Amtlicher Teil.
Gieß en, den 21. August 1909.
Eingemachtes verdirbt
brik- U
B27f
Kartoffeln R-m K-rt-ffeN.
sind so gewiß
binnen 4 Wochen
[4622
B’7,
Sonnenstraße 6. — Telephon 235.
sehr leicht, wenn die Gesäße nicht peinlich sauber sind. Ein sehr einfaches Mittel, dieselben keimfrei zu erhalten, ist das Ausspülen mit Automors - Wasser (1 Eßlöffel voll Automors auf 5 Liter Wasser). In so gereinigten Gefäßen halten sich Fruchtsäfte und eingemachte Früchte tadellos.
IXrübroicn, Mk. 2.50, Zwiebeln, Mk. 1.25 p. Zentner intL Sack versendet ab Station
Voraussichtliche Witterung für Hessen am ScnuStaa dem 28. Anglist: Ruhig, heiler und trocken. Nachts vielfach Nebel. Etwas wärmer. ___
empfiehlt billigst
I. Weisel,
statt wozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, daß die Nichterschcincnden mit Einwendungen ausgeschlossen sind.
Tie Einwendungen sind schriftlich einzureichcn und zu bc= gründen, ehhe * g, den 17. August 1909.
, Ter Großherzogliche Feldbereiingnngskommrssar: K i r n b c r g e r, Großh. Kreisamtmann.
Gießen, den 24. August 1909.
■e tr.: Die Vertvendung boit Sdntlkindern bei Treibjagden.
worden.
Gießen, den 24. August 1909.
Großherzogliches Amtsgericht.
Gießen, den 20. August 1909.
Großherzogliches Amtsgericht.
von dem Erscheinen m den Blattern gerechnet, dahier gehörig begründet geltend zu machen, als sonst die auf den genannten Grundstücken ruhende Beschränkung gelöscht werden wird.
<t t r.: Eintritt von Boltsschullehrern ins Heer.
Die Großh. Kreisschnlliommission Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir ersuchen Sic, diejenigen jungen Lehrer, die am I Oktober l. I. zur Ableistung des ernjahrrgen Dienstes Heer eintrcten wollen, znr sofortigen Meldung bei zu veranlassen.
ö Tr. Breidert.
Bekanntmachung.
In das Genosienschaftsregistcr wurde bezüglich der Sparund Darlehnskasie E. G. in. u. H. zu Großen-Linden eingetragen : Der Lehrer Jean Hoch ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle ist der Landwirt Philipp Größer VI. von Großen-Linden in den Vorstand gewählt
Kelianntmachung
Die unterm 13. Mai 1909 angeordnete Sperre des östlichen Bürgersteigs der Frankfurter Straße wird hiermit ausgehoben.
Tie unterm 14. Juni 1909 angeordnete Sperre des ^>el- terswegs zwischen Goethestraße und Wolkengasse wird hiermit a u s g e h o b e n. i
Tie unterm 21. Juni 1909 angeordnete Sperre der Schul- straße wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 23. August 1909.
Großhcrzogliches Pollzeiamt Gießen.
Reinhart.
hostheaterr. ist gellem in
Aus AlerhöM
Theatre trore 1 ar Allerhöchst bnij Feuchtung burdfl ' die leuchtcndrn J Spitzen der ®i[i: J i vertreten. CikiJ iit dem tyeneralinl Rendanten Grasen 3ge der Kaiser ml Kaiserin, der iritin zu Waldeck A m, während die M ie Nedenlvgen iülll oßherzvg vm Ä« aiser die yüiftin: wurden mit Fansti )ericianischenl vo-4 i hatten. L derbstes aus ben Kaiser begeistett emitimnd rtfeitb. Gegeben ird und Schluhnnijik d Oberregisseur neninspeltor Wahrst der Jnizenierung d m Gebrüder ^ast von Fräulein Schilin und den Herren .d Bein d-rrgAll. TA enmMm sts erreichte ihm töi wft dem Safier üj i verwandelt, st q :aum der Hsil.'ge.q cend das [yJtKt :r zeichnete u. a. ?d Der GeneralnUM stellung, an dem q lassen. Anläglilbq ; mrde dem wj das Prädilai dien Schauspiele ic iD königlichen MvZ Theaters Architekt M
1 Rilogr. Schlachtgewicht: Schweine, vollfleischige, 1,50—1,&4 Mk., 5auen 1,28—1,32 Alk., Eber 0,00 - 0,00 Wit; Kälber: Ma'tkälber 1,86—1,94 Dl., L'anbfälber 1.46 — 1.56 WIL; Hammel und Scheue 1,50 bis 1,60 Mk. — Rinder notierten: 1. Dual. 73—75 WIL, 2. Qual. 70—72 Wit, Ferkel das Stück: 00-00 WIL Geschäft durchaus gut, geräumt. Tic Zufuhren flammten ans den Kreisen Unter-Wester- wald, Limburg, Oberlahn, Wiesbaden-Land und Kirchhain.
