Ausgabe 
23.7.1909 Erstes Blatt
 
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159. Jahrgang

Erstes Blatt

fje Jur Depeschen:

Wie

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te Bezulskasse ^[eöcersljeun erwähnten ei'.rfermstehenden Baum fcumuergeHettert und wurde I sogleich von dem dort postierten Förster in Empfang genommM

versetzt.

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»Pfg. und

diePost DU. 2. viertel- fährt, ausschl. Bestellg. Zeilen preis: lokal 15Pi., auswärts 20 Pfennig, Verantwortlich

für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuille­ton und , Vermischtes" K. Neurach; fürStadl u. Land- und(Sericbl-j-

Fcmiiiiengrust beigesetzt.

Lehramtspersonalien. Se. Kgl. Hoq. der Gro ß- herzog haben den Oberlehrer an dem Lehrerseminar zu Bensheim Professor Hch. Werner auf sein Nachsuchen aus

Schmidt am Landgraf Philipp-Plag spielten vorgestern mittag dessen beiden Jungen im Alter von 6 und 21/, Jahren in der Küche. Die Mutter hatte in dem anstoßenden Raum eine kleine Badewanne mit heißem Wasser zum Waschen vor- Dec 2 r/z j ä h r i g e

chwe8Paat

Junge lief nun rückwärts in den Raum und fiel mit dem Eesäß in die Badewanne. Er erlitt derart Verbrühungen, daß seine alsbaldige Ueberführung in die Klmik erfolgen mußte, wo er dann gestern infolge der Brandwunden

trägt ab 1. August

r Pfund»

ckt nachversteuert werden. Ihren Bedarf bis

und

Ans Stadt nnd Land.

Gießen, 23. Juli 1909.

Tageskalender: Vortrag von Dr. Rauch über moderne Skudentenkunst. Großer Hörsaal 81/, Uhr.

Kinematograph: Proqrammwechseb, *

** Besuch des russischen Kaiserpaares in Hessen. Ter Großherzog und die Großherzogin werden im Verein mit dem Mnzenpaar Heinrich von Preußen voraussichtlich am 11. August das Zarenpaar, so­wie den Großfürsten-Thronfolger Alexej und die Groß- ürstimien Olga, Tatjana, Maria und Anastasia in Kiel begrüßen. Es ist nicht ausgesch^ssen, daß der Kaiser und die Kaiser von Rußland Mitte August auf Schloß Wolfs­garten eintreffen werden zu einem zweimonatlichen Aufenthalt. Tas Leiden der Kaiserin, das im Frühjahr bedenkliche Formen annahm, hat sich wesentlich gebessert. Die hohe J-rau hofft völlige Genesung in der hessischen keimai, im abseits vom Weltgetriebe idyllisch gelegenen Jagdschloß Wolfsgarten zu fitcden. Daß die Kaiserin ohne ihren Gemahl Jagdfchlog Wolfsgarten besuchen wird, ift ausgeschlossen. Treten unvorhergesehene Abhaltungen des Kaisers Nikolaus ein, so tritt das Zarenpaar am 13. August von Kiel die Rückreise nach Peterhof auf der kaiserlichen

Freitag 23. Juli 1909

Sezrrgspreiü: monatlich 75Ps., viertel- yx a. a fährlich Mk. 2.20; durch

dem Staatsdienst entlassen.

** Finanzpersonalien. Se. Kgl. Hoh. der Groß­herzog haben den Bezirkskasfier der Bezirkskasse Pfedders­heim Gg. Ruhl zu Pfeddersheun m gleicher Tiensleigenschaft an die Bezirkskasse Lampertheim und den Bezirtskassier der Bezirkskasse Ulrichstein Phil. Grieshetmer zu Ulrichstein in gleicher Diensieigenschast an die

en Laalr.

ic tat Vorverkauf ®r.; Denkarten 50 Psg; für Sit

) bei den Herren Ernst In- ulftrcRc.

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" Erledigt sind: die Stelle deS BezirkskassierS der Bezirkskafle Ulrichstein und die Stelle eines Hauptsteuer­amtsdieners beim Hauptsteueramt Darmstadt.

~ Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hoch-Weisel. 2)1 it der Stelle ist Organistendienst verbunden.

