Der ÄLrentäd:r.cickkam leider. Cs ist nicht imivahrskfieinlich, daß die Berliner lieber fälle von luggcüivent Einfluß auf ben hiesigen Täter gcroefen sind, bei im Falle seiner Verhaftung eine beroe Strafe nach dem ?Übertischen L'rügelgesetz zu erwarten hat. Znzwisck>en ist in Berlin ein Mann verhafte! worden, in dem man einen der gesuchten Dlcfjer- stecher vermutet. Gegen Mitternacht erschien ber Arbeiter Georg Bolschke aus bet Brunnenstraßc auf der Polizei und meldete, daß er ton einem jungen Burschen überfallen worden sei, auf den bie Beschreibung bc6 Mesierstcchers lutreffc Der 'Jütentäler wurde bald als her 22jäbngr arbeitslose -koch Curt Leo aus her Linienstraßc 217 ermittelt und aus deut Bett heraus verhaftet. Tatsächlich laßt bie über ben Frauenattentäter gegebene Beschrei düng auf Leo. Unter dem Verdachte, Messerstechereien verübt zu haben, sind odt Personen vorläufig festgenommen irorben. ES scheint aber, baß sich der Berbackw in keinem Falle bestätigt

* Vom Fencr im Dresdener Schlosse Im könig Irchcn Schlosse zu Dresden war in der Nacht auf Samstag in einem Kanzleiraume Der zwecken Etage, dec nach dem ersten Hofe von bei Schloßstraße liegt, ein Brand ausgebrochen Ta das Feuer berede in den Morgenstunden bemerkt wurde, vermochte die herbei

wen Herd ;u beschränk«. Tie v . und AuftäumungSarbcckcn erforderten jedoch eine mehrstündige Tätigkeit, da em Ofen und die Decke nach der ersten Etage nieder gerissen werben nuifetr, wo es erst gelang, nach Beseitigung weiteren Mau.'i roerk>' die brennenden Balkenlager vollständig frei - zulegen. Unfälle sind nicht vorgekommen, der Schaden ist immer­hin erheblich.

Hochwasser in Seehausen. Die zwecke Hochwasser- welle hat SauiStag morgen Seehamen erreicht. Sov Lasser ist wieder um 2Vs Meter gestiegen, uifvlgedcssen sind noch einige Straßen um er Wasser gesetzt worden Ter Verkehr wird durch Pioniere aufrecht erhallen, die mit ihren Kähnen rmgo um die eingeschlosjene Stadt von Straße zu Straße fahren Aut dem Seehauser Friedhi" hat die Flut arg getobt. Alle steinerne Grabdenkmäler srnd umgestüru. die Grabhügel geschleift, Baume und Büsche entwurzelt. Eine Brücke über heu Aland wurde gestern non den Pionieren in die Luft gesprengt und der Alanddamm durchswchen. damit Dosier und tn-Mdiollcn freien 2U)fluß haben.

Gin c n l m c nf d) tr r Vater. Vor 8 Tagen verstarb in Klein 5)artmann-^dorf bei Eppendorf, wie aus Chemnitz gemel­det wirb, der 42 Jahre alte Sohn des Maurers und Gutsbesitzer- Templer. Der Berswrbene soll nach der vbenmiber Allgemeinen Zuckung fdon feit vielen Jahren von den Bewohnern von Mlcin- vartmannvdors nickt mehr gesehen worden iem. Der Arzt kon­stant rte, daß ber Tote nur noch dn Skelet: war und ein Ge- roid.t von 10 Pfund hatte. Die Freidcger Staatsanwaltschaft ließ die Lcichc beschlagnahmen und den 72 Jahre alten Vater des Pempler verhaften. Der Tof soll mebrcrt Jahre in einer ammcr, von aller Dell adg?schlosien, gelegen hoben.

Scknecftürme Auf den rufftichen Südwcsthahnrn ist der Güterverkehr infolge Schneesturur.) au[ euw Strecke vvn 3'XM) Werft gan; ei. .itcllt: 20000 'Arbeiter sind fvdjdfngt, die AJtnie vom Sdm . zu iäu'vern Im Laufe von ;wc: Dagcn iiiid 30 Zuge stecken geblieben. Der Schnee erreicht die Düiher dar Lagen. Einige Zuge enigldüen. Dtc Btlketausgabc nach

unter gegangen Man gimun. daß alle Passagier« und bie P - mf Keatzung, zm.mnnen 200 Personen, um 4 Leben gekommen sind

HanveU

Mainz. 20. Febr. Die heutige Generalversammlung ber Sektkellerei Äu pf erbetg bejästoß die Berteckuna euic*- Dwidend« dj:-. 12 Prozent. Ter Auftutztsrot liaue 10 Prozent vorgefÄageu. Im vorigen Jahre betrag die Dividende 19 Prozent.