fc. Wiesbaden, 26. Aug. Heu- u >^d Slr ohjin a rkt. Angesahren waren hente 29 Wagen mit Heu und Stroh. Wian notierte: Hen, neues, 9.00—10.20 WIL, Stroh (Richtstroh), neiieö, 5.00 bis 5.60 Wtt. Alles für 100 RUo.
Aufforderung.
Ansprüche an die nachstehend verzeichneten, dem Justus Wenzel in Gießen und desien Ehefrau, Margarete geb. Gran im Grundbuch zugeschriebenen m der Gemarkung Gießen gelegenen Grundstücke:
Flur XVI Nr. 299i/10; 299*/10; 2997/10 und 29P/10
lernen,, in
WG
Kt
Kehanntmachung.
■ Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung ^pi^tar. o
In der Zeit bom 20. August l. Js- bis einfchtteßlich> sember l. Js. liegen aus der Großh. Bürgermeisterei zu Mamzlar Ire Arbeiten des 1. Abschnitts obiger ^eldberciNigung, naml'ch
1. Der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterung^
2. BSfet übet‘Äierung der Lumda nebft
Gemeinderats- und Kommissionsbeschluk vom 18- Mai io iur Einsicht der Beteiligten ofsen. .. . . r*
Termin zur Entgegennahme von Einwendungen stndct da|ei | jieitag den 3. September 1909, vormittags von 1U n uyr.
Echzell unter Nachnahme Ludwig Erb, [4313 Karronel - Versand Geschäft.
Echzell (in der Welterau).
SA
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■c erreicht.
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0,11 Magistrats “n9 einer Nächst "bnsteuer unb J
L. Mayn na lSerncgroh, j Kapital jU J Vlc lOOjähstl
Friedens^ "hrnng an Pras^ ■* illut ,Han.
Grummetgras-Versteigerung
des evangelische« Maricnstists zu Lich.
Montag den 6. September 1969. vormittags.8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den dem Wtnricnitift Lim gehörigen etwa 100 Morgen Wiesen in den Geinarkungen Lich, Nieder und Ober-Bessingen an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist an der Slockbrücke.
Die Versteigerung in der Gemarkung Ober-Bessingen beginnt um 11 Uhr nn Sautenkor bei Abteilung Nr. 1. D'nU
Lich, den 26. August 1909.
Buchsenschütz.
1 bie beiden WMimer ins Handgemenge, und zwar dicht bei der smbalmschranke. Frau Wöhr wollte den Streit schlichten, er- lt aber einen solchen Fauü'chlag, daß, ihr das Blut in die - cn lief und sie nichts sehen konnte. Als sic sich das Blut mit
schürze abgcwischt hatte, lag ihr Mann aus den Eisenbahn - den, und zwar ohne Besinnung. Sie versuchte ihn von den ( tfcn weg zu ziehen, was ihr aber bei ihr eit geringen Kräften r:\ gelang. Da sich inzwischen der Stuttgarter Schnellzug näherte, H sie Schmälzle, der inzwischen unaushörlich aus Wöhr geschimpft tue, ihr zu Helsen, den L wußtlosen Mann von den E'ettbahn- b-fielt wegzutragen. Schmälzle lehrtte aber jede Hilfe ab und die j stüclliche Frau mußte zusehen, wie der Schnellzug immer naher !| 1 und schließlich vor ihren Augen ihrem Wtanne den Kops : rnimte. Wann es nur möglich gewesen wäre, den Körper das > Tußtlosen um einige Zentinrcter vom P la -e zu bewegen, so h.|le Wöhr gerettet werden können. Eine gerichtliche Untersuchung
den fast unglaublichen Vorgang ist eutgeleitet worden.