Das Ehrenzeichen für Mitglieder frei­williger Feuerwehren wurde verliehen durch Ent­schließung Sr. Kgl. Hoh. des Groß Herzogs: Will). Buß, Ludw. Herb old und Jak. Rumpf V., sämtlich zu Butzbach.

Die UniversitätL-Bibliothek hat soeben em Verzeichnis ihrer laufenden Zeitschriften int Druck erscheinen offen. Auf 112 Seiten gibt dieses Verzeichnis die Titel von über 2500 Zeitschriften und Zeitungen, die von der Uni­versitäts-Bibliothek entweder käuflich erworben oder ihr als Geschenk oder im Austausch zugesandt oder endlich ihr von den hiesigen vier gelehrten Gesellschaften zugeführt werden. Der größere Teil dec Zeitschriften, deren Bibliothekssignatur den Titeln beigefügt ist, wird in dem allgemein zugänglichen Zeitschristen-Zimmer der Bibliothek regelmäßig auögelegt.

"Das Vorlesungsverzeichnis der LandeS- liniversität ist erschienen und für 20 Pfg. käuflich zu haben. Der Beginn der Immatrikulation ist auf den 18. Oktober und der Beginn der Vorlesungen auf den 25. Oktober festgesetzt.

" Den Nachweis der Befähigung zur Ue ber* nähme eine? Kirchenamts hat der kath. Geistliche Benesiziat Peter Vogt zu Klingenberg a. M. erbracht.

" Die 6 MilUonen-Anleih e der Provinz Oberhessen, die am 21. d. Mts. vom Großh. Ministerium genehmigt wurde, ist zur Zeichnung aufgelegt. In Gießen ist Zeichnungsstelle das Bankhaus Josef Herz. ZeichnungS- termin ist der 27. Juli, der ZeichnungSpreiS beträgt

Deutsches Reich.

Die JachtHohenzollern' mit dem Kaiser an,Bord ist am Donnerstag um 2ys Uhr mit den Begleitschiffen in Mesnnd eingetroffen. Der Ka^er begab sich nnl 4 Uhr .mit Gefolge an Land, um die neue Kirche zu beiiditigcu. Im 5 Uhr kehrte der Kaiser an Bord derHohenzollern' arück. Die Stadt trägt reichen Flaggenschmuck. Eine große Menschenmenge brachte dem Kaiser begetfterte Huldigun-

st a r b.

" Geräuschloses Pflaster fordert für die Straßen zunächst den Universitätsgebäuden, namentlich bie Ludwigs- und die Stephanstraße, ein Studierender in einer Zuschrift an uns. Zur Begründung dieser nicht unberechtigten Forderung verweist der Einsender auf die Einrichtungen anderer Städte, sowie auf die wachsende Benutzung namentlich der Ludwigstraße durch schweres Fuhrwerk, durch dessen Lärm die Vorlesungen der Universität empsindlich gestört werden.

Erfolg Gießener Polizeihunde. In Kaisers­lautern gerieten vor einigen Tagen nachts in einer Wirtschaft in der Stadt zwei Arbeiter in Streit, in dessen Verlauf der eine den andern durch Messerstiche in den Hals tötete. Der Täter er­griff sofort die Fluch: und enttani, da ihn die Verfolger nicht einzuholen vermochten. Tie Kriminalpolizei wurde von dem Vor­fall in Kennmis gefegt, die einen Kriminalschutzmann beauftragte, mit dem noch nicht 1 Jahr alten Kriminal Hund (Dobermann­pinscher-Aslle von der Horstenburg", ein Juchtprodutt des Herrn Karl Wiedmeyer zu Gießen, die Verfolgung des Täters aufzu­nehmen. Der Hmid naijiii an dem Tatort die Spur auf und ver­folgte sie etwa eine Stunde weit durch die Stadt über Feld in den Wald. Don oeroelltc der Hund einem Baum hinauf. Em Kriminalbeamter kletterte auf den Baum, tonnte aber von dem oeimutlichen Täter nichts toahrnehmen. Em zufällig in dem Wald dienmuender Förster wurde beauftragt, die bett. Stelle unbe­merkt zu bewachen, während die Kriminalbeamten sich mit ihrem Kriminalhund weiterbegaben, 4tach ungefähr eurer Viertelstunde, nachdem von den Kriminalbeamten nichts mehr zu hören war, [am der Täter von einem anderen, etwa 15 Meter von dem vor-