Dresden, 21. Febr. Der AusiichtSrat der Sächsische» Bank beschloß in der heutigen Sitzung, der auf den Id. Märt cm« ^ibenifenDen Wenetalredaminlun t vorzuschlagen, lU. 117 938 alv Abfchre düngen zurfickzustelleu, 9e, Dlv'benbe zu verteilen und Mk. 817415 au* neue Rechnung vorzutragen. Der AumchtSrat der'Aktiengefellschaf: Seidel u. Naumann beschloß in feiner heutigen Sitzung, der auf ten 6. 21pnl emberulenen General Versammlung die Deneitung einer Tiotbenbe von 16 Prozent »ur bie Slktien wie im Vorjahre und Mk. 80 auf die Gemißscheme vorzuschlagen.

iDödjtntL Uedrrfichl Ser Zoöcsfäüe L 6. Sta&t fiiebtH.

7. Bloche. Bom 7. brS 13. Februar 1909. . Einwohnerzahl - angenommen zu 31 100 untL 1600 -lann Wlilitäi). vterblichkeltSzistei: 18,42 *

nach Abzug von 4 Crtihreniben: 11,70/*.

Kinder

Ls starben an: Zufammen.

Erwachsene: tm

vom

L 2eben*|abr:

2^-lL. Ja^r

Keuchhusten

1

- 1

Diphtherie

1(1)

*

10)

Lungentuberkulvfe

2

W

Lungenentzündung

1 (1)

1 (1)

^ungenemvhyfem

1

1

Aderverkalkung

1

*

Schlagfluß

(1)

2 (1) -

Nierenentzündung

1

1

Neubildung

1 11)

1 (1)

Summe 11 (4, 8(2) 1 3 (2)

Sinin.: Tie m Klammern geletzten Ziffern geben an, wie viel der TodeSiäUe in der betreffenden Kraickheit auf von auZwörtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische Beodachtungeu

der Station Gießen.

x

Februar 1909

Barometer auf 0- reduziert

Temperatm der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative

IVmdrlchtuu

Lftndstärke

Detter

21. 2-

759,4

4-2,1

3,7

69

N

Q

Klarer Himmel

21. 91

759,0

0,7

4,3

96

x

22. 1 7"

759,1

3,9

92

EHE

Bed. Himmel

! !1 I

Höchste Temperatur an

20.

iZrbr.

)iS 21.

L Febr.

x= 4- 2^ G

Niedrigste ,

V

20.

, 21.

= 6,1 eC.

Telefonische Kursberichte

des Giessener Anzeigern, mitgeteilt von der Bank für Handel

und Industrie, Glessen.

'rnnkfarter Börne. 22. Februar, 1.15 Lhr.

3)£*/e Keiebsanleihe . .

3« do. . .

3>je/e Konsols . . . .

J?e do. .... d>«7« Hessen J'a*/« Oberbeescu . . . L% Ocsterr Goldrcute. .

4/»M Ocsterr. bübcrrcute 4?» Ungar Goldrcnte . .

4?ä Italien. Bente . , . d?» Portugiesen derie 1 .

35. Portugiesen 111

4 ruas.btaataaul. 1U0J 4;av,'. jepau. btaaUaxiloihc I Conr. Türken von 11*03 T tlrkun.oso Griech. Mouepol-Anl..

4 9. äussere Argentinier .

4*1, Mexikaner . . .

Chinesen . . . .

Aktien:

Bochum Gus» Buderus E. W

Tendenz: erholt.

96.4v I

9G.35

87.0V Ub.30

08.30

04.85

01.20

145^0

4U9U 88.75

98.75

221.10

hlektria. Lahmcyer . . . Elektnr. 8chnckert . . . Escbweiler i^rtrwerk . . i-dsenkirchcn Bergwerk . Hamburg - AmeriL 1aketL Harpemr Bergwerk. . . Laur* Hütte Sordd. IJoyd Obciscbles. Hisen-Industrie Berliner llaudelsges. . . barmst »dter Bank . . Deutsche Hanl . . . Deutsch-Asiat Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . . Krcditaktieu Baltimore- und ühie-

hi.LOlaau.....

Gottuardbahn Lombard. Eieeubahu . . UcaUrr. Staat»oaim . . . Bnncollcnn-Eisenbahn .

111.00

120.60 186.00 187 00 11! 70

190.00 198.00

92.00 96.2a

173AO 129 30 245 JW 13650 188 JO 151.20 197.40

11 LSD

17 AO 14360 118.-

Berliner Börse, 22. Februar. Antangakuise.

Canada E. B. . . . Darmstidtcr Bank . Deutsche Bank . . Dortnmndcr-Union C. Dresdner Bank . .

Tendenz, lustlos.

' 129.10

. 244.70

' 15L00

Harponer Bergwerk. . . Laarahütte Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . 1'ürkenloM .....

189.75

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145.70

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den Orten tm Süden ist hur cm gestellt worden. Das 3dm ec gcstöbcr war gestern schwächer.

* Großes SchisfLunglück Der Fracht- unb Passa- girrbamricc ,.Tresidente Roca" ist auf ber Fahri von Süüargen- tinicn nnJ> Buenos Aires hierher -.nnscken San Änwnw und Bucrto Madrin bei der £'a[binjd Baldes in Brand gcratrn und

Montag (heute) im (<nfe Ebel Ting« stunde Damen 8 lthr

Heveen 9 Uhr