Ausgabe 
25.1.1909 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

trtc.11 Hochzeit. Das Eyick'-aar, das ru;tua uiu> gejunD tlt, mm in 91. Lebensjahre. In Seelbach brannte die bei dem ij Auer vvr 14 Tagen gerettete Scheuer des Gutsbesitzers Kraft n ieber. Aian bcaosicytigt für den tziegierungsoezirk Kassel eine !5rüppelheilanstalt zu errichten, die den Llnstalten Hepl>ata

a

Vermischtes.

In Tottenham, einer Vorstadt von London, wurde von zwei Ausländern ein Automobil, in dem zwei Angestellte einer Kautschutfabrik mit dem Wochen­lohn für die Arbeiter saßen, angehalten und die Angestellten durch Revolverschüsse verwundet.

.MGGGTGGGGGGGGGGGGDT Man lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Cberhchens. Auflage über UOOO Expl.

flUe Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfts- stelle des Gießener Anzeigers nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen.

1-rüppelheilanstalt zu errichten, die den Anstalten öeplhiia irr. Treysa angegliedert iocrden soll. Eine kürzlich aufgenommene Statistik besagt, daß im Gebiet des ehemaligen Kurhessen 875 ver­koppelte, vollsinnige Kinder vorhanden sind. Zn der Dyna- !Ni t f a b r i k zu r ge ndo rf bei Dillenburg flog em Sprengöllager in die Lust. Zwei Mann wurden getötet r.!d einer schwer verletzt. Die Stadtverordneten von Hom-

K Eisoff©r5s extra billige Verkaufstagel N

vom 23. bis 31. Januar 1909

bsefesB ast Auswahl und FfeESwisrsisgixsit bis jetast Unerreichtes»

Besichtigen Sie gefl. die in den Abteilungen auf Tischen liegenden extra billigen Waren.

Der Nachlass aut viele Artikel ist 20 bis 60 °/oe

bur g v. d. S>. genehlnigten in ihrer letzten Sitzung die Einführung der Wertzuwachs steuer, und der Magistrat wurde mit der Ausarbeitung einer entsprechenden Vorlage beauftragt.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 25. Jan. (Orig.-Telegr. desGieß. 21115.") Amtliche piouerungen der beuligen Fruchimarklprei, e. Wetzen 'Dlf. 21 -521.50, Zlurhessischer Mk. 21.5000.00, La Plata Mk. °4.U024.50, KausaS 9)if. 24.2624.75, Roggen (hiesiger) Pik. 17.2517.50 Gersie (Wetterauer» Pik. 18.5O-ln.5O, Franken- selber Alk. 17.5018.00, Haler 16.5017.50, Mats Alk. 17.^517.50. Weizenmelil Alk. 31.50-32.00, Ou00, 2. Qualität Pik. 30.50 bis Aik. 31.00, 3. Lnolitüt Alk. 29.0030.25, Roggenmetzl o

Pik. 27.75,8.00, l.Qualltät Alk. 26.7527.00, Weizenklele Pik. 9.75 bis 'JÄL 10.00, pioggeuklele Alk. 10.5011.00, Matskeune Pik. 12.50 bis Pik. 13.50, Kraulen, Pfälzer, i)iieb Pik.00.0000.00. Alles per 100 Sig. ab Ijiev.

