Ausgabe 
20.2.1909 Viertes Blatt
 
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Nr. 43

159. Jahrgang

Samstag» 20. Februar 1909

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Srscheknt tögNch mff Ausnahme des TonnkagL

Die Gießener LamiNenblLtter- werden dem Anzeiger^ otermal wöchenttich betgelegt, das Krcisblatt füt den Kreis Gießen* zweimal wöchentlich. Dierandwirtschafttichen Seit» fragen erscheinen monatlich irocnnaL

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

IhtftffonSbrud tm> verfaq der vrSKNch«, UruoersuäkS Buch- und 6temöcudeteu 0t Lang« Gießen.

Redaktion, Expedition uud Druckerei: Schul« straße 7. Expedit,on und Verlag: e^&L Redaktion: Tet-Adr^ AnzergerBießen,

Deutscher Reichstag.

211. Sitzung, Freitag, 19. Februar.

Dic Tische des Bundesrats sind leer.

Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr.

Das KoalitionSrechl der ländlichen Arbeiter.

Die Beratung des Antrages der Sozialdemo- 5?,® .?.n ' o^effend die reichsgesetzlichc Regelung der RechtSver-

-V'e x ^^lUides und der ländlichen Arbeiter (Beseitigung der Gesindcordnung und Gewährung des Koalitionsrechts) wird fort­gefunden ^cratun9 hat an zwei früheren Schwerinstagcn statt-

Abg. Arcndt-Zabiau (Kons.):

K. Herr'Gothein behauptet, die ländlichen. Arbeitgeber behandeln ,~r^eiicr löhnen sie schlecht und geben ihnen schlechte

Wohnungen. Was.die schleckte Behandlung anlangt, die gibt es za gar nicht. (Lebhafte Zustimmung rechts, .tznicrkeit.s Wir müssen lecker oft genug fünf gerade gehen 'lassen. Es gehört eine Engelsgeduld dazu, draußen fertig zu werden. ES ist leider dahin gekommen, dass kein Bauernsohn mehr die väterliche Wirtschaft übernehmen will, keine Banerntochter einen Land­wirt he,raten will. Sie nimmt lieber einen kleinen Beam- tcn oder wenn sie noch eine gute Mitgift aus alter Zeit hat, so beiratet sie lieber einen HerrnLehrer. Der Bauernsohn will mCrt.^nec^ Rechtes und seine Schwester nicht die Magd der Magd sem. Die Leute auf dem Lande wollen durchaus nicht mehr arbeiten. Die Großstadt hat sie verblendet. Der Asphalt, elektrische Licht, die Kneipen und der Klimbim, alles das amüsiert sie mehr. Zu Hause bleiben in der Heimat, das paßt ihnen nicht mehr. So liegt die Sache mit der schlechten Be> Handlung. Und wie sieht es mit den schlechten Löhnen t 2» der Stadt gibt e5 allerdings mehr bares Geld. Aber auf dem a1«?! alles geliefert, was im Katechismus

steht (Große Heiterkeit.), mit Ausnahme der Schuhe und Strumpfe. Der höhere Darlohn in der Stadt verblendet die Leute, aber sie wissen nicht, daß das Geld rund ist und auch ausgegeben wird, und die Sonn- und Feiertage gehen ab.

