Nr. 225
Drittes Blatt
159. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
General-Anzeiger für Gberhesjen
irnbach, BahnbMsf.
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sowie
Privat- , j anz-Unterfi
Eintreffen sämtlicher Neuheiten
zeigt ganz ergebens! an
Fr. Siever
Bitte Schaufenster zu beachten.
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Auswahl.
In richtiger Weise haben diese Eltern erkannt, wie wichtig eS ist, den kindlichen Körper frühzeitig so zu kräftigen, daß er den so häufig auftretendcn Kinderkrankheiten Widerstand zu leisten vermag. Als leicht verdauliches, wohlschmeckendes Stäi> kungSmittel erweist sich Scotts Emulsion in solchen Fällen überaus nützlich und darf darum in keinem Hause fehlen. Ebenso unschätzbar ist sie aber auch für Erwachsene, wenn es gilt, den durch angestrengte Arbeit ermatteten Körper zu erfrischen, den Lebensmut zu heben und den Appetit anzuregen.
Die „Siebener SamUtenblätter“ werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegi, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
des Detaillisten-Vereins zur Ausgabe gelangen. Noch im Besitz habende Markenkarten, auch nicht volle, des früheren eigenen Systems bitte an der Ladenkasse umzutauschen.
Franz Bette, Mäusburg 10
Spezialgeschäft für Kurz-. Weiss- und Wollwaren.
Einer werten Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, dass in meinem Geschäft für die Folge a,e/e
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Nur echt mit dieser Mari.—deutlicher — dem ©arcntie» -eichen de» (Scott» scheu Versah-rutl
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» (traue 7. Expedition und Verlag: e-E 5L Redaktion: e-^I12.Tel.-AdruAnzeigerD:eben,
'm 25. September bü: c verkaule
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Auf falschem Wege
befindet sich der 17jähr.M arrnor schl. ifcr W.D. von Allendorf b. W'tzl. Er ist mit seinen Eltern nach Düsseldorf gezogen unb hat schon mehrfach bettelnd den Weg von der neuen nach der alten Heimat und wieder zurück-gernacht. Anfang dieses..Monats bettelte er in Rieder-Weisel und als er neben einer verschlossenen Haus tüte den Schlüssel bemerkte, schloß er auf und ging in das Haus, indem er die Houstüre hinter sich verschloß. Er suchte alles nach Geld durch, ohne jedoch solches zu finden, weshalb er sein Glück im Nachbarhaus versuchen wollte. Er drang dort durch ein Keller- senster ein und versuchte mit einer Schippe die in das Haus führende
Kaufhaus S- Elsoffer
ESarktstrasse 27°
Samstag 25. September 1909
aa Rotationsdruck und Verlag der Br üblich« m ttr UnwerfuätS - Buch- und Ctemdruckeret.
■ R. Lange, Dießen.
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täglich ein Likörgläschen Dr. HomuiePs Haematogen unmittelbar vor der Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, Ihr Nervensystem erstarkt, die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wohlbefinden stellt sich raschest ein. Warnung: Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. D8/,
Gute ®ei0e, feinn,
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Türe anfmbrecken. Als ihm dieses nicht gelang, verließ er auf demselben Weg das Haus. Ter Angeklagte gibt zu, es in beiden Zollen auf Geld abgesehen zu haben. Zur die Diebstahls- versuche wurden ihm 1 Monat und 1 Woche Gefängnis und für das Betteln 3 Tage vast zudiktiert. Zwei Wochen Gefängnis und die Haftstrast wurden ihm als verbüßt ongeredynet und der Haftbefehl wurde aufgehoben. Das Gericht will den Angeklagten der bedingten Begnadigung empfehlen.