ic" Frankfurt a. M., 25. Ian. (Telegr. Orig. - Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der tzeuligen Biebmarkt- v reise. Zum Verkaufe slaudeu: 417 Ochsen, 106 aus Oesterreich, 43 Bullen, 1 aus Oesterreich, 899 Kühe, Fersen,^Stiere und Riitdcr, 227 Kalber, 387 Schale und Hammel, 1642 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 00 Scha'lämmer. Bezahlt wurden lür iOO Psund Schlaclugeivtcht: Ochsen: 1. Qualität 7578 Mk., 2. Qualtlät 6870 ' Alk., 3. Qualität . 860 Mk.; Bullen : I. Qual. 6567, 2. Qual. 6263; Hübe 1. Qualität 68-70 Alk., 2. Qual. 5860 Mk., 3. Qual. 4648 Mk., 4. Qual. 0000 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlacht­gewicht: Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 5357 Psg., 2. Qualität 7485 Psg., Lebendgewicht 47 56 Pig^ Schlachtge'iv 6660 Psg.; Schale: 1. Qual. Schlachlgew. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 5860 Psg. Schweine; 1. Qual. 7200 Pf., ^'l'eu'dgewlchl 56,557 Pf., 2. Qual. 7071 Pf., Lebendgewicht 5 ,0-00,0 Pfg., 3. Qual. 6567 Pfg., Lebendgewicht 00 - 00 Plg. Aidjäü bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberslaud unbedeutend, bei Hlemuiet) gut, kein Ueberstaud.

Vachbar staaten. In Borsdorf feiert am 1. Februar Bürgermeister Weiß sein 25jäl)rigcd Dienstjubiläum. Eec am 20. Januar in Frankfurt a. ,M. wegen verschiedener Schwindeleien verhastete Gutsverwalter Wilhelm Horning aus lx.'lmstedt war bis 15. Januar d. I. auf dem Hosgut Utphe bei Hungen tätig. Am 9. fycbruar d. I. feiert in Hähnlcin dar Gemeinderat Kramer mit seiner Ehefrau das Fest der diaman- leien Hochzeit. Tas Ehepaar, das rüstig und gejunb ist, stehl

4- Dutenhofeit, 22. Jan. An der Lahn bezw. aus den ,v iftaus gedehnten Wiesen stellen sich zu allen Jahreszeiten seltene Sjgel ein, die zur Freude der Bogelsreunde ost längere Zeit unsere Gegend beleben. Im zeitigen Frühjahr ist cs der Kiebitz, D-stcher hier eintrifft, um im breiten Wiesengrunde zu nisten. !! um ittelbar nach der Heuernte sieht man große Scharen Störche, dhc in den berieselten Wiesen ihre Nahrung suchen. Jetzt, zur tSiteren Jahreszeit wird unmittelbar am Flusse die wilde oder Tackente beobachtet. Dieser äußerst scheue Vogel liefert ein ftrobl= meckendes Fleisch und wird daher von dem Jager mit Vorliebe mtfolgt. Auch die höchst seltene Trappe wurde schon wiederholt angetroffen.

X Hanau, 25. Jan. Der Antrag der Stadt Hanau mf Vermehrung der Vieh markte beschäftigte den Vorstand des Vereinsausschusses der Landwirtschaftskammer, botr vom Regierungspräsidenten um eine gutachtliche Aeußer- tnng ersucht worden war. Unter der Voraussetzung, daß sich buc Auftrieb im Laufe der letzten Zeit vermehrt hat, soll n chts gegen die Vermehrung der Vlehmärkte eingewandl weben.> Ein 18jähriger Ausläufer der Quarzlampen- gotsellschaft erhielt den Auftrag, 2600 Mk. bei einer Bank- jrnna emzuzahlen. Er unterschlug jedoch den Betrag und sl 'ichtete.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den

Peter § burg, 24. Ian. In dem Prozeß vor dem russischen M a r i n e g c v i ri) t gegen den General A l e x i e io ist gestern das Urteil ge'ällt ivorden. Ter Angeklagte wurde von der Anklage der Er preis nn g ' r e i g e s p r o ch e n , aber kur schuldig bc° iunben, als Alarinestabsofsizier während des Krieges nut Japan zu der englischen Firma Horchliß Beziehnngen unterhalten und von ihr 9500 Rubel erhalten zu haben. Tie Richter verurteilten ihn unter Ausschließung vonr Militärdienst zu z e h n l a u s e n d R u b e l (Geldstrafe, an deren Stelle un Unvermögensialle 1 Jahr Ge- ängnis lrut. Tie Verurteilung machte auf den Angeklagten wie das gesamte Publikum eine» niederschmetternden Eindruck. Als Alexejew das letzte Wort erhielt, bezeichnete er die Anklage als einen Verleumdungsakt und sich als unschuldig.

rantzeruniversilät und zinanzaurfchuh.