n, ötc Ä echten Wohnungen! Ja, im Villenstil haben wir lerne Wohnungen. (Heiterkeit.) Das wollen die Leute auch gar mcht haben. Mir ist da ein Präzedenzfall bekannt. Da ist ein Normalhaus für zwei Familien gebaut worden damit die Familien gesonderte Eingänge und keine Differenzen haben. DaZ Haus bat drei Stuben unb oben auch ein Kabinett. Außer­dem einen Keller, eine Rauchkammer und einen großen Boden. Ich war neugierig und 1 trollte cS mir einmal ansehen. Da rinde ich in dem einen Zimmer zwei Mutterschafe mit f I einen Lämmern drin. (Große Heiterkeit.) Auf meine Frage sagte mir die Frau: Ach Gott, da2 ist mir so bequem, wenn ich die Tiere bei mir habe und dann verbreiten auch die Schäf­chen ein bißchen Wärme und geben eine warme Stube. Eines schickt sich eben nicht für alle. Aber in der Stadt? Die Familien wohnen unten im Keller, da scheint nicht Sonne noch Mond hinein und ist im Winter furchtbar falt und feucht Oder sie wohnen fünf Treppen und da ist eS auf der Sonnenseite auch .nicht gerade angenehm zu wohnen. Hauptsächlich aber wohnt die Familie nur in der Küche und die anderen Räume sind ver­mietet. Da hausen zwar nicht Schweine oder Schafe drinnen, aber Schlafburschen zweierlei Geschlechts. (Stür­mische Heiterkeit.) In der Stadt kann eiserne Disziplin gehalten werden. Erfüllt hier einer seine Pflicht nicht, so sagt man ihm, hier haben sic ihre Karte und er bekommt keinen Lohn mehr bezahlt. Streikt aber auf dem Lande einer, dann sitzt er in seiner Wohnung und hat die Emolumente voraus und schon be­zogen. Da sagt man ihm zwar Adieu, aber er bleibt in seiner Stube sitzen und kommt nicht heraus. (Große Heiterkeit.) Der Antrag bezweckt nur den Zukunftsstaat. Wer ein bißchen in der Geschichte bewandert ist und das sind wir doch alle hier (Große Heiterkeit.), der weiß, daß es im römischen Staate geheißen hat: civus Romanas sum, panem et cir- c e n s e m (Heiterkeit.), dafür hat der Staat zu sorgen, die Ar­beit schenken wir dir. So ist es ähnlich hier bei uns. Die Leute wollen sich amüsieren.

Der römische Staat machte kurzen Prozeß, er jagte: N a schön, treibt euch im ZirkuS herum! (Stürmische, anhaltende Heiterkeit.) lieber diese Veranstaltungen im römischen Staat wächst heute ja, wie Sie alle wissen, schon wieder GraS. (Heiterkeit.) Die Romer machten kurzen Prozeß, sie fielen ein nach Aftika, holten die Sklaven und bestellten damit ihre Lände­reien, oder sie suchten sich Kriegsgefangene hier im Norden und so ähnlich. (Stürmische Heiterkeit.) Das können wir aber nicht, denn wir sind hier alle Arbeiter, nicht bloß der, der mit der Hand arbeitet. Ich habe Fühlung mit den alten

guten Arbeitern mein Lebtag gehabt Ich habe seit 1862 auf eige­nen Füßen gestanden auf einem kleinen Grundstück, und die Arbei­ter sind meine Freunde gewesen, und ich ihr Freund. Jetzt werden die Arbeiterkinder, sowie sie der Schule entwachsen sind, von den Agenten sozusagen verkauft, sie ziehen hinaus in die Fremde und sehen cs zu spät ein,, wie es in dem schonen Liede heißt: Er sucht m der Ferne, Nicht fand er das Glück, Jetzt kehret er müde Zur Heimat zurück. So ist es mit den meisten, das heißt, sie kehren nicht zurück (Große Heiterkeit), sondern sie gehen hier zugrunde, und einige kommen auch noch ab und zu ins Zuchthaus. Ich habe, wie ich schon sagte, für jeden Arbeiter ein warmes Herz und bin dafür bekannt. Fragen Sie mal Ihren großen Agitator, den Herrn v. Linde. Gerade die kleinen Leute in unserer Gegend haben ihm gesagt, als er agitieren kam: Mach, daß Du weg- kommst! Den Alten kennen wir Jahre lang, und der ist uns immer, so weit, wie er selbst konnte, behilflich gewesen. Geh' man weg hier! (Heiterkeit.) Damals als der Reichstag auf­gelöst war, war ein Bauer bei uns, der sich dazu hergegeben hatte, zu agitieren. Da nahmen ihn die anderen rn den Krug und sagten: Aber hör' mal Du, wie kommst Du denn dazu? Du schneidest Dich jo in Dein eigenes Fleisch Ja, sagte er, wißt Ihr, eS ist eine kriege 15 Mk. dafür bezahlt, das ist ein gutes Geickaft für mich. Aber daß ich so dumm bin und glaube, was die hier sagen, das können sie nicht von mir verlangen. (Große Heiterkeit und stürmischer Beifall rechts.)