[ • Eine Markensa m >n l u u g i in Werte von
LooOO Mark herrenlos. Einer unserer bedeutendsten ; ckensammler, der in der Nähe von Newyork lebende Kaufmann
F. Seybold, der als Philatelist einen weitgehenden Rui hat am 12. August ds. Js. seinem Leben durch Erschießen vjbsl ein Ende bereitet. Vor etwa drei Wochen stellte sich bei |rl ein nervöser Zusammenbruch ein und seit dieser Zeit litt er L verzweifelten Stimmungen. Der Wert der Wlctrfen|ammluiig, le Der Tote hinterläßt, wird auf 500 009 Mk. geschätzt.
• Tas Drama im Hause Puccini. Das bereit-3 LQtfad) erörterte Drama im Hause des Komponisten Puccini, L Achnponisten von „Bohöme", hat nunmehr, wie die italw- stSen Blätter melden, seinen endgültigen Abschluß gesunden. ke erinnerlich, hatte Frau Puccini ein bei ihr bedienstetes Brüchen intimer Bezielmngen zu ihrem Gatten beschuldigt, wo- Lf sich das Mädchen aus Kränkung tötete. Frau Puccini wurde , im Verleumdung zu einem Monat Arresf und einer empstnd- |r<n Geldstrnse verurteilt. Puccini selbst erklärte, er werde nch JniU seiner Frau idjeihen lassen. Nunmehr hat jedoch 'das Drama Sum versolmlichen Abschluß gefunden. Puccini hat den Eltern
Mädchens 10 000 Lire Schmerzensgeld bezahlt, worauf diese |, tilage gegen Frau Puccini zurüäzogen, so daß nach dem ita= Luschen Recht die über diese verhängte Strafe hinsällig wird, kißerdem hat sich Puccini mit seiner Gattin wu»>er ausgesöhnt, feint die ganze unerquickliche Affäre erledigt er|d)eint.
♦ Internationaler Kongreß des „Weißen |r ruz cs". Was ist das weiße Sireux? Es ist das Symbol der |/oci6t6 Universelle de la Croix-Blanche", die im Anschluß an den f Congres internet, pour la Repression des Fraudes alimentaires t pharmaceutiques" vom 8.-12. September 1908 zu Gem ge- r nbet worden ist und sich, wie der Titel des Kongresses bereits Lqt die planmäßige Unterdrückung der Verfälschung von Nah- Lnasmilteln, pharmazeutischen Produkten und verwandten Waren tr Ausgabe gemacht hat. Die junge Vereinigung hält m diesem j bst, in den Tagen vom 17.—24. Oktober, den II. Jnter- fciionalen Kongreß ab, dessen Verhandlungen eine notwendige Edictiung und Ergänzung des vorjährigen Genser Kongrenes Mn werden Dieser erledigte nämlich nur den ersten Teil ferner Liiesordnung' die Tesinition der wichtigsten in Betracht kom- |citben Arttiel , Alkohol, Butter, Bier, Kakao, Kaffee Fleisth- K tu, Zichorie und andere Kafseesurrogate, SchoMade. Obstwein, liitjitüreit, Konserven, Wasser und Äiineralwaster, Liköre, Ge- Mieze, Wiehl, Grieß, Käse, genießbare Fette (Kokosol und Wiar- Mu ine, Oele, aromatische Essenzen, Fruchtsäfte, Wttlch, Limonade, [jitig, Mostrich, Eier, Brot, Teig und Teigwaren, L-irup, Zucker, iiDioca und exotische Mehle, Tee und Mate, srisches und ge- cho.cnes Fleisch, Wein und Essig) in unverfälschtem Zustand. >t"- zweite, mindestens gleich wichtige Teil, nämlich die Eror- ärung und Beschlußfassung darüber, welche Manipulationen nun
Fabrikation und Handel mit diesen Waren als korrekt und xHuubl, und welche als Versülschung und demgemaf; verwerflich p betrachten sind, mußte aus Wcangel an Zeit aus den 11. Kongreß Mltagt werden. _ _ , , . . OT).r
* Der Fluch der preisgekrönten Schönheit. Miß fcnbinna Johnson ist iinglucklich, loeil sie zu schön ist. Unter bistcn Tränen hat sie jüngst einem Redakteur des -.-Connecticut i old" ihre Leidimsgeschichte erzählt. Zuerst 'war die Schönheit M. Miß Johnson eine Quelle Heiner unb großer H-reuden, aber M iC5 Glück dauerte nur kurze Zeit. So lange nämlich,, bis die ■etic Indiana auf einer Sckfönheitskonkurrenz rn Boston den Mini Preis erhielt: von diesem Augenblick an hat die Wtiti viel | Leid erfahren. Alle ihre Fr-eundinnen überwarfen sich Mk ihr und verbreiteten über sie so böse Dinge, daß ihr Brau- Sh ui sich von ihr lossagte. T.'v Pfarrer ihrer Gemeinde erkannte «'stich, daß Fraueiischönheit viel Unglück über bte Christenheit Hingen könne — die Ergebnisse der Bostoner Schonhefts- Aikurrenz scheinen ihm erst die Bürde von den Augen genommen K ixn und redete den Ettern, den Brüdern unb den Onkeln
Er Miß Johnson so ins Gewissen, daß der preisgekrönten Sckwn Eit sämtliche Freiheiten, bereit sich die amerikanischen Wtadchm Eist zu ersreueii pflegen, mit einem Sckflage genommen worden End sie wird jeßt ständig bewacht, beausiichtigt und verdächtigt.