Neber die Verhandlungen des Finanzausschusses über die Landesuniversität liegt in Nr. 3 folgender offenbar aus der Feder eines Abgeordneten stammende Bericht vor: Eine längere Debatte entsteht bei dem Kapitel Landesuniversität. Hier liegt ein Ersuchen des Ausschusses an die Regierung vor, eine Kom­mission, bestehend aus Vertretern der Regierung der beiden Kam­mern sowie einer nicht hessischen Universität zu, ernennen, die mit der Prüfung der Frage der Erhöhung der staatlichen Ein­nahmen aus der Universität Gießen betraut wird. Geheimer Rat Weber hat Bedenken gegen die Gleichstellung der Pftege- gelder in den Kliniken der Universität mit denen anderer Kranken­häuser. Hier komme in Betracht, daß in den Kliniken die Kranken als Unterrichtsmaterial für die Studierenden dienen. Auch müsse man dafür sorgen, daß nicht durch unliebsame Neuerungen tüch­tige Lehrkräfte vertrieben und damit die Frequenz der Hochschule verringert wird. Die Mehreinnahmen der Kliniken überstiegen in den letzten Jahren die Mehrausgaben. Gleichwohl sei,die Re­gierung bereit, eine mastige Erhöhung der Pflegegeldsätze im nächsten Etat vvrzuschlagen, nachdem man zunächst mit der Hoch­schule hierwegcn in Verbindung getreten sei. Minister Braun kann sich mit dem weiteren Vorschlag, einen Teil der Kollegien- gelder für die Staatskasse zu beanspruck)en, nickst einverstanden er­klären, ebenso wenig mit dem Verlangen auf eine Herabsetzung der Honorare für Operationen zu drängen. 2ne Bildung einer be­puderen Kommission errege Bedenken, weil daraus eine gewisse Hilflosigkeit der hessischen Behörden geschlustfolgert werden könne. Aba. Molt hau ist von der Regierungsantwort befriedigt und erklärt, dast der Ausschuß auf der Bildung einer besonderen Kommission nicht beharre, nachdem die Regierung die Erhöhung Der Pflegegeldsätze zugesagt habe. Die Klage über die ungewöhn­liche vöhe ärztlicher Honorare für Operationen, auch in anderen Kliniken mehren sich. Abg. Dr. G u t s l e i s ch regt an, in Einzel­fällen, wie sie vom Abg. Brauer für Gießen beklagt wurden, den Weg der Oessentlichkeit durch die Presse zu beschreiben, wenn Dies auch möglichst zu vermechen sei. Der Redner bedauert den unlauteren Wettbewerb Preustens, das Professoren, die einmal einen Ruf nach einer vrrussischen Universität abgelehnt, für alle Zukunst für dieselben abweist. Damit würden den Hochschulen der kleineren Bundesstaaten die besten Lehrkräfte entzogen. Finanz­minister Gnauth macht daraus aufmerksam, dast man bei der technischen Hochschule einen Teil der Kollegiengelder für die Staats­kasse wohl beansprucht. Die Giestener Klinrken erfordern einen jährlichen Staatszuschust von 326 000 Mark, ganz abgesehen von Den Gehältern der Professoren und der Verzinmug der Millionen für die Klinlkneubauten. Stadt und Kreis Giesten, die den größten Vorteil von den Kliniken haben, müstten größere Opfer bringen; andere Städte müßten Millionen für ihre Krankenhäuser auf- wenden. Neben der ZLich'icht auf die Blüte der Universität komme auch die Rücksillst auf die Finanzlaae des Landes in Betrackst. Nach weiterer Debatte, in welcher Abg. Dr. G u t f l e t s ch seine grundsätzliche Zusttmmung zu den Anschauungen des Ministers bekundet und hofft, daß die bevorstehende wirlschastlickst Ent­wicklung Oberhessens auch die Heranziehung der weiteren Kom- munalverbände erleichtern werde, damit sie der Stadt Giesten nacheisern, wird die weitere Beratung auf Montag vormittag vertagt.