Abg. Zubeil (Soz.);

ländlichen Arbeitern verweigert man die einfach- st e n Menschenrechte. In den Kontrakten ist nur von den Rechten bet Arbeitgeber die Rede. Sie verstoßen gegen bre guten Sitten. Deshalb haben die Arbeiter die Pflicht, sie zu brechen. _ (Lachen rechts.) Zu Heloten und Sklaven werden sie herabgewurdigt. Geben Sie uns nur Säle z u Versa mm- (u=n nAr??n.n werfen wir die Herren von der Rechten alle aus den Wahlkreisen heraus. (Großes Gelächter rechts.) Wir verhetzen die Landarbeiter nicht. Andere Leute gebrauchen noch viel schärfere Worte über daS Elend auf dem Lande. Denken Sie nur an den Prinzen Ludwig von Bayern und an die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft.

Abg. Bindewald (Ref.)r

Herr Zubeil hat wieder eine nette Rede vom Stapel ge- lassem Er sollte doch über ländliche Arbeiterhältnisse nicht reden, er tjat ja kein Verständnis dafür. Bleiben Sie uns doch mit der Redensart vom Helotentum vom Leibe. Es können nicht alle Herren fein, es muß auch Knechte geben Aus dem sozialdemokratischen Anträge spricht nur der Haß gegen dre seßhafte Bevölkerung. Jeden Großgrundbesitzer will man zum Verbrecher stempeln. Ich glaube nicht daß 'es besser bei uns werden würde, wenn der Zehngebote-Hoffmann Kultusminister und Herr Zubeck Landwirtschafts­minister werden würde. (Heiterkeit.)

Abg. Werner (Ref.):

DaS Schimpfen des Herrn Zubeil macht uns keine Sorge. Hunde, welche viel bellen, beißen nicht (Lärm b. d. Soz.) Woher kennt denn Herr Zubeil die Landwirtschaft? Hat er sie vielleicht m seiner B u d i ck e kennen gelernt (Heiterkeit rechts, Lärm der Sozialdemokraten.),

Abg. Znbeil (Soz.):

Woher kennt denn Herr Werner die Landwirtschaft? Nach dem parlamentarischen Handbuch war er ja Kaufmann. Wenn ich solche Gäste gehabt hätte, wie Herr Werner, wäre ich gewiß jetzt noch Gastwirt in Berlin. (Große Heiterkeit.),

Abg. Stadthagen (Soz.)

nimmt, mit stürmischen Huhu-Rufen begrüßt, das Schlußwort: Diese Brülltöne passen ja zu dem landwirtschaftlichen Thema. (Heiterkeit.) Ter Redner sucht statistisch nachzuweisen, daß die Löhne auf dem Lande durchaus ungenügend seien.

Abg. Werner (Ref.)!

persönlich: Herr Zubeil hat mich gröblich beleidigt. Ich verstehe nicht, daß ihn der Präsident nicht zur Ordnung gerufen hat. Das ist recht sonderbar. (Unruhe.)

Vizepräsident Kaempf:

Ich verbitte mir diese Kritik und rufe Sie zur Ordnung.

Abg. Werner: DaS. schadet nichts.

Vizepräsident Kaempf:

Für diese Antwort rufe ich Sie zum zweiten Male zur Ordnung.

Abg. Werner:

Herr Zubeil stellte mich als schlechten Zahler hin. Er scheint durch schleckte Erfahrungen mit denGenoßen" mißtrauisch ge­worden zu fein.

Die Abstimmung über den sozialdemokrattscken Alstrag auf Verweisung des Antrages an eine Kommission ist namentlich.

Ter Antrag auf Verweisung an eine Kommission wird mit 209 gegen 106 Stimmen der Rechten angenomm en. Der­selben Kommission werden ein Zenttumsantrag und zwei Peti­tionen überwiesen, bie dasselbe Thema betreffen, wie der sozial- demokrattsche Antrag.

Tie Freiheit des Grundeigentnmerwerbv.