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Scout ürmutfion wtro von une uu0|(6lte6lt<6 tm groben Dertauft unv jwat nie io|e nach totrotdn ober Mah, lonbcm nur in versiegelten OrigtnalSaschen in Ratton mit unfrei Lchutzmarkr cStzchcr mit dem Dorsch). Scott u. Bowne. <S. m U H., grantfurr a. M-
tiefianbtclle: fteinNer Medt,,nal-Ledertr«n 150,0, prima Glyzerin M.u unterpbotpbowafaurer flalf 4,8. unterpbokvyorig'aure« Natron JA pulo. Tragen: 8,0, seinster arab. (Summt pulv. SA befltU SOafier 129A Alkohol 11,0 Hierzu momomdir (Vmulfion mit »imn. Maud'l >'mitltberiaöl ,e , Trovien._______
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er ihm mit einem Stein so lange auf den Kvpf. bis der Mani« bewußtlos zusarnmensank. Er ergriff bann die Flucht und stieg in Vilbel in den Eisenbahnzug, er wurde aber noch rechtzeitig ent deckt und verhaftet. Im Laufe der Untersuchung wurde ststgestellt, daß der Angeklagte sich schon in Irrenanstalten befunden hat, weshalb sich die llntersuchungsbehördc entschloß, zwei Gutadster in der Verhandlung zu hören. Ter Angeklagte ist unehelich geboren. ist 25 Jahre alt und hat mehrere kleine Strafen wegen Diebstahl erhalten. Er erlernte die Schuhmacherei, mußte dies aber wegen seiner schwachen Augen aufgeben und lernte bann Metzger, um bieses Geschäft als Geselle zu betreiben. In Landau, wo er zur Artillerie eingezogen wurde, konnte er nur 6 Wochen bleiben: er wurde angeblid) wegen schlechter Haltung entlassen. Letzterer Um ft anb dürfte auf sein Augenleiden zur ü ckzu fü brenj c in. In der Schule hat er sich nicht einwandfrei geführt. Sein Stiel' water war eine verkommene Persönlichkeit und seine Mutter hat an Veitstanz gelitten, auch ivac er in frühester Jugend an den Al ko Iw l gewöhnt worden. Er hat seither sehr unftät gelebt, hat sich selten mehr als einige Tage in einer Stelle halten können; immer ist er wieder nach seiner Heimat,-doch seine 9)hitter wollte wenig von ihm wissen, weshalb er sich immer wieder dem Taunus zu wandte. Im Homburg v. d. H., Frankfurt a. M. und Umgegend bat er Stellungen innegehabt. Er hat vielfad) Tobsuchtsanjälle gehabt, weshalb er in Irrenanstalten imtergebracht wurde. Wäh rend er einmal als geheilt entlassen wurde, sollte er ein anderes mal unheilbar sein. Sowohl in Frankfurt a. M. als auch in Weil barg, ist er aus der Irrenanstalt enhmd)at. Sein Nervensystem ist sehr reizbar und sobald er Alkohol zu sich genommen hat, verfällt er in pathologische Zustände. Er wurde für gemeingefährlich geschildert, was aud) aus dem Verhalten dem Polizeidiener gegen» über hervorgeht, dem er ein Lod) in die Scktädeldecke schlug. Tas Verhalten nach seiner Verhaftung dem Gericht gegenüber glaubte man auf Simulation zu führen zu sollen. Er iprach bei seiner damaligen Vernehmung von seinem früheren Reichtum als Gras. Bei der Bergung eines dänischen Schisses wollte er von einem Kapitän 385 000 Rubel Schweigegeld bekommen haben u. a. m. Bon diesen Angaben will er nichts mehr wissen, doch den Vorfall mit dem Wirt und dem Polizeidiener konnte er bis ins kleinste erzählen. Tas Gericht bat er, ihn vor der Internierung in einem Irrenhaus zu bewahren, wenn er straffällig fei, bitte er um eine milde Beurteilung: wenn er die Freiheit wieder erlange, ii-ollc er dem Alkohol vollständig entsagen. Während seines Aufenthaltes im Arresthaus hat er einen Selbstmordversuch gemacht, er wurde aber noch rechtzeitig entdeckt. Bezüglich dieses Vorkommnisses gibt er an, er müsse sehr aufgeregt gewesen fein und über die Sa die nachgedacht haben; er kann sich aber auf den Vorfall nicht erinnern, sondern weiß nur noch, daß, als er zu sich gekommen sei, er sich bei anderen Gefangenen in einer anderen Selle befunden habe. Ta nach dem Gutachten der Sachverständigen die unter Anklage stehende Tat in geistiger Umnachtung verübt ivorben ist, mußte nach 8 51 des Strafgesetzbuchs Freisprechung erfolgen.
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Der Koirkursvcrwalter
&'}$'«» “'Tt' W Rechtsanwalt Raab.
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Das große Warenlager besteht in. Kurz-, Weitz- und Wollwaren, Herren- Damen- und Kinderwäsche, Handarbeiten, Schneidcreiartiteln, Spitzen, Bändern Vorhängen, Gardinen, Portiercnstofien, Läufern, Korsetten, Damen- u. Kmder- schürzen, Untcrröckcn, Tischdecken, Wachstuchen, Herren- und Knaben-Fttzhuten, Mützen, Sonnen- und Regenschirmen und -stocke«.
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Tabaksteuer und Tabakarbeirer.
Bekanntlich ist >*ür solche Tabakarbeiter, die infolge der ieucn Tabaksteuer arbeitslos geworden sind, vom Reichs- ' -age die Summe von insgesamt vier Millionen Mark als ' irntschädigung bewilligt worden. Ta aber diese Summe I iür die Arbeiterentlassungen, die sich noch von Tag zu Tag wrtgesetzt häufen, bei weitem nicht aus reichen dürste, so fall nach einer Mitteilung der „Süddeutschen Tabakzeitung" moch eine weitere Summe zur Deckung der Kosten der Entschädigungsansprüche bewilligt werden. Die .Höhe der Summe, die für diesen Zweck noch benötigt joirb, läßt sich heute noch nicht schätzen. Die durch die Tabaksteuer arbeitslos gewordenen Arbeiter haben übrigens ihre Ansprüche auf Entschädigung mündlich oder in einem beliebigen Schreiben einzureichen. Besondere Formulare für Unterstntzungsgesuche geschädigter Tabakarbeiter werden, wie das Kaiserliche Reichsschatzamt in einem Schreiben <n die Redaktion der „Süddeutschen Tabakzeitung" in Mannheim ausdrücklich hervorhebt, von Seiten der Regierung nicht hergestellt.