Reue E.ddeben.

Infolge der Erdstöße, die sich am Samstag ereigneten, ist bet Tunnel zwischen Villa San Giovanni und Scilla ein» gestürzt. Die Ei, enbahnverbindung ist infolgedessen am Nach­mittag unterbrochen gewesen.

Die neuerlichen Erdstöße riefen eine große Verwirrung unter den Einwohnern hervor, die durch die Meldungen aus Kiem-Asien noch bedeutend vergrößert wurde.

Ueb er ein neues, stark es Erdbeben melden die Apparate der seismographischen Station Darmstadt-Jugen­heim, daß die Erschütterungen in einer Entfernung von etwa 3000 Kilometern in Der ytiu/tung Suc-ost (Jeftiiajer Teil von Kleinasien) stattsanden. Die Bewegungen setzten um 3 Uhr 55 Mi­nuten mit einem scharfen Stoße ein; das Maximum war um 4 Uhr 12 Minuten. Einzelne Stöße in Zwischenräumen von oft mehreren Minuten erfolgten bis gegen 5 Uhr. Die Ervstößc waren so heftig, dast der Seismomerer der Potsdamer Erdbeben­warte zerstört uurüc. Die Erschütterungen socken bedeutend hef­tiger sein, als die von Messina.

In der Nähe von S m y r n a wurden viele Erdstöße verspürt, deren Gewalt aber nicht sehr gjrj& war. Dagegen war auf Chios die Erderschütterung sehr stark. Die Bevölierung eilte an das Meeresufer unD mwcke frvie Hmser. (kai^beuen fehlen vor­läufig noch, nur aus Saloniki liegt eine Meldung vor, nach der in Phokea, Bockjve und zahlreichen andern Orten eine große Anzahl von Gebäuden zerstört und viele Menschen g c t ö t e c wurden.

Für MeMua-Reggio

sind eingegangen: . t M

Bei Großh Kreisamt Gießen: Gemeinde Annerod (gesammelt durch Polizeidiener Schäier) Mk. 52.50, Bettenhausen 23., Utphe 16 20. Zusammen Mk. 91.70.

^schinz.

, * u«b St/ M n r,d> [cnnbQtt§ wT ?ob * 'ent Qlldl s»en,ötSä 9ft und lote, Decken Doil

ns undin^, llrnM zu rmnen *ilcberbeerbaA

Ws

'°7°- fi.-t.r8 .ftaau|tnbtn febmn»'

*«< d°b di. 2

kleine Twiü ui bent tiefen zzch., getaj ", den bereis . ^QHen und wieder über en drim das giethingix

^ie ^orbereilunrien bei lni 8 ieinem am 3., i ^jährigen Jubelfeste vei- oeltstreit sind in vollem Seejenb die Kunst des Ek. 'ciiein Umkreise ein weiterer litciut die Beteiligung sch; Verein scheut keine Müht, i gestalten. Sie Gern« mb dem Verein sind heul! eiieQt.

GesangvereinPoli- 3. und 14. Juni, sein 40 feiern. In Anbetracht dct ins und Bekanntjeins ir» regen Beteiligung.

iern sand auf Veranlass^ nd Umgebung ein gut t;< lose Telegraphie uti ,jur Traube* statt. Tli Grosi-Znnmem, stellte u zwischen der Zeit von Heus beleuchtete dabei namenllii bet fßtflfir. Im weitete c Herr flaifer bie Zuhoi jen bekannt. Neichec B igen.

Ein Leichenzug, w Men nicht gesehen rt Wachtmeister ßchost .nerstag auf Freitag naö in Alter von 39 tzahn Auhe bestattet, » und besonnene^ Wesen n ,m ein dauerndes, chrende- [bte als öendarm hier.