daS ist noch nicht alles. Innerhalb weiuger L.age hat die
handel.
— Deutsches Reich und Preußen. Wüt Bezug auf die jüngst veröfsentlichteii Mitteilungen, daß das Reich und Preußen in nicht zu langer Zeit wieder an den Geldmarkt appellieren müssen, ist mitzuteilen, daß, was vorerst das Reich betrifft, gar keine offenen Kredite vorhanden süid. Die Deckung des Ausfalles aus den rückständigen Wratrikularbeiträgen sowie des bekannten Tesizits wird durch eine Anleihe anigebradjt, aber erst in dem Nachtragsetat in der nächsten Saison des Reichstags fest- geseßt werden. Tas hat also nosch gute Wege und selbst nach der Bewilligung liegt noch kein Grund vor, alsdairn sofort an einen Avvell an den Markt zu denken. Vorerst hat das Reich genügende Wüllcl, die auch aus den neuen Steuern eingehen, und wenn diese nicht in der vollen veranschlagten Höhe zu erwarten sind, so kommen doch aus anderen Quellen mehr Einnahmen. Tie Fran! fnrter Zeitung glaubt gut unterrichtet zu fein, wenn sie behaiftstet, daß unter keinen Umständen in diesem <rahre weder vom Merck) noch Dan Preußen beabsichtigt ist, neue Anleihen an den Markt zu bringen. Wen im nächsten Jahre der seft langer Zett bekannte Gcldledars des Reiches gedeckt werden muß, bann durfte der Termin vermutlich sehr weit hinausgeschoben werden^ Auch die Hohe des benötigten Betrages dürfte bei weitem nicht so groß sein, wie vielfach angenommen wird.
Märkte.
fc. Wiesbaden, 25. Aug. Vieh markt. Zum Verkauf standen: 36 Ochsen, 81 Kühe, 380 Schweine, 502 Kälber fdarunjer 297 Mastkälber, 205 Landkälber), 47 Hammel und nchaie. Bezahlt wurden für 50 Kilogramm Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 77 00-80,00 WIL, 2. Qual. 73,00-75,00 WIL, Kühe 1. Qualität 65 00-68 00 WIL, 2. Qual. 48,00—50,00 WIL Bezahlt wurde iur
vrima Sveiiekartoffeln, ver;
3 Mark, gelbe Salatkarto Paulsens Juli
Originaz-Vrabtinelduttgen.
Wien, 27. Aug. Im Laufe des Herbstes wird in Wien mit dem B a u e i n c s n e n e n S t a h l l u f t f ch i f f e s begonnen werden. Der Plan ist von Oberleutnant Wallach von der Automobil-Truppe ausgearbeitet. Tie erforderlichen Geldmittel sind bereits vorhanden.
Rom, 27. Aua. Zwei leickfte Erdstöße sind in der ver- gangenat Nacht in ^>iena und an anderen Orten verspürt worden. Dem Secolo zufolge wurde Lorenzv vollständig zentort, ebenso das Schloß Sarteano. Ter Präfekt von Florenz sandte bettächt- liebe llliterstützungssummen sowie 300 Zelte nach ben vom Erdbeben bedrohten x)rt|duften.
Rom, 27. Aug Wie das Blatt Vita erfahrt, haben die Verhandlungen über eine Begegnung des Königs von Italien mit dem König van Portugal iwch zu keinem Verständnis geführt. Tie portugiesische Regierung wünscht, daß diese Begegnung in einer anberen Stadt als in Rom Itattfinbet, während Italien auf der Begegnung in Rom besteht.