^r. 170/ Cer Lietzener 2fn/iget ^scheint täglich, außer onntaflS. - Beilagen: er in al wöchentlich tfeenerSamilienblätier;

51 >tnn al wochentl.llreir- > oll für öen Kreis ßtefjen C enstag und Freitags ; icimal ntonotl. Land- lllfchaftlicheZellfrageu -cnfprech - Anschlüsse: Sg General-Anzeiger für Oberhessen

ir bte Tagesnummer BofafionsttriK! und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch^ und Steindruckerei B. Lauge. BedaMon. Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. nzeigenteil:' £>. Deck, vormittags 9 Uhr. . ________ - rl i»»

Wien antwortete, daß man diese Absicht mit Freude aup nehmen werde, wird die Begrüßung stattfinden.

Tie Mitglieder des englischen General st abes Oberst Haldane und Oberst Egmond haben sich im höheren Auftrage nach Kopenhagen begeben. Ji-r Zweck ist, mit der dänischen Militärverwaltung in Fühlung zu treten und btc militärische Lage Dänemarks zu studieren.

Nach Privatmeldungen ist der i.e r d i s ch e König auf einer Wagensahrt von Krujevac nach Ribersks-Benja zwei­mal von leichter Ohnmacht befallen worden; auch sonst fei sein Gesundheitszustand nicht befriedigend.

Der Negus von Abesshnien ist schwer erkrankt. Die Kaiserin Taitu regiert. Wochenlang hatte sie eine ernst­liche Behandlung des trauten Kaisers verhindert. Die Er­regung des abesspnischen Boltes ist darüber so groß gewor­den, daß die Kaiserin eine Volksversammlung durch die ihr ergebenen Krieger mußte auseinandersprengen lassen. Jetzt hat sie in eine ärztliche Behandlung des Kaisers em- gewilligt, weigert sich aber andauernd, Bürgschaften dafür zu geben, daß nzeüere Anschläge gegen das Leben des Negus unterbleiben. Die dem Kaiser ergebenen Großen sind aus seiner Umgebung entfernt worden. Der ganze Geschäfts­verkehr ftotfL Im dtorden ist es schon zu einem Gefecht der Anhänger des Negus gegen die Parteigänger der Kai­serin gekommen. Es gab 350 Tote.

Nach einer amtltcytm Mitteilung sind Bolivien und Peru übereingerommen, direkte Verhandlungen miteinander ohne Einmischung einer anderen Nation zu erössnen. Sie hoffen, eine Aenderung in dem Schieds­sprüche Argentiniens herbeizusühren, die alle Beteiligten befriedigen werde.

101,45 Proz.

** Vortrag über Goethes Faust. Am Mitt­woch, 20. Juli, sprach Prof. Dr. Collin in einer Ver­sammlung der Freien Studentenschaft Über den zweiten Teil von Goethes Faust. Der Redner, der als Faustforscher bekannt ist, füllte in einem einstündigen fes­selnden Vortrag aus, wie Goethe hier, im Gegensatz zum ersten Teil des Dramas, dir in das innere, Leben des Helden einführt, das äußere Leben in bunten Bildern, antiken Wandgemälden vergleichbar, an unjerem Auge vorüber- zieyen läßt. Der Dichter l)at es verstanden, durch sym­bolische Darstellung eine ganze Welt in seinem gewaltigen Werk zu umfassen und ein Bild der Entwicklung des menschlichen Lebens von seinen niedrigsten Anfängen bis zur höchsten Vollendung zu zeichnen. Reicher Beifall lohnte die interessanten Ausführungen.

** Stadttheater - Abonnement 1909/10. Nachdem am 15. d. M. die Frist avgelausen war, bis zu der die seitherigen Abonnenten ein Anrecht auf Zuteilung ihrer alten Plätze geltend machen konnten, Hai sich die Kom- mifsion sogleich mit der Verteilung der Plätze befaßt, eine Ausgabe, die wegen der Vielseitigteit der ausgesprochenen Wünsche und bei der großen -Dtenye der eingelaujenen An­meldungen noch längere Zeit zu ihrer Lösung beanspruchen wird. Weitere Anmeldungen sind nur an die Großh. Bürger­meisterei zu richten.

* Arbeiterunterrichtskurse. Die Teilnehmer der auch diesen Sommer wieder gut besuchten Arbeiterunlerrichls- kurse werden am Sonntag, 25. Juli, einen Ausflug ver­anstalten.