Es folgt die Beratung eines polnischen Antrags aus Erlaß eines Gesetzes, wonach keinem Reichsangehörigen mit Rück­sicht auf das Glaubensbekenntnis, die politische Gesinnung oder die Nationalität Beschränkungen irgcnbineldjer Art bei dem Erwerb oder der Veräußerung von Grundeigentum oder bei der Errichtung von Wohnstätten auferlegt werden dürfen.

Abg. v. Dziembowski (Pole) begründet den Antrag. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch darf der Eigentümer sein Eigentum veräußern und nach der Neichs- vcrfassung darf jeder Reichsangehorige Grundeigentum in jedem BundeSftaat erwerben. Nichtig ist daher nach Neichsrecht jede Einschränkung dieser Recht:. Nun sind ja aus Kulturrücksichten gewisse Beschränkungen nottoenbig, die aber alle dinglicher Natur sind. Wir wollen deshalb alle Beschränkungen per­sönlicher Art beseitigen, da ja alle Neichöbürger vor dem @e- k°h gleich sind. Religion, politische Gesinnung oder Nationalität dürfen kein Hindernis für den Erwerb ober bie Veräußerung eines Grundstückes fein. Wir haben das in unserem Äntrag :n klaren Worten zum Ausdruck gebracht, damit nicht durch authen­tische Interpretation etwa der preußischen Behörden eine allge­mein gehaltene Gesetzesbestimmung anders, als sie gemeint ist, ausgelegt werden kann. Die direkte Veranlassung zu dem Antrag ist das bekannte Vorgehen gegen die Polen tn Preußen. Jeder, der nur einen Funken Rechtsgefühl besitzt, muß für unseren An­trag stimmen. Naüln für alle hat die Erdei Selbst für Polen muß Raum da sein. ' (Beifall b. d. Polen.)

Abg. Gräf Praschma (Zentr.):

Der Antrag ist durchaus berechtigt; denn tatsächlich werden dic Polen in ihrer Freiheit bcsck'ränkt Man schikaniert sie aus politischen Gründen. Das ist ein sehr gefährlicher Weg. Nack unseren christlich-konservativen Grundsätzen ist der Staat nicht allmächtig. Er darf nicht in das persörkiftche Leben des einzelnen Staatsbürgers eingreifen. Fürst Bülow' «ftbt sich mit Vorliebe als agrarischer Kanzler. Wir hoffen, daß -kr sein agrarisches Herz auch bei den Steuervorlagen behalten wird. Seine An- siedlungspolittk ist aber keine agrarische Tat. (Sehr richtig! im Zerckr.),

Abg. Stadthagen (Soz.)r . _____

Ich bin kern Pole, verurteile aber das Unrecht, das man den Polen antut, aufs schärfste. Die Expropriation der Polen ist gemeiner Diebstahl auf Grund des Gesetzes, gemeiner fftaub. Die elementarsten Regeln des Rechts werden in schnöder Weise verletzt Das ist Willkür, das ist Gewalttat. (Beifall dar Soz. Unruhe rechts.) Das ist Hehlerei und Stehlerei. (Präsident Gras Stolberg rügt den Ausdruck.) Nehmen Sre den Antrag an als Protest gegen die gemeingefährlichen Amchuu. ungen der Konservativen. (Beifall d. Soz.)

Abg. Gothcin (Fr. 23g.) t

Dic Polenpolitik steht im Widerspruch mit der Verfassung. Mindesttus wird der Gei st der Verfassung verletzt. EZ ist tief bedauerlich, daß ein solcher Antrag überhaupt nötig ist Wir sollten uns als Kulturvolk schämen, daß solche Zustände bei uns herrschen. Wir sttmmen dem Antrag zu aus rein ethischen und aus liberalen Grundsätzen. Gleiches Recht für Alle. Wir wollen mit den Polen in Frieden und Eintracht leben. Wir sollten sie nicht durch eine verfehlte Gesetzgebung noch weiter verbittern. (Beifall links.)

Das Haus vertagt sich.

Mittwoch, 24. Februar: 2 Uhr: Etat des Rechnungshofes, Dampfersubventirm, Armenunterstützung, Rechrurngssachen.

Schluß gegen 6 Uhr.