Rom, 27. Ana. Aus Bnon Convento und San Loreaizo wird der Trilmna beridytei, daß das Erdbeben die altert Häuser und Mauern aus dem elften unb zwölften Jahrhundert vollständig niedergelegt habe. Der Schaden ist nur gering. Tie beiden Orte werden von Gnmd aus wieder aufgebaut.
Paris, 27. Aug. Echo de Paris nulbet aus Konstantinopel: Die türkische Regierung hat beschlossen, die Flotte zu vergrößern. t <, _
London, 27. Aug. Zwischen den Verbanden der Seeleute und den Reedern ist ein Konflikt über die Frage der Arbeitszeit der Lehriuugen auSgebrodxm. Heute soll über die Frage des Ausstandes abgestimmt werden. Ta die Verbände mit den übrigen Organisationen in enger Verbindung stehen, befürchtet man einen allgemeinen Aus stand der Hafenarbeiter.
London, 2J. Aug. In Londoner diplomatischen Kreisen geht das Gerücht, daß König Georg von Griechenland dem Throne entsagen wolle. Das Gerücht stammt aus Konstantinopel. Eine Bestätigung irgend welcher Art war indessen bisher nicht zu erhalten. Es kvird von nnterrickfteten Kreisen hinzugesügt, daß die Mächte der griechischen Regierung kürzlich mikgeteill hätten, sie konnten die Sicherheit des griechischen Thrones nicht gewährleisten, wenn die hellenischen ^Nationalisten durch ihr Verhalten in der Kretasragc die Türkei weiterhin reizten. Die Nachricht ist mit Vorsicht aufzunchmen.
Konstantinopel, 27. Aug. Die Neuordnung der Offiziersränge scheint einen Riesen skandal hervorzurufen. Ter Brigadier, General Chuekri Pascha, weigert sich entschieden, die Degradation zum Oberst anzunehmen, indem er auf die jüngere Dienstzeit des Generalissimus hinweist. Äehnlich verhält sich der ebenfalls zum Oberst degradierte Kriegsminister. Auch von der Goltz unterliegt, falls er zurückkehrt, der Degradation.
Konstantinopel, 27. Aug. Tie türkische Regierung entschied in der Jerusalemer Streitfrage wegen des Kirchengeläutes, daß die Glocken der dortigen deutschen Kirche geläutet werden dürfen. Die mohamedanische Bevölkerung ist über diese Entscheidung sehr erregt.
arme Miß 2547 Heiratsanträge bekommen. Die ersten Briefe haben ihr Svaß gemacht, jetzt aber nnrb sie, wenn ein Liebesbrief eintrifft, leichenblaß und krank. 847 Burschen, die offenbar eine sehr schlechte Erziehung gehabt haben, »dürften ihr Erklärungen und Anträge, die so frech und f'o eindeutig waren, daß ein ganzes Regiment darüber hätte erröten können: 47 unternehmungslustige Jünglinge versuchten sie zu entführen, so daß sie sich »etzt bei ihren Ausgängen von zwei Schutzleuten begleiten läßt. Viele Zeitungen und Zcitt'chriften brachten ihre Memoiren, die natürlid» gefälscht waren: in allen war das unglückliche Wtädchen als eine Erzkolette gezeichnet Vier medizinische Zeitungen machten die sensationelle Mitteilung, daß der Glanz ihrer Augen auf ein böses Fieber, das rosige Kolorit ihrer ^Wangen aber auf eine Herzkrankheit zurückzuführen wäre. 327 Korfetts'abrikanten be richteten in ihren Zeitungsreklamen der staunenden WZitroelt, daß Miß Johnson, die von Natur halb verwachsen fei, ihre schone Figur einzig und allem den in ihren Fabriken gekauften Korsetten verdanke. Und die Unannehmlichkeiten, denen das hübsche Mädchen ausgesetzt ist, find mit dieser Aufzählung noch lange nicht erschöpft.
Kleine Taaeschronik.
In Elbing wurde der Mörder des Marienburger Bürgermeisters Dr. Cuntze, der Invalide Hein, enthauptet
Ter Tourist Wogenast ans Heilbronn wurde beim Abstiege vorn Monte Cristalle durch einen Steinschlag getötet. Im Madron-Schutzhause ist der Tourist Walter Lorenz ans Greiz einem Schlaganfall erlegen.