- Unfall. In der Wohnung des Vizefeldwebels

Büdingen rangierte früher in Ortsklasse E und wurde t.ochträglich in der Kommission nach D versetzt. Alle übrigen licht besonders ausgeführten Städte und Gemeinden der Provinz Oberhessen gehören zur Ortstlasse E.

Der penfionsfähige Durchschuit.ssatz des Wohwungsgeld- ruschusses beträgt in allen Ortsklassen für die Tartf>lasse her Beamten unD Offiziere: 1. Kl. 1404 Mk., 2. Kl. 1134 Mk, i St 87^ m l & 378 ML, 5. M. 546 Mk 6. SM. 300 Wt.

JachtStandart" an.

*# Dr. Wilh. Streng 7. Gestern nachmittag hatte ich eine zahlreiche Trauergemeinde, darunter eine größere Anzahl Dozenten unserer Hochschule in der Kapelle des alten Friedhofs eingefunben, in der unter einem Berg von duftenden Spenden der Liebe, der Tankbarteit und der Verehrung die Leiche des Chefarztes der inneren Ab­teilung des Bürgerhospitals zu ^rantfurt a. M. Dr. Wilh. Streng aufgebahrt war, der dort, 45 Jahre alt, ver­storben ist. Kirchenrat Pfarrer Dr. Schlosser hielt bie Trauerrede, worin er mit warm empfundenen Worten den Leidtragenden Trost spendete. Sanitätsrat Dr. Vaer- w in d-Frankfurt widmete namens der Senkenbergischen Stiftung dem Verewigten einen Nachruf, in dem er hervor­hob, daß Dr. Streng ein Arzt von sicherem Wissen und ein ausgezeickmeter Kliniker gewesen ist. Sein so frühes Hinsweiden bedeute einen schweren Verlust für das Senken- ..... -

bergianum, das ihm viel zu verdanken habe. Mtt Dr. Streng bereitet und auf dem Fußboden stehen, sei ein Meister der ärztlichen Kunst aus dem Leben ge- ~ ------m-m»

schieden, dessen Andenken in Ehren bewahrt werden wird. Ter Redner legte einen prachtvollen Kranz an der Bahre nieder. Im Auftrage des ärztlichen Vereins Franksurt a. üiä sprach Dr. Hübner-Frankfurt; er gedachte des lauteren Charakters des Verstorbenen, der über ein tief gegründetes Wissen verfügte, des Heben Kollegen, der sich um bte Aerzte weit über Frankfurts Grenzen hinaus ein beson­deres Verdienst erworben bat, indem er Fortbildungskurse für sie eingerichtet hatte. Zum Zeichen des Dankes und der Verehrung legte der Redner ein wundervolles Blumen­arrangement nieder. Weiter wurden Kränze niedergelegt von Dr. Ebenau für die Aerzte des Burgerhospitals, von der Oberin der Anstalt, Oberschwester Frau Ttllmanns, von Dr. v. Hippel-Gießen für bie studentische Vereini­gung der Klosterbrüder, deren Mitglied der Verstorbene gewesen ist. Wehmüttg klang das Geläute des Glöckleins von der Kapelle herab, als man den Sohn unserer <-tadt, der in Frankfurt eine zweite Heimat gesunden hatte, auf seinem letzten Wege zur ewigen Ruhe das Geleite gab.

Cr wurde auf der Höhe des Friedhofs in der Streng'schen

Der Kaiser hat zu den deutschen Kaisermanö- b er n drei österreichische Erzherzöge, unter ihnen den Seneral-Artillerie-JnsPekketir, Erzherzog Leopold Salvator, eener den Chef des Generalstabes, General der Infanterie l'onrab v. Ho Itzendorf eingelabcn. An den österreichischen Kmsermanövern wirb der Chef des deutschen Generalstabes b. Moltke teilnehmen.

Die Mitglieder des B u n d e s d e r L a n b w i r t e in Obbhaus en bei Quersuet beschlossen, wegen der Hal mng bes Bundes in der Reichssitianzresorm aus dem Bunde

nachmittags 1 m titoalb; n! »AW übtttttgen: urnn und Sirturmn > |in 6tt Writge ufit.

11,6 Iugendspii,

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anszutreten._________ '

Anslcrnd.