Der ^ jonit"

* ** ni «

W|t l'(5

i

Mit dem geraubten Geld sprangen nun die Räuber auf einen Straßenbahnwagen, desseir Führer sie durch Vorhalten der Revolver weiterzufahren zwangen» Während der Fahrt gaben sic dann auf den Wagenführer und die Passagiere Schüsse ab, durch die einige Personen verwundet wurden. Als die beiden Räuber verfolgt wurden, töteten sie sich selbst.

* Schiffsunfälle. Der Dampfer der White Starlinie Re Public^' kollidierte im Nebel bei Nantucket im atlantischen Ozean mit dem italienischen DamvserFlorida", die bei dem Zusammenstoß selbst erheblich beschädigt wurde. Die Baltic" der White Star-Linie nahm die Passagiere und die Mannsckiast derRepublic" an Bord. DieFlorida" brachte ihre eigenen Passagiere nach Ncuhork. Vier Passagiere derRe­public" kamen bei dem Zusammenstoß um. Der Dampfer gilt als verloren. DieRepublic" hat etwa 470 Passagiere mtb ctiva 300 Mann an Bord. Der FischdampserMontag" wurde bei Rotersand von dem Nordenlwmer FischdampserElsaß" angerannt und ist gesunken. Der Kapillm und der Ma­schinist des FischdampseisMontag" wurde von dem Fischdampfer Nereus" gerettet Die übrigen sieben Mann der Besatzung sind ertrunken.

Kleine TageSchrontk.

In den ® c f ä n g n t i i e n von Kiew, Woronesch und Jekalerinoslaw wütet der Flecktyphus in erschreckender Weise. Tie volitiscben Gefangenen sterben masseubast.

Unweit von I o h n st o w n in Pennsylvania kollidierte Samstag krüh der Üleiv-Vork-Lt. Louis-Schnellzug. 50 Personen sollen dabei umgekommen sein.

Tie Hnngersnot in Kleinasien nimmt bedenklichen Umfang an. Zahlreiche Peisonen sind bereits Hungers gesiorben.

In Princeton in dlew'Iersey wütet eine furchtbare F e u e r s b r u u st. Tie berühmte Universität ist bedroht; sämtliche Studenten helien der Feuerioehr bei den Rctiungsaibeiten. Ter Schaden ist bereits sehr groß, doch ist bisher noch lern Lerlust an Aienschenleben zu beklagen.

Spielplan der vereinigten KranHutter Stadtthearer.

(rtpernhuuL.

Montag den 25. Jan. geschloffen. Dienstag den 26. Jan^ abends 7 Uhr: ^Hoffmanns Erzählungen."

Schauspielhaus.

Montag en 25. Jan.:Jloberi und Bertram.* Dienstag den 26. Jan.:Tie Dame mit den Lilien." Abends 7 Uhr.

-cm Vorstand der M«t- das Publikum fut

Konzerts der Tri ./at und Nebner M '? lau'chte em großes P»

baVftritif Ebenso war«

nicht «A ?" Auch b!!

mnilung w nfli'

hott, bie krte Leck'

't'.lcckiiNg * Prozent tff &&& L v *

! 6i!

der

lAuouyme Ausragcu blctbcn uubcrückst<tzr»at.)

W. y. iti. Lents ehe Zunmermeifter-Zeitung. ^eue L0 Pf.

Ltorandstchtliche Witterung für üesjen am Dienstag den 26. Januar: Fortdauer des Frostes, heiter und trocken. Oejtliche ziiinoe.

Rom, 25. ^an. Gestern aucnb ist der Aetna in Tätig­keit getreten. Es wird svrlllXthrend unterirdisches Getöse vernommen.

Paris, 25. Januar. Der Wiener Korrespondent des Matin" hatte eine Unterredung mit dem bulgarischen Mini st er des Innern, Laiew. Der Minister demen­tierte entschieden das Gerücht, daß im Auftrage seiner Re­gierung er wegen einer Anleihe in Oesterreich oder Frankreich sondieren solle. Er bestreitet auch, mit irgend einer Mission betraut zu sein. Im Laufe der Unterredung erklärte der Minister, Bulgarien wolle den Frieden und sei bereit, bie Verhandlungen mit der Türkei wieder auf­zunehmen, sobald letztere sich bereit erkläre, sich mit 82 Millionen Frank Entschädigung zu begnügen.