Ter Musikdirektor Theil, Kapellmeister des Fuß- artitterie-Regiments, von Hindersin, ein um das Musikleben Tanzigs und der Provinz hochverdienter Mann, hat sich gestern aus Furcht vor Erblindung erschossen.
Wie der „Gesellige" meldet, wurde in Adamsdorf im .Kreise Graudenz in der Nacht vom Tienstag zum Mittwoch der Kätner Bernhard Schamp ermordet. Vorgestern fand man ihn erfdwfsen in feiner Scheune vor. Schamp »vohnte mit seiner Braut und dem Sdmhmacher Kretzmann in demselben Hause. Zwischen dem Mädchen und dem Schuhmacher bestanden früher nahe Beziehungen. Beide find der Tat verdächttg. Kretzmann ist verhaftet worden.
Ter Dauerschwimmer Wolfs, dem es im vorigen Jahre beinahe gchmgeii märe, den Kanal zu diirchqiieren, unternahm gestern einen neuen Versuch.
In dem Silberberg werk Matd)uala in Mexiko stürzte ein mit Bergarbeitern dicht besetzter Fahrstuhl in einen Vergwerksschacht. 15 Arbeiter wurden getötet aus Tageslicht gebracht. 30 Arbeiter liegen noch aut dem Grund des Schachtes.
„Daily Wlail" meldet'aus Kapstadt, daß zwischen der dortigen Firma Depaß, Spence & Co. und einem deutschen Untertanen namens Weiß ein Prozeß um das Besitzr e ch t binma n t- haltiger Ländereien in Deutsch-Südwestafrika schwebt.
Nach Meldungen aus K u b a hat dort einZYklon geherrscht, wodurch der^Zurferernte leichter Schaden zugefügt wurde.
Sport.
Baden-Baden, 26. 2lug. Im heutigen Prinz-Hermann- Memorial (Preis 35 000 Wik.) wurde der braune Hengft ^Gold- gülden" aus dem Gestüt G r a d i tz Sieger.
Briefkasten fccr Bedaktion.
N. N., Lang-Göns. Wie schon so oft gesagt wurde, finden aitonnme Einsendungen ui keinem Fall Autnahme.
R. H. Wenden Sie sich an den Allg. Deutschen Sprachverein, Zweigverein Gießen (Bors. Geh. Hofrat Proi. Dr. Behaghel.)
F ü r d e n E v. H a u p t v e r e i n f ü r d e u t s ch e A n s i e d l e r und Auswanderer in W i tz e n h a u s e n sind bei dem Unterzeichneten eingegangen: Von Frl. D. Wik. 2.—, Frl. E. 1.—, Tr. Dl. 2.—, Schw. 1.—, A. L-, Schl. 3.—, Tr. G. 1.-, Ung. 0.50, Fr. Tr. P. 5.—, Frl. Str. 2.-, Fr. Hbch. 1.50, E. K. 8—, = 23 Mk.
20000 WIL fehlen. Um weitere Gaben bittet
tt. Schlosser
2st Mittwoch Wl er verdächtigen I mehrere Person^ *1 je torbeit s- 1 eschasft- E sich nun de
.en, neun Per ei dreien von ijj Bei drei
rgebnis geM
vollkommen ge 5ie Grohh' llroisschü 1 Iwinmisstmi Gießen «Ä- ' an die" Schulvorstände des Kreises.
tntcr al) j . Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schul- ßpmgelegenheiten, hat durch Verfügung vom 26 Oktober 190, I mgeordnet, daß Schulkinder zum Zwecke der Ver-
Den bu n g bei Treibjagden urchtmehrv o m Schulbesuch beurlaubt werden sollen. Wir er- idben Sie, .die Lehrer hieran zu erinnern.
Dr. Brei d e r t. ___
Sekannlmachung.
Betr.: Schweineseuche zu Staufenberg.
Unter dem Schweinebestand des Ludwig L>chon zu Stausen- keg ist Schweineseuche festgestellt worden, sperre ist verhängt.
Gießen, den 24. August 1909.
Großherzogttmes Kreisamt Gießen.
I__I. V.: Sang ermann. ____________
Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.
Unter dem Schweinebestand des PH. H e d d e r r M . m sHerma nn ste in ist die Rotlaufseuche feftgestellt worden.-----
et yiU'-'r! qi.Hjv Pulver, ergust ^
verkohlt- <