Amtlicher Teil.

wird

teiligen.

Dr. Breid crt.

der Brauerer von Gg. Guht Wetzlar, zum 'Ausschank.

01132

I. Steinhauer, Ludwigstr. 55

Die altbewährte Maggi-Würze übert- ifft jede NachaPmjng.

Dies bestätigen Hunderte vo Gutachten erster Fachauioiitäten.

Gegen Sicherheit währt. Anträge au-

Bauholz, Schwellenholz Grubenholz Bauholz Schnittholz Bauholz Schnittholz Schnittholz

11,07

48,06

3,43

0,37

Au- «ud MMBttsieigerW

der Stadt Gießen.

271

320 .

843

2433 Fichten 3

1122 Kiefern

16

59 Buchen

5 Grien-

2 Eichen

16 Lärchen

113,6!) Fstm. 181,00

ISO,03 283,70 700,48

2,62 520,74

Gießen, 19. Februar 1909. Betr.: Mrgermeisteroer'ammlung.

Das Grshheysglichc Kreisumt Gießen

an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.

Samstag ben 2 7. Februar b. I'. wird im .Hotel «n- Traube in finit g en eine Versammlung der Bürgen meister des Kreises staitfinden. Die Versammlung beginnt um 1 Uhr mit einem einfachen gemeinsamen Mittagessen, an welches sich die Beratung über folgende Gegenstände mi- schließt: Fürsorgekassegeseü, Feldstrafgesetz, der hessische Verein jur ländliche fieimatvslcge, Wohlfahrt und Kunsts hfleqe, Anträge und Mitteilungen.

Die Oroßh. Bürgermeister, im Falle ihrer Veichndi mrna die G-rosih. Beigeordneten werden emgeladen, sich an der Versammlung und dem gemeinsamen Mittagessen zu be-

Bekanutmachmrg.

Der Voranschlag der Gemeinde Lich hegt von nächsten Montag ab d Tage lang auf hiesiger Bürgermeisterei mährend den Gcschäftsstunden vs.e.-. B^h

Großherzogltche Bürgermeisterei.

Dörmer.

Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 35 Km. von der Bahn­station entfernt und an chaussterte Abfuhrwege angrenzend, sollen Montag, den 22. Februar W09, vormittags 10 .. llbr be- ginnend im Saale deö Leuz'scheu FclienkellcrS »n Gießen in bet Nähe beö Vobnhofes versteigert werden: 104 Eicken Stämme, Schnittholz, mit

wird Zahlungsfrist ------------ ..

_ Bildung kleinerer Lose können in der Beit uom 15. bis 19. Februar 1909 bet uns gestellt werden.

Gedruckte Berzeicknifse über die Dimensionen der zur Verweige­rung kommenden Hölzer sind von ber unterzeichneten Stelle vom 15. Februar ab gegen Erstattung der Trnckkosten erhältlich. Da­selbst können auch Karten über die Waldungen der Stabt Gießen, aus denen die einzelnen Walbdistritte und sämtliche Wege und Schneisen ersicklüch find, gegen eine Vergütung von 50 '43'n- be­zogen werden. . , , ,

Wegen vorheriger Berichtig rng des Bolzes wende inan na) an die Forsttvarre Geisel-Gießen, Ars. Hock warte bei Gietzen, Karl Brück-Rödgen bei Gießen und Lotz Wwseck.

Gießen, den 15. Februar 1R-9.

Großherzogltche Bürgermeisterei Gieren.

I. B.: Keller.

Kosyr" mitKaffee

gemischt, macht diesen bekömmlich und bewirkt grosse Ersparnis. Einfache Zubereitung. 10 gr K osyr " (1 1 . gestrichene Esslöffel voll)

mit 1 Ltr. kalten Wassers beisetzen, kurz auf­kochen und mit dem siedend heissen Absud 15 gr gemahlenen Kaffee (4 gestrichene Esslöffel voll) überbrühen; kurz stehen lassen und durchseihen.

llleiDiae Fabrikanten: Heiller t Diller. G. m. b. L Borthbeia bei Kor®.

Von heute ab kommt daS weltberühmte

5,13 ,, bis 1. Oktober 1909 ne-

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