London, 25. Jan. Ter kampierSt c n in a r c-, von Liverpool nach Corl uulermegs, ist nachts in Brand geiaien. Lte Passagiere komnen an Bord eines anderen Dampfers über nonunen werden, der sie nach Holyhead brachie, wo sie landeten.^ Tie Bekämpfimg des Feuers an Bord Des Tamp eisKenmare* wird fortgesetzt, inan glaubt jedoch, daß das Schiss verloren ist.

Coiivetts mit Fima billigst

VrlrhNche UniverAarL-Drucrerei.

Maikwtzasse 27 KAUFHAUS S. BLSDFFEK Rittsrgasse 27-29^

3?g von Einarishausen nach Asienheim, der etwa 6 Stunden kträgt, legte er früher, als es noch keine Eisenbahn, ja noch f Miiie Chaussee gab, an einem Tage bin und her zurück, ülenthalben unterwegs kannten sie den Karpf. Im Dienste nee der alte Karpf ziemlich streng, und wenn er auch nicht inner die Leute um Geld brachte, so hat er doch sein Lebtag l-mlich geflucht iind gewettert, wenn gefrevelt worden war. 2-ic Zahl 9 spielte im Leben des alten Pensionärs eine ge» v sie Rolle: er wurde am 9. 9. 1819 geboren, wird also |iha 9. 9. 1909 90 Jahre alt. Die Söhne und Enkel des l^öcftetS Karpf befinden sich in guten Stellungen, auch ihm ! I st em heiterer LebenSabsnd beschieden.

= Dauernheim, 23. Jan. Hebet folgenden V or- fcvll bei einer ArbeitS Vergebung fuhrt ein Einsender im ^Nidd. Anz/ Beschwerde: Eine Submissionsblüte schönster Gattung kam Ende vorigen Monats zur Ent- fmltung. Hier wurde eine Arbeit am Garten des Psarr- haauses, welche zu 23,56 Mk. veranschlagt war, vergeben. Zjivei Angebote liefen em, ein? mit 8 Proz. Abgebot und : eiiuS nut 6 Proz. runterm Wenigstgebof. Obwohl ein

solches Angebot ein reines Unding ist, wurde ihm doch der Zuschlag erteilt. Es wurde von dem andern Reflektanten <|igcn den Zuschlag Protest erhoben, aber auSgerichtet wurde u ichts, denn die Behörde beharrte bei ihrer Entscheidung, ob» iv»ohl sie selbst zugeben mußte, daß dies nicht ganz korrekt gehandelt sei. Dieser Fall zeigt wieder recht, wie traurig i e3 mit unseren GeschästSoerhältnissen steht, und wie wenig .stlmntnisie so mancher Handwerker von der Kalkulatton be- ? st ft. Im vorliegenden Falle kann von einer Kalkulation .ilberhaupt keine Rede sein, da der Reflektaut kurzer Hand ; (rin Angebot 6 Proz. unter daS vorkommende Rlindestgebot >-ft, dessen Höhe er doch gar nicht kennt. Im Jnteresie de§ Handwerkerstandes dürfte eS doch angezeigt sein, daß Be- ri)iirbcn und Gemeinden solche traurigen SubmissionSofserteu . nflig gänzlich unbeachtet lasien, weil andernfalls reelle LubmissionSofferten undenkbar sind.

Lorbach, 22. Januar. Der Kriegerverein gxdenkt im Laufe des kommenden Sommers das Fest der I Fahnenweihe zu begehen. Die Vorbereitungen dazu sind B jckhon im vollen Gang. Als Festplatz ist eine bequem erreich- b*)ce und hübsch gelegene Wiese am Dorfausgang nach Mödingen hin gewählt. Die Lieferung der Fahne wurde der I rllihmlichst befonnnten Fahnenfabrik in hannöverisch Münden | ü: -ertragen. Als Festtage sind der 4. und 5. Juli in Aussicht Zxnommen.