Demselben Blatte ist noch eine Verfügung des Reichs- SchatzfekretärS übermittelt worden, worin bestimmt wird, ras; die Erhebung des zu zahlenden Zollzuschlags erst bei Liebertritt des Tabaks in den freien Verkehr erfolgt, und rwar ist bei der Feststellung dieses Betraget weder das in der Rechnung angeführte, noch das Einlagerungsgeivicht, sondern lediglich das Auslagerungsgewicht, cilso das Gewicht, das der Tabak bei der Verzollung hat, maßgebend.
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, 24. Sept. Erfolgreiche Berufung.
Wegen einer Kellnerin gerieten einige junge Leute hier eines I Llbends in Streit. Der junge Mann, für den sich die Kellnerin I entschied, bekam von den Handlungsgehilfen £. unb Ä. S„ unter | Assistenz des Tapezierers B. eine Tracht Prügel, nadibcm sie ihn tnit seiner Begleiterin von einem Cais in das andere verfolgt hatten. Tas Schöffengericht verurteilte die Angeklagten wegen k Körperverletzung zu je 20 Mark Geldstrafe. D. S. und B. | beruhigteii sich bei dem Urteil, K. S. bestritt, geschlagen zu haben unb erhob Berufung. Rad) den Angaben des Verletzten, sind I die Angeklagten ihm unb seiner Begleiterin mit spöttischen Be- | ir.a langen u.unter Drohungen nachgefolgt, iveshalb er, um sie von । )idj ab-ul, iten, ihnen gesagt habe, er werde von seinem Revolver I (Gebrauch machen: tatsächiick) habe er aber feinen Revolver bei sich geführt. Die Angeklagten hätten hierauf mit ihren Stöcken ! nur ihn eingeschlagen unb er wisse, daß K. S. ihm zwei Hiebe versetzt habe. Auch die Kellnerin will gesehen haben, wie St. S. nus ihren Anserwählten eingeschlagen bat; dagegen bekundete cm unbeteiligter Zeuge bas Gegenteil. Auf bic wibesprechenden Xlngab.it tonnte bas Oieridji fein verurteilendes Erkenntnis hauen. Es erkannte zu Gunsten bes Angettagten aus Freisprechung.
teinc gefährliche Persönlichkeit
» i'.st der Hausierer B. L. ans Bubenheim. Als er in eine Wirt- schast zu Ai assenheim kam, benahm er sich frech, weshalb ihm I ter Wirt die Xürc wies. Auf ber Straße schimpfte er, daß ein i Auflauf entstand und als ihn der Polizeidiener anfaßte, schlug
Für Mutter und Kinder!
Hinterstein i. 91 (Iq. (Post Bad Oberdorf), 5. März 1908.
„Meinen beiden Kindern hat Scotts Emulsion immer die besten Dienste getan, besonders gut aber hat sie ihnen über die Zahnzeit hinweggeholieii. fUlein P/4 Jahre altes Söhnchen Alfred war durch verschiedene Umstände sehr von Kräften gekommen, als ich ihm zur Stärkung Scotts Emulsion verabreichte. Nach Gebrauch von 2 Flaschen wurde das Bürschchen wieder lustig und vergnügt und ist heute ein kräftiges Kind. Auch meinem ’/« Jahre alten Töchterchen gab ich Ihr Präparat aus dem gleichen Grunde und habe auch hier die besten Erfolge gesehen. Das Kind kann jetzt frei sitzen, hat seine Zähnchen ohne Schmerzen bekommen unb steht bereits auf seinen Füßchen, so daß wir die besten Hoffnungen haben. Wir konnten ferner feststellen, daß die Kinder infolge des fortgesetzten Gebrauches von Scotts Emulsion viel widerstandö» fähiger gegenüber den sogenannten Kinderkrankheiten waren.
Auch meine Frau, die eine Zeitlang sich matt und müde fühlte und deshalb Scotts Emulsion ebenfalls einnahm, ist öaburd) wieder zu Kräften gekommen und arbeitsiähig geworden."
(gez.) Wilhelm Besler.
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Auf die Sparkasse!" —
Wa—a—s? Bei diesen teuren Zeiten legen Sie noch Geld zurück? Wie sangen Sie das an?"—
Ja, sehen Sie, wir trinken täglich Kathreiners Malzkaffee; der bekommt gut, schmeckt vorzüglich und ist so billig, daß man hübsche Ersparnisse machen kann."