Offiziell wird mitgetiill, bai; bie S^öfe von Baden, Bayern und Württemberg den Wunsch geäußert t haben, den Kaiser Franz Josef bei seiner einroejen- hcit in Bregenz Ende August zu begrüßen. Da man von

bel&ish-- Hilf1:

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Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten.___

;>ie wohnungsgcidzuschüffe für die Reichsbeamten und Offiziere in Gderheffen.

Eine Stunde, bevor der Reichstag in diesem Fahre schlossen wurde, nahm er mit 317 Stimmen die neue . solbungsordnung an. Kein Abgeordneter stimmte da- | !en 13 enthielten sich der Abstimmung. Noch in elfter unbe hatte allerdings die größte Gefahr bestanden, daß i? Besoldungsaufbesserung unserer Offiziere und Reichs- . anlten an bet seit 3/4 Jahren gearbeitet war, doch noch (icitcile. Nun ist sie unter Dach und Fach. Die Einteilung

Or^e in Ortsklassen für die Bemessung der Wohnungs- ld-iUschüsse hat viele berechtigte Wünsche unbefriedigt ge- jcn die erst 1918 generell entschieden werden können, 'is baffin sind Orte, bie glauben, zu stiefmütterlich be- iandelt zu sein, auf bie wohlwollenbe Beachtung chrer <ilnfd)e seitens bes Bunbesrales angewiesen.

Wir bringen nachstehend für unseren Verbreitungs- .-irk eine Aufstellung der neuen Wohnungsgelbzuschusse lCr Reichsbeamten (hauptsächlich Postbeamten) unb ber l fixiere. Hierfür kommen noch folgende Gesichtspunkte in etracht:

1. Die Ottsklaffeneinteil ung für baä Reich soll am 1 April 1918 neu revidiert werden.

Der Bundesrat ist ermächtigt, bei hervor- irc ten bem Bedür f nis in besonderen Aus- n (lhmef ällen die Einreihung einzelner Orte :n eine anbere Ortsklasse anzuorbnen.

2. l'llich ber Wohnungsgeldzuschuß hat rückwirkende . rast, bte Beamten und Offiziere erhalten also bie Difse- reiu von 6 Quartalen nachbezahlt.

3. Der penfionsfähige Lurchschnittssatz ist in allen 0risklassen der gleiche, er beträgt z. B. auch bei der Orts- , fasse für Unter beamte 300 Mk., trotzdem der Gehalts- u,ihutz selbst nur 150 Mk. beträgt.

4. Die Woynungsgeldznschü>se beziehen sich auf Beamte unb Offiziere, die in den betreffenden Orten bedienstet i iid; der Wohnort selbst ist für die Bemessung des Woh- inugsgeldzuschusses gleichgültig .

einem Beschlug des Bundesrats soll die Au^>- iistung ber Gehallsauchesserungeu unp die Nachzahlungen ?| är die erhöhten Wohnungsge.dzu,che. s möglichst bald Mcrsolgen. Das kann aber z. B. für bi- größte Kategorie der - . tarnten des Reiches, für bie Poft- und ^elegravhenbeam- n, nicht vor dem 1. August gesa'Lyen, da die Berechnung der . isferenzen so lange Zeit in Anspruch nehmen wird.

(i5 stellen sich die Wohn- ungsgeldzuschüsse iür die Reichsdeamten und Ossiziere in

Gießen

3 riedberr

Alsscld, Büdingen, Butz- dach,p'aulerbach, ViU), Nauheim, 5chatten, Vllde.

Alle nicht auigeiührten Ortschaiken der Provinz Oberhessen

Tarisklasse

Orlsttaße

c

o

E

t eamte der I. Kl.., auch

900 Mk.

Generale.....

'beamte der II. Kl., ebenso

1260 Mk.

1080 Mk.

Ulaiore und Obersten. 21<anue der HI. Kl., z. B.

1020 ,

900

810

tzosldirckloren u.Haupt- lenke.......

800 ,

720 ,

630 N

Beamte und Beamtinnen

der IV. Kl., z. B. Post- gehüsinften, außerdem

300

220

u. a. die Leulnanks hBiamte der V. Kl-, z. B.

360 w

Postjekretäre, Postassi- stenlcn, Zahlmcistec :c.

520

450 ,

330 v

lleamke der VI.Kl., Unter-

beamte, z. B. Post- 'chasfner......

290

220 ,

150 ,